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Album: Gesamtkunstwerk oder Tracksammlung?

User Beitrag
Khanatist
30.06.2007 - 16:52 Uhr
In diese Richtung zielt eine aktuelle SPIEGEL-Diskussion.

Was würdet ihr sagen?
Ujo
30.06.2007 - 17:00 Uhr
kommt drauf an
Kampfbrot
30.06.2007 - 17:00 Uhr
Gesamtkunstwerk, keine Frage!
Mein Name
30.06.2007 - 17:00 Uhr
Eigentlich Gesamtkunstwerk, aber in der Wirklichkeit ist es mal so und mal so. Und wenn alle Alben Gesamtkunstwerk wären, dann wär das auch langweilig.
Ujo
30.06.2007 - 17:05 Uhr
Bei, sagen wir mal, gy!be oder isis nehme ich die platten schon als gesamtkunstwerk wahr
bei den shins oder pearl jam eher als tracksammlung. wobei das auch von platte zu platte verschieden ist. pj's vitalogy wirkt auf mich eher wie gesamtkunstwerk, während die neuste mehr eine ansammlung von songs ist
außerdem gibts da auch abstufungen. eine ansammlung kann genauso "sinn" machen, obwohl kein leitmotiv oder zentrales thema vorhanden ist, allein dadurch, dass die reihenfolge der songs einfach passt. siehe mixtapes
außerdem möchte ich erwähnen, dass eine titulierung als gesamtkunstwerk oder tracksammlung ncht wertend. es hängt immer von der musik ab inwiefern ein konzept passt
Leatherface
30.06.2007 - 17:15 Uhr
Einen roten Faden sollte es schon geben, was nicht heißt, dass das Album zwingend einem Konzept folgen muss.
Ujo
30.06.2007 - 17:19 Uhr
Die Frage ist, was man unter einem roten Faden versteht.
Für mich kann das auc einfach die Reihenfolge der Songs sein. Ein Spannungsbogen, der aufgebaut wird z.B
dfg
30.06.2007 - 17:21 Uhr
also ich bin ganz klar für das Gesamtkunstwerk.

ich will alben haben die man ins regal stellen kann und nicht einzelne mp3s irgendwo auf dem rechner.

von mir aus können ja bands wie linkin park auf einzelne mp3s umsteigen. das passt sowieso mehr zu denen; mp3s als fast-food häppchen für die klingelton-generation.
Fagr
30.06.2007 - 17:24 Uhr
Dei frage ist, was man unter einer Tracksammlung versteht
Fällt auch ein Album darunter, welches kein Konzept oder Leitmotiv hat, aber dennoch "funktioniert"? Welches dir angesprochenen Spannungsbögen hat zum Beispiel?
Leatherface
30.06.2007 - 17:24 Uhr
Unter einem roten Faden würde ich verstehen, dass das Album ein klares Profil und Wiedererkennungswert hat, so dass man z.B. sagen könnte "die Songs vom neuen Album sind etwas kantiger als die vom letzten". Ein heilloses Durcheinander, wenn jeder Song völlig anders ist, als alle anderen, fällt eher unangenehm auf.
Rz
30.06.2007 - 17:26 Uhr
Allgemein gesagt eine Sammlung von Tracks die zum selben Musikstil gehören...
Es gibt auch Konzeptalben, deren Songs alle auf ein best.Thema zugeschnitten sind.
Beispiele:

Pink Floyd - The Wall
Dio - Magica
Aphrodite´s Child - 666
Iron Maiden - 7th Son Of A 7th Son
The Who - Tommy




Alice
30.06.2007 - 17:52 Uhr
denke der Output der hier besprochen wird ist eher ne Tracksammlung als Gesamtkunstwerk (was nicht heißt dass die Alben nicht am Stück funktionieren können und es oft auch tun). Aber solange jeder Song für sich genommen Sinn ergibt, jeder Song seinen eigenen Spannungsbogen usw hat, ist es halt eine Zusammenstellung von ca. 11-12 Songs die keinen höherem Gesamtkonzept folgen.

agsfb
30.06.2007 - 18:13 Uhr
Die Schönheit einzelner Song erschließt sich häufig erst im Album-Kontext.
logan
30.06.2007 - 18:20 Uhr
Sollte schon ein Gesamtkunstwerk sein, sonst reicht schließlich auch eine Kopie aus.
Guzica
30.06.2007 - 18:24 Uhr
Wir haben früher auch immer die schlechten Songs rausgeschnitten. Ich bin aber zu faul, das bei jeder Platte zu machen, von daher kaufe ich auch ganz gerne die fertige Konsumscheiße.
Patte
30.06.2007 - 19:33 Uhr
Bin auch für Gesamtkunstwerk.

Außerdem hätte es ja andersrum keine Daseinsberechtigung mehr für die Skip-Taste, die dann wohl zum Arbeitsamt rennen müsste. In diesen Zeiten wäre das zudem ein Skandal ohnegleichen.
Icarus Line
30.06.2007 - 22:38 Uhr
Wie schon gesagt, so und so.
Als Beispiel mochte ich von Dredg sowohl El Cielo als auch Catch Without Arms.
Kommt drauf an wie man's umsetzt - aber der genannte rote Faden sollte nie fehlen.
Guzica
30.06.2007 - 22:44 Uhr
Beispiel: "Within You Without You" auf Sgt. Pepper
Alice
30.06.2007 - 23:29 Uhr
denke mal mindestens 90% der Bands (früher wie heute) schreiben ein paar Songs, sortieren den Müll raus, freuen sich über Highlights und überlegen dann halt mal ein paar Stunden wie die aktuellen und brauchbaren Songs auf dem nächsten Album angeordnet werden. Das ist für mich aber kein Merkmal für ein Gesamtkunstwerk "Album". Das es einen roten Faden gibt ist klar, da sich die aktuellen Songs nunmal auf einen Schaffenszeitraum beziehen und der / die Songschreiber halt in einer bestimmten Verfassung in ihrem Leben sind.

Was dagegen spricht ist, dass ich eigentlich immer Alben komplett durchhöre. Wenn mir nur ein oder zwei songs zusagen und der rest unterdurchschnittlich ist bekomme ich auch diese beiden (eventuellen sehr guten songs) eher selten zu hören...
Leatherface
30.06.2007 - 23:35 Uhr
Das es einen roten Faden gibt ist klar

Gerade im Mainstream ist ein roter Faden leider selten vorhanden. Speziell wenn die Songs von 500 verschiedenen Songwritern und Produzenten zusammen gebastelt wurden. Viele der heutigen Künstler/Sänger/Bands/Labels/wer auch immer sehen Alben leider nicht mehr als das an was es früher einmal war. Oft wird versucht einfach eine Hitsammlung aus dem Boden zu stampfen, statt mit dem Album eine Geschichte zu erzählen oder einer klaren Linie zu folgen.
Lars Vegas
05.07.2007 - 21:52 Uhr
oft erschliesst sich die schönheit eines einzelnen, scheinbar unbedeutendem tracks erst im gesamtkontext des albums, vielfach auch erst nach mehrmaligen hördurchgängen.

sogenannte singles/hits sind earcatcher, die lediglich appetit auf das gesamte schaffen (inkl. der livepräsentation) machen sollen.

schade nur, dass bei vielen gruppen, gerade im mainstream, nicht das künstlerische extrakt auf platte geband wird, sondern nur eine lose aneinanderreihungen von schnellschüssen ohne gegenseitigen bezug. um auf der welle des hype mitzureiten, mit dem ziel das große geld abzugraben, werden acht single hits auf vier langspieler, die möglichst noch in relativ kurzer abfolge erscheinen, gekonnt zwischen schrott versteckt.

hingegen gibt es noch die artists, die sich mit bedacht ans werk machen und wahre perlen hervorbringen können. solchen künstlern zolle ich durch plattenkäufe gerne meinen respekt.



Miezekotze
07.08.2007 - 22:19 Uhr
Immer dieses Gelaber von wegen Gesamtkunstwerk.

Erstmal ist Musik oft nicht Kunst, sondern Unterhaltung oder sowas.

Und die meisten Hörer picken sich eh ihre Lieblingsstücke raus und hören die dann immer wieder.

Ich höre aber auch gerne Alben von vorne bis hinten, manchmal sogar mit Hörern des Kopfes.
Hundekacke
07.08.2007 - 22:32 Uhr
"Erstmal ist Musik oft nicht Kunst, sondern Unterhaltung oder sowas."

Du hörst die falschen Platten. Es ist in der Regel eher umgekehrt.
Piepi
07.08.2007 - 22:36 Uhr
Das Popalbum ist tot - Nur wenn man sich die besten Einzelstücke herauspickt, wird gute Musik daraus.


Ich befürchte, dass das mehr an den Künstlern als an dem Medium für sich liegt.
Demon Cleaner
07.08.2007 - 22:40 Uhr
Und die meisten Hörer picken sich eh ihre Lieblingsstücke raus und hören die dann immer wieder.

Gut, dass ich nicht "die meisten Hörer" bin...

Wie schon gesagt, das ist von Album zu Album verschieden.
Eine sehr gute Ansammlung von schlichtweg guten Songs wäre die "Chutes Too Narrow" von den Shins. Kein Konzept, aber einfach 10 sehr geile Songs.
Gesamtkunstwerke kennt man ja. "Kid A" fällt mir als erstes ein.

Was ich bei jedem Album wichtig finde: Anfang und Ende sollten gut durchdacht sein. Furchtbar fand ich z.B. dieses Mit-der-Tür-ins-Haus-fallen auf dem letzten Cooper-Temple-Clause-Album.
uczen
07.08.2007 - 22:57 Uhr
Denen es auf den ersten beiden Alvben wiedrum gelungen ist, diese Problematik ganz vorzüglich zu lösen. Ich finde die Trail Of Dead-Intros sind eigentlich immer ganz nett...
Piepi
07.08.2007 - 23:34 Uhr
Was ich bei jedem Album wichtig finde: Anfang und Ende sollten gut durchdacht sein. Furchtbar fand ich z.B. dieses Mit-der-Tür-ins-Haus-fallen auf dem letzten Cooper-Temple-Clause-Album.

Gibt es als Negativbeispiel nochmal bei Sonic Youth "Rather Ripped" aber als Positivbeispiel bei "Funeral" von Arcade Fire.
Sick
07.08.2007 - 23:41 Uhr
"Gibt es als Negativbeispiel nochmal bei Sonic Youth "Rather Ripped""

Interressant. Emfinde ich bei diesem Album als ganz anders. Vielleicht nicht ihr Bestes, aber doch ein richtiges "Album".

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