Der Vinyl-Thread

User Beitrag
Nun denn
28.03.2019 - 22:05 Uhr
Als jemand der "Ahnung" von der Materie hat weil er sich hauptberuflich damit beschäftigt kann ich nur sagen:
Der Hauptfehler der bei den Vinyl vs. CD-Debatten fast immer gemacht wird ist, dass CD bzw. Digital ein bestimmter Sound unterstellt wird. Das ist aber komplett falsch.
Das CD-Format ist 100% transparent* - d.h. alles was reingeht in den Wandler kommt auch wieder so heraus.


Würde ich so auch auf gar keinen Fall bezweifeln. Was mir nur immer wieder auffällt, ist, dass Sachen, die während des "Plattenzeitalters" rauskamen (also den komplett analogen Weg gingen) bei diversen (beileibe nicht allen) Ausgaben auf Platte einfach besser gemastert wurden. Das heißt, sie klingen teilweise auf Platte druckvoller, teilweise transparenter, teilweise detaillierter (was natürlich durchaus auch noch mal vom verwendeten Signalweg beim Hörer abhängt - aber auch hier weiß man ja durchaus, welche Nadeln und Tonabnehmer wie klingen) als beim CD-Pendant. Daher ist für mich hier die einzige sinnvolle Schlussfolgerung, dass das Mastering bei der betreffenden CD-Ausgabe (auf Anhieb) nicht so gut hinbekommen wurde wie bei der jeweiligen Vinyl-Ausgabe. Liegt manchmal vielleicht gar am schwächeren Mastering Engineer - oder an der damals noch zu neuen Technologie, an die man sich erst gewöhnen musste.

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

14.04.2019 - 12:11 Uhr - Newsbeitrag
Vinyl trotz leichter Rückgänge weiter stark in der Nische



Berlin/Baden-Baden, 12.04.2019. - Die Schallplatte bleibt im Streaming-Zeitalter ein gefragtes Produkt, dessen Umsatzanteil am Gesamtmarkt 2018 mit 4,4 Prozent (2017: 4,6 Prozent) recht stabil ist. Erstmals seit 2006 waren die Erlöse 2018 hierzulande zwar leicht rückläufig. Vinyls erzielten im vergangenen Jahr einen Umsatz von 70 Millionen Euro, rund vier Millionen Euro bzw. 5,2 Prozent weniger als im Vorjahr, insgesamt 3,1 Millionen Schallplatten wurden gekauft (2017: 3,3 Mio.). Doch bleibt die Vinyl-LP für Branche wie für Fans weiterhin ein wichtiges Format. Dies zeigt auch eine Sonderauswertung des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI) und GfK Entertainment anlässlich des „Record Store Days“, der an diesem Samstag die unabhängigen Plattenläden in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Die Ergebnisse sind auch im gerade publizierten Jahresbericht des BVMI, „Musikindustrie in Zahlen 2018“, abrufbar.



Dr. Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des BVMI: „Die Vinylkurve kannte seit 2007 über zehn Jahre nur eine Richtung: aufwärts. Diese Entwicklung ist aktuell etwas gebremst worden, das ändert jedoch nichts daran, dass die Schallplatte einen ganz besonderen Platz nicht nur in den Regalen, sondern auch in den Herzen der Fans hat. Der Record Store Day unterstreicht einmal im Jahr nicht nur das Phänomen Vinyl, sondern auch die Rolle des berühmten Plattenladens: Er ist ein Ort zum Stöbern und Entdecken von Musik und gleichzeitig ein Ort der Begegnung und für den Austausch mit anderen Vinyl-Begeisterten.“



Dr. Mathias Giloth, Geschäftsführer GfK Entertainment: „Über zwei Drittel der 20 erfolgreichsten Vinyls im ersten Quartal kommen aus den Bereichen Rock oder Metal, das ist schon sehr stark und zeigt, dass hier auch und vor allem etablierte Musikhörer gerne zugreifen. Alleine Queen sind, u. a. bedingt durch den Erfolg des Kinofilms „Bohemian Rhapsody“, mit drei Alben in der Hitliste vertreten. Allerdings kommen auch Künstler anderer Genres im Vinyl-Segment durchaus gut an - beispielsweise Rapper Dendemann („da nich für!“, eins), Alphaville mit ihrem remasterten Debütwerk „Forever Young“ (neun) oder Soundpionier Schiller („Morgenstund“, 13).“



Die Offiziellen Deutschen Vinyl-Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. ermittelt. Basis der monatlichen Hitlisten sind die Verkaufs- bzw. Nutzungsdaten von 2.800 Einzelhändlern.

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