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Studium: Alles für die Katz?

User Beitrag
Ervolker
17.02.2013 - 13:02 Uhr
Ich hatte Tiermedizin studiert, war jahrelang Assistent auf einem namhaften Gestüt, hatte mich dann in Richtung Betriebswirtschaft weitergebildet. Jetzt leite ich einen Handel mit Tierfutter, für Haustiere und den Tiersport, auch Spezialnahrung für Katzen.

Daher kann ich sagen: mein Studium war für die Katz.
Mr.Flix
17.02.2013 - 14:09 Uhr
Ich frage mich jedoch, wieviel Ghostwriter für solche Sachen wohl bekommen? Eine Doktorarbeit ist doch für gewöhnlich eine hochintellektuelle Leistung. Personen, die das leisten (zumal in Bereichen, für denen sie vllcht nichtmal hochspezialisiert sind) sollten mit ihrem intellektuellen Niveau und Engagement doch auch eine gut bezahlte Stelle in Wirtschaft oder Wissenschaft erreichen können?!
Doktorvater
17.02.2013 - 14:12 Uhr
Das lässt sich wohl zum einen damit erklären, dass allgemeinhin bekannt ist, wie wir die Arbeiten betreuen und dann auch prüfen.

*durchwinkende Handbewegung mach*
mispel
17.02.2013 - 14:37 Uhr
@ Mr.Flix

Im Text steht was von 60-100€ pro Seite und später 20.000€ für eine Arbeit. Die Hälfte geht an die Agentur. Bei drei Monaten pro Arbeit käme er auf vier Arbeiten pro Jahr. Das wären dann für ihn 40.000€ pro Jahr und wenn er die nicht versteuern muss, dann wäre das ein mehr als gutes Einkommen. Und wenn er in der Berufswelt das, was er machen will, nicht machen kann, weil er überqualifiziert ist, warum sollte er dann nicht als Ghostwriter arbeiten, wenn es ihm Spaß macht. Und eine Doktorarbeit ist mitnichten eine hochintellektuelle Leistung. Man muss dafür kein Genie sein. In erster Linie ist es ein Produkt aus Willen und Fleiß.
Mr.Flix
17.02.2013 - 14:46 Uhr
Sicherlich muss nicht jede Arbeit hochintelektuell sein. Doch gerade wenn das hochintelektuelle "fehlt", hätte ich vermutet, dass eine "Fleißarbeit" deutlich länger als 3 Monate dauert. Wenn ich das mit ehemaligen Dozenten vergleiche, von denen ich einige für wirklich clever halte und diese für ihre Doktorarbeiten 2 - 4 Jahre veranschlagen, ist das schon ein heftiger Unterschied. Auch wenn diese natürlich nicht ihre komplette Zeit der Arbeit widmen können. Aber Doktorarbeit in 3 Monaten. Einfach heftig.
mispel
17.02.2013 - 15:34 Uhr
Klar der Zeitraum ist schon beeindruckend, wobei man immer beachten muss, dass er "nur" für nicht-naturwissenschaftliche Fächer schreibt. Ich glaube, wenn man da auf den jeweiligen Gebieten erst mal Routine hat und weiß, was man wo suchen muss, und wie das System funktioniert, dann kann man schon ziemlich flott sein. Allerdings ist dieser Typ bestimmt auch in die Kategorie hochbegabt einzustufen. Ein "normaler" Mensch kann das sicher nicht in drei Monaten leisten.
Mr.Flix
17.02.2013 - 15:56 Uhr
Und da beißt sich bei mir wieder die Katze in den Schwanz. Als Hochbegabter sollte er ja eigentlich eine gut entlohnte Stelle finden können. Zumindest in der Wissenschaft. Mit den dortigen Praktiken und Standards scheint er ja auch vertraut zu sein. Aber er wird sich schon was dabei denken. Entweder ist es im Endeffekt mehr Geld, angenehmere Arbeit oder was auch immer. Warum er bei seinen Fähigkeiten keinen "normalen" Job gesucht hat, wurde er nicht zufällig gefragt, oder? Würd mich ja schon interessieren...
studierte Stubenente
17.02.2013 - 16:14 Uhr
Wirklich sehr Interessantes Thema.

Ich hab viel Ahnung von der Materie, gehöre selber der studierten Rasse an.
Wir sollten dieses sehr interessante Thema jetzt ausdiskutieren und unsere reflektierten, imponierenden, interessanten Sichtweisen herausstellen.
mispel
17.02.2013 - 16:34 Uhr
Nun ja, er hat ja geschrieben, dass er sich beworben hat, aber wegen zu hoher Qualifikation abgelehnt wurde, sprich er ist zu teuer. Ich denke mal, dass er einfach nur promoviert hat, weil es ihm Spaß gemacht hat und nicht des Geldes oder Prestiges wegen. Und wenn man eine Promotion hat und kein Karriere-Mensch ist, dann hat man halt das Problem, dass man für "untere" Positionen zu teuer ist. Das war ihm ja auch klar:

Zu teuer, zu anspruchsvoll. Er hatte damit gerechnet.

Und er ist ja auch zufrieden mit dem Job:

"Ich finde es toll, Dinge zu entdecken. In keinem anderen Beruf könnte ich mir so ein vielseitiges Wissen aneignen"

Geld war sicherlich keine Motivation für ihn zu promovieren. Das sollte meiner Meinung nach auch nie der Hauptgrund einer Promotion sein.
Mr.Flix
17.02.2013 - 17:26 Uhr
Danke mispel für die Hinweise. Verstehen kann man so einen Standpunkt ja schon. Auch wenn es unter moralischer Perspektive natürlich fragwürdig bleibt.
Plagiate
24.02.2013 - 13:56 Uhr
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/befragung-von-studenten-viele-schummeln-und-schreiben-ab-a-885018.html

Besonders häufig plagiieren demnach Ingenieurs- und Sportwissenschaftler. Von den Ingenieurswissenschaftlern räumten 30 Prozent Plagiate ein, bei den Sportwissenschaftlern waren es 25 Prozent. Am geringsten war der Anteil in den Human- und Gesundheitswissenschaften (7 Prozent).

habs immer gewusst, ingenieurs- und sportstudenten taugen nicht viel! pack.
@Plagiate
24.02.2013 - 15:21 Uhr
Vielleicht sind sie einfach nur ehrlicher als die anderen?
das deutsche Problem
06.03.2013 - 20:16 Uhr
"Es handelt sich um ein Problem des Umgangs mit neuen Informationen, eigentlich also ein Lernproblem. Learning by doing gilt in Deutschland als beinahe unseriöse Praktik, wie kann jemand ohne Diplom sich erdreisten zu jodeln? Tief unten, in der Seele des deutschen Bildungssystems, ist etwas verborgen. "Lehrjahre sind keine Herrenjahre", dieser dämliche Spruch sagt viel über das gewachsene, deutsche Verhältnis zur Bildung aus: Es gibt eine Scham des Lernens. Der deutsche Lernende schämt sich dafür, dass er noch nicht alles weiß. Das aber wirkt katastrophal in digitalen Zeiten, die von ständiger Veränderung geprägt sind, in denen "lifelong learning" der einzige Weg ist. Es lässt sich kaum lebenslang lernen, wenn man danach strebt, endlich mit dem Lernen fertig zu sein. Damit die Herrenjahre beginnen."

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/die-mensch-maschine-sascha-lobo-ueber-die-deutsche-netzkrankhreit-a-886924.html
LOL
15.05.2013 - 18:47 Uhr
http://www.spiegel.de/fotostrecke/prominente-uni-deserteure-abbruch-aufbruch-durchbruch-fotostrecke-65916-74.html

"Wolf Schneider, Jahrgang 1925, ist Journalist und Talkshow-Veteran, Sprachkritiker und langjähriger Journalisten-Ausbilder. Einst wollte er Professor der Philosophie werden, "dann kam der Zweite Weltkrieg dazwischen und schuf Abstand zur Philosophie", sagte Schneider im UniSPIEGEL-Interview. mehr... Zwar hörte er in den Nachkriegsjahren in die Berliner Universität hinein, wurde aber "dann lieber Universalspezialist".

Zum Studium fällt Schneider nicht viel Gutes ein: "Germanistik zu studieren, halte ich für besonders töricht. Thomas Mann lässt sich auch abends zu Hause lesen, ebenso, was andere über ihn geschrieben haben. Es ist völlig verrückt, dafür noch an der Universität Jahre seines Lebens zu verplempern. Germanistik gehört zusammen mit Soziologie, Psychologie und Kommunikationswissenschaften zu den Fächern, von denen ich dringend abrate - denen, die Journalisten werden wollen." Schneider ist ein alter Spötter, im UniSPIEGEL-Interview nimmt er sich besonders den Soziologen vor: "Er lebt von seinem Sprachgebilde und vom Getümmel in demselben. Ich säge an den Wurzeln seiner Existenz, wenn ich ihn auffordere, klares Deutsch zu sprechen. Er ist beleidigt, wenn er von Hinz und Kunz verstanden werden kann.""


perfekte beschreibung! (trifft auch haargenau auf die stammuser-pt-forums-germanisten und -soziologen zu)
Arschi
15.05.2013 - 18:50 Uhr
"Studium: Alles für die Katz?"

Wenn du Geisteswissenschaften studiert hast: ein klares JA!
Arschi
15.05.2013 - 19:07 Uhr
Ich bin Hartz4-Aufstocker und reinige AKWs.
Arschi
15.05.2013 - 19:10 Uhr
Lieber ein AKW-Wegwerfarbeiter als ein PT-Forumstroll ohne fleischliches Leben!
Zitat
26.06.2013 - 13:32 Uhr
Elite bedeutet Auslese und nicht sozialistische Gleichmacherei.
D. Katzenberger
26.06.2013 - 14:05 Uhr
Ja, alles für mich!

Orph

Postings: 469

Registriert seit 13.06.2013

24.07.2013 - 11:31 Uhr
Für die Arschgeigen, die immer behaupten, dass Studierende geisteswissenschaftlicher Fächer einem taxifahrenden Erwerbsleben entgegen gehen:

http://www.sueddeutsche.de/bildung/jobaussichten-nach-dem-studium-uni-abschluss-versichert-gegen-arbeitslosigkeit-1.1729092
Schöne neue Faschisten-Welt
24.07.2013 - 11:34 Uhr
"Ich bin Hartz4-Aufstocker und reinige AKWs."

Die AKW-Betreiber nennen solche Menschen im ürbigen "Wegwerfarbeiter".

Castorp

Postings: 2788

Registriert seit 14.06.2013

24.07.2013 - 13:36 Uhr
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/campus/2188377/

Tja...die Bologna-Geister, die wir riefen...
Student Problem
21.08.2013 - 18:19 Uhr
Ich bin Student und meine Probleme sind ja sooo interessant und wichtig.

Lasset bitte alle Medien darüber berichten.
Student Problem
21.08.2013 - 18:31 Uhr
Ich bin ein Prolet und mein Hate ist ja sooo interessant und wichtig.

Lasset bitte alle Foren daran zerbrechen.
Student Problem
21.08.2013 - 19:05 Uhr
Studenten haben immer viele Probleme weil sie begabter und deshalb sensibler und nachdenklicher sind. Der Rest ist abgestumpft, dumm und voller hass.
@Student Problem
21.08.2013 - 19:16 Uhr
Und besser! Sie sind besser als du und ihr Leben ist mehr wert als deins!
Student Problem
21.08.2013 - 19:49 Uhr
Wieso? Ich bin doch Student und das ich besser und mehr wert bin is doch klar.
Langschläfer
23.10.2013 - 11:52 Uhr
Erst Sozialwissenschaften, dann Geschichte und Englisch auf Magister, jetzt auf Lehramt: Langzeit-Studentin Marina Kavelj, 32, hat eine akademische Hafenrundfahrt hinter sich. Jetzt steht sie kurz vor dem Abschluss. Ihr Tipp nach 13 Jahren Hochschule: nicht so verbissen sein.

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/interview-mit-einer-langzeitstudentin-a-928101.html
haha
23.10.2013 - 11:54 Uhr
lass das nicht knackschuh hören, sonst bekommt er schaum vor dem mund, der alte stui-hater.
Studium macht frei
23.10.2013 - 12:04 Uhr
Unglaublich, aus was für verbiesterten, spießigen Untertanen das Spiegel_Online-Forum besteht! Die Kommentare unter dem Artikel sind sowas von ekelhaft.

xspiralx

Postings: 444

Registriert seit 14.06.2013

23.10.2013 - 12:05 Uhr
miau
ich packs nicht
23.10.2013 - 12:10 Uhr
spon-kommentare:

"loser"

"loser"

"loser"

"loser"

die amerikanisierte, inhumane leistungsgesellschaft hat es wohl endgültig bis nach deutschland geschafft (und ich dachte schon, daß pt-forum sei der absolute hort des mobbings, wo jeder außerhalb der norm als loser beschimpft wird)...oh weh mir..
mögen all diese ach so fleißigen, hirnlosen arbeitsdrohnen einen schnellen (überarbeitungs-)tod sterben.
Yep
23.10.2013 - 18:05 Uhr
Sehr richtig.

Mainstream

Postings: 1864

Registriert seit 26.07.2013

23.10.2013 - 18:14 Uhr
Also in Bayern jedenfalls nicht.
Captain America
23.10.2013 - 18:21 Uhr
Die Leistungsgesellschaft ist zwar zum Kotzen, aber bei diesem Werdegang sind negative Kommentare nicht weiter verwunderlich. Das hat wirklich nichts mit Leistung zu tun, sondern mit mangelnder Einstellung.

Ich habe das Vordiplom nicht geschafft und wurde nach einigen Semestern exmatrikuliert.

Meine Freunde haben gefragt: Was willst du damit? Ich habe mich das dann auch gefragt. Deshalb bin ich wieder gewechselt.

Gestern musste ich meine Abschlussarbeit abgeben. Drei Monate waren dafür vorgesehen, geschrieben habe ich sie nur in einem Bruchteil der Zeit. Ich habe mich damit abgefunden.

Aber die Frau kann einem eigentlich nur Leid tun, wenn sie mit 32 schon aussieht wie 50. Vielleicht war das dann doch zuviel Bier und Musik.

Desare Nezitic

Postings: 5406

Registriert seit 13.06.2013

23.10.2013 - 18:23 Uhr
"Unglaublich, aus was für verbiesterten, spießigen Untertanen das Spiegel_Online-Forum besteht! Die Kommentare unter dem Artikel sind sowas von ekelhaft."

Ist doch logo. Der Spiegel ist ja auch eine Zeitung für kleinbürgerliche Spießer, die sich dann gebildet vorkommen.
Meistens werden eh nur BILD-Artikel mit heißem Brei aufgebläht.
Folgerichtig, dass Nikolaus Blome jetzt dort angestellt ist.

Ich persönlich mag Langzeitstudis =)
schreck lass nach
23.10.2013 - 18:35 Uhr
ich habe nie verstanden, warum manche gewalt-phantasien bekommen. nach sichtung der spon-leser-kommentare bin ich aber auf dem weg dahin...

Mainstream

Postings: 1864

Registriert seit 26.07.2013

23.10.2013 - 18:46 Uhr
@Desare Nezitic
Lies' einmal WELT-Kommentare. Du wirst Dir die Spon-Kommentare zurückwünschen.

Knackschuh

Postings: 3758

Registriert seit 20.08.2013

23.10.2013 - 18:59 Uhr
"Ich persönlich mag Langzeitstudis =)"

War das in meine Richtung geschmettert, du Knackschuh-Stalker? :D
Uni-Styling-Rätsl
23.10.2013 - 19:29 Uhr
LOL
@Knackschuh
23.10.2013 - 19:53 Uhr
Du Filou und Frechdachs!
krasser Punk von der dreckigen Straße ähhh Uni
24.10.2013 - 20:20 Uhr
Ich finde der gebildetere Teil der Bevölkerung sollte wirklich so lange studieren können wie er es für richtig befindet.

Bildung ist unser höchstes Gut und wenn jemand die Voraussetzungen zum studieren mitbringt, dann sollte man ihm auch keine Steine in den Weg legen.

Diese jungen Menschen sind ein höchst wichtiger Teil unserer Gesellschaft, wir brauchen sie und sie sollen die Möglichkeit bekommen sich umsonst und so lange wie es ihnen behaglich ist, weiter zu entwickeln zu können, sich selber kennen zu lernen, das Leben erleben, auszukundschaften was ihnen gut tut, wohin der Weg geht, Freundschaften entwickeln, selbständig werden in der großen Welt.

Die dummen Arbeitsdrohnen der Unterschicht die lieber ihrer stupiden Arbeit nachgehen, sollen sich meinetwegen weiterhin knechten lassen.

Wir haben genug von den untertanigen, bildungsfernen Menschen!
Kackschuh
24.10.2013 - 20:22 Uhr
annihilated.

Castorp

Postings: 2788

Registriert seit 14.06.2013

24.10.2013 - 23:35 Uhr
@krasser Punk:
Sehr schön ausgedrückt, Applaus.
Schlichte Kaffekanne Shabby
25.10.2013 - 10:47 Uhr
"Die dummen Arbeitsdrohnen der Unterschicht die lieber ihrer stupiden Arbeit nachgehen, sollen sich meinetwegen weiterhin knechten lassen" = Knackschuh = Castorp.

Desare Nezitic

Postings: 5406

Registriert seit 13.06.2013

25.10.2013 - 12:41 Uhr
"Die dummen Arbeitsdrohnen der Unterschicht die lieber ihrer stupiden Arbeit nachgehen, sollen sich meinetwegen weiterhin knechten lassen"

Diejenigen, die man nicht davon abhalten konnte, ein bisschen kritisch durch die Welt zu laufen, sollten sich eher mit den modernen Lohnsklaven solidarisieren.
Wer halt immernoch in teilweise extremsten Abhängigkeitsverhältnissen leben will, der soll halt.

Kacke

Postings: 714

Registriert seit 13.06.2013

25.10.2013 - 14:19 Uhr

Die dummen Arbeitsdrohnen der Unterschicht die lieber ihrer stupiden Arbeit nachgehen, sollen sich meinetwegen weiterhin knechten lassen.

Wir haben genug von den untertanigen, bildungsfernen Menschen!


Sehe ich genauso!
Aber auch die Studenten werden immer mehr. Fast jeder Idiot kann heutzutage schon studieren und tut es auch. Die Hörsäle sind überfüllt.
Es gibt einfach zu viele Menschen!
Karl (der Käfer)
25.10.2013 - 14:25 Uhr
"Fast jeder Idiot kann heutzutage schon studieren und tut es auch.."

Castorp und Kackschuh jetzt mal explizit ausgenommen. Die müssen ja den Müll von der Strasse räumen, damit die Studierten (aka die bösen mit Anzug und Schlips) mit ihren Porsche Cayenne GTS freie Fahrt haben.

Castorp

Postings: 2788

Registriert seit 14.06.2013

25.10.2013 - 14:35 Uhr
@Kacke:
So einseitig würde ich das nicht sehen: zum Anderen ist es ja auch so, dass das duale Ausbildungssystem in Deutschland - als Alternative zum (immer verschulteren) Studium - theoretisch sehr schön ist, nur die Praxis (totale Ausbeutung der Jugendlichen mit Hungerlöhnen) wurde mehr und mehr kaputtgemacht.

Irgendeiner von unseren bescheuerten Politiker-Technokraten und deren neo-liberalen Schleim-Anhängseln hat den Jugendlichen in den vergangenen Jahren eingeredet, dass sie im Leben nichts auf die Reihe bekommen, wenn sie nicht mindestens Abitur und Studium besitzen...ey, nein, was für ein Unsinn. Ich studiere auch, aber nicht aus Verzweiflung, sondern aus Interesse an den jeweiligen Fachrichtungen. In den 70ern usw. hat es doch in der BRD auch mit beiden Systemen geklappt, warum nicht jetzt ebenso? Liegt es daran, dass die BRD sich nach dem Zusammenbruch der "kommunistischen Sowjetunion" mitsamt seiner Satellitenstaaten (DDR etwa) mit niemandem mehr "messen" lassen muss/will?

Florian Schroeder (Kabarettist) hat zum aktuellen Studium neulich zwei sehr schöne Sätze gesagt (sinngemäß): "Bachelor, das klingt schon nach einer schallenden Ohrfeige. Das ist die Fortsetzung der Realschule in noch dreckigeren Räumen."
Sahra Wagenknecht
25.10.2013 - 15:19 Uhr
Endlich wieder ein bolschwistischer Genosse, der der Sowjetunion sogar den Kommunismus nach Stalin abspricht. Das war noch die gute alte Zeit als ich meinen Bachlor of Völkermord erfolgreich im Gulag absolvierte. allerdings wird dieser exzellente Abschluss leider nicht von diesen neo-liberalen Kapitalismusfakultäten in Deutschland anerkannt. Sehr ärgerlich.

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