Genre: Black Metal

User Beitrag

Der Wanderjunge Fridolin

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25.05.2020 - 15:04 Uhr
Revenge - Strike.Smother.Dehumanize (2020)

Der Moment, wenn das Label "Black Metal" eigentlich viel zu zahm und menschlich für ein Album wirkt. Ich spüre natürlich eine Nähe zum Crust, aber...

Junge, Junge. Was soll ich sagen. Am besten nix. Daher copy&paste aus Reviews:

Metal Hammer:
Du hast mal wieder Lust darauf, dich 36 Minuten ­anschreien, strahlankotzen und vollmüllen zu ­lassen? Dann hat Kanada ­etwas für dich: STRIKE.SMOTHER.DEHUMANIZE ist das sechste Revenge-Album seit 2003, und für diese Terrorcombo gilt seit jeher: Schepperdreck mal anders. In Kurzform: Blutschrei­gewürge mit Stechmücken-Charme. Hass auf organisierte Religionen. Reboot der Menschheit. Spannende wie gleichsam unterstützenswerte Themen, unterfüttert mit Geballer ohne Strukturen oder Textkonzepte – einfach raus mit Wut und Frust.

Vampster:
In ihrer völligen Ablehnung von allem was schön oder angenehm bzw. einfach nur normal ist, lärmen REVENGE nun auch bereits seit 20 Jahren durch den Black Metal Underground um ihren Chaotic War Metal zu zelebrieren. Die Sturheit, mit der sie ihre sehr eigene Art „Musik“ mit ihrem markanten, militant-wirkenden Artwork durchziehen, ist alleine schon bemerkenswert.

Böse Zungen behaupten, dass die Kanadier in dieser ganzen Zeit eigentlich nur einen Song geschrieben haben, noch bösere meinen, es wäre eigentlich gar keiner...Aber was REVENGE abliefern möchte ist der pure musikalische Schrecken auf die primitivst-mögliche Art, und das bedeutet konsequenterweise auch ohne wirkliches Songwriting und ohne richtige Musikalität. Und das schaffen sie jedes Mal. Auf allerhöchstem, niedrigsten Niveau, wenn man so will.

Und dieses Niveau hält man auch auf „Strike.Smother.Dehumanize“. Im Review zwischen Songs und Sound zu trennen ist ebenso wenig sinnvoll, wie auf einzelne Songs einzugehen. Reden wir also zusammenfassend vom „Chaos“. Das „Chaos“ auf dieser Platte ist drückend und extrem heavy, Die Drums sind prominent und wuchtig an der vordersten Linie platziert, China-Crash-Becken klingen wie Peitschenknallen auf den Rücken der Zuhörer. Direkt dahinter wird gewürgt, geröchelt und rumgeschrieen, teilweise verfremdet, teilweise nur krank. Der Bass ist stark verzerrt, die Gitarre dumpf und wird nur unterhalb des 5. Bundes gespielt.

Das „Chaos“ ist mit primitiv noch euphemistisch beschrieben, es rumpelt an allen Ecken und Enden und natürlich gibt es nahezu durchgehend Blastbeats – alles genauso wie sich Fans und Hater der Band das vorstellen.

Und man fragt sich: Wieso gefällt mir so was? Was stimmt mit mir nicht? Wieso möchte man beim Hören der Platte umgehend mit Getriebeöl eingerieben einen Stammes-Tanz um ein Lagerfeuer aus Atom-Brennstäben aufführen? Was wird hier angesprochen? Animalische Instinkte? Archaische Gene? Die Faszination des Genialen im Primitiven? Hat der Teufel die Hand im Spiel? Oder ist das doch irgendwo Kunst? Vermutlich ist es all das zusammen.

Der Wanderjunge Fridolin:
Geil! Gleich nochmal hören.

Der Wanderjunge Fridolin

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25.05.2020 - 15:07 Uhr
Vampster, das ist die Reviewpassage des Jahres:

Und man fragt sich: Wieso gefällt mir so was? Was stimmt mit mir nicht? Wieso möchte man beim Hören der Platte umgehend mit Getriebeöl eingerieben einen Stammes-Tanz um ein Lagerfeuer aus Atom-Brennstäben aufführen?

Der Wanderjunge Fridolin

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25.05.2020 - 15:13 Uhr
Das Album müsste vermutlich dazu in der Lage sein, das Coronavirus zu besiegen. Wenn nicht dieses Album, dann nichts.

Affengitarre

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25.05.2020 - 15:15 Uhr
Du bist ja echt begeistert. :D Aber gut, ich höre mal rein.

Given To The Rising

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25.05.2020 - 15:24 Uhr
Sind die härter als Deafheaven? :D

Kamm

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25.05.2020 - 17:39 Uhr
Uuuh, catchy! :D

hos

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25.05.2020 - 17:45 Uhr
"This is what I imagine my mom hears when I am listening to Metallica."

(random youtube comment)

Der Untergeher

User und News-Scout

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26.05.2020 - 17:09 Uhr
Revenge - Strike.Smother.Dehumanize (2020)

Das ist aber eher War Metal als BM. Konnte mit dem Genre noch nie besonders viel anfangen. So richtig brutal finde ich die Scheibe auch nicht. Der Gesang langweilt mich eher.

Ich bin wohl schon zu abgestumpft als das bloßes Geballer und Gekeife bei mir ziehen würde.

Kamm

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26.05.2020 - 17:20 Uhr
Ein kompletter Durchgang steht bei mir noch aus, aber ich könnte mir auch vorstellen, dass sich das auf Dauer schnell abnutzen könnte. Bin da eher ein Fan von Kontrapunkten im weiteren Sinne.
Sowas wie "The Manifold Curiosity" von Kayo Dot plättet mich mehr als jedes Grindcore-Gerumpel. Und die "Our Puzzling Encounters Considered" von Psyopus funktioniert auch nur mit dem wunderschönen 'Siobhanis Song' dazwischen. :)

hos

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26.05.2020 - 17:27 Uhr
War Metal

Was zur Hölle der Erbsenzähler soll das eigentlich wieder sein, selbst der in 3 Sprachen (deutsch, finnisch, holländisch) vorhandene Wiki-Eintrag liefert kein schlüssiges Argument, wieso das jetzt irgendwie ein eigenes (Sub)Genre begründet und kein Begriff ist, den sich mal jemand aus einer Laune heraus aus dem Arsch gezogen hat, nur weil er vom Gehörten keine rituellen Opferungsphantasien bekommt sondern sich an rituelle Panzerschlachten erinnert fühlt.

Diese Schubladenfetischisten können es manchmal auch echt übertreiben :)

Der Wanderjunge Fridolin

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26.05.2020 - 17:32 Uhr
Kann mit diesem Subsubsubgenre auch nix anfangen, ist völlig überflüssig.

Versteht mich bitte nicht falsch. Ich hab mir das Ding jetzt 2x durchgejagt und nun ist auch wieder gut. Ich mag eigentlich komplexe Songstrukturen. Wenn ich ernsthaft Musik hören will, greife ich garantiert nicht zu so etwas. Ich fand es in seiner primitiven, archaischen Abgestumpftheit aber doch irgendwie außergewöhnlich.

Given To The Rising

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26.05.2020 - 17:39 Uhr
Wenn es um das Thema Krieg ginge, dann müssten auch Manowar drunter fallen. Aber offensichtlich geht es ausschließlich um extremen BM.

Affengitarre

User und News-Scout

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26.05.2020 - 17:40 Uhr

War Metal is differentiated from other styles of Black Metal in a few important ways. Firstly, War Metal bands typically do not feature a trebly, tremelo-picked lead guitar, instead they rely heavily on downtuned power chords. War Metal bands also feature abrupt and unpredictable guitar solos, more in the style of "first-wave" Black Metal than the melodic solos of the Norwegian "second-wave". The tempo of war metal songs is also markedly increased, often punctuated with abrupt, Grindcore-like bursts of speed. Song lengths are thus typically shortened to about three minutes. Also, whereas Black Metal is noted for its ghostly shrieks, War Metal vocalists growl in a much lower register akin to Death Metal.

War Metal is also known for its lyrics and production style. Black Metal in general is often associated with thin and trebly low-fidelity production, but War Metal groups produce their albums in a muddy, bass-heavy fashion, producing a cacophonous and chaotic atmosphere in which individual riffs are often difficult to discern. Lyrical themes largely center around war and nuclear holocaust, often with a particularly over-the-top satanic bent.


Laut rateyourmusic, habe aber selbst keinen Plan.

Given To The Rising

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26.05.2020 - 17:47 Uhr
Also alles, was scheiße am Meddl ist. :D

hos

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26.05.2020 - 17:54 Uhr
Also alles, was scheiße am Meddl ist. :D

https://www.youtube.com/watch?v=yfB7vF7nCdA

bringt zumindest für mich exakat auf den punkt, was ich am metal scheisse finde. subtrahiere sowas vom metal und ich bin mit der mucke in der regel mehr als happy :)

Der Wanderjunge Fridolin

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30.05.2020 - 12:06 Uhr
Neue THE COMMITTEE.

velvet cacoon

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30.05.2020 - 14:39 Uhr
Triptykon - Requiem


The Ruins of Beverast - Silhoettes of Death...
The Ruins of Beverast - Hunters
The Ruins of Beverast - The Grand Nebula Pulse

Paysage dHiver - Im Winterwald,

das läuft momentan bei mir an aktuellen Sachen ausm BM.

The Committee ist doch eher mau, oder?

velvet cacoon

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30.05.2020 - 16:18 Uhr
wenn "Im Wald" das Niveau von "Im Winterwald" hält, dann, ja dann wirds mächtig.

velvet cacoon

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30.05.2020 - 16:50 Uhr
The Ruins of Beverast müssen nach den 3 neuen klasse Songs des Jahres 2020 nun ein Album folgen lassen auf ähnlichem Niveau.

Der Wanderjunge Fridolin

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30.05.2020 - 17:11 Uhr
Viel Liebe für The Ruins of Beverast und Paysage d'Hiver!

The Committee sind eine der zahlreichen moderneren Bands. So mau fand ich die bisher nicht, wenn sie auch nicht zur Speerspitze zählen. Zumindest vom Konzept her und ihre eher doomige Herangehensweise lassen sie aber doch etwas aus der Masse herausstechen.

Given To The Rising

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30.05.2020 - 17:24 Uhr
Paysage D'Hiver sind auch genial. Fuath will übrigens auch dieses Jahr ein Album rausbringen.

Rainer

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30.05.2020 - 17:41 Uhr
Endlich wieder mal wieder n gescheites Black Metal Release nach meinem Geschmack
Odraza - Rzeczom

hos

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30.05.2020 - 18:51 Uhr
Paysage D'Hiver

soll das so klingen oder ist das ne kartoffel-aufnahme?

https://www.youtube.com/watch?v=c7ZbWP1Cetk

Given To The Rising

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30.05.2020 - 19:25 Uhr
Klingt doch geil. Hier übrigens ein Song von Fuath:
https://www.youtube.com/watch?v=L8rzxZ2wfsM

hos

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30.05.2020 - 20:24 Uhr
Geil? Weiss ja nicht. Klingt wie in 200 Meter Entfernung aufgenommen. Hat weder Wumms noch Nuancen.

Der Wanderjunge Fridolin

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30.05.2020 - 20:30 Uhr
Ist natürlich Geschmackssache (hier wohl insbesondere), aber darum geht es bei PdH ja gerade. Alles ist hinter einem fast undurchdringbaren Nebel verschwunden. Man kommt sich vor, als würde man nachts in einem verschneiten Wald umherirren, ohne Chance darauf, jemals den Weg hinaus zu finden. Man hat sich hoffnungslos verirrt, gerät immer tiefer in den Wald hinein. Außerdem ist gleichzeitig noch einer hinter dir her :D

Given To The Rising

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30.05.2020 - 20:33 Uhr
Richtig. Schlecht finde ich dagegen die Produktion der Nattens Madrigal von Ulver, die von vielen abgefeiert wird.

Der Wanderjunge Fridolin

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30.05.2020 - 20:34 Uhr
Ich schreite:

https://youtu.be/2-FqqK7560I

Der Wanderjunge Fridolin

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30.05.2020 - 20:42 Uhr
Und um Nuancen oder musikalische Raffinessen kann es bei dieser Musik natürlich auch nicht gehen. Das ist pure Atmosphäre und sonst nix. Aber ich kann auch verstehen, wenn das für einige (oder die meisten) so klingt, als hätte man Gollum in eine Waschmaschine gesteckt, noch ein paar Ziegelsteine hinterher geschmissen und dann auf Schleudergang gedrückt. Das kommt schon in etwa hin.

Der Wanderjunge Fridolin

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30.05.2020 - 20:45 Uhr
Naja. Die Produktion von Nattens Madrigal ist schon kacke. Aber geil kacke. Ich feiere die auch :D

Die muss ich übrigens dringend mal wieder anhören.

Given To The Rising

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30.05.2020 - 20:54 Uhr
Die Bergtatt klingt schon um einiges besser. Aber bei Paysage D'Hiver passt es. Weil halt die Atmosphäre stimmt. Was bei vielen dünnen Raw-BM-Releases nicht der Fall ist.

Der Wanderjunge Fridolin

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30.05.2020 - 20:55 Uhr
Die Bergtatt ist unschlagbar, hands down.

hos

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30.05.2020 - 21:12 Uhr
Alles ist hinter einem fast undurchdringbaren Nebel verschwunden. Man kommt sich vor, als würde man nachts in einem verschneiten Wald umherirren, ohne Chance darauf, jemals den Weg hinaus zu finden.

ok, damit hab ich soweit auch kein problem und finde es soweit auch gut und spannend. aber man kommt der gefahr niemals nahe, die ist immer weit weg und man muss sich keine sorgen machen. dann kommt dann schnell der punkt wo's für mich eher öde wird. ein komplettes album so produziert ist schon fragwürdig, lässt es sich doch kaum live reproduzieren, es sei denn man zwingt das publikum entsprechend abstand zu halten...

Kamm

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30.05.2020 - 21:16 Uhr
Wo es hier gerade um Soundqualität im BM geht...

Circle of Ouroborus - Warpath

"Schlechter" Sound und musikalische Qualität muss sich nicht ausschließen. Das dazugehörige Album, Eleven Fingers, reiht Hit an Hit, und ist eines der originärsten Werke, die ich kenne. Mir fällt nichts ein, das annähernd so klingt.

boneless

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30.05.2020 - 23:51 Uhr
Die Bergtatt ist unschlagbar, hands down.

Jawohl. Auch wenn Ulver für mich später sogar noch besser geworden sind.

Das dazugehörige Album, Eleven Fingers, reiht Hit an Hit, und ist eines der originärsten Werke, die ich kenne. Mir fällt nichts ein, das annähernd so klingt.

Die ist wirklich fantastisch. Hab ich vor ein paar Tagen auch mal wieder auf die Playlist gesetzt.

hos

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31.05.2020 - 03:02 Uhr
Circle of Ouroborus - Warpath

komm.. da hat doch jemand Boards of Canada unter falschem Namen hochgeladen :D

Kamm

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31.05.2020 - 08:42 Uhr
:D Tatsächlich eine passende Referenz! Joy Division könnte man noch nennen. Aber ich bleibe dabei, das ist sehr eigenes Zeuch. :P

Der Wanderjunge Fridolin

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31.05.2020 - 09:03 Uhr
Gefällt mir auch gut. Die Alttarimyllyt und die Eleven Fingers hatte ich mir mal als Download besorgt. Schöner Tipp, lange nicht mehr gehört.

boneless

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31.05.2020 - 13:58 Uhr
Ich kenne von denen nur die Eleven Fingers. Was lohnt sich da noch bzw. ist der Rest auch in diesem Stil?

velvet cacoon

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31.05.2020 - 15:31 Uhr
ich hab schonmal in The Committee reingehört, allerdings schon Jahre her, fand das damals so mittel.Aber mit der Neuen werde ich mich in den nächsten Tagen beschäftigen.

velvet cacoon

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31.05.2020 - 16:17 Uhr
keine Meinungen zu Requiem von Triptykon,
finde "Grave Eternal" kommt auf ne 9/10.
sogar besser als die beiden Full-Length Vorgänger.

Rex Irae 7/10
Grave Eternal 9/10
Winter 7/10

velvet cacoon

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01.06.2020 - 16:22 Uhr
@ der Wanderjunge Fridolin

für The Ruins of Beverast habe ich gar keine so grosse Liebe.

die 5 Alben liegen bei mir so bei 6-7/10.
Jedes Album hat sicher 3-4 gute Songs aber auch genau soviel Durchschnitt.

Aber die 3 neuen Songs der Splits begeistern.

aber so richtig passen die eh nicht in diesen Thread.

Der Wanderjunge Fridolin

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01.06.2020 - 23:53 Uhr
"für The Ruins of Beverast habe ich gar keine so grosse Liebe."

Oh, für die habe ich sogar sehr viel Liebe. Genauso wie für Nagelfar, Farsot, Lunar Aurora oder Drautran (usw. usf.). Wobei es natürlich korrekt ist, dass TROB musikalisch nur bedingt in diese Aufzählung hineinpassen. Am ehesten fällt mir in diesem Zusammenhang die Bezeichnung Black Doom ein.

boneless

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06.06.2020 - 00:16 Uhr
Euer Favorit im Genre?
Bei mir ist es nach guter Überlegung Dead as Dreams, noch vor Deathspell Omega, die mit ihrem gesamten Werk natürlich trotzdem an der Spitze stehen. Wenn man die Sache aber auf ein Album herunterbricht, kommt für mich nichts an Dead as Dreams von Weakling vorbei.

Ein verdammtes Monstrum von Platte. Die Intensität, die auf Dead as Dreams erreicht wird, lässt 95% aller BM Bands alt aussehen. Abgesehen von der Masse an Gruppen, die Weakling mit diesem Album beeinflusst haben dürften, wüsste ich nicht, wann vor Dead as Dreams derart kompromisslos und doch einzigartig der Wahnsinn in seiner pursten Form zelebriert worden ist. Gab es je solch unglaubliche, einnehmende Raserei? Keine Frage, es gibt Musiker, die noch brutaler zu Werke gehen, doch sind derartige Hasswürfel oft meilenweit entfernt von der Inbrunst und Leidenschaft, die Weakling in diesen 76 Minuten entfachen. Diese Riffs, die Keyboardflächen und Gossards großartiger Gesang, der oberflächlich betrachtet nicht viel anders ist als das Gekreische auf sonstigen Platten, wenn man aber genauer hinhört, merkt man, wie eigenständig und beängstigend real die Verzweiflung und Wut ist, die Gossard transportiert. Überhaupt: Authentizität! Dead as Dreams ist echt, unverfälscht, roh. Nichts ist hier gekünstelt, Weakling kotzen einfach alles raus, was in der Seele brennt und jene zerstört. Wenn Desasters in the Sun mit seinem unglaublichen Feedback und anschließendem Rauschen ausklingt, fühlt es sich an, als würde einem jeden Moment der Kopf platzen und zwar bei jedem Hördurchgang. Sowas schaffen nicht viele Platten.

Given To The Rising

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06.06.2020 - 00:41 Uhr
Norwegian BM: Ulver - Bergtatt
Atmospheric BM: Moonsorrow - Jumalten Aika
Métal Noir Québecois: Forteresse - Métal Noir Québecois
Post-BM: Saor - Guardians
Mädchen-BM: Alcest - Kodama

Given To The Rising

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Registriert seit 27.09.2019

07.06.2020 - 21:45 Uhr
Wie geil ist denn das neue Obsequiae-Album? Der Titeltrack haut alles weg. Gar nicht so sehr BM, sondern eher Goth Doom mit Folk- und Sludge-Anleihen. Das Cover sieht auch nicht schlecht aus.
https://listen.20buckspin.com/album/suspended-in-the-brume-of-eos

Given To The Rising

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Registriert seit 27.09.2019

07.06.2020 - 21:52 Uhr
Ok, es ist nicht das neue, sondern ein Remaster. Das letzte war aber auch stark. Besonders Emanations Before The Pythia.
https://listen.20buckspin.com/album/the-palms-of-sorrowed-kings

manfredson

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Registriert seit 14.06.2013

20.06.2020 - 17:26 Uhr
Passt stilistisch eigentlich gar nicht mehr hier rein inzwischen, aber könnte hier trotzdem auf einige Interessenten stoßen:

Gestern haben Hail Spirit Noir ein neues Album veröffentlicht, die haben mal mit psychedelischem BM angefangen und machen mittlerweile eine ganz wilde Mischung aus avantgardigem Dark Rock mit Metalschlagseite, Prog, 70er und 80er-Synthexperimenten und immer noch viel Psychedelic. Referenzen sind für mich eindeutig Enslaved und Pink Floyd, dann noch Oranssi Pazuzu mit etwas zugänglicherem Sound, Borknagar (Lars Nedland singt dann auch auf einem Song mit), Katatonia, die neueren Sachen von Secrets Of The Moon, aber auch ab und zu sowas wie die spacigeren Momente von Ayreon, besonders im Einsatz der Synthesizer. Für mich hatte die Band schon immer viel Potenzial, aber "Eden in Reverse" hat mich einfach komplett weggeblasen. Ein irrer Spagat zwischen richtig schrägem Zeug und Kompositionen, die trotzdem beim ersten Hören komplett stimmig wirken. Ich bin absolut begeistert.

boneless

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Registriert seit 13.05.2014

20.06.2020 - 23:33 Uhr
Biesy - Transsatanizm

Queer/Transgender* Industrial Black Metal aus Polen. Ich hab noch keine Ahnung, ob ich das albern oder großartig finde. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Ziemlich abgedrehtes Ding jedenfalls, mit tollem Cover.

* vermute ich mal, wenn als tag genderfuck benutzt wird und entsprechend strange Fotos auf last.fm zu finden sind... unabhängig vom Geschlecht haben die wohl schon nen kleinen Sprung in der Schüssel. :D

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