Joy Division - Closer

User Beitrag
Dexter
11.02.2007 - 13:07 Uhr
Habe mir gestern die beiden Alben "Unknown Pleasures" und "Closer" bei Amazonen bestellt.

Jetzt wollte ich mal wissen sich denn der Sound/Stil ect. dieser beiden Alben unterscheidet und was "Closer" im Gegensatz zu "Unknown Pleasures" so sehr zu einem Meisterwerk macht.
usti nad labem
11.02.2007 - 13:16 Uhr

überhauptnix...

denn unknown pleasures ist imo ein viel besseres album.

new dawn fades , disorder, shadowplay , wilderness und und und...

unknown pleasures ist das meisterwerk.
DonCorleone
11.02.2007 - 16:45 Uhr
Eines der besten Alben aller Zeiten!

coleman
11.02.2007 - 17:18 Uhr
wie wärs mit anhören?! beide alben waren meilensteine und gehören zu den haltbarsten platten der letzten jahrzehnte.
Loam Galligulla
11.02.2007 - 17:24 Uhr
Substance ist besser als beide :-)
Schäbiger Wurzelsepp
11.02.2007 - 17:54 Uhr
Beide Scheiben sind in ihrer völlig autarken und intensiven Art relativ gleichwertig.Closer klingt weitgehend desolater,trostloser und elegischer als UP.
Die Substance bestell dir mal gleich auch noch, dann hast du alles, was man von JD braucht.Diese albernen Kaspereien, welche Platte nun wesentlich besser ist als die Andere,braucht nun wirklich absolut keiner mehr.Zumal das in diversen Joy Division Threads bereits bis zum Erbrechen zelebriert wird.Hör einfach selbst..
true faith
11.02.2007 - 19:55 Uhr
@ loam galligulla

aber " substance " ist kein reguläres album. dort sind die singles drauf plus b-seiten und andere takes. allessamt NICHT auf " closer " oder " unknown pleasures ".
Mein Name
11.02.2007 - 20:27 Uhr
Und was ist mit She's Lost Control?
Söze
11.02.2007 - 20:58 Uhr
Substance ist die beste, weil es halt mit Joy Division genau wie mit New Order ist: die besten Songs sind die Singles, die nicht auf den Studioalben sind: Digital, Transmission, Love Will Tear Us Apart, die bessere Version von She's Lost Control, Atmosphere, usw.

Haben muss man natürlich dennoch alle drei.
true faith
12.02.2007 - 11:49 Uhr
@ söze

das stimmt.

@ mein name

" she´s lost control " ist in der 12" version auf " substance " drauf.
Sick
12.02.2007 - 12:02 Uhr
"Substance ist die beste, weil es halt mit Joy Division genau wie mit New Order ist: die besten Songs sind die Singles, die nicht auf den Studioalben sind:"

Eindeutig falsch.
Bei New Order stimmt das wohl, bei Joy Division dagegegen gibt es keinen "qualitativen" Unterschied zwischen den Songs auf Alben oder Nur-Singles.
Alle Nur-Singles passen auf die Alben und aus (fast) allen Albumtracks hätte man Singles machen können...
rubberring
12.02.2007 - 13:56 Uhr
auch nicht ganz richtig imo. die singles sind die wenigen ausnahmen bei jd, die single-tauglich sind. auf up gibts mit disorder, new dawn fades, shadowplay oder interzone durchaus kandidaten - bei closer triffts aber meiner meinung nach nur isolation...
Söze
12.02.2007 - 16:15 Uhr
Eben, finde ich auch. Die Songs auf UP und Closer sind ja zweifelsohne erstklassig, aber grösstenteils kein Singlematerial. Oben genannte Titel höre ich mir sehr gerne & oft "nur" für sich alleine stehend an, bei den meisten Songs auf den LPs kann ich das hingegen nicht, die funktionieren eigentlich nur im Kontext des ganzen Albums so richtig. Aber die Tatsache, dass nicht jeder Song Single-tauglich ist, ist ja noch lange nichts schlechtes.
night porter
12.02.2007 - 16:51 Uhr
Mit 90erJahre Gruftidissensozialisation erscheint einem die Closer tatsächlich wie eine Singlessammlung, weil so ziemlich jeder Song von diesem Album die Tanzflächen gefüllt hat. Die Closer ist mir von den drei, vier wichtigen CD's auch am meisten ans Herz gewachsen.
rubberring
12.02.2007 - 17:54 Uhr
tanzen zu closer? nie im leben...:D
Schäbiger Wurzelsepp
12.02.2007 - 18:02 Uhr
Ätzend genug, das Joy Division permanent in diese alberne, uniformierte und weitgehend aufgesetzte Wave-Grufti Szene eingeordnet werden.Die Jungs haben ihre Wurzeln in den 70`als der Begriff "Gothic" noch völlig ferner liefen war
night porter
12.02.2007 - 19:16 Uhr
Ach naja, jede Jugendbewegung die nicht das Glück hatte rechtzeitig und flächendeckend abzutreten, um sich daraufhin dem Schutz der nostalgischen Verklärung zu überantworten, ist irgendwann mal lächerlich geworden. Und "uniformiert" sind die unterschiedlichen Szenen auch alle, was ja nicht nur negativ ist.

Aber immerhin konnte man sich vorstellen, nicht nur im dunklen Kämmerlein Joy Division zu lauschen, sondern auch im Club dazu "abzuhotten" (ok, in den 90ern ist ja gar zu Carl Orff das Tanzbein geschwungen worden, mehr schlecht als recht natürlich)
logan
13.02.2007 - 01:49 Uhr
rubberring (12.02.2007 - 17:54 Uhr):
tanzen zu closer? nie im leben...:D

Geht zu 'Isolation' doch prima!
Söze
13.02.2007 - 08:52 Uhr
Wenn man so "tanzt", wie das Ian Curtis tat, dann vermutlich schon...
;-)
rubberring
13.02.2007 - 09:22 Uhr
würd ich zu gerne sehen die reaktionen, wenn isolation in einer indie disco gespielt wird...:D da wird dann vermutlich von einer unglaublich strangen, neuen interpol single gesprochen, die ein nadeldrucker sample enthält...:D
Christian
13.02.2007 - 11:23 Uhr
Wo bleibt dann das Augenzwinkern von She Wants Revenge?
:-)
Smith
07.08.2007 - 00:53 Uhr
10/10
ein meilenstein des wave/postpunk.
ich bin schon mal gespannt auf den kinofilm, gibt es da mal einen deutschen starttermin.
ich kann mir gut vorstellen, dass der band dann im größeren maße die aufmerksamkeit zuteil wird, die ihr früher verwehrt blieb.
Lich†gestal† (p.b.m.)
07.08.2007 - 03:22 Uhr

Ich will ja nicht angeben, aber ich war auf 'nem JD-Konzert (in Köln) :D
Lich†gestal† (p.b.m.)
10.08.2007 - 14:47 Uhr
Das kann ich dir leider nicht sagen. Ich war damals knapp 10 Jahre alt, meine Erinnerungen daran sind nur rudimentär.
Lich†gestal† (p.b.m.)
10.08.2007 - 14:50 Uhr
Mein Daddy hat mich immer zu Konzerten mitgeschleppt. Zum gleichen Zeitraum auch zu Konzertern von Angelo Branduardi (?), Mike Oldfield usw.
Schräger Musikgeschmack, alles kunterbunt.
Lich†gestal† (p.b.m.)
10.08.2007 - 14:56 Uhr
Es war im Basement, Opener war Atmosphere.
Aber wie gesagt, ich persönlich habe nur schemenhafte Erinnerungen daran.
ano
19.10.2007 - 21:18 Uhr
No words could explain, no actions determine,
Just watching the trees and the leaves as they fall
B@n@n@ Co.
13.01.2008 - 15:16 Uhr
Höre die Closer seit einigerseit wieder regelmäßig:

Altrocity Exhibition (9,5/10)
Isolation (10/10)
Passover (10/10)
Colony (9/10)
A Means To An End (9,5/10)
Heart & Soul (9,5/10)
Twenty Four Hours (10/10)
The Eternal (10/10)
Decades (10/10)

Insgesamt kommt natürlich eine klare (10/10) herraus. Unglaubliches Album, eigentlich mit keiner Bewertungsskala zu benoten. Sicherlich unter meinen All-Time Top 3. Sowas wird es nie wieder geben.
true faith
13.01.2008 - 16:21 Uhr
dito. klare 10/10. heart and soul ist für mich der beste song auf diesem album.
Sick
13.01.2008 - 17:50 Uhr
"heart and soul ist für mich der beste song auf diesem album."

Yepp.


"Sowas wird es nie wieder geben."

Na ja...
rico
13.01.2008 - 18:05 Uhr
"deutlich stärker"

Bitte?
lp5
20.09.2009 - 14:16 Uhr
Altrocity Exhibition (9/10)
Isolation (8/10)
Passover (10/10)
Colony (10/10)
A Means To An End (10/10)
Heart & Soul (10/10)
Twenty Four Hours (10/10)
The Eternal (10/10)
Decades (10/10)

10/10
DerMeister
29.10.2009 - 17:36 Uhr
Altrocity Exhibition (9/10)
Isolation (8/10)
Passover (10/10)
Colony (9/10)
A Means To An End (10/10)
Heart & Soul (9/10)
Twenty Four Hours (10/10)
The Eternal (10/10)
Decades (10/10)

10/10 Ihr bestes Album
Castorp
20.08.2010 - 13:03 Uhr
Ich liebe dieses fesselnde, todtraurige (Synthie?)Wabern in "Decades". Erinnert mich total an die tristesten Momente von The Cure und My Bloody Valentine.

So, jetzt erst mal in die komplette Diskographie eintauchen...(wurde auch mal Zeit)
DerMeister
20.08.2010 - 13:17 Uhr
Decades ist für mich Joy Divisions Meisterwerk. Da kommt höchstens noch Twenty Four Hours ran.
Moonchild_27
20.08.2010 - 18:08 Uhr
Bin im Moment auch am JD erfoschen wirklich beindruckende Band und nicht weil Curtis sich nach 2 Jahren erhängt und dem Kult, sondern wegen der Musik die teilweise so abgrundtief ist das es schon wieder faziniert, die Texte werde ich bald auch noch übersetzen. :)



laie
20.08.2010 - 18:22 Uhr
ich finde die eigentlich gar nicht depressiver oder selbstzerstörerischer als so vieles was in den frühen 80ern im gothic/post-punk bereich aufkam (Bauhaus, This Heat, die mega-brachialen frühen Swans, frühe The Cure und The Fall, Neubauten, usw) und behaupte mal frei heraus dass der "ruf" der besonders starken trostlosigkeit der band sehr wohl doch stark mit dem selbsmord zusammenhängt.
LOL
20.08.2010 - 18:49 Uhr
An abyss that laughs at creation,
A circus complete with all fools.
Foundations that lasted the ages,
Then ripped apart at their roots.
Beyond all this good is the terror,
The grip of a mercenary hand.
When savagery turns all good reason,
There's no turning back, no last stand.

Now that I've realised how it's all gone wrong,
Gotta find some therapy, this treatment takes too long.
Deep in the heart of where sympathy held sway,
Gotta find my destiny, before it gets too late.

This is the final moment of respite.
The final page in the book.
A bitter challenge between old and new,
With one last warning.


Jawohl, JD waren der reinste Sonnenschein. *g*
Moonchild_27
20.08.2010 - 18:50 Uhr
@ laie

Kenne zwar den namen Joy Division und die Band schon länger aber erst vor 1ner Woche zum erstenmal komplette songs bei youtube gehört,
davor hat mich immer das Genre "Punk" (was ich bei der wikipedia beschreibung gelesen hab) abgetörnt da es weniger meine richtung ist.
Die ersten Lieder waren Disorder, Decades, und The Eternal und fragte mich wow ganz schön traurig dann glaube ich New Dawns Fade, wow wie abgrundtief.So hörte ich Closer mal der reihe nach auf Youtube, irgendwann merkte ich dann in den Kommentare bei YT irgendwas mit RIP und dacht nagut 30 Jahre alte Musik der Sänger ist eben schon Tot mit 60 oder so gestorben. Nachdem ich das Album fertig gehört habe ging ich nochmal auf wiki und lass etwas genauer
und auch über den tragischen Tot.

Also würde ich sagen das die musik nicht nur wegen seinen Tot so traurig düster und depri ist.
laie
20.08.2010 - 18:54 Uhr
sage ja nicht dass sie gute-laune-pop machen, nur dass viele kollegen ähnlich oder mehr abgründig waren, mit dem unterschied dass sie dem todeswunsch nicht bis zum bitteren ende gefolgt sind.
Amateur
20.08.2010 - 18:58 Uhr
behaupte mal frei heraus dass der "ruf" der besonders starken trostlosigkeit der band sehr wohl doch stark mit dem selbsmord zusammenhängt

Doch, da wird was dran sein.
STOP !
20.08.2010 - 19:12 Uhr
Wird hier gerade versucht Joy Division zu dissen ? Sie wären die ersten und wahren, was danach kahm waren doch nur nachmacher. Außerdem finde ich persönlich Ians stimmme so fantastisch.
*hust*
20.08.2010 - 19:38 Uhr
liiiiieeek!
mein kleiner Bruder (9 1/2)
20.08.2010 - 19:39 Uhr
Naaaaachmacher!
Don, Aman
02.02.2011 - 19:15 Uhr
"behaupte mal frei heraus dass der "ruf" der besonders starken trostlosigkeit der band sehr wohl doch stark mit dem selbsmord zusammenhängt"
Ich glaube, ihr verwechselt da das Ei mit dem Huhn. Wer "wir erlitten die Sorgen und waren niemals frei" (stümperhaft übersetzt aus "Decades")singt, der lässt doch eigentlich wenig Platz für Missverständnisse, oder?
Klar, nicht jeder hat die Band so´aufgefasst, so zum Beispiel die anderen drei Viertel: In einem Interview haben die ehemaligen Mitglieder ja zugegeben, dass sie sich erst nach Ians Tod zum ersten Mal mit seinen Texten beschäftigt haben. War dann natürlich erstmal ein Schock.
Ja; diese Musik (nicht zwangsläufig die Band!) trieft vor Selbstmitleid, ist abgründig, suizidal, ein Schrei nach Hilfe den keiner hört, so abgedroschen das klingen mag, in diesem Falle stimmts.
Und das die Geschichte von Ian Curtis alles hat, um eine handfeste Rocklegende zu stricken, ist mir völlig klar, aber das kann doch kein Grund sein, sich nicht auf die Musik einzulassen. Die ist nämlich verdammt großartig!
Banana Co.
02.02.2011 - 19:22 Uhr
Man muss fast schon Mitleid mit den Bands und Künstler haben die sich danach auf dieses Album gestützt haben, um ähnliches hervorzubringen.

Alle mehr oder minder gescheitert.

Castorp (pathetisch wie immer)
29.05.2011 - 21:22 Uhr
In "Decades" weht bereits der modrige Geruch des Jenseits herüber, so vollkommen unwirklich, tieftraurig, doch irgendwie auch erlöst, als wenn jemand "loslässt" und mit etwas "abgeschlossen" hat. Ich sehe eine Kraterlandschaft mit purpurnen Nebelschwaden... (mensch, Castorp, dabei sind das doch bloß Gitarre, Bass, Schlagzeug, Gesang und ein paar Synthie-Flächen als Grundierung... - rational betrachtet! lol)

Ich mag auch wie Curtis in "Heart and soul" so (sprech)singt, als säße er in einem einsamen Kellerloch. :-)

Aber was habt ihr so für Assoziationen zur Musik (und den Texten) auf diesem Album?

Mich faszinieren vor allem die Punk-Rhythmen, die Monotonie einiger Songs entwickelt nach und nach ihren ganz eigenen Reiz.

Fürs blecherne Schlagzeug im Opener gibt es von mir die 9/10. Das macht so verdammt süchtig.
Kego
30.05.2011 - 15:15 Uhr
@girl

Du scheinst ja ziemlich Ahnung zu haben.....
(Achtung: Ironie!!)
badpit
30.05.2011 - 15:22 Uhr
die bass-lines von peter hook als schrammeln zu bezeichnen ist in jedem falle eine der schlimmsten todsünden überhaupt!

(fast genauso schlimm ist leider auch trolle füttern - mea culpa)
Martin Hannett
30.05.2011 - 15:41 Uhr
schlimmer noch: sich in deisem forum über joy division überhaupt auszulassen...

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