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David Bowie

User Beitrag

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

11.01.2022 - 09:35 Uhr
und die Beurteilung der Werke ist ja immer subjektiv.

Nee, sorry. Das ist bis zu einem gewissen Punkt subjektiv. Aber wenn ich Nick Drakes "Pink moon" als Sludge Metal bezeichne wäre das auch subjektiv falsch. :D Wenn man überhaupt von Avantgarde-Alben ohne Popmelodien in dieser Zeit sprechen will, könnte man nur "Outside" oder "Earthling" meinen. Aber ausgerechnet das absolut konventionelle "Reality" zu nennen ist halt absurd. Das ist wie zu sagen, mit "Low" und "Heroes" hätte Bowie konventionelle Rockplatten voll Stadionhymnen gemacht.

köttbullar

Postings: 62

Registriert seit 03.10.2019

11.01.2022 - 10:52 Uhr
Da haste natürlich recht, da hört Subjektivität auf. Zu kurz gedacht :-) Ich finde ernsthaft dass man das man das der Redaktion mitteilen sollte.

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

11.01.2022 - 14:17 Uhr
die Beurteilung der Werke ist ja immer subjektiv.

Ich nehme an, du meinst eher, dass die subjektive Meinung zu Alben bzw. Musik unterschiedlich ausfallen kann. Da würde ich dem Gesprächspartner zwar auch in dem einen oder anderen Punkt deutlich widersprechen (z.B. dass er die kompletten Neunziger-Alben mit Desinteresse und Ablehnung straft – bei Tin Machine kann ich es noch nachvollziehen, auch wenn ich es nicht so teile...), aber darauf wollte ich mit meinem Kommentar von gestern ehrlich gesagt gar nicht hinaus.

Bei zeitlichen Abfolgen hatte der Podcast übrigens keine Irrtümer, soweit ich mich erinnere.

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

11.01.2022 - 14:24 Uhr
@edegeiler

Ich denke, wenn man den Begriff Avantgarde aus dem Kontext der "Neuen Musik" löst, also hier in Popmaßstäben begreift, kann man z.B. "Low" durchaus als "Avant(garde)-Pop" bezeichnen. Noch mehr wohl auch das meiste auf "Buddha of Suburbia" und im Prinzip auch "Outside".

"Reality" allerdings... nun ja, wenn da jemand keine Popmelodien und eingängigen Songs findet, war wahrscheinlich die falsche CD in der Hülle.
Die mit Abstand beste Nummer auf dem Album finde ich "Bring Me the Disco King" - das war, wenn ich mich recht erinnere, zu dem Zeitpunkt schon zehn Jahre alt (evtl. aus der Zeit von "Black Tie White Noise", vielleicht aber auch aus der Zeit zwischen "Outside" und "Earthling"), daher total schade, dass wir davon, wie bei Prince' tollen "Vault"-Veröffentlichungen, bis heute die frühere Version nicht zu hören bekommen haben.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 27214

Registriert seit 07.06.2013

11.01.2022 - 14:30 Uhr
z.B. dass er die kompletten Neunziger-Alben mit Desinteresse und Ablehnung straft

Sorry, aber so einen Podcast brauch ich mir gar nicht erst anzuhören. Aber die beschissenen 80er nach "Let's dance" werden behandelt? Pfff. :D

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

11.01.2022 - 14:54 Uhr
...haha... Ja, das kann ich verstehen und da bin ich deiner Meinung... "die beschissenen 80er" werden nur am Rande "behandelt", u.a. weil Peter Urban Bowie 1987 zum Interview treffen konnte (es wird aber schon gesagt, dass das nicht seine beste Phase war, künstlerisch).

Ich fand das schon ganz unterhaltsam anzuhören, weil Urban Bowie ab "Space Oddity" intensiv verfolgt hat und auf vielen Tourneen war und jene Zeit schon ganz gut als Zeitzeuge einordnen kann. Dass er die 90er-Alben so wenig anerkennt, ist ja leider kein Einzelfall, sondern hört man oft gerade von den älteren Leuten, die Bowie in den 70ern schon kannten und hörten. Gerne auch mit dem Unterton "in den Neunzigern lief er alten Glanztaten hinterher". Wobei schon bemerkenswert ist, dass in dem Podcast sehr deutlich gesagt wird, dass Bowie auszeichnet, dass er nie irgendwas anderes gemacht habe ("Tonight" und "Glass Spider" ausgenommen) als einfach 100% seinen eigenen Interessen gefolgt sei, obwohl jeder Karriere-Ratgeber oder jeder Labelchef bzw. auf Hitparaden-Erfolge abzielende Musiker von vielem abgeraten hätte (speziell natürlich von "Black Tie", "Buddha of Suburbia", "Outside" und vielleicht auch "Earthling"). Das wird von P. Urban eingestanden, aber eben (ungerechterweise) speziell auf die 70er-Alben (plus "Blackstar") beschränkt.

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

11.01.2022 - 14:57 Uhr
...wobei, das mit "Blackstar" hat er m.E. doch auch ein wenig falsch eingeordnet. Er sagt sowas wie, "Blackstar" sei als "Abschiedsgeschenk" an die Fans konzipiert. Was ja nicht so wirklich stimmt - vor allem auch, wenn man den in dem Podcast häufiger angesprochenen Gedanken Ernst nimmt, dass Bowie sein gesamtes Werk als Künstler geschaffen hat. (im Gegensatz zum Popmusiker oder autobiografischen Songwriter).

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