The Replacements

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Pascal
08.06.2008 - 17:57 Uhr
Ja, schon klar, dass Post-Punk logischerweise auf der Entwicklung des Punks aufbaut, darum geht es ja auch nicht.
Aber wo wir gerade beim Punk sind: In den 70ern find ich beispielweise sehr spannend, sich die Gesamtentwicklung des Punk mal genauer anzuschauen. Was 1968 mit MC5 begann, brauchte mehr als 5 Jahre, um in der nur allzu logisch folgen müssenden Stilrichtung Punk "weiterverarbeitet" zu werden. Mann, war diese Band mit ihrer Wut, ihrer Energie und ihrer Art der Musik der damaligen Zeit voraus. Im Nachhinein scheint die Entwicklung von Television, Sex Pistols, The Clash, The Ramones etc. so doch vorhersehbar. Und die des zwingend logsich folgen müssenden Hardcore sowieso!
honk
08.06.2008 - 18:28 Uhr
Pascal (08.06.2008 - 17:57 Uhr):
Ja, schon klar, dass Post-Punk logischerweise auf der Entwicklung des Punks aufbaut, darum geht es ja auch nicht.
Aber wo wir gerade beim Punk sind: In den 70ern find ich beispielweise sehr spannend, sich die Gesamtentwicklung des Punk mal genauer anzuschauen. Was 1968 mit MC5 begann, brauchte mehr als 5 Jahre, um in der nur allzu logisch folgen müssenden Stilrichtung Punk "weiterverarbeitet" zu werden. Mann, war diese Band mit ihrer Wut, ihrer Energie und ihrer Art der Musik der damaligen Zeit voraus. Im Nachhinein scheint die Entwicklung von Television, Sex Pistols, The Clash, The Ramones etc. so doch vorhersehbar. Und die des zwingend logsich folgen müssenden Hardcore sowieso!






Noch ein MC5 Verehrer!!!!!! Aber du wirfst die gfalschen Band in einen Topf, schließlich klingen die ebenfalls göttlichen Television anders als wirklich jede andere Punk Band zu der Zeit. Television , so wirkt es auf mich, schöpften ihre Wut nicht aus der gleiche Quelle wie MC5.
Und auch wenn MC5 von der Aggression her einzig artig war, hört man doch eindeutig die James Brown Wurzeln heraus.
Nichts kommt von nichts.
Pascal
09.06.2008 - 01:48 Uhr
Moment, ob ich die falschen Bands in einen Topf werfe, bleibt hier mal unkommetiert;) Ja, klar will ich die besondere Bedeutung Televisions sicher nicht schmälern, aber es ging hier um die Gesamtentwicklung des Punk. Außerdem könnte aber auch dagegen halten, dass neben Television The Clash mit ihrer London Calling einen Trend gesetzt haben, der bis weit in die 80er Jahre hinein reichte, und immer mehr Bands veranlasste, ihren Sound um gerade den(?)Pop-Appeal zu erweitern.
honk
09.06.2008 - 09:59 Uhr
hmm, du hast recht, Clash´s London Calling färbt noch immer auf viele, viele Bands ab.

Television ist natürlich ebenfalls einflussreich. Nur eben nciht auf den ersten Blick. Gitarrensolos sind ja heutzutage 8zu recht?) verpönt. Und diese schrägen Solos machten Marquee Moon teilweise aus.
Pascal
09.06.2008 - 11:09 Uhr
...und finden ihren Weg in die Independent-Szene erst wieder mit der Geburt Dinosaur Jrs;)
honk
09.06.2008 - 17:06 Uhr
Pascal (09.06.2008 - 11:09 Uhr):
...und finden ihren Weg in die Independent-Szene erst wieder mit der Geburt Dinosaur Jrs;)





Darauf wär ich gar nicht gekommen, obwohl es doch eigentlich auf der Hand liegt.
real boy
23.09.2008 - 20:12 Uhr
Ist das erste gut?
real boy
23.09.2008 - 20:12 Uhr
Hootenanny meine ich
DerMeister
02.07.2009 - 19:59 Uhr
Wunderbare Band!

"Tim" ist mein Favorit.

Vorallem wegen "Hold My Life", "Bastards Of Young", Left Of The Dial" und "Here Comes A Regular"
Scoundrel
10.08.2009 - 17:03 Uhr
Taugt die "Best-of" was wenn man die Band absolut nicht kennt...?
thomas
10.08.2009 - 17:33 Uhr
ja, guter einstieg. und danach let it be und tim.
georg
10.08.2009 - 17:40 Uhr
Ich habe die Best of zwar nicht, ich finde die Titelauswahl aber sehr gelungen, da sind schon die besten Songs der jeweiligen Alben drauf. Trotzdem würde ich dir eher zum Kauf von Let It Be, Tim oder Pleased To Meet Me raten, da zumindest auf den ersten beiden auch nur Hits drauf sind und du die ziemlich sicher sowieso noch unbedingt willst, wenn du die Best of kennst.
Scoundrel
11.08.2009 - 00:23 Uhr
Cool!!
Ich werd dann doch mal mit der Best-of anfangen um mir einen ersten Überblick zu verschaffen, vielen Dank!
Loam Galligulla
28.09.2009 - 19:50 Uhr
Gestern abends hörte ich einem Pub zu verdammt später Stunde das erste mal nach einer gefühlten Ewigkeit "Here Comes A Regular". Das ein Pub in dieser Einöde überhaupt so etwas kennt oder gar spielt ist heavy. Und dann ist da diese rare Art Musik die in einen so tief runterziehen kann selbst wenn man den Kopf weit über den Wolken trägt und die Füsse längst den Boden verlassen haben. Ich meine, das muss doch die Barhymne der 80er gewesen sein. Es ist brutal, es geht vorwärts, es ist frisch, es ist nervfrei. Das Bild von dem Kühlschrank der nie mit Essen gefühlt ist, wie Westerberg sich nach Akzeptanz sehnt und sie nicht einmal in seiner Heimatstadt findet. Dieses Lied schafft es alles in einem depressiven Licht erscheinen zu lassen. Heftiger Stoff.
Loam Galligulla
28.09.2009 - 19:52 Uhr
Nein, das Essen "fühlt" der Kühlschrank natürlich nicht..;-)
Loam Galligulla
28.09.2009 - 19:53 Uhr
Oder dieser Vers aus "bastards.."

The ones who love us best are the ones we'll lay to rest
And visit their graves on holidays at best
The ones who love us least are the ones we'll die to please
If it's any consolation, I don't begin to understand them
argh
30.05.2010 - 15:42 Uhr
huhu, schmeißt mir mal ein paar bands/lieder zu, die in richtung "pleased to meet me", leti be"/"cant hardly wait", "alex chilton" gehen.

danke danke.
humbert humbert
06.06.2011 - 23:33 Uhr
Vor kurzem habe ich mir mal "Let It Be" zugelegt, zum einen weil ich Post-Punk mag & zum anderen weil ich das Albumcover so anziehend fand. Mit "I Will Dare" fängt das Album schon gut an, aber wenn dann "Unsatisfied" kommt, hola, was für ein unglaublich guter Song, hast mich sowas von weggeblasen. Ich glaube die Band könnte mir gefallen.
Das Buch "Our Band Could Be Your Life" muss ich mir auch mal zulegen.
humbert humbert
08.06.2011 - 18:01 Uhr
"Sixteen Blue", was für ein genialer Song!
Eliminator Jr.
09.06.2011 - 00:06 Uhr
@ humbert

"Our Band Could Be Your Life" ist ein echt tolles Buch. Wer sich etwas für die amerikanische Gitarrenmusik der 80er Jahre interessiert, kommt da eigentlich gar nicht dran vorbei. Seit ich das Kapitel über die Replacements gelesen habe, höre ich die Alben auch tatsächlich ein wenig anders.
Ich kann nicht genau sagen, ob sie mir seitdem besser oder weniger gefallen, aber viele Songs haben seitdem mir vorher unbekannte Facetten gezeigt. Manchmal ist es eben gar nicht schlecht zu wissen, mit was für Personen man es da eigentlich zu tun hat. Wie den auch sei.. Eine meiner Lieblingsbands. Bestes Album: Let It Be! Lieblingssong: Answering Machine!
,nock
12.08.2011 - 16:07 Uhr
Gott, wie konnte ich nur so lange ohne diese Musik leben? Das ist großartiger, dreckiger Staub.
,nock
14.08.2011 - 00:05 Uhr
Ich schreibe so lange hier rein, wie toll ich find finde, bis ich die Alben übertrieben überhört habe.
Kenisha
19.08.2011 - 16:00 Uhr
AFAICT you've covered all the bases with this awsner!
Carlye
20.08.2011 - 18:25 Uhr
This makes everything so completely painsles.
humbert humbert
17.12.2011 - 15:16 Uhr
Wenn ein Lied das Gefühl beschreibt, was man mit 16 hatte, dann 'Sixteen Blue' (Kaum vorstellbar, wenn ich das Lied schon in dem Alter gekannt hätte):

"Brag about things you don't understand
A girl and a woman, a boy and a man
Everything is sexually vague
Now you're wondering to yourself
If you might be gay
...
Try to figure out, they wonder what next you'll pull
You don't understand anything sexual
I don't understand
Tell my friends I'm doing fine"
humbert humbert
21.03.2012 - 22:46 Uhr
Auch ein unglaublich toller Text: Androgynous

"Don't get him wrong and don't get him mad
He might be a father, but he sure ain't a dad
And she don't need advice that'll center her
She's happy with the way she looks
She's happy with her gender"

Man muss einfach diese Band lieben.
Kawte
21.03.2012 - 23:10 Uhr
Wirklich krasse Alben und der größte Beweis dafür, dass ein paar Durchgänge mehr für zuerst als durchschnittlich gehaltene Musik wahre Schätze an die Oberfläche bringen können. Als ich sie das erste Mal gehört habe und die Musik wirklich nur gehört habe, hätte ich nicht geglaubt mit was für einer religiösen Verehrung ich ein paar Monate später zu ihnen aufblicken würde. Nie wieder und nie davor war mein erster Eindruck so falsch.

Wahrscheinlich auch der größte Beweis dafür, dass Musik weit mehr ist, als man an Akkordfolgen und Noten jemals erahnen kann und die Einstellung dahinter völlig überraschend sogar alleine ganze Lieder tragen kann.
humbert humbert
23.03.2012 - 19:52 Uhr
@ Kawte
Genauso ging es mir anfangs auch. Zuerst ebenfalls nur als ganz nette Rockmusik empfunden. Doch je länger ich die Band höre, desto mehr Juwelen entdecke ich.
humbert humbert
18.09.2012 - 20:09 Uhr
Hui, 'Sixteen Blue' live im Jahr 1983.

billy blaze

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14.06.2013 - 23:12 Uhr
Reunion... ich finde das sollte nicht unerwähnt bleiben:

http://www.nme.com/news/the-replacements/70833

Eliminator Jr.

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15.06.2013 - 10:04 Uhr
Diese Reunion wird von meiner Seite aus mit einer bewussten emotionalen Distanz beobachtet.. Seien wir ehrlich, das kann fürchterlich in die Hose gehen..
Amorn
22.06.2013 - 00:10 Uhr
There's a joke to be found about a Mosh pit, however, I don't have the time. And, she's truly bfteaiuul, so it would probably be in poor taste. In any case, consider me a new fan.

The MACHINA of God

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06.03.2016 - 17:59 Uhr
Dank "Our band could be your life" hab ich die jetzt auch mögen gelernt. "Unsatisfied"!
oh ja
06.03.2016 - 18:52 Uhr
Look me in the eye and tell me
are you satisified?
lua
27.01.2017 - 10:17 Uhr
conor oberst covert auf der momentanen solotour "here comes a regular" auf fantastische art und weise. und so werde ich mich nun mal mit der band beschäftigen - wird zeit.

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27.01.2017 - 11:52 Uhr
Empfehle dieses Buch als Lektüre zum Einstieg.
lua
30.01.2017 - 10:38 Uhr
Besten Dank!
Der Verschwörer mit dem Aluhut
30.01.2017 - 11:17 Uhr
Ich höre 'The Replacments' immer abwechselnd mit 'Migration' von Bonobo

AVMsterdam

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25.09.2017 - 15:47 Uhr
Mit der Punk-Phase der Replacements kann ich sehr wenig anfangen, aber die Pop-Phase mit Let It Be und Tim ist Wahnsinn!

Diese Band hat auch viel mehr Einfluss, als man ihr hier gönnt. Sie müsste bei doppelt bis dreifach so vielen Alben in den Referenzen sein.

2plus2gleich5

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26.09.2017 - 01:29 Uhr
Dann aber unbedingt auch noch die "Pleased To Meet Me" nennen! Wendet sich in der Produktion etwas mehr dem 80s-Rock zu, das Songwriting ist durchweg sehr stark.
Alex Chilton und Can't Hardly Wait sind zwei der besten Replacements-Songs überhaupt!

Und Daumen hoch für Our Band Could Be Your Life als Lesetipp.

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30.09.2017 - 13:28 Uhr
"Let it be" ist wirklich klasse. "Hootenanny" mag ich eigentlich auch. Muss mal mehr "Tim" hören.

Gordon Fraser

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10.01.2018 - 07:46 Uhr
"Alex Chilton" gestern zum ersten Mal gehört und mich sofort verliebt. Wie konnte ich bislang ohne diesen Song leben?

Was sind denn die sonstigen Highlights der Diskographie?

Loketrourak

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10.01.2018 - 09:41 Uhr
The Ledge (auch von der "Pleased to meet me") hat ähnliches Suchtpotenzial. Die genannte LP war zur Zeit ihres Erscheinens auch durchaus ein Kritikerliebling. Die Hards und Menschen, die die Band besser kennen als ich, ziehen - glaube ich - "Tim" und "Let it be" vor. Wenn es etwas rumpliger sein soll (aber so schätze ich Dich nicht ein) Hootenanny oder das Debut.

2plus2gleich5

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10.01.2018 - 19:59 Uhr
Ja, "Let It Be" und "Tim" sind ganz vorne, dann die "Pleased To Meet Me" und das ebenfalls tolle - aber noch sehr szenebewusste - Debut. Wobei "Johnny's Gonna Die" einer ihrer besten Songs ist und auch darauf zu finden.

Gordon Fraser

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10.01.2018 - 21:10 Uhr
"Pleased To Meet Me" hat mir schon mal gefallen. Danke für die Tipps!

The MACHINA of God

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18.01.2020 - 17:54 Uhr
"Unsatisfied" ist so ein Übersong.

Annie

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15.05.2020 - 09:06 Uhr
Unsatisfied ist besonders betrunken unschlagbar...Westerberg in gesanglicher Ueberform und überhaupt sowas von ergreifend!

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