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dreckskerl

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13.06.2020 - 01:00 Uhr
Ich bin schon direkt nach Abitur übelst mit dem Thema konfrotiert worden.
Ich hatte einen Schulfreund, ich sag malin zweiter Reihe, also nicht bester Freund aber man mochte sich und hat weil beide in der TheaterAG undviele Kurse gemeinsam Freistunden totgeschlagen.
Er war zurückhaltend aber schon gesellig, hat mitgesoffen und auf den Grillhüttenparties voll mit gemacht.
Er ist wie alle!! anderen Jungs zum Bund (unglaublich 1986 und ich war einer von 2 kriegsdienstverweigerern)...zumindest nach Musterung.
Im Spätherbst nach Abi war ich in der Heimat (Betzdorf)und man erzählte mir dem Georg wär es beim Bund so gar nicht gut gegangen und sei abgehauen und nun zu hause würde sich aber komisch verhalten...wie dass dann so ist man nimmt sich vor ruf ihn an, schreib ein brief.
Dann hörte ich in der Adventszeit, dass er sich im Wald die Pulsadern aufgeschnitten hat.

Felix Klaus

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13.06.2020 - 01:08 Uhr
Sorry meine Stille, aber ist schwer auf sowas zu reagieren..

dreckskerl

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13.06.2020 - 01:12 Uhr
1991 dann nochmal:
Ich hatte das Glück als Westdeutscher, ostdeutsche (entfernte) Verwandte zu haben die meine Mutter und meine Groselern seit 1976 bis 1989 10 mal jeweils für eine Woche oder 10 Tage besucht, einfach aiuch weil amn sich mochte...es gab dort einen Gleichaltrigen und wir haben uns sehr gut verstanden,hab dann als Jugendlicher für ihn und den Jugendclub Karl Marx BASF Casettenaufnahmen von gewünschten Pop und Rockalben rübergeschmuggelt.
Bei seiner Jugendweihe hatte ich meinen ersten Vollsuff.
Bei meinemletzten Besuch 89 (als die DDR Volkskammerwahl war und die D Mark gewählt wurde und damit das Ende der DDR beschlossen wurde) war er gerade bei der Volksarmee die ihn nach Ausbildung noch eingezogen hat, haben uns also nicht mehr gesehn.

Dann war die Mauer weg...und wer kommt mich nicht in Köln besuchen? Was man sich immer gewünscht hat?
Nein, er war direkt busy und hat sich selbstständig gemacht in Bayern (war nah an Südthüringen) und eine Gebrauchtwagenverkauf eröffnet.
Hat kaum mehr was von sich hören lasssen, bis seine Tante mich anrief und sagte du der Matze hat sich umgebracht.

Da waren es wohl Schulden und Scham und fuck ich weiß nicht was...das hat mich auch hart mitgenommen....und da hatte ich auch wut gegen das System

dreckskerl

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13.06.2020 - 01:13 Uhr
Sorry aber das musste ich jetzt gerade mal loswerden ...vielleicht falsche Stelle.

dreckskerl

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13.06.2020 - 01:16 Uhr
verzeiht das schlampige Schreiben.

Felix Klaus

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13.06.2020 - 01:24 Uhr
Ich bin immer froh wenn jemand endlich mal so schlampiig wie ich schreibt, kein Thema :)

ich persönlich kenne nur eine Person über ein paar Ecken, die sich das Leben genommen hat, aber wirklich nur eine Bekannte eines (Halb-) Kumpels. Einmal hat der die mit zu mir genommen, die war sehr kompliziert, fast streitlustig. kurz gesagt wir verstanden uns nicht gut. Später hab ich die nioch einmal gesehen, sie wsr wie azsgewechselt, sehr höflich. Jahre später hab ich dann gehört, dass sie sich umgebracht hat.

Felix Klaus

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13.06.2020 - 01:27 Uhr
Denise hiess sie, hat im Cinemaxx gearbeitet, um ihr wenigstens einen Namen zu geben

Xavier

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13.06.2020 - 01:32 Uhr
Ja, das ist entsetzlich. Scham kann einen vernichten. Wer beschämt wird, fühlt sich furchtbar allein. Es gibt aber auch den Selbstmord aus Rücksicht gegen andere, denen man nicht mehr zur Last fallen möchte.

dreckskerl

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13.06.2020 - 01:33 Uhr
Ja danke.

Bin mir jetzt nicht mehr sicher, ob das so eine gute Idee war, so privates Zeug zu schreiben.
Seufz.

Felix Klaus

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13.06.2020 - 01:42 Uhr
Mach dir mal keine Sorgen, da wird dir niemand was wollen. Lass es dir von der ehemaligen Peppermint Patty gesagt sein, die weiss was es heisst, mit einem flauen Gefühl im Magen aufzuwachen, wenn sie an ihre Postings vom Vorabend denkt :)

dreckskerl

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13.06.2020 - 01:54 Uhr
Ja, ist ja kein peinlicher Inhalt, von den vielen Fehlern abgesehn.
Sehr emotionales Thema.
Und es ist ja so, NACH dem Suizid leidet einer nicht mehr, die Lebenden dann aber.
Ich war ja hier zweimal nah, aber nicht wirklich ganz nah an der Tragödie.
Es hinterlässt sicher neben Trauer und Verzweiflung auch etwas Wut.

Daher hab ich diese Spiegel Formulierung auch als positiv und ehrlich verstanden.



dreckskerl

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13.06.2020 - 01:56 Uhr
Sorry damit wollte ich mich nicht negativ über deine Postings äussern...nicht falsch verstehen.

Felix Klaus

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13.06.2020 - 02:02 Uhr
Ich hab in der Formulierung des Artikels auch kein Problem gesehen. Ds muss man Prioritäten setzen. Der Tod eines Menschen ist tragischer als eine vielleicht etwas unglückliche Ausdrucksweise.

dreckskerl

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13.06.2020 - 02:22 Uhr
ja.
Ich sag mal Gute Nacht, bevor ich weiterschwalle.:)

Given To The Rising

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13.06.2020 - 06:37 Uhr
@dreckskerl: Komisch, dass du 2x von "Henke" sprichst, denn der lebt noch. ;)
https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Henke

dreckskerl

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13.06.2020 - 10:29 Uhr
Tatsächlich, Henke statt Enke, dabei ist der lebende Herr Henke mir völlig unbekannt.
Keine Ahnung, was mich zweimal dieses H hat schreiben lassen...

Analog Kid

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Registriert seit 27.06.2013

13.06.2020 - 10:43 Uhr
Ah, der von Monolake, kewl
Wusste gar nicht dass der inzwischen "Professor für elektronische Musik" ist.

Xavier

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13.06.2020 - 11:46 Uhr
Der Erste Spiegel-Agitator: Wir wollen den Chefredakteur fragen, ob er einverstanden ist, denn er war ein mutiger Kämpfer. So fragen wir dich: bist du einverstanden?

Redakteur: Nein. Ich sehe, er hat heute falsch gehandelt

dreckskerl

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13.06.2020 - 11:48 Uhr
Grins, wohl doch eine bekannte Person für jemanden hier...

Xavier

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13.06.2020 - 11:58 Uhr
Der Spiegel schreibt Nachrufe im Jargon der kommunistischen Partei Rußlands. Bedenklich.

dreckskerl

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13.06.2020 - 12:02 Uhr
@Xavier
Hä?
Worauf beziehst du dich jetzt?

Xavier

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13.06.2020 - 12:09 Uhr
Brecht, Die Maßnahme. Einverstandensein im Sinne eines Beschlusses der Parteileitung.

dreckskerl

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13.06.2020 - 12:12 Uhr
Welcher Spiegelartikel?

Xavier

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13.06.2020 - 12:31 Uhr
"Die Zeit der Neutralität ist vorbei": Vielleicht hat ihm das zu schaffen gemacht... Die Zeiten sind bekanntlich grell und laut.

dreckskerl

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13.06.2020 - 12:32 Uhr
Ernsthaft immer noch dieser Artikel/Nachruf?

Xavier scherzt nun aber, mit seiner Brechtassoziation.

Und dass der Erfolgsdruck bei Printmedien/digitalen Medien sehr groß ist, ist nichts Neues, glaube aber nicht, dass der Spiegel sich da besonders hervortut.
Ich finde es auch skandalös was ein Journalist inzwischen für seine Arbeit gezahlt bekommt, wenn man nicht zur Elite der Schreiber gehört, hat man keine Festanstellung und muss als freier Mitarbeiter schon viel schreiben, um davon gut leben zu können.

Die Einstellung Bentos war m.E, auch überfällig, hab nie verstanden was das sein sollte und die Artikel waren häufig sehr simpel und boulevardmäßig.

Nochmal, wer in diesem Nachruf irgendetwas aggressives oder restriktives liest, dersoll es meinetwegen so sehn, ich sehe und lese das nicht.

dreckskerl

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Registriert seit 09.12.2014

13.06.2020 - 13:18 Uhr
Ich habe deinen Punkt verstanden, habe nur bemerkt, dass ich das journaliszische Produkt Bento auch nicht gut gemacht fand.
und "nachhaltig in die Verlustzone geraten" heißt dass es auch vor Corona bereits defizitär war und dass kann ja nun auch na der minderen Qualität liegen.

Ist es wirklich der Erfolgsdruk beim Spiegel oder ist es nicht der Erfolgsdruck überhaupt im Bereich Medien?
Der Fall Relotius ist ja nun auch spiegelintern dann aufgedeckt worden und ich finde dass wie sie damit umgegenagen sind absolut korrekt, natürlich führt dass zu Aufmerksamkeit und Klicks.
Wer hätte sonst darüber schreiben sollen, wenn nicht der Spiegel selbst und wer soll denn einen Nachruf über den Suizid eines bekannten Journalisten veröffentlichen, wenn nicht das Printmedium für das der Journalist gearbeitet hat.

Ich hebe den Spiegel nicht in den Himmel, wenn man aber negativ gegenüber dem Produkt eingestellt ist, dann sucht man aber manchmal auch nach etwas was man als Vorwurf formulieren kann.

oldschool

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13.06.2020 - 13:59 Uhr
Das Problem ist heutzutage, dass immer mehr Kolumnisten, Kommentare, Meinungen, Prognosen und Analysen zu lesen sind. Und da wird nicht selten eine Sau durchs Dorf getrieben. Vieles ist polemisch und provokativ, nicht selten an der Grenze zur Meinungsmache. Diese Redakteure müssen auch liefern! Emotionen müssen hochkochen, die Kommentare der Leser müssen überquillen. Ich denke eine Margarete Stokowski weiss ganz genau, wie der Hase läuft. Friede, Freude, Eierkuchen in Ihren Kolumnen und Sie ist ganz schnell weg vom Fenster. Journalismus ist hartes Business.

Insofern ist Trump oder Corona das Beste, was Spiegel passieren konnte. Obama hatte zu wenig Angriffsfläche.

In den letzten Jahren hat man es nur etwas damit übertrieben. Zu wenig sachliche Berichterstattung, immer etwas Paranoia einfliessen lassen.

Artikel wie "So könnte unsere Zukunft nach Corona aussehen" sind oft rein spekulativ und für mich nicht selten unseriös. Doch der Schuss könnte nach Hinten los gehen, immer mehr Spiegel-Leser kritisieren diese Berichterstattung.

Xavier

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13.06.2020 - 14:16 Uhr
Christoph Sydow = antisemitisch?

dreckskerl

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13.06.2020 - 14:27 Uhr
Ich kenne die Relotius Geschichte und auch dass der Spiegel sich zunächst weigerte zu glauben was da passiert sein sollte.
Das war der Skandal.
Dies dann aber aufzuarbeiten und in eigenenArtikeln zu begleiten kann man dem Spiegel nicht vorwerfen, das war ja dein Vorwurf.

Zum Fall Relotius finde ich folgenden Artikel der Taz sehr gelungen:

https://taz.de/Ein-Jahr-Faelscher-Skandal-beim-Spiegel/!5647490/


Ich habe mein Bedauern für die beschissene Situation von Journalisten heutzutage formuliert.
Zu Bento:
Im Medienwettbewerb entstehen Produkte, die funktionieren und nicht funktionieren.
Letztlich ist es eine finanzielle Frage,ob ein Produktüberlebt oder nicht.
Bento hat nicht überlebt, ob nun während Corona oder vorher bereits in den roten Zahlen ist doch nebensächlich.
Es werden Menschen entlassen, das ist nicht schön, aber was erwartest du hier vom Spiegel?

Es werden TV Formate begonnen, die Quote stimmt nicht, Tv Formal wird eingestellt, Menschen verlieren ihre Beschäftigung, so ist das eben.

Xavier

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13.06.2020 - 14:51 Uhr
Der Spiegel und Christoph Sydow waren einer ganz großen Sache auf der Spur: "Mossad, Geld, Trump, Netanjahu und MdBs, die aus Angst vor einem Antisemitismusvowurf vor der zionistischen Lobby einknicken."

Außerdem: Netanjahu errichtet die erste Corona-Diktatur!

dreckskerl

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13.06.2020 - 15:39 Uhr
Ich bin jetzt durch, natürlich hat der Spiegel den Skandal mit herbeigeführt und zunächst völlig falsch reagiert, was danach geschah war dann m.E. in Ordnung.
Sehe das so, wie in dem verlinkten taz Artikel.

Und ob der Spiegel davon finanziell profitiert, angesichts eines enormen Verlust an Renomee und Glaubwürdigkeit, halte ich für fraglich.
Dass der Spiegel sich als "Verursacher" des Skandals natürlich selbst dazu äussert ist doch normal, nenne mir eine Zeitung/Verlag/medium die dies nicht getan hätten.

Xavier

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13.06.2020 - 16:17 Uhr
"Errichtet er die erste Corona-Diktatur?": Das Simon Wiesenthal Center kommentiert: " Deutschland bleibt ein Brennpunkt für das Virus des Antisemitismus und die fälschliche Dämonisierung des jüdischen Staates."

oldschool

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13.06.2020 - 18:15 Uhr
Bento wird eingestellt? Steht wo (ausser hier) ?

oldschool

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Registriert seit 27.04.2015

13.06.2020 - 18:18 Uhr
Okay okay.....habs gefunden ^^
Bin nun traurig :(
Niemand mehr da, der mich vor nicht offensichtlichen Sexismusdfallen warnt. (Harry Potter Filme ect...)

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