Umweltschutz / Klimawandel

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jayfkay

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17.09.2019 - 13:59 Uhr
Unterhielt mich letztens über das Thema mit nem Psychologen und Führungskräfte-Coach im Ruhestand.

Meint er: "alles Manipulation und Doktrin". Linkt mir diesen 6-Stündigen Beitrag von Axel Burkart.

https://www.youtube.com/watch?v=P0iuARzOFkQ

Habe ihn gefragt, wie er sein Studium geschafft hat.

Corristo

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18.09.2019 - 02:23 Uhr
Von der Klimahysterie, Weltuntergangsstimmung und Panik halte ich wenig. Aber so etwas wie die Vermüllung der Ozeane oder allgemein die Vermüllung der Erde ist schon ein ernsthaftes Problem. Der Wahnsinn des Wirtschaftssystems zeigt sich ja z. B. daran, dass absichtlich Dinge produziert wurden und werden, die nicht möglichst lange halten, sondern irgendwann verschleißen sollen, dass man sich wieder etwas Neues kaufen soll. Ich fürchte, im Großen und Ganzen ist der Menschheit sowieso nicht zu helfen. Man hätte von Vornherein auf Nachhaltigkeit setzen müssen, anstatt Plastik- und Elektroschrott ohne Ende zu produzieren, aber so ist der Mensch eben nicht gepolt. So hat wohl bereits jetzt jeder von uns Mikroplastikablagerungen im Körper. Gleichzeitig graut es mir auch wieder vor einer Institution, die weltweit irgendwelche Gesetze oder Verbote durchsetzen könnte.

Robert G. Blume

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18.09.2019 - 12:05 Uhr
@Corristo - vielleicht würde es helfen, mal ein paar Links in diesem Thread zu lesen, wie die von jayfkay auf der vorigen Seite.
Weltuntergangsstimmung ist meiner Meinung nach durchaus angebracht. Notwendig sogar, damit endlich gehandelt und gegengesteuert wird. Und ja, es macht keinen Spaß.

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18.09.2019 - 14:28 Uhr
"Gleichzeitig graut es mir auch wieder vor einer Institution, die weltweit irgendwelche Gesetze oder Verbote durchsetzen könnte. "

Also das mit den (bzw. ohne die) FCKW hat ja jahrelang ganz gut geklappt. Auch bleihaltige Farben oder Benzin und Asbest wurden in großen Teilen der Welt verboten und wir sind tatsächlich nicht untergegangen. Es werden sicherlich keine Verbote kommen wie "jeder darf nur 2000km Auto fahren pro Jahr", aber durch das Verbot veralteter oder sehr schädlicher Technologien wird Fortschritt gefördert, Arbeitsplätze entstehen in Zukunftstechnologien etc. pp. Sehe da eigentlich kein Problem.

AVMsterdam

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20.09.2019 - 14:29 Uhr
Man müsste vor allem die USA, Indien und China bewegen, um den weltweiten Treibhaus-Ausstoß wirklich zu verringern. Und da sehe ich pechschwarz.

Auch besorgniserregend ist, dass wir zwar selbst immer weniger Atomstrom und Kohlestrom produzieren, ebendiese aber in immer größerer Menge von europäischen Nachbarn kaufen. Ist doch lächerlich.

hubschrauberpilot

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20.09.2019 - 16:28 Uhr
Völlig lächerlich. Die Idee wäre es die Forschung für Kernfusion voranzutreiben, ist aber aus irgendwelchen Gründen zu teuer. Wäre völlig CO2-neutral, auch ohne strahlendes Material. Billiger ist es, die Scheiße aus der Erde zu holen (Erdöl, Uran) von daher wird sich nix ändern, erst wenn alles verbraucht ist.

Mutzel

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20.09.2019 - 16:31 Uhr
Auch besorgniserregend ist, dass wir zwar selbst immer weniger Atomstrom und Kohlestrom produzieren, ebendiese aber in immer größerer Menge von europäischen Nachbarn kaufen. Ist doch lächerlich.

Was ist daran 'besorgniserregend'? Das ist ein funktionierender europäischer Binnenmarkt, mit Angebot und Nachfrage.

Wenn es günstiger ist, Strom aus Frankreich oder der Schweiz zu importieren als Strom selbst im Land herzustellen, wird dieses auch gemacht. Und klar, sobald in ein paar Jahren weitere Atom- und Kohlekraftwerke wegfallen, werden die Importmengen steigen.


In Deutschland mit 40% Stromerzeugung durch erneuerbaren Energien geht es auch nicht anders: Es wird Strom zur Mittagszeit bei 25-30GW Solarstrom exportiert, und abends um 19Uhr, wenn diese 30GW wegfallen, wird importiert.

Denn auch wenn manche GrünenpolitikerInnen es behaupten: Das europäische Stromnetz ist eben kein 'Speicher', Wasserpumpkraftwerke können die Angebots-und Nachfrage-Spitzen am Tage in gewissem Maße abfangen, aber deren Kapazitäten reichen bei weitem nicht aus.

jayfkay

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20.09.2019 - 16:31 Uhr
Hier, von der National Academy of Sciences America.
Auf Seite 12: eine List von
"Human actions that could steer the Earth System onto a ‘Stabilized Earth’ trajectory"

https://www.pnas.org/content/pnas/suppl/2018/07/31/1810141115.DCSupplemental/pnas.1810141115.sapp.pdf

Was fällt auf? Der Zeitrahmen von Jahrzehnten, gar Jahrhunderten. Die Frage ist, ob wir soviel Zeit haben.

Schwarznick

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20.09.2019 - 19:43 Uhr
*panikschieb*

AVMsterdam

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20.09.2019 - 19:43 Uhr
Was ist daran 'besorgniserregend'? Das ist ein funktionierender europäischer Binnenmarkt, mit Angebot und Nachfrage.

Weil letztlich 0 zur Emissionssenkung beigetragen wird, welche ja das Ziel des Verzichts war. Ein Kohlekraftwerk zu schließen, um dann Kohlestrom aus Frankreich zu kaufen spart nichts, nur lokale Arbeitsplätze.

Dass Erneuerbare nicht ganz zuverlässig sind, stimmt, und bleibt ein ungelöstes Problem. Es gibt keine ideale Energiequelle.

jayfkay

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20.09.2019 - 20:42 Uhr
Vielleicht sollte man ein wenig Panik schieben.

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23.09.2019 - 09:31 Uhr
Zur Fusion:
Da wird natürlich schon mächtig geforscht. Allerdings ist das auf einem GANZ anderen Level als neue Solarzellen. In Deutschland gibt es eine Kollaboration, mit Standorten Greifswald und Garching, die da was leisten kann. Das Thema ist sowohl von physikalischer als auch ingineurstechnischer Seite unheimlich kompliziert. Die nächsten Arbeitsgruppen sitzen am ITER https://de.wikipedia.org/wiki/ITER

Hier mehr Geld zu fordern ist wie einen Aufbau eines zweiten CERN in Wuppertal zu fordern. Klar, mit genug Kohle kann man so einen Teilchenbeschleuniger/Fusionsreaktor überall hinsetzen. Man hat trotzdem nur eine begrenzte Anzahl an SO fähigen Wissenschaftlern, die sich damit beschäftigen können/wollen. Die Antwort auf die Frage, wann es zur Marktreife reichen könnte, ist übrigens seit 50 Jahren die selbe: Mindestens noch 50 Jahre. Und wie schwierig das ist, wissen auch die Leute vor Ort. Daher das "mindestens".

pauIie

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02.10.2019 - 14:20 Uhr
Schon seit 2006 Thema im Forum. Hat sich irgendwas verändert?

Autotomate

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02.10.2019 - 15:10 Uhr
Mit ihren Vorschlägen - Kernpunkt: "Ab sofort eine Verminderung aller Emissionsraten um zwei Prozent pro Jahr, dies weltweit" — wollen sie [die Physiker der DPG] "den globalen Temperaturanstieg auf maximal ein Grad Celsius" begrenzen. Zusätzlich fordern sie neue Techniken zur Energieversorgung, die weniger Abwärme freisetzen.
[...]
Was die Star-Wars—Regierung in Washington von den Expertisen der Klimaforscher hält, hat schon vor drei Jahren George A. Keyworth, damals Reagans Wissenschaftsberater, knapp so formuliert: "Unnötige Angstmacherei."
[...]
[Sherwood Rowland:] "Was nützt eine Wissenschaft [...] die hinlänglich zuverlässige Vorhersagen machen kann, wenn alle nur herumstehen und warten, daß die Prognosen auch eintreffen?"


Der Spiegel 11.08.1986

jayfkay

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02.10.2019 - 15:47 Uhr
Das wärs gewesen.
Stattdessen haben sich die Emissionen seitdem wahrscheinlich eher vervierfacht.
Ich weiß zumindest sicher, dass sie sich von 2000 auf 2018 fast verdoppelt haben.

AVMsterdam

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Registriert seit 13.03.2017

02.10.2019 - 19:41 Uhr
Schon seit 2006 Thema im Forum. Hat sich irgendwas verändert?

Das Klima.

pauIie

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02.10.2019 - 19:56 Uhr
Das Klima im Forum hat sich verändert, da hast du Recht.

hubschrauberpilot

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02.10.2019 - 21:04 Uhr
@Autotomate Was möchtest du uns denn damit sagen? Mal davon abgesehen, dass wir von 1 Grad Celsius globalem Temperaturanstieg schon bei 4 Grad gelandet sind...

Autotomate

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02.10.2019 - 21:21 Uhr
Ich möchte "euch" sagen, dass das Ganze schon 1986 den meisten einfach am Arsch vorbei gegangen ist. Und dass der Sound der Diskussion sich seit 33 Jahren (!) kaum geändert hat. Ist das irgendwie schwer verständlich, oder warum fragst du?

hubschrauberpilot

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02.10.2019 - 21:38 Uhr
Ui, schon 1986. 1 Grad. Hey, das wär mir auch am Arsch vorbeigegangen. Aber die menschheitliche Entwicklung von 33 Jahren ignorieren wir jetzt, oder wie?

Lol, der Sound der Diskussion hat sich nicht geändert, frag dich mal wieso die Grünen auf einmal soviel Wählerstimmen bekommen. RETARD!

Schwarznick

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02.10.2019 - 21:41 Uhr
manchmal check ich euch nicht was ihr allesamt für einen stuss schreibt. puuh

Given To The Rising

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02.10.2019 - 21:42 Uhr
Aber Greta hat doch den Klimawandel erfunden!1!!1!!

Autotomate

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02.10.2019 - 21:53 Uhr
@hubschrauberpilot: Was willst du? Geh mir nicht auf den Sack!

Autotomate

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Registriert seit 25.10.2014

02.10.2019 - 22:39 Uhr
Es geht doch (1.) um die 33 Jahre alte Forderung nach Emissionsminderung, (2.) um die 33 Jahre alte "Einschätzung" von Klimawissenschaftlern durch die USA und (3.) um die 33 Jahre alte Wahrnehmung wissenschaftlicher Fakten, die jeweils klingen, als stammten sie von gerade eben und nicht von 1986. Seit mindestens 33 Jahren stehen die Prognosen zur Erderwärmung und nichts essenzielles hat sich bis heute geändert. Ach ja, pardon, die Grünen in Deutschland bekommen seit dem letzten Jahr dank FFF mehr Wählerstimmen. Immerhin...

hubschrauberpilot

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02.10.2019 - 22:58 Uhr
Seit mindestens 33 Jahren stehen die Prognosen zur Erderwärmung und nichts essenzielles hat sich bis heute geändert.

So blöd kannst du nicht sein, oder doch? Checkst du vielleicht irgendeinen Bezug in Hinsicht bloße Erwähnung - aktuellen Bezug hinsichtlich der globalen AKTUELLEN Auswirkungen? Und äh, GLAUB ES NICHT, die Prognosen haben sich seitdem verschlechtert.


Ähhhhhhhh, aber das Thema gab es doch schon vor 33 Jahren, da ist alles völlig gleich geblieben. Wie mein IQ, aber der ist eher gesunken. Hihi.

hubschrauberpilot

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Registriert seit 13.06.2013

02.10.2019 - 22:59 Uhr
um die 33 Jahre alte "Einschätzung" von Klimawissenschaftlern durch die USA

Das ist jetzt hoffentlich nicht dein Ernst....

jayfkay

Postings: 557

Registriert seit 26.06.2013

02.10.2019 - 23:20 Uhr
Die Wahrheit ist, dass wir nicht genug Änderung bringen werden, um katastrophalen Klimawandel zu verhindern. Und dieser wird schon in dieser Hälfte des Jahrhunderts stark am Geflecht unserer Zivilisation reissen.

info nurzu

Postings: 102

Registriert seit 31.01.2019

02.10.2019 - 23:42 Uhr
Gilt die Netiquette eigentlich auch für hubschrauberpilot und nörtz?

Given To The Rising

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02.10.2019 - 23:53 Uhr
Ich glaube, woran es von Seiten derer, die an den Klimawandel glauben (zu denen ich mich auch zähle) mangelt, ist ein konkretes Szenario zu entwickeln, wie Europa und die Welt in 50 Jahren aussehen wird, wenn nichts getan wird. Wird es kälter, weil der Golfstrom aussetzt oder wegen der allgemeinen Erwärmung wärmer oder gleichen sich die Effekte aus? Welche Gebiete werden wann überschwemmt und was passiert, wenn der Point of no return erreicht ist? Wird es Gebiete geben, die profitieren (ich denke da an Skandinavien und Kanada) wegen einer angenehmen Durchschnittstemperatur? Solange alles so vage formuliert ist, können sich die Skeptiker rausreden und sagen, dass es ja sowieso nicht so schlimm wird.

AVMsterdam

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Registriert seit 13.03.2017

03.10.2019 - 00:04 Uhr
Es ist tatsächlich so, dass die Auswirkungen in Kontinentaleuropa mit seinem gemäßigten Klima sich - vorerst zumindest - in Grenzen halten werden. Allenfalls Skandinavien und die aus gutem Grund so heißenden Low Countries werden sich rasch vom Meeresspiegel bedroht fühlen.

In Deutschland hingegen sind wir mehr oder minder geschützt vor den frühen Auswirkungen, denn hier sind extremere Temperaturen nicht gleich lebensbedrohlich oder artgefährdend.

Die A**chkarte gezogen hätten wieder einmal Afrika und der Nahe Osten, wo Steigerungen um wenige Grad Verdunstung von Wasserquellen, ausfallende Ernten und Zunahme der unbewohnbaren Wüstenflächen bedeuten.

Autotomate

Postings: 1176

Registriert seit 25.10.2014

03.10.2019 - 00:04 Uhr
Wie simpel soll ich es noch erklären, dass auch dieser hubschraubidiot es kapiert: Es wurde schon 1986 vor den Folgen des Klimawandels gewarnt. Schon 1986 hat sich die Regierung der USA über die Klimawissenschaftler lustig gemacht. Es wurde schon 1986 dringend gefordert, die Emissionen zu senken. Das Gegenteil wurde getan. Darauf wollte ich mit dem Zitieren des Spiegel-Artikels hinweisen. Kann mir mal jemand erklären, was dieser Schwachkopf von mir will?

jayfkay

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03.10.2019 - 00:18 Uhr
Du, es gibt zig Prognosen, Studien, Modelle zu den Auswirkungen der Erwärmung. Das ist alles andere als vage formuliert. Informier dich einfach.

Vom IPCC z.B., Topic 2 ab Seite 56:
https://archive.ipcc.ch/pdf/assessment-report/ar5/syr/SYR_AR5_FINAL_full_wcover.pdf

jayfkay

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03.10.2019 - 00:19 Uhr
an Given gerichtet.

Given To The Rising

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03.10.2019 - 00:37 Uhr
@AVMsterdam Betrifft dann aber auch Teile Norddeutschlands.
http://flood.firetree.net/?ll=53.2026,8.8063&zoom=9

Und die Probleme in Afrika und im Nahen Osten bekommen wir dann in Form von ziemlich vielen Flüchtlingen zu spüren. Die AfD tut nichts gegen den Klimawandel und sorgt damit aktiv für die Umvolkung (Zwinkersmiley), die sie vorgibt zu bekämpfen. Welch Ironie.
Ich habe noch einen Trend ausgemacht. Wenn man sich mal die Hochkulturen der Vergangenheit anguckt, so stellt man eine stetige Wanderung Richtung Norden fest. Wo einst Ägypten und Mesopotamien blühten, ist heute Wüste. Rom und Griechenland sind subtropisch, während die USA, Mitteleuropa, Russland, China, Japan (also die Großmächte) sich in einem Klimaoptimum befinden, das Landwirtschaft und angenehme Arbeitsbedingungen ermöglicht. Wenn auch hier das Klima ungünstiger wird (Dürreperioden), dann werden sich die globalen Machtverhältnisse grundlegend wandeln.

Given To The Rising

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Registriert seit 27.09.2019

03.10.2019 - 00:47 Uhr
@jayfkay: Danke. Nur sehe ich auch hier nicht die regionalen Auswirkungen. Das ist alles sehr global formuliert.

jayfkay

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Registriert seit 26.06.2013

03.10.2019 - 01:27 Uhr
Deine Worte:
"(es mangelt..)ein konkretes Szenario zu entwickeln, wie Europa und die Welt in 50 Jahren aussehen wird,"

Um auf deinen Post genauer einzugehen:

"Wird es kälter, weil der Golfstrom aussetzt oder wegen der allgemeinen Erwärmung wärmer oder gleichen sich die Effekte aus?"

Es wird durch den Treibhauseffekt insgesamt wärmer. Das mit dem Golfstrom ist kompliziert.
Aber wichtig ist, dass sich die Erde insgesamt aufwärmt.

"Welche Gebiete werden wann überschwemmt und was passiert, wenn der Point of no return erreicht ist?"

Stell die von dir gelinkte Map auf +2m, das wäre momentan ungefähr das worst case scenario für 2100, habe ich gelesen. Selbst 0.1m hätten allerdings schon katastrophale Auswirkungen:
https://science.sciencemag.org/content/365/6459/eaaw6974

Hier ein regionales Video, was ich letztens gesehen habe: https://www.youtube.com/watch?v=paf2pJtaXYE

Vorhersagen beruhen oft auf linearem Wachstum, wobei wir mittlerweile gelernt haben, dass die Änderungen teilweise schneller als erwartet passieren. https://www.bbc.com/news/science-environment-49885450


"Wird es Gebiete geben, die profitieren (ich denke da an Skandinavien und Kanada) wegen einer angenehmen Durchschnittstemperatur?"

Jegliche Form von "Profit" durch milderes Klima in einigen Gebiten wird durch Nötstände in vielen anderen wieder ausgehebelt. So oder so ist die Erwärmung nicht als positiv zu betrachten, besonders, da sie so abrupt passiert.


"Solange alles so vage formuliert ist, können sich die Skeptiker rausreden und sagen, dass es ja sowieso nicht so schlimm wird."

Die Formulierung könnte eben klarer nicht sein. Kurz gesagt: Mehr Wetterkatastrophen, Nahrungsmittel- und Wasserknappheit, 200 Millionen Klimaflüchtlinge bis 2040.
Hier mal noch zwei Zusammenfassungen:
https://www.youtube.com/watch?v=FoMzyF_B7Bg
https://www.youtube.com/watch?v=nARngHsFtl0



Given To The Rising

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03.10.2019 - 12:23 Uhr
Danke für deine Mühe.
Nur noch eine Sache: Der AfD geht es nur um Deutschland, der Rest interessiert sie nicht. Hier gibt es halt in erster Linie nur die etwas heißeren Sommer, gegen die sie nichts einzuwenden hat. Wenn sich aber Naturkatastrophen und Ernteausfälle häufen und das Wirtschaftswachstum aufgrund fehlender Arbeitsproduktivität sinkt (bei heißen Temperaturen lässt sich nun mal schlechter arbeiten), sind die bestimmt die ersten, die schreien, warum niemand was gemacht hat.

Gruener1

Postings: 36

Registriert seit 07.04.2019

03.10.2019 - 13:08 Uhr
Wir schaffen das:

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/fridays-for-future-der-klimawandel-und-die-neue-apo-a-1260302.html

Deutschland

Postings: 352

Registriert seit 29.06.2013

07.10.2019 - 19:41 Uhr
„Fridays for Future“ und „Extinction Rebellion“

Beide Bewegungen haben dasselbe Ziel: viel mehr Klimaschutz, um die Welt zu retten. Doch es gibt Unterschiede zwischen den Blockierern und der Bewegung von Klima-Greta.

HELVETE II

Postings: 2221

Registriert seit 14.05.2015

07.10.2019 - 19:43 Uhr
Im Prinzip das, was ich mir schon seit geraumer Zeit herbeiwünsche: kein rechts, kein links. Sondern der Kampf für eine konkrete Sache, aus Vernunft heraus. Easy as that. Darf gerne althergebrachte Politik ersetzen und die Zukunft derselben sein.

AVMsterdam

Postings: 251

Registriert seit 13.03.2017

07.10.2019 - 21:48 Uhr
Extinction Rebellion ist scheinbar Fridays for Future/die Grünen in noch sehr viel radikaler, und kommt dem, was sich rechte Dumpfbacken (Pleonasmus, höhö) unter "Ökodiktatur" herbeifantasieren, tatsächlich nahe.

Corristo

Postings: 127

Registriert seit 22.09.2016

07.10.2019 - 21:52 Uhr
Stellt "Extinction Rebellion" tatsächlich die Demokratie infrage? Falls ja, wäre das schon ein ziemlicher Hammer. "Demokratiefeindlich" zu sein war doch jahrelang mit das schlimmste, was irgendjemandem vorgeworfen werden konnte. Und Nein, ich bin da nicht dafür, Demokratie ist wohl immer noch die "beste schlechte" Regierungsform. Und wenn jemand ankommt, er will die Demokratie abschaffen, um die Welt zu retten, werde ich sowieso sehr skeptisch.

AVMsterdam

Postings: 251

Registriert seit 13.03.2017

07.10.2019 - 22:51 Uhr
Sie sind für direkte Demokratie, welche sich allerdings per Volksentscheid über geltende Staatsordnung und Grundrechte politischer Gegner hinwegsetzen kann, wenn es ums Klima geht.

Öko-Diktatur kam mir daher in den Sinn.

Given To The Rising

Postings: 206

Registriert seit 27.09.2019

07.10.2019 - 23:03 Uhr
Dann kann ja der Klimawandel inklusive folgender Flüchtlingsströme nicht so schlimm sein. Ich bin nicht gegen die Demokratie, aber wir müssen über eine Reform, die langfristiges, stringentes Handeln möglich macht, nachdenken, weil wir nicht jahrzehntelang mit halbgaren Kompromissen weitermachen können. Z.B. mit direkter Demokratie in Detailfragen (mit Online-Abstimmung). Bei Tempolimit, CO2-Steuer und einem Verbot von Inlandsflügen müsste sogar eine Mehrheit vorhanden sein. Und es macht die Bürger mündiger.

Deutschland

Postings: 352

Registriert seit 29.06.2013

08.10.2019 - 16:25 Uhr
90 Prominente aus dem deutschen Kunst- und Kulturbetrieb unterstützen Extinction Rebellion. Ihr offener Brief an die Bundesregierung im Wortlaut.

https://www.sueddeutsche.de/politik/prominente-unterstuetzen-extinction-rebellion-der-brief-im-wortlaut-1.4625883

Deutschland

Postings: 352

Registriert seit 29.06.2013

13.10.2019 - 19:18 Uhr
Cumberbatch demonstriert
mit Extinction Rebellion

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