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American Psycho

User Beitrag
LostInACity
22.09.2006 - 16:15 Uhr
Was haltet ihr von dem Buch?

Und jetzt meckere nicht einer, dass ich einen sinnlosen Buchthread eröffne. Mir ist schlicht und einfach langweilig.
Gutmensch
22.09.2006 - 16:23 Uhr
Nicht schlecht.
Outsider_Berlin
22.09.2006 - 16:26 Uhr
Wie kann man nur so einen sinnlosen Buchthread eröffnen.

arnold apfelstrudel
22.09.2006 - 16:29 Uhr
musste nach 100 seiten aufhören, war mir einfach zu hart. den film hab ich aber ganz gesehen.
Middleclassmanoncds
22.09.2006 - 16:34 Uhr
Hier gilt: Wer das Buch kennt, braucht den Film nicht.
Outsider_Berlin
22.09.2006 - 16:35 Uhr
Der Film war so naja aber wahrscheinlich auch nur, weil ich das Buch davor gelesen habe und dieses war genial.
mumubear
22.09.2006 - 16:36 Uhr
film war eigentlich sehr gut... christian bale is einfach klasse...

das buch dagegen is schon um einiges "härter" und abstoßener. War manchmal wirklich eine Qual weiterzulesen, aber wie es halt bei buch vs film meistens ist, geht das buch um einiges mehr in die tiefe.
Outsider_Berlin
22.09.2006 - 16:39 Uhr
Das Kapitel mit der Rate ist an Härte wohl kaum zu übertreffen.
Rie
22.09.2006 - 16:43 Uhr
@arnold

hahahahaaaha DU WEICHEI Wie kann den ein Buch zu Hart sein ?
got
22.09.2006 - 16:45 Uhr
du meinst wohl ratte?

der film ist wohl der letzte dreck, wie kann man nur ein so gutes buch so verunstalten?

das buch ist genial,hab es auf englisch gelesen

und wie sollte dieser thread in einem forum indem es 50000 posts über tokiohotel gibt nutzlos sein? eher dringend nötig
Jode
22.09.2006 - 16:45 Uhr
@Rie
Ob du's glaubst der nicht. Das ist durchaus möglich.
Fat Mike
22.09.2006 - 16:45 Uhr
@Rie

Lies es.
Outsider_Berlin
22.09.2006 - 16:46 Uhr
ja ja ist mir auch aufgefallen aber da hatte ich den Text schon abgeschickt.
got
22.09.2006 - 16:47 Uhr
ich denke auch nicht das ein buch zu hart sein kann, obwohl american psycho schon ziemlich hart ist.

lesen würd ich es sowieso
jcd
22.09.2006 - 17:00 Uhr
das buch ist genial. am besten gefällt mir die szene mit dem klostein ;)
Patte
22.09.2006 - 17:15 Uhr
Mjamjam, gegrillte Nippel!
jimbo
22.09.2006 - 18:31 Uhr
die gewaltdarstellung im buch ist meiner meinung nach eher nebensache, bzw. symptom von batemans schizophrenie, verzweiflung und zunehmendem realitätsverlust. finde es eher ein wenig traurig, dass die meisten leute das buch nur mit brutalität assoziieren.
Gemini
22.09.2006 - 21:06 Uhr
die gewaltdarstellung im buch ist meiner meinung nach eher nebensache, bzw. symptom von batemans schizophrenie, verzweiflung und zunehmendem realitätsverlust. finde es eher ein wenig traurig, dass die meisten leute das buch nur mit brutalität assoziieren.

Dann sollte ich es vielleicht wirklich mal lesen. Bisher fehlte mir nämlich immer irgendwie der richtige Anreiz dazu, außerdem hat mich der Film nicht besonders überzeugt.
Oliver Ding
22.09.2006 - 21:16 Uhr
Das Buch steht noch auf meiner Liste. Der Film war hübsch böse. Und der Gedanke, ein Fan von Chris de Burgh würde derartiges anrichten, macht irgendwie Spaß. Jetzt würde mich nur noch interessieren, wozu Fans von James Blunt in der Lage wären. }:-)
Outsider_Berlin
22.09.2006 - 21:19 Uhr
Das willst du nicht wirklich wissen. ;->
LostInACity
28.09.2006 - 17:19 Uhr
Oh nee, das Buch wird immer abartiger.
Outsider_Berlin
28.09.2006 - 17:23 Uhr
erzähl nicht, ist doch ganz nett...
tonight tonight tonight
28.09.2006 - 17:25 Uhr
ich finde es sehr erregend
jcd
28.09.2006 - 18:52 Uhr
also die sexszenen sind gut beschrieben, das stimmt :)
Mein Dödel
28.09.2006 - 21:05 Uhr
besser als in einem rosamunde pilcher roman?
bla blub
28.09.2006 - 21:30 Uhr
ich glaub ich werd es nicht lesen, den film schau ich mir noch mal länger als aussschnittweise an.
beim lesen solcher bücher denke ich mir allerdings teilweise, warum ich von solch abartigen ekelphantasien irgendeines autors überhaupt wissen will. will ich nämlich nicht. wie jimbo zwar schon sagte, geht es nicht um die gewalt, jedoch sind diese stellen vorhanden und, wie man das ja kennt, schön detailliert beschrieben. allein der kommentar von patte reicht mir schon. sollte ich irgendwann mal das bedürftnis haben, mir so etwas vorstellen zu wollen, werde ich das whl von selbst tun. wozu es aber denke ich nicht kommen wird..
jimbo
28.09.2006 - 23:40 Uhr
Elke Heidenreichs Kommentar zum Buch, find ich sehr treffend:

Elke Heidenreich hat es richtig formuliert:

American Psycho läuft drohend, grollend wie Unwetter an, und plötzlich schlägt der grausame Blitz ein: Die Banalität des Schrecklichen, die wir verdrängen wollen, trifft uns und zwingt uns, das Unerträgliche wahrzunehmen: die Oberflächlichkeit, die Brutalität, mit der wir uns abfinden. In einer Medienwelt, die jedes Thema lächelnd in drei Minuten abhandelt - vom Holocaust über die Salatbar zum Krieg - ist dieses Buch ein Schuß ins Herz...

jimbo
28.09.2006 - 23:42 Uhr
hier noch 5 meter rezension:

American Psycho

Ein wenig Staub hat dieses Werk von Bret Easton Ellis schon in Deutschland aufgewirbelt. Ungefähr 5 Jahre durfte es ob seiner Indizierung nur unter dem Ladentisch gehandelt werden und erreichte somit nur eine vergleichsweise kleine Zahl an Lesern.

Wohl hauptsächlich dem mäßig erfolgreichen Film aus dem Jahre 2000 ist es zu verdanken, daß American Psycho wieder ins Gespäch kam und die inzwischen wieder freigegebene Buchvorlage in die Hände neuer Leser wanderte.

Recht harmlos und doch irritierend führt Ellis den Leser in die Gedankenwelt des aus der Ich-Perspektive erzählenden Charakters Patrick Bateman ein, Alltagssituationen für den erfolgreichen Wall Street Yuppie in den 80ern, der die Mitt-Zwanzig bereits überschritten hat.

Bateman ist erfolgreich, er geht regelmässig trainieren und ist stolz auf sein Aussehen. Er blickt kaum ins innere der Menschen, drückt nach ausführlichen Studien des äusseren Erscheinungsbildes, einer detaillierten Analyse sämtlicher Designer übrigens, einen Stempel auf die Person und entscheidet kaltblütig, ob diese nun gesellschaftsfähig oder ein niederes Individuum ist.

Der Leser von American Psycho ist anfangs schier erschlagen von der Masse an Unwichtigkeiten, die Patrick neben aktuellen Zeitungsmeldungen, Sorgen um die politische Korrektheit und dem richtigen Sitz seiner Kleidung und Frisur durch den Kopf gehen. Sobald er sich jedoch in diese leere, emotionslose Welt eingelebt hat, in der sich austauschbare Menschen treffen, in der Namen unwichtig sind - was an ständigen Verwechslungen deutlich erkennbar wird -, in der es Batemans wichtigste Ziele sind, doch mal eine Reservierung im Dorsia zu bekommen und seine Videos rechtzeitig zurückzubringen, es dem Leser eigentlich schon langweilig werden mag, wacht er plötzlich wieder auf, wenn sich Patricks andere Seite zeigt.

Urplötzlich ist er nicht einfach auf der Suche nach Hardbodies - seinem Ideal entsprechenden Frauen-, oder führt Selbstgespräche in denen er Obdachlose als Untermenschen degradiert. Langsam flammt eine andere Seite durch, eine abgrundtief böse. Wie ein zaghaft einsetzendes Stroboskoplicht das erst nur Schemen, durch höhere Geschwindigkeit aber immer deutlichere Bilder ins Dunkel bringt, konfrontiert Bret Easton Ellis mit einem neuen Ich der Hauptfigur, welches durch seine Grausamkeit auch abgebrühte Gestalten zu schockieren weiß.

Unbewusst schaut man erneut auf den Umschlag und wird sich klar darüber, daß es in einem Buch mit dem Titel American Psycho tatsächlich um die Gedanken eines psychisch Kranken geht und wird gleichzeitig von den immer perverseren Darstellungen von sexuellen Handlungen und Gewaltakten bis hin zur kleinlich beschriebenen Ausweidung überwältigt, immer unterbrochen von ausführlichen Nichtigkeiten, Beziehungsproblemen oder Referaten über korrekte Kleidung, sogar Kritiken von Schallplatten und Elektrogeräten!

Nicht jedoch die Perversion in dieser modernen Ausführung eines psychischen Jekyll / Hyde Konflikts ist der Kern von American Psycho, das Buch hierauf zu reduzieren wäre Banauserei und die Entfernung vom Index spricht hier für meine Theorie, es handelt sich um eine gelungene Gesellschaftsatire, wie sie härter nicht hätte ausgeführt werden können.

Jede noch so ausführliche Darstellung Ellis' - bzw. Batemans - spiegelt die Gefühle und Eindrücke von Menschen in den 80ern bis in die einsetzenden 90er wieder, einer Zeit, in der sich nicht zu letzt die apokalyptische No Future Kultur durchgesetzt hat, die in fast allen Gesellschaftskreisen ihre Spuren hinterlassen hat und die das Heute und das Ich in den Mittelpunkt stellt.

An keiner Stelle wird klar, was nun Batemans Phantasie entspringt und was er wirklich erlebt. Die Tatsache, daß sich viele seiner Gedanken auch um Film und Fernsehen drehen, daß niemand ihm einen bösen Patrick abnehmen würde und daß er seine blutige Kleidung nur mit der Ausrede Sirup zu rechtfertigen braucht, wirft Zweifel auf.

Trotzdem ist auch dies nur eine Nebensächlichkeit, denn American Psycho ist ein Gesamtkunstwerk, ein Portrait einer kalten Welt und der darin lebenden Zombies, die es verlernt haben Mensch zu sein. Das Buch ist sicherlich nicht einfach zu verdauen und empfindliche Menschen sollten sich meiner warnenden Worte bewusst sein, denn manchem mag es stellenweise den Magen umdrehen. Wer sich mit den Worten, die die Macht der Feder ob der realistischen Darstellung zu beweisen wissen, auseinandersetzen kann, wird jedoch einen der wenigen aktuellen Meilensteine der Literatur kennenlernen, über den man sicher noch öfter sprechen wird.

Patte
29.09.2006 - 20:45 Uhr
"bis hin zur kleinlich beschriebenen Ausweidung überwältigt, immer unterbrochen von ausführlichen Nichtigkeiten, Beziehungsproblemen oder Referaten über korrekte Kleidung, sogar Kritiken von Schallplatten und Elektrogeräten!"

Es wird mit Sicherheit Leute geben, die nach diesem Werk Phil Collins', Whitney Houstons und Huey Lewis besprochene 80er-Alben für bewusstseinsverändernde Meisterwerke halten. Wen dem so ist, könnte die Satire nicht gelungener sein und der Herr Ellis sich auf die Schulter klopfen.
Piebald
29.09.2006 - 23:27 Uhr
ich finde die splatterszenen so überzeichnet und grotesk, dass ich keinerlei problem hatte das buch zu lesen.

es ist halt eben eine satire (eine sehr gelungene und unterhaltsame noch dazu) und kein realistischer bericht.
TobyBo
01.10.2006 - 04:09 Uhr
Das Buch hab ich nie gelesen. Den Film fand ich bis auf das Ende richtig gut.
The Donny
08.02.2017 - 12:23 Uhr
While the work may not be a reference to Donald Trump, he’s the huge elephant in every room right now, and given that he’s mentioned several times in American Psycho (often referred to by Patrick Bateman as “Donny”) he certainly feels worthy of discussion. “He destroyed the G.O.P establishment – great,” Easton Ellis says of Trump. “He destroyed the Republican party. He destroyed the Washington establishment. He made the media seem completely irrelevant. I don’t understand why the left does not give him points for that. Well, the media can’t. What kind of a dystopian universe is that? It’s a really crazy way to get your information – it’s worse than 1984, 1984 is quaint compared to what’s going on in the media right now.”

http://www.dazeddigital.com/artsandculture/article/34591/1/bret-easton-ellis-alex-isra*el-los-angeles-hollywood-art

Annie

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Registriert seit 02.12.2019

05.06.2021 - 11:01 Uhr
Bales magnum opus, unbedingt ansehen heute...

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