Filmreihe: Star Wars (inkl. Spoiler)

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hubschrauberpilot

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18.12.2017 - 19:41 Uhr
Achsooooo, ok. Ich denke eher das dient zur besseren Orientierung für den Zuschauer, dass die großen Schiffe in Formation fliegen und die kleinen drumherum wuseln, es ein klares oben und unten gibt. Du könntest sonst der Action nicht gut folgen.

XTRMNTR

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20.12.2017 - 23:46 Uhr
Puh. Insgesamt schon enttäuschend.
Gerade die erste Hälfte des Films ist schon richtig mies.
Negative Highlights : Luke zapft Alien Milch. Leia fliegt zurück ins Raumschiff. Und generell viel zu viel dumme Witze ("Ich möchte Hux sprechen. Den Typ mit "H".) Man hat schon das Gefühl, man möchte auf den Marvel Zug aufspringen.
Beim katastrophalen Casino Teil war ich eigentlich schon ausgestiegen.

Die zweite Hälfte dann zum Glück aber mit ner deutlichen Steigerung.
Das Ende war ja quasi die Schlacht um Hoth in neu.
Rey bleibt für mich die beste neue Figur, Daisy Ridley hat einfach das gewisse etwas.
Schade finde ich, dass die alte Garde wirklich enorm verschenkt wird.

Rogue One bleibt bis jetzt klar der beste der neuen Filme.

MopedTobias

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22.12.2017 - 17:28 Uhr
Ich fand ihn bis auf ein paar Kleinigkeiten schon ziemlich super. "The Last Jedi" hat eigentlich alles, was man von einem Star-Wars-Film erwartet - Lichtschwert-Action, Weltraumschlachten, ein paar fluffige Aliens und genug Humor, um den eigentlich super ernsten und schweren Stoff vom Kampf Gut gegen Böse immer wieder aufzulockern - und hat es doch geschafft, mich zu überraschen. Gerade in der letzten Stunde brennt der Film ja ein richtiges Twist-Feuerwerk ab, sicher geglaubte Narrative und Charaktentwicklungen werden aufgebrochen und nehmen unerwartete Wendungen. Das ist natürlich weit von der Radikalität eines "Blade Runner 2049" weg - im Kern ist "The Last Jedi" immer noch ein Blockbuster - aber für so einen riesigen Franchise-Film ist das durchaus mutiges Writing, das selten den einfachen Weg geht. Während mich Episode 7 nur (aber sehr gut) unterhalten hat, hat Episode 8 echte Thrills und überzeugt auch auf der erzählerischen Ebene sehr. Und trotzdem versucht Johnson sich hier nicht krampfhaft von seinem Erbe abzusetzen, weiß um das enorme emotionale Gewicht, das man als Star-Wars-Fan mit manchen Figuren hat (siehe die Szenen mit den Würfeln) und schafft so einen eindrucksvollen Spagat zwischen Fanservice und frischem, selbstbewussten Storytelling.

Auch visuell ist der Film besser als sowohl Episode 7 als auch Rogue One, nicht nur, weil Johnson einige fantastische Shots und Kamerafahrten zu bieten hat, sondern vor allem auch wegen seiner wundervollen Bildsprache. Achtet bei einem eventuellen Rewatch mal auf Close-Ups von Händen und ihre Bedeutung innerhalb von Schlüsselszenen. Auch wie Johnson immer mal wieder den Sound abdreht und man nur Bild und Musik sieht und hört, fand ich sehr wirkungsvoll eingesetzt. Die umstrittene Leia-fliegt-durch-den-Weltraum-Szene ist in ihrer Symbolisierung des immer wiederkehrenden, auch nach einer vermeintlichen Niederlage unzerstörbaren Geistes der Rebellion so poetisch, wie die Franchise nie zuvor war. Und da ist natürlich noch die großartige Sequenz mit Rey in der Höhle, die etwas total Retro-Arthouse-Trippiges hatte - sowas hab ich in einem Star-Wars-Film nun wirklich nicht erwartet.

Es funktioniert dennoch nicht alles. Ich stimme mit dem Kanon hier im Thread darin überein, dass der Film in der Mitte etwas durchhängt und eigentlich alles auf dem Casinoplaneten ziemlich unnötiges und unbeeindruckendes Füllermaterial ist. Auch Benicio del Toros Charakter fand ich nicht sehr gelungen, zwischen mysteriöser Lakonie und unbeholfenem Stotter-Charme trifft er keinen Ton so wirklich und weiß offenbar selbst nicht, was er überhaup darstellen soll. Auf der Charakterebene hat sonst auch nicht alles gepasst, Luke fand ich stark und von Hamill mit einer eindrucksvollen Intensität gespielt, auch Ridley und Driver waren zusammen extrem überzeugend. Finn hatte zwar nicht viel Relevanz innerhalb des Plots, aber immerhin hatte Boyega sichtlich Spaß, Rose war sympathisch und mich hat es gefreut, dass Oscar Isaacs Poe Dameron hier mehr zu tun bekommen hat als ihm Vorgänger. Phasma war allerdings ein Witz, zu Snoke wäre mehr Hintergrund auch mehr als wünschenswert gewesen und davon, dass man den toll von Domnhall Gleeson verkörperten General Hux zu einem Comedy-Charakter degradiert hat, halte ich auch nicht sonderlich viel. An den letzten beiden Punkten wird aber eventuell Abrams in Episode noch ein bisschen dran schrauben können. Alles in allem trotz ein paar Schönheitsfehlern der beste Star Wars seit der Original-Trilogie für mich. 7,5/10.
Orc
22.12.2017 - 18:24 Uhr
Der Film war schlimm und deutlich schwächer als Episode VII. Auf der Insel mit Luke und Rey gab es keine wirklichen Erkenntnisse, ausser dass Luke sterben will und Milch aus ekligen Monstern trinkt. Die Szenen mit Reys Fingerschnipsen und diesem Abgrund/Loch hatten doch kaum Aussagekraft. Was für Erkenntnisse hat sie daraus gewonnen? Warum sie auf einmal der Meinung ist Kylo bekehren zu wollen, ist auch nur sehr mäßig motiviert.

Insgesamt waren Kylo und Rey in VII sehr vielversprechende Charaktere, die jetzt hier überhaupt nicht weiterentwickelt werden.

Viele Fragen bleiben offen - was war mit den Knights of Ren??? Wer zum Teufel ist Snoke?? Warum stirbt er so leicht/billig ab, obwohl er ja anscheinend schon seit Ewigkeiten im Hintergrund da ist und alles eingefädelt hat???? Warum hat Rey einen solchen Zugang zur Macht, ohne ausgebildet worden zu sein oder Verwandte zu haben (in Episode VII konnte man aufgrund ihrer Visionen ja noch annehmen, dass sie entweder in ganz jungen Jahren ausgebildet wurde und den Temple von Luke kennt oder aber evtl. mächtige Eltern hat und auf dem Wüstenplanet nur "geparkt" wurde)? Wo kommt auf ein mal Lukes Motivation her doch zu helfen??? Nur damit es eine überraschende Wendung gibt? Warum stirbt er am Ende einfach ab?? Warum wollte er Ben/Kylo töten - nur weil er die dunkle Macht in ihm stark gespürt hat, ohne weitere Vorkommnisse??? Das passt doch gar nicht zur Figur Luke Skywalker...

Die Finn und Rose Storyline ist komplett für den Arsch - uninteressant, langweilig, ohne Erkenntnisse oder Bedeutung für die gesamte Story. Phasma stirbt auch ganz leicht ab, warum?

Die komplette Flucht-Storyline ist bis zum Salzplaneten relativ unspannend. Die Storyline um die Meuterei Poe vs. Laura Dern war auch sehr zusammengeklebt und blass. Insgesamt Poe - mit Oscar Isaac verheizt man einen grandiosen Schauspieler als frecher Witzepilot.

Der Kampf Rey vs. Kylo war auch sehr bizarr und viel schwächer als der intensive Kampf in VII. Wie kommt Rey danach auf einmal in den Falken rein?

Alles in Allem sehr holprig erzählter und oft sehr plumper Film mit sehr flachen Figuren, die sprunghaft handeln und deren Motivationen nicht im Geringsten ausgearbeitet wurden.

Episode VII 7,5-8/10
Episode VIII 4/10

MopedTobias

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22.12.2017 - 19:01 Uhr
Die Szenen mit Rey auf der Insel waren dazu da, um ihr (unbewusstes) Liebäugeln mit der dunklen Seite darzustellen und ihre auf Gegenseitigkeit beruhende Anziehung zu Ben. Beide sind verlorene, elternlose oder von den Eltern entfremdete Seelen und mit ungebändigter Macht ausgestattet, die sie noch zu kontrollieren versuchen. Aus dieser Sympathie heraus und weil sie die Unsicherheit und Unentschlossenheit des anderen spüren können, denken sie, dass sie ihn auf ihre Seite ziehen können, und deshalb kommt es so, wie es kommt. Ich fand das sehr gut dargestellt, das kann man anders sehen, aber "keine Weiterentwicklung" wird den Figuren nicht gerecht.
Orc
22.12.2017 - 19:18 Uhr
ja, aber Snoke hat gesagt er hätte den Gedankenaustausch zwischen den beiden erst ermöglicht, dazu hätte Rey nicht extra auf der Insel sein müssen... und dass die dunkle Seite sie anzieht wird trotzdem nicht wirklich schlüssig dargestellt (sie wird in ein Loch reingesogen, toll)... vergleiche dazu Luke bei Joda auf Dagobah, wo er Darth Vader sieht und sich selbst in seiner Maske... das hat eine ganz andere Symbolkraft und überhaupt ein emotionales Gewicht für die Figur.

Dass sich Rey und Kylo gegenseitig anziehen, ist ja auch OK. Aber dass Kylo von ihr fasziniert war, wird schon in VII gezeigt. Warum sie aber auf der Insel urplötzlich von ihm fasziniert ist, wird nicht dargestellt... und warum ist Rey so mächtig??? Das bleibt vollkommen schleierhaft.
Orc
22.12.2017 - 19:28 Uhr
Und eine weitere sehr wichtige Frage: warum ist denn Kylo überhaupt von seinen Eltern entfremdet??? Warum ist er zur dunklen Seite?? Weil Snoke ihn "manipuliert" hat? Wie denn??? Das ist alles total hanebüchen und nicht zuende gedacht worden. Die Erklärung ist am Ende einfach total mager.
Bei Rey wurde in VII einiges angedeutet durch ihre Visionen und Erinnerungen. Davon ist nun alles verschwunden, sie kommt einfach aus dem nichts und ist wahrscheinlich einfach so aus Zufall eine der mächtigsten Personen des Universums... ohne jegliche Ausbildung oder Verwandte kann sie mit der Macht Sachen anstellen, die einem Kylo Ren ebenbürtig sind und die sogar für einen Luke Skywalker in ihrem Alter vor seinem Treffen mit Joda absolut undenkbar waren...

MopedTobias

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22.12.2017 - 19:38 Uhr
Naja, sie war ja auf der Insel wegen Luke. Das Loch fand ich wegen der trippy Sequenz darin super, aber stimme dir zu, dass das in der Original-Trilogie besser war.

Die Faszination von Rey für Ben ergibt sich daraus, dass sie erkennt, wie ähnlich sie sich beide sind, und daraus, dass sie eben noch jung und naiv ist und deswegen erhofft, bei ihm Verständnis zu finden, bzw. andersrum Verständnis für ihn aufzubringen und damit glaubt, ihn auf ihre Seite holen zu können. Wie gesagt fand ich das überzeugend genug dargestellt, wir sind halt immer noch in nem Star-Wars-Film, also einem Sci-Fi-Fantasy-Blockbuster, komplexes Charakterdrama kriegst du innerhalb dieser Beschränkungen nur schwer hin.

Und bzgl. des Ursprungs von Reys Macht: Es ist doch noch gar nicht endgültig geklärt, wer ihre Eltern sind, vielleicht steckt da doch noch mehr hinter. Mal abwarten, was Episode 9 bringt.

nörtz

User und Moderator

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23.12.2017 - 01:19 Uhr
Die Finn und Rose Storyline ist komplett für den Arsch - uninteressant, langweilig, ohne Erkenntnisse oder Bedeutung für die gesamte Story. Phasma stirbt auch ganz leicht ab, warum?

Der Regisseur hatte keine Zeit, um aus dem Chaarkter mehr zu machen, drum wurde er abserviert. Hat Rian Johnson gesagt.
bolek
23.12.2017 - 12:54 Uhr
Die Kritiker überwiegen, aber für mich ist Episode 8 besser als Episode 7.

Der beste Teil nach der Original-Trilogie bleibt weiterhin "Die Rache der Sith".

MartinS

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23.12.2017 - 13:15 Uhr
Nervt es eigentlich niemanden, dass sowohl in Episode 7 als auch 8 ständig irgendwelche Leute die Fingerspitzen verkrampft in die Luft halten mit ihrer ach so tollen Macht? In den "alten" Filmen war das mMn viel besser, weil vorsichtiger eingesetzt.
Und Kylo Ren als Bubibösewicht, der ständig (v.a. in E7) bei der kleinsten Schwierigkeit irgendwas mit dem Lichtschwert "attackiert"?
Davon ab sind fühlte ich mich von Episode 7 und 8 eigentlich gut unterhalten, wobei Rouge One tatsächlich der mit Abstand beste der neuen Filme ist.

MopedTobias

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23.12.2017 - 15:41 Uhr
Halte Kylo Ren immer noch für den besten, weil komplexesten und interessantesten Bösewicht des Star-Wars-Universums. Diesen "trotziges Kind"-Charakter finde ich in der Rolle einfach total faszinierend.

Rogue One mochte ich auch ganz gern, halte ihn aber für den schwächsten der neuen Filme. Dieser bewusst ernste Ansatz fühlt sich in der Welt von Star Wars zwar frisch an, führt aber auch dazu, dass der Film gerade im Mittelteil ganz schön freudlos ist und die Story das auch nicht kompensieren kann. Blockbuster dieser Art brauchen i.d.R. Regel Humor, um nicht zu dröge zu werden, weil sie aufgrund ihrer formalen Beschränkungen normalerweise nicht die inhaltliche oder charakterliche Tiefe aufbieten können, um abseits von Dynamik und Spaß auf der vollen Länge zu überzeugen. Die Schlacht auf dem Strandplaneten, bzw. eigentlich generell die ganze letzte Stunde fand ich aber fantastisch.

MartinS

Plattentests.de-Mitarbeiter

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23.12.2017 - 16:02 Uhr
Hm, irgendwie hast du auch recht, aus Kylo Ren kann man in jedem Fall noch eine Menge machen, weil wirklich nicht klar ist, wie es da weiter gehen soll. Ich finde ihn bislang trotzdem eher schwach ;-)
Wie gesagt, ich finde keinen der Filme schlecht, im Gegentail, aber Manches finde ich dennoch einfach geradezu nervig inszeniert (siehe angestrengtes Händehochhalten usw.)

nörtz

User und Moderator

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23.12.2017 - 16:06 Uhr
Nochmal darüber nachgedacht, was mich am Film stört:

Humor gehört zu den Filmen dazu, nur haben sie es hier einfach übertrieben - weniger ist manchmal mehr. Ich fühlte mich teilweise an die nervigen Prequels erinnert. Die Nebenhandlung auf dem Kasinoplaneten samt lahmer Kapitalismuskritik ist vollkommen überflüssig. Die Wandlung von Rose in der kurzen Zeit finde ich unrealistisch und am Ende dann noch ein Liebesgeständnis aus heiterem Himmel. Dieser Charakter wirkt auf mich so, als wäre er nur im Film, um asiatischen Kinobesuchern eine Identifikationsfigur zu geben.

keenan

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23.12.2017 - 16:43 Uhr
Justin theroux hat ja noch niemand erwähnt. War wohl auch eher nicht erwähnenswert?

hubschrauberpilot

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23.12.2017 - 16:56 Uhr
Ich finde Kylo Ren mittlerweile auch recht gut. Während bei Anakin Skywalker der Übergang zur dunklen Seite recht stetig und am Ende irgendwie unglaubwürdig rüberkam, hat Kylo noch so leichte Pendelbewegungen in seiner Entwicklung: mal ist er gut und mal ist er böse, aber innerlich immer hin- und hergerissen und einfach wütend.

Rogue One..... ne, war jetzt echt nicht so der Hit. Letztens das 2. mal geschaut, die Figuren sind vollkommen belanglos, Felicity Jones kann ich sowieso nicht ab. Da ist wirklich im gesamten Film keine einzige Szene die einen irgendwie emotional mitnimmt. Ein 3. mal erspar ich mir.
Der Weltraum, unendliche Weiten
23.12.2017 - 21:44 Uhr
Justin theroux hat ja noch niemand erwähnt. War wohl auch eher nicht erwähnenswert?

Der wird noch nicht mal beim Wikipedia-Eintrag zu SW 8 beim Cast erwähnt. Kann mich noch nicht mal an ihn erinnern. Muss im Film aufgetaucht sein, während ich im Kino auf der Toilette war.

MopedTobias

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23.12.2017 - 23:31 Uhr
Theroux war der Master-Codebreaker, also für ca. 5 Sekunden im Bild. Gibts nicht viel zu sagen^^
ChopperAlfred
23.12.2017 - 23:37 Uhr
Laura Dern in allen Ehren, die Figur mit der Borderline-Frisur total verschenkt. Der Film gehört in die Tonne, 150 Minuten Star Wars und Eigenständigkeit gegen null tendierend. Rian Johnson hat nix verstanden, wenn man sich vor den Origins der Charaktere so gegen die Erwartungshaltung drückt und sie am Ende ins Nichts verlaufen lässt kann man nur facepalmen. Es gab eine klassische Szene, die die Magie aufleben ließ, aber das war insgesamt einfach zu wenig. Star Wars für Hipsterspasten wie MopedToboas, die einfach alles feiern. Sogar die Porgs. Ich wünsche euch Krebs.

MopedTobias

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23.12.2017 - 23:44 Uhr
Auch dir Frohe Weihnachten, ChopperAlfred!

Amused

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24.12.2017 - 00:20 Uhr
Die Wandlung von Rose in der kurzen Zeit finde ich unrealistisch und am Ende dann noch ein Liebesgeständnis aus heiterem Himmel. Dieser Charakter wirkt auf mich so, als wäre er nur im Film, um asiatischen Kinobesuchern eine Identifikationsfigur zu geben.

Das Liebesgeständnis fand ich auch extrem unnötig und steht irgendwie stellvertretend für die Unausgegorenheit des Films. Ich denke, da macht sich bemerkbar, dass bei dem Film viel zu viele Leute noch ein Wörtchen mitzureden hatten.

Trotzdem kann ich das Rose-Bashing nicht verstehen. Ich fand ihren Charakter nicht nur sympathisch, sondern auch wichtig in Bezug auf die moralischen Fragen, die der Film so behandelt. Ihre Schwester stirbt zu Beginn einen letztendlich unnötigen Märtyrertod- Am Ende verhindert sie, das Finn das selbe tut. Außerdem gibt ihr Hintergrund, mit der zugegebenermaßen ziemlich halbherzig eingeflochtenen Kapitalismuskritik der Rebellion zum ersten mal so etwas wie eine Gesicht jenseits von "Das sind halt die Guten".
Sowas fehlte eigentlich in allen bisherigen Episoden und ich kann mir schon vorstellen, dass Johnson diesen Aspekt gerne noch stärker ausgebaut hätte, an der Stelle aber letztendlich an Disney gescheitert ist.

Insgesamt fand ich den Film übrigens trotz aller offensichtlichen Schwächen immer noch sehr unterhaltsam. Rey, Luke, und Kylo waren super, Finn und Rose mit einigen Abstrichen auch. Poe fand ich leider ziemlich einfältig und nervig. Benicio del Toro und Laura Dern wurden mehr oder weniger komplett verschenkt und General Hux war wirklich eine der ärgerlichsten Witzfiguren seit Jar Jar Binks. Nach der albernen Anfangsszene wollte ich den Film erstmal für mindestens eine halbe Stunde lang hassen.

nörtz

User und Moderator

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24.12.2017 - 00:47 Uhr
Außerdem gibt ihr Hintergrund, mit der zugegebenermaßen ziemlich halbherzig eingeflochtenen Kapitalismuskritik der Rebellion zum ersten mal so etwas wie eine Gesicht jenseits von "Das sind halt die Guten".

Lucas wollte ja nur ein Märchen im Weltraum erzählen. Ob ich diesem "komplexeren" Star Wars in Zukunft ähnlich viel abgewinnen werden, wie den alten Filmen, weiß ich noch nicht. Ging mir ähnlich mit den Batmans von Nolan.

Poe fand ich leider ziemlich einfältig und nervig.

Der ging mir schon in EP VII auf die Nerven.

Amused

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24.12.2017 - 01:10 Uhr
Lucas wollte ja nur ein Märchen im Weltraum erzählen.

Naja, Lucas kommt ja aus der Hippie-Generation und spätestens mit den Prequels war das auch kein simples Märchen mehr. Mit dem nicht nur ästhetisch am Nazi-Faschismus orientierten Imperium hatten die Filme aber immer schon einen gewollten oder ungewollten politischen Unterton. Zumindest den Versuch, das ganze mal ein bisschen inhaltlich zu unterfüttern, finde ich da relativ konsequent.
Filmegucker
29.12.2017 - 14:20 Uhr
Der Film ist gute Unterhaltung. Würde mich mit der endgültigen Beurteilung noch zurückhalten, ich denke/hoffe im letzten Teil der Trilogie wird vieles aufgeklärt, was jetzt nervig ist.
Habe ihn jetzt das zweite Mal gesehen und muss sagen, dass das was Rose zu Finn nach ihrer Rettungsaktion sagt eventuell noch ein große Bedeutung für den letzten Teil hat; sinngemäß war es sowas wie: "man soll/muss retten, was man liebt, nur dann gewinnt man...."

Achim

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11.01.2018 - 19:23 Uhr
Fand es auch ganz spaßig. Spätestens jetzt läuft die Reihe aber Gefahr, dass einfach regelmäßig der alte Bösewicht durch den nächsten und der alte Hoffnungsträger durch den nächsten ersetzt wird, prinzipiell aber alles gleich bleibt.

Dementsprechend hätte ich mir für VIII gewünscht, dass Ben sich am Ende für die Rebellen entscheidet, um somit gemeinsam mit Rey in einem finalen Teil IX in einer Ballerorgie für immer aufzuräumen.

(A.)
IG-88
11.01.2018 - 19:57 Uhr
Ich finde die Rezi von Flimmerblog trifft den Film im Kern wie keine andere und ich gehe wirklich mit jedem Satz d'accord. Ist zwar ein wenig lang, aber äußerst lesenswert.

http://www.flimmerblog.de/2017/12/28/star-wars-die-letzten-jedi-unvorhersehbarkeit-macht-noch-keinen-guten-film/

BibaButzemann

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12.01.2018 - 10:15 Uhr
Nunja. Ich denke viele der Kritikpunket darf man erst nach dem dritten Teil anbringen, denn es kann doch durchaus sein, dass dort noch aufgeklärt wird wer Snoke ist.
Ich glaube auch noch nicht daran, dass Reys Eltern nobodies sind, das hat schließlich nur Kylo gesagt um Rey auf seine Seite zu ziehen, ich würde da noch schwer abwarten, was da noch kommt. Zudem gabs im Laufe des Filmes irgendwann noch einen kleinen Hinweis, kann mich aber nicht mehr erinnern.

Es kann sein, dass das alles nicht besser aufgelöst wird, aber sicher ist das noch lange nicht.

Ich fand den Film für einen Blockbuster recht stark, die Bilder gar grandios und bin gespannt auf Episode IX.

Achim

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12.01.2018 - 10:33 Uhr
Ich denke nicht, dass Rey Eltern hat. Als sie im Krater vor der Glaswand steht und auf ihre Eltern wartet, erscheint ein Abbild von ihr selbst auf der anderen Seite. Ich gehe davon aus, dass sie im Reagenzglas gezüchtet wurde, mit den gesammelten guten Genen/ Eigenschaften der Helden.

(A.)
Der Weltraum, unendliche Weiten
12.01.2018 - 20:38 Uhr
@IG-88

Die sehr ausführliche Rezension deckt wirklich alle, oft erheblichen Kritikpunkte ab.
Ian
13.01.2018 - 09:37 Uhr
Ohje, was war das denn?

Viele nette Einzelszenen und ein insgesamt hoher Unterhaltungswert können die eklatanten Probleme leider kaum verdecken.

Besonders traurig ist das, was die Macher mit Luke und Leia gemacht haben. Luke Skywalker wird schlichtweg demontiert. Und Leia wird vor allem durch ihre Macht-Szene der Lächerlichkeit preisgegeben.

Dazu kommt eine gehörige Portion Mutlosigkeit. Während der Trailer noch spannende Spekulationen weckt, läuft im Film dann doch alles disneyhaft sortiert.

Snoke als oberster Fiesling komplett verschenkt.

Usw. usw.

Audio-visuell bestechend und unterm Strich unterhaltsam. Aber als Star Wars - Film aufgrund der inhaltlichen (Fehl-)Entwicklungen eher ärgerlich.

5/10

seno

Postings: 3156

Registriert seit 10.06.2013

13.01.2018 - 23:12 Uhr
Habe vorher viel Kritik gehört, vor allem, was den Charakter Luke Skywalker angeht. Nachdem ich den Film nun heute endlich sehen konnte, kann ich diese Kritik nicht nachvollziehen. Auch das Geflenne, es sei ein typischer Disneyfilm geworden, erschließt sich mir nicht.
Die Charakterentwicklung, die Schauplätze und auch der eingestreute Humor gefiel mir und über kleine Logikmängel kann ich hinwegsehen.
Ansonsten hat MopedTobias oben schon alles sehr umfassend beschrieben. Dass Hux ständig auf die Fresse bekommt fand ich allerdings eher amüsant als ärgerlich.

Ich hoffe lediglich, dass noch geklärt wird, wer Snoke überhaupt war. Ihn einfach abzumurksen ist mir dann doch etwas einfach. Auch das mit Reys Eltern lässt mich etwas unbefriedigt zurück. Lukes Ende hingegen ist gut gelungen und er durfte in der entscheidenden Schlacht auch endlich mal richtig cool sein.

Leia dürfte allerdings auch mal ein paar Tränen vergießen. Erst verliert sie ihren Ex-Lebenspartner und Vater ihres Sohnes, dann ihren Zwillingsbruder und alles wird mehr oder weniger mit einem kurzen Schluchzen hingenommen. Aber gut, das sind Kleinigkeiten.

Ich bin momentan auf jeden Fall sehr begeistert. 8/10

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