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Genre: Progressive Rock / Progressive Metal / Neoprog

User Beitrag

dreckskerl

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Registriert seit 09.12.2014

03.10.2020 - 21:03 Uhr
Van der Graaf krautig?
Da müsste ich ja wirklich noch mal nachhören ^^

Das macht schon Spaß so unter Nerds Genres und Referenzen etc. zu finden.

kingbritt

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Registriert seit 31.08.2016

03.10.2020 - 21:11 Uhr

A propos Krautrock. Kraan hat gestern ein neues Album raugebracht "Sandglass", da bin ich mal gespannt wie ein Flitzebogen. Werde berichten.

dreckskerl

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03.10.2020 - 21:40 Uhr
Tu das.

dreckskerl

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Registriert seit 09.12.2014

03.10.2020 - 23:32 Uhr
Hier im Prognerdthread habe ich bisher noch nicht von Grobschnitt geschwärmt?

Mit 12 war ich infiziert von Genesis carpet Crawler aber auch von Grobschnitts Rockpommels Land und vor allem "Solar Music Live", aber im Gegensatz zu Genesis kamen Grobschnitt aus dem Sauerland und spielten für 12 Mark 1979 in Siegen in der Siegerlandhalle (nur) 35 km von meiner Heimat.
Mein erstes Konzert dank meiner Mama, die mich begleitet hat (da sind ja keine Stühle!!)
Leider haben sie zu dieser Tour ihr Herzstück Solat mUsic eingekürzt und "erneuert" zum klaren Nachteil.

Solar Music live 1978 10/10


dreckskerl

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Registriert seit 09.12.2014

03.10.2020 - 23:52 Uhr
52 Minuten Space/Symphonicprogrock live!
Trotz erster Plätze beim Voting wer soll zu den legendären Rockpalastnächten auftreten, bekamen sie 1978 ein Special, wo sie Solar Music in Gänze, wie auf dem Album spielen.

Das komplette Rockpalast Konzert von 1978 ist zur Zeit schwer zu finden aber hier 15 minuten Ausschnitte, wers mag hört sich das ganze Ding an.

https://www.youtube.com/watch?v=JGyFcHkFJ1E&list=RDJGyFcHkFJ1E&start_radio=1

kingbritt

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Registriert seit 31.08.2016

04.10.2020 - 09:22 Uhr
. . . Grobschnitt, oh ja, die habe ich schon auf dem Schirm, kenne aber so rein gar nichts von denen. Höre gerne mal in die Solar Music live rein.

Kraan ist natürlich schon lange kein klassischer Krautrock mehr, nur in den Anfängen, obwohl jetzt krautiger JazzRock mit immer noch ganz eigener Note. Mir gefällt, der Bass Hattlers und die kreative Gitarrenarbeit Peter Wolbrandt, auch ein Vorbild für Sounds.

Bei Van der Graaf Generator auch nur wenig Kraut. Was bei denen an Canterbury erinnert ist das markante Orgelspiel in Kombi mit Sax/Klarinette ähnlich wie zu den Frühzeiten von SoftMachine. Auch der Gesang Hammills ähnelt manchmal dem Robert Wyatts.
Bei VDGG denke auch an manchen Passagen an die frühen Chicago oder Blood, Sweat & Tears oder auch Colloseum.

Analog Kid

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Registriert seit 27.06.2013

06.10.2020 - 14:51 Uhr
IZZ - Don't Panic

Das bisher letzte Album, kam erst letztes Jahr. Ein lose auf "Per Anhalter durch die Galaxis" basierendes Konzept, wobei die Texte aber anscheinend eher Allerweltsthemen behandeln und einzelne Themen des Buches nur als Aufhänger dienen.

Vergleichsweise kurz - klassische 44 Minuten, ein Smasher (Opener&Titelsong), ein Epos (42 - 18 Minuten), ein Instrumental (schön schräg/vertrackt), plus eine mittellange Nummer.

Auch auf diesem Album wieder kein Ausfall für mich - IZZ bieten wieder ihren melodienseligen und trotzdem zuweilen recht vertrackten Retroprog mit "nods" in Richtung der alten Heroes, aber auch zeitgemäss und modern klingend mit diesen unwiderstehlichen Hooks und Gesangsmelodien, die sich durchaus erst nach mehrmaligem Hören erschließen.

Würde sagen, mindestens 8/10 für mich wieder.

Analog Kid

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Registriert seit 27.06.2013

08.10.2020 - 20:58 Uhr
Schnell noch die restlichen Alben, die mir seit kurzem vorliegen (Musea sei Dank):

IZZ - Crush Of Night

Das war das Album, mit dem ich seinerzeit ausgestiegen bin, nachdem es mir nach ein paar oberflächlichen Reinhörern doch zu sehr "more of the same" war, und ich wohl auch gerade auf diese Art Musik keinen Bock mehr hatte für ne Weile.

Dabei ist das auch ein absolutes Klasse-Album. Klar im Stil der beiden Vorgänger, keine Überraschungen, aber gute Songs wieder. Gerade die ersten 4 Nummern sind melodische Kleinode, die trotz aller Komplexität heftigst ins Ohr gehen. Wunderbar das eigentlich fast immer omnipräsente, perlende Pianospiel Tom Galganos, und tolle, mehrstimmige Refrains und sonstige Gesangspassagen. Bei "Words and Miracles" heftigste Gentle-Giant-Assoziationen, im 2. Teil dann melancholisch-balladeske Töne, Klasse-Nummer.

Einzig der zweigeteilte Longtrack "This Reality/Crush Of Night" ist etwas fordernder, erschliesst sich nicht gleich, aber wenn, dann mit heftiger Langzeitwirkung.

Die Band nennt selbst übrigens folgende Einflüsse: Sergei Prokofiev, King Crimson, Thelonius Monk, Marillion, Fish, Stevie Wonder, Everything But the Girl, Steely Dan, Dave Matthews, Yes, Paul McCartney, The Police, Jon Anderson - fasst den Stil dieser Band gut zusammen.

Analog Kid

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Registriert seit 27.06.2013

12.10.2020 - 18:38 Uhr
Ok, letzte Meldung zu der Band:

IZZ - Everlasting Instant

Der 2015 erschienene dritte Teil der Albumtrilogie, zusammen mit den Vorgängern "The Darkened Room" & "Crush of Night".

Ich bin seit geraumer Zeit in Laune für den Sound dieser New Yorker Band, also geht die hier grad genauso gut rein wie die anderen, aber vermutlich lässt sich für Gelegenheitshörer schon ein gewisser Gleichklang ausmachen, es ist halt schon ein charakteristischer Stil in bestimmten, abgesteckten Parametern, halt wieder so hauptsächlich Yes meets Steely Dan würd ich sagen, aber bei genauerer Betrachtung zeichnen sich aber auch hier wieder einfach tolle Melodien ab, hauptsächlich in Form der 4 Gesangsstimmen (2x männlich, 2x weiblich, ca. fiftyfifty verteilt)
Mal lyrisch zart, mal dramatisch-bombastisch, dann wieder lockerflockig jazzy mit unwiderstehlichem Pop-Appeal. Sehr bemerkenswert auch wieder diese Keith-Emerson-mässige Piano/Key-Artistik.

Ist ne tolle Band, möchte mich definitiv als Fan bezeichnen, 7 Alben und kein Ausfall bis jetzt. Mögen sie uns noch lange erhalten bleiben.

Möchte auch noch mal gesondert die letzte "Don't Panic" erwähnen, hat sich zuletzt hier als so ne Art Lieblingsalbum gemausert ("Age Of Stars" ist so ein Burner!), also finale Wertungen der für mich ja jetzt neu gehörten letzten drei Alben:

Crush of Night 8.5/10
Everlasting Instant 8/10
Don't Panic 9/10

Analog Kid

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Registriert seit 27.06.2013

26.10.2020 - 20:18 Uhr
Gerade Oldie-Tip des Monats auf den BBS:

"Todd Rundgren's Utopia - Utopia (von 1974)

Der große Todd Rundgren stellt seine Hippie-Attitüde in den Schrank und holt 1974 zu einem bis heute beeindruckenden progressiven Album aus, das vor allem durch ausufernde, komplex verschachtelte Arrangements in den Longtracks brilliert. Die Kompositionen zeichnen sich durch viel Tempo und großen Ideenreichtum aus und phasenweise wird geradezu rauschhaft und mit unfassbarer Vehemenz und Tempo musiziert. Das ist zeitloser US-Prog, oder auch: seiner Zeit um Jahrzehnte voraus!"

Kann ich so absolut unterschreiben, sensationelles Album, echter Geheimtipp heutzutage mal wieder, ne 8-9/10 ist das für mich mindestens.

Der Wanderjunge Fridolin

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Registriert seit 15.06.2013

05.12.2020 - 21:15 Uhr
Onségen Ensemble - Fear (2020)

Cineastisch-düsterer Space-Zeuhl im Soundtrackgewand. Oder so. Auf jeden Fall liefern die Finnen hier einen beachtlichen Trip ins Irgendwo ab. Bin beeindruckt. Kid, könnte dir zusagen.

VelvetCell

Postings: 3758

Registriert seit 14.06.2013

09.12.2020 - 12:55 Uhr
Onségen Ensemble gefallem mir sehr gut!
Und jetzt weiß ich auch, dass es ein Genre namens "Zeuhl" gibt. Danke für beides.

Der Wanderjunge Fridolin

Postings: 2841

Registriert seit 15.06.2013

09.12.2020 - 15:17 Uhr
Gerne, freut mich :)

Analog Kid

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Registriert seit 27.06.2013

14.12.2020 - 07:20 Uhr
Klingt gut, thanks, mal reinhören. Zeuhl geht ja meistens.

Ansonsten brandheisse News:

"Ein weiterer Plan, über den Palmer in Interviews spricht, ist ein Science-Fiction-Film, der auf der dystopischen Vision basiert, von der ELP in „Karn Evil 9“ (auf „Brain Salad Surgery“) erzählten. An dem Projekt von Ted Fields Firma Radar Pictures (die die neuen „Jumanji“-Filme und die „Riddick“-Filme produziert hat) arbeiten der Autor Daniel H. Wilson („Robopocalypse“, „The Andromeda Evolution“) und die Produzenten Maria Fields und Michael Napoliello. Die Filmhandlung wird laut Field in einer Welt spielen, die von einer diktatorischen Technokratie beherrscht wird. Über einen Cameo-Auftritt ELPs im Film wird derzeit nachgedacht."

Darauf hat die Welt gewartet. Verfilmungen von Progrock-Epen. Welche ich mir noch wünsche:

Close to the Edge - Regie James Cameron, können gleich die Assets aus Avatar verwendet werden.

2112 - ein verdächtig nach dem blutjungen Geddy Lee aussehender Jüngling rettet die Welt mit Hilfe einer in einer Höhle gefundenen elektrischen Guitarre.

Cygnus X 1 - wo wir schon bei Rush sind, bitte noch diesen epischen Zweiteiler, Regie natürlich Peter Jackson. Oder George Lucas.

The Electric Castle - mindestens eine Ayreon-Verfilmung von Uwe Boll oder Roland Emmerich.

Rosetta Stoned - Regie Christopher Nolan.

Analog Kid

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Registriert seit 27.06.2013

02.01.2021 - 02:37 Uhr
Now Playing:

Salem Hill - The Robbery Of Murder

Ami-Progrocker mit ihrem zweiten Album von 1998. Erinnert mit der allgegenwärtigen Geige, den Piano-Einsätzen und wohldosierten Sympho-Key-Breitseiten natürlich in erster Linie an selige 70er Kansas.
Es handelt sich wohl um ein Konzeptalbum um Tod und Verlust, deswegen geht's hauptsächlich eher elegisch und getragen zur Sache, aber gelegentlich härter rockende Passagen gibts auch, wie in der längsten Nummer "Revenge" z.B.
Die Schmissigkeit der 70er Knaller des grossen Vorbilds wird nicht ganz erreicht, das verhindert u.a. schon der Konzeptcharakter des Albums, der eher so geschichtenerzählend rüberkommt.
Trotzdem eine tolle Platte, die teilweise wirklich berührt und für Freunde vor allem der alten Kansas-Sachen sicher ne Empfehlung ist.

Würd schon 8/10 sagen.

Der Wanderjunge Fridolin

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Registriert seit 15.06.2013

02.01.2021 - 20:24 Uhr
Our Oceans - While Time Disappears (2020)

Leute mit u.a. Cynic-Vergangenheit. Erinnert stellenweise sogar an The Mars Volta. Ist auf jeden Fall eine hochprofessionelle und äußerst abwechslungsreiche Angelegenheit. Kriegen auf dem Niveau nicht so arg viele hin, da wird die Luft dünn. Braucht aber Zeit und meinem Empfinden nach ist das reine Album-Musik, denn erst auf langer Distanz wird offenbar, wie viele Details in diesem Werk stecken.

Watchful_Eye

User

Postings: 2414

Registriert seit 13.06.2013

02.01.2021 - 21:29 Uhr
Oh, wusste gar nicht, dass es die noch gibt. Ich kann mich erinnern, wie die mal vor Ewigkeiten ein Crowdfunding für ihr Debütalbum gemacht hatten.

Vennart

Postings: 689

Registriert seit 24.03.2014

05.01.2021 - 23:44 Uhr
Genau dieses Debut von Our Oceans ist für mich ein Meileinstein aber das neue Album ist eher ein Brocken, der mich ratlos zurücklässt. Diese Melancholie und Emotionalität sowie die großen Melodien des Debuts habe ich mir auf "While Time Disappears" noch nicht erschließen können aber vielleicht wird das ja noch.

Der Wanderjunge Fridolin

Postings: 2841

Registriert seit 15.06.2013

18.01.2021 - 20:16 Uhr
The Flower Kings - Islands (2020)

Manchmal braucht's einfach diesen warmen Sound. Über gute Kopfhörer umso kuschliger, könnte man sich geradezu reinlegen.

Analog Kid

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Registriert seit 27.06.2013

25.02.2021 - 16:17 Uhr
Transatlantic - Bridge across Forever

Kaum zu glauben dass das nun auch schon wieder 20 Jahre her ist :o

Bis am Wochenende hoffentlich Just For Kicks die Neue(n) geliefert hat, mal wieder die Klassiker ausschecken. Hab die hier seit Ewigkeiten nicht gehört.
Was war ich damals von diesem Joint Venture begeistert. Die erste schon so geil, und mit dem zweiten Streich dann die nächste Bombast-Riesen-Sahnetorte aus der Inside Out-Konditorei.

Aber auch drölfzig Morse- und Floki-Alben später schon noch trotzdem klasse die hier, von Vorteil ist, dass in jeder Nummer (naja bis auf die Titelballade) auch Stolts Einfluss gut zu hören ist und für Abwechslung sorgt, und Portnoy sich aufs Drumming konzentriert anstatt gesangstechnisch allzuviel rumzunerven.

Am besten m.E. die gutgelaunte Abbey-Road-B-Seiten-Verneigung "Suite Charlotte Pike", die AOR mit Beatles aufs Schönste vermählt, die beiden einrahmenden Longtracks dagegen business as usual, aber damals noch unverbraucht aber natürlich im Grunde trotzdem die Blaupause für sämtliche Morse-Soloalben. Hier allerdings noch ohne Jesus & Lord.

8.5/10

(mit kleinem Nostalgiebonus)

Analog Kid

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Registriert seit 27.06.2013

24.03.2021 - 19:32 Uhr
Heart Of Cygnus - Voyage Of Jonas (2012)

8.5/10

Das schon viel zu lange letzte Lebenszeichen dieses Bandprojekts um Sänger/Multiinstrumentalist Jeff Lane ist ein absolut hinreißendes Album, wie die superben Vorgänger genau wieder im magischen Dreieck 70er Rush - Iron Maiden - Queen. Ohne viel Gefrickel auf den Punkt gerockt, gnadenlos anachronistisch inkl. alberner Fantasy-Konzeptgeschichte. Die Songs sind teilweise einfach unglaubliche Hits ("Sailing North" - Hell Yeah!!!111). Gegen Ende dann vielleicht eine Spur zu lang, aber trotzdem bis heute unbegreiflich, dass die das nie geschafft haben, von der Retrorockwelle zu profitieren, bei der die sich hier locker im vorderen Drittel platzieren.

Auf https://heartofcygnus.bandcamp.com/music kann man wohl immer noch alle Alben kostenlos runterladen wie's scheint.

Analog Kid

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Registriert seit 27.06.2013

31.03.2021 - 20:41 Uhr
Endlich mal die ersten Alben der Italo-Progger "Barock Project" gehört. Kannte von denen bisher nur die sehr formidablen Scheiben "Skyline" & "Detachment"

Das Debüt "Misteriosivoci" von 2007 ist noch nicht so professionell produziert wie die späteren Sachen, und songschreibmässig holperts ab und zu etwas, aber trotzdem eine sehr symphathische Platte, bei der die Band sich noch stark im Italoprog a la "PFM" verwurzelt zeigt. Es wird ausschließlich auf italienisch gesungen, was ziemlich cool kommt, und zur Musik eigentlich viel besser passt. Diese bietet vor allem in der zweiten Albumhälfte hübsche, romantische Nummern mit geschmackvollen Piano/Synthie/Hammondspiel, das gleichermassen von K.Emerson sowie J.S. Bach inspiriert scheint.

Das zweite Album "Rebus" bietet dann energetischere, kürzere Rocknummern im Verbund mit längeren, progressiveren Stücken, die zum Teil deutlich gereifter klingen, herausragend das bombastische "Don Giovanni", k.A. wieviel Mozart da drin steckt, ich hör vor allem viel Queen. Ist natürlich Schmalz und Kitsch hoch zehn, aber Italiener dürfen das. Texte zum Teil englisch/italienisch. Nervig leider der verhunzte Sound in einigen Nummern, schlimm komprimiert.

Auf der dritten Platte "Coffee In Neukölln" gibt's durchgehend englische Texte (drehen sich komischerweise zum grossen Teil um Berlin, bisschen cringig ab und zu :) ), eine sehr gute Produktion, und abermals gelingt eine weitere Steigerung, ein sehr schönes Album. Keyboarder und Hauptsongwriter Luca Zabini fährt hier emulierte Orchestersounds auf, die Klassikzitate werden einem hier im Verbund mit sonstigen Solos um die Ohren gehauen, mal neoproggig, mal bluesig/jazzig, janz jrosset Kino. Auf einer Stufe mit dem tollen "Skyline", Pflicht für alle, die auf sehr melodienseligen, klassiklastigen Italo(neo)prog stehen, der einfach Laune macht.

Analog Kid

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Registriert seit 27.06.2013

14.04.2021 - 13:28 Uhr
Nachtrag:

Die sehr professionell remasterten Ausgaben der Alben dieser Band (auf spotify verfügbar oder als sündhaft teures Boxset), lassen besonders die ersten beiden Alben in erheblich besserem Glanz erstrahlen, klasse!

Dadurch auch zum ersten Mal das bisher letzte Album der Band gehört, "Seven Seas".
Ist gar nicht so schlimm wie ich dachte. Ungefähr auf dem Level des Vorgängers "Detachment", es fehlt allerdings so'n Smashhit wie das tolle "Happy To See You". Ansonsten regiert die gleiche Mischung aus recht straighten Melodic Rock-Nummern, längeren progressiveren Stücken, und folkig-akustischen Songs mit hübschen Piano-Streicher-Arrangements a la Jethro Tull ca. Ende 70er.

Klassisch angehaucht geht's nach wie vor zu, allerdings mehr was Harmonien angeht, allzu ausufernde Piano-& Keyläufe im Brandenburg Concerto- bzw. Keith-Emerson-Style gibt's wie schon auf dem Vorgänger eher nicht mehr.

Angeproggter, abwechslungsreicher AOR mit viel Akustikgezupfe und gelegentlichem Klassiktouch, sowie dem typischen Italoschmalz. Gefällt nach wie vor.

Analog Kid

Postings: 2121

Registriert seit 27.06.2013

27.04.2021 - 21:51 Uhr
Die Griechen von "Ciccada" haben nach 6 langen Jahren wieder ein neues Album am Start.
Freude, Freude, Doppelfreude!!
Scheint wohl nahtlos an die beiden grossartigen Vorgänger anzuknüpfen, Cover schonmal super, Bestellung ist raus.

Nochmal Empfehlung an alle Freunde von Musik, Ciccada machen einen schön 70er-lastigen, kammermusikalischen Retroprog mit jazzigen, folkigen und klassisch inspirierten Passagen (Tull & Gentle Giant lassen so ein bisschen grüssen), weiblichem Gesang, sowie allerlei Geige, Klarinette, Flöte, sehr wundervolle und symphathische Band.

Mr Oh so

Postings: 1819

Registriert seit 13.06.2013

05.05.2021 - 10:56 Uhr
Analog Kid

Nochmal Empfehlung an alle Freunde von Musik



Wirst Du in diesem Forum nicht so viele finden. ;-)

kingbritt

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Registriert seit 31.08.2016

05.05.2021 - 11:19 Uhr

Ich mag die Griechen. Hier gleich mal meine Compo aus Thessaloniki. Ist nicht so wirklich Prog, sondern eher Psychedelic-Space-Rock, aber da will ich mal nicht so kleinlich sein.
Kenne da auch nicht so viele.

Naxatras – Naxatras (2015) 8,5/10

Ciccada, wohl auch was mich. Hör ich mal rein.

Analog Kid

Postings: 2121

Registriert seit 27.06.2013

23.06.2021 - 12:09 Uhr
Grad durch den neuen Just For Kicks Katalog auf eine Band namens "Evership" gestossen.
Die Nennung der Namen Kansas, Styx & Queen als Orientierung triggert mich natürlich.
Hör grad auf Youtube mal die drei Alben der Band quer.

Bin begeistert! In diesem Forum werden 99 Prozent aller Leute natürlich im Strahl kotzen, aber bei mir werden mal wieder genau die richtigen Knöpfe gedrückt. Ich möchte auf einen Berg klettern und mein Haupthaar im Wind wehen lassen.

Die oben genannten 3 Gruppen stecken da definitiv drin, plus eine ordentliche Dosis 70ies/80ies AOR, Quietschekeyboards und flauschiger Pathos ohne Ende. Aber auch echt gute Songs, ein passabler Sänger, und überhaupt ne schöne Vintage-Patina über allem. Und gar nicht mal so besonders verfrickelt, trotz "epischer" Songlängen. Wird wohl auf ne Bestellung hinauslaufen müssen...

nörtz

User und News-Scout

Postings: 8652

Registriert seit 13.06.2013

15.07.2021 - 17:01 Uhr
Ne ne, das war nichts, Steve:



Grauenhafter Song und das Video ist purer Cringe. Hackett goes König der Löwen.

Einfach mal genießen! Schlechter wird es 2021 wohl nicht mehr. :D

MrStrangiato

Postings: 157

Registriert seit 03.04.2020

15.07.2021 - 17:32 Uhr
Das ist wirklich grauenhaft aber Hackett hat auf seinen letzten Alben immer solche Kitsch-ESC-Gurken eingestreut aber die Alben waren bis auf die billige Produktion immer wenigstens gut und sehr vielseitig. Deshalb mach ich mir da mal keine grossen Sorgen.

Oh Mann, ist das cheesy und das Video erst ;)

Mr Oh so

Postings: 1819

Registriert seit 13.06.2013

15.07.2021 - 17:44 Uhr
Produziert von Gerhard Müller. ;-)


Den Song an sich finde ich gar nicht soooooo übel. Schöne Gitarren. Naja, das Video ...

dreckskerl

Postings: 5990

Registriert seit 09.12.2014

15.07.2021 - 18:05 Uhr
Das ist wirklich ziemlich daneben, nicht nur das Video :-)

Dabei hatte ich hier noch Anfang des Jahres sein rein akustisches Album "Under a Mediterranean Sky" ziemlich gelobt, aber das hier, das mag ich kein zweites Mal hören.

Der Mittelmeerhimmel:

https://www.youtube.com/watch?v=7LHxna8OoRw&list=PLGsCxLjlQMwaRt99xHBOASZGxtft0Flug

kingbritt

Postings: 4085

Registriert seit 31.08.2016

15.07.2021 - 18:31 Uhr

. . . geiler Scheiß. Macht der jetzt auf Mike Oldfield? Und so flinke Finger. Video klarer Favorit für den Media-Innovationspreis 2021.

Der Wanderjunge Fridolin

Postings: 2841

Registriert seit 15.06.2013

15.07.2021 - 20:19 Uhr
Das hier bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Prog und elektronischem Kraut (Tangerine Dream), aber ich finde es nicht so übel:
https://youtu.be/UDHUNArvERs

Ansonsten fand ich das Progjahr bisher nicht so berauschend. Am ehesten gefielen:

Jordsjø - Pastoralia 8/10 (sehr norwegisch)
Tusmørke - Nordisk Krim 7/10
Bend the Future - Without Notice 7/10
Esthesis - The Awakening 6,5/10

Dann kommt noch eine neue Jack O'the Clock und das Solowerk von Laura Meade (IZZ) liegt auch bereit. Im Vergleich zum letzten Jahr ist das eine durchaus magere Zwischenbilanz.

Analog Kid

Postings: 2121

Registriert seit 27.06.2013

25.07.2021 - 01:59 Uhr
"Harvest" von Ciccada war rares Highlight für mich dieses Jahr bisher.

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