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Discographie-Thread mit Bewertung

User Beitrag

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

21.02.2021 - 21:17 Uhr
Tindersticks
Treuer Fan seit den Neunzigern. Außerdem ebenso großer Verehrer des Gesamtwerks von Claire Denis ("the world's greatest working filmmaker" sage nicht nur ich, sondern schreiben schon lange viele, die sich auskennen).
Hier meine persönliche Gesamtwertung des Tindersticks-Werks:

1993 [First Untitled Album] 10/10
1995 [Second Untitled Album] 10/10
1996 Nénette et Boni (Soundtrack-Album) 7/10
1997 Curtains 10/10
1998 Donkeys 92-97 8/10
1999 Simple Pleasure 9/10
2001 Trouble Every Day 7/10
2001 Can Our Love… 8/10
2003 Waiting for the Moon 8/10

2002 Vendredi Soir (Filmmusik, Dickon Hinchliffe solo) 6/10
2004 L'Intrus (Filmmusik, Stuart Staples solo) 7/10
2005 Lucky Dog Recordings 03-04 (Staples solo) 7/10
2006 Leaving Songs (Staples solo) 7/10
2018 Arrhythmia (Staples solo), Seite 1: 8/10, Seite 2: 4/10 – Gesamt: 6/10

2008 35 Rhums (Filmmusik) 8/10
2008 The Hungry Saw 8/10
2009 White Material (Filmmusik) 7/10
2010 Falling Down a Mountain 8/10
2011 Claire Denis Film Scores 1996-2009 8/10
2012 The Something Rain 8/10
2013 Les Salauds 8/10 (aber „Put Your Love In Me“ ist 10/10)
2013 Across Six Leap Years 7-8/10
___ (9/10 für die Songs, 7 dafür, dass die neuen Versionen z.T. sehr eng an den älteren Versionen sind)
2016 The Waiting Room 7/10
2019 No Treasure But Hope 7/10
2021 Distractions 8/10 (erster Eindruck nach einem Wochenende)

Für die "alten" Alben ist es mir unmöglich, je einen "favourite song" auszuwählen. Daher habe ich das komplett gelassen.
Das beste Album ist das zweite, das dritte und das erste sind aber fast ebenso herausragend; ich habe nur von der Komma-Benotung abgesehen. Das beste Album der zweiten Bandphase mit 50% neuer Besetzung ist wohl "The Something Rain". Leider konnte ich mich bei keinem der späteren Album zu einer 9 hinreißen lassen; dazu, finde ich, haben sie einfach immer wieder doch diese recht "typischen" melancholischen Tindersticks-Songs, die sich z.T. nicht signifikant von Album zu Album unterscheiden. In der ersten Phase ist/war das ein wenig "besser".
Großartige Songs gibt es aber auf jedem Album, inkl. "Les Salauds", wo sich mit „Put Your Love In Me“ eines der unbekannten Geniestreiche verbirgt, das sonst nirgends zu finden ist.

kingbritt

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21.02.2021 - 21:26 Uhr

. . . huch, beeindruckende Disko, habe nur das 2012 "The Something Rain", fand/find ich recht gut. Der Vibrato-Gesang Stuart A. erinnert mich an die Neville Brothers.

ijb

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21.02.2021 - 21:43 Uhr
Es gibt noch zwei experimentelle Installations- bzw. Filmmusik-Alben, die ich nicht besitze, Ypres (2014, rein orchestral, glaube ich), Minute Bodies – The Intimate World of Percy F. Smith (2017, war mir zu teuer) sowie Stuart Staples' jüngste Filmmusik-Platte "Music for Claire Denis’ High Life" (2018), dessen Erwerb ich bislang vor mir hergeschoben hatte, nun eben aber via Ebay bestellt habe.

kingbritt

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21.02.2021 - 21:57 Uhr

Stuart Ashton Staples, so heißt der Sänger, hat auch vier Solo-Alben veröffentlicht. Kenne ich auch nicht. Ist eher ein Tremolo als ein Vibrato in seiner Stimme.

ijb

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21.02.2021 - 22:31 Uhr
Genau genommen hat er drei Alben, die man als "Soloalben" bezeichnen würde, veröffentlicht, 2005 und 2006 jeweils ein Songalbum. 2018 dann ein weiteres, "Arrhythmia", auf dem aber nur auf der ersten LP-Seite (sehr gute!) Songs sind, auf der zweiten Seite ein 30-minütiges Klangexperiment, das ich als Freund und Hörer experimenteller Musik nicht der Rede wert finde.

Und dann gab es zuletzt seine ebenfalls sehr experimentelle, aber ungleich gelungenere Filmmusik zu Claire Denis' "High Life". Auch die sehr gute, aber auf CD etwas zu wenig abwechslungsreiche Filmmusik zu "L'Intrus" ("Der Eindringling") ist im Wesentlichen ein reines Soloprojekt. Auf CD ist sie gepaart mit der Kammermusik-Solo-Projekt-Filmmusik seines Tindersticks-Partners Dickon Hinchliffe zu "Vendredi Soir" ("Freitag Nacht"), der auch für die Streicherarrangements der frühen Bandalben verantwortlich zeichnete. Damals gingen die beiden durch die einschneidende Trennungsphase (Stuart bezeichnete es als "Scheidung"), und so entschieden sich die beiden, die beiden Claire-Denis-Filmmusik-Aufträge untereinander aufzuteilen. Die vorherigen Filmmusiken hatten die beiden gemeinsam komponiert ("Nénette et Boni" und "Trouble Every Day").

Monzo

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23.02.2021 - 09:16 Uhr
The Who

My Generation (7,5/10)
A Quick One (7/10)
The Who Sell Out (8,5/10)
Tommy (10/10)
Who's Next (9,5/10)
Quadrophenia (9, 5/10)
The Who By Numbers (8/10)
Who Are You (6,5/10)
Face Dances (5/10)
It's Hard (5,5/10)
Endless Wire (5/10)
WHO (5,5/10)

Monzo

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Registriert seit 22.02.2021

23.02.2021 - 09:19 Uhr
...nicht zu verachten sei die Fülle an unglaublich guten Non-Album-Singles vorallem in den 60ern aber auch in den 70ern.
Pictures Of Lily
I Can't Explain
Substitute
I'm A Boy
The Seeker
Relay

Alles wahnsinnig gute Songs.

kingbritt

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23.02.2021 - 10:06 Uhr

. . the Who, mein Favorit immer noch Who's next, gefolgt von den beiden Rockopern auf Augenhöhe. Mein ganzer Stolz ist das original Vinyl des Samplers "Meaty Beaty Big and Bouncy" von 1971. Die Disko von Pete Townshend würde sich auch anbieten.

Monzo

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Registriert seit 22.02.2021

23.02.2021 - 10:19 Uhr
@kingbritt Haha! Die hab ich auch als Erstausgabe. Tolle Kompilation.
Von Townshend kenne ich nur die ersten drei (Who Came First, Rough Mix und Empty Glass) und natürlich ein paar der Lifehouse-Sachen. Ist ok, die Stimme taugt mir auf Dauer aber nicht so.

kingbritt

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Registriert seit 31.08.2016

23.02.2021 - 10:26 Uhr

. . . habe ich auch gerade mal wieder aufgelegt. Da liegt gleich wieder der Duft der Rebellion in der Frühlingsonne. Ja, Townshend, ok, "White City" ist schon ein 80'er Best Album.

edegeiler

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23.02.2021 - 11:11 Uhr
David Bowie


David Bowie 1/10
David Bowie (Space Oddity) 4/10
The Man Who Sold the World 5/10
Hunky Dory 6/10
The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars 10/10
Aladdin Sane 8/10
Pin Ups 3/10
Diamond Dogs 7/10
Young Americans 8/10
Station to Station 9/10
Low 10/10
Heroes 7/10
Lodger 8/10
Scary Monsters (And Super Creeps) 9/10
Let's Dance 9/10
Tonight 6/10
Never Let Me Down 4/10
Black Tie White Noise 5/10
1. Outside (The Nathan Adler Diaries: A Hyper Cycle) 7/10 (8/10 für die Ambition)
Earthling 6/10
Hours... 7/10
Heathen 6/10
Reality 7/10
The Next Day 8/10
Blackstar 9/10

Eliminator Jr.

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Registriert seit 14.06.2013

23.02.2021 - 11:13 Uhr
Ich wage mich mal an einen meiner Lieblingskünstler ran. Ist zwar nicht annähernd vollständig, dennoch recht umfangreich.

Miles Davis

'Round About Midnight 8/10
Ascenseur pour l'échafaud 9/10
Relaxin' With the Miles Davis Quintet 8/10
Porgy and Bess 7/10
Kind of Blue 9.5/10
Sketches of Spain 7/10
Steamin' With the Miles Davis Quintet 7.5/10
Sorcerer 8/10
Nefertiti 8.5/10
Miles in the Sky 8.5/10
Filles de Kilimanjaro 9/10
In a Silent Way 10/10
Bitches Brew 9.5/10
On the Corner 8.5/10
Get Up With It 9.5/10
Live-Evil 9/10
Pangea 9/10
Agharta 9.5/10
Dark Magus 10/10

Man sieht, die elektrische Phase liegt mir deutlich mehr, so toll ich vieles aus den 50ern und frühen 60ern auch finde. Seine Jazz-Fusion-Großtaten sind schlicht unzähmbare Monster, allen voran die vier Livealben aus Japan Mitte der Siebziger.


ijb

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23.02.2021 - 11:18 Uhr
Pff. Das kann ich so nicht stehen lassen. Ich würde sagen: Nochmal genauer hinhören! Außerdem drei Alben unterschlagen:

David Bowie 7/10
David Bowie (Space Oddity) 8/10
The Man Who Sold the World 9/10
Hunky Dory 9/10
The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars 9/10
Aladdin Sane 10/10
Pin Ups 6/10
Diamond Dogs 8/10
Young Americans 8/10
Station to Station 10/10
Low 10/10
Heroes 10/10
Lodger 9/10 (neues Mastering)
Scary Monsters (And Super Creeps) 10/10
Let's Dance 8/10
Tonight 6/10
Never Let Me Down 5/10
Tin Machine 7/10
Tin Machine II 5/10
Black Tie White Noise 8/10
Buddha of Suburbia 7/10
Outside 9/10
Earthling 9/10
Hours... 7/10
Heathen 9/10
Reality 7/10
The Next Day 8/10
Nothing Has Changed 9/10
Blackstar 10/10

MopedTobias (Marvin)

Mitglied der Plattentests.de-Schlussredaktion

Postings: 16533

Registriert seit 10.09.2013

23.02.2021 - 11:22 Uhr
Nach sehr genauem Hinhören, aber mit immer noch unterschlagenen Alben:

David Bowie 4/10
David Bowie (Space Oddity) 5/10
The Man Who Sold the World 6,5/10
Hunky Dory 7/10
The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars 8,5/10
Aladdin Sane 7,5/10
Pin Ups 5/10
Diamond Dogs 8/10
Young Americans 7/10
Station to Station 9/10
Low 10/10
Heroes 8,5/10
Lodger 8/10
Scary Monsters (And Super Creeps) 9,5/10
Let's Dance 7/10
Tonight 5/10
Never Let Me Down 5/10
Black Tie White Noise 5/10
1. Outside (The Nathan Adler Diaries: A Hyper Cycle) 8,5/10
Earthling 9/10
Hours... 6/10
Heathen 8/10
Reality 7/10
The Next Day 8/10
Blackstar 9/10

edegeiler

Postings: 2178

Registriert seit 02.04.2014

23.02.2021 - 11:28 Uhr
@ijb

so genau, dass ich dem Schrott von Debüt 7 Punkte gebe, werde ich wohl nie hinhören können, weil mir vorher schlecht wird :(

edegeiler

Postings: 2178

Registriert seit 02.04.2014

23.02.2021 - 11:31 Uhr
Magst du keinen Glam, Moped? Oder weshalb "nur" 8,5 für Ziggy?

ijb

Postings: 857

Registriert seit 30.12.2018

23.02.2021 - 11:33 Uhr
Wie gesagt: Schrott ist das nicht. Da sind eine Menge guter Songs und eigener Ideen drauf, die auch auf Bowies spätere Werke verweisen. Es ist ein typischeres Bowie-Album als "Tonight" oder "Never Let Me Down". Obendrein ist es sehr unterhaltsam und witzig (zwei Dinge, die man über "Tonight" und "Never Let Me Down" z.B. nicht sagen kann).

Keiner der Songs auf dem Debüt ist Schrott oder dilettantisch. (Übrigens sind auch die Pye-Singles aus der Zeit sehr gut.) Man hört den Künstler auf seinem Weg, aber er ist ein wenig unsicher im dominanten "Beat-"Stil der Jahre 1966/67, bringt aber durchaus genügend Eigenes dazu, so dass man den Bowie erkennt.

edegeiler

Postings: 2178

Registriert seit 02.04.2014

23.02.2021 - 11:38 Uhr
Das seh ich anders. Das Album ist der (durchaus dilletantische) Versuch, Folk mit Vaudeville anzureichern. Die Songs haben keinerlei Spannung oder roten Faden, sondern sind einfach nur spleenig um ihrer selbst Willen. Gute Songs höre ich keinen einzigen, dafür nervtötende Weirdness, die leider noch nicht mal durch eine vernünftige Produktion abgemildert wird. Wie gesagt: Schrott. "Never Let Me Down" ist immerhin "nur" langweilig, aber wenigstens nicht unhörbar.

kingbritt

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Registriert seit 31.08.2016

23.02.2021 - 11:39 Uhr

. . . wie will man die Davis Disko mit Punkten bewerten wollen. Habe Davis so ziemlich komplett und häufig gehört, da müsste ich passen.

ijb

Postings: 857

Registriert seit 30.12.2018

23.02.2021 - 11:48 Uhr
@edge/Bowie:
Nun, ich empfehle hierzu den Podcast " David Bowie Album-to-Album", im Link die Episode über das Debüt.

Überhaupt sind die Ausführungen von Chris O’Leary, der über alle Bowie-Songs einzeln geschrieben hat, sind erhellend.

Unter dilettantisch verstehe ich echt was anderes. Da gibt es wahrlich dilettantischere und vor allem unwitzigere "Musik", die veröffentlicht wurde.

MopedTobias (Marvin)

Mitglied der Plattentests.de-Schlussredaktion

Postings: 16533

Registriert seit 10.09.2013

23.02.2021 - 11:50 Uhr
Bin da bei Ede, auch wenn ich nicht zur Niedrigstnote greifen würde. Unterhaltsam finde ich am Debüt überhaupt nichts und ich hab's schon wiederholt damit versucht.

@Ziggy: 8,5 ist doch eine sehr starke Wertung? Mir liegen andere Bowie-Phasen halt noch näher.

kingbritt

Postings: 3468

Registriert seit 31.08.2016

23.02.2021 - 12:20 Uhr

. . . ohhh, Bowie's Debüt 1967, ja das ist echt ne harte Geduldsprobe. Das Album passt nicht zu Bowie und der Zeit und umgekehrt ebenso. Nur was für unerschrockene Fans. Wobei man sagen muß, es liegt nicht unbedingt an Bowie, der ist hier schon gut dabei, wirkt etwas Fremd zum bunten Musik-Potpourri. Fazit: ohne Wertung.

Mann 50 Wampe

Postings: 933

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23.02.2021 - 18:21 Uhr
@ Moped

Mit deiner Bowie Liste kann ich gut mitgehen. Auch ich finde die Berlin Phase + Station to Station und Scary Monsters am besten. Selbst die oft verschmähte Let´s Dance mag ich sehr und ich würde sie sogar etwas höher bewerten als deine 7/10.
Bei Bowies Spätwerk kenn ich mich nicht so aus, du hast das ja durchgehend hoch bewertet. Nur die Black Star kenne ich wirklich gut, da würde ich auch eine 9/10 vergeben.

Telecaster

Postings: 1003

Registriert seit 14.06.2013

24.02.2021 - 14:01 Uhr
Jetzt muss ich aber schon blöd fragen, @Moped, was bei dir überhaupt eine 10 von 10 bekommt, wenn nicht ein Bowie-Album.
Ich bin ja nicht mal der größte Bowie-Fan, aber für mich sind da locker fünf 10/10-Alben in der Discographie.
Ziggy Stardust
Station To Station
Hunky Dory
The Man Who Sold The World
Aladdin Sane

hab einen sitzen

Postings: 40

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24.02.2021 - 14:04 Uhr
Low bekam doch eine 10

Telecaster

Postings: 1003

Registriert seit 14.06.2013

24.02.2021 - 14:04 Uhr
Und 1. Outside auf Augenhöhe mit Ziggy Stardust - also bitte.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 24743

Registriert seit 07.06.2013

24.02.2021 - 14:26 Uhr
Und 1. Outside auf Augenhöhe mit Ziggy Stardust - also bitte.

Nö, sehe ich auch auf einer Stufe.

MopedTobias (Marvin)

Mitglied der Plattentests.de-Schlussredaktion

Postings: 16533

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24.02.2021 - 14:32 Uhr
Da ist doch eine 10 mit "Low"? Ansonsten scheinen wir einfach große Geschmacksunterschiede zu haben, wenn ich mir deine Bowie-10er so angucken. Wie ede richtig vermutet hat, ist diese 70er-Glam-/Hard-Rock-Ästhetik überhaupt nicht meins. Die 8,5 für das sicherlich großartige "Ziggy" ist da schon das höchste der Gefühle, ein "The man who sold the world" fällt schon mal ganz raus. Auch "Hunky dory" ist mir zu durchwachsen, um für eine Höchstwertung in Frage zu kommen, "Changes" finde ich zb immer noch nervig. Der experimentelle Art-Rock- und Industrial-Einschlag von "Outside" liegt mir da einfach näher.

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

24.02.2021 - 14:44 Uhr
Ich bin ja nicht mal der größte Bowie-Fan, aber für mich sind da locker fünf 10/10-Alben in der Discographie.
Ziggy Stardust
Station To Station
Hunky Dory
The Man Who Sold The World
Aladdin Sane


Von den Alben finde ich "Station to station" am besten, knapp vor "Ziggy stardust", beide würden so 8,5 oder an guten Tagen 9/10 bekommen. "Hunky dory" ist für mich immer noch überbewertet und nicht viel mehr als 7-7,5/10 für mich. "The Man" gibt mir über weite Strecken gar nichts, "Aladdin sane" hingegen ist bei mir stark gewachsen (8/10).

Ich würde mich sogar als großen Bowie-Fan bezeichnen, sehe ihn aber nicht als überragenden Albenkünstler an. Meine Lieblinge sind neben "Station to station" wohl "Heroes" und "Outside".

Eliminator Jr.

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24.02.2021 - 14:50 Uhr
Die große Streuung der Highlights über Bowies gesamte Diskographie sagt ja erst mal gar nichts über den Geschmack oder das Musikverständnis der Hörer aus. Dafür aber umso mehr über die Vielseitigkeit und Qualität seines Schaffens.

ijb

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24.02.2021 - 14:52 Uhr
Und 1. Outside auf Augenhöhe mit Ziggy Stardust - also bitte.
Nö, sehe ich auch auf einer Stufe.


Ich auch! Persönlich mag ich "Ziggy Stardust" gar nicht so sehr wie viele andere Bowie-Alben, verstehe aber, dass es einen enormen musikhistorischen bzw. kulturellen Wert hat. Mich störte immer der etwas dünne Klang, und auf "Aladdin Sane" sind die Songs dann auch ausgereifter/ausgefeilter. Aber wenn man eher auf die straightforward Rocknummern steht, ist einem, das verstehe ich, "Ziggy" näher als "Aladdin Sane", das auch einfach überdrehter und eine Spur wahnsinniger ist.
Dass "Outside" oft so schlecht weg kommt, verstehe ich gar nicht. Ich verstehe, dass man es "zu lang" finden kann (was ich fast immer eine seltsame Kritik finde, denn wenn mir drei Songs von 70 Minuten grandioser Laufzeit nicht gefallen, höre ich sie halt einfach nicht an), ich verstehe auch, dass man es zu anstrengend finden kann oder zu experimentell oder vielleicht zu düster... alles sind für mich wiederum Pluspunkte, und das Album ist auch wirklich mit keinem anderen vergleichbar (weder in Bowies Werk noch im Werk jemandes anderen).

"Objektiv" gesagt würde ich auch sagen: "Low" ist das beste.

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

24.02.2021 - 14:55 Uhr
nicht viel mehr als 7-7,5/10
heißt ja, es ist zumindest mehr als das? Also 8-8,5/10. So kommen alle zusammen. :-)

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

24.02.2021 - 15:11 Uhr
"The Man" gibt mir über weite Strecken gar nichts,

Immerhin sind da zwei der thematisch exemplarisch(st)en Bowie-Songs drauf: "The Width of a Circle" und "All the Madmen". Bowie in a nutshell. "After All" knüpft da an.

"Black Country Rock", "She Shook me cold" und "Running Gun Blues" sind etwas zeittypischer (Fast-)Hardrock, kann man verstehen, dass das eher Fan-Favourites sind ... aber "Saviour Machine" ist eine oft übersehene Perle. Im hinteren Teil natürlich noch die Klassiker "The Supermen" (ein Song, der auch auf "Ziggy Stardust" gepasst hätte) und das Titelstück.

Dass "Hunky Dory" von manchen nicht so gemocht wird, verstehe ich; es ist ja so eine weitgehend reduzierte Singer-Songwriter-Platte, mit Sachen wie "Eight Line Poem", "Fill Your Heart" und "Song for Bob Dylan" sowie auch der Lou-Reed-Hommage "Queen Bitch". Bei dem Album habe ich immer so den Eindruck, dass es bewusst ein wenig heterogen und skizzenhaft angelegt ist, u.a. durch das handschriftliche Design und die visuelle Gestaltung und mit Details wie dem Anfang von "Andy Warhol" (das ja eigentlich für Dana Gillespie geschrieben worden war und fast nur aus Versehen auf diesem Album gelandet ist) oder dem "heiteren Liedchen für meinen Sohn", "Kooks" oder dem wie anskizzierten "Oh! You Pretty Things"...

Ich fand immer "Quicksand" herausragend auf dem Album. Und "Bewlay Brothers" ist hier wohl die thematische Fortführung von "Width of a Circle" und "All the Madmen".

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 24743

Registriert seit 07.06.2013

24.02.2021 - 15:22 Uhr
nicht viel mehr als 7-7,5/10
heißt ja, es ist zumindest mehr als das? Also 8-8,5/10. So kommen alle zusammen. :-)


Haha, nee, also auch gerundet wird das Album keine 8/10 bei mir. Gerade die zweite Hälfte find ich dann teilweise echt lasch. Eigentlich würde ich sogar keinem Song aus dem grandioses "Life on Mars" mehr als 8/10 geben.

Huhn vom Hof

Postings: 3275

Registriert seit 14.06.2013

24.02.2021 - 15:50 Uhr
R.E.M.

Murmur 9/10 (Perfect Circle)
Reckoning 9/10 (So. Central Rain (I'm Sorry))
Fables Of The Reconstruction 8/10 (Green Grow The Rushes)
Lifes Rich Pageant 8/10 (Fall On Me)
Document 8/10 (Finest Worksong)
Green 8/10 (I Remember California)
Out Of Time 8/10 (Country Feedback)
Automatic For The People 10/10 (Nightswimming)
Monster 7/10 (Bang And Blame)
New Adventures In Hi-Fi 10/10 (E-Bow The Letter)
Up 8/10 (Walk Unafraid)
Reveal 7/10 (I'll Take The Rain)
Around The Sun 6/10 (Leaving New York)
Accelerate 8/10 (Supernatural Superserious)
Collapse Into Now 8/10 (Blue)

ijb

Postings: 857

Registriert seit 30.12.2018

24.02.2021 - 15:54 Uhr
@ MACHINA: Nun ich hab ja nicht gerundet, sondern deine Worte "nicht viel mehr als" wörtlich genommen... Das heißt ja immerhin, es ist mehr als 7,5... und wenn man jetzt die Plattentests-10er-Skala ernst nimmt und nicht auf eine 20er-Skala ausweicht, sind es ja 8 :-)

Aber im Ernst: Wie beschrieben kann ich ja verstehen, dass einen das Album nicht begeistert.

ijb

Postings: 857

Registriert seit 30.12.2018

24.02.2021 - 15:56 Uhr
Wo gerade Bowies Diskografie hier Thema ist: Ich habe, zur Zeit von „Nothing Has Changed“ (also vor Blackstar), mal etwas sehr interessantes gemacht – eine Kompilation namens „Last Songs“, für die ich jeweils nur das letzte Stück jedes Bowie-Studioalbums chronologisch hintereinander auf CD gebrannt habe. Das hört sich vielleicht bescheuert an, aber was wirklich erstaunlich ist: Es funktioniert hervorragend! Es ergibt einen famosen Querschnitt durch Bowies Schaffen, bietet auch total viele überraschende Bezüge zwischen Alben. Und einige der „letzten Songs“ sind großartige Juwelen („Lady Grinning Soul“ weist plötzlich Parallelen zu „Bring me the Disco King“ auf usw.)

Es ergibt sich wirklich mehr als ein Flickenteppich und ich kann nur empfehlen, das Projekt selbst einmal – vielleicht geht das auch bei Spotify? – nachzumachen.
An einzelnen Stellen habe ich ein paar Kniffe eingebaut:

1. Baby Loves That Way (B-Seite der Single "You've Got a Habit of Leaving“ von Davy Jones and The Lower Third, 1965)*
2. And I Say To Myself (letzte B-Seite der „1966 Pye Singles“ (6-Track-CD))
3. Please Mr. Gravedigger (1967)
4. Memory of a Free Festival (1969)
5. The Supermen
6. The Bewlay Brothers
7. Rock & Roll Suicide
8. Lady Grinning Soul
9. Where Have All the Good Times Gone
10. Chant of the Ever Circling Skeletal Family (hier habe ich den Anfang aufgeblendet, da der Song sonst abgeschnitten klingt)
11. Fame
12. Wild Is The Wind
13. Subterraneans
14. The Secret Life of Arabia
15. It’s No Game (Part 2)
16. Shake It
17. Dancing With The Big Boys
18. Underground (von „Labyrinth“)


_


1. Bang Bang
2. Baby Can Dance
3. Goodbye Mr. Ed
4. The Wedding Song (alternativ geht hier auch „Lucy Can’t Dance“, der letzte Track auf der CD-Ausgabe)
5. Buddha of Suburbia (feat. Lenny Kravitz)
6. Strangers When We Meet
7. Law (Earthlings On Fire)
8. Truth (Goldie feat. Bowie) (von „Saturnz Return“)
9. The Dreamers
10. Silly Boy Blue (von „Toy“)
11. Heathen (The Rays)
12. Bring Me The Disco King
13. Heat
14. Sue (Or in a Season of Crime) (Nothing Has Changed Version)



*Man könnte auch einer der beiden B-Seite der Manish Boys bzw. King Bees („Liza Jane“, „I Pity The Fool“) nehmen, aber da Bowie die nicht geschrieben hat, habe ich „You’ve gor a Habit of Leaving“ genommen, zumal er das später selbst neu aufgenommen hat.

The MACHINA of God

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24.02.2021 - 16:01 Uhr
Und Leute, knallt eure Diskoghraphie-Bewertungen doch auch mal in die entsprechenden Band-Threads. Das hier liest ab der nächsten Seite nie wieder jemand, die Band-Threads schon eher.

ijb

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24.02.2021 - 16:07 Uhr
@ Huhn / R.E.M.:

Weitestgehend sind wir hier auf einer Wellenlänge. Die letzten drei bewerte ich anders (Around The Sun und Collapse mit 7, Accelerate 6, glaube ich), aber ich muss auch sagen, dass (nur) hier deine beiden Lieblingssongs die beiden sind, die ich meist auslasse, "Leaving New York" ist m.E. "R.E.M. Malen nach Zahlen für Anfänger". Sonst fast überall ziemliche Übereinstimmung.

Mein Lieblingslied von Reveal ist "I’ve Been High".

Telecaster

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24.02.2021 - 21:10 Uhr
Up, Around the Sun und Collapse Into Now fand ich miserabel. Ohne diese drei Alben könnte man direkt behaupten, dass R.E.M. wirklich nur gute Alben veröffentlicht haben. Naja, obwohl Accelerate eigentlich auch nur passabel war.

Felix H

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24.02.2021 - 21:43 Uhr
R.E.M.

Chronic Town EP 8/10 (Gardening At Night)
Murmur 9/10 (Perfect Circle)
Reckoning 8,5/10 (Pretty Persuasion)
Fables Of The Reconstruction 8/10 (Driver 8)
Lifes Rich Pageant 9/10 (Fall On Me)
Document 8/10 (The One I Love)
Green 7,5/10 (World Leader Pretend)
Out Of Time 7,5/10 (Country Feedback)
Automatic For The People 9,5/10 (Nightswimming)
Monster 8/10 (Bang And Blame)
New Adventures In Hi-Fi 9,5/10 (E-Bow The Letter)
Up 8,5/10 (Walk Unafraid)
Reveal 7,5/10 (The Lifting)
Around The Sun 6/10 (Leaving New York)
Accelerate 7,5/10 (Living Well Is The Best Revenge)
Collapse Into Now 7/10 (Überlin)

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

24.02.2021 - 21:52 Uhr
Up, Around the Sun und Collapse Into Now fand ich miserabel. Ohne diese drei Alben könnte man direkt behaupten, dass R.E.M. wirklich nur gute Alben veröffentlicht haben. Naja, obwohl Accelerate eigentlich auch nur passabel war.

Hm, so unterschiedlich kann man's empfinden. Ich finde "Up" eines der besten, dagegen "Reveal" weitestgehend mittelprächtig bis langweilig (aber immer noch 7/10, durch die Highlights).
"Around The Sun" spricht mich an, auch wenn ich nachvollziehen kann, wenn man's langweilig findet. Es hat bei mir auch eine ganze Weile gebraucht. "Collapse" fand ich anfangs auch miserabel, zum Wegrennen (von "Blue" abgesehen). Aber irgendwann hat sich das geändert, und mittlerweile finde ich es auf jeden Fall besser als "Accelerate" und "Reveal".

@Felix H: da sind wir weitestgehend ja nah beieinander in unseren Urteilen; interessant allerdings, dass wir bei den Alben ab "Green" ziemlich genau, fast 1:1 die gleichen Songs favorisieren - bei den ersten Alben du allerdings Songs gewählt hast, die ich meist als eher die (kompositorisch) schwächsten des jeweiligen Albums erlebe und die ich die auf meine "Playlists" setze, allenfalls noch Perfect Circle... :-)

The MACHINA of God

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25.02.2021 - 10:36 Uhr
@Felix:
Bitte auch da herein.

The MACHINA of God

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25.02.2021 - 10:37 Uhr
Wer "Up" miserabel findet, hat die Kontrolle über seinen Emotionshaushalt verloren. :)

MopedTobias (Marvin)

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25.02.2021 - 10:57 Uhr
Ich bin auch #TeamUp. Wundervolles Album, so eine tolle introvertierte Stimmung + spannender Sound.

Telecaster

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25.02.2021 - 11:00 Uhr
Ja, irgendwo mag das auch an den Präferenzen liegen, welche Ära von R.E.M. man interessanter findet. Ich bin eher ein Freund der frühen Phase, als sie noch näher am Jangle-Pop waren als an dem, was ich als überproduziertes Stadion-Pop-Rock-Gedöns empfinde. Dieser Pathos auf den späteren Alben nervt mich ungemein, da fällt New Adventures In Hi-Fi schon angenehm aus der Reihe, weil es ein sehr in sich geschlossenes Album war, das nicht auf den schnellen Hit geschielt hat. Reveal war dann angenehm luftig. An Up mag ich die Produktion schlichtweg überhaupt nicht, und ich erinnere mich auch an keinen Song, den ich darauf mochte. Around the Sun und Collapse Into Now leider unter ähnlichen Symptomen. Accelerate war sehr bemüht, wieder etwas simpler auszufallen, aber das ist leider auch nicht durchweg geglückt.

The MACHINA of God

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25.02.2021 - 11:29 Uhr
Ja, ok, ich finde halt den JanglePop der 80er eher uninteressant, aber die Songs sind halt toll. Für mich sind klar die 90er ihre beste Phase. Und "Up" schielt deutlich weniger auf Hits als "HiFi" oder eignetlich so ziemlich jedes andere R.E.M.-Album.

MopedTobias (Marvin)

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25.02.2021 - 11:50 Uhr
Jo das wollte ich auch schreiben, "Up" fällt bei der Kritik schon auch aus der Reihe. Ist wohl ihr am tiefsten zurückgezogenes Album, auch im Vergleich zu den 80ern.

Felice

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26.02.2021 - 19:59 Uhr
R.E.M.:

Murmur 7,5/10
Reckoning 7,3/10
Fables Of The Reconstruction 6,4/10
Lifes Rich Pageant -/10
Document 8,8/10
Green 7,2/10
Out Of Time 8,9/10
Automatic For The People 9,8/10
Monster 8,8/10
New Adventures In Hi-Fi 9,1/10
Up 9,1/10
Reveal 6,6/10
Around The Sun -/10
Accelerate 7,4/10
Collapse Into Now -/10

Mann 50 Wampe

Postings: 933

Registriert seit 28.08.2019

26.02.2021 - 20:06 Uhr
Können wir hier nicht nur die Discographie von interessanten und wichtigen Bands bewerten ?
:)

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