Norah Jones - Not too late

User Beitrag
anouschka
15.03.2006 - 18:05 Uhr
verkündet diese Website: www.the-little-willies.de

da bin ich ja mal gespannt, die Little Willies war ja nicht schlecht, aber für meinen Geschmack ein wenig zu country-lästig, oder?
anouschka
15.03.2006 - 18:16 Uhr
wie komm ich auf Herbst - steht nur 2006, egal jedenfalls kommt was Neues von Norah *verwirrt guck*
staples
16.03.2006 - 11:05 Uhr
sehr schön.
Le-nnon
16.03.2006 - 11:17 Uhr
erstes sehr gut, zweites etwas schlechter und jetzt kommts drauf an
captain kidd
16.03.2006 - 11:32 Uhr
Le-nnon sagt es ganz richtig. bin sehr gespannt.
Armin
14.11.2006 - 12:47 Uhr
PRESSEMITTEILUNG

NORAH JONES: NEUES STUDIOALBUM "NOT TOO LATE" ERSCHEINT AM 26. JANUAR 2007 - ERSTE SINGLE "THINKING ABOUT YOU" ALS DOWNLOAD AB DEM 5. DEZEMBER





Köln, 14.11.2006 Norah Jones veröffentlicht am 26. Januar 2007 ihr drittes Studioalbum: "Not Too Late" enthält dreizehn neue Songs und zum ersten Mal ausschließlich Eigenkompositionen der 27-jährigen Sängerin, Songwriterin und Pianistin. Mit ihrem Sensationsdebüt "Come Away With Me" aus dem Jahr 2002 war Norah Jones auf Anhieb zum international gefeierten Superstar avanciert. Acht Grammys und weltweit 20 Millionen verkaufte Alben bildeten zwei Eckpfeiler des traumhaften Starts einer exzeptionellen Karriere, die die in New York lebende Künstlerin im Jahr 2004 mit ihrem zweiten Album "Feels Like Home" imposant fortsetzte. Hierzulande wurde das zweite Werk dreifach platinveredelt und erreichte in den Jahrescharts von Media Control den zweiten Rang. Mittlerweile beziffern sich ihre gesamten Albumverkäufe auf mehr als 30 Millionen Exemplare.

Kaum eine andere Musikerin unserer Zeit hat mit ihren intimen und verträumten Songs so viel Erfolg. Auch die neuen Songs sind geprägt von ihrer künstlerisch sanften Handschrift, mit der sie diverse Genres spielend leicht streift und vereinnahmt. "Die neuen Songs tragen mehr von meiner Persönlichkeit in sich, weil sie meines Erachtens auch viel komplexer sind. Einige Songs sind düster und fast zynisch, aber ich verbreite auch ein Gefühl von Hoffnung. Deswegen heißt das Album auch 'Not Too Late'. Ich mag diese betont positive Botschaft." Einen ersten Eindruck vom neuen Album "Not Too Late", das von ihrem langjährigen Bassisten Lee Alexander produziert wurde und auf dem neben ihrer angestammten Band Musiker wie M.Ward, Richard Julian und Jeffrey Zeigler (Kronos Quartet) mitwirken, bietet die erste Single "Thinking About You", die ab heute im Radio zu hören ist und ab dem 5. Dezember als kommerzieller Download angeboten wird.




captain kidd
14.11.2006 - 12:54 Uhr
yeah. norah und m.ward. das wird groß...
Sick
14.11.2006 - 15:52 Uhr
Wenn die Platte so wird wie die letzte Zwei, dann kann ich sie als sehr gutes Schlafmittel empfehlen...
bee
14.11.2006 - 20:55 Uhr
guter Schlaf ist sehr wertvoll ,-)
rico
14.11.2006 - 21:08 Uhr
Gute Musik ist wertvoller.
Baldrian auf Silberscheiben ist nicht so mein Ding. Wenn ich nur an Sunrise und das zugehörige Video denke falle ich schon ins Koma.
captain kidd
14.11.2006 - 21:51 Uhr
schlafen passt insofern, da sunrise ein traum von einer single war. bin sehr sehr gespannt auf das neue album. wird sicherlich wieder gut werden. da vertrau ich ganz auf die norah. und jesse harris ist ja auch wieder dabei.
bee
14.11.2006 - 21:55 Uhr
positives Umdeuten beherrscht der captain immerhin ,-)
Sick
15.11.2006 - 07:48 Uhr
Sunrise ist Easy Listening Schlager. Bei dieser penetranten aufgesetzten Fröhlichkeit rollen sich mir die Fußnägel auf. Sowas für den Supermarkt im Hintergrund.
Aber warten wir es ab, vielleicht macht die Frau ja wider Erwarten doch noch eine gute Platte...
Loam Galligulla
15.11.2006 - 12:23 Uhr
Wenn irgendjemand den Begriff Fahrstuhlmusik definiert dann die Frau Jones.
captain kidd
15.11.2006 - 12:33 Uhr
seht ihr leute, das meine ich. Loam Galligulla kann mit frau jones und frau newsom nichts anfangen. aber aus ehrfurcht vor "der großen kunst" traut er sich nicht, der joanna eine schlechte wertung zu geben. frau jones hingegen macht er nieder. das ist verdammt inkonsequent. ich habe keine probleme damit, scott walker null punkte zu geben.
Loam Galligulla
15.11.2006 - 12:54 Uhr
Hm, von der Jones kenne ich ja mehrere Alben. Da fällt es mir auch leichter so etwas zu beurteilen. Zudem geht ihre Musik mehr in das Genre das ich bevorzuge als die der Newsom die in meinen Ohren nur noch nach no mans land klingt.
captain kidd
10.12.2006 - 19:16 Uhr
die neue single ist nun zu hören. schöner punkrock wieder. tolle bläserarrangements, relaxtes e-piano und ihre stimme wird immer besser. bin mal gespannt auf das album.
Armin
20.12.2006 - 17:41 Uhr
Neues von Norah Jones im neuen Jahr!



Norah Jones ist eine Magierin. Ihre Songs sind Ruhepol in einer hektisch lärmenden Welt. Das Geheimnis ihres Erfolgs zu ergründen, scheint trotzdem ein schier unmögliches Unterfangen. Weltweit wurden von ihren ersten beiden Alben, dem Sensationsdebüt „Come Away With Me“ (2002), das ihr acht Grammys (!) bescherte, und „Feels Like Home“ (2004), sage und schreibe 30 Millionen Exemplare verkauft – über alle Geschmacksgrenzen und Hörergenerationen hinweg. Am 26. Januar 2007 erscheint mit „Not Too Late“ ihr drittes Album, für das sie alle Songs selbst komponiert oder zumindest mitgeschrieben hat. Die aparte 27-jährige Sängerin und Pianistin, die mädchen-, madonnen- und musenhaft zugleich wirkt, ist zu voller Blüte gereift. „Thinking About You“, die erste Single, stammt aus dem Jahr 1999, ihrer Frühzeit mit ihrer ersten Band, den Wax Poetics. Den sieben Jahre alten Song hat Norah Jones, wie sie selbst sagt, stets im Hinterkopf gehabt. Jetzt hat die erfolgreichste Blue-Note-Künstlerin unserer Zeit die Muße gefunden, diesen Song fürs Hier und Jetzt zu veredeln. Ein weiterer Fingerzeig ihres künstlerischen Charismas und Genies. Bezaubernd!







12.01.07 – Norah Jones „Thinking About You“ - Single







26.01.07 – Norah Jones „Note Too Late“ – Album



WEBSITE: http://www.norahjones.de/ -> Erste Albumsnippets im Hintergrund hören :-)



Video Thinking About You”



http://boss.streamos.com/wmedia/bluenote/norahjones/thinking_about_you_video/thinking_about_you_300k.asx

http://boss.streamos.com/qtime/bluenote/norahjones/thinking_about_you_video/thinking_about_you_300k.mov

http://boss.streamos.com/real/bluenote/norahjones/thinking_about_you_video/thinking_about_you_300k.ram



"Thinking About You" Making-The-Video:



http://boss.streamos.com/wmedia/bluenote/norahjones/thinking_about_you_video/making_of_thinking_about_you_300k.asx

http://boss.streamos.com/qtime/bluenote/norahjones/thinking_about_you_video/making_of_thinking_about_you_300k.mov

http://boss.streamos.com/real/bluenote/norahjones/thinking_about_you_video/making_of_thinking_about_you_300k.ram





Norah Jones

„Not Too Late“



Norah Jones hat die Welt mit ihrer Unverwechselbarkeit erobert, mit ihrer sanften Stimme, die eine göttliche Gabe ist, mit ihrem verträumten Pianospiel, in dem das Gefühl der hohen technischen Kunst immer einen Schritt voraus scheint, schließlich auch mit ihren zart verwobenen Kompositionen, die ihre Karriere noch überirdischer erscheinen lassen. Mit „Not Too Late“, ihrem dritten Album auf Blue Note, legt die aparte Künstlerin zum ersten Mal ein komplettes Werk mit Songs vor, die sie selbst komponiert hat – 13 Songs, die sich mit erstaunlicher Leichtfertigkeit in emotionale Tiefen stürzen und so die eigene Geisteshaltung erforschen, die das Leben in einer immer problematischer werdenden Welt erfordert.



„Vor drei oder vier Jahren habe ich gesagt, dass ich vor allem mein Songwriting verbessern möchte“, erklärt die in New York lebende Künstlerin, die eine Vielzahl von Grammys und Platinalbumauszeichnungen auf sich vereint. Dabei hatte sie es gar nicht einmal darauf angelegt, diesmal alle Songs selbst zu schreiben. Doch während ihrer letzten Tour, so sagt sie, „kam ich mit dem Songschreiben richtig in einen Sog und zuhause hat sich das fortgesetzt. Ich interpretiere sehr gerne Songs von anderen Autoren, aber ich fühle mich ihnen nicht immer so nah wie meinen eigenen Songs. Die sind viel ehrlicher, näher an meinem Innersten – das neue Album ist einfach sehr viel persönlicher.“



Produziert hat das neue Album Lee Alexander, der langjährige Bassist der Begleitband von Norah Jones, der auch einige Songs mitgeschrieben hat. „Not Too Late“ ist ein Musterbeispiel an Sicherheit und Reife: Während Tempo und Stil der Songs weite Bögen schlagen, bleibt die seelenvolle Interpretation der Sängerin ihr unverkennbares Markenzeichen. Die 27-jährige Musikerin weiß selbst allzu gut, wie sehr sie als Songwriterin gereift und gewachsen ist. „Wenn ich heute auf meine frühen Songs zurückschaue, kommen sie mir schon ein wenig einfach vor“, räumt sie ein. „Die neuen Songs haben allein schon deswegen mehr Persönlichkeit, weil sie weitaus komplexer sind. Einige von ihnen sind düster und zynisch, aber es gibt auch ein Gefühl von Hoffnung. Deswegen heißt das Album auch ’Not Too Late’. Ich mag diese positive Aussage.“



Die steile Karriere der Norah Jones begann mit ihrem viel versprechenden Debütalbum „Come Away With Me“, das im Jahr 2002 auf Blue Note erschien. Niemand hätte ahnen können, welche starken Reaktionen die damals 22-jährige Sängerin weltweit auslösen würde – und das mit samtweicher und verführerischer Musik, bei der Jazz, Country, Blues und Folk unmerklich und wunderbar miteinander verschmolzen. Das Album, eine Mischung aus Originalkompositionen (von ihr selbst und Freunden wie Jesse Harris) und delikaten Coverversionen (von Hank Williams, Hoagy Carmichael und J.D. Loudermilk), verkaufte sich allein in den USA nahezu zehn Millionen Mal und die weltweiten Absätze belaufen sich mittlerweile auf mehr als 20 Millionen. Dass Norah Jones mit diesem Sensationsdebüt bei den Grammys 2003 als achtfache Gewinnerin hervorging, hat sicherlich zum Status eines Stars beigetragen, dem von allen Seiten eine langjährige Karriere in der internationalen Popszene prophezeit wird. Norah Jones verfügt eben über eine einzigartige Stimme, die so fragil wie vereinnahmend ist, die mal verträumt, mal wehmütig, mal bittersüß oder alles gleichzeitig sein kann. Eine Stimme, die Millionen Menschen tief in ihren Herzen berührt.



Zwei Jahre nach ihrem weltweit gefeierten Erstlingswerk folgte das nicht minder superbe Album „Feels Like Home“, das sich seinem Titel entsprechend schnell bei ihren Fans daheim ein Zuhause fand. Erneut war es die kongeniale Mixtur aus Songs, die Norah Jones mit ihrer Band geschrieben hatte und einigen ausgesuchten Coverversionen, deren nonchalanten Interpretationen niemand widerstehen konnte. „Feels Like Home“ stürmte prompt an die Spitze der Billboard Charts und wurde allein in den USA vier Millionen Mal verkauft. In Deutschland war das dreifach mit Platin ausgezeichnete Album das zweiterfolgreichste des gesamten Jahres. Weltweit wurden mehr als zehn Millionen Exemplare dieses zweiten Meisterwerks von Miss Jones verkauft. Beide Alben wurden übrigens von der Produzentenlegende Arif Mardin betreut, der im Juni dieses Jahres gestorben ist.



Die Aufnahmesessions zu „Not Too Late“ gestalteten sich denn auch grundlegend anders als bei den Vorgängern. „Für die ersten beiden Alben hatten wir für jeweils eine Woche ein Studio gebucht, und waren dann einige Monate später für eine weitere Woche dorthin zurückgekehrt. Das war großartig, aber es gab eben auch einen festen Termin, sodass die Zeit letztendlich limitiert war. Für das neue Album gab es keinen Druck, keine zeitliche Begrenzung. Blue Note wusste noch nicht einmal davon. Wir haben uns einfach aus Spaß zusammengesetzt und geschaut, was dabei herauskommen würde.“ So entstanden die meisten Aufnahmen in entspannter, lockerer Atmosphäre im Heimstudio von Lee Alexander und Norah Jones. Dabei war der Verlust von Arif Mardin durchaus spürbar: „Es wäre schön gewesen, dieses dritte Ohr zu haben, diese dritte Meinung. Arif hatte für uns auf wunderbare Art und Weise immer eine herausragende Rolle eingenommen. Er hat uns eher befruchtet als dirigiert. Er hörte sich all unsere Ideen an und machte dann Vorschläge, meist ganz minimale. Und er hat phantastisch zu unserer Crew gepasst. Er war ein echter Kumpel.“



Viele Sessions zu den neuen Songs entstanden spontan, ganz aus dem passenden Moment heraus. „Häufig fragten wir einfach Freunde. ’Hey, seid ihr heute Nacht in der Stadt? Großartig. Kommt doch einfach rüber.’ Das alles war sehr entspannt und betraf nicht nur Freunde, sondern auch Musiker, die uns von Freunden empfohlen wurden.“ So sind auf dem neuen Album neben den Musikern ihrer angestammten Band – neben Bassist Lee Alexander sind das der Gitarrist Adam Levy, der Schlagzeuger Andy Borger und die Sängerin Daru Oda – auch eine ganze Schar illustrer Gastmusiker zu hören. Ob M. Ward und Richard Julian als Backgroundsänger, Jesse Harris an der Rhythmusgitarre, Tony Scherr an der E-Gitarre, Larry Goldings auf der Hammond-B3-Orgel, Bill McHenry am Tenorsaxophon oder Jeff Zeigler vom Kronos Quartet und Julia Kent an ihren Celli, sie alle haben auf dem neuen Album ihre Akzente gesetzt.



Während ihrer Tourneen im letzten und vorletzten Jahr hatte Norah Jones stets ihre Akustikgitarrre mit, auf der sie die meisten der neuen Songs schrieb, darunter „Until The End“, das während einer Tourpause an einem regnerischen Tag auf einer Insel im Südpazifik entstand, sowie die Ballade „Rosies’s Lullabye“, die sie in Australien schrieb und die „so langsam ist, dass man sich fühlt als sei man unter Wasser“ (N. Jones). Für den Griff zur Gitarre hat Norah Jones eine simple Erklärung: „Die Gitarre ist einfach und es ist leichter, sie überall hin mitzunehmen, als ein Klavier. So habe ich begonnen, mehr auf der Gitarre zu schreiben.“ Nach ihrer Rückkehr wollte sie diese Songs so schnell wie möglich auf Band aufnehmen. Sechs der neuen Songs sind solche Roadsongs, aber richtig in Form gebracht hat sie Lee Alexander. „Meistens schreibe ich die Songs und Lee stutzt dann noch die Songtexte zurecht. Darin ist er einfach großartig.“



So justiert Norah Jones auch die Rolle des Pianos auf ihrem neuen Album ein wenig anders: „Das Piano ist beim Abmischen meist sehr laut, aber ich habe nie viel davon gehalten, es als wichtigstes Rhythmusinstrument einzusetzen, es sei denn, wir spielen etwas, was sehr funky ist. Ich mochte die Gitarre als Rhythmusinstrument schon immer.“ Und sie fügt nach einer kurzen Pause hinzu: „Ich spiele nun sogar selbst Gitarre.“ Bei dem eindringlichen „Broken“ glänzt sie an der E-Gitarre, während Alexander seine Bassextravaganzen auf einem Pizzicato-Bass und einem Bogen auf elf Spuren verteilt hat. Auf dem berührenden „Wake Me Up“ wiederum zeigt sich Norah Jones als einfühlsame Akustikgitarristin, während Alexander seiner Lap-Steel-Gitarre fast ein Weinen entlockt. Das Zusammenspiel der beiden überzeugt ein ums andere Mal. Auch der Opener „Wish I Could“ kommt ganz ohne Piano aus. Bei dem sich im Wiegenrhythmus eines Walzers bewegenden Stück wird Norah Jones’ Gesang lediglich von Jesse Harris an der Gitarre und den beiden Cellisten Kent und Ziegler begleitet.



Auch wenn Norah Jones gerne Liebeslieder schreibt und singt, versucht sie sich zunehmend auf ganz andere Szenarien einzulassen. „Ich möchte vor allem Songs schreiben, die nicht so schablonenhaft sind, Songs mit einem gewissen Etwas. Es ist für mich wirklich schwierig geworden, mich nicht von den Nachrichten beeinflussen zu lassen.“ So findet sich auf „Wish I Could“ eine Referenz an einen ehemaligen Liebhaber, der den Kriegsdienst antreten musste, und in dem von dunklen Wolken umhüllten und von Alpträumen heimgesuchten „My Dear Country“ singt Jones mit spürbarem Schmerz, dass es wesentlich grausigere Dinge gibt als Halloween. Selbst in einem auf den ersten Blick romantisch wirkenden Song wie „The Sun Doesn’t Like You“, der seinen Anfang während einer Tournee in Brasilien nahm, scheint der Songtext von Ränkespielen geradezu durchdrungen.



Für den genialen Moment, den kreativen Funken, musste Norah Jones nicht unbedingt unterwegs sein. Die federleichte Melodie zu „Not My Friend“ fiel Norah Jones ein, nachdem sie zuhause im Bett einen Film angeschaut hatte. „Das ist mir noch nie passiert. Normalerweise setze ich mich nach einem Film hin und denke darüber nach. Aber diesmal schrieb ich einfach einen Song.“ Sie schaute sich den Film sogar noch ein weiteres Mal an, nur um sicher zu gehen, dass sie die Melodie nicht etwa dem Soundtrack entnommen hatte. Hatte sie nicht. „Was bei der Aufnahme des Songs besonders Spaß gemacht hat, war, dass wir das Band mit Adams Gitarre rückwärts haben laufen lassen.“



Dass der Weg zu einem Song auch beschwerlich sein kann, diese Erfahrung machte Norah Jones mit „Be My Somebody“, einer der ersten Aufnahmen für das neue Album. Während ihr Partner Lee Alexander fort war, um das neue Album von Labelkollege Amos Lee zu produzieren, saß sie missmutig zuhause und kam mit dem Schreiben kein Stück voran. „Ein Freund gab mir einige gute Ratschläge, und als dieser Song erst einmal fertig war, fiel mir der Rest auch leichter.“ Der Titelsong des Albums war wiederum die letzte Aufnahme, die fertig wurde. Ein Song, der den Menschen Hoffnung vermitteln möchte, etwas zu ändern, auch wenn sie sich blutleer und ausgepumpt fühlen oder das Kettenrauchen die Sinne vernebelt. „Not Too Late“ ist einer der Kompositionen, die Norah Jones lange Zeit mit sich herumgetragen und mit Alexanders Hilfe schlussendlich perfekt und zum richtigen Zeitpunkt umgesetzt hat.



Eine der wohl bis dato ungewöhnlichsten neuen Aufnahmen ist „Sinkin’ Soon“, ein Stück zwischen Dixieland aus New Orleans und Barpiano à la Kurt Weill. Das Grundgerüst des Songs stammt von Lee Alexander, von Norah Jones die Bridge. „Irgendwie gelang es uns nicht, das Stück ein einziges Mal durchzuspielen, bevor wir es aufnahmen. So gingen wir erst einmal essen und tranken dann einige Bier. Vielleicht brauchte es einfach dieses Gefühl eines leicht angetrunkenen Seemanns, um es dann in einem Take hin zu bekommen.“ Das signifikante Posaunenspiel stammt von J. Walter Hawkes. „Wir haben ihn gebeten vorbeizuschauen, weil er ein alter Freund ist und ein richtiges Original. Sein Solo war einfach perfekt für diesen Song.“ Später wurde der Song noch mit dem Backgroundgesang von M. Ward und einer Tom Waits zur Ehre gereichenden Percussion-Session auf Pfannen und Pötten abgeschmeckt. Norahs Teekanne überlebte diese Session allerdings nicht.



Zwei Nummern auf „Not Too Late“ greifen weit zurück in die Vergangenheit von Norah Jones. Die auf einer Wurlitzer interpretierte Single „Thinking About You“ schrieb sie bereits 1999 gemeinsam mit Ilhan Ersahin von den Wax Poetics, der Band, mit der sie damals arbeitete. „Den Song habe ich eigentlich immer im Hinterkopf gehabt“, so Jones. „Ich dachte lange Zeit, dass dies für meine Verhältnisse zu sehr Pop sei, besser geeignet für jemand anderen. Wir haben sogar für das letzte Album eine Version aufgenommen, aber das war dann zu sehr Country-Rock. Jetzt haben wir einen Weg gefunden, wie der Song funktioniert. Wenn man nach sieben Jahren einen Song noch immer so sehr mag, ist das eine gute Sache.“ Ein weiterer Ausflug in die Vergangenheit ist „Little Room“, eine kleine, witzige Nummer, die Norah Jones noch vor ihrem ersten Album in einem kleinen Studio im East Village schrieb, wo das einzige natürliche Licht durch ein vergittertes Fenster fiel.



„Not Too Late“ zeigt in all seinem Facettenreichtum, in der schieren Intensität seiner Intimität und in der makellosen Ausführung einen weiteren Riesenschritt in der künstlerischen Evolution von Norah Jones auf. Ihr Charisma und Genie beschützen sie vor dem schnellen Trubel des Popalltags, in dem nicht wenige Künstler heutzutage nach kurzem Auftauchen schnell wieder untergehen. Mit ihren Ruhe und Gewissheit ausstrahlenden Wunderwerken souveräner Songkunst gehört Jones zu den dauerhaften Stars unserer Zeit. Mit jeder ihrer Albumveröffentlichungen bereichert sie die Welt um einen wahrhaften Klassiker. „Not Too Late“ bildet da keine Ausnahme. Und es ist tatsächlich keineswegs zu spät, sich hier und jetzt von dem einmaligen Zauber dieser Ausnahmekünstlerin gefangen nehmen zu lassen.


bee
20.12.2006 - 18:05 Uhr
"Magierin"
ich glaub das Wort gibt's nicht ,-)
captain shidd
21.12.2006 - 12:24 Uhr
Gerade die Single im Quelle-Fahrstuhl gehört.
Boah, geht das ab! Hätte beim dös*, ähh pogen fast mein Stockwerk verpasst...
Armin
18.01.2007 - 12:39 Uhr
NORAH JONES BEGEISTERT MIT RADIOKONZERT IN BADEN-BADEN, DER DEUTSCHEN LIVE-PREMIERE IHRES NEUEN STUDIOALBUMS „NOT TOO LATE“ – EINTRAG INS GOLDENE BUCH DER STADT BADEN-BADEN





Köln, 18.01.2007 Norah Jones gilt als einer der unaufdringlichsten Superstars unserer Zeit. Die amerikanische Sängerin, Pianistin und Songwriterin strahlt wie keine andere Künstlerin ihres Formats vor allem bei Konzerten eine berührende Intimität aus. Norah Jones hat ein seltenes Charisma, das ihren aparten Songs einen unverwechselbaren Charakter und enorm viel Charme verleiht. Das stellte die 27-jährige Musikerin auch gestern Abend einmal mehr unter Beweis, als sie gemeinsam mit ihrer Band im Rahmen der Konzertreihe „SWR3 hautnah“ erstmals vor deutschem Publikum Songs aus ihrem neuen Studioalbum „Not Too Late“ präsentierte, das am 26. Januar in Deutschland veröffentlicht wird. Das exklusive Konzert, das vor 450 begeisterten Zuschauern im Theater Baden-Baden stattfand, wurde direkt als Livestream über die Website von SWR3 übertragen und wird am heutigen Abend um 19 Uhr in der Radiosendung SWR3 Club wiederholt. Eine Fernsehaufzeichnung des Konzerts von Norah Jones strahlt das SWR-Fernsehen in der Nacht vom 10. auf den 11. Februar um 00:35 Uhr aus.

Mit ihren ersten beiden Alben hatte die mehrfache Grammy-Preisträgerin Norah Jones die Welt im Sturm erobert. Von den beiden Longplayern „Come Away With Me“ (2002) und „Feels Like Home“ (2004), die auch in den deutschen Charts sensationell erfolgreich waren, wurden weltweit mehr als 30 Millionen Exemplare verkauft. So spielte Norah Jones natürlich auch am gestrigen Abend Songs aus ihren ersten beiden Bestsellern, setzte den Schwerpunkt jedoch auf die Songs ihres neuen Werks „Not Too Late“, bei dem sie zum ersten Mal an allen Songs als Autorin beteiligt gewesen ist. Die als kommerzieller Download veröffentlichte Single „Thinking About You“ notiert sich nun schon seit mehreren Wochen in den deutschen Airplay-Charts und erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Bereits einen Tag vor dem Konzert wurde Norah Jones vom Oberbürgermeister der Stadt Baden-Baden, Wolfgang Gerstner, persönlich empfangen und durfte sich ins Goldene Buch der Stadt eintragen.

„Not Too Late“ (Blue Note/EMI) von Norah Jones erscheint am 26. Januar 2007.

www.norah-jones.de






Die Single im Fahrstuhl gehört? Haha...
thesos
18.01.2007 - 12:45 Uhr
Musik so lala, Marketing ok, so hat sie es bis in die Tagesthemen geschafft
asdff
18.01.2007 - 13:30 Uhr
liest sich einer wirklich den ganzen promo-käse komplett durch? so viel zeug würde ich nicht mal bei meinen lieblingsbands durchlesen!
also wenn es drei absätze nicht schaffen leute zum anhören zu bewegen, dann schaffts der rest auch nicht, aber die promo-leute müssen ja für irgendwas bezahlt werden...
Sick
26.01.2007 - 10:11 Uhr
Ach du meine Güte. Sie hat es wirklich geschafft die Qualität ihrer ersten Alben noch zu unterschreiten. Lahme langweilige Produktion und bis auf wenige Ausnahmen keine guten Songs.
Kaufhausbetreiber und Fahrstuhlbeschaller werden sich freuen, endlich wieder Ohrenfutter für ihre Örtlichkeiten zu bekommen.

Einige werden jetzt wieder Begriffe wie sanft, verträumt oder relaxed in den Raum werfen. Ich aber brauch jetzt erst mal einen Kaffee um wieder wach zu werden. Dabei hab ich es diesmal wirklich versucht...
Aber nichtsdestotrotz hat sie es ja eigentlich richtig gemacht. Diese Platte wird in den Jahrescharts von Media Control ganz oben zwischen Silbermond und Andre Rieu mit dabei sein und gutes Geld bringen. Es sei ihr gegönnt.
lauraa
26.01.2007 - 14:59 Uhr
In diese Platte muss ich unbedingt mal reinhören.. Diese Frau und ihre Musik sind soo toll!
Bernd das Brot
26.01.2007 - 15:46 Uhr
Hey Laura, wenn Du reinhörst: unbedingt alle Kerzen ausmachen und Bügeleisen abstellen, nicht dass Dich die Feuerwehr weckt :-)) War immer ein Fan von ihr vor allem in den trash und grunge verseuchten Jahren als Ihre erste Scheibe sich so wunderbar abhob. Mittlerweile gibt es viele Alternativen. Versucht es mal mit Vienna Teng (TIP!!!) oder Eva Cassidy
Mixtape
26.01.2007 - 17:00 Uhr
@ Bernd: Nur, um das für mich klarzukriegen: Wann verortest Du Grunge?
Fozzy™
26.01.2007 - 17:04 Uhr
Vermutlich um 2002 rum ;-)
captain kidd
26.01.2007 - 22:57 Uhr
schön, dass die norah wieder da ist. sehr intimes album, schöne streicher und bläser. und mit not my friend ein echter herzzerstückeler.
rico
27.01.2007 - 16:32 Uhr
3/10.
So was lahmes hab ich ja schon lange nicht mehr gehört.
Rocky
27.01.2007 - 17:47 Uhr
Gute Musik ist in diesem Forum ja auch verpöhnt!
lauraa
28.01.2007 - 18:08 Uhr
Hey Bernd, danke für die Tipps!;) Ich liebe ihre erste CD...soo schön!! Und danke, werd mal schauen ob ich was von denen finde...Katie Melua macht auch tolle Musik, kennst du die vielleicht?
Indii
28.01.2007 - 18:40 Uhr
Meine Freundin hat's sich gekauft und ich finde die Musik wirklich ganz nett: schöne Instrumentierung, angenehme Stimme, gute Songs. Im Gegensatz zu den ersten zwei Alben wohl weniger Jazz, aber das steht ihr ganz gut.
Andi
29.01.2007 - 16:20 Uhr
"Wenn sich die zerfallene Popkultur nicht länger überblicken lässt, geschweige denn beherrschen, trösten solche Songs. Wie der bequemste Weg zum annehmbaren Kaffee über Starbucks führt, wo Norah Jones im übrigen mehr CDs verkauft hat als in Plattenläden. Niemandem wird von ihr abverlangt, bizarren Jazz zu hören oder Nashville-Country, sondern nur noch der niveauvolle Genuss des kleinsten Nenners. Das verbindet. Schon weil gegen leere, langweilige Lieder, die geschmackvoll vor sich hin leiern, im Grunde wenig einzuwenden ist. Wenn hier der Folk der Mitte anklingt, muss man sich auch um die Mitte keine Sorgen machen."

Yepp.

http://www.welt.de/data/2007/01/29/1192895.html
Armin
29.01.2007 - 16:50 Uhr
Werbung, aber für manche auch sicher hilfreicher Hinweis:

Das Album gibt's nur bis morgen früh im 24-Stunden-Verkauf von CD WOW! für 9,99€ inklusive Versand.
mischi
02.02.2007 - 10:14 Uhr
Wirklich unfair finde ich, dass Musik wie die von Norah Jones, die Album für Album das gleiche macht, so viel Beachtung bekommt, während Künstler wie Stina Nordenstam, die auch in ähnlichen Gefilden unterwegs sind, über Jahre, ja fast Jahrzehnte hinweg konsequent ignoriert werden.
lazybone
04.02.2007 - 11:40 Uhr
Wer ist Stina Nordenstam? Kannst du mir mal ein paar Tips zum reinhören geben?
dfg
04.02.2007 - 12:43 Uhr
3x das gleiche Album, hier muss jetzt schon der Vergleich mit Linkin Park her!!
cav
04.02.2007 - 12:45 Uhr
Wer ist Stina Nordenstam?

siehe zb

http://www.plattentests.de/rezi.php?show=2522
captain kidd
04.02.2007 - 14:53 Uhr
macht nicht die gute stina auch immer das gleiche?
mischi
04.02.2007 - 16:41 Uhr
Nun ja, wenn man das, was auf der Dynamite drauf ist, mit dem, was auf der The World Is Saved drauf ist, dann ja. ;)

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