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AliBlaBla
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06.04.2026 - 09:15 Uhr
*beim Lesen - sorry, abgerutscht, ...Aber dann lernt man ja was, auch nicht verkehrt.
Für Filme gilt das Gleiche, ich kenne einige, die immer schauen, ob sie die englische Übersetzung bekommen.
Deutsch ist schon eine spezielle Sprache, Englisch eine universelle, ständig wachsende.
Übersetzungen ins Deutsche können super sein; die Regel ist das aber nicht. |
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Deaf
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06.04.2026 - 09:18 Uhr
Das kann jeder halten wie er will. Ob englische Übersetzungen deshalb grundsätzlich besser sind als deutsche, würde ich jetzt mal anzweifeln. |
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Deaf
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06.04.2026 - 09:25 Uhr
Was für ein unnötig arroganter Kommentar. |
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AliBlaBla
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06.04.2026 - 09:29 Uhr
@Deaf
Sorry, das wollte ich nicht, so rüberkommen.
In der Sache allerdings richtig.
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AliBlaBla
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06.04.2026 - 09:33 Uhr
Englische Übersetzungen sind in der Tat einfach präziser, da einem viel (!) mehr Worte zur Verfügung stehen.
Und die Misere der dt. Übersetzerinnen, also ihre Unterbezahlung, ...Ich dachte, das wäre bekannt.
Filmuntertitel auf deutsch= ganz gruselig.
Ich habe um Löschung des obigen Kommentars gebeten. |
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Deaf
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06.04.2026 - 09:40 Uhr
Mag alles sein, ich lese aber auch nicht die aktuellen Bestseller oder schaue den ganzen Netflix-Trash.
Von mir aus könnt ihr natürlich auch den Zauberberg auf Englisch lesen, ist dann sicher viel präziser und deeper. :-D |
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AliBlaBla
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06.04.2026 - 09:50 Uhr
@Deaf
Naja, gerade, wenn e ms dir um Qualität geht, ruhig mal auf Englsich probieren.
Bei Klassikern schaut man ja auch mal nach einer überarbeiteten Übersetzung, und liest besser nicht die aus dem Mittelalter. ;)
Nix für ungut. |
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Enrico Palazzo
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06.04.2026 - 10:10 Uhr
Ich verstehe die Frge von Deaf immer noch nicht. Unabhängig davon könnte ich aber auch englischer Muttersprachler sein, könnte man ja auch mal nach fragen zB.
Naja. Egal. Zurück zu Büchern... |
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Deaf
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06.04.2026 - 10:31 Uhr
Und ich verstehe deine recht harsche Reaktion ehrlich gesagt nicht. Wenn dem so wäre, hättest du dies ja ganz einfach in deine Antwort auf meine offen gestellte Frage einbauen können. |
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Enrico Palazzo
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06.04.2026 - 11:09 Uhr
Die ist nicht harsch gemeint :) Ich sage nur: ich verstehe die Frage nicht. |
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AliBlaBla
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06.04.2026 - 11:14 Uhr
Wir haben es ja jetzt geklärt (wenn auch bei weiter unterschiedlichen Auffassungen vielleicht).
Hauptsache, Lesen, viele, die das hier sähen, würden eventuell sagen: "Was Bücher? Was meinst du, Junge?" |
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Hier stand Ihre Werbung
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06.04.2026 - 13:14 Uhr
Hä? In einem deutschsprachigen Forum würde ich doch erwarten, dass der Großteil der Leute Bücher auf deutsch liest oder in der Originalsprache, wenn diese beherrscht wird (häufig englisch). Wenn jemand davon abweicht (nicht Originalsprache, aber auch nicht deutsch) kann man doch mal nachfragen, warum das der Fall ist. Und ihr beide habt ja gute Erklärungen abgegeben, aber ohne Hintergrundwissen ist das nicht sofort ersichtlich...
Zuletzt 2 japanische Bücher auf englisch gelesen. Die deutsche Übersetzung gibts hier nicht. |
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Hierkannmanparken
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06.04.2026 - 13:23 Uhr
Ich gebe mir gerade echt Mühe, in Infinite Jest reinzukommen. Ich kann mich aber streckenweise echt nicht konzentrieren, z.B. bei der Beschreibung des Akademiegebäudes. Hab die ersten 60 Seiten gelesen, einzelne Momente sind echt genial, insgesamt ist es aber anstrengend.
Entwickelt das irgendwann einen Sog? |
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Enrico Palazzo
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06.04.2026 - 13:33 Uhr
Ich finde schon. Aber man muss sich ja auch nicht selbst geisseln: vielleicht muss man gar nicht alle Einzelheiten genau lesen, sondern eher ein Gefühl für die Art des Schreibstils und die Geschichte bekommen? Mut zur Lücke! |
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Enrico Palazzo
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06.04.2026 - 13:56 Uhr
@Hier stand ihre Werbung
Die Frage war
Hmm, warum einen schwedischen Roman auf Englisch lesen?
Und darauf gibt es mehrere Antworten bzw. Intentionen der Frage:
a) Warum liest du es nicht im schwedischen Original?
b) Warum sollte man es auf Englisch lesen und nicht auf deutsch?
Zu a) habe ich geschrieben, dass mein Schwedisch nicht gut genug ist. Ich arbeite mich aktuell an Pippi Langstrump ab ;)
Zu b) war meine Nachfrage, warum es einen Unterschied macht, ob ich ein aus dem Schwedischen übersetztes Buch auf Englisch oder auf Deutsch lese? Ich verstehe diese Frage nicht. Es ist doch egal, in welcher übersetzten Sprache ich das lese. Übersetzt ist es doch eh. Oder verstehe ich die Frage nicht? Ich kann auf die Frage zB antworten: weil ich es auf Englisch lesen kann. |
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Deaf
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06.04.2026 - 14:02 Uhr
Ich werde mich künftig hüten, nochmals so eine einfache und harmlose Frage zu stellen. |
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Enrico Palazzo
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06.04.2026 - 14:04 Uhr
:D Wollen wir es nicht einfach unter "Missverständnis" ablegen?
Ich dachte, du wolltest mir ans Bein pupen, dem war offenbar nicht so. Und ich kam offensichtlich aggressiver rüber als ich es überhaupt wollte. |
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Deaf
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06.04.2026 - 14:19 Uhr
Gerne, auch wenn ich nicht sehe, wie man das als Angriff interpretieren kann. Wie gesagt, du hast ja dann eine plausible Antwort geliefert, warum man den Roman möglichst auf Englisch lesen sollte. Dass der Autor auch der Übersetzer ist, wusste ich ja nicht - und wüsste ich auch jetzt noch nicht, wenn ich nicht nachgefragt hätte. ;-) |
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Enrico Palazzo
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06.04.2026 - 14:25 Uhr
Ich wusste das auch nicht, bevor du danach gefragt hast :) Ich hätte es also theoretisch genausogut auf Deutsch lesen können. Ich bin aber in einer englischen Rezi drüber gestolpert und habe es wohl deswegen auf Englisch. |
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Arne L.
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06.04.2026 - 14:31 Uhr
Jetzt, wo die Wogen geglättet sind, kann ich für mich sagen: Ich bin über den Umweg Filmuntertitel auch da angekommen, dass ich Bücher, die nicht im Original auf Englisch oder Deutsch geschrieben sind, auf Englisch kaufe. Gibt sicher Ausnahmen und tolle Übersetzer*innen in Deutschland, aber ich finde Englisch meistens besser (aus den teilweise oben genannten Gründen). |
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The MACHINA of God
User und Moderator
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06.04.2026 - 16:06 Uhr
Hatten wir das Thema nicht letztens erst? Ich lese inzwischen auch manche Nicht-Englisch-Originale in englischer statt deutscher Übersetzung, weil ich mit denen weniger Probleme habe. Bei Französisch mach ich es inzwischen so seit "Vernon Subutex", wo ich das Deutsch einfach unangenehm fand. Außerdem finde ich vom Fluss und Grammatik her Französisch oft näher an Englisch als Deutsch. Bei Russen zum Beispiel bleibe ich bei Deutsch, passt für mich besser. Derzeit frage ich mich auch, ob ich Murakami mal in Deutsch oder Englisch probiere... Japanisch ist halt komplett entkoppelt von beidem, von daher keine Tendenz. |
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Hierkannmanparken
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06.04.2026 - 20:10 Uhr
vielleicht muss man gar nicht alle Einzelheiten genau lesen, sondern eher ein Gefühl für die Art des Schreibstils und die Geschichte bekommen (es geht um Infinite Jest)
Absolut, so würde ich meine Herangehensweise auch beschreiben. Sobald ich versuche, jeden Nebensatz, jede Anspielung verstehen zu wollen, hab ich verloren. Lustigerweise kam nach meinem Post die sehr unterhaltsame Passage über den Drogenabhängigen/Profi-Einbrecher und sein Katz-und-Maus-Spiel mit dem Staatsanwalt. Ich glaube, hätte ich mir keine groben Zusammenfassungen vorher durchgelesen, hätte ich bisher immer noch kein Gefühl dafür, wo der Roman eigentlich hin will. |
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myx
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06.04.2026 - 21:51 Uhr
@Hierkannmanparken:
Für mich ist "Unendlicher Spass" vor allem dann absolut grossartig, wenn der Roman den Leser ganz in den Bewusstseinsstrom seiner Figuren eintauchen lässt. Man kann quasi in Echtzeit miterleben, wie sich eine Suchterkrankung oder auch die ausweglose Situation einer klinischen Depression anfühlt. Gerade diese immer wiederkehrenden, sehr authentisch wirkenden Einblicke haben bei mir schon eine Art Sog erzeugt, weniger als die Ebene der einzelnen Handlungsstränge selber, die ich am Ende eher als nebensächlich empfunden habe.
Ich weiss nicht, ob du den Lesezirkel zum Roman schon gesehen hast, sonst hier gerne noch der Link:
https://www.plattentests.de/mobile/forum.php?action=showThread&id=90782 |
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myx
Postings: 6362
Registriert seit 16.10.2016
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07.04.2026 - 07:08 Uhr
Ich war in Sachen Literatur folgendermassen unterwegs im 1. Quartal 2026:
Dorothee Elmiger – Die Holländerinnen (6/10)
Zora del Buono – Seinetwegen (8/10)
Herbert Clyde Lewis – Gentleman über Bord (8/10)
David Foster Wallace – Der Planet Trillaphon im Verhältnis zur Üblen Sache (7,5/10)
José Eduardo Agualusa – Das Lachen des Geckos (6,5/10)
Simone de Beauvoir – Alle Menschen sind sterblich (7/10)
Ray Bradbury – Fahrenheit 451 (8,5/10)
Ödon von Horváth – Jugend ohne Gott (9/10)
Franz Kafka – Der Verschollene (6/10)
Thomas Pynchon – Die Enden der Parabel * (8/10)
Lew Tolstoi – Auferstehung (7,5/10)
Stephen King – Friedhof der Kuscheltiere (7/10)
Agota Kristof – Der Beweis (8/10)
* Schlusslektüre / letztes Viertel |
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Hierkannmanparken
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07.04.2026 - 09:25 Uhr
@myx danke für die Einordnung und den Link, vom Lesezirkel wusste ich noch nichts |
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Lucas mit K
Postings: 486
Registriert seit 19.07.2024
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07.04.2026 - 09:30 Uhr
Zora del Buono – Seinetwegen
Fand ich auch sehr gut. Interessante Mischung aus Biografie, Krimi, Recherche und literarischer Erzählung. Sehr reflektierte Ich-Erzählerin auch. Voll mit Details und Szenen, die nachwirken. Müsste ich eigentlich noch ein zweites Mal lesen. |
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Enrico Palazzo
Postings: 8699
Registriert seit 22.08.2019
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07.04.2026 - 10:04 Uhr
@Machina
Witzig, dass du da Murakami ansprichst. Den habe ich bisher nur auf deutsch gelesen. Aber auch, weil ich mich bisher gar nicht gefragt habe, ob ich den auf englisch lesen sollte. Das ist mir erst klar geworden, als du das schrubst. |
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myx
Postings: 6362
Registriert seit 16.10.2016
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07.04.2026 - 11:42 Uhr
@Lucas mit K:
Treffende Charakterisierung. Das Buch ist wirklich auf mehreren Ebenen sehr interessant und packend zu lesen bis zum Schluss. Die Autorin strahlt eine grosse erzählerische Souveränität aus und weiss auch stets genau, wo sie gesellschaftliche Kritik anzubringen hat. Der Schweizer Buchpreis ist absolut verdient. |
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dieDorit
Postings: 2967
Registriert seit 30.11.2015
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07.04.2026 - 13:07 Uhr
@myx:
Interessant, gerade die beiden von die am besten bewerteten Bücher deiner Quartalsliste, Fahrenheit 451 und Jugend ohne Gott, habe ich auch noch auf meiner Leseliste - dann kann ich mich ja auf ein Lesevergnügen freuen :) |
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myx
Postings: 6362
Registriert seit 16.10.2016
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07.04.2026 - 13:29 Uhr
@Dorit:
Schön! Dann bin ich gespannt auf deine Einschätzung. :-) |
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Deaf
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Registriert seit 14.06.2013
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07.04.2026 - 14:37 Uhr
Das sind genau die beiden Titel, die ich von der Liste bereits kenne. Und "Gentleman über Bord" wäre wohl mein nächster Vorschlag für den Buchclub geworden. ;-) |
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myx
Postings: 6362
Registriert seit 16.10.2016
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07.04.2026 - 17:36 Uhr
@Deaf:
Tolles Buch, das ich vor einigen Monaten in einer schmucken Ausgabe zu meinem Sechzigsten bekommen habe. ;-) |
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Enrico Palazzo
Postings: 8699
Registriert seit 22.08.2019
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13.04.2026 - 14:06 Uhr
Baumgartner von Paul Auster 8/10
Auster und ich, das ist eine unvollendete Beziehung. Grundsätzlich mag ich Auster lieber, wenn das Buch kurz ist - der trockene Stil ist für mich immer eine Herausforderung bis mitunter zähe Angelegenheit. "4321" war deswegen für mich auch eine Qual und ich habe es nach 250 Seiten abgebrochen.
Bei Baumgartner ist es wie immer mit mir und Auster: intellektuell und stilistisch erreicht es mich bzw verstehe ich Auster. Aber emotional passiert da nix mit mir. Daher ist auch nichts, was ich von ihm bisher gelesen habe, besser als 8/10. |
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ijb
Postings: 8207
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16.04.2026 - 20:31 Uhr
Kein Buch, aber...: Ich war gestern bei einem Podiums-/Publikumsgespräch mit Colson Whitehead, und die Aufzeichnung ist auch schon online:
https://www.americanacademy.de/videoaudio/on-becoming-a-writer-an-evening-with-colson-whitehead/
Fand ich sehr, sehr unterhaltsam und auch sehr interessant. Er ist humorvoll und weiß das Publikum zu unterhalten; es wurde jedenfalls sehr viel gelacht, und das macht Lust, noch einiges mehr von ihm zu lesen.
Ganz witzig fand ich, wie er am Anfang sagte, dass er zuerst ein sehr wortreiches, ambitioniertes Buch geschrieben hatte, das er an 25 Verlage geschickt hat, und niemand wollte es rausbringen... also entschied er sich fürs zweite Buch, „something with a plot“ zu schreiben, denn „people seem to like plots“...
Inspiriert hat ihn dann ein Fernsehbericht über „escalator inspectors“.. und er schrieb dann einen sehr plot-intensiven Krimi über eine Rolltreppeninspektorin. Das Buch wurde auch veröffentlicht und scheint wohl auch ganz witzig zu sein.
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