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Welches Buch liest Du gerade? / Welches Buch hast Du zuletzt gelesen? Wie war/ist es?

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The MACHINA of God

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27.08.2019 - 23:39 Uhr
Gerade eben Puzo's "The Godfather" beendet. Hach. Grandios. Mehr dazu später. Dazu natürlich den tollen Soundtrack.

derdiedas

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28.08.2019 - 10:28 Uhr
Hab mir gerade The Wind through the keyhole gekauft. Ist ja eine Art Nebenbuch zur Dark-Tower-Reihe, das hab ich bisher ausgelassen. Freu mich, noch mal auf Roland und die anderen Charaktere zu treffen.

@Machina
Hast du die Reihe dann weitergelesen oder aufgegeben?

Würde dir für den Fall wirklich empfehlen, zumindest noch Buch 4 zu lesen. Hat als ausgedehnter Flashback nicht so viel mit der Hauptgeschichte zu tun, ist aber für sich ein großartiger Roman. Das Dorf und die Landschaft, wo alles spielt, sind grandios beschrieben, und das ganze ist eine wirklich packende Beschreibung von einer Gesellschaft, die einen Sündenbock sucht (zusammen mit einer erstaunlich unkitschigen, wirklich berührende Liebesgeschichte)

The MACHINA of God

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28.08.2019 - 17:04 Uhr
Hab während Band 3 aufgegeben. Das ist mir alles zu wischiwaschi. Immer dieses "He knew and at the same time he didn't" und sowas. Nichts ist konkret, alle wissen oder sehen oder fühlen irgendwas, oder auch nicht. Ich finde keinen Bezug zur realen Welt und den brauche ich wohl. Bin einfach kein Fantasy-Leser.

myx

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01.09.2019 - 14:32 Uhr
Karl Ove Knausgard - Träumen (8,5/10)

Soeben fertiggeworden mit Band 5. Hat mir wieder deutlich besser gefallen als der letzte Band. Die zweiten 400 Seiten habe ich praktisch in einem Rutsch absolviert.

Jetzt bin ich gespannt auf den Roman "Auf Erden sind wir kurz grandios" von Ocean Vong. Knausgards dicken Schlussband kriege ich bis Mitte Oktober - wenn die Flitterwochen von mir und meiner Verlobten starten - nicht mehr hin. :)

myx

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01.09.2019 - 14:34 Uhr
*Vuong

Hier stand Ihre Werbung

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02.09.2019 - 12:56 Uhr
Im Urlaub leichte Lektüre dabei gehabt und
Ken Follet - Der Dritte Zwilling
gelesen.

Guter Thriller, auch wenn man an einigen Stellen doch mit dem Autor fremdelt. Da hat sich glaube ich was seit den 90ern getan.
So wird gleich am Anfang eine Nebencharakterin vergewaltigt. Nach 3-4 Tagen im Buch taucht dann ein verwundert klingender Satz auf wie "Sie war immer noch nicht über die Sache hinweg!" Ähm. Naja. Hätte man sich sparen können.
Auch der Einschub, um den jungen, gutaussehenden Helden noch etwas wilder zu machen, war befremdlich: "Er war nämlich insgeheim Liberaler". Sonst hatte seine politische Orientierung genau 0 Auswirkung.
Ich weiß nicht. Das klingt irgendwie zu sehr nach dem Klischee alter, weißer Mann. Wenn man das überlesen kann, kriegt man aber immer noch einen schicken 90er-Jahre Thriller geliefert.

The MACHINA of God

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03.09.2019 - 20:18 Uhr
Truman Capote - "In cold blood" 9,5/10
2012 schon mal gelesen. Jetzt wieder. Der Mord an der Clutter-Familie 1959 in Kansas. Capotes 1966er Werk widmet sich diesem Verbrechen auf geniale Weise. Selbst wenn man schon weiß, was passierte und wie es ausgeht, packt einen "In Cold Plot" trotzdem wieder. Das liegt vor allen Dingen an der wunderbaren Struktur des Buches und kleinen literarischen Kniffen. Er beleuchtet auch das Leben der Täter, was bestimmt nicht jedem gefallen haben dürfte. Aber nur so schafft Capote es, dass "In Cold Blood" ein Buch über Menschen ist... und was sie einandern antun können.

"Present Tense: A Radiohead Compendium" 7/10
Ich wollte so gern mal was über Radiohead lesen, aber es gibt keine wirklichen Biographien. Deshalb hab ich mir diese Sammlung von Reviews, Artikeln und Interviews mal geholt. 2/3 des Buches sind dabei sehr interessant, besonders 2-3 gute Essays/Artikel. Teils gibt es interessante abseitige Einblicke, wie in das Schaffen von Johnny Greenwood als Soundtrack-Komponist. Die Reviews hingegen sind leider eher vergessenswert. Sehr kurz meist und auch oft einfach nicht gut. Da hätte man sicher besseres finden können. Eine "richtige" Biographie wäre mal toll, nur ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass das je (zumindest authorisiert) passieren wird.

The MACHINA of God

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03.09.2019 - 20:32 Uhr
Mario Puzo - "The Godfather" 9,5/10
Natürlich mehrfach die Filme gesehen, aber noch nie das Buch gelesen. Nun erledigt und nicht enttäuscht worden. Auch wenn ich mich noch an einige Ereignisse erinnern konnte, ein sehr intensives und spannendes Portrait der Corleone-Familie. War etwas überrascht, wie viel die Filme noch dazu "gedichtet" haben (z.B. Fredo), was in den Büchern gar nicht vorkommt. Auch "The Godfather II" basiert ja nur auf dem einen Kapitel (oder "Book") des Buches. Egal, in jedem Fall ist es ein grandioser Roman.

Timothy Egan - "The Worst Hard Time: The Untold Story of Those Who Survived the Great American Dust Bowl" 8,5/10
Sehr interessante Beschreibung des irgendwie in Vergessenheit geratenen Jahrzehnts des Dust Bowls (1930er), überschattet von der Depression in den USA und Hitlers Deutschland. Es werden verschiedene Familien und ihr miserables Leben inmitten der "Dust storms", der ausfallenden Ernten und des Hungers beschrieben. Eine zum großen Teil von Menschen verursachte Naturkatastrophe, die hier chronologisch und analytisch beleuchtet wird.

MopedTobias

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03.09.2019 - 20:36 Uhr
Ich hab "In Cold Blood" selbst nie gelesen, aber der Capote-Film mit Philip Seymour Hoffman, in dem es größtenteils um die Entstehung dieses Buchs geht, ist sehr gut.

Deaf

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03.09.2019 - 22:02 Uhr
Gelesen im Juli/August:

James Leo Herlihy - Midnight Cowboy (1965)
Den Film kennt wohl fast jeder. Der Roman gefiel mir aber noch fast besser.

Jochen Distelmeyer - Otis (2015)
Leider bewahrheiteten sich die negativen Kritiken grösstenteils. Nicht wirklich schlecht, aber das Odyssee-Geschwurbel nervte etwas und das Ende war irgendwie doof.

Art Spiegelman - Die vollständige Maus (1991)
Sehr berührende Graphic Novel, die man kennen sollte.

Truman Capote - Kaltblütig (1965)
Per Zufall auch gelesen, kannte vorher auch nur den Film mit Hoffman. Habe es ähnlich empfunden wie Machina, auch wenn ich vielleicht einen Punkt weniger geben würde.

Jonathan Franzen - Freiheit (2010)
Ca. ein Jahrzehnt nach den "Korrekturen" endlich wieder was von Franzen gelesen. Die Sogwirkung war stark dank den starken Charakteren. Bin nach der Lektüre aber froh, halte ich mich die letzten Jahre fern von solchen Liebesbeziehungen. ;-)

Next:
Emmanuel Carrère - Limonow (2011)

peppermint patty

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15.09.2019 - 00:48 Uhr
Peter Wyden- Stella Goldschlag (Eine wahre Geschichte)

Da ihr Freunde der AfD, das ist euer schönes Deutschland. Wer solche Zeiten herbeisehnt, hat sich als Mensch disqualifiziert, ohne jede Ironie. Da könnt ihr euch ins Fäustchen grinsen, wie ihr wollt, Dreck bleibt Dreck!

John Bello

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15.09.2019 - 01:05 Uhr
Hallo Deaf!

I bims, der Idiot.

Auch ein Spielberg oder ein Scorsese hat mal seinen zweiten Film gedreht, eventuell auch mit einem höheren Budget als den Erstling, sowas nennt man Entwicklung

Und klar kann ich Musik besser beurteilen, wenn ich selbst mal wenigstens Gitarre gespielt oder Kästchen auf dem PC verschoben habe, du weisst, was ich meine.

Zufall, dass man sich hier getroffen hat :)

John Bello

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15.09.2019 - 01:38 Uhr
@ Deaf:

Otis und Kaltblütig habe ich auch gelesen

peppermint patty

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15.09.2019 - 03:27 Uhr
@Patty

Versuch in Zukunft mal bitte, deinen Ton etwas zu mässigen. Eigentlich bist du doch weder die harte Gangsterbraut noch die Strassenaktivistin, was soll zb. dieses "Dreck bleibt Dreck". Ich denke, dass es eher zu deinen Stärken gehört, mit allen irgendwo klarzukommen, ist ja nicht so, dass es hier vor krassen Nazis nur so wimmelt.

Ich hab mich zu sehr in die Rolle der "Rotzgöre" reingesteigert, in Zukunft werde ich den Tonfall etwas mässigen, gefällt mir selbst nicht immer, was ich da sehe. (wir werden sehen :(

Nur zur Info

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15.09.2019 - 08:41 Uhr
John Bello = deaf = peppermint patty

maxlivno

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15.09.2019 - 08:55 Uhr
Max Frisch - Stiller 9/10

Juhnke

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16.09.2019 - 19:40 Uhr
Houellebecq

Ausweitung der Kampfzone - 8/10

Plattform - 8,5/10

Die Möglichkeit einer Insel - 8,5/10

Karte und Gebiet - 9/10

Unterwerfung - 9/10

Serotonin - 9/10

derdiedas

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18.09.2019 - 10:29 Uhr
The Dark Tower - A Wind through the Keyhole

Schönes Buch, nach den leider relativ grottigen letzten zwei Bänden der Reihe wieder auf dem Niveau der alten Bücher. Auch als "Geschichte innerhalb einer Geschichte innerhalb einer Geschichte" schön angelegt.
Die Rahmenhandlung ist relativ sparsam, aber ein "Midquel" kann ja auch nichts an der weiteren Geschichte verändern. Und ein paar schöne Momente gibt es. Dafür sind die beiden anderen Geschichten wirklich toll, ich hätte nicht gedacht, dass ein ziemlich klassisches Märchen aus der Hand von Stephen King so gut funktioniert, und die Timeline mit dem jungen Roland finde ich sowieso fast besser als die Hauptgeschichte.

Jetzt müsste King nur noch die letzten Bände überarbeiten und die Parts der Backstory, die er nur angerissen hat, ausfüllen (die Möglichkeit hat er ja öfter in Interviews angesprochen)

slowmo

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21.09.2019 - 00:31 Uhr
Ocean Vuong - Auf Erden sind wir kurz grandios 9/10

Tief am Abgrund, Sohn einer alleinerziehenden und schlecht situierten Einwanderin aus dem Vietnam, homosexuell, androgyn und eher devot... der Protagonist aus Vuongs stark autobiografisch geprägten Debütroman ist alles andere als eine klassische und stereotypisch amerikanische Romanfigur und schon gar nicht passend in das Amerika von Trump.
Vuong gräbt sich ganz tief vor in die Nischen der amerikanischen Gesellschaft. Dorthin wo sich die großen Mengen der Menschen ansammeln, für die es sonst keine Geschichte gibt. Diejenigen, die gerne übersehen werden. Vuong schreibt für sie und für sich und deckt dabei in absolut ergreifender weise die tiefsten Abgründe auf. Schmerzhaft und lyrisch doch unfassbar gut und schön. Der amerikanische Traum ist ein Mythos, den es nie gab oder geben wird. Es ist Zeit dafür endlich die Augen zu öffnen.

Kevin

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30.09.2019 - 22:27 Uhr
Donna Tartt - Der Distelfink

#12: Ein imposantes, gutes Buch, ja, tatsächlich. Über 1000 Seiten breitet Tartt die Lebensgeschichte des Kunstdiebes Theo Decker aus, es geht um den Tod seiner Mutter, seine Jugend beim versoffenen Vater in Las Vegas und seiner Tätigkeit als Kunsthändler in Manhattan. Vielschichtig charakterisiert die Autorin Deckers Weggefährten, Hobie, Boris, Pippa oder Kitsey und schildert detailreich den Alltag in einer Antiquitätenwerkstatt. Manchmal wirkt das Ganze "überliterarisiert", aus jeder minimalen Beschreibung will Tartt das Maximale herausholen und das wirkt hier und da dann doch etwas sehr ambitioniert. Es nimmt dem Leser ein wenig den Raum, eigene Gedanken und Imaginationen zu entwickeln. Auch die letzten Kapitel in Amsterdam, wenn sich die Story zuspitzt, wirken relativ salopp hingeworfen. Hier wäre etwas mehr Entwicklung schön gewesen, die woanders vielleicht zu viel war. Besonders in Erinnerung bleibt mir die Szene, in der Theo als kleiner Junge nach der Terrorattacke im Museum, daheim auf seine Mutter wartet, hoffnungsvoll auf die Uhr blickt, aber sie will und will einfach nicht daheim erscheinen. 7/10

The MACHINA of God

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05.10.2019 - 19:24 Uhr
Charles Dickens - "A tale of two cities" 9/10
Bei Dickens brauch ich immer doppelt so lang wie bei anderen Büchern, weil das hier über 200 Jahre alte Englisch auch für nen Anglistik-Absolventen echt nicht einfach ist. Dafür belohnt Dickens wie immer mit eine dichten Story (hier Paris und London am Ende des 18. Jahrhundert), tollen Charakteren und seiner typischen Stimmmung. Kann man immer empfehlen, den Herren.

Charles Bukowski
- "Ham on rye" 8,5/10
- "Factotum" 7,5/10
- "Post-Office" 8/10
Hab Bukowski ewig nciht mehr gelesen und dachte ich mache mal die Chianski-Trilogie. Gerade "Ham on rye" über die Kindheit von Chianski (oder eben Bukowski) mit dem grausamen Vater ist am beeindruckensten. "Factotum" ist mir etwas zuviel Saufen und Sex, zeichnet aber gut den Weg zum späten Chianski in "Post-Office".
Fand ja schon immer Miller und Bukowski irgendwie recht ähnlich. Nach erneuter Lektüre merkt man aber, dass das zwei sehr unterschiedliche Schreiber sind. Bukowski ist direkter, roher, trockener. Henry Miller hat bei weitem abgefahrenere Gedanken und Phiosophien.

The MACHINA of God

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05.10.2019 - 19:33 Uhr
Jeffrey Eugenides - "Middlesex" 10/10
Auch wenn die letzten 2 Jahre dank Franzen, R.R.Martin und Knausgard einige 10/10 zu bieten habe, geb ich die Note eigentlich echt nicht oft an Bücher. Auch hier habe ich ne Weile überlegt, mich dann aber dafür entschieden. "Middlesex" ist einfach ein absolutes Meisterwerk. Die Geschichte eines Hermaphrodit inklusive langer Familien(vor)geschichte wird man nicht vergessen.
Beginnend mit den Großeltern im Griechenland 1922 und dem Krieg mit dem Türken, die anschliessende Flucht nach USA, erzählt "Middlesex" nicht nur die Familiengeschichte einer etwas anderen Familie, es reist mit einem acuh durch die Geschichte der USA.
So sind Familienmitglieder Fabrikarbeiter des damals neuen Weltkonzerns Ford, werden durch Prohibition und die Depression der 1930er gebeutelt, kämpfen für ihre neue Heimat im zweiten Weltkrieg, erleben die Rassenunruhen und Bürgerrechtsbewegung der 1960er am eigenen Leib mit... und inmitten all dessen die erst 1960 beginnende Geschichte von Caliope, die zweimal geboren wird, einmal als Mädchen, einmal als Mann.
Ein Meilenstein über Idendität, Familiendynamiken, Zufälle, Schicksale und alles drumherum. Genial.

Swetlana das Totenkopfäffchen

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13.10.2019 - 21:11 Uhr
Halbwegs offtopic:

Welche Musik empfehlt ihr begleitend zum Lesen?

Given To The Rising

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13.10.2019 - 21:17 Uhr
Kommt drauf an: Liest du Feuchtgebiete oder Kafkas Der Prozeß? Und in welchem Genre bist du zuhause? Rock, Klassik, Jazz oder Hip Hop?

Mayakhedive

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13.10.2019 - 21:28 Uhr
Da muss ich jetzt einfach fragen, auch wenn ich zum Lesen keine Musik laufen hab.
Was würdest denn empfehlen, wenn man im Rock zuhause ist und Der Prozess liest?

Swetlana das Totenkopfäffchen

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13.10.2019 - 21:39 Uhr
Am liebsten Stille. Musik wäre das kleinere Übel und eher Notlösung um der grässlichen Beschallung des Flimmerkastens entgegenzuwirken, dem die holde Herrin abendlich frönt.

Ansonsten würde ich sagen, Acid Jazz auf David Foster Wallace.

Given To The Rising

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13.10.2019 - 21:44 Uhr
Ich würde grundsätzlich atmosphärische Musik mit beklemmender Stimmung empfehlen. Im Drone Doom (ist zwar eigentlich Metal) würde ich Sunn O))) - Black One nehmen. GY!BE - Asunder oder King Crimson - In The Court of the Crimson King oder Tool - Salival könnte ich mir auch gut vorstellen.

Given To The Rising

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13.10.2019 - 21:48 Uhr
@Swetlana: Wie wär's mit Space Rock à la 35007 - Liquid?

The MACHINA of God

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14.10.2019 - 18:37 Uhr
Welche Musik empfehlt ihr begleitend zum Lesen?

Bei mir hängt das echt vom Buch ab. Ich versuch immer, passende Musik zu wählen. Als ich über den "Dust bowl" las, hab ich viel Woodie Guthrie u.ä. gehört. Bei den "A song of ice and fire"-Büchern eher so Doom oder so "ätherische" Sachen wie Chelsea Woolfe oder Anna von Hauswolff. Bei Bukowski irgendwas abgefucktes. :D
Und wenn ich Musiker-Bios lese, dann natürlich die Diskographie des Künstlers.

Jennifer

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15.10.2019 - 14:45 Uhr
Saša Stanišić gewinnt Deutschen Buchpreis 2019

MM13

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15.10.2019 - 19:08 Uhr
also,ich kann keine musik zum lesen hören,mich lenkt da das eine vom anderen ab.

Web2.0

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15.10.2019 - 19:22 Uhr
Wie das Zeit-Feuilleton sich jetzt freut, dass dieser Stanisic den Nobelpreis für Handke kritisiert hat. Und das sei ja ein starkes Zeichen und so.

Das ist doch zum totlachen. Nach "Herkunft" wird in 50 Jahren kein Hahn mehr krähen, während Handke seinen Platz in der Weltliteratur sicher hat. Ein Provinzautor, der mit seiner Kriegsgebietsherkunft hausieren geht und dafür Preise vom deutschen Büchermarkt kassiert, der damit eigentlich nur den Verkauf ankurbeln will, ist so weit weg von einem Handke wie man es sich kaum vorstellen kann.

Kevin

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19.10.2019 - 13:17 Uhr
Don DeLillo - Spieler

#13: Letztes Jahr habe ich "Null K" gelesen, was mich leider ziemlich, haha, "kalt gelassen" hat. Nun wollte ich dem US-amerikanischen Altmeister DeLillo noch eine Chance geben. "Spieler" ist ein relativ kurzer, skizzenhafter Roman über ein Yuppie-Pärchen in New York, das sich im Alltag eher langweilt und darum Auswege sucht. Pammy beginnt eine Affäre mit einem schwulen Pärchen, verreist mit den zweien ins beschauliche Maine, was jedoch nicht alle drei überleben werden. Lyle, der als Broker an der Wall Street arbeitet, beobachtet aus nächster Nähe einen Terroranschlag auf dem Parkett und lässt sich anschließend selber als Terrorist anheuern. Und als V-Mann. DeLillo spinnt ein dichtes Netz, doch auf der sprachlichen Ebene bleibt alles sehr, sehr distanziert, was einem den Einstieg doch erschwert. Und auch wenn das alles eigentlich nach recht viel Plot für 250 Seiten klingt, so gibt es doch jede Menge Leerlauf, postmodern-chic natürlich, aber dennoch. Am Ende noch nicht meine große Versöhnung mit DeLillo, wenngleich besser als "Null K". 6/10

Deaf

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19.10.2019 - 13:27 Uhr
Kennst du denn seine älteren Romane nicht? Falls nein, lieber mal "Weisses Rauschen" oder "Unterwelt" lesen.

Kevin

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19.10.2019 - 13:49 Uhr
Nein, bis auf diese beiden habe ich noch nichts von ihm gelesen. Wollte mich ursprünglich mit etwas schmaleren Bänden seinem "Hauptwerk" (z.B. eben "Unterwelt") nähern, aber weiß nicht, ob DeLillo mein Autor wird.

2plus2gleich5

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19.10.2019 - 17:25 Uhr
In diesem Zusammenhang möchte ich nachdrücklich seine in diversen Magazinen publizierten Erzählungen empfehlen, die vor ein paar Jahren im Band "The Angel Esmeralda" kompiliert wurden.
Und mich ansonsten Deaf anschließen, was "White Noise" angeht.

Ich mag DeLillo gerne, aber mit "Zero K" konnte ich auch wenig anfangen. Aus der Spätphase finde ich wohl "Point Omega" am besten.

Daudi

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21.10.2019 - 21:02 Uhr
'Der Tangospieler' von Christoph Hein

Gefällt mir sehr gut, bisher.

Jemand wird aus dem Gefängnis entlassen, weil er einen "staatsgefährdenden Tango" aufführte. Jetzt muss er sich Jahre später (60er Jahre) wieder in Ostdeutschland zurecht finden. Die Staatsbehörden sind einsichtig geworden, dass es ein fehler war ihn zu verhaften und wollen ihn sogar helfen seinen alten Job wiederzugeben, doch können sie ihn die fehlenden Jahre nicht mehr wiedergeben...

Web2.0

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22.10.2019 - 11:45 Uhr
Klingt wie es fieser Fieber-Traum, bzw irgendeiner Story, die hier mal einer im Suff im Forum gepostet hat :D Fehlt jetzt nur noch die Wendung, dass er jetzt heimlich das größte SM-Imperium der DDR aufbaut oder sowas. ^^

Randwer

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28.10.2019 - 15:43 Uhr
Die 5 Dysfunktionen eines Teams von Patrick Lencioni

Web2.0

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30.10.2019 - 18:33 Uhr
Sally Rooney - Gespräche mit Freunden

Guter Sex/Liebes-Roman, aber allerhöchstens nebenbei "die Stimme einer Generation" oder so ein Unfug. Literarisch nicht besonders wertvoll, aber sehr gute Unterhaltung und das letzte Drittel des Buches ist wirklich großartig. 7,4/10

peppermint patty

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01.11.2019 - 00:52 Uhr
Peppermint Patty - John Bello (8/10)

"0:51: Es war die Nacht der Masken. Halloween. Der Hund der Nachbarn bellte. .."

Starkes Ding!

Kevin

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01.11.2019 - 01:19 Uhr
Benjamin von Stuckrad-Barre - Remix 3: Ich glaub, mir geht's nicht so gut, ich muss mich mal irgendwo hinlegen
#14: Interessante, kluge und witzige Betrachtungen, Portraits und Anekdoten des Pop-Autors. Am besten fand ich das Wochenende mit TV-PFARRER Jürgen Fliege und die Drehbuch-Kooperation mit Helmut Dietl. Einziger Schwachpunkt: Der teils sehr ärgerliche Jahresrückblick von Harald Schmidt, der ebenfalls abgedruckt ist. Da merkt man: Schmidt ist auch nur ein alter, weißer Mann, der gedanklich nicht mehr mit kommt. Sonst aber: Piekfeiner Lektüre-Snack für Zwischendurch. 7/10

peppermint patty

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01.11.2019 - 01:32 Uhr
Zuletzt, als ich meinen Wettschein abgab, meinte die Frau im Kiosk zu mir: " Wisen sie was, sie haben am selben Tag wie ich Geburtstag. Am 30.Januar. Und sogar die Null im Geburtsjahr stimmt." Worauf ich anfing zu jammern: "Ja, scheisse, ich werd bald 50. Tja".
Was sie darauf zu mir sagte, war an Weisheit kaum zu überbieten: "Ach, die gehen auch vorbei"

Will damit nur sagen, "alter, weisser Mann" ist politisch auch nicht geradr korrekt, denn die wird man nun auch vielleicht mal, ohne allzu grosse Schuld auf sich geladen zu haben. Vielleicht auch Du :)

peppermint patty

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01.11.2019 - 01:36 Uhr
Ich mag diesen Kampfbegriff nicht, weil er für was steht, was ist nicht bin, und leider bald trotzdem werde.

Kevin

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Registriert seit 14.05.2013

01.11.2019 - 02:17 Uhr
Ja, schon klar, in dem Kontext des Buches ist "alter, weißer Mann" schon ein Kampfbegriff, der selbst eigentlich auch diskriminierend verstanden werden kann.

Wenn Schmidt schreibt, dass er beim Bäcker immer noch gern einen "Negerkusssemmel" bestellen möchte, dann finde ich das bedauerlicherweise einfach komplett unwitzig. Und das ist nicht die einzige Schote in dieser Richtung.



peppermint patty

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01.11.2019 - 05:43 Uhr
Ach schon gut, hättest dich eigrntlich noch nicht mal rechtfertigen müssen:
ich hatte gedacht, dass wäre auf mich bezogen, weil ich diesen albernen Scherz mit dem John Bello- Buch gemacht habe, und zudem im Song-Thread vorher wieder 2 Themen angeschnitten hatte, die so sicherlich auch nicht sein müssen

1: war Mia's Song "Wss es ist" nun deutschtümelnd oder nicht ?

2: irgendwas über die Manipulationsfähigkeit von Filmen, wo ich dann den letzten Film von Fatih Akin mit irgendwelchen Machwerken aus den 40ern verglich.

2 mal blanker Unsinn, für den ich mich eher zu entschuldigen habe. Nobody' s perfect :)

peppermint patty

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01.11.2019 - 06:25 Uhr
On topic: Apropos "alter weisser Mann"
Brad Easton Ellis wird ja mittlerweile auch so etikettiert. Zuletzt bei Thalia hab ich mal nach seinem neuesten Werk "Weiss" gefragt, aber sie hatten es leider nicht vorrätig. Generell tu ich mich mit Essay-Sammlungen etwas schwer, Von "Spass an der Sache" von D. Foster Wallace bisher nur die Tennis-Sachen gelesen, von Zadie Smith' s Freiheiten auch nur gut ein Drittel der Texte. Bin eher der Romantyp, wobei ich besser nicht sage, dass mein letzter "Plattform" von Michel Houllebecq war. Apropos "alter weisser Mann: (So schliesst sich der Kreis :)

Web2.0

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01.11.2019 - 11:39 Uhr
Michel Houllebecq finden nur völlig ahnungslose Leute problematisch.

peppermint patty

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01.11.2019 - 11:50 Uhr
Ich kenn nur Plattform, und da gab es ja natürlich auch Stimmen, die ihm da ein Abfeiern des Sextourismus bzw. der Prostitution vorgeworfen haben. Was aber in dem Falle einfach nicht stimmt, vielleicht höchstens ein Tolerieren seinerseits. Über alles stellt er das Prinzip der Liebe. Nachdem er sie gefunden hatte, wurde für ihn die Prostitution sinnlos, selbst nachdem er seine Liebe verloren hatte, konnte sie ihm keinen Trost mehr spenden.

Web2.0

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01.11.2019 - 11:55 Uhr
Es gibt einen Unterschied von Verfasser und Romanfigur. Und im Falle Houllebecqs gibt es auch einen Unterschied zwischen Verfasser und seiner öffentlichen Person. Aber das vermischen Feuilletonisten gerne, weil man dann so schön schreiben kann, was er alles falsch macht. Ist natürlich auch so kalkuliert, Houllebecq will ja auch Geld verdienen.

Ich kenn von ihm nur seine beiden letzten Romane, die waren großartig.

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