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Welches Buch liest Du gerade? / Welches Buch hast Du zuletzt gelesen? Wie war/ist es?

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MopedTobias

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05.03.2019 - 23:57 Uhr
Die Schuld nehm ich gerne auf mich! *umblätter*

Voyage 34

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06.03.2019 - 12:45 Uhr
Hat jemand mal nen Tip für mich? Ich möchte gerne mal wieder in etwas richtig versinken wie in einem Murakami. Etwas träumerisch und melancholisch. Jemand nen tip auf lager?

Juhnke

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06.03.2019 - 19:08 Uhr
Ich behaupte mal, dass fast jeder, der Murakami mag, auch Paul Auster was abgewinnen kann. Zum Einstieg empfehl ich Mond über Manhattan und/oder Leviathan.

Voyage 34

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07.03.2019 - 01:04 Uhr
Das ist wohl richtig, die hab ich aber bereits alle durch. Auster ist mein lieblingsautor, zumindest englischsprachig. Trotzdem danke für die Antwort! :-)

Kevin

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11.03.2019 - 23:01 Uhr
E. O. Chirovici - Das Buch der Spiegel

#4: Spannender Roman über einen Literaturagenten, der ein unvollständiges Manuskript in Verbindung mit einem Jahre zurückliegenden Mord erhält, und nun sämtliche Hebel in Bewegung setzt, das Rätsel zu lösen. Insbesondere die Konstruktion des Romans mit seinen drei Teilen war sehr interessant, dazu ein doch einigermaßen fesselndes Szenario. Für Krimi-Freunde oder Fans von Paul Auster eine klare Empfehlung. 7/10

kingsuede

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18.03.2019 - 14:36 Uhr
William Faulkner - The Sound and the Fury

Mal schauen, ist ja ein Klassiker, liest sich aber eher mühselig an.

Marküs

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18.03.2019 - 17:00 Uhr
Yukio Mishima - Confessions of a mask (8/10): The intense and poetic description of the awakening of a young men's homosexuality in japanese society during the years of world war two. Highly recommendable.

The MACHINA of God

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18.03.2019 - 18:01 Uhr
Karl-Ove Knausgaard - "Min kamp 6" (Kämpfen) 10/10

So. Durch mit allen 5000 Seiten der 6 Bände. Wahnsinn. Teil 6 ist dann nochmal eine intensive Auseinandersetzung mit der Entstehung der Bücher. Und den Problemen.
Und dann diese 400 Seiten über Hitlers Frühzeit.

Gigantisches Werk.

myx

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18.03.2019 - 20:20 Uhr
Schön, MACHINA, freut mich! Werde vielleicht ebenfalls mal dorthin kommen. Der erste Band, "Sterben", hat mir jedenfalls auch sehr gut gefallen, so gegen 9/10. Bald dann noch ein paar Zeilen dazu.

2plus2gleich5

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19.03.2019 - 17:09 Uhr
@kingsuede: Die Lektüre von Faulkner ist meist etwas mühsam, den Aufwand aber allemal wert. Du bist ja gerade auch an einem seinem seiner experimentelleren Texte dran. Um in den Rhythmus zu kommen, würde ich zunächst seine kürzeren Erzählungen oder "Light in August" empfehlen. Aber bleib' dabei ;-)!

Marküs

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19.03.2019 - 18:19 Uhr
Faulkner ist alle Mühe der Welt wert. Light in August und As I lay dying sind meine Favoriten. As I lay dying ist sogar recht zugänglich und verhältnismäßig einfach zu lesen.

Jennifer

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20.03.2019 - 21:52 Uhr
As I lay dying war fantastisch.

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21.03.2019 - 14:46 Uhr
So, bin mit T.C. Boyles Wenn Das Schlachten Vorbei Ist durch.
War weiterhin gut, der Irrsinn in manchen Aktionen (gut gemeint vs gut gemacht, was ist eigentlich gut im Umwelt- bzw. Artenschutz?) wird schön dargestellt. Es deprimiert natürlich auch etwas, wenn man mal drüber nachdenkt. Für mich noch einen Ticken besser als Die Terranauten, 8/10.

Habe jetzt mit Daniel Kehlmann - F angefangen. Die ersten paar Seiten finde ich schon hervorragend.

Außerdem habe ich mir mal Boyle auf englisch besorgt. Die Buchhandlung hatte America aber nur auf deutsch, deswegen ist es Drop City geworden. Ich bin gespannt.

The MACHINA of God

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21.03.2019 - 22:07 Uhr
Jack Kerouac - "On the road" (The original scroll) 9/10

Gefühlt ohne Satzzeichen wird hier vorran gestürzt. Hatte das Buch damals mit Anfang 20 auf Deutsch gelsen. War auch schon cool. Aber dieses Mal auf Englisch und in der Papierrollen-Fassung ist das noch besser. Toll auch ihre Routen bei Google Maps zu verfolgen.


Heinz Strunk - "Der goldene Handschuh" 8/10

Dreckig, räudig, abartig. Und klasse. Hatte ja noch nix von Strunk gelesen. Scheint ber einiges drauf zu haben. Sehr unterhaltsam, so widerlich das beschriebene auch ist. Den Film spar ich mir aber mal. :)

myx

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22.03.2019 - 09:35 Uhr
Karl Ove Knausgard – Sterben

Grossartig finde ich, wie Knausgard in "Sterben" den kleinsten seelischen Regungen seines früheren Ichs nachspürt und besonders die Beziehung zu seinem übermächtigen Vater äusserst nuancenreich beschreibt. Er findet für diese Darstellungsweise gleich zu Beginn des Romans die sehr schöne Formulierung "Meteorologie des Gemüts" (S. 19). Liebend gerne bin ich in diese detaillierten Kindheits- und Jugenderinnerungen eingetaucht. Kopfkino vom Allerfeinsten.

Leider verliert Knausgard sich andererseits aber auch immer wieder in eher unspannenden Plaudereien, die sich nicht selten über mehrere Seiten hinziehen, weshalb ich unter dem Strich für dieses phasenweise wirklich herausragende Buch – das genauso fulminant endet, wie es beginnt – "nur" eine 8,5 von 10 vergeben kann. Freue mich jetzt aber schon sehr auf Band 2 des autobiografischen Projekts, "Lieben".

8,5/10

The MACHINA of God

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22.03.2019 - 19:14 Uhr
Bin mal gespannt, wie du die anderen findest. Ich kann sie schwer ranken. Aber die ganzen Plaudereien ergeben im Ganzen schon ihren Sinn. So lernt man die Personen irgendwie kennen.

myx

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24.03.2019 - 09:38 Uhr
Da hast du natürlich recht, durch die Gespräche und Erzählungen wird man mit den Personen näher bekannt, wie im richtigen Leben.

Aber man ist halt einfach, finde ich, ein bisschen von diesen wunderbar analytischen Passagen verwöhnt, wo Knausgard quasi "meteorologisch" den Gemütsbewegungen auf den Grund geht, indem er sie auf die Umwelteinflüsse - heisst in "Sterben" vor allem auf seinen Vater - zurückführt. Da wirken dann die "normaleren", herkömmlich geschriebenen Teile des Romans hie und da etwas zu langfädig.

Nun bin ich aber gespannt, was Band 2, "Lieben", an Höhepunkten zu bieten hat. :)

Kevin

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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24.03.2019 - 15:47 Uhr
Leif Randt - Planet Magnon

#5: Randt entwirft in diesem schmalen Roman eine Zukunftsvision eines fernen Sonnensystems, in dem Menschen nicht in Familien und Beziehungen leben, sondern in Kollektiven organisiert sind. Jedes Kollektiv unterscheidet sich hinsichtlich ästhetischer Vorlieben, es werden unterschiedliche Substanzen eingenommen (eine davon das titelgebende Magnon) und es wird wahnsinnig viel sinniert, besonders im Kollektiv Dolfin. Irgendwann taucht ein neues Kollektiv auf, die sogenannten Hanks und diese Gruppierung bringt Angst und Schrecken, weil sie bizarre Angriffe auf die anderen Kollektive startet.

Stilistisch anregendes Buch, die Charaktere bleiben aber oft zu oberflächlich. Dennoch eine knappe 7/10 für diese Lektüre

MM13

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28.03.2019 - 18:37 Uhr
speed of sound-eric bernt 8/10
super roman über einen hochbegabten autisten,der eine box erfindet mit der man schallwellen der vergangenheit hören kann,eigentlich will er nur die stimme seiner verstorbenen mutter hören...dann wirds ein problem der nationalen sicherheit.
ein roman(thriller) aber wie hier der autismus beschrieben und erklärrt wird ist schon beeindruckend.

Juhnke

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28.03.2019 - 20:08 Uhr
Helmut Krausser - Einsamkeit & Sex & Mitleid

8/10

Kurzweilig. Böse lustig. Und gut komponiert. Alle Charaktere zerissen und immer auf der Suche nach was Besserem. Scheitern is da vorprogrammiert.

Marküs

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31.03.2019 - 15:38 Uhr
Maya Angelou – I know why the caged bird sings (7/10): Not as good as James Baldwin (who is dealing with similar topics), but still a very good autobiography of a black Woman. Powerful language included.

Der Untergeher

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31.03.2019 - 15:57 Uhr
David Foster Wallace - Unendlicher Spaß

Habe es jetzt endlich angefangen und bin bisher sehr begeistert - momentan auf Seite 330. Ein ausführlicher Lesebericht folgt, wenn ich die Hälfte erreicht habe.

The MACHINA of God

User und Moderator

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31.03.2019 - 17:05 Uhr
Respekt. Ich hab es in 12 Jahren nur bis Seite 350 geschafft. :D

The MACHINA of God

User und Moderator

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31.03.2019 - 17:11 Uhr
Fjodor Dostojewski - "Schuld und Sühne"

Ja, die alte Übersetzung. Aber in einer tollen Ausgabe. Irgendwie schwer zu bewerten, obwohl sicher nicht schwächer als 9/10. Fand es deutlich verständlicher und dadurch fesselnder als vor 10 Jahren. Nur: was jetzt von ihm lesen?


Bruce Springsteen - "Burn to run" 9/10

Wow. Ich bin echt begeistert. Hab ein gutes Buch erwartet und ein fantastisches bekommen. War ja nie großer Fan von ihm, aber jetzt bin ich es irgendwie schon. Er schreibt fast so gut wie Dylan. Und so sympathisch. Eine wudnderbare Geschichte über 40 Jahre Musikgeschichte.

myx

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31.03.2019 - 19:28 Uhr
@Der Untergeher: Freut mich und bin gespannt!

Marküs

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31.03.2019 - 20:04 Uhr
@ Machina: Bitte unbedingt Der Idiot, die Dämonen und auch zwingend Die Brüder Karamasow lesen. Es lohnt ungemein.

Der Untergeher

User und News-Scout

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Registriert seit 04.12.2015

31.03.2019 - 21:48 Uhr
@myx: Auf deine Zwischenberichte im Thread zum Buch greife ich übrigens immer wieder zu. Interessant, deine Leseerfahrung mitverfolgen zu können, obwohl sie eigentlich schon zwei Jahre zurückliegt.

Ich habe übrigens das Gefühl, dass US im Laufen der Seiten immer zugänglicher wird - oder aber man hat sich an die Sprache gewöhnt. Wie auch immer, es liest sich viel leichter, wenn man die ersten paar 100 Seiten überstanden hat.

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31.03.2019 - 22:11 Uhr
Nachdem ich von Tyll damals ja (auf hohem Niveau) etwas enttäuscht war, fand ich "F" von Daniel Kehlmann hervorragend. 9/10 oder so.
Wer Tyll mochte, sollte unbedingt auch F lesen. Wer Kehlmann noch nicht kennen sollte, findet hier im günstigeren Taschenbuchformat auch schon ein wunderbares Stück Literatur.

Danach noch Peter Hoeg - Der Susan-Effekt
Eigentlich ein herkömmlicher Thriller, die Protagonisten hat es aber in sich: Durch "den Effekt" öffnen sich ihre alle Menschen, wenn sie in ihrer Nähe sind.
Die Metaphysik auf die reelle physikalische Forschung gemünzt hat mich etwas genervt. Kein Physiknobelpreisträger würde das untersuchen, das wäre eher ein Thema für Mediziner/Biologen.
Auch wurde "der Effekt" stellenweise zu krass. Es ist das eine, wenn sich die Leute öffnen, dass andere, wenn jede(r) sofort mit ihr ins Bett will. Naja.
Der Thrillerhintergrund war aber durchaus brauchbar. 6/10.


Und warum schreib ich zu dem mittelmäßigen Buch eigentlich mehr als zu F? Lest F! Danke!

myx

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02.04.2019 - 07:53 Uhr
@Der Untergeher: Das freut mich natürlich!

Man gewöhnt sich schon an die Sprache, auf alle Fälle. Ich konnte nach Beendigung von "Unendlicher Spass" eine Weile kein anderes Buch lesen, weil mir alles irgendwie so lahm vorkam. :D

Erst die Sprache von Judith Hermann ("Sommerhaus, später") war dann eigenständig und poetisch genug, um neben DFW einigermassen bestehen zu können.

Bin, wie schon gesagt, gespannt auf deinen Lesebericht zu Halbzeit. :)

Analog Kid

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02.04.2019 - 14:44 Uhr
Hab grad "Neuromancer" angefangen. Scheint ja ganz cool zu sein. Atmosphärisch stimmt es schon mal. Fernost, Yakuza, neonfarbene Nächte, Drogen, Dealer, Paranoia. Eigentlich genau das, was ich immer als "Blade Runner"-Atmosphäre empfunden hab :) Im Grunde ist das ja hier mehr "Blade Runner", als der eigentliche Phillip Dick-Roman (der sich ja auch vom Film ja sehr stark unterscheidet), also jedenfalls was ich damit bisher immer assoziiert habe.

Da wo es in den technischen Details ("Cyberspace", etc.) vielleicht ein bisschen dated wirkt heutzutage, kommt aber wenigstens cooles 80ies Flair auf :) Storymässig scheint's ja ziemlich spannend zu sein, mal schauen ob's mich bei der Stange hält.

Jennifer

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05.04.2019 - 16:29 Uhr
Bill Beverly - "Dodgers": Nach einer Razzia in dem von ihm bewachten Drogenviertel in South Central wird der 15-jährige East von seinem Boss quer durchs Land geschickt. Mit dabei: sein jüngerer Bruder, zwei ältere Kleinkriminelle und ein Mordauftrag. In einem Van machen die vier Jungs sich auf den Weg. Zum ersten Mal weg aus dem heimischen Los Angeles geraten sie dabei von einer Gefahrensituation in die nächste. War ein Spontankauf, den ich sicher nicht bereue – "Dodgers" startet naiv, wächst aber mit seinem Hauptprotagonisten. Tolle Mischung aus brutaler Coming-of-Age-Story und sensiblem Road-Trip-Roman. 8/10

Marküs

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05.04.2019 - 18:52 Uhr
Maguerite Duras - The Lover (9/10): Magnificent thoughts about love, death and madness which are the omnipresent topics in this illuminating autobiographic novel. Sometimes difficult to read through the different narrative perspectives and time switches but worth every effort.

Hmm

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08.04.2019 - 01:28 Uhr
Miami Punk - Nach den ersten siebzig Seiten ist es mir natürlich unmöglich ein Urteil zu fällen oder überhaupt zu sagen um was es da geht. Miami im weitesten Sinne, schon klar.

Überbordend an Ideen, mehrere Perspektivwechsel (teils auf einer Seite), eine Vielzahl an Protagonisten und ein in Teilen experimenteller Stil scheinen das Ganze zu einer eigentlich eher mühsameren Lesevergnügen zu machen. Das Buch entwickelt aber so einen Sog, dass es mir schwerfiel es aus der Hand zu legen. Hat schon etwas Wahnwitziges und Größenwahnsinniges. Wer allerdings nie ein Gamer war (die Gaming-Szene spielt in dem Buch eine große Rolle), wird aufgrund der ganzen Abkürzungen und Begriffe eher Schwierigkeiten haben und vor lauter Nachschlagen - oder vielmehr Googeln - dieses Werk irgendwann genervt in die Ecke verbannen.

Ich bin sehr gespannt und werde nach der Lektüre - Interesse der hiesigen Forumsschaft vorausgesetzt - mein Fazit posten.

Hmm

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08.04.2019 - 01:32 Uhr
Entschuldigt, Verfasser ist Juan S. Guse. Ehre wem Ehre gebührt.

Marküs

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13.04.2019 - 17:24 Uhr
J. M. Coetzee - Life & Times of Michael K (7/10): If this is not kafkaesk what then? Though written in an overwhelming language sometimes simply too depressing.

The MACHINA of God

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18.04.2019 - 17:59 Uhr
Yuval Noah Harari - "Homo Deus: A Brief History of Tomorrow" 9-9,5/10

Eigentlich schwer zu bewerten so ein Buch. Aber mich hat es sehr gefesselt. Habe "Sapiens" (siehe unten) erst danach gelesen. Trotzdem war ich sehr beeindruckt von der Beschreibung der Welt und dem Aufzeichnens verschiedener Szenarien.

Miles Davis -"Miles" 9,5/10
Einfach grandios. Jedes zweite Wort "motherfucker", kompromisslose Urteile, herrliche Einblicke und auch wahnsinnig viel über seine Musik an sich und Musik generell. Der Mann hat halt echt was erlebt und auch immer sein Ding gemacht. Das Buch ist auch super, um in seine Musik reinzukommen.

Yuval Noah Harari - "Sapiens: A Brief History of Humankind" 10/10

Hat mich noch mehr mitgenommen als "Homo deus", einfach weil es mehr Vergangenheit analysiert als perspektivische Zukunftsszenarien. Harari sieht die Zusammenhänge der verschiedenen Stadien des Homo Sapiens in allen seinen Zusammenhängen, Aktivitäten und deren Konsequenzen. Kann das Buch nur jedem empfehlen.

Grad les ich: "Bit of a blur" von Alex James (Bassist von Blur) sowie Hans Kohns "Prophets and people".

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18.04.2019 - 18:12 Uhr
Ganz vergessen!

"Bob Dylan: The essential interviews" Dylan/10

Wer Dylan liebt, wird dieses Buch natürlich auch lieben. 34 Interviews aus den Jahren 1962-2009 (glaub ich). Interessant auch wie Lyrics und Interviewstyles oft synchron verlaufen: So 1965/66 sind seine Worte genauso mythisch-verspult wie auf den Alben damals. Wer natürlich einsichten in Dylan als Person sucht, hat Dylan nicht verstanden. :D
Würde es aber nicht als Dylan-Einstieg empfehle. Dafür ist die fantastische "Down the highway"-Biographie oder Martin Scorseses Musikdoku-Meistwerk "No direction home" (190 Minuten glaub ich, haha).

The MACHINA of God

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18.04.2019 - 18:16 Uhr
Da fehlen noch ein paar Worte am Ende, aber ihr versteht schon. :)

Juhnke

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18.04.2019 - 20:25 Uhr
Donald Ray Pollock - Knockemstiff 8,5/10

Abgefuckte Charaktere am Ende der Welt. Morbide schön bald. Zu wissen, dass das immer wieder stattfindet, macht mich betroffen. Für fünf Minuten.

Otto Lenk

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18.04.2019 - 21:55 Uhr
@Juhnke

Was Pollock betrifft, möchte ich dir 'Das Handwerk des Teufels' empfehlen. Teuflisch gut!

Juhnke

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18.04.2019 - 23:10 Uhr
@Otto

Hab ich gelesen. Saustark und wieder mal bitterböse. Hat mir gut gefallen. Ich bin juste mit der himmlischen Tafel angefangen. Alles, was man an D.R.P. mag und schätzt, findet man auch hier beier Tafel.
Wer Pollock mag, dem kann ich auch Daniel Woodrell empfehlen. Wurde bekannt durch die Verfilmung von Winter's Bone mit Jennifer Lawrence. Der kann auch schreiben wie der Teufel.

The MACHINA of God

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29.04.2019 - 20:30 Uhr
Alex James - "Bit of a Blur" 6/10

Im Nachhinein schon recht enttäuschend. Anfangs ist das alles noch recht unterhaltsam und die ersten 2/3 sind schon ziemlich in Ordnung. Allerdings kommt da schon deutlich weniger die Musik zur Sprache als bei vergleichbaren Büchern. James verbindet Erfolg vor allen Dingen mit Champagner, guten Restaurants und Frauen. Leider ist das aber nicht spannend genug. Weder bringt es wahnwitzige Stories hervor (siehe Miles Davis oder Keith Richards) noch hat es irgendeinen Einfluss auf Blur. Und spätestens nach "13" liest sich das Buch eher wie ein Restaurant-Führer und ich hab so einiges überblättert. Schade.

Keith Richards - "Life" 10/10

Das Gegenteil von "Bit of a Blur". Richards Story wäre selbst von dem schlechtesten Schreiber der Welt spannend. Aber noch dazu ist er ein wunderbarer Autor. Ich war nie riesen Stones-Fan, aber dieses Buch hat mich ihnen deutlich näher gebracht. Und dem Autor. Tatsächlich eines der besten Musikbücher die es gibt. Was da an irren Stories, berühmten Namen, Musik-Informationen und One-Linern drin ist... grandios.

myx

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30.04.2019 - 08:17 Uhr
Karl Ove Knausgard – Lieben

"Lieben" hat mir noch besser gefallen als "Sterben". Hauptsächlich deshalb, weil mir die Themen Vaterschaft, Kinderbetreuung und Paarbeziehung lebensgeschichtlich näherliegen als die schwierige Vater-Sohn-Beziehung bzw. das Sterben des alkoholkranken Vaters in Band eins. Obwohl Knausgard wiederum sein Privatestes und Innerstes nach aussen kehrt, gelingt ihm ein Buch von grösserer Gültigkeit. Ich jedenfalls konnte mich mit seiner Geschichte manchmal bis ins letzte Detail hinein identifizieren, besonders mit den Schwierigkeiten, die eine Partnerschaft bei beidseitiger, abwechselnder Kinderbetreuung und Berufstätigkeit zu bewältigen hat.

Auch mit der Denkungsart von Knausgard gehe ich nahezu hundert Prozent konform: Mir gefällt, dass er dem Unbewussten, der Veranlagung in der Bestimmung des Menschen und seines Charakters einen grossen Stellenwert einräumt und sich damit in der Tradition der Lebensphilosophie verortet. Herrlich zu lesen, wie er mit diesem Denken als in Schweden lebender Norweger in Widerspruch zu der Kulturgläubigkeit seiner Wahlheimat gerät. Mir ist das Norwegische, das Naturwüchsig-Spontane auf alle Fälle bedeutend sympathischer als das Verkopft-Gekünstelte und Gesellschaftsgläubige der Schweden – immer natürlich in der Darstellung Knausgards.

Band 3, "Spielen", ist nun – auf den ersten knapp 200 Seiten – wieder eine Rückkehr in die frühen Lebensjahre des Autors, sonnendurchflutet vom kindlichen Charme Karl Oves und seiner Spielkameraden, aber auch mit zahlreichen weiteren Zeugnissen des überaus strengen Erziehungsregimes seines Vaters. – Für "Lieben" vergebe ich übrigens eine 9/10.

9/10

Kevin

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Registriert seit 14.05.2013

02.05.2019 - 22:17 Uhr
Jonathan Safran Foer - Hier bin ich

#6: Der Versuch Safran Foers eine "Great American (Jewish) Novel" zu schreiben, ist (nicht nur) in meinen Augen nicht ganz geglückt. Die Charaktere sind, wie immer bei Foer, sehr stark gezeichnet, was ich prinzipiell sympathisch finde. Doch die Story kommt sehr schwer in Gang, alles wirkt zu konstruiert, spätestens wenn in Israel ein Krieg ausbricht, der das Familienleben der Blochs in Washington D.C. durcheinanderwirbelt. Leider schafft es Foer mal wieder nicht, einen Roman ohne diverse Längen zu schreiben. Nicht mehr als 6/10, eher sogar 5/10.

Marküs

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Registriert seit 08.02.2018

05.05.2019 - 17:43 Uhr
Jennifer Egan - Manhattan Beach (6/10): In my opinion the author simply wants to much. Though well written and though having several captivating passages, all in all not as good as supposed to.

A tale about being the first female military diver, of being abandoned, of being individualist, of crime and of American Society at World War II. Simply to much toppics for the author to handle with properly.

Kevin

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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Registriert seit 14.05.2013

05.05.2019 - 21:25 Uhr
"Manhattan Beach" liegt hier auch noch auf dem SuB.

Unangemeldeter

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05.05.2019 - 22:29 Uhr
Manhattan Beach fand ich richtig stark, hab ich sehr sehr gern gelesen.

Und Kevin kann ich bzgl dem Foer leider auch nur zustimmen, war meine große Buchenttäuschung letztes Jahr. Hab mich aber auch von Anfang bis Ende über dieses völlig bescheuerte Buchformat geärgert, dachte immer dass das mal noch visuell für irgendeinen Schnickschnack wichtig wird (bei Foer ja nicht abwegig), aber nein...

Kevin

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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Registriert seit 14.05.2013

10.05.2019 - 20:27 Uhr
Philip Roth - Nemesis

#7: Der letzte Roman des großen Philip Roth. Insbesondere sein Spätwerk finde ich faszinierend ("Jedermann", "Empörung", "Der menschliche Makel" etc.). "Nemesis" ist ein Teil der "Nemeses"-Reihe, die vier Kurzromane umfasst, jeder davon handelt von Menschen, die dem Tode ins Auge blicken. Traurig, aber tröstend erzählt "Nemesis" vom jungen Sportlehrer Bucky Cantor, der während einer Polio-Epidemie in New Jersey die Aufsicht über einen Sportplatz hat und erlebt, wie reihenweise Schüler an der Kinderlähmung sterben. Später wird er seine Freundin in einem Sommerferienlager besuchen, doch auch dort sind sie nicht sicher vor der sich ausbreitenden Krankheit. 8/10.

Juhnke

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Registriert seit 08.02.2019

10.05.2019 - 21:17 Uhr
@Kevin

Hab das Buch vor längerer Zeit mal gelesen. War halt fatalistisch und düster bis zum bitteren Ende. Aber gut. Nur den Trost in der Erzählung, den hab ich nicht gefunden.

Kevin

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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Registriert seit 14.05.2013

10.05.2019 - 23:53 Uhr
Der Trost bzw. das Tröstliche ist in der Person des Erzählers Arnie Mesnikoff angelegt, der ja trotz seiner Erkrankung nicht mit dem Leben hadert (anders also als Bucky), sondern aus seiner Situation das Beste herausholt.

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