Welches Buch liest Du gerade? / Welches Buch hast Du zuletzt gelesen? Wie war/ist es?

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Voyage 34

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08.01.2019 - 10:35 Uhr
Ich liebe an Murakami auch vor allem die Melancholie und das Setting, aber auch die Naivität im Umgang mit schwierigen Themen!

Naoko's Lächeln ist eins meiner liebsten, kann ich dir nur wärmstens nahelegen. Ich kann sonst Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki, Südlich der Grenze, westlich der Sonne oder After Dark sehr empfehlen.

Affengitarre

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08.01.2019 - 12:30 Uhr
"Naokos Lächeln" hat mir bisher auch klar am besten Gefallen. Da stehen dann eher die Beziehungen im Vordergrund, der melancholische Grundton. Hat mich emotional sehr gepackt.

"Kafka am Strand" ist auch super, aber auch sehr schräg. Wenn du "Mister Aufziehvogel" gelesen hast, solltest du wissen, was ich meine. Da hatte ich beim Lesen oft auch einige Fragezeichen über meinem Kopf, welche auch am Ende nicht alle verschwanden. Aber auch hier wieder herzliche Charaktere, dieser wunderschöne melancholische Grundton und viele interessante, surreale Szenen. Aber für den Anfang würde ich auch "Naokos Lächeln" empfehlen.

Affengitarre

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08.01.2019 - 12:33 Uhr
"Südlich der Grenze, westlich der Sonne" aka "Gefährliche Geliebte" fand ich nur gut. Da fehlten mir die sympathischen Charaktere und es war auch irgendwie zu kurz. Hatte seine Momente, aber da habe ich andere Romane von ihm bisher deutlich lieber gelesen.

myx

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08.01.2019 - 13:43 Uhr
Auch von mir danke schön, dass Murakami hier zur Sprache kommt. Ich habe noch nichts von ihm gelesen und wollte mir tatsächlich dieses Jahr endlich einen Roman von ihm vornehmen bzw. nach einer Empfehlung hier im Thread fragen.

Da ich das Melancholische ebenfalls sehr schätze und, wie Affengitarre, mehr Wert auf die Charaktere als auf die Handlung lege, greife ich gerne als Erstes zu "Naokos Lächeln". Bin sehr gespannt!

Voyage 34

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08.01.2019 - 14:12 Uhr
Nehmt Naokos Lächeln (Ich muss immer auf den so viel schöneren Titel "Norwegian Wood" verweisen), damit macht ihr alles richtig!

Affengitarre

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08.01.2019 - 17:59 Uhr
Ich hoffe, ihr seid so begeistert wie ich. :) Habe erst 2018 angefangen, seine Romane zu lesen und bin sehr angetan.

Mr Oh so

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08.01.2019 - 18:06 Uhr
Kevin
29.12.2018 - 02:35 Uhr
Im letzten Jahr zwar eine größere Anzahl an Büchern gelesen, "in total" aber weniger Seiten. Bisschen Nerd-Statistik für die stade Zeit.

2017: 5820 Seiten
2018: 6206 Seiten


Um das wirklich vergleichen zu können, müsstest Du die Zeichenanzahl ermitteln. ;-)

Kevin

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08.01.2019 - 18:12 Uhr
Alles klar, ich fang schon mal an zu zählen ...

Chehalis

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08.01.2019 - 19:18 Uhr
"Kafka am Strand" ist auch super, aber auch sehr schräg. Wenn du "Mister Aufziehvogel" gelesen hast, solltest du wissen, was ich meine.

Jo, ich kann's mir denken. :D

Na gut, danke für die Tipps! Dann auf jeden Fall erst mal "Naokos Lächeln" und danach irgendwann "Kafka am Strand".

RU486

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10.01.2019 - 14:40 Uhr
Zwei Bücher lese ich aktuell. Einmal "Das Herz von Libertalia" ein Roman über die berühmte Piratin Anne Bonny; das zweite ist ein Sachbuch von Harald Lesch "Die Menschheit schafft sich ab". Da geht es um Überbevölkerung u.ä. Probleme. Hochinteressant! Sollte Pflichtlektüre in der Schule werden.

maxlivno

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10.01.2019 - 15:56 Uhr
Ivan Krastev - Europadämmerung -/10

Ich tue mich schwer, so einem Werk eine Bewertung zu geben. Krastev schreibt hier seine Gedanken über den aktuellen politischen Zustand der EU nieder und es ist sehr fesselnd, seinen Gedanken zu folgen. Historische und aktuellere Ursachen für das Verhalten vieler östlichen EU-Staaten, Ein Vergleich zwischen EU und der Habsburgermonarchie, Volksabstimmungen sind nur ein Auszug an Themen, denen sich Krastev widmet. Verbunden wird das alles eher lose. Als Bindeglied der Themen fungiert die Auseinandersetzung mit dem Populismus in Europa

Deaf

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10.01.2019 - 16:28 Uhr
@RU476
Da "Das Herz von Libertalia" als Jugendbuch beworben wird: trotzem empfehlenswert?

RU486

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10.01.2019 - 17:21 Uhr
@Deaf

Ich bin noch nicht so weit, aber es gefällt mir sehr gut. Ich liebe aber auch so ziemlich alles, was mit Piraten zu tun hat.

Marküs

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11.01.2019 - 18:19 Uhr
Ayn Rand - The fountainhead (9,5/10): Though a whale of a book :-) not a single page redundant. A fantastic hymn to individualism.

2plus2gleich5

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11.01.2019 - 19:31 Uhr
Ayn Rand, um Gottes Willen.

Kevin

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13.01.2019 - 13:02 Uhr
Benedict Wells - Vom Ende der Einsamkeit

#1: Zunächst einmal muss ich gestehen, dass ich das Buch wohl nur gelesen habe, weil es in diesem Thread extrem hochgelobt wurde, entsprechend waren die Erwartungen. Sie wurden zum Teil erfüllt: Den Beginn des Romans, die Schilderungen der Kindheit bis hin zum Tod der Elten finde ich großartig, auch die Erzählweise mit den kurzen, schlaglichtartigen Kapiteln ist wirklich gelungen. Teilweise trägt Wells aber schon sehr dick auf, teils in der Handlung, vor allem aber mit seinen Metaphern und dem ein oder anderen wirklich fürchterlichen Dialog. Das ist mir manches Mal viel zu schwülstig. Die Charaktere sind auch von unterschiedlicher Qualität: Jules ist wirklich toll herausgearbeitet, ihm nimmt man das Suchen nach Geborgenheit total ab, auch Alva ist ein starker Charakter. Marty, Toni und Liz bleiben aber Abziehbilder, die sich schon sehr Soap-Opera'esk verhalten. Nichtsdestotrotz ist Wells ein guter Roman gelungen, die oben erwähnten Kritikpunkte sollen nur verdeutlichen, warum ich nicht in den Chor der Euphorie miteinstimme, ein Meisterwerk sehe ich in "Vom Ende der Einsamkeit" eben nicht. Dennoch knappe 7/10.

myx

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13.01.2019 - 16:20 Uhr
@Kevin:
Es gibt, wie hier im Forum, auch in meinem Freundeskreis Personen, die von dem Roman total begeistert waren und solche, die ihn nur mässig gut fanden (u. a. meine Lebenspartnerin, worüber ich schon ein wenig enttäuscht war ...;-).

Für mich war es damals einfach das richtige Buch zur richtigen Zeit, und gegen den Schluss hin (die Geschichte mit Alva) hat mich der Roman mit einer Intensität berührt, wie selten ein anderes Buch zuvor. Zudem kann ich mich weder an schlechte Dialoge noch an abziehbildartig gezeichnete Figuren erinnern. Kurzum, es hat für mich einfach alles gepasst.

Mittlerweile habe ich mir das neuste Buch von Benedict Wells, "Die Wahrheit über das Lügen", angeschafft und die erste Geschichte ("Die Wanderung") hinter mir. Und ich muss leider sagen, dass ich von der Geschichte ziemlich enttäuscht bin. Die Figuren sind mir zu schablonenhaft und vorhersehbar konstruiert, und die überraschende Wendung am Schluss überzeugte mich nur mässig.

Affengitarre (auch vom "Einsamkeit"-Roman begeistert) hat das Buch hier ja bereits sehr gelobt, und deshalb erhoffe ich mir schon, dass es mir am Ende dann doch noch gefallen wird. Besonders gespannt bin ich natürlich auf die unveröffentlichte Geschichte aus "Vom Ende der Einsamkeit". Mal schauen, zuerst ist jetzt aber "Naokos Lächeln" von Murakami an der Reihe.

Affengitarre

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13.01.2019 - 18:12 Uhr
@myx Wobei ich die Geschichte(n) aus dem Roman nicht als Highlight sehe und "Die Wanderung" auch die wahr, welche mir am wenigsten gefallen hat. Also nicht die Hoffnung verlieren! :)

Jennifer

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13.01.2019 - 18:48 Uhr
Kleine Auswahl der letzten Wochen:

Jesmyn Ward - "Sing, unburied, sing": Startet langsam, nahm dann aber doch ziemlich Fahrt auf und so ganz verlassen will es meinen Kopf immer noch nicht. Bedrückende, berührende Erzählung einer Familie am Rande des Zusammenbruchs, abgerundet durch ein paar liebevolle, mystische Elemente. Je weniger man aber im Vorfeld darüber weiß, desto besser. 9/10

Celeste Ng - "Little fires everywhere": Viel besser als erwartet. Hatte fälschlicherweise (und auch arroganterweise, zugegeben) gedacht, dass es sich hierbei um Hausfrauen-Literatur handelt und nur aufgrund mehrfacher Empfehlungen (von Nicht-Hausfrauen) nachgegeben. Ist aber tatsächlich ein vielschichtiges und doch flüssig geschriebenes, kurzweiliges Familiendrama. Nur das Ende fand ich dann zu "einfach" gestaltet. 7/10

Benedict Wells - "Becks letzter Sommer": Wells' zuerst veröffentlichter Roman (trotzdem entstand "Spinner" vorher) ist meiner Meinung nach auch sein schwächster – obgleich mir "Fast genial" und die Kurzgeschichtensammlung von 2018 noch fehlen. Stellenweise war mir das einfach zu langatmig und keiner der Charaktere wurde mir wirklich sympathisch, sodass ich auch keine richtige Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Trotzdem ist Wells' Talent unverkennbar und ich freue mich auf die noch fehlenden Werke. 6/10

myx

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13.01.2019 - 19:42 Uhr
@Affengitarre: Klingt doch gut, danke. Und keine Sorge, die Flinte liegt noch nicht im Korn. :)

myx

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18.01.2019 - 08:52 Uhr
Mit Verspätung hier noch mein Bücherjahr 2018:

10/10
Gavino Ledda – Padre Padrone

9,5/10
Louis-Ferdinand Céline – Reise ans Ende der Nacht

9/10
Gaël Faye – Kleines Land

8/10
David Albahari – Die Ohrfeige
Anja Kampmann – Wie hoch die Wasser steigen
Daniel Kehlmann – Tyll

7/10
Gerhard Meier – Land der Winde
Ali Zamir – Die Schiffbrüchige
Sven Regener – Herr Lehmann

6/10
Wilhelm Genazino – Kein Geld, keine Uhr, keine Mütze
Urs Faes – Halt auf Verlangen. Ein Fahrtenbuch
Gavino Ledda – Die Sprache der Sichel

5/10
Nora Bossong – 36,9°

Wer mehr über meine 10/10, die sardische Hirtengeschichte "Padre Padrone" erfahren möchte, findet hier eine aufschlussreiche Rezension:

https://www.buecherrezensionen.org/buecher/rezension/gavino-ledda-padre-padrone.htm

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