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regger
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01.07.2026 - 13:15 Uhr
Ein Beispielsatz aus dem Beginn von "Der Menschlicher Makel" (also kein Spoiler enthalten ;-):
Samstags rief Coleman manchmal an und lud mich ein, ihn nach dem Abendessen auf seiner Seite des Hügels zu besuchen und Musik zu hören, Gin Rummy um einen Penny pro Punkt zu spielen oder bloß für ein paar Stunden in seinem Wohnzimmer zu sitzen, Cognac zu trinken und ihm zu helfen, diesen Abend zu überstehen, der für ihn immer der schlimmste der Woche war. In jenem Sommer 1998 lebte er seit fast zwei Jahren allein hier oben in dem großen, alten weißen Haus mit den Schindeln, in dem er und seine Frau Iris vier Kinder großgezogen hatten – seit jener Nacht, in der Iris einen Schlaganfall erlitten und innerhalb weniger Stunden gestorben war, während er selbst einen Kampf gegen das College geführt hatte, weil er von zwei Teilnehmern eines von ihm geleiteten Seminars des Rassismus bezichtigt worden war.
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regger
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01.07.2026 - 13:16 Uhr
Sorry, das waren 2 Sätze ;-) |
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Enrico Palazzo
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01.07.2026 - 13:36 Uhr
Grad gecheckt - ist im Original auch so :) Wobei ich das jetzt auch nicht SOOOO verschachtelt finde. |
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regger
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01.07.2026 - 14:56 Uhr
Ja, da gibts noch wildere Beispiele mit Sätzen über eine halbe Seite...Hat für mich dann immer eine gewisse Zeit gebraucht reinzukommen und sich an diesen Stil zu gewöhnen... |
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Mr Oh so
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01.07.2026 - 17:02 Uhr
Enrico Palazzo
@regger
Das war damals mein erster Roth und ich bin seitdem großer Fan. Für mich ist The Human Stain der vielleicht beste Roth und ich bin bei einer klaren 10/10. Ich frage mich, ob das schwer zu lesende durch die Übersetzung kommen könnte, die du ja offenbar gelesen hast?
Ist schon ein Brocken, auch im Original natürlich. Aber lohnt sich. Ein Meisterwerk. 10/10. |
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Enrico Palazzo
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01.07.2026 - 17:28 Uhr
Für mich ist das eines der wenigen Bücher, wo ich das Gefühl hatte, dass jedes Wort genau dort ist, wo es hingehört.
Ich muss mich mal wieder durch die Roth-Bücher lesen, merke ich grad. Hab richtig Bock auf ein Re-Read :) Die dicke Biografie liegt hier auch noch. |
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AliBlaBla
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01.07.2026 - 17:53 Uhr
@Enrico Palazzo
Ich mag andere lieber, allen voran "American Pastoral" und "Sabbath's theatre", "My life as a man". Mein liebster Ami neben Auster&DeLillo
Welche Biografie meinst du? |
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The MACHINA of God
User und Moderator
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01.07.2026 - 18:07 Uhr
Ich mag andere lieber, allen voran "American Pastoral" und "Sabbath's theatre"
Letzteres ist mein Liebling von ihm. So hart, aber auch so gut. |
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Enrico Palazzo
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01.07.2026 - 21:22 Uhr
Sabbath's Theatre ist großartig, auch ne 10/10 für mich.
"Roth" von Blake Bailey habe ich hier liegen. |
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kingsuede
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05.07.2026 - 20:29 Uhr
Das Schwarz an den Händen meines Vaters von Lena Schätte, der diesjährigen Gewinnerin des Bachmann-Preises.
7,5/10 |
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Sneedlewoods
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08.07.2026 - 09:20 Uhr
Blindkauf.
Ralf Lano-Ein Echo aus stählerner Zeit.
https://www.meineeifel.de/historische-e ... ralf-lano/
Hat sich gelohnt. Interessantes Setting, gut beschriebene Charakter, stringente Handlung. Für eine Krimimaus wie mich eine unerwartete Überraschung. |
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Lucas mit K
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08.07.2026 - 10:20 Uhr
Gabrielle Zevin – Morgen, morgen und wieder morgen
Über mehrere Jahrzehnte erzähltes Porträt einer Freundschaft und Arbeitsbeziehung zwischen zwei Nerds, die mit dem Entwickeln von Games sehr erfolgreich werden. Ist sicher noch interessanter für Leute, die viel zocken, als für mich. Aber eigentlich spielt das fürs Lesen auch gar nicht so eine große Rolle, ob man sich dafür besonders interessiert. Es ist einfach ein sehr süffig geschriebenes Buch, das mich etwas an „Ein wenig Leben“ von Hanya Yanagihara erinnert – minus der langen Liste an Traumata. Wer das Buch mochte, wird hier sicher auch glücklich.
Bin noch nicht ganz durch, aber schon eine Lektüre, die mir im letzten Drittel ordentlich das Herz bricht. Die drei Hauptfiguren sind so lebendig beschrieben. Trotz ihrer Macken und Mängel habe ich sie ziemlich liebgewonnen und werde sie nach der letzten Seite sicher vermissen. |
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Mr Oh so
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08.07.2026 - 12:47 Uhr
Enrico Palazzo
Hab richtig Bock auf ein Re-Read :)
Mach ich gerade ;-) |
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mare
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08.07.2026 - 12:56 Uhr
„The Beach“ — Alex Garland
Schon beeindruckend, dass er das mit 26 (bzw. wahrscheinlich noch jünger) geschrieben hat. Mag den Stil, das Tempo und "die Welt" ... habe beim Lesen aber leider die ganze Zeit unweigerlich Leonardo, Tilda & Co. bildlich vor mir ;)
8–9/10 |
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AliBlaBla
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08.07.2026 - 16:07 Uhr
@mare
Ja, ein tolles Buch, habe es damals gelesen, noch vor dem Film, den Film nie gesehen...
Bin aufgrund der tollen Erzählhaltung auch bei 8,5/10
Unbedingt auf Englisch lesen, schafft man such mit Schulenglisch gut. |
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The MACHINA of God
User und Moderator
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11.07.2026 - 16:49 Uhr
Lese gerade eine schöne Goethe-Biographie und deshalb auch ein paar seiner Werke. Gestern mal wieder "Faust I" beendet und es ist wirklich mit jedem Mal lesen besser und schöner. Jetzt mal "Die Wahlverwandschaften". Und dann mal wieder "Faust II" und absolut nichts verstehen. :D |
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regger
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14.07.2026 - 07:33 Uhr
Paul Beatty - Der Verräter 8/10
Eine Satire, die einerseits zum Lachen bring aber auch sehr nachdenklich stimmt. Tolle Sprache, wenn auch mit sehr vielen (pop-)kulturellen Bezügen, die ein Europäer wohl kaum verstehen kann.
Daher waren die ersten 100 Seiten sehr sehr mühsam. Es wirkte wie ein Wirrwarr an popkulturellen Verweisen und das Ganze noch wie in einem Drogenrausch.
Danach "beruhigt" sich die Story etwas und eine Geschichte entsteht, die die Ganze Zeit zwischen Lachen und Entsetzen hin und her pendelt. Im Großen und Ganzen ein sehr empfehlenswertes Buch, bringt einem das Thema Rassismus in den USA doch um einiges näher, soweit man das beurteilen kann. |
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Shadow Talk
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14.07.2026 - 09:31 Uhr
John Kennedy Toole - Die Verschwörung der Idioten ("A Confederacy Of Dunces")
Ich zitiere aus Wikipedia: "A Confederacy of Dunces ist ein Schelmenroman, der das Leben in New Orleans in pointierter Weise porträtiert. Der Protagonist ist Ignatius J. Reilly, ein fauler und verfressener Intellektueller, der zu Hause bei seiner verwitweten Mutter lebt. Er verachtet die Moderne, gegen die er, eingeschlossen in seinem muffigen Zimmerchen, an einem umfangreichen Pamphlet schreibt. Er muss sich seinen Lebensunterhalt selbst verdienen, nachdem seine Mutter im angetrunkenen Zustand einen Unfall (mit Sachschaden) verursachte. Von Job zu Job gerät er dabei von einer grotesken Situation in die nächste und beschimpft auf seiner Odyssee Gott und die Welt, oft mit Hinweisen auf Boethius’ Werk Vom Trost der Philosophie, dessen Struktur auch das Organisationsprinzip des Romans liefert."
Ein herrlicher Genuss im Sommerurlaub, herrlich überdreht und ein wenig dadaistisch. Hat hintenraus zwar auch seine Längen, aber ich musste mehrfach schmunzeln und fühlte mich sogar etwas an die guten alten Kommissar-Schneider-Romane erinnert.
Tragisch die Geschichte des Autors, der Zeit seines Lebens keinen Verleger für sein Buch fand, welches dann 10 Jahre noch seinem Tod veröffentlicht wurde und mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde. |
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Unangemeldeter
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14.07.2026 - 14:31 Uhr
Ha, lustig, die Confederacy of Dunces hatte ich vor kurzem auch gelesen. Das ist schon über weite Strecken sehr amüsant, wurde aber kein Lieblingsbuch. Man muss mit unsympathischen Hauptfiguren und einem ständigen Hotdog-Hunger leben können. |
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Shadow Talk
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14.07.2026 - 15:04 Uhr
Das stimmt irgendwie. Bis auf die demente Miss Trixie und den armen Sergeant Mancuso gibt es eigentlich keinen sympathischen Charakter. Bei mir hat es bzgl. der Hotdogs allerdings das Gegenteil bewirkt. :-) |
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The MACHINA of God
User und Moderator
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16.07.2026 - 21:09 Uhr
Schulbücher Revisited - Part 3:
Theodor Storm - "Der Schimmelreiter"
Hochsommer jetzt nicht die perfekte Jahreszeit für das Buch, aber ich hab es an den stürmischeren Tagen gelesen. Tolle Atmosphäre. Und während ich diese damals schon mochte, fand ich den Rest wohl recht langweilig. Dieses Mal war ich aber auch sehr von der Familiengeschichte gefesselt. Schon ein faszinierendes Werk.
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regger
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20.07.2026 - 22:18 Uhr
Wolf Haas - Müll 7,5/10
Der bislang letzte Brenner Krimi.
Unterhaltsamer und orignelle Story mit tollem sprachlichen Stil. |
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Arne L.
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25.07.2026 - 16:07 Uhr
Daniel Marwecki - Absolution? – Israel und die deutsche Staatsräson
Hab heute mit dem Sachbuch angefangen, um einige Wissenslücken zu schließen bzw. zu ergänzen und hab schon nach knapp 40 Seiten das Gefühl, hier sehr viel zu lernen. Scheint eine gute und relativ ausgewogene Gesamtbetrachtung zu sein, ohne krass in die Tiefe zu gehen. Gibt es beim bpb mittlerweile sogar für nur fünf Euro zu bestellen. |
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Lucas mit K
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28.07.2026 - 14:38 Uhr
John Niven – O Brother
Gelesen auf Empfehlung in diesem Thread (S. 100). Erschreckend intim.
Stellenweise hat mich das Verhalten Johns gegenüber seines (offensichtlich) schwer depressiven Bruders entsetzt. Andererseits – Gary schien schon auch ein ziemlich toxischer, völlig empathieloser Typ gewesen zu sein, der keine Ahnung zu haben schien, dass es auch andere Menschen mit Gefühlen gibt. Wie mit so jemanden umgehen? Wie ihm helfen, der sich kaum helfen lässt? Und dann dieses enge Verständnis von Männlichkeit, das einfach übernommen wird, weil man darüber hinaus nicht denken kann – einfach schlimm.
Die ganze Familiengeschichte ist als solche sehr interessant. Literarisch ist es leider nicht ganz so gut. Der Erzähler verfällt zu oft in den Plauderton und herrje, springt er zwischen den Jahren hin und her. Die Jahreszahlen, die vor den Kapiteln stehen, stimmen jedenfalls meistens nicht.
7/10 – wegen der doch sehr emotionalen Fragen, die das Buch aufwirft und für die umfassende, sehr nah kommende Porträtierung der Person Gary. |
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mrnovember
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Registriert seit 10.10.2019
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01.08.2026 - 13:08 Uhr
PeterLicht - Wir werden alle ganz schön viel ausgehalten haben müssen 5.5/10
- einige starke Texte, aber leider keinerlei Qualitätskontrolle
Nelio Biedermann - Lázár 8.5/10
Fantastisches erstes Drittel, danach nimmt die Qualität etwas ab. Bin sehr gespannt, wie sich der Autor entwickeln wird.
Thomas Mann - Buddenbrooks
Noch recht weit am Anfang, aber das dürfte seit langer Zeit die erste 10 werden. Für mich persönlich einige Ligen über Hesse anzusiedeln. Freue mich schon jetzt darauf, die weiteren Werke zu entdecken. |
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Affengitarre
User und News-Scout
Postings: 12152
Registriert seit 23.07.2014
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01.08.2026 - 13:13 Uhr
Buddenbrooks habe ich dieses Jahr auch gelesen und fand es fantastisch. Sehr toll gezeichnete Charaktere und ich mochte auch den Humor mit einigen gelungenen Running Gags. |
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mrnovember
Postings: 673
Registriert seit 10.10.2019
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01.08.2026 - 13:38 Uhr
Ja, es ist echt mega lustig. Und man merkt, dass Mann ein großes Vorbild von Jonathan Franzen ist. |
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Affengitarre
User und News-Scout
Postings: 12152
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01.08.2026 - 14:18 Uhr
Da weiß man, was man verschluckt! |
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AliBlaBla
Postings: 13412
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01.08.2026 - 17:22 Uhr
@mrnovember
Das ist so, 100%ig; umso schöner, das er auch schon Thomas Mann Preisträger ist (Stadt Lübeck), überhaupt ja mega populär in Deutschland. |
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Kevin
Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion
Postings: 1202
Registriert seit 14.05.2013
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01.08.2026 - 23:54 Uhr
2026 - für mich bislang ein Jahr der Leseflaute. Dennoch: weiter geht's!
#5: Bret Easton Ellis - Weiß
Bissige, in der Qualität stark schwankende Texte des US-amerikanischen Romanciers, der sich in der Rolle des Provokateurs gefällt. 6/10
#6: Heinz Strunk - Zauberberg 2
Von allen Romanen, die ich von Strunk bislang las, der wohl schwächste, wenngleich kein totale Enttäuschung. Aber der räudige, triste Alltag in einer Nervenheilanstalt hat mich hier nicht so gepackt, gerade weil einem die Hauptfigur Jonas Heidbrink irgendwie fremd bleibt. 6/10
#7: Ocean Vuong - Der Kaiser der Freude
Furioser Beginn, dann letztlich aber eine etwas flach abfallende Story über ein ungleiches Paar. Der homosexuelle Hai und die greise Grazina werden vom Schicksal zueinander gebracht und verbringen in diesem Roman die letzten Tage und Wochen der alten Frau gemeinsam, wobei sie kleine Abenteuer erleben. Besser gefiel mir aber immer die Beschreibung der Arbeit in der Fastfood-Kette, für die Hai tätig ist. 6/10
#8: Ronald Reng - Der deutsche Sommer: Als 2006 plötzlich die Leichtigkeit einzog
Sachbuch zur Fußball-WM 2006. Nette Anekdoten, dennoch blieb es für mich nicht mehr als eine Sammlung einiger Schlaglichter auf die WM von vor 20 Jahren. Hatte mir mehr erwartet. 6/10
#9: Christoph Kramer - Das Leben fing im Sommer an
Im Zuge der Fußball-WM gelesen, aber ist schon ein stark stereotyper Jugendroman. Maximal Tschick Light, nett, aber absolut verzichtbar. 4/10 |
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Deaf
Postings: 3909
Registriert seit 14.06.2013
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02.08.2026 - 13:51 Uhr
Hmm, vielleicht auch mal etwas lesen, das besser als 6/10 ist? ;-) Bei mir ist jedenfalls das Gegenteil der Fall, schon jetzt fast gleich viel gelesen wie im gesamten letzten Jahr. Wobei die ganz dicken Bücher weiterhin fehlen.
Mein Lese-Juli:
33) Gianfranco Calligarich - Der letzte Sommer in der Stadt (1973) 8/10
34) Friedrich Christian Delius - Bildnis der Mutter als junge Frau (2006) 6.5/10
35) Hermann Hesse - Siddhartha (1922) 7.5/10
36) Emma Cline - Die Einladung (2023) 6/10
37) Dave Eggers - Die Parade (2019) 4.5/10
38) Markus Werner - Festland (1996) -> re-read 8/10
39) Harry Mulisch - Das Attentat (1982) 7/10
40) Neige Sinno - Trauriger Tiger (2023) -/10 (wichtiges Buch, aber lässt sich aufgrund der Thematik kaum bewerten)
41) Hubert Selby - Letzte Ausfahrt Brooklyn (1964) 7/10 |
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regger
Postings: 569
Registriert seit 31.03.2021
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02.08.2026 - 17:36 Uhr
Lese auch gerade Buddenbrooks (ersten 10% ca.). Gefällt mir auch sehr gut bis jetzt. |
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myx
Postings: 6644
Registriert seit 16.10.2016
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11.08.2026 - 09:54 Uhr
Nachträglich noch der Blick auf mein zweites Buchquartal 2026, wegen Verspätung inkl. Juli. Neu gerne ebenfalls mit Erscheinungsjahr, habe ich mir bei Deaf abgeschaut. ;-) Viele gute bis sehr gute Bücher dabei und auch ein paar in meinen Augen herausragende Werke (in erster Linie von Sigrid Undset, George Eliot, Hans Fallada und Henry James). "Parallelgeschichten" habe ich nach rund einem Drittel pausiert, weil es mich nicht im erwarteten Mass begeistern konnte, bekommt aber aller Voraussicht nach eine zweite Chance.
Lektüre April bis Juli 2026:
Arthur Schnitzler (1900/1903): Reigen (7,5/10)
Hans-Ulrich Treichel (1998): Der Verlorene (7/10)
Péter Nádas (2005): Parallelgeschichten (unterbr.)
Kazuo Ishiguro (2015): Der begrabene Riese (7/10)
George Eliot (1861): Silas Marner (9,5/10)
Sven Regener (2004): Neue Vahr Süd (8/10)
Tove Ditlevsen (1975): Vilhelms Zimmer (8/10)
Hans Fallada (1932/2016): Kleiner Mann – was nun? (9/10)
Tarjei Vesaas (1957): Die Vögel (7,5/10)
Ian McEwan (1978): Der Zementgarten (5,5/10)
Osamu Dazai (1948): No Longer Human. Bekenntnisse eines Gezeichneten (8/10)
Tsitsi Dangarembga (1988): Aufbrechen (8,5/10)
László Krasznahorkai (2021): Herscht 07769 (5/10)
Henry James (1880/81): Washington Square (9/10)
Rachel Cusk (2016): In Transit (7/10)
Sigrid Undset (1920): Kristin Lavranstochter. Bd. 1: Der Kranz (10/10)
Italo Calvino (1952): Der geteilte Visconte (6,5/10)
John Steinbeck (1945): Die Strasse der Ölsardinen (8/10)
Letzte Woche habe ich Band 2 der "Lavranstochter"-Trilogie gelesen ("Die Frau"), und jetzt bin ich gerade wieder einmal bei einem Pynchon gelandet ("Die Versteigerung von No. 49"). Es bleibt spannend und abwechslungsreich. |
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The MACHINA of God
User und Moderator
Postings: 37596
Registriert seit 07.06.2013
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11.08.2026 - 11:32 Uhr
Ich lese derzeit "Das achte Leben (für Brilka)" von Nino Haratischwili. Lange kein Buch mehr so verschlungen, hab innerhalb von 5 Tagen 900 Seiten gelesen. Ist aber auch sehr fesselnd, ohne jetzt große Literatur zu sein. Aber tolle Familiengeschichte. Kennt jemand die anderen Bücher von ihr? Gut?
PS: Ich treffe weiterhin nur Menschen, die Biedermanns "Lazar" überhaupt nicht mögen. Wsa ist nur los? :( |
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The MACHINA of God
User und Moderator
Postings: 37596
Registriert seit 07.06.2013
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11.08.2026 - 11:53 Uhr
PS: Bin auf der Suche nach ähnlichen Büchern im Sinne von Familien-Epos über mehrere Generationen. |
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Enrico Palazzo
Postings: 10081
Registriert seit 22.08.2019
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11.08.2026 - 12:00 Uhr
@Machina: "The Sisters" von Jonas Hassem Khemiri |
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regger
Postings: 569
Registriert seit 31.03.2021
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11.08.2026 - 13:56 Uhr
@Machina:
Dimitre Dinev - Zeit der Mutigen
Jeffrey Eugenides - Middlesex |
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Lucas mit K
Postings: 645
Registriert seit 19.07.2024
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11.08.2026 - 15:06 Uhr
Hundert Jahre Einsamkeit |
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Unangemeldeter
Postings: 2745
Registriert seit 15.06.2014
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11.08.2026 - 15:57 Uhr
@MACHINA: T.C. Boyle - World's End oder Eva Menasse - Vienna sind zwei Bücher, die zu deiner Beschreibung passen und die mir beide super gefallen haben. |
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The MACHINA of God
User und Moderator
Postings: 37596
Registriert seit 07.06.2013
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11.08.2026 - 16:02 Uhr
Vielen Dank für die Tipps. "Middlesex" kenne und liebe ich schon, der Rest ist notiert. Und tatsächlich wollte ich nach dem von mir sehr geliebten "Dunkelblum" eh gern mal ein zweites Buch von Eva Menasse lesen. "Hundert Jahre Einsamkeit" läut mir auch oft über den Weg. Bei Boyle weiss ich immer noch nicht, wie ich ihn finde, von daher steht der eher weiter unten. :) |
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Ralph mit F
Mitglied der Plattentests.de-Schlussredaktion (Ralf Hoff)
Postings: 914
Registriert seit 10.03.2021
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11.08.2026 - 16:15 Uhr
"Hundert Jahre Einsamkeit" schlag ich mich seit einer Weile mit rum. Nicht, weil es schlecht ist, im Gegenteil. Aber muss dafür in der passenden Stimmung sein. Ansonsten regt mich dieses ständige Springen zwischen Figuren und Zeiteben im schlimmsten Fall minimal auf :D |
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Lucas mit K
Postings: 645
Registriert seit 19.07.2024
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11.08.2026 - 17:00 Uhr
„Dunkelblum“ liegt bei mir als nächstes auf dem Stapel.
Und ja – „Hundert Jahre Einsamkeit“ hab ich so leichtfertig gedroppt. :) Es ist schon ein sperriges Teil. Man muss es eigentlich zweimal lesen, erst dann kommt man so richtig rein. |
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Arne L.
Postings: 3877
Registriert seit 27.09.2021
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11.08.2026 - 17:10 Uhr
"Dunkelblum" hab ich mir tatsächlich auch als nächstes rausgelegt! Leider zu groß und dick für unterwegs. :( |
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Affengitarre
User und News-Scout
Postings: 12152
Registriert seit 23.07.2014
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11.08.2026 - 19:31 Uhr
Da wäre ein Reader praktisch, Arne! :D |
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Affengitarre
User und News-Scout
Postings: 12152
Registriert seit 23.07.2014
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11.08.2026 - 19:32 Uhr
@Machina Emily Bronte - Wuthering Heights |
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Hubble
Postings: 261
Registriert seit 14.06.2013
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11.08.2026 - 19:57 Uhr
@Machina
"Effingers" von Gabriele Tergit möchte ich noch empfehlen. |
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fitzkrawallo
Postings: 2032
Registriert seit 13.06.2013
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11.08.2026 - 20:17 Uhr
Ich empfehle da mal Michael Köhlmeiers "Abendland". Österreichischer Generationenroman, der das 20. Jahrhundert in Wien und, nuja, im Abendland abbildet. Die zentrale Rolle, die (Jazz-)Musik spielt, sollte hier im Forum ein Plus sein. |
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Hier stand Ihre Werbung
Postings: 2582
Registriert seit 25.09.2014
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11.08.2026 - 21:19 Uhr
Sicherlich etwas umstritten, aber Ken Folletts Säulen der Erde hat auch Familiengeschichte über hunderte Jahre. |
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Lucas mit K
Postings: 645
Registriert seit 19.07.2024
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12.08.2026 - 06:29 Uhr
@Arne:
Haha, schöner Zufall. Ich werde diesen Wälzer wohl auch eher zuhause aufm Sofa lesen.
Lese aktuell noch „Der andere Arthur“ von Liz Moore. Hattet ihr schon mal das Gefühl, einen Roman zu lesen, der klingt wie KI-generiert? Hier geht es mir so. Alles sauber und wohlkonstruiert, aber ohne spezielle Aura. Der Plot-Twist ist auch zum Gähnen. Fing gut an, aber irgendwie entwickelt es sich zu einer Geschichte, die man so ungefähr schon zigmal gelesen hat. |