|
regger
Postings: 544
Registriert seit 31.03.2021
|
12.05.2026 - 22:10 Uhr
Wolf Haas - Junger Mann (9/10)
Luftig und leicht und trotzdem mit Substanz und Tiefgang. Eine schöne kleine Story. Wolf Haas hat mich noch nie enttäuscht. |
|
Enrico Palazzo
Postings: 9227
Registriert seit 22.08.2019
|
17.05.2026 - 16:58 Uhr
IT von Stephen King 8/10
Mehr dazu im Autoren-Thread: https://www.plattentests.de/mobile/forum.php?action=showThread&id=1925 |
|
regger
Postings: 544
Registriert seit 31.03.2021
|
23.05.2026 - 08:43 Uhr
Barbara Kingsolver - Demon Copperhead (9,5/10)
Eine Wucht dieses Buch. Viel Negatives passiert, trotzdem schwellt immer etwas Hoffnung mit. Charakterzeichnung auf höchstem Niveau und der Hintergrund mit der Opioid Krise auch sehr gut eingearbeitet. |
|
Gallants22
Postings: 175
Registriert seit 22.01.2025
|
23.05.2026 - 14:00 Uhr
T.C. Boyle - Blue Skies 7/10
T.C. Boyle - Ein Freund der Erde 8,5/10
Beide Bücher befassen sich mit der Klimakatastrophe. Zweiteres ist hinsichtlich der Charaktere die bessere Wahl. Ebenso der für Boyle typische Sarkasmus, Zynismus und die überall hervorscheinende Ironie ist hier einen Tacken filigraner. Beide Werke zeichnen sich dafür aus das sie unser aller Lebensweisen ( Leben im Überfluss ) erbarmungslos wiederspiegeln. Selten hat das dadurch erzeugte Gefühl des Erwischtwerdens soviel Spaß gemacht. |
|
mrnovember
Postings: 512
Registriert seit 10.10.2019
|
31.05.2026 - 14:26 Uhr
László Krasznahorkai - Melancholie des Widerstands
Mein erster Krasznahorkai. Wollte gestern vor dem Schlafengehen nur kurz reinlesen und konnte das Buch erst nach 50 Seiten wieder weglegen. Was für ein Einstand. |
|
The MACHINA of God
User und Moderator
Postings: 37089
Registriert seit 07.06.2013
|
31.05.2026 - 14:41 Uhr
Hat jemand mal "At Swim-Two-Birds" ("Auf Schwimmen-zwei-Vögel") von Flann O'Brien gelesen? Und wenn ja, was haltet ihr davon? |
|
Enrico Palazzo
Postings: 9227
Registriert seit 22.08.2019
|
31.05.2026 - 14:53 Uhr
Ja, auf deutsch in der Übersetzung von Harry Rowohlt. Soweit ich mich erinnere fand ich das recht gut :) |
|
regger
Postings: 544
Registriert seit 31.03.2021
|
31.05.2026 - 23:32 Uhr
Wilhelm Genazino - Ein Regenschirm für diesen Tag (8/10)
Wunderbar skurrile Beobachtungen des Lebens. Sicherlich nicht mein letzter Genazino.
Welche könnt ihr noch empfehlen? |
|
AliBlaBla
Postings: 12094
Registriert seit 28.06.2020
|
01.06.2026 - 09:02 Uhr
@regger
Alle ;)
Naja, bin Fanboy.
Also "Leise singende Frauen" hat ähnliche Motive, ist allerdings sein poetischstes, finde ich, wie ein langes, schönes Gedicht.
"Mittelmäßigen Heimweh" fand ich super, "Die Kassiererinnen" desweiteren... ach, so viele! |
|
Loketrourak
Postings: 3855
Registriert seit 26.06.2013
|
01.06.2026 - 09:06 Uhr
@Machina: vor Jahren gelesen, (Rowohlt Übers. 1989) hat mir damals sehr gut gefallen. Ich hatte sowas wie eine Flann o'Brien Phase. Sollte ich mal wieder angehen. Das Metafiktionale, die einzelnen Handlungsstränge und die Rahmenhandlung können - so wie ich es erinnere - leicht verwirrend (wahlweise unterhaltend) sein. Ich weiß ja, Du liest gern im englischen Original. |
|
Enrico Palazzo
Postings: 9227
Registriert seit 22.08.2019
|
01.06.2026 - 09:13 Uhr
Everything I Don't Remember von Jonas Hassen Khemiri 8/10
Ich hatte ja vor Kurzem schon mal das aktuelle Buch "The Sisters" (9/10) von Khemiri empfohlen und nach der Lektüre vom früheren "Everything I Don't Remember" bleibe ich dabei: Hier ist ein ganz großer Autor in the making und ich kann ihn Allen nur wärmstens empfehlen.
Everything I Don't Remember ist ein toller Roman, der aus unterschiedlichsten, nicht verlässlichen ErzählerInnen-Stimmen ein fragmentarisches Bild ein tödliches Autounfalls zusammenpuzzled. Hierbei spielt er dazu noch mit leichten Zeitversetzungen in den Erzählungen, so dass sich bestimmte Dinge ziemlich smart erst nach und nach zusammensetzen und man als Leser eigentlich nie weiß, welche Perspektive jetzt wirklich stimmt. Oder gibt es eventuell gar keine wahre Perspektive auf diese Dinge?
Ich bleibe jedenfalls an diesem Autoren dran! |
|
Unangemeldeter
Postings: 2612
Registriert seit 15.06.2014
|
01.06.2026 - 09:14 Uhr
@regger: Haha, das ist nach der Buchaktion hier auch auf meiner Leseliste gelandet. Von der habe ich gerade Picknick am Wegesrand gelesen und bin jetzt zu Italo Calvino (Wenn ein Reisender in einer Winternacht) übergegangen.
Fantastische Listenaktion. :-)
Muss jetzt die Tage mal den Stalker-Film schauen, den hab ich mir für nach der Lektüre aufgehoben, bin schon sehr gespannt wie das in den 70ern (?) umgesetzt wurde. |
|
The MACHINA of God
User und Moderator
Postings: 37089
Registriert seit 07.06.2013
|
01.06.2026 - 13:39 Uhr
Das Metafiktionale, die einzelnen Handlungsstränge und die Rahmenhandlung können - so wie ich es erinnere - leicht verwirrend (wahlweise unterhaltend) sein.
Ja genau damit hadere ich auch grad ziemlich. Und speziell diese eine Geschichte mit dem Captain ist so "irisch" geschrieben, dass ich da auch mit Anglistik-Master echt an die Grenzen komme. Aber ich bleibe mal dran. |
|
mare
Postings: 10
Registriert seit 13.04.2026
|
02.06.2026 - 11:14 Uhr
„O Brother“ — John Niven
Stand jetzt eine 10/10. Ich muss mich zusammenreißen, es nicht zu schnell zu lesen. Mein erster, aber sicher nicht letzter Niven.
Erschütternde, wahre Geschichte, die zwischen schwarzem Humor und Schlägen in die Magengrube changiert, dabei gleichzeitig ein wunderbares Bild des Aufwachsens und Lebens in einer schottischen Kleinstadt zeichnet und allerhand popkulturelle Referenzen einfädelt. Fantastisch!
Ansonsten bisher dieses Jahr:
„Das Schwarz an den Händen meines Vaters“ — Lena Schätte (10/10)
„Agnes“ — Peter Stamm (7,5/10)
„Im Meer waren wir nie“ — Meral Kureyshi (8/10)
„Drifter“ — Ulrike Sterblich (7/10)
„Erbgut. Was von meiner Mutter bleibt“ — Marlen Hobrack (7/10)
„Menschenwerk“ — Han Kang (10/10)
„Der Gräber“ — Hendrik Otremba (8/10)
„Wenn ich nicht Urlaub mache …“ — Giulia Becker (6/10) |
|
regger
Postings: 544
Registriert seit 31.03.2021
|
02.06.2026 - 14:10 Uhr
Von John Niven kann ich
- Gott Bewahre und vor allem
- Coma
sehr empfehlen
Mit
- Kill Your Friends
konnte ich aber wenig anfangen... |
|
Lucas mit K
Postings: 571
Registriert seit 19.07.2024
|
02.06.2026 - 16:19 Uhr
Interessant, in „O Brother“ werde ich reinlesen. Ich mag diese Art Autofiktion. Siehe auch Knausgård, Eduard Louis, Hugo Hamilton („Gescheckte Menschen“) etc.
„Wenn ich nicht Urlaub mache …“ von Giulia Becker liegt auch auf meinem Stapel.
Gerade gelesen und für sehr gut befunden:
Annett Gröschner – Schwebende Lasten |
|
mare
Postings: 10
Registriert seit 13.04.2026
|
02.06.2026 - 16:42 Uhr
„Knausgård“ und „Schwebende Lasten“ sind auf meiner (Lang-)Liste gelandet, danke dafür!
Bezüglich „Wenn ich nicht Urlaub mache …“: Das Buch liefert viele gute Beobachtungen und einige Schmunzler, allerdings schießt es auch regelmäßig über das Ziel hinaus und Becker weiß hier und da nicht, wann es mal gut ist. Dadurch kippen einige Geschichten ein bisschen in Richtung Klamauk. Es liest sich aber schnell und gut und für mich war es ein gern gesehener, leichter Lückenfüller (und einfach vorhanden) zwischen schwereren Stoffen. |
|
mare
Postings: 10
Registriert seit 13.04.2026
|
02.06.2026 - 16:47 Uhr
Ach und „Coma“ (bzw. „The Amateurs“) ist schon im Anflug, @regger :) |
|
Lucas mit K
Postings: 571
Registriert seit 19.07.2024
|
02.06.2026 - 18:00 Uhr
@mare:
Gern. Und danke dir für den Niven-Tipp. Den ich schon mal in der Bibliothek in der Hand und dann doch nicht eingesackt hatte.
Von Giulia Becker erwarte ich natürlich keine große Literatur. Ich habe jetzt nach einigen thematisch eher schwerer verdaulichen Brocken (u.a. auch „Schwebende Lasten“) Lust auf was Leichteres. Außerdem mag ich „Drinnies“. |
|
regger
Postings: 544
Registriert seit 31.03.2021
|
02.06.2026 - 21:06 Uhr
Also "Coma" ist eigentlich recht leichte Kost aber mit wahnsinnig gutem schwarzem Humor wie ich finde.
"Gott Bewahre" hat den lustigsten Buchanfang den ich je gelesen habe, richtig genial. Danach fällt das Buch etwas ab. |
|
regger
Postings: 544
Registriert seit 31.03.2021
|
03.06.2026 - 12:33 Uhr
Hab gerade die ersten 100 Seiten von Michail Bulgakow's "Der Meister und Margarita" durch.
Wie genial ist das bisher? Kann man nicht glauben dass das Buch relativ alt ist.
Sind die anderen Bücher von Bulgakow auch empfehlenswert? |
|
Gallants22
Postings: 175
Registriert seit 22.01.2025
|
03.06.2026 - 17:03 Uhr
@mare
Habe mir aufgrund deiner Empfehlung 'O Brother' zugelegt. Bin gespannt da es mein erster Niven ist. |
|
mare
Postings: 10
Registriert seit 13.04.2026
|
03.06.2026 - 17:08 Uhr
Dann hoffe ich sehr, dass es mundet! |
|
The MACHINA of God
User und Moderator
Postings: 37089
Registriert seit 07.06.2013
|
03.06.2026 - 17:45 Uhr
Schulbücher Revisited - Part 1:
Klaus Mann - "Mephisto"
Ich hab mir vorgenommen, mal alle in meiner Schulzeit behandelten Bücher wieder zu lesen, bis auf "Faust I" und Georg Büchners "Lenz" zum ersten Mal seit damals (also locker 25 Jahre). Ich will mal schauen, wie anders es sich jetzt liest (sofern noch Erinnerungen an damals vorhanden sind). Außerdem würde ich gern mal schauen, wie geeignet ich diese Bücher für damals 13-18-jährige finde. :D
"Mephisto" war tatsächlich mein Thema in der Abiklausur. Aber an viel mehr als das Grundkostrukt konnte ich mich kaum erinnern. Faszinierend finde ich, dass das Buch 1936 erschien, aber wirkt wie während oder nach dem Krieg erschienen. Klaus Mann erkannte die nahende (bzw. bereits gestartete) Katastrophe ziemlich genau. Also gerade in den aktuellen Zeiten muss ich sagen, finde ich dieses Buch weiterhin sehr geeignet für Schulklassen. |
|
Enrico Palazzo
Postings: 9227
Registriert seit 22.08.2019
|
03.06.2026 - 17:48 Uhr
Viel Glück! Also ich möchte "Educating Rita" nie wieder lesen ;D
"Die Physiker" und "Macbeth" hingegen schon! |
|
The MACHINA of God
User und Moderator
Postings: 37089
Registriert seit 07.06.2013
|
03.06.2026 - 17:53 Uhr
@Enrico:
Keines der drei hatte ich in der Schule. "MacBeth" dann im Studium. Würde ich auch nochmal. Was ist denn "Educating Rita"? |
|
Enrico Palazzo
Postings: 9227
Registriert seit 22.08.2019
|
03.06.2026 - 17:58 Uhr
Tja, verdrängt und ich musste es nochmal nachgucken. Es ist ein Play am Theater und hat nur knapp 80 Seiten - in meiner Erinnerung viel, viel mehr.
Educating Rita, about a working-class Liverpool girl's hunger for education, is 'simply a marvellous play, painfully funny and passionately serious; a hilarious social documentary; a fairy-tale with a quizzical, half-happy ending.' Sunday Times
Educating Rita premiered at the RSC Warehouse, London, in June 1980. Voted Best Comedy of 1980, it was subsequently made into a highly successful film with Michael Caine and Julie Walters. |
|
Hubble
Postings: 251
Registriert seit 14.06.2013
|
04.06.2026 - 16:09 Uhr
Mussten auch Educating Rita im Englischunterricht lesen und haben dann noch den Film mit Michael Cane geguckt. Daran, dass es "hilarious" war, kann ich mich nicht unbedingt erinnern. |
|
Mr Oh so
Postings: 3684
Registriert seit 13.06.2013
|
04.06.2026 - 17:56 Uhr
Also, unterhaltsam ist das doch schon. Da gibt es eindeutig schlimmere Schullektüre, Fntanehust |
|
revilo
Postings: 226
Registriert seit 18.06.2013
|
04.06.2026 - 22:17 Uhr
Mariana Leky - Die Herrensustatterin (8/10)
Sehr schönes skurriles Buch mit tollen Personen und witzigen Einfällen |
|
Sick
Postings: 361
Registriert seit 14.06.2013
|
05.06.2026 - 00:11 Uhr
Elena Ferrante - Die Geschichte der getrennten Wege.
Der Dritte von vier Bänden über zwei Freundinnen aus Neapel.
Eigentlich ein "Frauenbuch". Freundschaft mit all seinen Widersprüchen, Feminismus und Klassenkampf. Und wirklich tollen Charakteren mit unglaublicher Tiefe. Sowas hab ich vorher noch nicht gelesen. 9/10. Mindestens. |
|
Otto Lenk
Postings: 816
Registriert seit 14.06.2013
|
05.06.2026 - 01:20 Uhr
Demon Copperhead 9/10 |
|
Sneedlewoods
Postings: 1914
Registriert seit 07.05.2023
|
08.06.2026 - 09:51 Uhr
Für heute eingeplant
Steffen Kopetzky-Atom
Keine Ahnung, was mich da erwartet oder ob das meinem sonstigen Leseverhalten entgegenkommt. Hab` ich einfach mal spontan online gekauft.
https://www.ndr.de/kultur/buch/tipps/St ... ky114.html |
|
Lucas mit K
Postings: 571
Registriert seit 19.07.2024
|
08.06.2026 - 10:25 Uhr
Elena Ferrante mag ich auch. Habe von der Neapolitanischen Saga aber nur Band 1 und 2 gelesen und bin dann nicht mehr dran geblieben. Mir war das alles zu sehr in die Länge gezogen. Das hatte streckenweise schon einen enormen Sog, die 9/10 kann ich nachvollziehen. Aber irgendwann hatte ich dann genug, weiß auch nicht warum. Vielleicht wollte ich auch einfach – ungeduldig wie ich bin – zu einem anderen Thema, einer anderen Geschichte wechseln.
Empfehlen kann ich auch „Frau im Dunkeln“. Das hat mich auch sehr gepackt. Ist auch die perfekte Sommerlektüre.
Der Film dazu, Regie von Maggie Gyllenhaal, ist auch fein. Gibt’s glaub ich auf Netflix.
Mit dem Begriff „Frauenbuch“ hab ich hier aber meine Schwierigkeiten. Klingt abwertend. |