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Welches Buch liest Du gerade? / Welches Buch hast Du zuletzt gelesen? Wie war/ist es?

User Beitrag

Affengitarre

User und News-Scout

Postings: 9407

Registriert seit 23.07.2014

14.05.2021 - 16:23 Uhr
"Oliver Twist" ist wirklich ein schöner Einstieg, war mein erster Roman von ihm nach "Christmas Carol" und hat mir sehr gefallen.

Randwer

Postings: 1857

Registriert seit 14.05.2014

16.05.2021 - 14:24 Uhr
apropos JG Ballard - High Rise
Den kenne ich glaube ich noch unter dem deutschen Titel "Hochhaus".
Inzwischen werden offenbar wohl auch Bücher immer öfter wie bereits Filme unter den englischen Titeln in den Handel gebracht.

Neuer

Postings: 743

Registriert seit 10.05.2019

16.05.2021 - 14:47 Uhr
J.R.R. Tolkien - Der Herr der Ringe
Bin da zur Hälfte drin (3 von 6 Büchern sind gelesen). Sicher kenne ich die Filme, von denen ich aber schon viel wieder vergessen habe, aber es zu lesen ist schon etwas sehr anderes. Mittelerde ist schon ein seltsamer, wunderbarer Ort, wenn dort Leute wie Tom Bombadil einfach herumspazieren.
Ab Bruchtal nimmt die Handlung endlich Fahrt auf, aber ca. 350 Seiten Vertrauensvorschuss muss man dem Ding schon geben. Dass der Prolog eine Abhandlung über Hobbits ist, ist auch nicht so nett zu lesen - wobei das in dieses Meta-Konzept passt, dass DHdR bzw. "Das Rote Buch von Westernis" eine überlieferte Erzählung ist, mit Anhängen, Fußnoten und Änderungen, Halbwahrheiten etc.
Ein schönes Buch bisher, das durch die Reisebeschreibungen aber etwas schwerfällig gemacht wird. Tolkiens Prosa ist toll und wunderschön, aber bei den ein, zwei zusätzlichen Sätzen zu Landschaften pro Absatz driften meine Augen gerne auch mal von der Buchseite. Ein bisschen Energie wird schon von einem gefordert.

kingsuede

Postings: 2466

Registriert seit 15.05.2013

16.05.2021 - 16:45 Uhr
@Randwer: Das stimmt, auch wenn ich das Werk auf Englisch gelesen habe. Der Film dazu war auch sehenswert.

Es wird Crash folgen.

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Registriert seit 25.09.2014

16.05.2021 - 20:43 Uhr
Bin inzwischen im Restaurant am Ende des Universums angelangt und das Problem der Romane wird offensichtlich: Man denkt, man kommt von a nach b, vielleicht auch über c und d. Tatsächlich aber wird bei a gesagt, man möchte nach b, dann geschieht c bis h mit Auswirkungen auf i,j,k,l und entsprechend vielen neuen Charakteren und wenn es gerade nicht weitergeht, grätscht deus ex machina dazwischen und man ist plötzlich bei b, das man halb vergessen hatte. Es erfordert schon eine Menge Aufmerksamkeit, allem zu folgen.

Das klingt sehr harsch, es ist immer noch eine vergnügliche Lesereise! Ob ich es dieses Mal bis zum Schluss von Buch 5 durchhalte, weiß ich aber noch nicht.

Luc

Postings: 1381

Registriert seit 28.05.2015

16.05.2021 - 21:03 Uhr
Aber immerhin geben Desaster Area coronakonforme Konzerte!

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Postings: 1521

Registriert seit 25.09.2014

18.05.2021 - 18:14 Uhr
Ha, das stimmt! Kurz nach dem Restaurant nimmt auch (erstmal) die Anzahl der Nebenplots, neuen Planeten und Nebencharaktere dramatisch ab und man fühlt sich nicht mehr völlig überfordert, wenn man kurz vor dem Einschlafen noch ein paar Seiten liest.
Mit dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest geht es also jetzt weiter und endlich gibt es wieder Tee!

kingsuede

Postings: 2466

Registriert seit 15.05.2013

19.05.2021 - 22:50 Uhr
Weiter mit JG Ballard: Crash

Mind. 9/10

Deaf

Postings: 1313

Registriert seit 14.06.2013

25.05.2021 - 12:10 Uhr
15) Clarice Lispector - Aber es wird regnen (1971-77)
Diese Kurzgeschichten sind eine wunderbare Entdeckung. Es handelt sich hier eigentlich um den zweiten Band, aber den ersten habe ich mir danach auch gleich geholt.

16) John Williams - Stoner (1965)
Hat mich etwas enttäuscht, fand die Figur des Stoner eher etwas öde bzw. konnte ihr (nicht-)handeln nicht nachvollziehen.

17) Karl Ove Knausgard - Lieben/Min Kamp 2 (2009)
Auch wenn hier auf hunderten Seiten fast nichts passiert: man verschlingt das einfach und freut sich auf den nächsten Teil.

18) J. D. Salinger - Der Fänger im Roggen (1951)
Reread. Der Klassiker, der mir besser gefallen hat als damals, vor ca. 18 Jahren.

19) Jesmyn Ward - Singt, ihr Lebenden und ihr Toten, singt (2017)
Kommentar folgt im Buchclub.

20) Denis Johnson - Jesus' Sohn (1992)
Kurzgeschichten für zwischendurch. Hatte mehr Drogen/Kriminalität erwartet, aber ganz ok.

21) Markus Werner - Am Hang (2004)
7. und letzter Roman des mir liebsten Schweizer Schriftstellers. Wie immer sehr gut.

kingsuede

Postings: 2466

Registriert seit 15.05.2013

25.05.2021 - 12:38 Uhr
@Deaf: Wann liest du das alles?

maxlivno

Postings: 2327

Registriert seit 25.05.2017

25.05.2021 - 12:56 Uhr
Alfred Andersch - Sansibar oder der letzte Grund 7/10

Thomas Biebricher - Die politische Theorie des
Neoliberalismus -/10
Der erste Teil ist eine schöne Ideengeschichtliche Einordnung neoliberale Theoretiker wie Hayek, Friedman, Buchanan und Ordoliberaler wie Eucken und Rüstow. Der zweite Teil dreht sich dann um die EU und wie sich dort Merkmale aus dem ersten Teil wiederfinden, ganz nett, aber gut ist das Buch durch die erste Häfte

Berthold Brecht:
Trommeln in der Nacht 8.5/10
Die Dreigroschenoper 7.5/10
Die heilige Johanna der Schlachthöfe 10/10

Kevin

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 913

Registriert seit 14.05.2013

25.05.2021 - 13:22 Uhr
"16) John Williams - Stoner (1965)
Hat mich etwas enttäuscht, fand die Figur des Stoner eher etwas öde bzw. konnte ihr (nicht-)handeln nicht nachvollziehen."

Damit sprichst du mir aus der Seele.

Deaf

Postings: 1313

Registriert seit 14.06.2013

25.05.2021 - 13:35 Uhr
@Deaf: Wann liest du das alles?

Naja, bis auf Knausgard sind das ja nicht so dicke Schmöcker. ;-) Aber soviel habe ich tatsächlich noch nie gelesen. Wenn man sonst nicht viel unternehmen kann, bleibst halt mehr Zeit zum Lesen. Schaue dafür keine zeitraubenden Serien und die sozialen Kontakte halten sich momentan auch in Grenzen.

Luc

Postings: 1381

Registriert seit 28.05.2015

25.05.2021 - 13:51 Uhr
Bill Bryson - Eine kurze Geschichte des menschlichen Körpers 8/10
Noch bin ich nicht ganz durch, da es ja doch ein ansehnlicher Wälzer (und auch mit ordentlich Fußnoten versehen) ist, aber wie immer bei Bryson: unterhaltsam und amüsant geschrieben und dabei auch noch lehrreich.
Zumindest für mich als Laien in puncto Medizin und Biologie.

OldMcMetal

Postings: 12

Registriert seit 23.01.2017

25.05.2021 - 19:00 Uhr
http://oliver-poetzsch.de

Die Henkerstochter und der König der Bettler
Histo-Krimi, Teil 3.

Bei seinem Besuch in Regensburg findet der Schongauer Henker Jakob Kuisl seine Schwester und den Schwager tot in der Badestube. Die Stadtwache verhaftet ihn als Verdächtigen und wirft ihn in den Kerker. Er ist in eine Falle getappt. Nun drohen ihm, dem Henker, selbst Folter und Hinrichtung. Verzweifelt suchen seine Tochter Magdalena und der Medicus Simon Fronwieser gemeinsam nach dem wahren Täter. Dabei stoßen sie nicht nur auf ein Komplott, bei dem das Leben Kuisl sondern auch die Zukunft des Kaiserreichs auf dem Spiel steht.


Historisch gut recherchierter Krimi der im 16. Jahrhundert spielt.

Boston

Postings: 621

Registriert seit 14.06.2013

26.05.2021 - 15:39 Uhr
Bill Bryson ist spitze, allein für seine Freude an Details, die andere niemals sehen würden.

derdiedas

Postings: 674

Registriert seit 07.01.2016

27.05.2021 - 13:38 Uhr
Milan Kundera - Das Leben ist anderswo

Das beste an Kundera ist seine Beobachtungsgabe für das menschliche Miteinander, wie er die Liebes- und Mutter-Sohn-Beziehungen hier seziert und auseinandernimmt, ist genauso großartig, wie später in der "Unendlichen Leichtigkeit des Seins".

Hier geht es um einen jungen Dichter, der sich aus Anerkennungsdrang mit dem stalinistischen Regime in Tschechien einlässt, stellenweise eine urkomische Parodie.

Die Hauptfigur wird dabei immer wieder in Beziehung zu verschiedenen historischen Dichtern gesetzt. Mir ist das etwas zu konstruiert, aber Kundera geht es da offensichtlich weniger um eine individuelle Geschichte, als um eine Auseinandersetzung mit dem Typ des Dichters, bzw. die Frage, wie idealistische Künstler korrumpiert werden können.

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Registriert seit 25.09.2014

30.05.2021 - 13:28 Uhr
Ich bin inzwischen beim 4. Band des Anhalters: Mach's gut und danke für den Fisch.

Das Absurde hat etwas abgenommen, wenn es auch immer noch durchschimmert. Dadurch ist der Ton zwar anders, es ist aber auch weniger anstrengend und weiterhin gut. Bis hierhin hatte ich es noch nie geschafft und bin jetzt aber sehr froh, endlich da zu sein ;)

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 26854

Registriert seit 07.06.2013

30.05.2021 - 13:53 Uhr
Kommt da der Songtitel "So long and thanks for the fish: her? Hatte mich immer gefragt was das bedeutet.

Affengitarre

User und News-Scout

Postings: 9407

Registriert seit 23.07.2014

30.05.2021 - 14:09 Uhr
Ja genau.

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Postings: 1521

Registriert seit 25.09.2014

30.05.2021 - 17:41 Uhr
Ja.
Und ich habe gerade bei wikipedia erfahren, dass der korrekte Titel "Macht's gut und danke für den Fisch" ist, da sich die Verabschiedung im Original (So long and thanks for all the fish) and die Menschheit als solche richtet, also im Plural zu lesen ist. Und irgendwie hatte ich im Hinterkopf, dass sich das auf den Babelfisch bezieht, das scheint aber Quatsch zu sein. Ich hab die Phrase aus dem ersten Band aber nicht mehr im Kopf... Mal schauen, ob sich dieses Rätsel noch lösen lässt.

Luc

Postings: 1381

Registriert seit 28.05.2015

30.05.2021 - 17:56 Uhr
So weit ich mich erinnern kann, bezieht sich das auf die Delphine, die von der bevorstehenden Zerstörung der Erde durch die Vogonen (um einer Galaktischen Umgehungsstraße Platz zu machen) erfahren und deren Verabschiedung "Macht's gut und Danke für den Fisch" von den Menschen nur als putziger Versuch einen doppelten Salto durch einen Ring zu springen mißinterpretiert werden.
Oder so ähnlich.
(Erster Band)

dieDorit

Postings: 1963

Registriert seit 30.11.2015

30.05.2021 - 19:07 Uhr
Hier ist ein Link zu dem Opening-Song aus dem Film (mit Erklärung woher der Spruch kommt): https://youtu.be/N_dUmDBfp6k

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Registriert seit 25.09.2014

30.05.2021 - 19:23 Uhr
@Luc: Jap, stimmt. Ich hab nur die Passage irgendwie nicht mehr parat.

Totenkopfäffchen Swetlana

Postings: 9

Registriert seit 30.05.2021

30.05.2021 - 20:51 Uhr
T. C. Boyle - Sprich mit mir; bisher 7,5/10 (mit Tendenz zur 8)

Boyle thematisiert in seinem typischen Stil die Mensch-Tier-Beziehung und zeigt anhand des menschlich aufgezogenen Schimpansen Sam, was das Aufwachsen in komplett menschlichem Umfeld mit Primaten macht und wie herzlos das Geschäft Tierversuche sein kann.
Die Perspektive wechselt kapitelweise zwischen seiner Bezugsperson Aimee und seiner eigenen affig-menschlichen Perspektive, die bis zur Unverständlichkeit seiner eigenen Spezies reicht.
Können Tiere fühlen und lieben wie wir Menschen? Was macht einen Menschen aus?



kingsuede

Postings: 2466

Registriert seit 15.05.2013

30.05.2021 - 20:56 Uhr
Colson Whitehead — Underground Railroad

Haben ja bereits einige im Forum gelesen und für gut befunden, ich schließe mich da an.

Neuer

Postings: 743

Registriert seit 10.05.2019

05.06.2021 - 13:18 Uhr
Ich hatte in letzter Zeit ein paar Hörbucher:

Walter Moers - Rumo und die Wunder im Dunkeln
Noch immer mein Favorit, was Zamonien angeht. :)

Ingrid Noll - Der Mittagstisch
Mit ihren Büchern hatte ich noch gar nichts zu tun, und Krimis habe ich bisher auch kaum angeschaut. Das ist hier aber keine Detektivgeschichte, bei der man einen Mörder findet, sondern die Morde passieren im Umfeld der Protagonistin und die Leute müssen dann mit ihnen umgehen.
Ein sehr unterhaltsames und heiteres kleines Buch mit liebenswürdigen Figuren. Leichte Lektüre, die ich mir gut für einen Urlaub vorstellen könnte.

Theodor Fontane - Effi Briest
Fontane hat viel zwischen den Zeilen zu stehen - er schreibt sehr intelligent und schön -, aber das, was in den Zeilen steht ... die ganzen Höflichkeiten des preußischen Adels und die Spaziergänge ... so ganz meins ist das wohl nicht. Ich mag Geschichte und das dargestellte an sich ja, aber richtig mit dabei war ich erst nur vereinzelt, bei den eingestreuten Andeutungen davon, was noch kommt, und im letzten Drittel.
Ohne Hörbuch hätte ich es vielleicht zur Seite gelegt.

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Registriert seit 25.09.2014

05.06.2021 - 13:34 Uhr
Einmal Rupert und zurück!

Der letzte der 5 Teile der Anhalter-Trilogie. Wieder etwas zerfahrener als Band 4, bringt er doch alles zu einem etwas unerwarteten Abschluss. Ein Charakter wurde von Adams wohl rausgeschrieben. Schade, er lag mir am Herzen!
So verfolgt man wieder Arthur Dent beim Stolpern durch verschiedene Probleme und verrückte Geschichten.

Ich bin sehr froh, dass ich es jetzt mal komplett geschafft habe und bis auf ein bis zwei Hänger liest es sich wirklich gut weg. Band 1 bleibt aber das absolute Highlight der Serie.

Neuer

Postings: 743

Registriert seit 10.05.2019

05.06.2021 - 13:41 Uhr
Mh, Adams steht auch auf meiner imaginären Liste :) Deine Updates zu lesen, macht mir schon Lust drauf

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Registriert seit 25.09.2014

05.06.2021 - 14:04 Uhr
Das freut mich! Ich hab diese Version gelesen. 1100 Seiten, viel Witz und nur ein Zauberer am Strand, den niemand brauchte.

MopedTobias (Marvin)

Mitglied der Plattentests.de-Schlussredaktion

Postings: 17815

Registriert seit 10.09.2013

05.06.2021 - 14:33 Uhr
Von Douglas Adams ist unbedingt noch der Reisebericht "Last chance to see" zu empfehlen. In den späten 80ern ist Adams gemeinsam mit dem Zoologen Mark Carwardine um die Welt gereist, um ein paar vom Aussterben bedrohte Tierarten zum vermeintlich letzten Mal mit eigenen Augen zu sehen sowie ihre (damals) aktuellen Lebensbedingungen und die Gründe für ihre Ausrottung für die BBC zu dokumentieren. Informativ, aber auch sehr unterhaltsam und bewegend geschrieben mit einer klugen Beobachtungsgabe und einer aufrichtigen Betroffenenheit über die – vom Menschen beschleunigte – Vergänglichkeit der Natur. Ein grandioses Buch.

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Postings: 1521

Registriert seit 25.09.2014

05.06.2021 - 14:35 Uhr
Da muss ich mich MopedTobias anschließen.

Luc

Postings: 1381

Registriert seit 28.05.2015

05.06.2021 - 15:04 Uhr
Ja, wohl sein bestes.
Auch empfehlenswert dazu: Stephen Fry hat sich 2009 mit Mark Cawardine (der schon bei Adams dabei war) aufgemacht und die Plätze noch einmal besucht.
Tolle Hommage, ebenfalls sehr witzig und auch nachdenklich und auch als verfilmte (sehenswert) Doku erhältlich

Loketrourak

Postings: 1459

Registriert seit 26.06.2013

05.06.2021 - 16:51 Uhr
Die letzten ihrer Art mag ich auch. Die beiden Dirk Gently Romane sind auch klasse und nur zu empfehlen.

Otto Lenk

Postings: 646

Registriert seit 14.06.2013

06.06.2021 - 18:30 Uhr
Matt Haig - Ich und die Menschen 9/10

Deaf

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Registriert seit 14.06.2013

11.06.2021 - 09:29 Uhr
22) Albert Camus - Der Fremde (1942)
Re-read. Immer wieder erstaunlich, mit welcher Scheissegal-Mentalität der Protagonist sein Leben wegschmeisst.

23) Juan Gabriel Vasquez - Das Geräusch der Dinge beim Fallen (2011)
Schön erzählte Geschichte aus Kolumbien, mit ein paar Längen. Danke für den Tipp im Buchclub.

24) Thomas Melle - 3000 Euro (2014)
Es braucht manchmal nicht viel um komplett vom Weg abzukommen. Das weiss der manisch-depressive Autor ("Die Welt im Rücken") wohl am besten.

Deaf

Postings: 1313

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23.06.2021 - 18:07 Uhr
25) Francoise Sagan - Bonjour Tristesse (1954)
Wundervoll geschriebener Klassiker. Ein Sommerroman, der für mich gerne viel länger hätte sein dürfen und den ich sicher nicht zum letzten Mal gelesen habe.

26) Leo Perutz - Der Meister des Jüngsten Tages (1923)
Kommentar folgt im Juli.

27) Aravind Adiga - Der weisse Tiger (2008)
Liest sich etwas wie ein Drehbuch, daher kein Wunder, dass das kürzlich von Netflix verfilmt wurde. Kurzweiliger Einblick in das nach wie vor existierende Kastensystem Indiens, aber insgesamt ist die Geschichte dann doch zu oberflächlich, um wirklich empfohlen zu werden.

Kevin

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25.06.2021 - 18:42 Uhr
Philip Roth - Amerikanisches Idyll

#11: Ich bin ein großer Anhänger Philip Roths, insbesondere sein Spätwerk finde ich großartig. "Amerikanisches Idyll" (im Original "American Pastoral") zählt zu seinen besten Werken, erhielt 1997 auch den Pulitzer-Preis. Leider empfand ich den Roman als länglich und über weite Strecken eher zäh (vor allem im Vergleich zu den Büchern ab 2000). Natürlich ist das hier eine Art Great American Novel, die sachte eine Familiengeschichte aufrollt, die mir aber immer eigenartig fremd blieb. Sortiert sich für mich in der Roth-Bibliografie leider eher im unteren Mittelfeld ein. 6/10

Enrico Palazzo

Postings: 2172

Registriert seit 22.08.2019

25.06.2021 - 19:00 Uhr
Philip Roth ist schon der Beste. :) Ich persönlich finde The Human Stain am größten.

Kevin

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Registriert seit 14.05.2013

25.06.2021 - 19:05 Uhr
Ja, das gehört auch zu meinen absoluten Favoriten.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 26854

Registriert seit 07.06.2013

25.06.2021 - 22:53 Uhr
Das fehlt mir sogar noch von ihm. Meine Lieblinge sind "Sabbath's theatre" und "The plot against america".

Enrico Palazzo

Postings: 2172

Registriert seit 22.08.2019

26.06.2021 - 07:27 Uhr
Sabbath's Theater zählt auch für mich zu den Top3.

The Plot habe ich beim ersten Lesen glaube ich etwas underrated. Ich wills aber eh nochmal lesen.

Kevin

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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Registriert seit 14.05.2013

26.06.2021 - 09:56 Uhr
Top 3 Roth:

1. Jedermann (Everyman)
2. Der menschliche Makel (The Human Stain)
3. Empörung (Indignation)

myx

Postings: 2586

Registriert seit 16.10.2016

26.06.2021 - 10:51 Uhr
Auch so ein Autor, den ich noch zu entdecken habe. "Portnoys Beschwerden" habe ich mal vor Jahren versucht und wieder abgebrochen, kam da irgendwie nicht klar damit.

Der Autor reizt mich aber schon sehr. Jetzt habe ich eine Idee, womit ich einen zweiten Versuch starten könnte. Danke euch!

Webranke

Postings: 4

Registriert seit 24.06.2021

27.06.2021 - 10:36 Uhr
Michel Houellebecq - "Die Möglichkeit einer Insel".

Ein brillanter Schmöker. :)

Neuer

Postings: 743

Registriert seit 10.05.2019

27.06.2021 - 12:51 Uhr
Theodor Fontane - Irrungen, Wirrungen
Bei Fontane muss man wohl für die Figuren und die Dialoge dabei sein. Das Hörbuch ist ein bisschen wie eine traurige, warme Decke. Nicht ganz mein Genre, aber wirklich gut erzählt.

Kevin

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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Registriert seit 14.05.2013

08.07.2021 - 19:21 Uhr
Ottessa Moshfegh - Mein Jahr der Ruhe und Entspannung
#12: Eine reiche, schöne in New York lebende Mittzwanzigerin entscheidet sich dafür, sich für ein Jahr aus dem Leben zu schießen. Dies soll ihr mit zahlreichen Schlaftabletten gelingen. Doch im Schlaf entwickelt sie ein Eigenleben, geht shoppen und auf Partys, weiß davon später jedoch nichts mehr. Mir hat der Roman ausgesprochen gut gefallen. Wer den zynischen Ton und Weltekel von Autoren wie Bret Easton Ellis, Chuck Palahniuk oder Michel Houllebecq mag, sollte hier mal reinlesen. 8/10


Stefan Zweig - Schachnovelle
#13: Ein Klassiker, den man in wenigen Lesestunden verschlingen kann. Mir gefiel die Geschichte um den Schach spielenden Dr. B und seine Neurosen. Zweig nutzt für diesen klug komponierten Roman eine tolle Sprache und geriert sich als geschliffener Stilist. 8/10

Deaf

Postings: 1313

Registriert seit 14.06.2013

18.07.2021 - 10:41 Uhr
28) Richard Russo - Diese gottverdammten Träume (2001)
Ein Meisterwerk mit unglaublich starker Figurenzeichnung. Die Beschreibung des Städtchens Empire Falls hat mich immer etwas an Twin Peaks erinneret, auch wenn es sonst wenig damit zu tun hat. Zum Ende kommt sogar sowas wie Spannung auf, hatte ich so nicht erwartet.

29) Ernest Hemingway - Fiesta (1926)
Für mich deutlich stärker als seine Kurzgeschichten, die ich grösstenteils nur mässig fand. Sein erster Roman, bei dem es aber nur oberflächlich um Stierkämpfe geht, die mich gleichzeitig abstossen und faszinieren. Brett, die einzige Frauenfigur, finde ich auch eindrücklich für diese Zeit.

Telecaster

Postings: 1108

Registriert seit 14.06.2013

21.07.2021 - 11:11 Uhr
Fiesta fand ich auch sehr unterhaltsam.

Ich quäle mich gerade durch einen anderen Literaturnobelpreisträger.
Mario Vargas Llosa - Enthüllung.
Mittelmäßiger Thriller.
Ohne zu recherchieren vermute ich, dass er sich nicht mit diesem Werk den Nobelpreis verdient hat.

myx

Postings: 2586

Registriert seit 16.10.2016

28.07.2021 - 14:02 Uhr
Bin mit meiner Bücher-Rückschau etwas in Verzug. Hier jetzt mal der Blick auf den Mai (Juni folgt in Kürze):

Hanya Yanagihara - Ein wenig Leben (9/10)

Puh, «Ein wenig Leben» ist wirklich keine leichte Lektüre. Einige Passagen waren so schmerzhaft zu lesen, dass ich das Buch weit von mir gestreckt habe. Geholfen hat es nicht viel. ^^ Auch wenn ich mir für die Hauptfigur Jude eine andere psychotherapeutische Herangehensweise gewünscht hätte (die Autorin spricht mehrfach von «Reparatur», wo es doch eigentlich «nur» um Selbstakzeptanz gegangen wäre), ist «Ein wenig Leben» ein beeindruckender Roman über einen durch massiven Missbrauch in der Kindheit und Jugend schwer gezeichneten Menschen, der es aber dennoch zu erstaunlichem beruflichen Erfolg bringt. Und es ist vor allem ein wunderbares Buch über die Freundschaft und über die partnerschaftliche Liebe.

Jesmyn Ward - Singt, ihr Lebenden und ihr Toten, singt (8,5/10)

Siehe separater Buchclub-Thread. Hier hängt mir übrigens immer noch die Aussage von Mom nach, ihre Tochter Leonie sei keine wirkliche Mutter, habe von Anfang an nie das Zeug zur Mutter gehabt. Ist Leonie nun eine von den Umständen gebrochene Person, deren Mutterliebe lediglich verschütt’ gegangen ist, oder ist an dieser, sicher aus der Enttäuschung heraus getroffenen Aussage von Mom trotzdem etwas dran? Ich denke, es macht gerade eine der Stärken des Romans aus, dass die Autorin diese Frage bewusst offen lässt.

Stefan Zweig - Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam (8/10)

Stefan Zweig stellt als zentrales Thema des Buches den Humanisten und Vernunftmenschen Erasmus dem Glaubens- und Tatmenschen Luther gegenüber und zeigt eindrücklich auf, dass das kritische Denken, dass Toleranz und Offenheit der unerschütterlichen Überzeugung des Glaubens oftmals unterlegen sind. Trotzdem behält das Ideal des von Erasmus begründeten Humanismus seine Richtigkeit, «dass es die höchste Aufgabe der Menschheit sei, immer humaner, immer geistiger, immer verstehender zu werden», so Zweig. Und erscheine diese Idee auch wie ein «tröstlicher Wahn», so könne die Menschheit «ohne diesen Traum einer letzten und endlichen Verständigung» weder leben noch wirklich schöpferisch tätig sein. – Klingt vielleicht ein wenig verstaubt, aber ganz unrecht hat Stefan Zweig mit dieser Aussage sicher nicht, finde ich. ;)

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