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Welches Buch liest Du gerade? / Welches Buch hast Du zuletzt gelesen? Wie war/ist es?

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Affengitarre

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12.12.2017 - 21:52 Uhr
Wie steigt man denn am Besten in die Bücher ein? Oder ist das egal?

MM13

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13.12.2017 - 19:36 Uhr
Nnedi okorafor-wer fürchtet den tod 6/10
irgendwann in der zukunft in afrika,immernoch weiss gegen schwarz,macht sich ein mischlingsmädchen auf die suche nach ihre vater(vergewaltiger der mutter).lernt dabei noch die zauberei.sehr mystisch und meistens glaubt man im afrika vor 100 jahren zusein alles ganz gut bis auf den schluss,da wirds mir zu mystisch,ich hab das ende ehrlich gesagt nicht mehr verstanden.

Kevin

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13.12.2017 - 20:26 Uhr
@Affengitarre: In die Bücher von Regener?

Affengitarre

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13.12.2017 - 20:42 Uhr
Ja, ganz genau.
mememe
13.12.2017 - 20:44 Uhr
The Road - zum wasweißichwievieltenmal.

Aber es ist einfach die perfekte Jahreszeit, um dieses Buch zu lesen. Und es zieht mich jedes Mal wieder in seinen Bann mit der zutiefst beklemmenden und gleichzeitig anrührenden Geschichte.

Kevin

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13.12.2017 - 20:51 Uhr
@Affengitarre:

Bei Regener würde ich chronologisch vorgehen und bei "Herr Lehmann" beginnen.

Gomes21

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13.12.2017 - 21:34 Uhr
Kann mal jemand 2-3 gute Science-Fiction Empfehlungen geben? Da hab ich momentan irgendwie voll Bock drauf, warum auch immer..

Das letzte war Frank Herberts Dune zu Beginn des Jahres; das hat mich jedoch wenig begeistert.

Affengitarre

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Registriert seit 23.07.2014

13.12.2017 - 21:53 Uhr
Nicht wirklich mein Genre, aber hast du inzwischen schon was von Philip K Dick gelesen? Finde, dass er sehr tolle Romane schreibt. Von Asimov habe ich auch viel Gutes gehört.

myx

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13.12.2017 - 21:54 Uhr
@Kevin:

Habe auch noch nichts von Regener gelesen. "Herr Lehmann" steht schon länger auf meiner Wunschliste. Dann passt das ja. Danke für den Tipp.

Gomes21

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13.12.2017 - 22:22 Uhr
Hab eure Diskussion hier um Dick verfolgt und bin nicht so sicher ob das so meinen Geschmack trifft. Behalte ich aber im Hinterkopf, vielleicht teste ichs trotzdem wenn mich nicht was anderes voll anspricht, danke!

seno

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Registriert seit 10.06.2013

14.12.2017 - 08:53 Uhr
The Road - zum wasweißichwievieltenmal.

Aber es ist einfach die perfekte Jahreszeit, um dieses Buch zu lesen. Und es zieht mich jedes Mal wieder in seinen Bann mit der zutiefst beklemmenden und gleichzeitig anrührenden Geschichte.


Genau so geht es mir damit auch. Ein großartiges Buch. Mittlerweile auch schon mehrere Male gelesen.
The Road
14.12.2017 - 09:05 Uhr
Was ist das für ein Buch? Wer ist der Autor? Gibt es einen deutschen Titel?
@The Road
14.12.2017 - 09:09 Uhr
- Absolut genials Buch (Endzeitstimmung)
- Cormac McCarthy
- Die Strasse ;)
The Road
14.12.2017 - 09:15 Uhr
Danke
Intelluenter
14.12.2017 - 10:14 Uhr
Kicker, Playboy und Konsalik, mehr brauchts nicht.

myx

Postings: 439

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15.12.2017 - 08:30 Uhr
Judith Hermann - Sommerhaus, später

Ganz toller Erzählband, wie ich finde. Die Kurzgeschichten überzeugen mit einer schnörkellos-schönen Sprache und sind von einer zarten Melancholie durchwirkt. Ausserdem hat die Autorin einen sehr guten Musikgeschmack, heisst es doch in der titelgebenden Erzählung zum Beispiel: "Stein hatte für jede Strecke eine andere Musik, Ween für die Landstraßen, David Bowie für die Innenstadt, Bach für die Alleen, Trans-AM nur für die Autobahn." 10/10 für die Musikwahl, einen Punkt weniger für das vielgelesene Debüt der Berliner Schriftstellerin.

9/10
Hmm
19.12.2017 - 04:51 Uhr
Tyll von Kehlmann. Da wurde eigentlich schon genug darüber geschrieben. Sprachlich genial und eine überaus überzeugende Zeichnung der Zeit. Ich hatte schon beruflich mit besagter Zeitepoche zu tun und es ist erstaunlich wie glaubwürdig Kehlmann das rüberbringt. Das häufig erwähnte Manko der fehlenden Handlung kann ich nicht nachvollziehen. 9/10 mit Luft nach oben und dem Potential eines Klassikers.

Das Floss der Medusa von Franzobel. Ein Roman über die wohl berühmteste Strandung eines Schiffes, wovon ich zu meiner Schande noch nie - oder wenn, dann unbewusst - etwas gehört hatte. Franzobel bleibt sehr nah an den überlieferten Tatsachen und Personen. Darüber war ich dann doch sehr erstaunt, nachdem ich nach der Lektüre des Buches die entsprechenden Artikel über das Unglück las. Einzig die Verweise oder vielmehr Vergleiche auf die moderne Welt haben mich die ersten fünfzig Seiten etwas genervt, später hätte ich mich dann aber daran gewöhnt. Auch die redundanten Personenbeschreibungen (der St-so-stotterer etc.) trüben ein klein wenig das Bild. Insgesamt ist der Roman überaus lehrreich was das Unglück, nautische Begriffe etc. angeht. Das Hauptnarrativ - die Grausamkeit oder Entmenschlichung von Personen in extremen Situationen - ist nicht neu und war für mich auch nicht sonderlich überraschend. Trotzdem war der Roman sehr unterhaltsam. 8/10.

maxlivno

Postings: 136

Registriert seit 25.05.2017

19.12.2017 - 10:59 Uhr
J.M. Coetzee - Disgrace

Roman über den Dozenten Lurie aus Kapstadt kurz nach Ende der Apartheid, der nach einer Affäre mit einer Studentin seinen Posten verliert und seund Tochter auf ihrer Farm besucht. Das Buch behandelt mehrheitlich Lurie's Verhältnis zu verschiedenen Frauen und Konflikte zwischen Schwarzen und Weißen. Störend am Buch, waren vor allem zum Ende hin die Passagen, wo Lurie an seiner Oper schreibt, da sie einfach nicht in den Rest der Handlung gut passen.

7/10

myx

Postings: 439

Registriert seit 16.10.2016

21.12.2017 - 07:31 Uhr
Daniel Kehlmann - Die Vermessung der Welt

Ich habe einen etwas behäbigen wissenschaftshistorischen Roman erwartet und wurde vom völligen Gegenteil überrascht: "Die Vermessung der Welt" ist in einem ungeheuren Tempo (und darüber hinaus ungemein stilsicher) geschrieben. Das ist mitreissend, zweifellos. Für mich aber auch ein bisschen das Problem des Buches: Kehlmann eilt derart schnell von einem Ereignis zum nächsten, dass die Eindrücke kaum Zeit haben, sich zu setzen. Wollte der Autor seinen Schreibstil – unnötigerweise – den Fähigkeiten der porträtierten Genies angleichen, insbesondere dem Schnelldenker Gauss? Ein profundes Charakterbild der beiden Wissenschaftler will sich so bei mir jedenfalls nicht so richtig einstellen. Vieles bleibt skizzenhaft.
Leider kann ich einem der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit aus diesem Grund keine 9/10 geben. Eine 8/10 wäre aber wiederum zu wenig, dafür ist das Buch mit zu viel Könner- und vor allem Kennerschaft geschrieben. Nicht zu vergessen der Humor, der immer wieder aufblitzt. Etwa, wenn Gauss just in der Hochzeitsnacht einfällt, wie man Messfehler der Planetenbahnen approximativ korrigiert. (Übrigens eine der schönsten, weil behutsamsten Passagen des Buches, wie ich finde.)

8,5/10

P. S.: "Tyll" steht bereits auf Warteposition im Bücherregal. Sollte sich Kehlmann hier etwas mehr Zeit lassen, wird das – so lassen auch die Postings hier vermuten – locker eine 9/10.

seno

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21.12.2017 - 08:39 Uhr
Stephen King - Es

Hat sich etwas hingezogen, zwischendurch habe ich dann immer mal wieder was anderes, kürzeres gelesen. Bin wohl für so dicke Klopper am Stück nicht mehr gemacht. Trotzdem eine tolle, mitreißende, gruselige, traurige, humorvolle Geschichte, die mich sehr gefesselt hat. Wie an anderer Stelle schon geschrieben, King hat es einfach drauf, einem die Charaktere und Ortschaften extrem nahe zu bringen, man fühlt sich mittendrin. Das schafft er auch hier wieder.
Aber was bitte hat er sich gegen Ende gedacht?
SPOILER
Ein Elfjähriges Mädchen, dass sich ihren sechs besten Freunden nacheinander hingibt, damit ihre Freundschaftsbande nicht reißen und sie einen Ausweg finden? Da können Experten noch so sehr davon faseln, dass diese Szene den Übergang zum Erwachsenwerden darstellen soll. Das ist einfach nur kranke Scheiße und hat mir das Buch ehrlich gesagt ziemlich versaut. Er soll das Buch ja unter Kokain-Einfluss geschrieben haben. Und gerade gegen Ende zeigt sich das leider auch.
SPOILER ENDE

Weiß deshalb nicht so recht, wie ich das Buch bewerten soll. Gäbe es diese Szene nicht, hätte ich wahrscheinlich eine 8/10 vergeben.

Für mich bleiben seine absoluten Meisterwerke aber weiterhin The Stand und The Green Mile.
kinderfiggen
21.12.2017 - 17:46 Uhr
Aber was bitte hat er sich gegen Ende gedacht?

es sind die fantasien von stephen king.

Kevin

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02.01.2018 - 01:28 Uhr
Colson Whitehead - Underground Railroad

#17: Das letzte Buch, das ich im Jahr 2017 gelesen habe, war letztendlich auch das beste. Whiteheads Roman beschäftigt sich mit den Bedingungen der Flucht im Amerika des frühen 19. Jahrhunderts, als sich die Sklaven mit Hilfe der Underground Railroad aufmachten, den Süden der USA zu verlassen. Underground Railroad ist in der Realität lediglich eine Metapher gewesen, hier wird sie jedoch wortwörtlich wahr. Whitehead schildert wie die Hauptfigur Cora mit ebenjener Untergrundbahn durch die Staaten reist, immer auf der Flucht vor Sklavenfängern und Verrätern. Interessant ist auch, welche Bedingungen für Schwarze in den einzelnen Staaten herrschten.

Selten habe ich einen so wuchtigen, berührenden und zugleich spannenden Roman gelesen: sehr gute 9/10.

Kevin

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Registriert seit 14.05.2013

02.01.2018 - 01:49 Uhr
Mein Buchjahr 2017 im Überblick:

9/10
Colson Whitehead - Underground Railroad

8/10
Vladimir Sorokin - Der Schneesturm
Heinz Strunk - Der goldene Handschuh
Joachim Meyerhoff - Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

7/10
Judith Hermann - Aller Liebe Anfang
Sven Regener - Wiener Straße
Joachim Meyerhoff - Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war
Teju Cole - Open City
Nick Hornby - High Fidelity
Haruki Murakami - Mister Aufziehvogel

6/10
Philip K. Dick - The Man In The High Castle (Das Orakel vom Berge)
Haruki Murakami - Von Männern, die keine Frauen haben

5/10
Herman Koch - Angerichtet
James Salter - Cassada
Thomas Pynchon - Die Versteigerung von No. 49

4/10
Neil Gaiman - American Gods

3/10
Jonas Winner - Murder Park

Gomes21

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02.01.2018 - 09:34 Uhr
Schöne Auswahl Kevin!

10/10
E.A. Forster - A Passage to India
Franz Kafka - Der Process
Franz Kafka - Das Schloss

9/10
Paul Auster - Brooklyn Follies
Jennifer Egan - A Visit from the Goon Squad
Kazuo Ishiguro - The Buried Giant
Simon Winchester - Atlantic

8,5/10
Philipp Meyer - American Rust
Tim Marshall - Prisoners of Geography
David Lodge- The British Museum is Falling Down

8/10
Frank Schätzing - Breaking News
John Henry Marsh - Skeleton Coast
Colson Whitehead - The Underground Railroad
Arthur Conan Doyle - The Valley of Fear
Matthew Lewis - The Monk
John Dickson Carr - The Hollow Man

7/10
Haruki Murakami - A Wild Sheep Chase
Ann Radcliffe - The Mysteries of Udolpho
Horace Walpole - The Castle of Otranto

Weniger als 6/10
Frank Herbert - Dune 5,5/10
David Benioff - City of Thieves 4/10

Deaf

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Registriert seit 14.06.2013

02.01.2018 - 10:24 Uhr
Die von mir gelesenen Bücher (Juni bis Dezember). Der erste Teil ist auf Seite 35.

Adam Haslett - Das Gespenst der Liebe (2002)
Tom Cooper - Das zerstörte Leben des Wes Trench (2015)
Elias Canetti - Die Stimmen von Marrakesch (1967)
Charles Bukowski - Der Mann mit der Ledertasche (1971)
Janos Szekely - Der arme Swoboda (1943)
David Huddle - Sommernachmittage (1999)
Haruki Murakami - Gefährliche Geliebte (1992)
Toni Morrison - Menschenkind (1987)
Adrian Witschi - Hoffentlich ist niemand verletzt (2015)
John Steinbeck - Die Reise mit Charley (1962)
Wilhelm Genazino - Ein Regenschirm für diesen Tag (2001)

Watchful_Eye

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02.01.2018 - 11:02 Uhr
Ich nutze hin und wieder gerne die Hörbuch-Funktion von Spotify. Darüber hatte ich in den letzten Monaten "Die drei Sonnen" von Liu Cixin sowie "Unterwerfung" von Michael Hollebeucq hörgelesen.

Kurzrezension zu "Die drei Sonnen": Interessantes Sci-Fi Buch, welches einen weiten Bogen über chinesische Geschichte, Physik, Biologie und vielem mehr schlägt. Allerdings handelt es sich nur um den ersten Teil einer Trilogie, und das merkt man. Man hat als Leser den Eindruck, dass das Buch für sich genommen das Potential des von ihnen Universums nur anreißt. Auch die Darstellung der Aliens hat mir nicht sonderlich gut gefallen. Trotzdem insgesamt ein gutes Buch, welches mich dazu verleiten wird, auch den nächsten Teil zu lesen, sobald es im kommenden April auf Deutsch erscheint. (Bei dem Buch handelt es sich ohnehin um eine Übersetzung, dann muss ich mir kein Englisch antun. ;) )

Philip K. Dick hat Spotify übrigens auch. :) "The Man in the High Castle" habe ich darüber auch schon kurz angetestet, aber das liegt derzeit auf Eis.

Ansonsten lese ich gerade in realer Buchform die Sachbücher "Schnelles Denken, langsames Denken" (Daniel Kahneman) sowie "Das unbeschriebene Blatt" (Steven Pinker). Ebenso die Moby-Biographie "Porcelain".

Watchful_Eye

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06.01.2018 - 07:48 Uhr
Da das Buch recht kurz und relativ leicht zu lesen war, habe ich noch "Die Grenzen der Toleranz - Warum wir die offene Gesellschaft verteidigen müssen" (Michael Schmidt-Salomon) dazwischengeschoben.

Es handelt von der Gefahr, wie unsere offene Gesellschaft zwischen rechtem Gedankengut und Islamismus aufgerieben wird - und der Scheu der Linksliberalen, den Islam zu kritisieren, um nicht die Rechten zu stärken.

Der Autor wirbt für einen allgemeinen Abbau religiöser, auch christlicher Vorrechte - und für ein starkes Bekenntnis zum Säkularismus und einer Verstärkung einer in der Sache harten Islamkritik, die aber klar zwischen der Religion und den ausübenden Menschen unterscheidet. Er warnt davor, die Existenz eines "politischen Islam" als ein rechtes Hirngespinst abzutun und wirbt gleichzeitig für eine klare Distanz zu rassistischen Pauschalurteilen.

Watchful_Eye

User

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06.01.2018 - 08:03 Uhr
Ein interessanter im Buch genannter Fun Fact ist übrigens, dass Homophobie in der Bibel im Gegensatz zum Koran wesentlich expliziter verbreitet wurde, und zwar in den Beschreibungen der Städte "Sodom und Gomorra". Der Koran verweist zwar ebenfalls auf diese Beschreibungen, allerdings in wesentlich indirekterer Form. https://de.wikipedia.org/wiki/Sodom_und_Gomorra

Zwar liegt eine tendenzielle Ablehnung von Homosexualität dementsprechend auch im Islam grundsätzlich nahe, allerdings nicht der heutige fanatische Hass auf Schwule, der sich beispielsweise Heute in vielen arabischen Ländern zeigt. So wurde bis in das 19. Jahrhundert hinein Homosexualität in der arabischen Welt nicht verfolgt.
Watchful-Eye
06.01.2018 - 09:27 Uhr
Was ich noch vergessen habe: Blablabla blablaba blablabla. Blablabla.

myx

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09.01.2018 - 09:07 Uhr
William Saroyan – Wo ich herkomme, sind die Leute freundlich

Lasse ich "Unendlicher Spass" mal aussen vor (der Roman spielt quasi in einer eigenen Liga), kann ich genau das Gleiche sagen wie Kevin: Mein letztes Buch 2017 war auch gleichzeitig das beste. Ich hatte bereits nach der ersten, herzergreifenden Kurzgeschichte ("Siebzigtausend Assyrer") den Gedanken, dass die Lektüre wahrscheinlich auf die Höchstnote hinauslaufen würde. Die einfachen, stets in der Unterschicht der US-amerikanischen Gesellschaft und bei den kleinen Leuten spielenden Storys sind mit so viel Menschlichkeit, Humor, Einfallsreichtum und Selbstironie geschrieben, dass es eine reine Freude ist. Hinzu kommt die überaus leichtfüssige Übersetzung von Nikolaus Stingl – gleichermassen ein Geniestreich. Kurzum: Schöner kann man sich Kurzgeschichten nicht wünschen. Oder wie die New York Times über den 1908 in Kalifornien geborenen Autor, Sohn armenischer Einwanderer, schreibt: "William Saroyan hat Millionen verblüfft, unterhalten und aufgerichtet."

10/10

myx

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Registriert seit 16.10.2016

09.01.2018 - 09:16 Uhr
Damit sieht mein Bücherjahr 2017 wie folgt aus:

10/10
David Foster Wallace – Unendlicher Spass
William Saroyan – Wo ich herkomme, sind die Leute freundlich

9,5/10
Stefan Zweig – Ungeduld des Herzens

9/10
Fjodor Dostojewskij – Aufzeichnungen aus dem Abseits
Judith Hermann – Sommerhaus, später

8,5/10
Daniel Kehlmann – Die Vermessung der Welt

8/10
Sibylle Lewitscharoff – Blumenberg

7/10
Gerbrand Bakker – Oben ist es still

6/10
Gisela von Wysocki – Wiesengrund*


(*Korrigierte Note, habe ich mit 7/10 leider überbewertet.)

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

09.01.2018 - 12:40 Uhr
Charles Dickens - Oliver Twist 9/10
John Fowles - The French Lieutenant's Woman 8,5/10
Alasdair Gray - Poor Things 8/10
David Brownce - Goodbye 20th centure (9/10)
(Sonic Youth Biographie)

Derzeit: "The Adventures of Sherlock Holmes" von Arthur Conan Doyle sowie "David Copperfield" von Dickens, welches ein deutlich härterer Brocken im Vergleich zu "Oliver Twist" ist. Erinnert mich an den Unterschied zwischen den "Buddenbrocks" und dem "Zauberberg".

Gomes21

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Registriert seit 20.06.2013

09.01.2018 - 12:43 Uhr
@Machina

The Adventures of Sherlock Holmes
"nur" die Adventures? Welche hast du bereits gelesen?

Otto Lenk

Postings: 382

Registriert seit 14.06.2013

09.01.2018 - 13:31 Uhr
Colson Whitehead - Underground Railroad

Aktueller denn je.

10/10

Der Untergeher

Postings: 1028

Registriert seit 04.12.2015

09.01.2018 - 13:32 Uhr
Letztes Jahr habe ich bestürzend wenig geschafft. Vielleicht auch weil ich mir Größtes vorgenommen habe. Zudem unerwarteter privater Tumult, der meine Ruhe fürs Lesen etwas aus dem Gleichgewicht gebracht hat.

Fernando Pessoa – Das Buch der Unruhe (10/10)
Mein liebstes Buch überhaupt. Ich lese es unaufhörlich, deswegen steht es völlig zurecht wie jedes Jahr bei mir an erster Stelle. Balsam für Seelen zerrissener Empfindung und nutzloser Observationen.

Peter Handke - Mein Jahr in der Niemandsbucht (9/10)
Handkes Hauptthema der Entfremdung zwischen Subjekt und der Umwelt wird hier wie in keinem seiner anderen Werke aufs Genaueste ausgelotet. Die Korrelation - oder doch eher Reibung? - von der "wirklichen" Welt mit dem Bewusstsein wird hier so fein, so sprachgewaltig ausgeführt, dass mir alle paar Seiten wortwörtlich der Atem stockt. Weltliteratur und die Mühe des Lesens mehr als wert. Ein zäher, dichter, einnehmender Strudel, der am Ende narrativ bündiger ist als man während des Lesens in manchen Momenten denkt.

Peter Handke - Wunschloses Unglück (8/10)
Der ehrlichste Handke.

Gomes21

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Registriert seit 20.06.2013

09.01.2018 - 13:40 Uhr
Colson Whitehead - Underground Railroad

Aktueller denn je.

10/10


Gutes Buch, habe ich letztes Jahr auch gelesen (glaube habe etwa 8 oder 8,5/10 vergeben)

In welcher Hinsicht empfindest du es als aktuell ? Ich verstehe den Roman eigentlich eher als historisch fokussiert.

Gruß

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

09.01.2018 - 14:25 Uhr
The Adventures of Sherlock Holmes
"nur" die Adventures? Welche hast du bereits gelesen?


Wie meinst du das?
Das ist das Buch mit den ersten 20 (oder so) Stories über Sherlock Holmes. Die langen Stücke (Baskerville, Scarlet und Sign of the Foour) hab ich noch nicht gelesen. Und die späteren paar Stories auch noch nicht.
salafisten johnny
09.01.2018 - 14:27 Uhr
ich lese gerade pitje puck

Gomes21

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Registriert seit 20.06.2013

09.01.2018 - 14:31 Uhr
Wie meinst du das?
Das ist das Buch mit den ersten 20 (oder so) Stories über Sherlock Holmes. Die langen Stücke (Baskerville, Scarlet und Sign of the Foour) hab ich noch nicht gelesen. Und die späteren paar Stories auch noch nicht.


Ich meinte ob du hauptsächlich die Kurzgeschichten liest oder auch etwas von den vier Romanen (Study in Scarlet / Sign of Four / Baskerville / Valley of Fear) da würden mich mal Meinungen interessieren, insbesondere zu Valley of Fear.

Welche Stories haben dir bisher am besten gefallen?

Kevin

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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Registriert seit 14.05.2013

09.01.2018 - 15:08 Uhr
Ich empfinde - ähnlich wie Otto Lenk -
Whiteheads Roman auch als sehr aktuell: Wenngleich die historische Komponente vorherrschend ist, so thematisiert er doch die Bedingungen von Flucht (Helfersysteme, Stigmatisierungen, Fremdenhass, die allseits wirkende Doppelmoral) auf bemerkenswerte Art und Weise.

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

09.01.2018 - 15:13 Uhr
Ich meinte ob du hauptsächlich die Kurzgeschichten liest oder auch etwas von den vier Romanen (Study in Scarlet / Sign of Four / Baskerville / Valley of Fear) da würden mich mal Meinungen interessieren, insbesondere zu Valley of Fear.

Nach den Kurzstories hab ich da wirklich Lust drauf. Ich schau mal was die Bibliothek hergibt.
Von den Stories hab ich jetzt keine herausragenden Favoriten. Ich mag die Sprache und die Atmosphäre. und hab auch eine wunderschöne Ausgabe hier zur Verfügung.

Gomes21

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Registriert seit 20.06.2013

09.01.2018 - 15:26 Uhr
@Kevin

klar, natürlich gibt es Parallelen, aber mMn ist das schwierig vergleichbar, insbesondere wenn wir es in einem Satz mit Fluchtbewegungen thematisieren mit denen wir heute im Westen zu tun haben. Allerdings ist die Situation in den USA da ganz anders als in Europa. Ich glaube der Bezug zur momentan einzigen Fluchtgrenze der USA (zu México) hält sich in Grenzen.



Die Helfersysteme funktionieren grundlegend anders als zur amerikanischen Plantagenzeit, sprich kommerzieller, damit lässt sich dickes Geld verdienen. Klar, wer nichts hat, von dem kann man auch nichts bekommen, und Sklaven der Plantagenzeit waren ja prinzipiell besitzlos.

Was weiter aktuell ist, und wohl auch immer bleiben wird, ist diese Minderwertigkeitsattitüde gegenüber Flüchtenden / Geflüchteten die in dem Roman ja auch ausreichend thematisiert wird.

Und auch das Rachegelüst der Opfer ist ein Interessanter Punkt, dürfte sich aber heute eher gegen ganze Institutionen als einzelene Villains richten.

Gomes21

Postings: 2303

Registriert seit 20.06.2013

09.01.2018 - 15:31 Uhr
@Machina

Nach den Kurzstories hab ich da wirklich Lust drauf. Ich schau mal was die Bibliothek hergibt.
Von den Stories hab ich jetzt keine herausragenden Favoriten. Ich mag die Sprache und die Atmosphäre. und hab auch eine wunderschöne Ausgabe hier zur Verfügung.


Lass dir die nicht entgehen =) Insbesondere Sign of Four und Valley of Fear mag ich sehr gerne, letzteres ist quasi gar ein neuer Genre Vorreiter, aber ich will nicht spoilern.

Die Qualität der Kurzgeschichten halte ich für sehr unterschiedlich, aber es ist ne Menge sher gutes dabei.
Ganz finde ich auch, dass der Roman-Sherlock nicht sonderlich viel mit seinen cineastischen Abbildern gemein hat. Holmes ist ja quasi eine dieser wenigen literarischen Figuren die ganz unabhängig von der Romanen existieren - man muss nichts gelesen haben um ein Bild von ihm zu haben.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 9286

Registriert seit 07.06.2013

09.01.2018 - 15:38 Uhr
@Gomez:
Habe nie einen Film (auch nicht die neueren)von ihm gesehen. Kenne außer den englischen Stories nur noch die recht neuen deutschen Hörspiele, die allesamt sehr gut sind und sich recht wenig vom Original-Sherlock der Stories abheben.

"Study in Scarlet" ist leider nicht verfügbar, den Rest bekomm ich hier in der Bibliothek.

Gomes21

Postings: 2303

Registriert seit 20.06.2013

09.01.2018 - 15:41 Uhr
@Machina

schade, dass gerade der Beginn der Holmes/Watson Beziehung fehlt ;-)
Peter Silie
09.01.2018 - 16:28 Uhr
Ingo Schulze - Peter Holtz 7/10

Auf dem Tisch aktuell für danach:
Tyll
Prinzessin Insomnia
Onno Viets und der weiße Hirsch

Kevin

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 607

Registriert seit 14.05.2013

09.01.2018 - 19:54 Uhr
@Gomes21:

Ich sehe auch eher Parallelen zu den Fluchtbewegungen in Europa. In jedem Staat herrscht ein anderes Regime, manche Länder sind liberaler eingestellt, andere äußerst restriktiv. Dass die heutigen Fluchthelfer teilweise rein kommerziell handeln, darf nicht überlagern, dass es dennoch auch Menschen gibt, die aus rein humanitären Gründen helfen.

Besonders spannend finde ich den Aspekt der vorherrschenden Doppelmoral, die im Buch mit dem Leitgedanken des "Amerikanischen Imperativs" umschrieben wird. Mit diesem Background rechtfertigen Sklavenhalter/-jäger und Co. das Unrechtssystem.
Leb' jetzt!
09.01.2018 - 20:03 Uhr
Waffen bringt Geld der Industrie und Leichen dem Bestatter ebenfalls Geld also wo ist das Problem? Zum Grübeln über Moral haben wir später mehr als genug Zeit

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 9286

Registriert seit 07.06.2013

09.01.2018 - 21:12 Uhr
schade, dass gerade der Beginn der Holmes/Watson Beziehung fehlt ;-)

Ist Präsenznutzung. Vieleicht setz ich mich mal nen Abend hin. Und es ist auch als Hörbuch bei Spotify.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 9286

Registriert seit 07.06.2013

09.01.2018 - 21:24 Uhr
Oh, ich hab grad entdeckt, dass die schöne Ausgabe neben den Adventures auch die Memoires und den Return of Sherlock Holmes beinhaltet. Also doch fast alle Short Stories. Plus den Hund von Baskersville.

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