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Affengitarre
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12.06.2026 - 12:12 Uhr
Schöner Beitrag, Lucas mit K! |
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The MACHINA of God
User und Moderator
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12.06.2026 - 12:51 Uhr
Jepp, sehe ich ebenso. |
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ijb
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12.06.2026 - 13:03 Uhr
@Lucas mit K
Na klar, da stimme ich dir durchaus zu, habe auch gar kein Interesse dagegen zu argumentieren.
Ich wollte eben nur gemeint haben, dass ich den Schritt nicht mitgehe, dass das eine doer andere direkt (ab-)wertend oder als „normal“ gemeint sein muss.
Ich denke z.B. an das (filmische) Werk von Michael Mann, das mir immer sehr viel gesagt hat, obwohl es alles „Männerfilme“ sind. Michael Manns (witzig, dass er auch noch so heißt…) Filme drehen sich immer um Männerfiguren und Bilder von Männlichkeit. Häufig stehen sogar zwei Männer als Hauptfiguren im Zentrum, die auf eine Art Spiegelbilder von einander sind. Frauenfiguren gibt es auch, mal mehr, mal weniger, mal besser geschriebene, mal flachere. Dennoch heißt das ja nicht, dass seine Filme nur für ein männliches* Publikum interessant sind. Ich kenne mehrere Frauen unterschiedlicher Generation, die seine Filme berühren oder zumindest interessieren.
Bei Christopher Nolan lässt sich auch kaum bestreiten, dass seine Filme sehr „klassisch männlich“ sind, die Figuren immer Männer und die Sicht eine so männliche, dass bei ihm gerne kritisiert wird, dass die Frauenfiguren schlecht geschrieben und erzählt sind. Es geht ihm offensichtlich um einen männlichen Blick auf Männerfiguren, unabhängig davon, wer am Ende das Publikum für die Filme ist.
Eine Zeitlang fand ich früher die Bücher von Houellebecq gut, auch er einer, dessen Erzählungen sehr um Männer und ihre Sorgen und Nöte in der Welt und um Männlichkeits(selbst)bilder kreisen – Frauenfiguren, soweit mir die Bücher bekannt, bei ihm vernachlässigbar.
Ebenso gibt es ja auch viele Künstler*innen, die sich ganz bewusst, gezielt und explizit mit Frauen in der Gesellschaft befassen und das auch als ihren Fokus sehen — Margarete von Trotta, (fast alle Filme von) Maria Schrader, Greta Gerwig, Sarah Polley…
Ich denke, in allen Fällen stimmen die Autoren zu, dass es einfach deren Anliegen ist, wertungsfrei. Ich würde eben nur dagegen halten, dass die Tatsache, dass man das als solches benennt, weder Differenzierung verhindert noch was darüber sagt, was "besser" oder "schlechter" ist oder wer sich für diese Werke interessiert. |
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ijb
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12.06.2026 - 13:05 Uhr
Die Wortwahl "die Autoren" im letzten Absatz stammt noch von dem Zeitpunkt, bevor ich den vorletzten Absatz eingefügt hatte.
Korrekt sollte es jetzt also "Autor*innen" heißen. |
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Lucas mit K
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12.06.2026 - 14:06 Uhr
@ijb:
habe auch gar kein Interesse dagegen zu argumentieren.
Na dann sind wir uns ja ein Stück weit einig :–)
Natürlich ist es legitim, als Künstler*in die Komplexität von Männlichkeit(en) und Weiblichkeit(en) zu verhandeln. Unbedingt! Die Begriffe „Frauenbuch“ oder „Männerbuch“ beziehen sich in meiner Wahrnehmung aber nicht in erster Linie auf die Inhalte des Werkes, sondern auf die Ebene der Rezeption. Es wird von einer ziemlich engen Zielgruppe ausgegangen, die es halt so gar nicht wirklich gibt.
Ich würde meinen Eindruck als Leser*in alternativ doch eher mit Blick auf das eigentliche Werk beschreiben: „Ein Buch, das sich mit Geschichten/Perspektiven/Dimensionen von Weiblichkeit beschäftigt …“ oder so ähnlich. So gesteht man den Themen eine universelle Relevanz zu und behauptet nicht, diese würden insbesondere oder ausschließlich Frauen* interessieren. |
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ijb
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12.06.2026 - 14:15 Uhr
Ja, da sind wir uns in der Sache auf jeden Fall einig. Vielleicht eben nur nicht in der Wahrnehmung der Begriffe „Frauenbuch“/-film oder „Männerbuch“/-film.
Ich denke aus Gründen sicherlich ein bisschen mehr von der Macher(innen)seite her als von der Rezipient(inn)enseite. Das ist wohl wahr. |
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Affengitarre
User und News-Scout
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12.06.2026 - 14:20 Uhr
Ich finde es auch bei den Begriffen naheliegender, von der Rezeption auszugehen. Das ist ja bei Kinder- und Jugendromanen ähnlich: Da handelt es sich um Literatur, welche entweder von dieser Zielgruppe rezipiert wird oder von den Autor*innen so verfasst wird, sodass es thematisch und vom Anspruch her für diese ansprechend ist.
„Ein Buch, das sich mit Geschichten/Perspektiven/Dimensionen von Weiblichkeit beschäftigt …“ > Frauenroman :D |
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ijb
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12.06.2026 - 14:49 Uhr
Ich finde es auch bei den Begriffen naheliegender,
Hm, ja, nee, ich seh den Punkt, aber ich glaube, die Kurve werd ich – zumindest im Filmbereich – auch zukünftig nicht so ganz mitgehen...
"Polizeifilme" sind auch nicht für Polizisten gemacht oder Superheldenfilme für Superhelden, Animationsfilme sind nicht für animierte Zuschauer... ähnlich wie Familienromane nicht von der ganzen Familie gelesen werden müssen oder ein Gesellschaftsroman von der ganzen Gesellschaft... ;-)
"Kinderbücher" ist vielleicht eine Ausnahme, weil Kinder selten Bücher veröffentlichen, aber ich würde dennoch eher davon ausgehen, dass es darum geht, dass da in erster Linie Kinder und ihre Themen im Zentrum der Handlung stehen. |
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ijb
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12.06.2026 - 14:53 Uhr
Hat eigentlich zufällig schon jemand "Waist Deep" von Linea Maja Ernst gelesen? |
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AliBlaBla
Postings: 13412
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12.06.2026 - 15:22 Uhr
Als Zahnarztfrau....achnee, als Germanist komme ich nicht umhin, ein zwei Sätze zu dem Ganzen beizusteuern.
"Frauenliteratur", "Kinderliteratur", auch "Schauerliteratur", "Dark Romance", der vielfach beschworene "große Gesellschaftsroman", - all das dürfen die Verlage und Buchhandlungen gern bespielen; allein, die Begriffe sind weder relevant (literarturwissenschaftlich) noch gewinnbringend.
Die Literaturwissenschaft spricht gottlob schon länger von "Texten", die auf Struktur, Wirkung etc natürlich abgeklopft werden können. Aber die Entstehungs- oder Absichtsgeschichte wird immer unwichtiger, manch "Kinderroman" wird ja zB von viel mehr Erwachsenen geelsen als Kindern, will sagen, die LeserInnencrowd, die erreicht wird, ist nie planbar (obwohl Verlage genau dies natürlich wollen).
Ich meide Etiketten (aber bei Musik auch, wie Grunge, Elektro, Wave, was sagt das schon?), selbst der Zusatz "Roman" auf jedem zweiten Buch stößt jeder auf, die sich mal mit Romantheorie beschäftigt hat. Muss aber überall Roman draufstehen (weil der Buchhandel es fordert)- und wenn es hundert Seiten eine lupenreine Erzählung ist.
Ich selber lese am liebsten aus der Perspektive von Frauen (auch über Probleme von Frauen, in der Arbeitswelt, politisch), was daran liegen mag, das Frauen sich eben doch besser über Gefühlswelten auszudrücken wissen. ("Das ist nur meine Meinung"! Ich möchte das nicht diskutieren) - ich empfinde mich aber auch nicht, wie oben beschrieben als Cis- Mann ,weiß gar nicht,was das soll, ich emfpinde mich häufig als Frau, häufig als Mann und das "ist auch gut so" (Wowereit).
War jetzt doch n längerer Sermon, sorry. |
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Lucas mit K
Postings: 645
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12.06.2026 - 15:57 Uhr
"Polizeifilme" sind auch nicht für Polizisten gemacht oder Superheldenfilme für Superhelden, Animationsfilme sind nicht für animierte Zuschauer... ähnlich wie Familienromane nicht von der ganzen Familie gelesen werden müssen oder ein Gesellschaftsroman von der ganzen Gesellschaft... ;-)
Gut, das ist jetzt natürlich Schmarrn.
Bei Kinderbüchern gibt es einen sachlichen Grund, die Zielgruppe zu benennen. Kinder haben andere sprachliche, kognitive und emotionale Voraussetzungen als Erwachsene. Ein Kinderbuch wird daher typischerweise in Sprache, Umfang, Themenwahl und Gestaltung speziell auf diese zugeschnitten.
Frauen sind eine in der Realität sehr diverse Gruppe und stellen im Gegensatz zu Kindern keine vergleichbare Entwicklungsstufe mit gemeinsamen Voraussetzungen dar. |
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Arne L.
Postings: 3876
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12.06.2026 - 16:08 Uhr
Find's auch immer wieder faszinierend, wenn Leute sich nur mit dem eigenen Geschlecht in Literatur oder auch Filmen oder spielen identifizieren können. Ist mir doch egal, wer da spricht oder erzählt. Ich kann mich auch mit einer Füchsin oder einem geschlechtslosen Außerirdischen identifizieren, wenn's für mich nachvollziehbar gemacht wird und ich's fühle.
Bin jetzt endlich durch mit Bernhard Schlinks "Die Enkelin" und war richtig gut. Auch toller Kniff, zwischendurch quasi die Erzählperspektive zu ändern und sehr kurzweilig in oft nur wenige Seiten langen Kapiteln. Hab jetzt Lust, mehr von ihm zu lesen, aber der Stapel an Käufen aus den letzten Jahren guckt mich böse an.
Leider geht der Plan mit "mehr lesen dieses Jahr" nur so bedingt auf. Setzt ihr euch Leseziele? Bin gerade nicht mehr sicher, ob ich das schon mal gefragt hatte. |
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ijb
Postings: 8651
Registriert seit 30.12.2018
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12.06.2026 - 16:11 Uhr
Nein, ich finde das keineswegs "Schmarrn". Ich sage nur, dass es für mich viel naheliegender ist, die Begriffe inhaltlich zu verstehen als aufgrund des (angestrebten) Publikumssegments.
Wenn jemand den Begriff "Frauenbuch" verwendet, denke ich dabei nicht als erstes daran, dass der-/diejenige das abwertend als ein Buch für Frauen einordnet, sondern dass es um mehr frauen-assoziierte Themen und wohl eher um Frauenfiguren geht.
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ijb
Postings: 8651
Registriert seit 30.12.2018
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12.06.2026 - 16:13 Uhr
(und wie schon gesagt: "Kinderbücher" würde ich nicht zuletzt aus den von dir genannten Gründen da ja auch als Sonderfall einordnen) |
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AliBlaBla
Postings: 13412
Registriert seit 28.06.2020
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12.06.2026 - 16:14 Uhr
@Arne L.
Leseziele, Nein. Du?
Ich mache allerdings schon länger eine fortlaufende Liste der Dinge, die ich gelesen habe. (Eine Mitschülerin von mir, die Schlaueste [natürlich] hat solch eine Liste SAMT bbliographischen Angaben und Kurzeinschätzung von jedem Buch angefertigt, das sie gelesen hat. Was muss das heute für eine Liste sein!)
Dieses Jahr bisher 30 Bücher. |
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AliBlaBla
Postings: 13412
Registriert seit 28.06.2020
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12.06.2026 - 16:15 Uhr
* seit der Mittelstufe, die Mitschülerin.
Krass, oder? |
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Arne L.
Postings: 3876
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12.06.2026 - 16:33 Uhr
@AliBlaBla Das finde ich so toll, solche Listen zu führen. Ich tracke das bei Filmen ja sehr genau und ich merk einfach, dass es mich animiert. Ich hab auch seit diesem Jahr Goodreads (auch wenn natürlich Big Tech hintersteckt) und da kann man so seinen Fortschritt mit Seitenzahl eintragen, das motiviert mich wirklich und das Ziel dieses Jahr sind 12 Bücher, aber ich bin hinterher. |
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Affengitarre
User und News-Scout
Postings: 12152
Registriert seit 23.07.2014
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12.06.2026 - 16:38 Uhr
Ich hab auch keine Leseziele, tracke aber meinen Fortschritt und finde das auch sehr motivierend.
Ansonsten ist mein Lesepensum auch durch meinen e-Reader nochmal gut gestiegen, weil ich das Ding eigentlich immer dabeihabe und in vielen Momenten einfach weiterlesen kann. Wartezeiten, in denen ich sonst am Handy scrollen würde, verbringe ich dann lesend. |
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AliBlaBla
Postings: 13412
Registriert seit 28.06.2020
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12.06.2026 - 16:40 Uhr
@Affengitarre
e-Reader +1
Seitdem lese ich auch mehr, da selbst der dickste Dickens/Dostojewskij im handlichen Ding haust, leuchtet im Bett...
Ich komme auf viel mehr Seiten als zuvor.... |
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Otto Lenk
Postings: 817
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12.06.2026 - 16:42 Uhr
Dungeon Crawler Carl: Entertainment ist Pflicht. Überleben nicht. - Matt Dinniman
10/10 |
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Arne L.
Postings: 3876
Registriert seit 27.09.2021
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12.06.2026 - 16:43 Uhr
Irgendwie kann ich mich mit dem Gedanken eines E-Readers nicht anfreunden, auch wenn es natürlich viel praktischer im Alltag ist. Aber wenn ihr das so unterstreicht, wird es vielleicht doch mal Zeit. |
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AliBlaBla
Postings: 13412
Registriert seit 28.06.2020
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12.06.2026 - 16:50 Uhr
@Arne L.
Unbedingt!
Es ist Wahnsinn, das alles, was wir lesen sollen, gedruckt sein sollte, - das Papier gibt es längst nicht mehr. Da is auch der Umweltaspekt.
Mir fehlt nix, und ich besitze ...keine Ahnung, zweitausend Bücher,...Aber bis auf ein paar wohlfeile Ausgaben Lieblingsbücher könnte ich mich sofort davon trennen.
Mein Handy schielt schon immer auch eifersüchtig herüber, aber seit ich Youtube aufgegeben habe, habe ich so viel mehr Zeit.... |
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Arne L.
Postings: 3876
Registriert seit 27.09.2021
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12.06.2026 - 17:11 Uhr
@AliBlaBla Auch ein absolut nachvollziehbares Argument. Ist nichts Rationales, aber ich freu mich dummerweise immer noch über einen gedruckten Artikel von mir in einem Magazin mehr, als über einen Online-Artikel und ich wurde jetzt zweimal mit Kurzgeschichten in Büchern gedruckt, da war mir das Physische auch viel wertvoller als die E-Ausgabe. Das krieg ich nicht aus dem Kopf irgendwie. |
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AliBlaBla
Postings: 13412
Registriert seit 28.06.2020
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12.06.2026 - 17:19 Uhr
@Arne L.
Verstehe ich total!
Aber wir müssen aufhören, alles auszudrucken.
Vielleicht nur noch selten, so als... Kontigent, das könnte ich mir gut vorstellen. |
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The MACHINA of God
User und Moderator
Postings: 37595
Registriert seit 07.06.2013
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12.06.2026 - 17:29 Uhr
Stimmt, Stanišić ist auch eine Referenz, auch wenn ich „Herkunft“ abgebrochen habe.
Aber wieso? :O |
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Lucas mit K
Postings: 645
Registriert seit 19.07.2024
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12.06.2026 - 17:45 Uhr
@The MACHINA:
Ich weiß nicht mehr genau, warum. Glaube, der Sprachstil hatte mich nicht erreicht. Vielleicht war es der falsche Moment. |
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Loketrourak
Postings: 4057
Registriert seit 26.06.2013
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12.06.2026 - 18:20 Uhr
Lustig. Stanisic (ausnahmsweise ohne knüddel úber den Buchstaben) erreicht mich sprachlich total - er schreibt ha auch nicht komplex oder anstrengend. Ich lese den sehr gerne. |
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Enrico Palazzo
Postings: 10081
Registriert seit 22.08.2019
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12.06.2026 - 20:50 Uhr
Ich bin auch absolut pro Stanisic und Herkunft it für mich ne 10/10 und eines der besten deutschsprachigen Bücher, die ich kenne - zusammen zB mit Sand von Herrndorf |
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AliBlaBla
Postings: 13412
Registriert seit 28.06.2020
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12.06.2026 - 21:21 Uhr
Lustig. Ich zB finde gar nichts an Stanisic, während meine Familie es feiert, ich habe vier, fünf Sachen gelesen, und halte ihn für maßlos (aber wirklich!) überschätzt.
Er hat keinen originellen, aber auch keinen schön- schlichten Stil, ich lese ihn einfach nicht gern.
So unterschiedlich kann man das lesen. |
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mrnovember
Postings: 673
Registriert seit 10.10.2019
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12.06.2026 - 21:28 Uhr
Mochte Vor dem Fest und Wie der Soldat... sehr, aber Herkunft fand ich auch nur durchschnittlich. |
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The MACHINA of God
User und Moderator
Postings: 37595
Registriert seit 07.06.2013
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14.06.2026 - 23:33 Uhr
Der 10. Buchclub meinerseits und das erste mal waren quasi alle der Meinung, das Buch sei nicht gut... außer ich. Sonst waren die Meinungen eigentlich immer durchmischt oder 50/50. Kein Plan, was da los ist, aber 5 von 6 Leute mochten echt "Lázár" nicht und ich hab es geliebt. Wobei ich viele der negativen Punkte sogar verstehen konnte, aber ich fand das trotzdem so faszinierend und mitreißend, dass ich locker bei einer 8,5/10 landen würde. |
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Lucas mit K
Postings: 645
Registriert seit 19.07.2024
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15.06.2026 - 07:23 Uhr
Was waren in deinem Buchclub die negativen Punkte?
Ich hab in Kritiken aufgeschnappt, dass es manchen Leuten schwer fiel, sich mit den Figuren zu identifizieren und dass das Tempo zu schnell war und dadurch so einiges ungesagt blieb. Aber genau das fand ich gut.
Für mich auch ne 8–8,5/10. |
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The MACHINA of God
User und Moderator
Postings: 37595
Registriert seit 07.06.2013
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15.06.2026 - 11:14 Uhr
Ich hab in Kritiken aufgeschnappt, dass es manchen Leuten schwer fiel, sich mit den Figuren zu identifizieren und dass das Tempo zu schnell war und dadurch so einiges ungesagt blieb.
SPOILER
Die beiden auf jeden Fall. Mit denen hatte ich auch weniger Probleme. Was mich und alle anderen störte war die Allgegenwärtigkeit von Sex, wie quasi jede Beziehung von Sex oder dessen Abwesenheit definiert wurde (generell fand ich das Buch dann am schäwchsten, wenn es merkt, dass ein 22-Jähriger es geschrieben hat). Auch die Verwendung der Vergewaltigung wurde kritisiert. Einige meinte auch, es wirke wie eine Abhandlungen von Szenen, die zu so einem Buch halt dazugehören... den Punkt fand ich nicht so valide, da diese Zeiten in diesen Gegenden nun mal so waren. Naja, ich war auf jeden Fall überrascht, dass wirklich NIEMAND ausser mir es mochte. Schräg. |
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Lucas mit K
Postings: 645
Registriert seit 19.07.2024
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15.06.2026 - 11:53 Uhr
Ah ok, interessant. Sind alles Punkte, die ich nicht bemerkt habe. Für mich war es einfach eine Lektüre, wie ich sie lange nicht erlebt habe. Einfach wunderbar geschrieben, ich wollte das Buch nicht aus der Hand legen. Gewisse inhaltliche Mängel (die man durchaus sehen kann) waren für mich daher nicht so vordergründig. |
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The MACHINA of God
User und Moderator
Postings: 37595
Registriert seit 07.06.2013
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15.06.2026 - 12:09 Uhr
Mir ging es eigentlich wie dir. Die paar Punkte, die ich negativ sah, haben kaum etwas am Lesevergnügen geändert. |
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maxlivno
Postings: 3091
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15.06.2026 - 16:23 Uhr
hab "Lazar" selbst nicht gelesen, aber in meinem Freund*innenkreis meinten mehrere, dass es sich lese, als ob da kein/kein gutes Lektorat am Werk war. |
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The MACHINA of God
User und Moderator
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15.06.2026 - 16:36 Uhr
hab "Lazar" selbst nicht gelesen, aber in meinem Freund*innenkreis meinten mehrere, dass es sich lese, als ob da kein/kein gutes Lektorat am Werk war.
Guter Punkt. Der kam gestern auch noch. Auch weil das Ding ja direkt in 7 Sprachen übersetzt wurde, was ein kürzeres Lektorat zur Folge haben könnte. Und ja, da gebe ich recht. |
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Lucas mit K
Postings: 645
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15.06.2026 - 21:28 Uhr
Woran macht man „kein gutes Lektorat“ fest? Ich dachte, das beinhalte häufig das Streichen von Redundanzen und Längen? Das sehe ich hier nicht. |
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The MACHINA of God
User und Moderator
Postings: 37595
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20.06.2026 - 14:03 Uhr
Schulbücher Revisited - Part 2:
Gerhart Hauptmann - "Bahnwärter Thiel"
Puh, das war harter Stoff. An das Buch konnte ich mich so gut wie gar nicht erinnern, umso mehr hat es dann reingehauen. Wow. Schon krass, was man als 14- oder 15-jähriger schon so liest. Ob es bei solchen Büchern auch mal Debatten wie bei Killerspieleb gab? Insgesamt ein sehr interessantes und inventsives Buch. |
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Mr Oh so
Postings: 3749
Registriert seit 13.06.2013
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21.06.2026 - 15:27 Uhr
Ist ein großartiges Ding. Absolut. |
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Hier stand Ihre Werbung
Postings: 2582
Registriert seit 25.09.2014
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21.06.2026 - 22:24 Uhr
Short Stories von Philip K Dick. 9/10
Absolut großartig, wie schnell er in einer Geschichte ein Universum aufbauen kann und dann zum Abschluss noch einen Twist reinbringt. |
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Arne L.
Postings: 3876
Registriert seit 27.09.2021
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25.06.2026 - 19:51 Uhr
Von Dick hab ich nur vor Ewigkeiten "Do Androids Dream of Electric Sheep?" gelesen und fand's fantastisch. Deshalb hab ich's mir jetzt auch noch mal gekauft.
Ich lese gerade:
Minor Detail von Adania Shibli
Das Buch ist in zwei Hälften geteilt und ich bin gerade mit der ersten durch. Poah ist das schrecklich und noch schlimmer, wenn man den realen Hintergrund kennt. Grandioses Buch bisher, das ich trotz dieser schrecklichen Geschichte kaum weglegen kann. |
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Deaf
Postings: 3909
Registriert seit 14.06.2013
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30.06.2026 - 12:51 Uhr
Leseliste 2. Quartal 2026:
20) Ivan Klima - Warten auf Dunkelheit, Warten auf Licht (1993) 7/10
21) John Williams - Butcher's Crossing (1960) 6.5/10
22) Heinrich Böll - Irisches Tagebuch (1957) 7/10
23) Paul Lynch - Das Lied des Propheten (2023) 7.5/10
24) Tove Ditlevsen - Vilhelms Zimmer (1975) 8/10
25) Joris-Karl Huysmans - Gegen den Strich (1884) 6/10
26) Osamu Dazai - No Longer Human (1948) 8/10
27) Siri Hustvedt - Was ich liebte (2003) 7/10
28) Joseph Conrad - Herz der Finsternis (1902) 7/10
29) Herta Müller - Der König verneigt sich und tötet (2003) 8/10
30) Benjamin Myers - Offene See (2019) 6.5/10
31) László Krasznahorkai - Herscht 07769 (2021) 8.5/10
32) Herbert Clyde Lewis - Gentleman über Bord (1937) 7.5/10 |
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Hier stand Ihre Werbung
Postings: 2582
Registriert seit 25.09.2014
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30.06.2026 - 21:13 Uhr
@Arne: das ist die Vorlage für Blade Runner, oder? Von Dick muss ich insgesamt auch mehr lesen. |
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Arne L.
Postings: 3876
Registriert seit 27.09.2021
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30.06.2026 - 22:38 Uhr
@Hier stand Ihre Werbung Genau, kann ich wirklich empfehlen! |
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seno
Postings: 3778
Registriert seit 10.06.2013
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01.07.2026 - 09:17 Uhr
Short Stories von Philip K Dick. 9/10
Absolut großartig, wie schnell er in einer Geschichte ein Universum aufbauen kann und dann zum Abschluss noch einen Twist reinbringt.
Ja, echt gut. Ich bin auch Fan von ihm und habe viele seiner Bücher gelesen. Vor ein paar Jahren habe ich mir dann den Schuber mit seinen gesammelten Short Stories gegönnt. Und tatsächlich sind die teilweise noch deutlich stärker als seine Romane.
Müsste mir eigentlich auch mal wieder was von ihm vornehmen. |
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regger
Postings: 569
Registriert seit 31.03.2021
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01.07.2026 - 10:09 Uhr
Philip Roth - Der Menschliche Makel (7,5/10)
Für mich ist dieser Roman schwer zu bewerten. Einerseits große amerikanische Nachkriegsliteratur mit vielen Themen (Vietnam, Rassentrennung, Clinton-Affäre usw.) und sehr interessanter Erzählweise aus verschiedenen Blickwinkeln. Vor allem diese Erzählweise finde ich grandios - zeigt eindrücklich, wie dieselben Charaktere aus anderen Blickwinkeln komplett anders rüberkommen.
Auf der anderen Seite sind für mich für 400 Seiten beinahe zu viele Themen abgehandelt worden. Sprachlich komplex und teilweise schwierig zu lesen (lange Sätze sind wohl untertrieben).
Möglicherweise komm ich zu einem späteren Zeitpunkt zu einer noch höheren Wertung. |
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Enrico Palazzo
Postings: 10081
Registriert seit 22.08.2019
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01.07.2026 - 10:20 Uhr
@regger
Das war damals mein erster Roth und ich bin seitdem großer Fan. Für mich ist The Human Stain der vielleicht beste Roth und ich bin bei einer klaren 10/10. Ich frage mich, ob das schwer zu lesende durch die Übersetzung kommen könnte, die du ja offenbar gelesen hast? |
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regger
Postings: 569
Registriert seit 31.03.2021
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01.07.2026 - 10:24 Uhr
Ja ich fand die Sätze teilweise sehr verschachtelt. Da war Dostojewski einfacher zu lesen :-)
Ich denke auch dass der Roman noch wachsen wird bei mir und auch irgendwann nochmal von mir gelesen wird. |
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Gallants22
Postings: 1765
Registriert seit 22.01.2025
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01.07.2026 - 12:51 Uhr
@regger
Vorher vielleicht mal ein paar ellenlange Schachtelsätze von David Foster Wallace aus der 'Unendliche Spaß' durchackern. Dann geht das von dir Beschriebene runter wie Öl. |