R.E.M. - Out of time

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Yersinia

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10.10.2017 - 18:08 Uhr
Wiener Klassik? Ernsthaft - abgedroschen.

Die von dir genannten haben den 'größten' Einfluss - damit messe ich R.E.M. sicher nicht.
Darunter gibt es aber sicherlich noch Abstufungen. Enorm eben. Im Vergleich zu anderen Bands.


R.E.M. war die einzige 'College-Rock-Band', die es geschafft hat sich Gehör zu verschaffen - zu überleben. Es gab sicher noch einige Bands daneben, aber R.E.M. kann man getrost als Gallionsfigur nennen. Sie waren Mitbegründer des 'Alternative-Rock' (entstand aus dem 'College-Rock' wenn man so will - wahrscheinlich ist es aber einfach das selbe) und ebneten den Weg für den 'Indie-Rock' wie wir ihn kennen. 'Radiohead', 'Coldplay' (jaja blabla), 'The National', 'The Decemberists', 'The Shins' und massiv viele 'kleinere' Bands bezeichnen R.E.M. als Vorbild, 'Stipe' als den Gottvater der Lyrics (... to be emotional and moving but oblique at the same time... [Yorke]) und die Band als eine 'Liveband in Perfektion'.

Weiterhin können sich viele Bands auch Abseits der Musik viel bei R.E.M. abgucken. Kannst mir ja mal eine Hand voll Bands von R.E.M.s Größe nennen, die den Absprung geschafft haben. Ohne 'Wiedervereinigung'. Und die wird es niemals geben. Nagelt mich fest.
Ebenso sind R.E.M. immer schon große politische Vorbilder gewesen. Aber gut.

Ich sage nicht das sie mit Dylan oder Mozart vergleichbar sind, aber einen 'enormen' Einfluss hatten sie. Davon gehe ich aus.

The MACHINA of God

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10.10.2017 - 18:32 Uhr
What Yersinia said!

Major

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10.10.2017 - 18:36 Uhr
OK, aus dieser Sicht hat das Sinn.

Aber ich sehe das eher so:
Verglichen mit folgenden anderen Rockbands aus den 80/90er haben REM vergleichsweise wenig Einfluss auf die Indie/Popmusik gehabt:

U2
Depeche Mode
Red Hot Chili Peppers

Ähnlich viel Einfluss für den 'Alternative-Rock' hatten

The Cure
Pixies
Sonic Youth
Husker Du
Nirvana
The Cult
..und noch Dutzende andere...
Also nicht nur REM, das liest sich wie ein PR-Waschzettel einer Plattenfirma.

Spipe als "Gottvater der Lyrics" zu nennen zeugt von ausgeprägten Scheuklappenblick.
Und perfekte Livebands gibt und gab es viele.

Das mit dem "Absprung" ist wohl vollkommen irrelevant und nicht kommentierwürdig.

Yersinia

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10.10.2017 - 18:53 Uhr
The Cure machten Alternative Rock seit '91. Da war der Weg schon geebnet.
Pixies? Nein.
Sonic Youth ebenfalls nein.
Husker Du - Kenne ich nicht.
Nirvana haben mit 'Pearl Jam' zusammen den Grunge begründet, den man vielleicht zum Alternative Rock zählen kann, aber nur, weil es eben mittlerweile eine Art Oberbegriff geworden ist.
The Cult - nein.

Yersinia

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10.10.2017 - 18:55 Uhr
PS: Nirvana und Pearl Jam kamen auch erst als R.E.M. schon recht groß waren.

Und ich spreche dir nicht ab, dass die genannten keinen Einfluss hatten, nur eben nicht so relevant wie es R.E.M. hatte und/oder in anderen Bereichen/Genres.

Yersinia

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Registriert seit 27.06.2013

10.10.2017 - 18:57 Uhr
Achja: U2 wollten immer sein wie R.E.M. - schafften es aber nicht. Kommerziell durchaus erfolgreicher, ja, aber dadurch nicht zwingend einflussreicher. Ebenso die Peppers - was haben die denn bitte begründet?. Depeche Mode ja - die hatten ebenfalls enormen Einfluss in ihrem Genre.
In time
10.10.2017 - 20:28 Uhr
Schöne Diskussion, aber hier geht es eigentlich nur um das Album "Out of Time".

Major

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Registriert seit 14.06.2013

11.10.2017 - 08:01 Uhr
"U2 wollten immer sein wie R.E.M. - schafften es aber nicht."
Quelle?

"Ebenso die Peppers - was haben die denn bitte begründet?."
Ach bitte, das muss ich jetzt nicht wirklich erklären...!

Ansonsten:
Ich überlasse Dir Deine Wahrnehmung, nach der REM die wichtigste und einflussreichste "Alternative" Band der 80ger und wohl auch nach dem Wechsel zum Major WB war.
Selbst wenn sich das nur selten in der Originalität in deren Musik widergespiegelt hat.

Und damit gerne wieder zum längst über-ausgelutschten Thema "Out of Time".

Noch irgendwelche Änderungswünsche? ;-)

seno

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Registriert seit 10.06.2013

11.10.2017 - 08:14 Uhr
Und damit gerne wieder zum längst über-ausgelutschten Thema "Out of Time".

Das Thema ist sogar so dermaßen über-ausgelutscht, dass du dich opfern und den zugehörigen Thread seit zwei Seiten mit überheblichem Geblubber füllen musst. Danke dafür, mir kommen die Tränen.


Ich bin auf jeden Fall froh, dass mir Einfluss und allgemeine musikalische Relevanz einer Band ziemlich am Allerwertesten vorbeigehen, solange sie mich mit ihrer Musik erreicht. Und das haben R.E.M. über all die Jahre bis heute geschafft. Für mich sind sie also sehr relevant.

Major

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11.10.2017 - 08:16 Uhr
Danke seno, ich mag Dich auch! :-*
Aber
11.10.2017 - 11:58 Uhr
Ich wundere mich immer wieder, dass "Out of Time" als so viel schlechter angesehen wird wie "Automatic for the People".

Ich habe beide früh als Kind auf Autofahrten kennengelernt und ich konnte damals kaum auseinenanderhalten, was eigentlich auf welcher CD enthalten ist. Das ging mir auch Jahre später noch so.

Heute weiß ich natürlich, welche Songs zu welchem Album gehören, aber ein dermaßen großer "qualitativer Unterschied" fällt mir da dennoch nicht auf.
Aber
11.10.2017 - 11:59 Uhr
Ups. Minus "wie", plus "als" :).

Major

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Registriert seit 14.06.2013

11.10.2017 - 12:10 Uhr
"Heute weiß ich natürlich, welche Songs zu welchem Album gehören, aber ein dermaßen großer "qualitativer Unterschied" fällt mir da dennoch nicht auf."

Mir auch nicht.

seno

Postings: 3503

Registriert seit 10.06.2013

11.10.2017 - 12:11 Uhr
Habe auch beide Alben mehr oder weniger zeitgleich kennengelernt. Ich gehöre auch nicht zu denen, die OOT schlecht finden. Ich mag AFTP nur mehr.

Extrem groß sind die Unterschiede vielleicht nicht, finde aber schon, dass sie sich unterscheiden. OOT ist insgesamt etwas beschwingter, folkiger, AFTP etwas düsterer, hymnischer.
Irgendwo habe ich mal sinngemäß gelesen, OOT sei der Frühling, AFTP der Herbst.


Aber
11.10.2017 - 12:31 Uhr
Extrem groß sind die Unterschiede vielleicht nicht, finde aber schon, dass sie sich unterscheiden. OOT ist insgesamt etwas beschwingter, folkiger, AFTP etwas düsterer, hymnischer.
Irgendwo habe ich mal sinngemäß gelesen, OOT sei der Frühling, AFTP der Herbst.


Von der Albumstimmung her stimme ich zu. Und der Frühlings- und Herbstvergleich ist auch nett. Nun ist aber ja ein schöner Herbsttag auch nicht weit von nem schönen Frühlingstag entfernt :) - so sehe ich es mit den beiden Alben. Sowohl, was die Stimmung in manchen Songs angeht als auch, was die "Qualität" angeht.
Aber
11.10.2017 - 13:31 Uhr
Gerade noch mal gehört. "Out of Time" hat für mich allein schon den Vorteil, kein "Everybody Hurts" zu enthalten ;).

mispel

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11.10.2017 - 15:26 Uhr
Für mich bilden ja Out of Time, Automatic for the People und New Adventures in Hifi irgendwie eine Einheit. Die großen Drei, wenn man so will. Nach dem Ausstieg von Berry gab es ja mit Up einen ziemlichen Bruch. Und Green war so der Warmläufer zur Major Lable-Phase, der noch ein bisschen nach den IRS-Jahren klang.
Monster
11.10.2017 - 15:52 Uhr
Auf OOT experimentiert die Band mit helleren Folk-Klängen, doch sind manche Songs nicht ausgereift. Bei AFTP fügte sich hingegen alles perfekt zusammen.

The MACHINA of God

User und Moderator

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22.03.2020 - 20:05 Uhr
"Out of time": Sehr offenes und irgendwie leichtes Album. Die Mitglieder haben keinen Bock mehr auf ihre Standard-Instrumente und wechseln diese deshalb oft (Berry zum Bass, Mills zu Keyboards, Buch zur Mandoline). Gleichzeitig sind die klassischen Stipe-Songs ganz schön rar. Zwei Songs werden hauptsächlich von Mills gesungen, "Endgame" hat nur ein paar LaLas und auch "Belong" hat keinen klassischen Gesang. Insgesamt mag ich die freie Stimmung des Albums sehr und mit "Half a world away" und "Country feedback" (gerade live) sind zwei ihrer Karriere-Highlights für mich dabei. Und so "leicht" das Album auch klingt, ist es für R.E.M. ein recht sperriges Album, weil es wenig Refrains und ähnliches zum Festhalten gibt. Schon schräg, dass ausgerechnet dieses Album ie zu Superstarts machte (was natürlich auch an "Losing my religion" lag).

Huhn vom Hof

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Registriert seit 14.06.2013

22.03.2020 - 20:11 Uhr
Manche Songs haben viele Jahre gebraucht, um zu zünden, ganz besonders "Radio Song" und "Belong". "Endgame" finde ich verzichtbar und "Fretless" fehlt auf diesem Album.

7/10

VelvetCell

Postings: 2027

Registriert seit 14.06.2013

22.03.2020 - 22:18 Uhr
Ich muss das auch hier noch mal reinschreiben.

Die Liveversion von Country Feedback zusammen mit Neil Young ist das Großartigste und Berührendste Livevideo, dass die Welt je erblickt hat.

Mein meist geschautes YT-Video.

https://youtu.be/Z4VfQBDoX6E

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