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Chris Whitley ist tot

User Beitrag
Oliver Ding
22.11.2005 - 11:43 Uhr
Aus dem Volume-11-Newsletter:

Chris Whitley, einer der großen Songwriter der letzten 15 Jahre, ist tot. Ruhe in Frieden, Chris!

Andreas Körner von den Dresdner Neue Nachrichten nimmt Abschied.

Gefallen. Endgültig.
Der Singer/Songwriter Chris Whitley ist tot.

Seine Songs und Konzerte wuchsen immer dann am größten, wenn er sich an Visionen klammerte, Hoffnungen manifestierte, Sehnsüchte, Ist-Zustände momentanen Glücks. Seine musikalische Klasse als Gitarrist und Sänger aber unterlag auf all seinen eingespielten CDs nur höchst selten Schwankungen. Mindestens 13 Editionen seit 1991 könnten von Chris Whitley in den heimischen Sammlungen stehen, allesamt randvoll erdigstem Blues, fiebrigstem Soul, energetischstem Rock. Soloplatten, Bandplatten, bei großen Firmen erschienen, bei kleinen gehütet wie Schätze, was die Betreiber dieser Label wiederum mit den zahlreichen Whitley-Fans weltweit gemein hatten.

"Soft Dangerous Shores" kam im Sommer dieses Jahres heraus. Diese CD "bündelt alles, was öffentlich zu und mit Chris Whitley zu sagen ist. Momentan." So schloss der DNN-Porträtartikel zur Platte. Whitley war zu diesem Zeitpunkt wieder gesundheitlich angeschlagen, mental schwerer denn je aufzurichten. Der Intensität seines Lebens wurde ein weiteres Mal von außen ein Riegel vorgeschoben. Die Kräfte schwanden einfach. Seine besten Freunde, seine Familie, Tochter Trixie und Vater Daniel, seine Freundin wussten es, ohnmächtig, wirklich ohne Macht einzugreifen. Sie taten, was ihnen gegeben war, und es war unglaublich viel. Wer die letzte Eintragung auf der offiziellen Website aufmerksamer als gewöhnlich gelesen hat - sie stammt vom 11. November - braucht den Raum zwischen den Zeilen nicht mehr. Chris Whitley war auf tägliche Pflege angewiesen und bekam sie in seiner Heimat. Doch auch hier in Dresden hatte der in Houston/Texas Geborene für eine wichtige Zeit seinen Lebens-, Liebes- und Arbeitsmittelpunkt. Von hier aus begannen mit den Dresdner Musikern Matthias Macht und Heiko Schramm die Reisen, die nie nur Wegstrecken zwischen Orten waren, nie nur Jobs, Gigs, Stationen.

"Breaking Your Fall" ist eines der am meisten berührenden Whitley-Stücke. Er ist gefallen. Endgültig. Chris ist tot, gestorben mit 45. Er wird zu jenen Populär-Musikern unserer Zeit gehören, die wir wirklich vermissen. Weil es einfach gut war, sie gekannt zu haben. Wie tief, wie gut, wie flüchtig auch immer. Mehr ist heute nicht zu sagen.

Andreas Körner
Oliver Ding
22.11.2005 - 12:36 Uhr
Wer mit Whitley nicht oder nur unzureichend vertraut ist, hat unter http://www.tonspion.de/mp3.php?id=1968 die Möglichkeit, seine Musik zu entdecken, auch wenn der Anlaß ein trauriger ist.
Mike
22.11.2005 - 12:50 Uhr
Besonders zu empfehlen ist das Debüt von 1991 "Living With the Law". Excellenter "Wüsten-Rock-Blues". Man kann den Staub fast zwischen den Zähnen fühlen...
Traurig, traurig...
Lennon
22.11.2005 - 13:35 Uhr
ein großer verlust

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