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Paul McCartney - Chaos and creation in the backyard

User Beitrag
Patte
19.09.2005 - 12:54 Uhr
Empfehle das wunderhuebsche Soundtrack-Album zu "I am Sam". :)
musie
19.09.2005 - 14:15 Uhr
die überraschung, DAS herbstalbum 05. aber es kommmt ja noch die eine oder andere scheibe...
DominoDancing
20.09.2005 - 18:54 Uhr
Über die Bewertung kann ich mich ja mal wirklich freuen, eigentlich generell über die Presseresonanz.
porcelaina
20.09.2005 - 20:09 Uhr
Da cih ja Lukas Heinser auch schon mal kritisiert habe muss ich ihn jetzt auch mal für seine Kritik loben.
Zumindest für die Wertung. Auch wenn ich mit dem Satz nicht übereinstimme, dass McCartney nie ein schlechtes Album gemacht hat. Er hat sogar eine ganze Menge richtig schlechter Alben gemacht.
Felle
20.09.2005 - 23:46 Uhr
Paul Mccartney hat kein einziges wirklich schlechtes Album gemacht. Alle waren zumindest solide und hatten ein paar Songs, mit denen sich der ein oder andere durchaus anfreunden konnte. Auch die Wings waren eine TopBand. Ich finde es schade, dass er live seine Sachen aus den 80ern und 90ern einfach weglässt, wo doch auch da ein paar gute Lieder entstanden sind. Endlich wird Paul auch auf dieser Seite mal verdientermaßen für ein Werk gelobt. Denn auch "driving rain" war gut und wurde aber nciht wahrgenommen.
Lukas
21.09.2005 - 01:07 Uhr
Denn auch "driving rain" war gut und wurde aber nciht wahrgenommen.

Was nach diesem Totalausfall-Single-Bonustrack "Freedom" ehrlich gesagt wenig verwundert. Das Ding kann einem das ganze Album versauen.
porcelaina
21.09.2005 - 02:07 Uhr
Also meines Erachtens waren von den Solo-Alben zumindest McCartney II, und Pipes of Peace sehr schlecht. Tug of War schlecht. McCartney I, Press to Play, RAM und Off the Ground sehr mittelmässig. Driving Rain bis auf die überragende Ausnahme Rinse the Raindrops auch mittelmässig. Flaming Pie anständig und Flowers in the Dirt sowie Band on the Run leidlich gut.
Das neue Album ist das erste hervorragende in 35 Jahren und es ist nicht so dass die Kritiker erst jetzt erkannt hätten das Mc Cartney ein grossartiger Musiker ist.
Es ist einfach so, dass er erst jetzt diese Qualität wieder gezeigt hat, wobei es sich in den letzten Jahren schon ein wenig angedeutet hat.

Ich habe auch eine Theorie warum das so ist.

1970 hat McCartney geheiratet, zog auf eine Farm umgab sich mit Kleinkindern und Tieren und einer Frau, die wohl besser im vegetarischen kochen, als im musizieren war. Ein Umfeld, dass alles andere als das ist, was einen Rockmusiker inspirieren könnte.

Heute dagegen sind alle seine Kinder zwischen 20 und 35 zum Teil in der Londoner Kreativen-Szene unterwegs, seine Tour-Band ist jung und er arbeitet selbst mit Leuten wie dem Radiohead-Producer zusammen.
D.h. Macca ist einem ganz anderen kreativen und künstlerischen Umfeld und viel fruchtbareren Einflüssen ausgesetzt, vielleicht ähnlich dem der 60er, als er in London lebte und nicht auf einer Farm in Schottland. Dieses Umfeld, inspiriert ihn offensichtlich enorm und lässt seine alte Genialität wieder aufblitzen.

Die Tage sah ich sein Konzert in Russland und da spielt er eine Version von Helter Skelter die mal richtig geil ist. Und das ist nämlich die zweite Botschaft, die sich mit Rinse the Raindrops bereits angekündigt hat.
Nämlich: Herr McCartney rockt auch wieder.
Kaum zu glauben dass das der gleiche Typ ist, der sich für Ebony and Ivory und Silly Love Songs verantwortlich zeichnet.
Felle
21.09.2005 - 11:01 Uhr
Kaum zu glauben, dass "Ram" unkreativ sein soll! Gerade da sind spannende Sachen drauf zu hören. Und nichts ist für einen Künstler inspirierender als die Natur! Das Umfeld-Argument zieht also gar nicht, da zB auch "Band on the run" in der afrikanischen Pampa aufgenommen wurde. Was ist mit "Venus and Mars" und "Wings at the speed of sound"?´Beide auch sehr gut. Schade, dass er nur noch wenige Songs davon live spielt.
takenot.tk
21.09.2005 - 11:50 Uhr
Ich würde "Off The Ground" nicht als mittelmäßig bezeichenen. Zwar kann nicht jedes Lied überzeugen (der Titeltrack ist zum Beispiel tatsächlich nur mittelmäßig).
Andere Lieder aber wie "Misstress and Maid", "Biker like an Icon", "Hope Of Deliverance" und vor allem "The Lovers That Never Were" überzeugen mich mehr als die meisten McCartney Solosongs, sogar mehr als "Flaming Pie", obwohl ich das schon für ein sehr gutes Album halte...
bartel(d.E.)
21.09.2005 - 12:09 Uhr
@Felle
Oha , "Speed of Sound" ist - mit Verlaub nich so doll, aber Du hast Recht, die Wingswerke fehlen bei porcelaina (ausser B.o.t.R., welches - widerum mit Verlaub - definitiv besser als "leidlich gut" ist), wie übrigens auch die Rock'nRoll -Übung Run Devil Run, die nicht so schlecht ist.

RAM ist tatsächlich ein schönes Album (Backseat...)
Ich werfe hier ausserdem mal "London Town" in die Runde, weil es ein wunderschönes Album ohne Ausfälle ist (ausserdem das erste von Macca, daß ich mir bei Erscheinen gekauft habe).
Rudi
21.09.2005 - 12:24 Uhr
Gestern das Teil geliehen bekommen, direkt in den Auto-CD-Spieler gesteckt und nichts passiert. Der Player versucht ein paarmal die CD zu lesen, dann kommt die Meldung "Disk-Error" und das Ding wird wieder ausgespuckt. Ich gucke auf die Hülle und sehe das ätzende Copy Control Symbol. Schnell zurück zum Verleiher, gerade eine Kopie gezogen und 15 Minuten später läuft die CD auch in meinem Auto.
Fuck EMI! CDs mit diesem Symbol werden garantiert nicht mehr den Weg in meinen Einkaufswagen finden...

Schöne Platte übrigens.
gt
25.09.2005 - 11:48 Uhr
ich mag sie auch.
Nick
27.09.2005 - 01:46 Uhr
Das Live-Album Back in the World ist ziemlich gut....
Driving Rain ist eine echt spitzenmaessiger Live-Aufnahme!!!

Ach ja.... Beatles 4 ever !
Lennon
27.09.2005 - 12:30 Uhr
@ Nick

die 2 live aus russland scheiben (neu) sind auch gut
Kjell
29.08.2006 - 10:09 Uhr

Ein gelungenes Album.

Kein einziges Lied kann man wirklich als Misslingen bezeichnen.

Mc Cartney Alben zeichneten sich immer auch als Werke aus, bei denen sich der Meister selten was sagen ließ.

Kein Mensch ist ständig perfekt.

Und wenn man sein eigener Kritiker ist, bleibt die Objektivität auf der Strecke. Das ist hier nicht so.

Nigel Godrich hat Meister Macca ab und zu mal auf die Finger geklopft, was wirklich gut getan hat.

Pipes of Peace und C´Moon und so schotter sollte nicht wieder passieren.

Die Wings klangen teilweise (für Beatle Paul Fans) enttäuschend, weil Macca krampfhaft versuchte nicht wie die Beatles zu klingen.

Oasis enttäuschen manchmal auch, seitdem sie nicht mehr versuchen wie die Beatles zu klingen. Aber wir haben auch nicht mehr die 90er.

Und in den 70ern wollte auch keiner mehr die Beatles hören.

Oasis sind nicht Paule und Co.

Die haben ihren eigenen Retroreiz und man sollte nicht vergleichen.

John Lennon hat in seinen letzten Solojahren auch nicht allzuviel Platten herausgebracht. Von 1975 bis 1980 gar eine "kreative" Pause eingelegt.

Paul brachte jede Menge Alben. Quantität ist nicht immer Qualität und wo gehobelt wird, fallen Späne.

Er hat einfach zu viel Angriffsfläche geboten durch die Fülle seiner Werke.

Nicht jedes Beatles-Lied war gut.

Das Let it be Album ist auch nicht mehr mit A Hard days Night zu vergleichen.

Komplett anderer Stil.

Das weiße Album hat auch viele unausgegorene Stücke.

Paul wird immer so in die "Schmuse-Kulleraugen- Beatles-Ecke geschoben.

Dabei hat er Kracher wie Back in the USSR, Helter Skelter, The Night Before, usw. geschrieben.

Wenn man komponiert, dann gibt man etwas von sich selber preis, man möchte mitteilen, was in einem dudelt.

Man macht nicht immer Musik, nur damit es möglichst allen gefällt.

Denn dann driftet man ab in die Willkür der Kritiker und Fanwünsche.

Paul Mc Cartney ist nicht Micky Hauptsache-ein beim-Bier-Gröhl-Refrain-Krause.

Der hats nicht mehr nötig.

Macca macht was er denkt und lässt sich hin und wieder mal einen gutgemeinten Rat geben.



depp
29.08.2006 - 13:34 Uhr
"Und wenn man sein eigener Kritiker ist, bleibt die Objektivität auf der Strecke. Das ist hier nicht so."
äh? noch leerer als deine Leerzeilen
Kjell
29.08.2006 - 14:24 Uhr

Im Kontext erwähnte ich Nigel Godrich.
Der sorgte dafür, daß

1. Objektivität herrschte, weil eben jener Nigel nicht alles gut heißte wie George Martin

2.Paul eben nicht sein eigener Kritiker wurde

Bitte das nächste Mal genauer argumentieren, warum es leer ist, möchte ja nicht dumm sterben

Loam Galligulla
15.10.2006 - 14:14 Uhr
Der Opener erinnert mich an I cant dance von Genesis...

Affengitarre

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28.05.2020 - 00:52 Uhr
Sehr tolles Spätwerk. Ich liebe "How Kind of You", und generell geht die Symbiose aus McCartney, viel Klavier und Nigel Godrich hervorragend auf.

Affengitarre

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28.05.2020 - 00:54 Uhr
Mensch, und "Jenny Wren" ist auch großartig. Er singt hier auch wahnsinnig gut.

Takenot.tk

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28.05.2020 - 07:56 Uhr
Für mich auch sein bestes Solo-Album jenseits der frühen 70er, obwohl ich seinem Werk generell viel abgewinnen kann.

Ich kann zwar verstehen, dass man sich in den Alter und bei dem Status nicht mehr unbedingt einen wirklich fordernden Produzenten antun möchte, aber in diesem Fall hat es das letzte Quentchen aus McCartney rausgeholt, welches er sonst gerne mal stecken lässt mit zunehmendem Alter...

Affengitarre

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28.05.2020 - 09:44 Uhr
Ich glaube dass es auch wichtig war, dass ihm jemand auch mal "nein" gesagt hat. Godrich soll ihm ja verboten haben, Songs zu Singen die er nicht mochte. Ich meine, starke Songs hatte er eigentlich immer aber nach den Beatles fehlte oft eine kontrollierende Instanz.

Takenot.tk

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28.05.2020 - 11:25 Uhr
Ja, aber ich glaube Godrichs wichtigster Beitrag war direkt am Anfang, als er Pauls Band nach Hause geschickt hat und gesagt hat, wie machen das mal lieber zu zweit (so hatte ich es zumindest mal gelesen.
Paul spielt ja mal wieder fast alles selbst auf dem Album...

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28.05.2020 - 11:32 Uhr
Ja, das kann sein. Cool auch, wie viel er selbst macht.

Affengitarre

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03.11.2021 - 18:21 Uhr
Zählt für mich nach wie vor zu seinen allerstärksten Releases, die melancholischere Grundstimmung steht dem älteren McCartney ausgezeichnet, die Arrangements sind ausgezeichnet und auch die Songs sind durchgehend stark. Highlights für mich sind "How Kind of You" und "Jenny Wren", abfallen tut aber nichts.

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