Welchen Film habt Ihr zuletzt gesehen? Und wie fandet Ihr ihn?

User Beitrag

MopedTobias

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11.07.2019 - 18:32 Uhr
Oh hier ist mal wieder ein bisschen mehr los, schön :)

Under the Silver Lake ist tatsächlich ein sehr faszinierender, Lynch-esker Film mit toller audiovisueller Kulisse, auf seine zweieinhalb Stunden haben sich bei mir aber auch so einige Längen eingestellt und so richtig "entschlüsseln" konnte ich ihn bislang noch nicht. Nach Erstsichtung eher so 6,5, aber den würd ich bei Gelegenheit nochmal sehen wollen.

Sicario wäre mir wiederum deutlich mehr wert, wohl mein Villeneuve-Liebling.

Underground

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12.07.2019 - 09:52 Uhr
The Dead Don't Die 6/10

RU486

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12.07.2019 - 10:04 Uhr
Edward Jizzapants -
ääähm ich meine natürlich Edward Scissorhands.

Ein wunderschönes Burton-Märchen. 8/10

Underground

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12.07.2019 - 10:23 Uhr
@MopedTobis:

Wo ich das zu Villeneuve lese, kennst du Enemy von ihm? Für mich mit Abstand sein bester, wobei ich Sciario auch sehr schätze.

MopedTobias

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12.07.2019 - 11:03 Uhr
Ja. Auch grandios. Streitet sich mit Blade Runner um Platz 3, davor liegen Sicario und Arrival.

Hier stand Ihre Werbung

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12.07.2019 - 11:13 Uhr
Ich weiß nicht. Irgendwas an Sicario hat mir gefehlt. Arrival fand ich aber auch sehr gut.

Die Silver Lake-Wertung ist evtl. etwas hoch gegriffen. Ich fand ihn aber beim Schauen besser als Sicario. Ich hatte aber schon mit etwas Gegenwind dafür gerechnet ;)

boneless

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12.07.2019 - 21:02 Uhr
Wilderpeople wär mir locker zwei Punkte mehr wert. Ein riesengroßer Spaß von einem der interessantesten massentauglichen Regisseure der letzten zehn Jahre.

Absolut, obwohl What we do in the shadows bisher unerreicht ist.

Under the Silver Lake - 8/10

Uh, der war ne ziemliche Enttäuschung für mich. Nachdem It Follows einer meiner Lieblingsfilme der letzten Jahre ist, hatte ich hohe Erwartungen, die Mitchell nicht erfüllen konnte. Under the Silver Lake wirkt wie eine misslungene Lynch-Kopie, die zwar schöne Bilder zu bieten hat, aber vor allem gegen Ende regelrecht peinlich wird. Ziemlich schade.

peppermint patty

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12.07.2019 - 21:15 Uhr
Na toll, ich hab mir noch am Dienstag im Media die DVD von Under the silver lake geholt, noch bevor der Wirbel hier los ging. Ist egal, gab ja wenigstens keine Spoiler, halt nur gemischte Kritiken.Ansonsten:

Psycho 2 : 5/10
Meek's Cutoff: 8/10

hideout

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12.07.2019 - 21:17 Uhr
Ganz weit hinten

Ein wunderbarer Coming-of-age-Film über den vor Selbstunsicherheit nur so strotzenden 14-jährigen Duncan, der den Sommerurlaub mit seiner Patchwork-Familie an der amerikanischen Ostküste verbringen muss. Gleichzeitig ist es auch das Regiedebüt von Nat Faxon und Jim Rash, die für ihr Drehbuch zu „The Descendants“ einen Oscar bekommen haben. Beide sind in amüsanten Nebenrollen auch vor der Kamera zu sehen.

Der Film ist mit Toni Collette, der stets angeheiterten Allison Janney Maya Rudolph und Steve Carell auch ausgesprochen namhaft besetzt. Und weil es schon bei „Foxcatcher“ angemerkt wurde, auch das hier ist kein Film, wo Carell ein lustige geschweige denn eine sympathische Rolle spielt. Im Gegenteil, und das auch noch ziemlich überzeugend. Das personifizierte Highlight ist aber ein ganz anderer: Owen. Sam Rockwell als in der Zeit hängengebliebener Manager eines noch mehr in der Zeit hängengebliebenen Wasserparks. Was der hier an guter Laune verbreitet, lässt jede depressive Verstimmung ganz schnell verschwinden. In gewisser Weise ist er ein besondere Typ Aussenseiter, der andere Aussenseiter unweigerlich in seinen Bann zieht.

Eine (für mich) sehr berührende Filmperle, die ohne grosse Worte, aber dafür mit sehr vielen kleinen und zutiefst menschlichen Gesten daherkommt. 9/10 (aber gefühlte 10/10).

peppermint patty

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12.07.2019 - 21:32 Uhr
Wo wir gerade bei Carell sind:

Besutiful Boy : 8,5/10
Ben is back: 6/10

Nicht mit Carell, dafür mit Julia Roberts, die sehr überzeugend spielt, und nichts dafür kann, dass dem Film die Balance zwischen Drama und Thriller nur in Ansätzen gelingt.

peppermint patty

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12.07.2019 - 21:47 Uhr
Peppermint Hattrick:

Hereditary : 7/10

Kann seine volle Wirkung nur für Leute erzielen, die sich auch noch Stunden nach dem Film gerne den Kopf darüber zerbrechen. Ich hab mir ein paar Beiträge dazu durchgelesen, und gut war.

Blau ist eine warme Farbe 9/10

Der war sehr stark, wirklich berührend. Von der Kontroverse, die sich um den Film rankt, habe ich erst im Nachhinein erfahren, fliesst in meine Bewertung jetzt auch nicht mit ein.

MopedTobias

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12.07.2019 - 21:52 Uhr
@Patty: Da kann ich bei allen Filmen komplett zustimmen. Abgesehen von Hereditary, an den ich mich nicht ran traue. Auf Ari Asters neuen Film "Midsommar" bin ich dahingegen aber sehr gespannt, das ist ne Art von Horror, die ich mir anschauen kann. Ist auch schön hell :)

boneless

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13.07.2019 - 00:20 Uhr
Abgesehen von Hereditary, an den ich mich nicht ran traue.

Der ist weit weniger "gruselig" als überall beschrieben, da braucht man sich auch als Zartbesaiteter keine Gedanken zu machen. Allenfalls der großartige Score von Stetson trägt da noch zum Unwohlsein bei.

Zappyesque

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13.07.2019 - 00:33 Uhr
In der Tat, sehe ich auch so. Hereditary bringt keinen Grusel der langfristig haftet; (!ACHTUNG, irgendwer sieht im Folgenden bestimmt einen Spoiler!) Die psychische Bedrücktheit der ersten Hälfte des Filmes ist meines Erachtens das, was einen am meisten beschäftigt.

boneless

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13.07.2019 - 00:58 Uhr
Richtig. Schlussendlich auch so ein Film, der mit dem Finale mehr kaputt macht als gewinnt. Ist zwar nicht mit Under The Silver Lake vergleichbar, aber auch hier waren die letzten Minuten reichlich albern.

hideout

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13.07.2019 - 11:51 Uhr
The boys are back

Das Drama, das überwiegend im eindrucksvoll gefilmten Outback Australiens spielt, beginnt mit einer längeren Rückblende und lässt das Stimmungslevel erstmal ganz tief fallen. Und das wird auch nicht „besser“, wenn man die Szenerie mit den Klängen einer gewissen Band aus Island begleitet (ja, genau die!). Joe Warr (Clive Owen) ist hier erstmal überhaupt nicht mit seinem Schicksal zu beneiden. Aber wenn „All the wild horses“ erklingt, richtet sich der Blick nach vorne und es folgt eine zumeist sehr melancholische Achterbahnfahrt der Gefühle, bei der vor allem die beiden jungen Schauspieler, die Söhne Joe's, absolut überzeugen. Leider rast der Film für meinen Geschmackein wenig zu schnell durch seine Handlung und es ensteht unweigerlich der Eindruck, dass hier einige wichtige Details links liegen gelassen wurden. Dadurch werden in einigen Szenen die Verhaltensweisen der Protagonisten, insbesondere gegenüber Joe Warr, etwas schwer nachzuvollziehbar . Aber trotz diesem kleinen Makel ist „The boys are back“ ein sehenswerter, auch visuell toll gefilmter und stets von schöner Musik begleiteter Film, der nebenei mit einigen sehr erheiternden Momenten zu überzeugen weiss. 7,5/10


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The Descendants

„Das Paradies kann mich mal“, sagt der auf Hawaii lebende Matt King (George Clooney) gleich zu Beginn. Denn nur weil man in einem traumhaften Urlaubsidyll lebt, heisst das im Umkehrschluss ja nicht, dass die Probleme automatisch weniger schwerwiegend sind. Und von diesen gibt es hier einige, soweit der Strand nur reichen mag. Alexander Payne geht aber deutlich ernsthafter und auch humorloser, aber nicht ganz humorfrei, zu Werke, als es beispielweise noch in „Sideways“ der Fall war. Ein über weite Strecken stiller, aber gehalt- wie würdevoller Film, über alles andere als paradiesisch wirkende Themen. Dass das Drehbuch einen Oscar gewann, ist kein Zufall. 8/10

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Und weil hier gerade über Villeneuve geschrieben wurde:

1. Prisoners
2. Arrival
3. Enemy

Blade Runner habe ich noch nicht gesehen und auch nicht wirklich vor. Enemy war zwar interessant, aber genau die Art von Film, die ich eigentlich nicht mehr sehen will (oder kann). Sicario hab ich zur Hand, aber bisher sinnbefreit vor mir hergeschoben. Und das obwohl mir Wind River und High or hell water enorm gut gefallen haben.

lumiko

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13.07.2019 - 22:15 Uhr
"Der König der Löwen" 7 /10

Ach, ist das goldig, da kommen Kindheitserinnerungen hoch. Der vielleicht schönste Disney?

Wolleschmittjunior

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13.07.2019 - 22:58 Uhr
In den deutschen Kinos wird derzeit der Klassiker Apocalypse Now gezeigt.

"Apocalypse Now" ist nicht nur einer der wichtigsten Kriegsfilme, er gehört auch zu den bedeutendsten Filmen überhaupt. Martin Sheen, Marlon Brando, Robert Duvall, Dennis Hopper und Harrison Ford brillieren in ihren Rollen - mögen die Dreharbeiten selbst einem Krieg geähnelt haben, ist davon bei dem klar strukturierten und formstrengen Meisterwerk wenig zu spüren. Coppola ist ein philosophischer Film gelungen, über den Krieg, die westliche Zivilisation und das Böse.

MopedTobias

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14.07.2019 - 00:52 Uhr
Hat der neue König der Löwen irgendeinen Mehrwert gegenüber dem Original?! Kann ich mir anhand des Trailers überhaupt nicht vorstellen, das sah fast 1:1 aus. Lasse mich gern eines besseren belehren, aber der wär mir die Kinokarte wohl nicht wert.

Der schönste Disney ist imo Beauty & the Beast. Da fand ich auch das Remake mit Emma Watson ziemlich gelungen.

John Wick 3 7/10

John Wick ist eine grandiose Action-Franchise, weil sie jetzt schon zum dritten Mal in Folge ohne Qualitätsverlust einen aufs Wesentliche reduzierten, hochstylischen Gewaltexzess liefert. Der jüngste Teil dreht die ohnehin schon immer nah am Anschlag befindlichen Regler voll auf: 130 Minuten heillos überzeichnetes Gun-Fu-/Knife-Fu-(und in diesem Fall auch Horse-Fu,- Dog-Fu-, Book-Fu- etc) Gekämpfe. Keanu Reeves wirkt sogar beim Massenmord irgendwie nett und trägt mit seiner keine Miene verziehenden Determination einen großen Teil zum trockenen Charme dieser Filme bei. Das ist großartige Comedy, weil es überhaupt keine Comedy sein will — die Ernsthaftigkeit gegenüber dem ganzen Quatsch ist der größte Spaß. Die Story ergibt vorne und hinten keinen Sinn, aber die Ästhetik, die Choreographien und die alberne Mythologie der Welt setzen sich zu einem eskapistischen Trip zusammen, der trotz Repetition nie langweilig wird. Highlight ist natürlich alles mit Halle Berry und ihren Hunden.

lumiko

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14.07.2019 - 10:27 Uhr
Die neue König der Löwen-Verfilmung reizt mich auch nicht so - werde den ebenfalls nicht im Kino ansehen.

jayfkay

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14.07.2019 - 10:53 Uhr
"Da fand ich auch das Remake mit Emma Watson ziemlich gelungen."

MopedTobias

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Registriert seit 10.09.2013

14.07.2019 - 10:55 Uhr
Ja, jayfkay. Was möchtest du uns sagen?

boneless

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Registriert seit 13.05.2014

14.07.2019 - 12:41 Uhr
A l'interieur (Inside)

Done. Es hat lange gedauert, aber nun hab ich alle 4 Filme gesehen, die ich zu den zentralen Machwerken der neueren New French Extremity zähle und bin froh, diesen Dämon endlich besiegt zu haben. Wo Frontier(s) zwar bedrohlich war, aber vor allem storytechnisch ohne Umwege in der Schublade Hanebüchen verschwand, hat mich High Tension mit seiner im wahrsten Sinne brutalen Spannung in Atem gehalten. Der eigentliche Knall kam dann mit Martyrs, einem Film, der mir so grausam zusetzte wie kein anderer und den ich für den besten Horror/Psychothriller des neuen Jahrtausends halte. Fehlte also nur noch Inside.

Und manchmal ist man in Stimmung für derlei Schabernack. Gestern Abend zum Beispiel. Nachdem die extrem kompakten 80 Minuten vorüber waren und der Abspann lief, musste ich erstmal meine Gedanken ordnen, denn es fiel mir schwer, diesen Film überhaupt bewerten zu können. Denn sicher, man kann Alexandre Bustillo und Julien Maury einiges vorwerfen. Zunächst, dass sie mit Inside ganz bewusst eine Grenze überschreiten und mit einer hochschwangeren, psychisch labilen Frau ein Opfer in den Ring werfen, welches auf dem Papier nur verlieren kann. Ein bewusster Tabubruch, eine offensichtliche Provokation mit der Ansage "Wir sind noch heftiger als der Rest". Weiterhin schießt Inside härtetechnisch an einigen Stellen arg übers Ziel hinaus und kippt auf die andere Seite der Medaille, die da heißt "albern". So mancher Goreffekt ist derart over the top, dass man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen kann. Hinzu kommen ein paar schwächere CGI-Effekte (ok, der Film ist aus 2007) und das übliche unsinnige Verhalten einiger Protagonisten inklusive der fast schon zum Standard gehörenden unrealistischen Wendungen...

Wenn man allerdings bestimmte Aspekte ausblenden kann (man ist nun mal im Horrorgenre), dann lässt sich auf der anderen Seite nicht leugnen, dass Bustillo und Maury mit Inside einen unglaublich dichten und bis zum Anschlag intensiven Höllenritt erschaffen haben, der den Puls von der ersten Minute an in ungeahnte Höhen schnellen lässt.
Story: Sarah ist hochschwanger, hat ihren Mann bei einem Autounfall verloren und erwartet einen Tag vor Weihnachten ihr Kind. Ihr wohliges Heim verwandelt sich allerdings in den Ort des Grauens, als eine Fremde versucht, in das Haus zu gelangen, was ihr schließlich auch gelingt. Schnell wird klar: diese Frau geht nicht ohne Sarahs Baby.
Was nun folgt, ist eine erbarmungslose Hetzjagd in den eigenen vier Wänden und eine Spirale der Gewalt, die man erstmal verdauen muss. Genial dabei: Beatrice Dalle als weibliche Inkarnation des Teufels. Die Aura, die Dalle während des gesamten Katz-Maus-Spiels ausstrahlt ist derart diabolisch, dass einem die Spucke wegbleibt. Nicht minder großartig natürlich Alysson Paradis als schwangere Sarah, die alles dafür tut, um sich und ihr ungeborenes Kind zu schützen.

Eine Atmosphäre wie Stahlbeton. In atemberaubenden Tempo wird man durch die Szenerie gejagt und gefoltert von Momenten der Stille, in denen die Fremde innehält oder kurz verschwindet und Sarah durchatmen lässt. Nur um dann auf ein neues in den Kampf gegen eine übermächtige Gegnerin zu treten, die so unbarmherzig agiert, dass man als Zuschauer gar nicht anders kann, als mit Sarah (und auch den paar übrigen Protagonisten) mitzuleiden. Man hofft auf Erlösung, wie auch immer und abgesehen von dem am Ende wirklich arg übertriebenen, letzten Akt bleiben einem vor allem die finalen ca. 2 Minuten im Gedächtnis haften. 2 Minuten des schreienden Wahnsinns und zugleich bestialischer Harmonie. Bilder, die tief ins Gedächtnis gebrannt werden und die man nicht mehr vergisst. Bevor man allerdings dort angelangt ist, fließt massig Blut die schönen Treppen in Sarahs Haus hinunter und wird gemetzelt, was das Zeug hält, begleitet von einem im positiven Sinne haarsträubenden Score.

Es gibt wohl kaum einen Film, der die Bezeichnung "Home Invasion" so mit "Leben" füllt wie Inside. Eine sehr heftige Grenzerfahrung, die man so schnell nicht ad acta legen kann. Schade ist eben, dass die ein oder andere Szene nicht unbedingt hätte sein müssen, um die sowiso schon maximale Intensität zu steigern und so manche Logiklücke sich trotz der extrem straffen Inszenierung nicht kaschieren lässt. 7/10

slowmo

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14.07.2019 - 14:17 Uhr
mid90s 7,5/10

Eigentlich ist Jonah Hill ja eher bekannt als Darsteller für trashige Amikomödien und Feeling-Good-Filme. Mit mid90s hat er nun sein Regiedebüt gegeben und ich muss sagen, ihm ist damit ein durchaus unterhaltsamer, sphärisch starker und nostalgischer Coming-Of-Age Film gelungen, den ich in der Qualität so nicht erwartet hätte. Die Story ist etwas abgehalftert, aber ohnehin eher ein wenig relevanter Begleitteil. Eher ging es wohl viel mehr darauf dieses Lebensgefühl einzufangen. Skateboards, HipHop, Baggies, Streetfighter II, Cliquenzugehörigkeit, die verzweifelte Suche nach sich selbst in einer noch unendlich große erscheinenden Welt, Selbstbehauptung, Jungs und Mädchen die gerade ihren Körper entdecken. Ein Quadrophenia für alle die Mitte der 90er in der Pupertät waren.

jayfkay

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14.07.2019 - 19:18 Uhr
@mopd
Bin schon überrascht, dass du den Film magst.

MopedTobias

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14.07.2019 - 19:44 Uhr
Ist bis auf ein paar komische CGI-Momente ein sehr liebevolles, gut gespieltes und aussehendes Remake mit ein paar eigenen Ideen. Da ich das Original wie gesagt liebe, reicht das für einen "gelungenen" Film.

Wolleschmittjunior

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Registriert seit 14.06.2019

14.07.2019 - 20:43 Uhr
Nicht ohne Sentimentalität erzählt "Mid90s" vom Mikrokosmos der Skater - die wohl letzte Generation, die draußen auf der Straße erwachsen wurde. Jonah Hill zeigt dabei auch, daß die "fröhlichen Neunziger" doch ein sehr melancholisches Jahrzehnt waren. Sehenswert!


Pop und Kommerz: "YESTERDAY"
Ein idiotischer Film, der jedoch unfreiwillig erhellend ist.
Das Populäre ist ein Definitionsmerkmal der Popmusik, dennoch hadern Popmusiker, aber auch ihre Fans genau damit. „Kommerziell!“ lautet der ständig geäußerte Vorwurf. Danny Boyle kommt aus diesem Rezeptionsmuster nicht heraus: In seinem Film „Yesterday“ spielt er das „Was wäre wenn“-Spiel. Was wäre, wenn sich plötzlich niemand mehr an die Beatles erinnern würde und auch all die Platten verschwunden wären und nur ein einziger erfolgloser Musiker die unsterblichen Melodien noch im Ohr hätte? Nun, die Idee ließe einen intelligenten Film über das Verhältnis von Pop und Kommerz, Autor und Interpret, Kunst und Massengeschmack zu – Danny Boyle entscheidet sich jedoch für das Gegenteil. Erhellend ist das trotzdem.

hideout

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15.07.2019 - 00:26 Uhr
Monsters (2010)

„Monsters“ ist ein Low-Budget-Independentt-Sci-Fi-Drama und ein lobenswertes Beispiel dafür, wie man mit sehr beschränkten Mitteln eine grosse Wirkung erzielen kann. Die Ausgangslage ist simpel (und kein Spoiler, da schon in den ersten fünf Minuten erzählt): im nördlichen Mexiko gibt es eine „infizierte“ Sperrzone und ein amerikanischer Kriegsreporter soll die Tochter seines Arbeitgebers von Mexiko zurück in die USA geleiten. Viel spektakuläres gibt es anfangs nicht zu sehen, aber das wenige und die bruchstückhaften Informationen bemühen die Vorstellungskraft ausreichend genug, um eine ungefähre Ahnung vom grossen Ganzen zu bekommen. Und das ist unheimlich bedrückend wie beklemmend zugleich und wird von einem, ich muss das einfach erwähnen, fantastischem Soundtrack des ehemaligen Imogen Heap Keyboarders Jon Hopkins begleitet.
Wer „Monsters“ nicht kennt und einen faszinierenden, stimmungsvoll-atmosphärischen „Endzeit?“-Film ohne überfüssige Effekthascherei sehen möchte, dem sei er absolut empfohlen. Nicht empfehlen kann ich aber den Trailer, denn der ist irreführend und wird dem Streifen nicht mal im Ansatz gerecht. Genauso wie es nicht empfehlenswert ist, nicht von der allerersten Sekunde an ganz genau hinzuschauen, so wie ich es nicht getan habe. 9/10

Lateralis84skleinerBruder

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15.07.2019 - 06:43 Uhr
The Favourite

Tolle Kamera, super witzig, tolle schauspielerische Leistungen

MopedTobias

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16.07.2019 - 01:33 Uhr
Beverly Hills Cop 8,5/10

Eine sicher nicht allzu unpopuläre These: Die 80er waren das beste Jahrzehnt für Comedy. Es gibt zwar noch ein paar größere Perlen als "Beverly Hills Cop", aber dieser ist völlig zurecht ein Klassiker. Grandiose Mischung aus Krimi und "Fish out of water"-Komödie mit eng geschnürter Story und hoher Gag-Rate. Es gibt wenig bis gar keine einnehmenderen Comedy-Schauspieler als Eddie Murphy in Topform. Dazu auch ein beeindruckend reduzierter Film ohne irgendwelche Effekte, nur ein in Hochgeschwindigkeit plappernder Typ und eine Banane im Auspuff. Genial.

RU486

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16.07.2019 - 09:12 Uhr
5 Zimmer Küche Sarg
9/10

Was ein witziger Streifen. Hätte ich vorher gewusst, dass der so gut ist, hätte ich ihn schon früher geschaut.

Underground

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16.07.2019 - 09:49 Uhr
Apocalypse Now - Final Cut 10/10

hideout

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Registriert seit 07.06.2019

16.07.2019 - 09:58 Uhr
Die 80er waren das beste Jahrzehnt für Comedy.

Mag ich nicht beurteilen, aber ziemlich sicher unbeschwerter und deutlich weniger verbissen. Und es gab niemanden, der diese Filme schlecht geredet hat, weil jeder froh war sie überhaupt sehen zu können. Und bei Berverly Hills Cop musste ich sofort an die Bananen-Szene^^ denken, aber auch an die schon legendäre Filmmelodie von Faltermeyer. Der Prinz aus Zamunda und Die Glücksritter seien anbei noch erwähnt, auch zwei grossartige Filme mit dem 80er-Jahre Charme.

MopedTobias

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Registriert seit 10.09.2013

16.07.2019 - 11:03 Uhr
Glücksritter ist natürlich auch super. Ghostbusters darf dann auch nicht unerwähnt bleiben, ebenfalls ein unkaputtbarer Klassiker.

Auch ein Fave: "Planes, Trains & Automobiles" ("Ein Ticket für zwei") mit Steve Martin und John Candy. Martin in Hochform war mindestens genauso gut wie Murphy. Und in den 80ern auch noch sehr experimentierfreudig.

hubschrauberpilot

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Registriert seit 13.06.2013

16.07.2019 - 20:26 Uhr
Die 80er würde ich auch als das Jahrzehnt mit den meisten guten Comedy-Filmen sehen. Die 70er natürlich mit den Monty-Python-Filmen auch ok.

Als Geheimtipp kann ich noch Die nackte Kanone in Serienform empfehlen.

Eddie Murphy bitte nur in der Anfangszeit. Danach wurde er immer schlechter.

The MACHINA of God

User und Moderator

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16.07.2019 - 20:43 Uhr
Apocalypse Now - Final Cut 10/10

Ist das der Nicht-Redux?

mispel

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Registriert seit 15.05.2013

16.07.2019 - 20:51 Uhr
Bei Krimi-Komödien der 80er darf auch Lethal Weapon nicht fehlen. Glover und Gibson haben sehr gut harmoniert.

Ein Schwarzer und ein Spinner sind immer die Gewinner. :D

Underground

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16.07.2019 - 20:55 Uhr
@Machina:

Ist mit etwas mehr als 180 min etwas kürzer als Redux. Ist wohl jetzt die finale Version zum 40. Jahr der Entstehung. Gefiel mir gegenüber Original und aredux auch am besten.

MopedTobias

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Registriert seit 10.09.2013

16.07.2019 - 21:15 Uhr
Von Lethal Weapon war ich nie ein sonderlich großer Fan. Wenn schon Buddy-Cop-Movie, dann der tolle "48 Hours", Murphys Debütfilm.

Underground

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16.07.2019 - 21:38 Uhr
zur 80iger Jahre-Comedy Diskussion möchte ich hier noch die Nackt Pistole/Kanone nennen. Insgesamt kann ich mich dem anschließen, dass die 80iger doch zahlreiche leichte Comedy-Perlen geliefert haben, die es heute so nicht mehr gibt. Die Verrückte Reise-Reihe, die Griswolds, Bud Spencer&Terence Hill, etc. pp. das waren noch Zeiten...

Underground

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16.07.2019 - 21:39 Uhr
Police Academy und die ganzen Persiflagen wie Space Balls nicht zu vergessen :-D

MopedTobias

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Registriert seit 10.09.2013

16.07.2019 - 22:16 Uhr
Wobei Mel Brooks (Spaceballs) sein Hoch imo aber in den 70ern mit Young Frankenstein und Blazing Saddles hatte. Sonst nennst du aber noch ein paar gute Sachen wie die Griswolds und die Leslie-Nielsen-Filme.

Blues Brothers werf ich dann mal noch rein, dann haben wir bald alles :D Und noch den oben erwähnten "experimentierfreudigen" Steve Martin mit ein paar Titeln gefüttert: "Der Mann mit den zwei Gehirnen", "Tote tragen keine Karos", "Roxanne". Alle super. Sogar "Three Amigos" hat irgendwie immer noch was.

hubschrauberpilot

Postings: 5145

Registriert seit 13.06.2013

16.07.2019 - 22:23 Uhr
zur 80iger Jahre-Comedy Diskussion möchte ich hier noch die Nackt Pistole/Kanone nennen

Ey, du Nachplapperer. ;)

Police Academy, großartig. Space Balls, göttlich: Ich bin ein Möter - halb Mensch, halb Köter. :D

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 15479

Registriert seit 07.06.2013

17.07.2019 - 00:11 Uhr
Ist mit etwas mehr als 180 min etwas kürzer als Redux. Ist wohl jetzt die finale Version zum 40. Jahr der Entstehung. Gefiel mir gegenüber Original und aredux auch am besten.

Hmm. Naja, ich geb mir wenn schon gern die längste Fassung. Und "Heart of Darkness" gleich hinterher. :D

boneless

Postings: 2308

Registriert seit 13.05.2014

17.07.2019 - 00:45 Uhr
Hmm. Naja, ich geb mir wenn schon gern die längste Fassung.

Hm. Also die Szene mit den Franzosen ist schon sehr zäh, die hätte es wirklich nicht gebraucht.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 15479

Registriert seit 07.06.2013

17.07.2019 - 01:25 Uhr
Die finde ich unterbewertet. Bringt nen interessanten Kolonial-Aspekt mit rein.

Der Untergeher

User und News-Scout

Postings: 1181

Registriert seit 04.12.2015

17.07.2019 - 13:03 Uhr
Schande (8/10)

Unfassbar, wie viele gute Filme Bergman gemacht hat.

peppermint patty

Postings: 54

Registriert seit 07.05.2019

17.07.2019 - 13:13 Uhr
Die Evan Goldberg/Seth Rogen/Jonah Hill Sachen können den 80er Komödien locker das Wasser reichen, auch wenn das hier nicht zur Debatte stand. Ich will hier nur mal Superbad oder die Jump Street Reihe erwähnen. Das sind doch Meisterwerke des Genres.

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