Welchen Film habt Ihr zuletzt gesehen? Und wie fandet Ihr ihn?
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ijb Postings: 8654 Registriert seit 30.12.2018 |
12.06.2026 - 10:18 Uhr
Ich hab letztens auch erstmals "La Haine" im Kino gesehen (bei der Jubiläums-Wiederaufführung zum 30. Jahrestag), und muss leider sagen, dass der zwar sehr gut gemacht ist, aber zu einem "Meisterwerk" fehlt da doch noch einiges. Man sieht auf jeden Fall sehr stark, dass der junge Mann damals sehr von Scorsese beeindruckt war und von dessen Ideen einiges, u.a. aus "Mean Streets", kompetent nachbauen konnte. Der Film ist auch nicht so "gut gealtert", wie man gerne sagt.__ On another note, hier noch eine Zuschauerreaktion aus meinem Umfeld zum neuen Spielberg-Film: Disclosure Day, was für ein Fiasko! Was für ein zielloser, unlogischer und hanebüchener Unfug. Der sakrale Unterton - nicht auszuhalten. Ein Weltverständnis, das an Naivität u Chauvinismus kaum zu toppen ist. Trägt mit David Koepp gleich noch einen kreativ verbrauchten Irrläufer zu Grabe und zwingt einem auch für die alten Spielberg-Werke eine veränderte Wahrnehmung zu deren Ungunsten auf. Insofern hat der Posterspruch immerhin recht: Die Welt ist danach nicht mehr dieselbe. |
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ijb Postings: 8654 Registriert seit 30.12.2018 |
12.06.2026 - 14:05 Uhr
Haha, witzg: Kai Mihms ebenfalls auf 4/10 rauskommende EPD-Rezension von "Disclosure Day" enthält viele der Punkte, die ich auch bemängle oder anmerkte (potenzielle Spoiler rausgekürzt): Unglücklicherweise macht Spielberg dieses Katz-und-Maus-Spiel zum roten Faden der Erzählung. Der Zauber seiner früheren Alien-Erzählungen weicht über zwei Stunden hinweg einer gleichermaßen atemlosen wie ermüdenden Verfolgungsjagd. Zahllose Datenträger mit filmischen Beweisen sowie ein kleines Alien-Artefakt werden dabei zum MacGuffin, hinter dem alle her sind. (...) Welchem Zweck dieses kleine Teil, das alles kann, ursprünglich diente, erfährt man nicht. Unbeantwortet bleibt auch (...) Das ist alles einfach so, weil es der Spannung dient und die Dramaturgie aus mancher Sackgasse führt. Auch sonst reißt das überfrachtete Drehbuch diverse Themen an, ohne sie sinnstiftend auszubauen, seien es Verweise auf die Angst vor dem Fremden, (christliche) Religion oder Weltfrieden, den die Aliens – warum auch immer – auslösen könnten. Denn dass Außerirdische grundsätzlich »höhere Wesen« sind, wird gleich zu Beginn behauptet. Nachfühlbar gemacht wird es hingegen nie – was auch damit zusammenhängt, dass (...) man sie quasi selbst zu einer Art MacGuffin reduziert. Tatsächlich geht es in Disclosure Day vor allem um das Reden über ihre Existenz: Immer wieder gibt es langatmige Erklärdialoge, als wäre man in einem Christopher-Nolan-Film. Passend dazu weicht Spielbergs geniales Talent als visueller Erzähler einer weitgehend funktionalen Ästhetik: Wo er sonst ikonische Einstellungen schuf, bleibt diesmal kein einziges Bild in Erinnerung. Anstelle des Staunens und der Faszinationskraft, die Spielbergs frühere Filme angesichts außerirdischer Lebensformen entwickelten, kommt er hier mit pseudorealistischen Verweisen auf Kornkreise und den von Verschwörungstheorien umrankten Roswell-Zwischenfall. Das erinnert in seiner pathetischen Ernsthaftigkeit eher an »Akte X« als an »E.T.«. Es ist schon ironisch: Steven Spielberg war immer ein Magier der Massen, der es in seinen Science-Fiction-Filmen verstand, über einen kindlichen sense of wonder existenzielle Tiefe zu erreichen. Diesmal spürt man seinen Willen, einen »erwachsenen« Science-Fiction-Film zu drehen – und das Ergebnis ist einfach Kinderkram. https://www.epd-film.de/filmkritiken/disclosure-day-der-tag-der-wahrheit |
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Affengitarre User und News-Scout Postings: 12155 Registriert seit 23.07.2014 |
12.06.2026 - 14:23 Uhr
Ich finde "La Haine" nach wie vor grandios und auch super gealtert. Auch erheblich stärker als "Mean Streets" meiner Meinung nach. Aber ich finde eh, dass Scorsese erst mit "Taxi Driver" so richtig richtig gut wurde. |
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ijb Postings: 8654 Registriert seit 30.12.2018 |
12.06.2026 - 14:41 Uhr
Ich glaube, "La Haine" hat mich unter anderem deshalb auch ein bisschen gelangweilt, weil es so ein lautstarker "Männerfilm" (um mal etwas salopp an die parallele Diskussion in einem anderen Thread anzudocken) ist, mit lauter typischen Jungs mit Drogen, Sexsprüchen, Waffen und Herumhängen, die ich auf zwei Stunden Laufzeit dann doch inhaltlich eher ermüdend fand ... Wobei der Film von der arty Kameraarbeit und auch von der Musikauswahl her schon interessanter ist, sich aber dabei doch recht frech bei einer Handvoll Filmen bedient, ich letztlich einfach besser und originärer sind. Ich muss allerdinga auch gestehen, dass das Schwarzweiß eher zum Image "artsy selbstverliebtes Autorenkino" beiträgt; da finde ich Spike Lees ähnlich gelagerte Filme besser...Insofern: War gut, den nach 30 Jahren mal gesehen zu haben, aber selbst in schwächeren Filmen von Scorsese und Spike Lee finde ich weit mehr künstlerischen Eigensinn und intensiv durchdringende Themen. Ich würde 7/10 geben. |
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Vennart Postings: 1648 Registriert seit 24.03.2014 |
12.06.2026 - 15:11 Uhr
„Ich finde "La Haine" nach wie vor grandios und auch super gealtert. Auch erheblich stärker als "Mean Streets" meiner Meinung nach. Aber ich finde eh, dass Scorsese erst mit "Taxi Driver" so richtig richtig gut wurde.“Unterschreibe ich alles! Würde ich mir sogar als freches Wandtattoo in den Raum pinseln, so sehr stimme ich zu :) |
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Affengitarre User und News-Scout Postings: 12155 Registriert seit 23.07.2014 |
12.06.2026 - 15:32 Uhr
:) |
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Affengitarre User und News-Scout Postings: 12155 Registriert seit 23.07.2014 |
12.06.2026 - 15:33 Uhr
@ijb Dann empfehle ich dir mal „Girlhood“ von Céline Sciamma als Gegenentwurf. :D Nicht ihr bester Film, aber sehr sympathisch. |
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ijb Postings: 8654 Registriert seit 30.12.2018 |
12.06.2026 - 15:42 Uhr
Ja, Céline Sciamma kenne ich gut! |
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Arne L. Postings: 3884 Registriert seit 27.09.2021 |
12.06.2026 - 15:56 Uhr
Danke für den Reminder mit "Girlhood"! Der und "Tomboy" fehlen mir von der fantastischen Céline Sciamma noch. Schade, dass Adèle Haenelihre Schauspielkarriere an den Nagel gehangen hat, auch wenn ihre Beweggründe natürlich beeindruckend konsequent sind. Vielleicht bekommt Sciamma sie ja irgendwann noch mal vor die Kamera. |
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Vennart Postings: 1648 Registriert seit 24.03.2014 |
12.06.2026 - 16:06 Uhr
@ijb:“Mean Streets“ erkenne ich in “La Haine“ nicht so sehr wieder, “Do The Right Thing“ ist da schon viel eher an der Essenz und Aussage des Filmes dran. Den Film als typischen „Männerfilm“ aufzufassen, ist irgendwie eine sehr oberflächliche und unempathische Sichtweise oder ähnlich wie wenn jemand sagen würde „Illmatic ist ein Album, das Drogen und Gewalt verherrlicht.“ Das sind die reellen Lebensumstände vieler sozioökonomisch benachteiligter und häufig marginalisierter Gruppen auf der Welt und die Aussage, der Film zeige „lauter typischen Jungs mit Drogen, Sexsprüchen, Waffen und Herumhängen“ mag zwar auf der oberflächlichsten Ebene irgendwie stimmen, ist jetzt aber nicht besonders konstruktiv. Der Film zeigt den Kreislauf aus Gewalt, Zerstörung und Aussichtslosigkeit auf Besserung ohne viel Hoffnungsschimmer und rettendes Ufer, die stylische Inszenierung und packende Musik haben zumindest mir beim Schauen auch irgendwie näherbringen können, welchen Reiz dieser Lebensstil für Leute in diesen prekären Umständen haben kann, so verwerflich ihre Taten auch sind. Diese typischen Männersachen und Aufplusterungsfantasien mögen von außen betrachtet peinlich sein, sind aber letztlich vor allem hilflose Versuche der vom System abgehängten etwas Macht zu fühlen in einem System, das sie fallen gelassen hat. Für mich ist der Film ein in sich perfekt stimmiges Meisterwerk, klare All Time Top 50. |
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ijb Postings: 8654 Registriert seit 30.12.2018 |
12.06.2026 - 16:23 Uhr
@ VennartKlar hast du recht, das ist nicht allzu konstruktiv. Es war auch nur als persönlicher Erfahrungseindruck meiner Wenigkeit mit dem Film gemeint. Die genannten Aspekte fand ich über die Laufzeit sehr präsent und sie haben mich nicht allzu sehr interessiert. Das ist allerdings schon das, was die Figuren in dem Film beschäftigt. Ich kann mich im Kino ja nicht dazu zwingen, den Fokus davon abzuwenden und mich mit anderen Dingen zu beschäftigen, nur um empathischer mit den Figuren zu sein. Du hast natürlich ebenfalls Recht mit deinem vorletzten Absatz. Das konnte ich beim Schauen durchaus alles auch sehen und anerkennen. Gleichwohl ist es aber auch so, dass ich das aus einer gewissen Distanz betrachte und daher u.a. aus genannten Gründen einfach nicht so emotional einsteige, auch wenn ich das intellektuell alles nachvollziehen kann. |
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ijb Postings: 8654 Registriert seit 30.12.2018 |
12.06.2026 - 16:26 Uhr
PS: Das mit dem "Männerfilm" war jetzt wie gesagt auch mehr eine kleine Anspielung auf eine parallel stattfindende Diskussion. Es geht in dem Film so stark um diese jungen Männer und ihre Alltagsthemen, die mir persönlich einfach ein bisschen fern sind. Ich glaube mich zu erinnern, dass ich in dem Film immer dann plötzlich viel mehr drin war, wenn Frauen aufgetaucht sind. |
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Vennart Postings: 1648 Registriert seit 24.03.2014 |
12.06.2026 - 16:31 Uhr
„Ich kann mich im Kino ja nicht dazu zwingen, den Fokus davon abzuwenden und mich mit anderen Dingen zu beschäftigen, nur um empathischer mit den Figuren zu sein.“Das ist vollkommen verständlich und geht mir ja auch häufig genauso. Hoffentlich kam das jetzt auch nicht als Angriff rüber. „Gleichwohl ist es aber auch so, dass ich das aus einer gewissen Distanz betrachte und daher u.a. aus genannten Gründen einfach nicht so emotional einsteige, auch wenn ich das intellektuell alles nachvollziehen kann“ Es gibt natürlich auch für mich Filme, bei denen ich intellektuell nachvollziehen kann, warum die ein wichtiges Thema behandeln oder wo ich erkenne, dass die eigentlich gut umgesetzt sind aber die aber auf der Gefühlsebene auch gar nicht zu mir durchdringen. |
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ijb Postings: 8654 Registriert seit 30.12.2018 |
12.06.2026 - 16:37 Uhr
Es gibt natürlich auch für mich Filme, bei denen ich intellektuell nachvollziehen kann, warum die ein wichtiges Thema behandeln oder wo ich erkenne, dass die eigentlich gut umgesetzt sind aber die aber auf der Gefühlsebene auch gar nicht zu mir durchdringen.Genau. Und ich glaube, das hat häufig damit zu tun, zu welchem Künstler man auch eine gewisse intuitive oder emotionale Nähe hat. Scorseses Kino ist mir näher als das von Kassowitz, obwohl ich keineswegs katholisch bin oder diese Glaubensdispute mit mir selbst austrage. Außerdem trägt bei Kassowitz m.E. auch zu der gewissen Distanz zum Gezeigten bei, dass seine Form so etwas von "aus zweiter Hand" hat inkl. dem distanzierenden Schwarzweiß und dem Showing-Off der Kameraarbeit. Bei "Mean Streets" ist sicherlich alles viel weniger perfekt(ionistisch), aber genau darin liegt in meiner Wahrnehmung eben auch ein Vorteil: Das Suchen, das Unsichere, das Instabile und Dynamische spiegelt sich in der Filmsprache wider. Das macht es für mich authentisch, ehrlich, lebendig. |
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ijb Postings: 8654 Registriert seit 30.12.2018 |
12.06.2026 - 16:43 Uhr
Apropos Scorsese: "Gangs of New York" ist technisch und formal sicherlich WEIT perfekter als "Mean Streets", aber ich finde den total langweilig. Hätte er wenige saubere Kunstfertigkeit und mehr Brüchigkeit, Unsicherheit, mehr Aufreibendes und "Schmutz", dann wäre der Film vermutlich intensiver. |
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Arne L. Postings: 3884 Registriert seit 27.09.2021 |
12.06.2026 - 16:47 Uhr
Ich hab witzigerweise diese Woche auch einen Scorsese geguckt und vorher gar nicht gewusst, dass der auch von ihm ist: "Cape Fear" von 1991. Muss ich als Kind mal gesehen haben, aber völlig vergessen und erst jetzt habe ich die komplette Simpsons-Folge "Cape Feare", die ja eine einzige Parodie des Films ist, verstanden. Film war gar nicht so gut, fand ich. Simpsons-Folge dafür jetzt umso geiler. |
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The MACHINA of God User und Moderator Postings: 37609 Registriert seit 07.06.2013 |
12.06.2026 - 18:29 Uhr
DIE BART! DIE! |
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Luc Postings: 4871 Registriert seit 28.05.2015 |
12.06.2026 - 18:34 Uhr
Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass, wenn über Scorseses Cape Fear geredet wird, das Original von 1962 dabei immer komplett ignoriert wird. |
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DerMeister Postings: 2736 Registriert seit 22.06.2013 |
14.06.2026 - 08:37 Uhr
Das selbe gilt auch für "Silence". Mag den 1971 Film etwas mehr. Masahiro Shinoda hat allerdings noch einige stärkere Filme. Meine Top 5 im Moment: 1. Pale Flower (1964) 2. Himiko (1974) 3. Ballad of Orin (1977) 4. Double Suicide (1969) 5. Assassination (1964) @Arne L. Nein, hab keinen Letterboxd-Account |
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Neytiri Postings: 1876 Registriert seit 14.06.2013 |
14.06.2026 - 11:23 Uhr
Der Duft von wildem Thymian 1/10Ein nahezu perfektes Lehrbeispiel, wie man wunderschöne Landschaften, talentierte Schauspieler und eine Liebesgeschichte gleichzeitig verschwendet. Ein Kandidat für den schlechtesten Film aller Zeiten, zumindest unter den Filmen, die ich zu Ende geschaut habe. 1 Punkt für die rührende Reaktion von Christopher Walken auf die Gesangseinlage von Emily Blunt. |
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Kai User und News-Scout Postings: 3424 Registriert seit 25.02.2014 |
14.06.2026 - 17:55 Uhr
Gestern auch Disclosure Day gesehen und hatte vorher gehofft, dass die schlechten Kritiken zu hart waren aber das ist leider wirklich absoluter Quatsch. |
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Arne L. Postings: 3884 Registriert seit 27.09.2021 |
14.06.2026 - 18:21 Uhr
@DerMeister Wieder tolle Sachen für die Watchlist dabei, danke! |
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fitzkrawallo Postings: 2035 Registriert seit 13.06.2013 |
14.06.2026 - 19:24 Uhr
Dogma (5/10)Unforgiven (8/10) Adaptation (8/10) Alles Wiedersichtungen, manches hat sich deutlich besser gehalten als anderes (wobei ich "Dogma" nie besonders mochte). |
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Arne L. Postings: 3884 Registriert seit 27.09.2021 |
14.06.2026 - 20:50 Uhr
Scheint zumindest in den USA so zu sein, wie ich erwartet hab, das Spielberg als Name vor allem ein älteres Publikum anzieht."Per Deadline‘s Saturday exit polling via Screen Engine/Rentrak’s PostTrak, the single biggest reason moviegoers bought a ticket to Disclosure Day was Steven Spielberg himself at 55%." "Close to 40% of the opening-weekend crowd was 45 or older. Even the strongest younger band, Millennials 25-34, came in at just 24%, and Gen Z, the demo that drives modern openings, barely registered." |
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Arne L. Postings: 3884 Registriert seit 27.09.2021 |
16.06.2026 - 13:57 Uhr
Ich hab die Tage "One Battle After Another" rewatcht und bin von 9 auf 10/10 hoch, was nicht zuletzt am fantastischen Score von Jonny Greenwood liegt. Der wirkte auf Kopfhörern noch mal deutlicher klarer als im Kino und ist für mich einer der besten Filmscores jemals. Finde es bis heute verrückt, dass das so ein Spalterthema ist. |
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Gallants22 Postings: 1861 Registriert seit 22.01.2025 |
16.06.2026 - 14:45 Uhr
My Girl - 7/10 |
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Spinnefink Postings: 2183 Registriert seit 25.05.2022 |
16.06.2026 - 14:46 Uhr
Finde es bis heute verrückt, wie man diesen Soundtrack so übertrieben gut finden kann. ;)Ernst gemeinte Antwort: wahrscheinlich weil er zwischendurch extrem an den Nerven zehrt und das nicht jedem Menschen gefällt - inhaltlicher Fit hin oder her. Das wäre jetzt meine Mutmaßung anhand der Meinungen, die ich dazu gelesen habe und der Wahrnehmung meiner Kinobegleitung und mir selbst. |
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Affengitarre User und News-Scout Postings: 12155 Registriert seit 23.07.2014 |
16.06.2026 - 16:21 Uhr
Ich finde den auch phänomenal. |
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Arne L. Postings: 3884 Registriert seit 27.09.2021 |
16.06.2026 - 16:52 Uhr
@Spinnefink Danke, dass du auch ernst antwortest. Ich hab das natürlich auch schon häufiger gelesen und ich glaub, theoretisch versteh ich es auch irgendwo. Wenn das jetzt im Fahrstuhl laufen würde und der bliebe stecken, würde ich wohl nach 30 Minuten eine Panikattacke, gemischt mit einem Wutanfall bekommen. Aber der steht ja nun mal in erster Linie mit den Bildern und dem Kontext des Films in Verbindung und da kann ich mir kaum vorstellen, dass man das besser vertonen könnte.Hab bei "Disclosure Day" auf einem ganz anderem Level ein ähnlich breites Spektrum bei der Rezeption gesehen. Für mich hat Williams nie einen austauschbareren und generischeren Soundtrack geschrieben, für andere war das wohl genau das wohlig-warme und vor allem vertraute Thema, das sie sich gewünscht haben. |
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Enrico Palazzo Postings: 10097 Registriert seit 22.08.2019 |
16.06.2026 - 17:02 Uhr
Bezüglich "Disclosure Day" ein aktueller Artikel im Guardian:https://www.theguardian.com/film/2026/jun/16/disclosure-day-spielberg-et-close-encounters-of-the-third-kind-et |
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ijb Postings: 8654 Registriert seit 30.12.2018 |
16.06.2026 - 18:09 Uhr
Zu "Disclosure Day" habe ich in den letzten Tagen tatsächlich auch recht viele Zuschauerreaktionen gelesen, vor allem weil mich die Kommentare von vielen Leuten ziemlich frappieren bis verstören. Die Kritiken teilen sich, sowohl in Deutschland als auch international zwischen sehr gut (meist 4 Sterne) und sehr schlecht (2 Sterne), wobei ich mir die sehr guten Besprechungen eigentlich nur so erklären kann, dass da einige Kritiker einfach eine Kombination aus dem gerne gezückten Argument "Immerhin ist es nicht so schlimm und austauschbar wie all die Marvel/DC/StarWars/Disney-Ware" und "Ach wie schön, die Achtziger/Neunziger <3 !!" bringen (wobei mir scheint, dass die meisten dann die Quatschheiten und Unglaubwürdigkeiten mit der gleichen "Ach, nehmt doch nicht alles immer so bierernst, habt einfach mal Spaß" zur Seite wischen, wie das auch bei 80er-Serien wie "Stranger Things" passiert). Und dann kommentieren viele Leute unter den 2-Sterne-Rezensionen, dass "die Kritiker" alle keine Ahnung hätten und das das ja einfach Spaß macht und spannend ist - und auffällig viele nehmen das Thema des Films super ernst. Da gibt es echt viele, die schreiben, dass Spielberg Ahnung habe und dass das alles, was er erzählt, längst gesichert sei, die Regierung halte Informationen zurück und bald würden all die Kritiker sehen, dass Spielberg total recht habe. Ein paar Leute bringen als Argument gegen den Film auch vor, dass es ja keine Aliens gäbe oder dass echte Aliens sicher nicht so humanoid aussähen wie in Spielbergs Film. Finde ich jetzt echt schräg, dass so viele Leute diesen Film am Echtheitsgrad messen. Das ist ein Rezeptionsmaßstab, der mir so bislang nicht begegnet ist und den ich beim Schauen dieses Films letzte Woche nicht im geringsten erwartet hätte. Ich dachte mir, okay der Spielberg hat echt ein bisschen Spaß dran, diese ganzen albernen Mythen (Kornkreise, Roswell, UFO-Sichtungen, Regierungsvertuschung usw) so knallbunt zusammenzuwerfen, bis sich die Balken biegen... aber dass da ein ernster Kern drin stecken würde, auf die Idee bin ich wirklich null gekommen. Leute schreiben sogar, dass das ein konzertiertes Kaputtschreiben des Spielberg-Films sei, eben wegen der Botschaft und wegen der Sachen, die der Film aufdecken würde. Mir dreht sich da der Kopf... Also, wer glaubt denn noch ernsthaft, dass Millionen von Menschen sich davon abhalten ließen, in einen Blockbuster zu gehen, wenn die BBC oder irgendwelche anderen Filmkritiker 2-Sterne-Rezensionen verteilen und darlegen, was an einem Film einfach quatschig erzählt und inhaltlich Unfug ist? Ich finde es auch krass, wie viele der Kommentierenden in den verschiedenen Kommentarspalten überall schreiben, dass das der Film sei, den wir jetzt brauchen und dass seine Botschaft so wichtig sei (manchmal ist damit das UFO-Ding gemeint, manchmal das "social division -> wir müssen alle wieder miteinander reden"), und ich finde das so absurd als Argument für diesen Film, weil ersteres finde ich als Film für einen "Legt nicht alles auf die Goldwaage, habt einfach Spaß beim Schauen"-Blockbuster einfach totalen Stuss, und letzteres ist als Thema in den zweieinhalb Stunden überhaupt nicht erzählt. Das ist eine zweistündige SciFi-Jagd durch die USA, super altmodisch und die Grenzen der Glaubwürdigkeit oft komplett ignorierend (aber okay, kann man ja machen), aber was es eben nicht ist, ist eine Abhandlung über soziale/gesellschaftliche Spaltung. |
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Hier stand Ihre Werbung Postings: 2583 Registriert seit 25.09.2014 |
16.06.2026 - 21:08 Uhr
Wenn man das Narrativ bemüht, dass die Kritiker (=die Elite) den Film kaputtschreiben wollen, damit niemand ihn guckt, bist du halt kein Schlafschaf bzw. hast hinter die Kulissen geguckt, wenn du ihn doch magst. Schon kann man sich dann wieder überlegen gegenüber dem Mainstream fühlen. |
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Arne L. Postings: 3884 Registriert seit 27.09.2021 |
16.06.2026 - 21:20 Uhr
Wir haben letzte Woche auch ein verkürztes Zitat von Knut Elstermann auf Social Media gepostet und normalerweise wird er als ziemlich renommierter Filmkritiker entweder ernst genommen oder Leutw ignorieren bei uns die FilTipps, weil sie doch zu sehr Genrekino sind. In dem Fall gab‘s aber, wie du teilweise auch beschreibst ijb, richtig Gegenwind in den Kommentaren. Und dann sogar noch das Lieblingsargument: „Mach Du doch erst mal so einen Film!!“ Die Rezeption finde ich insgesamt weiterhin genauso interessant wie verwirrend. |
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Unangemeldeter Postings: 2750 Registriert seit 15.06.2014 |
16.06.2026 - 22:19 Uhr
Ihr hattet mich eigentlich schon so weit dass ich ihn mir doch nicht ansehen wollte, aber evtl muss ich jetzt doch rein. Kost ja nix, danke Yorck Unlimited. |
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Arne L. Postings: 3884 Registriert seit 27.09.2021 |
16.06.2026 - 22:31 Uhr
Ich glaub, mit ein bisschen gebremster Erwartungshaltung kann der einem offensichtlich schon gefallen. Sag doch dann Bescheid, wie‘s war, auch gerne vom Publikum her. |
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ijb Postings: 8654 Registriert seit 30.12.2018 |
16.06.2026 - 23:14 Uhr
@ UnangemeldeterIch bedaure keineswegs, den Film gesehen zu haben. Ich hatte mich nach Vorablorbeeren und nach dem Wiedersehen einer guten Handvoll älterer Spielberg-Filme wirklich auf einen guten Film gefreut. Selbst wenn er nicht sooo gut sein sollte wie "der beste seit 20 Jahren", wär's immerhin noch ein guter, sicher unterhaltsamer, souverän gemachter Kinofilm... dachte ich. Dass der Film aber schon mal was anderes bietet als (ich) erwartet (hatte) - also zwei Stunden unterhaltsames Verfolgungskino à la Bond/Bourne plus ein paar alberne Spielereien mit Erinnerung an "A.I.", Roswell-Popularmythen u.ä, - das wäre vielleicht enttäuschend, aber doch verkraftbar gewesen; dass aber zweitens irgendwann der sinnfreie Quatsch so überhandnimmt und dann auch noch alles irgendwie aus dem Ruder läuft und ganz zum Schluss die versprochene "Disclosure" dann doch noch kommt, aber – SPOILER - absolut kein Mehrwert daraus entsteht, ist schon geradezu unfassbar, angesichts Spielbergs bisherigem Gesamtwerk. Fragezeichen tauchen auf... Dass aber viele Leute in diversen sozialen Medien jetzt schreiben, wer den Film nicht gut findet, hat nicht verstanden, dass Spielberg die "Wahrheit" erzählt und das alles keineswegs erfunden ist, Stichwort Red Pill / Blue Pill, und die wahre "Disclosure" stehe kurz bevor... (wahrscheinlich wieder so eine Trump-Verblendung?!) das ist dann doch halbwegs verstörend und offenbart mehr über die Welt und die Spaltung der westlichen Gesellschaft in zwei verschiedene, unversöhnliche Wirklichkeiten. Schau's dir an und sag mir, was ich übersehen habe... |
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Arne L. Postings: 3884 Registriert seit 27.09.2021 |
17.06.2026 - 09:54 Uhr
Hab die letzten Tage kaum was geschafft, aber hier kurz:Am I OK? (2022) Tig Notaro, Stephanie Allynne Dakota Johnson hinterfragt ihr (Liebes-)Leben, weil ihre beste Freundin wegziehen wird. So ruhig erzählt, dass es leider schon etwas langweilig ist. Der Soundtrack ist aber ganz gut. 4/10 The Rule of Jenny Pen (2024) James Ashcroft John Lithgow und Geoffrey Rush geben viel in diesem neuseeländischen Altenheim-Horror. Gibt auch ein paar coole Aufnahmen, aber ich hatte gehofft, dass es wesentlich gruseliger wird. 5/10 2001: A Space Odyssey (1968) Stanley Kubrick Hatte es vor 15 Jahre oder so mal probiert, aber war noch nicht bereit, fand es langweilig und hab nach 30 Minuten abgebrochen und jetzt endlich nachgeholt. Für mich einer dieser Filme, der die Brain Chemistry ändert, obwohl ich natürlich viele Szenen schon kannte. Hab viel darüber nachgedacht, wie andere Filme in der Perspektive schlechter werden, weil ich das hier jetzt endlich gesehen habe. Wenn das hier 1968 möglich war, sollten einige, die danach kamen, sich eigentlich schämen, haha. Völlig absurdes Meisterwerk. 10/10 Revelations (2025) Yeon Sang-ho Muss sagen, dass ich "Train to Busan" von Yeon Sang-ho einen modernen Horrorklassiker finde und deshalb natürlich interessiert an einem religiösen, düsteren Thriller von ihm war. Bis zur Hälfte war ich auch ziemlich begeistert, aber am Ende hat der Film zu viele Ideen und ist zu lang für sein eigenes Wohl. Trotzdem ein überdurchschnittlicher Thriller mit einigen tollen Aufnahmen und gutem Schauspiel. 6/10 |
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Spinnefink Postings: 2183 Registriert seit 25.05.2022 |
17.06.2026 - 11:27 Uhr
@Arne: "Aber der steht ja nun mal in erster Linie mit den Bildern und dem Kontext des Films in Verbindung und da kann ich mir kaum vorstellen, dass man das besser vertonen könnte."Naja, siehst du, ich könnte mir da durchaus diverse andere Möglichkeiten der Vertonung vorstellen. Deswegen schrieb ich ja auch augenzwinkernd, dass man deine Aussage auch ins Gegenteil umkehren kann. Manchmal ist das halt so, dass nicht alle die gleichen Dinge erkennen und wahrnehmen. Ist ja eigentlich sogar ganz schön, dass das so ist. Nach meinem Verständnis ist Kunst auch nie objektiv, sondern immer auch mit der Lebensrealität des Betrachters verknüpft. Schon allein der Ort, an dem man ein Werk betrachtet, hat Einfluss auf die Art und Weise, wie man es erlebt. Und noch ein anderer Aspekt: ich mag das gar nicht so sehr, wenn Filme mit audiovisuellen Mitteln versuchen ein bestimmtes Empfinden beim Betrachter zu erzeugen. Man kennt das ja von älteren Hollywood-Filmen, wenn da das emotionale Finale zusätzlich mit schnulzig emotionaler Orchestermusik unterlegt wird und man sofort weiß "ah ok, Tränendrüsen go for it". Witzigerweise wird das in diesem kitschigen Zusammenhang eher belächelt, wenn die Musik als Emotionsverstärker hergenommen wird. Wenn das aber ein PTA zusammen mit Johnny Greenwood macht und ne halbe Stunde lang dadaistisch auf den Nervenenden der Zuschauer rumklöppelt, weil es inhaltlich so gut passt, dann ist das große Kunst. Finde ich ein bisschen witzig, wenn man es mal so betrachtet. Naja, wie gesagt, grundsätzlich sollte man sich vielleicht etwas von dem Anspruch lösen, dass alle Menschen die gleiche Genialität in Dingen erkennen, wie man selbst. Ich kenn das Gefühl, dass einen das manchmal wahnsinnig machen kann. Aber aus Erfahrung habe ich mich davon verabschiedet und erfreue mich in erster Linie an dem, was mir gefällt. Und wenn es anderen auch so sehr zusagt wie mir, dann umso besser. Wenn nicht, auch egal. |
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Arne L. Postings: 3884 Registriert seit 27.09.2021 |
17.06.2026 - 11:35 Uhr
@Spinnefink: Danke dir! Solche ausführlichen und plausiblen Antworten weiß ich sehr zu schätzen und ich will auch gar nicht widersprechen, weil du wohl einfach Recht hast.Nur ein Gedanke, warum ich das nicht so einfach abschütteln kann: Ich arbeite ja im weitesten Sinne im Kulturjournalismus, schreibe da nicht nur Reviews, sondern bin bei der Themenfindung eben schon auch an allgemeiner Rezeption, Zielgruppen und soziokulturellen Entwicklungen interessiert. Und da werde ich natürlich erst mal hellhörig, wenn ich sehe, dass so ein Soundtrack oder Score spaltet. Das ändert relativ wenig daran, dass ich ihn fantastisch finde, aber ich möchte es trotzdem irgendwie verstehen, einordnen, Schlüsse daraus ziehen. Gerade deshalb bin ich über solche Beiträge wie deinen auch so erfreut, das hilft genau dabei. |
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Spinnefink Postings: 2183 Registriert seit 25.05.2022 |
17.06.2026 - 12:28 Uhr
Es spaltet ja offenbar nicht nur der Soundtrack, sondern der gesamte Film, wenn man sich mal die 6,7 beim Metacritic-Userscore anschaut. |
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DerMeister Postings: 2736 Registriert seit 22.06.2013 |
17.06.2026 - 16:09 Uhr
"Witzigerweise wird das in diesem kitschigen Zusammenhang eher belächelt, wenn die Musik als Emotionsverstärker hergenommen wird. Wenn das aber ein PTA zusammen mit Johnny Greenwood macht und ne halbe Stunde lang dadaistisch auf den Nervenenden der Zuschauer rumklöppelt, weil es inhaltlich so gut passt, dann ist das große Kunst. Finde ich ein bisschen witzig, wenn man es mal so betrachtet."Da musst du jetzt erstmal beweisen dass diese zwei Gruppen die selben Menschen sind. Ich habe zumindest nichts gegen Musik als Emotionsverstärker in Filmen (egal ob nun klassisch oder neu), so lange diese interessant komponiert ist. Spaghetti-Western sind sogar noch ein besseres Beispiel als alte Hollywood-Filme. Was wären z.B. diese Szene ohne ihre emotionale Musik: https://www.youtube.com/watch?v=QqTfBysL0wE https://www.youtube.com/watch?v=0Y1_mvKzzMs |
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Spinnefink Postings: 2183 Registriert seit 25.05.2022 |
17.06.2026 - 16:17 Uhr
"Da musst du jetzt erstmal beweisen dass diese zwei Gruppen die selben Menschen sind."Ich muss gar nichts beweisen und ich habe auch nie behauptet, dass dies zwei identische Gruppen sind. Du hast ganz offensichtlich nicht verstanden, was ich damit ausdrücken wollte, was schade ist, weil ich nicht wüsste, wie ich es besser beschreiben kann. Bei Arne scheint es ja aber angekommen zu sein. |
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DerMeister Postings: 2736 Registriert seit 22.06.2013 |
17.06.2026 - 17:01 Uhr
Deine Behauptung ist das Musik als Emotionsverstärker, die vermittelt wie man sich fühlen soll, bei älteren Filmen belächelt wird, aber dann wenn es PTA/Greenwood machen, wird es plötzlich als hohe Kunst gelobt (und das du das witzig findest). Wie soll ich das sonst interpretieren?Ich sehe das eben nicht so, da Musik als Emotionsverstärker schon immer gelobt wurde, so lange diese Musik interessant komponiert ist und nicht nur 0815-Gedudel. Mit den Rest deiner Post stimme ich sogar komplett zu. Es war nur dieser eine Punkt der mich irritiert hat. |
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ijb Postings: 8654 Registriert seit 30.12.2018 |
17.06.2026 - 17:43 Uhr
Dass Emotionalisierung via Filmmusik belächelt wird, ist ein Take, der mir so tatsächlich auch nicht so begegnet ist.Vermutlich war das aber auch einfach ein bisschen als sarkastische Verkürzung gemeint (das legt der Gesprächsverlauf und der Beitrag nahe). Denn was natürlich von vielen Leuten, die sich ein bisschen mehr mit Film und Musik beschäftigen, als nicht besonders "gutes" filmisches Erzählen bezeichnet wird, ist, wenn die Filmmusik einfach das Gezeigte verstärkt/doppelt (bei Spielberg/Williams ist mir das jüngst beim Wiedersehen einiger Filme wieder ein paar mal als Pathos und Kitsch und Banalisierung aufgefallen, und die Kritik wird an diesen Filmen ja häufiger gemacht) – oder sogar wenn die Inszenierung einfach nicht gut und nicht mit filmsprachlichen Mitteln passiert, sondern rein über Dialoginfo oder weinende Figuren versucht wird, emotional zu werden (siehe viele deutsche Fernsehfilme) und die Musik das dann ausgleichen muss. Als "gut" oder "hohe Kunst" gilt weithin dagegen ja durchaus, wenn der Soundtrack, d.h. die gesamte Tonebene, zu der ja musikalische Elemente zählen, mit musikalisch ureigenen Qualitäten etwas schafft und hinzufügt, das visuell oder mit anderen Elementen der filmischen Erzählung nicht möglich ist - und da sind die Greenwoods Kompositionen und auch die Filme von P.T. Anderson ja in jedem Fall durchweg positive Beispiele. Der Film/ die Szenen würde/n was anderes erzählen und vermitteln, gäbe es die Musik nicht. Stark ist auch, wie Greenwood musikalisch vielfältig seine Mittel zu verwenden weiß, sowohl in verschiedenen Filmen als auch innerhalb der einzelnen Filmmusiken - manchmal geht das schon eher in Richtung dessen, was mancher als Sound-Design oder Klangkunst bezeichnet. |
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boneless Postings: 7352 Registriert seit 13.05.2014 |
17.06.2026 - 22:53 Uhr
Zuletzt:Shoplifters Wie viel Herz und Sympathie passen in 120 Minuten? :°) So langsam kristallisieren sich für mich die Regisseure heraus, die genau das asiatische Kino liefern, welches ich liebe. 9/10 Sisu 2 Leider deutlich schwächer als der sehr unterhaltsame Vorgänger. Bewegt sich oft an der Grenze zu albern. Hat durchaus coole Momente, aber ansonsten kein Film, den man sich 2x anschaut. 5/10 The Loved Ones Das war mal ein richtig fieses Frettchen von einem Film. Ein sehr unangenehmer Spaß von vorne bis hinten, der allerdings noch besser hätte sein können. Denn zum einen zieht eine völlig belanglose und für die Story auch überhaupt nicht relevante Nebengeschichte den ohnehin schon recht kurzen Streifen künstlich in die Länge, zum anderen hätte ich mir gewünscht, dass Sean Byrne bei der Darstellung der Gewalt konsequenter vorgegangen wäre. Soll heißen: entweder ich lasse diese vor allem im Kopf des Zuschauers entstehen oder aber ich zeige sie drastisch in ihrer unerbittlichen Form. Byrne hat sich für den Mittelweg entschieden und der sorgt dafür, dass der Terror am Ende weder Fisch noch Fleisch ist, was The Loved Ones letztlich doch irgendwie unentschlossen wirken lässt. 6,5/10 Anna (2019) Neben einer gefühlt schon 50x verfilmten Storyline, welcher Anna überhaupt nichts Spannendes hinzufügen kann, gibts immerhin schöne Actionsequenzen, eine überzeugende Hauptdarstellerin und die Erinnerung daran, was für ein exzellenter Song Need You Tonight ist. Reicht. 5/10 Dredd Mir soll mal einer erklären, wie es dieser seelenlose CGI-Quark und schamlose The Raid Abklatsch zu einer Durchschnittsbewertung von 3,6 bei letterboxd geschafft hat... 3/10 |
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Arne L. Postings: 3884 Registriert seit 27.09.2021 |
17.06.2026 - 23:09 Uhr
Och, ich find "Dredd" auch ziemlich gut, hab die The-Raid-Filme aber auch nie gesehen. |
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Arne L. Postings: 3884 Registriert seit 27.09.2021 |
17.06.2026 - 23:13 Uhr
Screenplay übrigens von Alex Garland, das wusste ich Gar-nicht. |
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cargo Postings: 867 Registriert seit 07.06.2016 |
17.06.2026 - 23:28 Uhr
Backrooms War natürlich extrem skeptisch wegen den Hype. Der Film hat mich dann aber so was von abgeholt. Ein in jeder Hinsicht ganz außergewöhnliches Werk, das bei mir noch lange nachwirken wird. 9/10 |
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Deaf Postings: 3912 Registriert seit 14.06.2013 |
18.06.2026 - 15:54 Uhr
Interessant, einen Artikel zu "Backrooms" und "Obsession" gab es heute gerade hier:https://www.srf.ch/kultur/film-serien/backrooms-und-obsession-generation-tiktok-uebernimmt-das-kino-und-hollywood-lernt-nichts |
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revilo Postings: 255 Registriert seit 18.06.2013 |
19.06.2026 - 09:44 Uhr
@cargoHabe eine sehr schreckhafte Freundin. Kann ich die mitnehmen, oder denkst du es ist zu viel. Lese überall Horrorfilm hörst sich für mich aber eher nach Mysterie an |
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