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Welchen Film habt Ihr zuletzt gesehen? Und wie fandet Ihr ihn?

User Beitrag

Kevin

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 1174

Registriert seit 14.05.2013

05.01.2026 - 21:33 Uhr
Lustig, genau den habe ich heute im Sky Store geschaut. Hat mir sehr gut gefallen, starke 7/10.

kingsuede

Postings: 5251

Registriert seit 15.05.2013

05.01.2026 - 23:58 Uhr
(Blood &) Sinners von Ryan Coogler (2025)

Pheeew 4/10

Yndi

Postings: 450

Registriert seit 23.01.2017

06.01.2026 - 10:36 Uhr
Avatar: Fire & Ash

Ich habe jetzt keinen Meilenstein erwartet, aber das war eine Frechheit. Ich habe mich die ganze Zeit gefühlt, als ob ich den zweiten Film nochmal schaue. Das ist alles recycled, die Story ist zusammengefasst 1:1 dieselbe, die cringe military Momente ("das ist keine Demokratie, sondern eine Familie!"), keine neue Bedrohung, kaum neue Schauplätze oder Flora & Fauna, im Prinzip kein Fortschritt für eine übergreifende Geschichte. Kein relevanter Tod oder irgendetwas Spannendes. Das hätte man sich komplett sparen können.

Und das ist nicht mal der größte Kritikpunkt, denn das ist für mich die Faulheit: Was für Langweiler müssen da rumsitzen, um alle Möglichkeiten für Designs zu haben und dann eigentlich nur Wal, Otter und Tintenfisch leicht abzuwandeln und das als ganz tolle Tiere verkaufen zu wollen. Auch bei den Namen waren die einfach nur mal im Supermarkt shoppen (Pril, Tuk, Kiri, Ronal klingt auch wie ein Putzmittel, come on). Aber das druckt natürlich Geld wie blöd, wobei ich mich frage, warum, da das ganze Franchise abseits von den Filmen absolut NULL Popkultur-Relevanz hat.

2/10, einen Punkt für (unfreiwilligen) Unterhaltungswert und einen für die Optik, auch, wenn die teilweise zu sehr in Richtung Videospiel abdriftet.

Unangemeldeter

Postings: 2374

Registriert seit 15.06.2014

06.01.2026 - 11:33 Uhr
Dieses Avatar-Ding ist schon wirklich ein eigenartiges Phänomen. 0 popkulturelle Relevanz trifft ja den Nagel auf den Kopf, in meiner erweiterten Bubble aus Freunden und Familie spricht auch wirklich niemand jemals davon oder ist dafür ins Kino gegangen. Ich selber hab eher zufällig auf Plakaten gesehen dass es einen dritten Teil zu geben scheint. Ist denn der dritte Teil wieder so wahnsinnig erfolgreich? Bei sowas glaube ich manchmal wirklich in einer Parallelwelt zu leben.

Luc

Postings: 4753

Registriert seit 28.05.2015

06.01.2026 - 12:07 Uhr
Dank des eiskalten Wetters fängt 2026 sehr filmintensiv an

Zwei Staatsanwälte 7.5
Russischer Film mit russischer Stimmung und russischem Ende.
Zwei Stunden lang mißtraut man jedem und das auch noch vollkommen zu Recht.

Oslo Stories: Liebe (Kjaerlighet) 8.5
Endlich dazu gekommen.
Und wie auch schon Träume überzeugt der Film durch seine genauen, feinfühligen, wahr(haftig)en Darstellung der Personen.

Good Time 8.5
Ein atemloser Höllenritt durchs nächtliche New York mit einer (für mich unerwarteten) Glanzleistung Robert Pattinsons in der Hauptrolle.
Und dazu ein (an Tangerine Dream erinnernder) Soundtrack, der ebenso permanent (vor)antreibt.
Nach 100 Minuten war ich vollkommen erledigt ;-)

Chinese zum Mitnehmen 8/10
Ricardo Darin entwickelt sich langsam zu einem meiner Lieblingsdarsteller. Und auch in dieser argentinisch-spanischen, sehr menschlichen Tragikomödie verleiht er dem Film das gewisse Etwas.

Me and you and everyone we know 8/10
Ein bisschen an Solondz erinnernd, aber ohne jeglichen Sarkasmus und Zynismus, begegnen sich die Protagonisten im unspektakulären, banalen Alltag und dennoch wurde mir keine Sekunde langweilig.
Allein die Szene, in dem Christine und Richard den Weg zu ihren Autos als Lebensweg beschreiben ist es wert, den Film anzuschauen

Spinnefink

Postings: 1833

Registriert seit 25.05.2022

06.01.2026 - 13:31 Uhr
"Bei sowas glaube ich manchmal wirklich in einer Parallelwelt zu leben."

Der Erfolg von Cameron's Avatar ist für mich auch eines der größten Rätsel der Filmwelt - und sein Festhalten an diesem Franchise bei gleichzeitiger Aufgabe sämtlicher kreativer Ansprüche ist angesichts seiner vorherigen Werke eine Tragödie.

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

06.01.2026 - 13:49 Uhr
@ Spinnefink

Geht mir auch so. Ein großes Fragezeichen.

Betr. Publikum:
Ich kann mir nur vorstellen, dass, nachdem der erste Film eben das 3D so enorm breitenwirksam etabliert hat, das bis heute als ein gewisser Magnet zieht, weshalb immer noch so viele Leute reingehen. Andererseits gibt's ja auch unglaublich viel anderes Mainstream-Zeug, das auch nicht besser, klüger, einfallsreicher, interessanter, unterhaltsamer, raffinierter ist und trotzdem Millionen scheffelt. Das Gros des Kinogeherpublikums kümmert's eben nicht die Bohne, ob das, was auf der Leinwand flimmert, Geist hat, es muss einfach zwei Stunden lang laut und bunt sein. Mehr braucht's da nicht - wie ja auch viele andere Massen-Filmproduktionen belegen.

Arne L.

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Registriert seit 27.09.2021

06.01.2026 - 14:05 Uhr
Béla Tarr ist im Alter von 70 Jahren gestorben.

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

06.01.2026 - 14:11 Uhr
Béla Tarr ist im Alter von 70 Jahren gestorben.

Oh, krass, noch einer der entscheidenden Mentoren meiner Lehrjahre - nur Tage nach Rosa von Praunheim, dem ich zweieinhalb Jahre assistierte. Und Bitomsky, der die meiste Zeit meiner Studienjahre unser Direktor war, ist auch erst Ende 2025 gestorben :'-(

ijb

Postings: 8069

Registriert seit 30.12.2018

06.01.2026 - 14:14 Uhr
Zu Avatar hier ein lesenswerter Kommentar im "Guardian":

(...)But then (as Avatar films tend to do) it began to pick up. After its third weekend in cinemas, it crossed $1bn and box-office analysts suggest it could now be on course to hit the $2bn mark achieved by both previous instalments. And even if that target turns out to be overambitious, the new episode will probably do well enough to get the next two films – which are already written (and in the case of 4, partly filmed) – properly greenlit.

It is worth remembering at this point that Fire and Ash’s box-office pattern is not some unexpected quirk of the Avatar business model so much as its entire reason for still being in business. Cameron’s films have always opened steadily before picking up (albeit at glacial pace). They loiter in cinemas for months, steadily converting scepticism into grudging acceptance and then, eventually, into enormous piles of money. Avatar and Avatar: The Way of Water are respectively the first and third-highest grossing films of all time. And yet the opening weekend panic is almost a ritual at this point, a bit like solemnly announcing that the tide seems worryingly low just before it comes roaring back in and soaks everyone’s trousers.


https://www.theguardian.com/film/2026/jan/05/avatar-saga-james-cameron-fire-and-ash-billion-dollar-box-office

Spinnefink

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Registriert seit 25.05.2022

06.01.2026 - 14:17 Uhr
@ijb: der Große Teil dessen, was neben Avatar bei ähnlich niedrigem Niveau ähnlich erfolgreich ist, wären dann ja die ganzen großen Superhelden-Franchises. Bei denen kann ich das dann aber schon eher nachvollziehen, weil die noch eine riesige, teilweise Jahrzehnte alte Marketing-Maschine als Unterbau haben.
Avatar kam aus dem Nichts, keine Literatur- oder Comic-Vorlage, keine Actionfiguren, kein Superheld, kein gar nichts. Nur Camerons Name und der 3D-Hype, der eigentlich komplett verpufft ist, oder?

Arne L.

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Registriert seit 27.09.2021

06.01.2026 - 14:20 Uhr
@ijb Darüber würde ich wirklich gerne mal was hören, wenn sich die Gelegenheit bietet. Das klingt so spannend! :')

Spinnefink

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Registriert seit 25.05.2022

06.01.2026 - 14:25 Uhr
Klingt wirklich spannend und würde mich auch interessieren. Was hast du denn für eine Ausbildung?

Unangemeldeter

Postings: 2374

Registriert seit 15.06.2014

06.01.2026 - 14:28 Uhr
@Spinnefink: Avatar kam aus dem Nichts, keine Literatur- oder Comic-Vorlage, keine Actionfiguren, kein Superheld, kein gar nichts. Nur Camerons Name und der 3D-Hype, der eigentlich komplett verpufft ist, oder?

Wobei grade letzterer Punkt fast schon wieder für ein hohes Einspielergebnis spricht - wird sonst überhaupt noch groß in 3D gedreht? Insoweit ist Avatar vielleicht ein bisschen zu den Naturfilmen im IMAX von früher geworden und man geht in erster Linie rein um mal wieder einen 3D-Film zu sehen?

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

06.01.2026 - 14:28 Uhr
Nur Camerons Name und der 3D-Hype, der eigentlich komplett verpufft ist, oder?

Ja, aber das ist ja auch nicht nichts, meine ich. Die 3D-Welle war eine Weile lang da und hat viel Geld in die Kassen gespült - und jetzt ist das halt sowas wie das Alleinstellungsmerkmal von Avatar.
Verglichen mit der unfassbaren Menge an Superheldenkram, die wahrscheinlich auch kein vernünftig denkender Mensch in der Gesamtheit angeschaut hat, sind die paar Avatar-Filme halt nur sehr wenige und damit eher als Einzel-Event für im Prinzip genau das gleiche Massenpublikum von Interesse.

Spinnefink

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Registriert seit 25.05.2022

06.01.2026 - 14:39 Uhr
Ja, das wäre tatsächlich eine Erklärung. Finde ich aber trotzdem krass, da ich die 3D-Film-Fanszene doch eher als Nische betrachtet hätte. Aber vielleicht täusche ich mich da auch. Die meisten Menschen sind da doch eher scheu, was so unnötige Technologien betrifft. Siehe VR-Brille & Co.

Ich kann mir abgesehen davon noch vorstellen, dass gerade diese Abwesenheit von so vielem eine große graue Masse in die Kinos zieht. Keine aufdringliche politische Botschaft, kein überfrachtetes Franchise, keine Geschichte, bei der man sich den Kopf zerbrechen müsste, aber verpackt in schöne Bildchen. Nicht zu viel Action, kein Horror, nicht zu viel Gefühl, aber doch ein bisschen, nicht zu viel Kitsch, aber doch ein bisschen. Angenehme Berieselung, ohne dass man sich viel dafür bewegen müsste. Die Aida des Kinos sozusagen.

Ochsensemmel

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Registriert seit 22.09.2025

06.01.2026 - 14:50 Uhr
RIP Bela Tarr

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

06.01.2026 - 15:08 Uhr
@Spinnefink

Ja, die 3D-Fanszene ist wohl eine Nische. Aber Avatar ist unter diesen 3D-Fans bekanntlich nicht das wirklich Interessante.

Unangemeldeter

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Registriert seit 15.06.2014

06.01.2026 - 15:29 Uhr
@ijb: danke übrigens nochmal für den Nor-Way-Tipp, ich werde am 17. mit einem Freund in Drømmer und zu dem Q&A mit Dag Johan Haugerud gehen (wenn das Q&A denn nun an der Vorführung vom 17. anhängt, ich finde die Beschreibungen auf der Website des Babylon extrem unübersichtlich). Meine Partnerin ist früher am selben Tag bei Sentimental Value und dem Q&A mit Joachim Trier.
Freue mich auf jeden Fall sehr Drømmer nochmal zu sehen und bin sehr auf das Konzept mit den mobilen Saunen vor dem Kino gespannt. (-:

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

06.01.2026 - 16:38 Uhr
@ Unangemeldeter

Ah, cool. Ich gedenke auch zu kommen, würde gern mal J. Trier im Gespräch erleben, aber ich muss zugeben, dass ich noch nicht weiß, ob ich für beide Filme Eintritt zahlen will, denn ich habe eine Yorck-Kino-"Monatskarte" und ob Trier kommt, scheint laut Webseite ja noch nicht klar. (Oder weißt du mehr?). Drømmer hab ich jetzt schon mehrmals gesehen und mit Dag Johan ja auch schon mehrere Stunden über seine Arbeit gesprochen (wie es der Zufall will, erhielt ich von ihm ebenfalls gerade eine e-Mail), würde daher eher aus Verbundenheit kommen. Aber vielleicht ja auch, um dir live in person mal die Hand zu schütteln? Wie würde ich dich erkennen?

Ich sah, dass die in der Reihe Dag Johans fast komplettes Langfilmoeuvre zeigen; nur den allerersten, experimentellen nicht. Ich kann die alle SEHR empfehlen, vor allem muss ich nachdrücklich zu "Barn" ("Kinder" aka "Beware of Children") raten. Aber "Som du ser meg" / "Wie du mich siehst" ist sehr sehenswert und weist spannende Parallelen zu den letzten drei Filmen auf.


ijb

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Registriert seit 30.12.2018

06.01.2026 - 16:46 Uhr
Die Haugerud-Veranstaltung ist um 20:15, richtig?

Old Nobody

User und News-Scout

Postings: 4203

Registriert seit 14.03.2017

06.01.2026 - 18:00 Uhr
Die Dinge des Lebens 9/10
Mit Michel Piccoli und Romy Schneider von 1970.
der Film erzählt ua in Rückblenden die Geschichte eines Mannes, der nach einem Autounfall mit dem Leben kämpft.

wurde 1994 unter dem Titel Begegnungen mit Richard gere und Sharon Stone neu verfilmt und setzte da für mein Gefühl einen anderen Schwerpunkt. War auch nicht schlecht aber das Original ist freilich ne andere Liga.

Vive

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Registriert seit 26.11.2019

07.01.2026 - 09:06 Uhr
Rest in peace, Béla Tarr :(

Arne L.

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Registriert seit 27.09.2021

07.01.2026 - 09:23 Uhr
Sátántangó (1994) Béla Tarr

Ist nur einer von vielen Gedanken, aber hier denke ich immer: Ein Film, der sich wie ein Buch anfühlt. 9/10

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

07.01.2026 - 09:24 Uhr
Ja, Béla hat auch konkret gesagt, dass er das Buch so verfilmt hat, wie man es lesen würde. Er/man brauche 7 Stunden zum Lesen des Buchs, und deshalb sei der Film ebenso lang.

Arne L.

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Registriert seit 27.09.2021

07.01.2026 - 09:37 Uhr
Ach, das hab ich bestimmt schon mal irgendwo gelesen! Danke!

cargo

Postings: 830

Registriert seit 07.06.2016

07.01.2026 - 09:48 Uhr
Pusher 1-3

Die Tage jetzt endlich mal gesehen. Winding Refn ja für mich immer ein Kandidat für Top oder Flop. Die Triologie gehört aber definitiv zu seinen besten Werken. Rau, brutal und extrem authentisch. Genau so möchte ich Filme aus dem kriminellen Drogenmilieu sehen. Mads Mikkelsen in seiner ersten Filmrolle auch direkt ein absoluter Volltreffer. Teil 3 fällt minimal ab.

Gesamt: 8/10

Deaf

Postings: 3713

Registriert seit 14.06.2013

07.01.2026 - 12:53 Uhr
Sátántangó (1994) Béla Tarr

Ist nur einer von vielen Gedanken, aber hier denke ich immer: Ein Film, der sich wie ein Buch anfühlt. 9/10

Ja, Béla hat auch konkret gesagt, dass er das Buch so verfilmt hat, wie man es lesen würde. Er/man brauche 7 Stunden zum Lesen des Buchs, und deshalb sei der Film ebenso lang.


Oh, ich habe genau gestern, an Tarrs Todestag, "Satanstango" fertig gelesen... Wie viele Stunden ich dafür hatte, kann ich nicht genau sagen. Aber bin nun natürlich umso mehr gespannt auf den Film, der hier passenderweise Ende Februar im Kino läuft. Beginn 13 Uhr, dann läuft der (inkl. 2 Pausen) wohl bis 21 Uhr oder so.

Unangemeldeter

Postings: 2374

Registriert seit 15.06.2014

07.01.2026 - 16:40 Uhr
@ijb: Drømmer beginnt wohl um 19:30 Uhr, da kann Haugerud eigentlich nicht um 20:15 Uhr beginnen - oder wir haben halt doch die falschen Tickets, was durchaus sein kann...
Zum Trier-Q&A weiß ich auch nicht mehr als was auf der Website steht - evtl. sieht meine Partnerin also auch nur einen Film und keinen Regisseur. (-:

Wir werden zwei bärtige recht große Männer sein, einer ohne, einer mit langen roten Haaren, beide schlank. Klamottenauswahl wird spontan entschieden, da kann ich noch nix zu sagen. ;-)

Und ich schau mal ob sich noch einer der anderen Filme ausgeht, danke!

ijb

Postings: 8069

Registriert seit 30.12.2018

07.01.2026 - 20:42 Uhr
Ah, ach so, dann hab ich irgendwas falsch gelesen. Ja, jetzt wo ich nochmal auf die Seite gehe, sehe ich auch, dass da 19:30 steht. Keine Ahnung, was ich da gestern falsch gelesen hatte.

Wir werden zwei bärtige recht große Männer sein, einer ohne, einer mit langen roten Haaren, beide schlank.

und einer von beiden wird unangemeldet sein...

Arne L.

Postings: 2780

Registriert seit 27.09.2021

08.01.2026 - 11:11 Uhr
His Motorbike, Her Island (1986) Nobuhiko Obayashi

Ein junger Biker verliebt sich in ein Mädchen vom Land und erweckt ihre Liebe zum Motorradfahren, was ihn nicht nur freut. Obayashi wechselt in diesem im besten Sinne kitschigen Film nach Lust und Laune zwischen Farbe und S/w. Schöne Sache. 8/10

10 Rillington Place (1971) Richard Fleischer

Richard Attenborough spielt den britischen Serienmörder John Christie sehr beunruhigend. Das wahre Highlight ist für mich aber der junge John Hurt, der Naivität extrem glaubwürdig darstellt. Der Film selbst ist wenig effekthascherisch und verlässt sich bei Dialogen da wo es geht auf offizielle Dokumente. 7/10

Balzac and the Little Chinese Seamstress (2002) Dai Sijie

Zwei junge Männer werden in dieser Buchverfilmung während der kulturellen Revolution in China zur Umerziehung aufs Land geschickt, wo sie sich beide in die gleiche Frau verlieben, die Tochter eines lokalen Schneiders. Die interessiert sich vor allem für die verbotenen Geschichten, die ihr beide aus dem Gedächtnis erzählen oder vorlesen. Hab häufiger gelesen, dass Leute, die das Buch mochten, den Film gar nicht gut finden und andere kritisieren die kleine Schneiderin als Manic Pixie Dream Girl. Kann ich verstehen, aber mich hat das Setting, die Landschaften und nicht zuletzt die Idee, dass Geschichten unser Denken verändern und inspirieren können, begeistert. Und ganz nebenbei hat sich der Film noch ganz klassischen nach einer Epik im Kleinen angefühlt. 8/10

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 36389

Registriert seit 07.06.2013

08.01.2026 - 16:47 Uhr
Habe mir mal "Citizen Kane" und "Metropolis" ausgeliehen. Hab mal richtig Bock auf die alten Meisterwerke. Hat noch jemand Ideen in der Richtung? Und welche Musik höre ich zu "Metropolis"?

Ochsensemmel

Postings: 457

Registriert seit 22.09.2025

08.01.2026 - 16:49 Uhr
Death Grips oder Mark Forster

Gallants22

Postings: 122

Registriert seit 22.01.2025

08.01.2026 - 17:25 Uhr
The ballad of wallis island. 04/10
Das ist alles so an den Haaren herbeigezogen und vorrausschaubar das es weder unterhaltsam geschweige denn amüsant ist.

nagolny

Postings: 2452

Registriert seit 06.11.2022

08.01.2026 - 21:20 Uhr
"Therapie für Wikinger"

Fand ihn sehr gut: Viel gelacht, einige Schock-Momente (die Gewalt war schön realistisch inszeniert, keine Glorifizierung, so soll es sein!), eine echte emotionale Achterbahnfahrt (fast schon wie bei "Beau is afraid"), insgesamt aber nicht zu düster, gut die Balance gehalten als eine prima Mischung aus schwarzer Tragikomödie mit Dramaunterton und Thriller/Krimi-Handlung. Mads Mikkelsen ist eh immer wieder ein Augenschmaus in seiner Wandlungsfähigkeit aber auch seiner Irgendwie auch stoischen Herangehensweise an unterschiedliche Rollen. Irgendwie sehe ich da Parallelen zu Willem Dafoe.


"Bugonia"

Der ist schon großartig zu nennen. Zusammen mit "The Favourite" mein liebster Film des Regisseurs von denen, die ich bislang sah. Will nix spoilern, je weniger man vorher weiß, um so besser. Bis auf Mikro-Vorahnungen bzgl. kleiner Details hat mich der Film so gut wie nie irgendwas vorhersehen lassen. Von Stilistik und Motiven her ist es ein Film, der mich punktuell an so unterschiedliche Werke wie "Brave New World", "Slaughterhouse Five", "Sie Leben!", "König der Fischer" und eben auch "The Favourite" hat denken lassen. Vor allem ein Spannungsfilm, aber eben kein oberflächlicher, und auch keiner, der auf nur einmal funktionierende Wendungen oder style over substance setzt. Dabei ist er ähnlich wild wie "The Substance", den ich letztes Jahr auch schon ähnlich großartig fand. Wobei der stilistisch schon nochmal heftiger daher kam als "Bugonia". Emma Stone und Jesse Plemons spielen hier einmal mehr richtig gut. Letzterer kann extreme Charaktere einfach gut verkörpern, und Emma Stone hat in den letzten Jahren eine schöne Bandbreite an Rollen an Land gezogen.

Ja, das waren gleich zu Beginn des Jahres schon zwei Kino-Highlights.

Ochsensemmel

Postings: 457

Registriert seit 22.09.2025

08.01.2026 - 23:31 Uhr
fast schon wie bei "Beau is afraid"

Wär nicht so toll, weil der war großer Mist.
Mads Mikkelsen und Anders Thomas Jensen im Paket geht aber echt immer. Die Kinoauswertung war bisher bescheiden, werd hierbei wohl auf den Release warten.

nagolny

Postings: 2452

Registriert seit 06.11.2022

09.01.2026 - 00:13 Uhr
Der ist schon besser im Kino.

nagolny

Postings: 2452

Registriert seit 06.11.2022

09.01.2026 - 00:35 Uhr
@ The MACHINA of God:

Die beiden sind schon sehr unterschiedliche Filme.

Falls es aber einfach noch ein S/W-Klassiker sein soll, dann muss unbedingt auf die A-Liste: "Das Cabinet des Dr. Caligari" (1920).

Und als Filme B und C würde ich noch nachschieben "All Quiet on the Western Front" (1930) und "The Most Dangerous Game" (1932).

Die hatten alle ein oder mehrere (quasi- und "echte") Remakes, bisher habe ich aber noch keines gesehen, das dem Original qualitativ nahe kam. (Bei C gibt es zwar ein recht gutes aus den Neunzigern, aber ich werde nicht spoilen welches).

Ich würde nicht unbedingt Musik zu "Metropolis" schauen. Falls du aber unbedingt welche brauchst, wäre vielleicht sowas wie der "Blade Runner"-Score tauglich - oder die "Stahlwerksynfonie" von Die Krupps - oder "Hostile architecture" von Ashenspire (je nachdem wie chillig oder heftig du es haben magst, geht die Reihenfolge oben entsprechend von chillig bis heftig).

nagolny

Postings: 2452

Registriert seit 06.11.2022

09.01.2026 - 00:43 Uhr
@ Cargo:

Mein Pusher-Ranking wäre:

1. "Pusher II"
2. "Pusher"
3. "Pusher 3"

[4. "Pusher" (remake)]

Die Original-Trilogie ist intern schon ähnlich gut,
das Teil-1-Remake fällt im Vergleich deutlich ab.

Ochsensemmel

Postings: 457

Registriert seit 22.09.2025

09.01.2026 - 04:06 Uhr
Oder versuch's doch einfach mit Cult of Luna

cargo

Postings: 830

Registriert seit 07.06.2016

09.01.2026 - 09:44 Uhr
@nagolny

Ja, würde ich auch so ranken. Wobei I und II echt nah beieinander sind.

peter73

Postings: 3832

Registriert seit 14.09.2020

09.01.2026 - 15:14 Uhr
The Phoenician Scheme (2025)
4.7/10

Puh, das hier ist einfach nur "im Leerlauf durch das Wes Anderson - Universum" radeln ohne nennenswerte Highlights: Dutzende Gastauftritte, von denen die meisten weniger als einer Minute dauern? Check. Einfache Story, breit ausgewalzt und mit wirren Namen erzählt? Check. Pastellfarben und 4:3 Format? Check. Bei seinen eigenen Filmen klauen? Check.
ganz ehrlich, der nächste Wes MUSS oder SOLLTE einfach ganz was anderes werden - es ist zwar Jammern auf hohem Niveau, aber TPS ist ehrlich gesagt ziemlich langweilig. Achja, und Michael Cera ist einfach nur überflüssig. In so ziemlich jedem Film seit Juno.

Arne L.

Postings: 2780

Registriert seit 27.09.2021

09.01.2026 - 15:21 Uhr
Cera hat allein mit "Scott Pilgrim vs. the World" eine 10/10 im Katalog!

Ochsensemmel

Postings: 457

Registriert seit 22.09.2025

09.01.2026 - 15:24 Uhr
Übertreib mal nicht, der is gut, aber keine 10. Und ja die Aussage ist Quatsch, Cera isn Guter. Meistens halt nur Typecast, kann er aber nix für.

Vennart

Postings: 1385

Registriert seit 24.03.2014

09.01.2026 - 15:57 Uhr
"Scott Pilgrim Vs. The World" schaue ich seit ein paar Jahren fast jeden Winter immer wieder gerne, mehr als maximal 7/10 kann ich dem aber nicht geben.
Kann mir aber vorstellen, dass das anders ist, wenn man als Teenie mit dem Film aufwächst. Dann sind die Sachen, die jetzt etwas cringe sind, wahrscheinlich cooler.

Die Cera-10/10 ist für mich “Superbad“ obwohl der nüchtern betrachtet auch Elemente hat, die diese Wertung eigentlich unmöglich machen aber das ist halt dieser prägende Film für mich :)

Francois

Postings: 1548

Registriert seit 26.11.2019

09.01.2026 - 16:08 Uhr
Ich glaube, Wes Anderson trollt seine religiöse fanbase nur mehr und fragt sich, welchen noch größeren und prätentiöseren Mist er produzieren muss, bis auch der letzte draufkommt, dass das nur noch Schrott ist

ijb

Postings: 8069

Registriert seit 30.12.2018

09.01.2026 - 17:03 Uhr
Michael Cera ist sehr gut in dem wunderbaren Film "The Adults". Sonst kenne ich ihn nicht so wirklich.

Aber ja, ich stimme peter73 im Großen und Ganzen zu, was das Phönizische Schema betrifft. Allerdings fand ich ihn immerhin ein klein wenig unterhaltsamer als den wirklich seeeehr laaaaangen und kindischen Android City, bei dem ich allerdings, zugegeben, das superbetonte Anti-Schauspiel überhaupt nicht verstanden habe; das war im Grunde genauso experimentalfilmmäßig wie in "Killing of a Sacred Deer" (nur dass ich es dort irgendwie als Teil eines anti-psychologischen Erzählexperiments noch nachvollziehbar fand). Beim Phoenician Scheme gab's immerhin sozusagen verschiedene Kurzfilme innerhalb der großen Erzählung; daher war da nicht gaaaaaanz so laaaangatmig...

ijb

Postings: 8069

Registriert seit 30.12.2018

09.01.2026 - 17:09 Uhr

Interessanter Kommentar und Hinweis im ZEIT-Newsletter von Christoph Amend heute:


Ich weiß nicht, ob Sie Jay Kelly, den Netflix-Film von Noah Baumbach mit George Clooney als alternder Hollywoodstar und einem brillanten Adam Sandler als dessen Manager auch schon gesehen haben. Bei mir war es irgendwann zwischen den Jahren so weit. Ich fand ihn ganz gut, aber auch nicht umwerfend. Gestern Abend ist mir dann etwas Überraschendes passiert. Als ich die Netflix-App geöffnet habe, hat sie mir die Making-of-Doku von Jay Kelly angezeigt, und was soll ich sagen – sie ist fantastisch. Erst jetzt habe ich die ganze Idee des Films wirklich verstanden: Noah Baumbach hat Jay Kelly so gedreht, wie man in Old Hollywood gearbeitet hat. Jay Kellys Haus in L.A. etwa oder der italienische Zug, der im Film eine ganz eigene Hauptrolle spielt: Sie wurden komplett in einem Studio aufgebaut. Die Rückblenden in Jay Kellys Leben: mit ganz analogen Tricks gefilmt. Zwei Orte, die im Film nur in seinem Kopf verbunden sind, wurden tatsächlich nebeneinander gebaut. Die Musik: Live eingespielt von einem Orchester an einem Ort.

Der ganze altmodische Zauber von Jay Kelly hat sich mir erst mit der Dokumentation über die Dreharbeiten erschlossen. Dass der Außendreh von Jay Kellys Haus in einem Haus von Jack Nicholson stattfand. Dass das Design des Zugs inspiriert wurde von einem alten Entwurf von Gio Ponti. Und natürlich schaut man George Clooney im Making-of auch gerne dabei zu, wie er während der Drehpausen die beste Rolle seines Lebens spielt: George Clooney.

foe

Postings: 392

Registriert seit 10.06.2020

09.01.2026 - 18:04 Uhr
Film kann trotzdem nichts.

oldschool

Postings: 1052

Registriert seit 27.04.2015

11.01.2026 - 10:05 Uhr
"Der Erfolg von Cameron's Avatar ist für mich auch eines der größten Rätsel der Filmwelt - und sein Festhalten an diesem Franchise bei gleichzeitiger Aufgabe sämtlicher kreativer Ansprüche ist angesichts seiner vorherigen Werke eine Tragödie. "

Sehe ich auch so.
Ein Freund wollte mich da unbedingt mit ins Kino nehmen, ich lehnte (sogar eine Einladung) dankend ab. Der erste Avatar war zumindest eine visuelle Revolution. Da habe ich auch über die dumme Pocahontas Story hinweggesehen. Aber schon beim zweiten Teil fragte ich mich: Ob das 13 Jahr später noch mal gut geht? Mittlerweile sind solche Bilder nichts revolutionäres mehr. Ich erinnere mich auch, dass ich damals hier im Forum recht viel Gegenwind bekam.

Nun ist aber der Effekt eingetreten, den ich schon bei Teil 2 erwartet habe. Die Kritiken sind ernüchternd, viele Leute interessiert es gar nicht mehr. Schon Teil 2 fand ich spannugsarm, hatte dümmliche Dialoge, keine Story und nervige Charaktere (sofern man diese Mischung aus Jar Jar Binks und den Schlümüfen als Charaktere bezeichnen kann) Auch die Bilder fand ich lange nicht so toll wie viele andere Zuschauer. Achtet man mal auf den Hintergrund und die Landschaften, wirkt vieles nicht viel besserals bei George Lukas mit seiner Episode 1,2 und3. Und das war Anfang der Nuller Jahre!

Ob Cameron wirklich noch weitere Avatar Filme dreht ist meiner Meinung nach fraglich.

ijb hat es ja schon gut erfasst. Auch Blockbusterkino kann spannend, mitreißend und unterhaltsam sein!

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