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Welchen Film habt Ihr zuletzt gesehen? Und wie fandet Ihr ihn?

User Beitrag

Vive

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Registriert seit 26.11.2019

04.09.2020 - 08:46 Uhr
Cooles Video, interessanter Kanal, gleich abonniert.

slowdive

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Registriert seit 15.09.2016

04.09.2020 - 09:48 Uhr
Schmitts Video ist eine gute Analyse über das, was TENET hätte sein können, aber leider nicht ist.

Talibunny

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Registriert seit 14.01.2020

04.09.2020 - 13:54 Uhr
Doctor Sleeps Erwachen 5/10

Ready or not 7/10

Just mercy 7,5/10

Analog Kid

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04.09.2020 - 15:01 Uhr
Idiocracy

6.5/10

Hm, hatte ich mir mehr von erhofft. Stellenweise witzig und "hübsch" anzuschauen, aber kam mir insgesamt zu holzhammermässig vor. Was womöglich auch an der deutschen Synchro lag (via Amazon, gab leider nur die deutsche Version). Fand den auch meistens eher gruselig als lustig aber das ist ja anscheinend beabsichtigt.

Zu faul zum einloggen

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Registriert seit 13.07.2017

04.09.2020 - 15:12 Uhr
Idiocracy muss man denke ich damals (2006) gesehen haben. Also vor Facebook, Instagram, TikTok, vor Influencern und Verschwörungstheoretikern auf Youtube, vor Trump & Co, vor zunehmendem Rechtsruck und Neoliberalisierung, etc...

Die Realität ist ja heute teilweise schlimmer als die Dystopie im Film.

hubschrauberpilot

Postings: 6308

Registriert seit 13.06.2013

04.09.2020 - 16:29 Uhr
TENET

Wunderbarer Film, den ich sicher noch 2-3 mal schauen muss. Im Vorfeld muss ich festhalten, dass ein guter Film dem Zuschauer nichts erklären noch eine vollständige Auflösung bieten muss. Nolan gibt uns in mehreren Szenen zu verstehen, dass wir nicht alles verstehen müssen, sondern immer nur so viel wie nötig. Das macht für mich den Reiz von TENET aus und anders würde er nicht funktionieren, da die Handlung an sich ein billiger Bond-Film-Abklatsch ist. Reicher russischer Bösewicht mit schöner, illoyaler Freundin will die Welt vernichten. Lediglich Robert Pattinson wäre im Bond-Universum wohl weiblich besetzt. Dazu eine Schnitzeljagd rund um die Welt - James Bond.

Es macht auf erstaunliche Art und Weise enorm vieles Sinn im Film, was man womöglich erst als Filmfehler abtut, aber in den gesetzten Grenzen des Films funktioniert es. Inversion als Umkehrung von Entropie und Zeitlinien, absoluter Mindfuck und filmisch so noch nie dagewesen.

Aber: da hätte man mehr draus machen können. Wie schon bei Inception, wo man gigantische, fantastische Traumwelten hätte erschaffen können und es am Ende alles 0815 aussieht, oder Interstellar, wo man gigantische, fantastische Planeten hätte erschaffen können, und es am Ende 0815 aussieht.

Ich hoffe so sehr, dass Nolan irgendwann aus seinen Fehlern lernt und wir noch sein Masterpiece sehen werden, seinen "Matrix".

8/10

hideout

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04.09.2020 - 16:56 Uhr
dass ein guter Film dem Zuschauer nichts erklären noch eine vollständige Auflösung bieten muss.

Sicher kein Zufall so eine Aussage bei einer Nolan-Jritik zu lesen ... also hat er diesmal darauf verzichtet sich selbst zu erklären?

noch sein Masterpiece sehen

"Memento" und "The Prestige" sind imho am Anschlag, "Dunkirk" fast. Bei Nolan ist die Erwartungshaltung stets hoch, die Kritik immer streng und wenn man in seinem bisherigen Schaffen noch nicht fündig geworden ist, kann ich mir ein zukünftiges "Masterpiece", welches alles vorherige toppen müsste, bei ihm nicht vorstellen.

Vive

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Registriert seit 26.11.2019

04.09.2020 - 17:15 Uhr
I'm thinking of ending things (netflix)
Charlie Kaufman at his best. 10/10

hubschrauberpilot

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Registriert seit 13.06.2013

04.09.2020 - 17:56 Uhr
Sicher kein Zufall so eine Aussage bei einer Nolan-Jritik zu lesen ... also hat er diesmal darauf verzichtet sich selbst zu erklären?

Mitnichten. Er liefert ja kurze physikalische Erklärungen, die das Gesamkonstrukt sowie die Motivationen der Darsteller aber 0 erklären. Diese soll der Zuschauer selbst entschlüsseln.

"Memento" und "The Prestige" sind imho am Anschlag, "Dunkirk" fast. Bei Nolan ist die Erwartungshaltung stets hoch, die Kritik immer streng und wenn man in seinem bisherigen Schaffen noch nicht fündig geworden ist, kann ich mir ein zukünftiges "Masterpiece", welches alles vorherige toppen müsste, bei ihm nicht vorstellen.

Memento puh, bis auf die geniale Erzählstruktur ist da wenig. Prestige fand ich gut, aber nicht herausragend. Die Erwartungshaltung ist hoch, weil er noch keinen Schrott abgeliefert hat, meckern auf hohem Niveau. Aber er hat es in meinen Augen bis jetzt noch nicht geschafft, seinen Protagonisten eine gewisse Tiefe oder Entwicklung zu verpassen. Das wirkt zu sehr Baukasten-mäßig-linear. "Die funktionieren halt". Selbst bei Interstellar, wo wir ausschließlich eine einzige Figur begleiten, funktioniert es nicht. Das ist erschreckend.

Peacetrail

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04.09.2020 - 23:28 Uhr
Auf VOX läuft Stirb langsam. Von der Optik her ganz schön 80er, hatte ich gar nicht so in Erinnerung. Handlung und Zitate machen SL aber zum Klassiker. 9/10

Vive

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05.09.2020 - 12:00 Uhr
Parasite
Wirklich toll, noch besser als erwartet. Super Regie, jongliert die verschiedenen Stimmungen perfekt. 10/10

The MACHINA of God

User und Moderator

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05.09.2020 - 18:45 Uhr
Wie schon bei Inception, wo man gigantische, fantastische Traumwelten hätte erschaffen können und es am Ende alles 0815 aussieht, oder Interstellar, wo man gigantische, fantastische Planeten hätte erschaffen können, und es am Ende 0815 aussieht.

Hab "Interstellar" nciht gesehen, aber bei "Inception" und auch "Tenet" stimm ich da zu. In Sachen Bilder find ich Nolan immer etwas zu nüchtern. Da wäre eine Kollaboration mit Lynch ganz cool. :D

Um mal wieder dumme Musik-Vergleiche zu ziehen: Nolan ist manchmal wie so mancher Prog-Rock. Irgendwie durchdacht und komplex, aber im Sound (oder bei Nolan: Bilder) nicht so fantasievoll wie es sein könnte.

Old Nobody

User und News-Scout

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05.09.2020 - 22:19 Uhr
I'm thinking of ending things

Ich hab keinen blassen Schimmer, was ich da grad gesehen hab, hatte ich bei Synecdoche, einem der besten und zerstörendsten Filme aller Zeiten aber auch nicht. Ist also ein gutes Zeichen wie auch bei Lynch Klassikern wie Lost Highway
Vorteil, dass der bei Netflix ist: Ich kann ihn mir so oft ansehen und pausieren wie ich will und muss nicht auf die Bluray warten.Denn beim Schauen hatte ich öfters das dringende Bedürfnis mal kurz anzuhalten bei all den Sprüngen und Zitaten und überhaupt.
Festhalten kann ich, dass die Stimmung und die Dialoge über weite Strecken der Wahnsinn sind.

doept

Postings: 386

Registriert seit 09.12.2018

06.09.2020 - 00:07 Uhr
Schweigen der Lämmer 6/10

Habe gerade "Hannibal" zu Ende gesehen und wollte daher nochmal das Original vergleichen, habe den vor mehr als 10 Jahren zuletzt gesehen und ehrlich gesagt keinen blassen Schimmer von der Handlung mehr gehabt.
Ist aber eher mäßig gealtert und teilweise recht langweilig und vorhersehbar, einen erneuten Durchlauf würde ich eher ausschliessen.

Given To The Rising

Postings: 7499

Registriert seit 27.09.2019

06.09.2020 - 00:15 Uhr
"Nolan ist manchmal wie so mancher Prog-Rock."
Dann ist Lynch Post-Rock. Langsam, lang, ewig wiederholend und hinterher sagt man "War das geil!".

MopedTobias

Postings: 16018

Registriert seit 10.09.2013

06.09.2020 - 00:15 Uhr
Hm, den hab ich auch vor einigen Monaten rewatched und bin immer noch nah an der Höchstwertung. Ein hervorragend gealtertes Meisterwerk von Film, atmosphärisch unschlagbar und mit zwei fantastischen Performances. Muss allerdings unbedingt im O-Ton gesehen werden, da die Synchro sehr schlecht ist.

boneless

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Registriert seit 13.05.2014

06.09.2020 - 00:16 Uhr
Meine Vorfreude könnte kaum größer sein. Wenn der auch nur ansatzweiße mit Synechdoche Schritt halten kann, wird das ein Meisterwerk.

Marrowbone

4 Geschwister und ihre Mutter ziehen in die Einöde, aufs Land, in ein abgelegenes Haus unter dem Namen Marrowbone. Die anfängliche Idylle ist trügerisch, denn ein Geheimnis lastet auf Familie Marrowbone. Alle Spiegel im Haus sind zugehangen oder wurden beseitigt und irgendwas geht auf dem Dachboden vor sich, was alle Familienmitglieder in Schach zu halten scheint.

Einen wirklich klasse Mysterythriller hat Sergio Sanchez hier zusammengeschustert, der zu keinem Zeitpunkt verrät, dass es sich tatsächlich um ein Debüt handelt. Sanchez weiß genau, mit welchem Tempo er seine rätselhafte Geschichte entblättert, um den Zuschauer bis zum Schluss zu fesseln. Die Auflösung überrascht und ist äußerst gelungen in Szene gesetzt. Abgerundet wird Marrowbone durch die starke schauspielerische Leistung des jungen Ensembles und ein sehr authentisches Gesamtbild. 7,5/10

boneless

Postings: 3197

Registriert seit 13.05.2014

06.09.2020 - 00:18 Uhr
Das mit der Vorfreude bezog sich auf den neuen Film von Kaufman.

doept

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Registriert seit 09.12.2018

06.09.2020 - 00:29 Uhr
@MopedTobias
Denke du hast dich auf Schweigen der Lämmer bezogen.
Habe ihn auf Englisch gesehen (ja, definitiv besser), und Foster und Hopkins sind in der Tat ziemlich gut.
Aber ansonsten fand ich ihn ziemlich vorhersehbar.
Und mir ist wieder mal deutlich aufgefallen, dass sich hier auch ein "Problem" der letzten 10 Jahre zeigt: Serien sind für ein bestimmtes Publikum (da bich dann wohl dabei) einfach x-mal besser als 2-stündige abgeschlossene Filme, die einfach limitiert sind was die Erzählung, Charakterentwicklung etc. angeht.

Frag mich nach meinen Lieblingsfilmen der letzen 10 Jahre: Ich muss LANGE überlegen, dann kommen vielleicht 1 oder 2.
Serien? Dutzende.

poser

Postings: 2282

Registriert seit 13.06.2013

06.09.2020 - 04:42 Uhr
Memento ist für mich mit Abstand Nolans bester Film und ein Meisterwerk. Einer der besten Filme der letzten 30 Jahre. Gerade die Erzählstruktur eröffnet eine Allegorie darauf wie wir dazu neigen unsere Erinnerungen in Narrative zu betten um unser Handeln zu rechtfertigen. Das Ende und die Auflösung macht dies sehr klar, aber wird heutzutage mMn häufig als einfacher Krimiplot mit Twist abgetan.

Inszenatorisch schafft er es auch die melodramatischen Elemente nicht zu überbordend zu gestalten und gerade eine paranoide Stimmung zu erzeugen mit vielen genialen visuellen Einfällen wie z.B. das Colorgrading, das Spiel mit Licht und Schatten, Hitchcockartige Close-ups auf eher alltäglich wirkende Gegenstände etc..

Tenet fand ich auch gut. Mit Sicherheit hat der Film seine Schwächen (die Call of Duty-artige Kriegssequenz am Ende wirkt wie ein großes Durcheinander, der stereotypische wenn auch gut erzählte Plot, die ganzen "wissenschaftlichen" Erklätungen, aber ich empfand ihn als eher ziemlich geradlinig mit vielen false flags, die dann gegen Ende doch alle zusammenkommen und dann doch einen sehr intensiven Film herstellen. Gerade auch Schmitts Interpretation ist da ziemlich auf den Punkt bezüglich des Films Subtext.

Des Weiteren empfand ich die hand-to hand Kampfszenen als mit Abstand die besten Kampfszenen, die Nolan bisher kreiiert hat. Gerade The Dark Knight Rises sieht da stellenweise fürchterlich aus. Inception hat dann auch extrem stereotypische Actionsequenzen, die dann hier bei Tenet eigentlich fast durchgehend mit der Inversion interessant werden wie z.B. die Autverfolgungsjagd.

Dunkirk fand ich extrem langweilig. Sah gut aus, aber hatte eigentlich keinen nennenswerten Inhalt. Selbst die moralische Ebene (sind wir nicht alle gleich.) wurde in Im Westen nichts neues schon 1930 wesentlich besser in Szene gesetzt und verarbeitet. Hier taucht die Fragestellung nur gegen Ende mal so ein eher forciert auf. Dazu kommt dann auch, dass diese Fragestellung auch nur wieder ein Antikriegsfilmklischee ist. Die verschieden Erzählstränge verwirren auch nur mehr und haben auch keine tiefere metaphorische Bedeutung als das. In meinem persönlichen Nolanranking empfinde ich nur Batman Begins als schwächeren Film.

MopedTobias

Postings: 16018

Registriert seit 10.09.2013

06.09.2020 - 11:12 Uhr
Puh, also ich empfand "Dunkirk" als Meisterwerk, das an seine besten Filme anknüpfen konnte und deutlich (!) besser war als "Tenet". Dass da inhaltlich nicht viel drin steckt, stimmt, aber bei "Tenet" gibt's da doch auch nicht mehr zu holen als einen Bond'schen Weltuntergangs-Agenten-Plot mit einem u.a. von Wolle hilflos überinterpretierten Öko-Subtext. Ich behaupte, dass "Dunkirk" überhaupt keine großartige Geschichte erzählen, sondern in erster Linie eine Stimmung einfangen will. Und das tut der Film auf nahezu perfekte Weise. Das Sound Design ist wirklich der Wahnsinn – während es bei "Tenet" über weite Teile ein Matsch ist, bei dem man ohne Grund manchmal Dialoge nicht versteht, geht einem bei "Dunkirk" jeder Kanonen- und Gewehrschuss in Mark und Bein. Dieser Film erzeugt Terror und eine unfassbare Anspannung über fast die ganze Spielzeit. Die Erzählstränge mögen keine tiefere metaphorische Bedeutung haben, aber sie sind insofern sehr "plot"-dienlich, weil sie in ihrem Zusammenschnitt diese Anspannung noch intensiver rüberbringen. Der Film ist auch Nolans kürzester Film seit "Following" und herrlich entschlackt und unprätentiös. Ein erfrischender Kontrast zu den Overkills, die davor und mit "Tenet" jetzt auch danach kamen. Und genau deshalb empfand ich "Tenet" auch auf hohem Niveau als Enttäuschung, weil es eben wieder ein Rückschritt zu "Inception"/"Interstellar" war und er diesen hochspannenden Weg von "Dunkirk" nicht weiter beschritten hat.
In meinem Nolan-Ranking sind "Memento", "The Prestige" und "The Dark Knight" ganz oben, aber dahinter kommt direkt "Dunkirk".

Matjes_taet

Postings: 782

Registriert seit 18.10.2017

06.09.2020 - 12:35 Uhr
Für mich war "Dunkirk" sogar sein bester.
"The Prestige" muss ich mir bei Gelegenheit nochmal anschauen, irgendwie habe ich wenig Erinnerung an den. Was in der Regel kein gutes Zeichen ist, aber vielleicht war ich bei Erstsichtung auch nur besoffen.


hubschrauberpilot

Postings: 6308

Registriert seit 13.06.2013

06.09.2020 - 15:39 Uhr
I'm thinking of ending things

Muss ich auch noch gucken, klingt interessant.

aber bei "Tenet" gibt's da doch auch nicht mehr zu holen als einen Bond'schen Weltuntergangs-Agenten-Plot mit einem u.a. von Wolle hilflos überinterpretierten Öko-Subtext.

Der Öko-Subtext ist völlig lächerlich, da er in der Zukunft stattfindet und wir diese nicht zu sehen bekommen. Das findet in 2 Nebensätzen statt, was den Film wohl kaum zu einem Öko-Thriller oder dergleichen macht.

Ich behaupte, dass "Dunkirk" überhaupt keine großartige Geschichte erzählen, sondern in erster Linie eine Stimmung einfangen will. Und das tut der Film auf nahezu perfekte Weise. Das Sound Design ist wirklich der Wahnsinn

Absolut. Und trotzdem haben mich bei diesem Kriegsfilm bzw. Anti-Kriegsfilm, wie mans eben nennen möchte, die Figuren emotional völlig kalt gelassen.

Ich würde The Dark Knight als Nolans Besten ansehen.

Wolleschmittjunior

Postings: 42

Registriert seit 14.06.2019

06.09.2020 - 15:43 Uhr
Schlechte Figurenentwicklung? Zu wenig Emotionen? Keine Gänsehaut? Die Serien haben uns verdorben! Ich spreche noch einmal über TENET.

Rant: Warum die Vorwürfe gegen TENET albern sind & wir verlernen, wie man Filme sieht

Wir müssen reden: Wie kann es sein, dass ein Film wie „Tenet“ von vielen Zuschauern, vor allem aber von vielen Filmkritikern derart missverstanden wird? Wie kann es sein, dass man dem Film Vorwürfe macht, die nicht nur unzutreffend, sondern völlig an der eigentlichen Sache vorbeizielen? Hier wird die mangelnde Figurenentwicklung beklagt, dort moniert man, Christopher Nolan habe einen emotional nicht abgeholt. Ja, geht’s noch? Die Filmkritik steckt in der Krise. Schuld daran sind nicht zuletzt die Serien. Wir scheinen zu verlernen, wie man Filme sieht: Nur noch regiert wird die Filmrezeption vom subjektiven Empfinden und von Gefühlsduseligkeit, der Film wird zu einer Ware degradiert, die in Häppchenform dem Zuschauer serviert werden soll. Wenn das ein Film tut, fällt lobend noch das Filmkritik-Unwort schlechthin: Gänsehaut! Erzeugt ein Film diese, muss er folglich gut sein. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Video!
https://www.youtube.com/watch?v=vJGORwrzljU

VfBFan

Postings: 83

Registriert seit 14.06.2013

06.09.2020 - 17:41 Uhr
"Die Serien" ist genauso passend wie "Die Medien", nämlich so pauschal überhaupt nicht. Somit kann ich dem nicht zustimmen, dass sie uns verdorben haben.

dreckskerl

Postings: 4099

Registriert seit 09.12.2014

06.09.2020 - 18:11 Uhr
Die Serien haben uns verdorben, ist ja auch Nonsens. Funktioniert allenfalls als Provokation.
Ich bin ja wohl noch in der Lage eine Serie von einem 120 miütigem Film zu unterscheiden.

Zuletzt nochmal Paris/Texas geschaut, unglaublich, so viel "Dichte" geht doch nicht als Serie, das geht nur im Film.

Um vieles mehr auf Leinwand!

Dahingehend sind Netflix und co und Corona aktuell schon größere "Einflüsse".


Old Nobody

User und News-Scout

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Registriert seit 14.03.2017

06.09.2020 - 23:38 Uhr
Zu Tenet
Puuh, war es zwar durchaus wert dafür ins Kino zu gehen aber der Film kam schon sehr nüchtern, gradezu unterkühlt daher.Mir fehlte hier komplett die emotionale Ebene.Das bin ich von Nolan doch etwas anders gewohnt wenn ich etwa an Inception und Interstellar denke.
Dieses Springen von Punkt zu Punkt und das dabei Nebensächlichkeiten wie Beziehungsgeplänkel weitgehend weggelassen werden, sorgt zwar für ein hohes Tempo, lässt den Figuren so aber wenig Zeit um sich irgendwie zu entwickeln. Daher ist Tenet zwar unterhaltsam, spannend und allemal sehenswert, es fehlt mir aber zum einen an Tiefe und zum andern hat mich das nicht so mitgerissen wie es hätte sein können.
Branagh fand ich als russischen Bösewicht irgendwie merkwürdig, fast schon unpassend besetzt. Kann das nicht genau festmachen, fand ihn einfach in der Rolle nicht glaubwürdig.Seine Frau empfand ich als leicht nervig. Patterson find ich aber klasse, bin jetzt seit Leuchtturm ein Fan.


Wenn ich den Bond Maßstab anlege, dann ist das sicher ein sehr guter Bond Film mit dem Sci-Fi Element Zeit. Im Nolan Universum würde ich Tenet aber als seinen schwächsten neben Dark Knight Rises einstufen. Ne 7/10 ist das jedoch allemal weil es zum einen es wieder geile Stellen gab und sich der Kinogang als ganzes ja trotzdem gelohnt hat und das will bei mir schon was heißen.

Rainer

Postings: 750

Registriert seit 22.03.2020

07.09.2020 - 08:24 Uhr
I'm thinking of ending things (netflix)
Charlie Kaufman at his best. 10/10


Lmao


Ich würde diesmal sagen, Charlie Kaufman hat his worst. Hat sich ja schon bei Anomalisa abgezeichnet.
Der Film hat einen Weltklasse Cast, eine nette fantasievolle Inszenierung, aber das war's dann auch. Kaufman kann's mal wieder nicht lassen seine offensichtliche Profilneurose filmisch abzuarbeiten.
Bisher die wirklich schlechteste Kaufman-Erfahrung. Ich würde dem Film maximal mit Fanbrille noch 6/10 geben.

Enrico Palazzo

Postings: 594

Registriert seit 22.08.2019

07.09.2020 - 21:58 Uhr
Ich finde, das schlimmste an Tenet ist sein katastrophales Sound Design.

Ich dachte, es ginge ggf nur mir so, aber dann sah ich nen Guardian-Artikel zu dem Thema:
https://www.theguardian.com/film/2020/sep/03/tenet-dialogue-christopher-nolan-sound-technology?CMP=Share_AndroidApp_Other

MopedTobias

Postings: 16018

Registriert seit 10.09.2013

08.09.2020 - 01:57 Uhr
Money Monster 7/10

Jodie Fosters jüngster und bisher bester Regie-Film, bei dem sie sich offenbar einiges am Set von Spike Lees "Inside Man" abgeschaut hat. George Clooney spielt einen selbstgefälligen Finanzguru mit Ratgeber-Show und wird vor laufender Kamera von einem Mann mit Waffe bedroht, der nach einem falschen Investment alles verloren hat und nach Antworten sucht. Foster inszeniert ihr Geiseldrama gleichzeitig mit geschäftiger Anspannung und lockerer Feder zwischen Thriller und Mediensatire. Ihr Film kommt nicht an ähnlich gelagerte Klassiker wie "Dog Day Afternoon" oder "Network" heran, gestaltet sich aber dennoch sehr sehenswert. Sie unterläuft so manche Handlungserwartung, arbeitet clever mit Schnitt und Raum und schöpft aus der bombensicheren Chemie zwischen Clooney und Julia Roberts als seine Regisseurin, die sich um sein Leben gleichermaßen wie um die Sendung bemüht. Die Moral ist letztendlich eine flache und Clooneys Charakterentwicklung genauso wie vorhersehbar wie die Rolle von Dominic Wests zu Beginn gezeigtem CEO, aber nach tiefgehender Ideologie- oder Kapitalismuskritik sucht man halt an der falschen Stelle. "Money Monster" ist kein "The Big Short"-mäßiger Hybrid aus intelligenter Systemanalyse und unterhaltsamer, dynamischer Filmerfahrung, aber zumindest eines von den beiden.

Analog Kid

Postings: 1628

Registriert seit 27.06.2013

08.09.2020 - 14:37 Uhr
Buckaroo Banzai - Die 8. Dimension

Genre- und dimensionssprengende Mischung aus "Louis' unheimliche Begegnung mit den Ausserirdischen" und einem Duran Duran-Musikvideo. Ein subtiles Meisterwerk voll geistreicher Dialoge und ewig gültigen Weisheiten ("Wo immer du hingehst, da bist du") Über die vielen Anspielungen und Bedeutungsebenen dieses multidimensionalen Ereignisses könnten vermutlich ganze Bibliotheken gefüllt werden, Forscher und Experten sind sich sicher, ca. 90% der versteckten Botschaften dieses Films sind bis heute unentdeckt.

11/10

Analog Kid

Postings: 1628

Registriert seit 27.06.2013

08.09.2020 - 17:22 Uhr
Megaforce (1982)

Noch mehr grandioser 80ies-Trash. Ein blonder, blauäugiger Barry Gibb-Lookalike mit Föhnfrisur als Anführer einer supergeheimen Spezialeinheit von Spitzensoldaten in silbernen, hautengen Glitzeranzügen auf lächerlichen Mopeds und Strandbuggys im Kampf gegen irgendeinen evil commandante irgendwo in der Wüste.

Noch nie einen so in jeder Hinsicht völlig misslungenen Film gesehen. So ziemlich jeder cool oder witzig gemeinte Spruch ein absoluter Rohrkrepierer (unbedingt auf deutsch gucken!) die Story als ähh.. unlogisch zu bezeichnen dürfte eine harte Untertreibeung sein, gegen das hier ist sowas wie "Die City Cobra" reinstes Art-House Kino.

Hier mal der original-Trailer, bereits sehr vielsagend:

https://youtu.be/gJC6mblA9-Q

Wertung unmöglich

Cade Redman

Postings: 337

Registriert seit 14.02.2018

08.09.2020 - 18:54 Uhr
Anderer Film von dem Macher von Megaforce, den ich noch nicht gesehen habe:

Auf dem Highway ist die Hölle los (1981)

Bei einer Actionkomödie um ein illegales Autorennen kann man doch wohl ein paar gute Verfolgungsjagden und Actionszenen erwarten, aber Fehlanzeige. Viele Crashs finden wohl aus Kostengründen außerhalb des Bildes statt. Außerdem ist der Film so albern, dass es wehtut. Immerhin kann ich Burt Reynolds ganz gut leiden. Guter Typ.

Was das Cannonball-Rennen betrifft empfehle ich vielmehr "Cannonball" (1976) mit dem legendären David Carradine. Der ist auch Trash, hat aber ordentlich Action und eine gewisse Härte zu bieten.

Analog Kid

Postings: 1628

Registriert seit 27.06.2013

08.09.2020 - 19:27 Uhr
Ok, ja, den fand ich als Kind super. Also "Auf dem Highway...". Obwohl der vermutlich auch reichlich bescheuert gewesen sein dürfte. Inkl. bekloppter, pseudowitziger Synchro.
Cannonball-Rennen sagt mir definitiv auch was. Gabs doch irgendwie auch zig Teile von.

Luc

Postings: 867

Registriert seit 28.05.2015

10.09.2020 - 10:40 Uhr
@Analog Kid
Wie hält man so einen Film aus/durch?
Ich hab vor Jahren mal ganz billig "Der große Blonde mit dsem schwarzen Schuh" aus einer Krustelkiste herausgezogen, den hab ich als Kind geliebt.
Heutzutage renne ich spätestens nach fünf Minuten schreiend weg.

Analog Kid

Postings: 1628

Registriert seit 27.06.2013

10.09.2020 - 13:20 Uhr
Es gibt schon ein paar echte Trash-Juwelen, die mir auf jeden Fall Spass machen. Ich hab auf auf sowas echt Bock manchmal.

Was aber auch stimmt, viel von dem zeug was man so als Kind/Jugendlicher abgefeiert hat, ist einfach wirklich nur öde heutzutage, viel von dem was ich wenigstens als ein bisschen witzig in Erinnerung hatte ist einfach nur schlecht, die ganzen Didi-Filme, Otto, Adriano Celentano u.ä.

Loketrourak

Postings: 1235

Registriert seit 26.06.2013

10.09.2020 - 15:28 Uhr
"Die Unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug" besteht den Test.

Analog Kid

Postings: 1628

Registriert seit 27.06.2013

10.09.2020 - 15:49 Uhr
Klar, die ganzen Abrahams/Zucker-Genreparodien sind natürlich allesamt Gold.

Given To The Rising

Postings: 7499

Registriert seit 27.09.2019

10.09.2020 - 16:07 Uhr
Die nackte Kanone 1 - 33 1/3, Dracula - Tot aber glücklich, Ace Ventura 1 und 2.

MM13

Postings: 1966

Registriert seit 13.06.2013

10.09.2020 - 19:16 Uhr
blood diamonds 8,5/10
immer wieder gut.

Luc

Postings: 867

Registriert seit 28.05.2015

10.09.2020 - 20:02 Uhr
Abrahams /Zucker lass ich (großteils) auch noch gelten.
Bei Mel Brooks (zB) wird die Luft aber schon dünner.

Given To The Rising

Postings: 7499

Registriert seit 27.09.2019

10.09.2020 - 20:04 Uhr
Mel Brooks' Die verrückte Geschichte der Welt ist doch toll.

MopedTobias

Postings: 16018

Registriert seit 10.09.2013

10.09.2020 - 20:07 Uhr
Young Frankenstein ist einer der besten Comedyfilme überhaupt!

Given To The Rising

Postings: 7499

Registriert seit 27.09.2019

10.09.2020 - 20:10 Uhr
Bill und Ted natürlich auch, aber nur der Zeitfilm.
Bunt ist das Dasein, und granatenstark.

Jennifer

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 3457

Registriert seit 14.05.2013

10.09.2020 - 20:11 Uhr
"The producers" ebenso.

Jennifer

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 3457

Registriert seit 14.05.2013

10.09.2020 - 20:12 Uhr
Ach komm, und wenn wir schon bei Brooks und Wilder sind: Nix gegen "Blazing saddles".

Luc

Postings: 867

Registriert seit 28.05.2015

10.09.2020 - 20:13 Uhr
Ja, vielleicht auch noch Silent Movie.
Verrückte Geschichte der Welt? Wie alt bist Du?
Zehn?

Luc

Postings: 867

Registriert seit 28.05.2015

10.09.2020 - 20:15 Uhr
Sorry, aber über Furzwitze bin ich dann doch mittlerweile hinaus.
Soinst vkann ich auch gleich Louis und die außerirdichen Kohlköpfe schauen.

hubschrauberpilot

Postings: 6308

Registriert seit 13.06.2013

10.09.2020 - 20:28 Uhr
Grade den Trailer zu "Dune" gesehen. Haut mich nicht vom Hocker. Besonders die Sandwürmer sehen irgendwie komisch aus. Irgendwie alles zu trist.

Analog Kid

Postings: 1628

Registriert seit 27.06.2013

10.09.2020 - 20:41 Uhr
Mel Brooks kenne ich leider zu wenig, Spaceballs ist glaub ich ganz ok, Producers fand ich toll. Frankenstein Junior dagegen fand ich enttäuschend (trotz Originalton), wollte leider nicht so recht zünden.

Auch immer noch sehr schön heutzutage: Die rosaroten Panther-Filme. Bis auf die ersten beiden, und den letzten (der zusammengeschnippelte) allerdings.

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