Welchen Film habt Ihr zuletzt gesehen? Und wie fandet Ihr ihn?

User Beitrag

Talibunny

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25.05.2020 - 17:53 Uhr
The Square ist in der Arte-Mediathek verfügbar. Allerdings wohl nicht mehr lange.

MopedTobias

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25.05.2020 - 18:02 Uhr
Ich kann The Square auch empfehlen.

The MACHINA of God

User und Moderator

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25.05.2020 - 18:42 Uhr
Zusätzlich ist es aber ganz einfach der hässlichste Lynch-Film, was der Handkamera geschuldet ist.

Das ist für mcih auch der größte Makel des Filmes.


@Talibunny:
Vielen Dank.

hubschrauberpilot

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25.05.2020 - 18:55 Uhr
The Square ist gut, aber die meiste Zeit fragt man sich was das alles soll. Hat aber gute Sequenzen.

7/10

Matjes_taet

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26.05.2020 - 16:56 Uhr
Zuletzt geguggt:

The Wrong Missy: 7/10
Adam Sandler selbst hatte wohl (leider) keinen Bock auf sein neuestes "Happy Madison Productions"- Output. Deshalb musste David Spade hier die Ergänzung zur One-Woman-Show von Lauren Lapkus geben.

First Love: 7,5/10
Der 103. Film von Takashi Miike.
Wenn es bei der Qualität bleibt, gerne nochmal 100.

"Spielmacher" 3/10
Schema F . Oft die Skipptaste genutzt, und trotzdem nix verpasst.

Der Fall Richard Jewell: 7,5/10
Drama kann er, der Eastwood.
Und Sam Rockwell hat definitiv die beste deutsche Synchron-Stimme nach deNiro abgefasst.

Tyler Rake: Extraction 6,5/10
The Informer: 8/10
Betonrausch: 4/10






Der Untergeher

User und News-Scout

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27.05.2020 - 00:15 Uhr
Schaue momentan nur noch bei Mubi:

Nothing Personal (8/10)

Großartiger Film über das Alleinsein, was nicht (ausschließlich) mit Einsamkeit synonym einhergeht - wie der Film verdeutlicht. Am Ende ist es auch ein Film über die Liebe. Die Zurückhaltung, die fehlende Innenansicht der Figuren, die fantastische Landschaft Irlands, machen diesen Film zu einer einzigartigen Erfahrung.

Lektionen in Finsternis (8.5/10)

Apropos Einzigartigkeit: Herzogs beste Doku? Man muss diese Bilder gesehen haben, um sie glauben zu können.

KingAdRock

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27.05.2020 - 07:01 Uhr
Zur Handkamera-Diskussion bei Inland Empire:
Das ist für mich wie bei Videospielen: Story/Gameplay > Grafik

Deaf

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27.05.2020 - 08:33 Uhr
Und was soll "Story > Grafik" aussagen hinsichtlich Inland Empire? Story ist ja kaum vorhanden und grafisch ist der Film grauslich.

Vive

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27.05.2020 - 19:56 Uhr
Wer nicht so genau weiß, ob Woody Allen jetzt eigentlich ein Creep ist oder nicht, findet vielleicht hier Erleuchtung: https://youtu.be/muyaCg2dGAk
Mir hat’s geholfen.

Rainer

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27.05.2020 - 23:17 Uhr
Junge ich baller mir doch jetzt keen Video auf YouTube über zwei Stunden.

Mann 50 Wampe

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28.05.2020 - 08:51 Uhr
Warum Inland Empire nun Lynchs bester Film sein soll erschließt sich mir nicht wirklich.
Eine kaum vorhandene Story (Plot im Plot, im Plot usw.), wirre Bilder, dazu gewollt verstörende Szenen und Menschen in Hasenkostümen ! dass hat man ja auch noch nie voher im Film gesehen. Der Kunstansatz (mit dem berühmten Holzhammer) des Filmes soll den Zuschauer wohl mal so richtig fordern, mich hat er nur ratlos gemacht und genervt zurückgelassen, zumal der Film fast 3 Stunden dauert. Einzig Laura Dern war sehenswert. Da das ganze ja ein Lynch Film ist, darf man auch nicht kritisieren, (den Meister kritiaiert man nicht) muss man sich halt selbst Gedanken machen und kann in dieses Wirrwar hineininterpretieren was man will.
Ich schaue statt dieses wirren Machwerks, lieber ältere Lynch Filme wie z.B. Mulholland Drive, Lost Highway oder Wild at Heart, die alle um Längen besser sind.

Old Nobody

User und News-Scout

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28.05.2020 - 11:24 Uhr
@ Matjestät:
Bzgl Sam Rockwells Synchronstimme:
Die ist zwar wirklich sehr gut, hat aber das Problem, dass Adam Sandler dieselbe hat. Das kann einem manchmal doch etwas die Stimmung verhageln^^



Inland Empire war mir auch etwas too much irgendwie. Ich fahre zwar voll ab auf Lynchs' Stimmungsdarstellungen und all seine irren Sachen und versuche in allem was zu sehen. Aber das hat mich hier nicht auf voller Länge gekriegt

The MACHINA of God

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28.05.2020 - 12:14 Uhr
@Mann50Wampe:
Naja, ich kann schon verstehen, dass manche ihn als besten sehen. Werden zwar nicht viele sein, aber manche mögen eben genau das.

Da das ganze ja ein Lynch Film ist, darf man auch nicht kritisieren,
Bullshit. Und diese Kritik in Form von "darf man ja nicht kritisieren" find ich immer etwas komisch. Schliesslich kritisierst du ihn ja gerade und das ist auch vollkommen ok.

die alle um Längen besser sind.
Für dich ja, für mich zum Teil und für andere halt nicht.

Mann 50 Wampe

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28.05.2020 - 13:39 Uhr
@ Machina

Zunächst mal soll jeder das gucken und gutfinden was er mag.

Was ich mit kritisieren von Lynch meinte: Stell dir mal vor Inland Empire hätte meinetwegen ein Til Schweiger gedreht. Er wäre in der Luft zerissen worden, wohl auch hier. Den großen Lynch kritisiert man aber nicht so leicht, vielleicht verbirgt sich in seinem Film ja doch noch etwas was man verstehen kann, falls nicht interprteirt man halt was man will in den Film hinein und kann ihn dann für große Kunst halten.

MopedTobias

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28.05.2020 - 13:52 Uhr
"Stell dir mal vor Inland Empire hätte meinetwegen ein Til Schweiger gedreht. Er wäre in der Luft zerissen worden, wohl auch hier."

Das wäre er zu 1000% nicht.

fuzzmyass

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28.05.2020 - 14:13 Uhr
"Stell dir mal vor Inland Empire hätte meinetwegen ein Til Schweiger gedreht. Er wäre in der Luft zerissen worden, wohl auch hier."

LOL, ich schätze diese merkwürdige These wird sich nicht beweisen lassen...

The MACHINA of God

User und Moderator

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29.05.2020 - 13:33 Uhr
Stell dir mal vor Inland Empire hätte meinetwegen ein Til Schweiger gedreht.

Das Problem ist, dass das eben nicht vorstellbar ist. Til Schweiger würde so einen Film eben weder drehen können noch wollen. Du magst es nicht so sehen, aber "Inland Empire" ist weit mehr als drei Stunden weirde Bilder in Digital-Optik. Von daher will ich dem Vorwurf, der Film würde nur gut gefunden weil er von Lynch ist, eben widersprechen. Mal abgesehen davon, dass viele Lynch-Fans den Film nicht mögen.

MopedTobias

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29.05.2020 - 13:45 Uhr
Eben, ich weiß auch gar nicht, woher diese Annahme kommt, dass Lynch so eine nie kritisierte heilige Kuh sei. Guckt euch mal seine Metascores zb an, "Lost Highway" hat gerade mal 52 (!) Der hat schon auch immer genug Kritik abbekommen.

The MACHINA of God

User und Moderator

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29.05.2020 - 13:51 Uhr
und kann in dieses Wirrwar hineininterpretieren was man will.

Dazu noch:
Die Vorstellung, man könne nur genießen, was man auch erklären kann, finde ich schon fehlerhaft. Ich interpretiere in den Film nichts rein und behaupte nicht mal ansatzweise, ihn zu verstehen. Aber das muss ich acuh nicht. Auch hier nochmal das schöne Zitat: "Lynch's movies have to the experienced rather than explained." Dem Erklärungs-Zwang erliegen leider Lynch-Hater wie einige seiner Fans.

hubschrauberpilot

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29.05.2020 - 15:05 Uhr
Ich mag die meisten Lynch-Filme, mir gefällt das Verquere und dass die Filme nicht den normalen Sehgewohnheiten entsprechen. Inland Empire war mir aber too much, werd ich irgendwann nochmal probieren, aber beim ersten mal war ich nur genervt.

Matjes_taet

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29.05.2020 - 15:58 Uhr
Kritik am Output von Lynch kann man eigentlich nicht genug üben, habe allerdings abgesehen von den frühen Twin Peaks - Sachen das wenigste von ihm gesehen, meisten wegen kein Bock^^

@alter niemand: Erstaunlich, so viele Filme der beiden gesehen, das habe ich aber bewusst bisher nicht registriert.
Ist wohl ein weiterer Pluspunkt dafür, warum ich die meisten Sandler-Filme ganz gern mag.

hubschrauberpilot

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30.05.2020 - 19:15 Uhr
Also man kann nicht genug Kritik üben, auch wenn man so gut wie nix kennt......

Felix Klaus

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30.05.2020 - 20:02 Uhr
The Mule (~8/10)

Hat mir sehr gut gefallen, Humor hat er auch, wenn er zb. mit seinem reaktionären Image spielt. Bin eigentlich davon ausgegangen, dass es sein letzter Film gewesen ist, bis ich soeben bei Brisant so nebenher mitbekommen habe, dass jetzt schon sein nächster Film in die Kinos kommt. Respekt!

Felix Klaus

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30.05.2020 - 20:15 Uhr
Das war missverständlich ausgedrückt. Meinte damit, dass ich davon ausging, dass "The Mule" der letzte Film in Eastwoods Biographie gewesen sein wird, aus Altersgründen. Einer der Produzenten meinte in den Extras auf der DVD sogar, dass Eastwood seine Bewegungen schauspielerisch verlangsamen musste, um wirklich so zerbrechlich wie ein 90-jähriger zu wirken. Jetzt glaub ich's ihm :)

MM13

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31.05.2020 - 09:14 Uhr
pathfinder 7,5/10
karl urban mal mit einem richtig guten film,und ralf möller in seiner 350. nebenrolle.

Lateralis84skleinerBruder

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31.05.2020 - 16:39 Uhr
Das wandelnde Schloß 9/10

Wie wundervoll sind bitte die Ghibli Filme?
Bin voll angefixt. Hat jemand Tipps? Kenne sonst nur Chihiro

Mayakhedive

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31.05.2020 - 16:43 Uhr
Klarer Fall, Prinzessin Mononoke ist ein Muss, wie eigentlich auch sonst alles von Hayao Miyazaki.

Zappyesque

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31.05.2020 - 17:33 Uhr
Ja, kann man in der Tat querbeet durchschauen alles von Miyazaki, allerdings ist der ein oder andere Streifen dann doch etwas eher an ein jüngeres Publikum gerichtet (Totoro, Pony). Dennoch natürlich grandios gemacht. Meine Favoriten von ihm neben Mononoke und Chihiro wären "The Wind Rises" und "Porco Rosso". Das Schloss im Himmel ist auch ein netter Streifen, mMn aber etwas flacher als die vorherig erwähnten.

MopedTobias

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31.05.2020 - 17:35 Uhr
"Mein Nachbar Totoro" ist mein liebster Ghibli. So wunderschön, einfallsreich und herzerwärmend. "Die letzten Glühwürmchen" ist ähnlich wirkungsvoll, aber in die andere Richtung. Ein emotionaler Nackenschlag, den man in der Regel nur einmal im Leben schaut, aber dieses eine Mal sollte eigentlich jeder Filmfreund erlebt haben. "Prinzessin Mononoke" ist natürlich auch ein Klassiker, Chihiro und das wandelnde Schloss kennst du ja schon.

Sonst noch ein paar ungeordnete Faves von mir aus dem Stehgreif, abseits der großen Klassiker:

Ponyo
Wie der Wind sich hebt
Die rote Schildkröte (falls der zählt)
Porco Rosso
Arrietty

Im Grunde ist aber jeder Ghibli empfehlenswert, ich hab bislang keinen schlechten gesehen.

poser

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Registriert seit 13.06.2013

31.05.2020 - 20:24 Uhr
@Mann 50 Wampe:

stimme dir bezüglich Inland Empire zu. Dem Film fehlt einfach eine klarere Ausarbeitung der Story um die polnische Frau, die auch diejenige zu sein scheint, die den Fernseher sieht. Natürlich sind die "Real"momente in den Lynchfilmen, die sich einer Trauminterpretation öffnen, immer kurz gehalten, so ist es doch in diesem Fall so, dass es hier um zwei Personen geht. Einmal die Schauspielerin, die Laura Dern darstellt, und eben die eine Frau. Dahinter könnte ein postmoderner Interpretationsansatz stecken über das Verlieren in die Rolle, die man spielt, aber auch das Schauspiel, das man als Zuschauer*in auf dem Fernseher beobachtet. Mulholland Drive und Lost Highway sind da auf eine Person fokussiert und richten sich da besonders auf Wunschvorstellungen in Kombination mit den Motiven der Charaktere, welche die Geschichten der beiden Filme auch so stark machen. Ich mag Inland Empire, aber für mich rangiert er unter Lost Highway, Mulholland Drive, Blue Velvet, Eraserhead, Wild At Heart und Twin Peaks: The Return.

poser

Postings: 2273

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31.05.2020 - 20:25 Uhr
Da hier gerade von Anime gesprochen wird: Inland Empire und Perfect Blue haben viele Parallelen (stellenweise sind manche Szenen ziemlich ähnlich.). Würde mich daher nicht wundern, wenn Lynch von dem Film beeinflusst wurde.

MopedTobias

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31.05.2020 - 20:43 Uhr
Der eindeutiger von "Perfect blue" beeinflusste Film ist allerdings "Black swan" :)

sweet nothing

Postings: 210

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01.06.2020 - 09:20 Uhr
Hab mal wieder bei Criterion zugeschlagen:

Me And You And Everyone We Know

Ein Indie-Juwel, das um einiges schräger ist als es Titel, Cover und Beschreibung vermuten lassen. Bei einigen Szenen hat es mich gewundert, dass sowas überhaupt aus der Feder einer Frau stammen kann. Ich sag nur back and forth ... forever *facepalm*

Miranda Julys Erstling erinnert zum Teil stark an Todd Solondzs „Happiness“, weist aber auch Ähnlichkeiten mit einigen Werken aus dem Mumblecore Genre auf. Zu sagen der Film wäre eine Kopie von anderen Filmen würde ihm aber nicht gerecht werden, denn er ist phasenweise ein sehr eigenständiges Kleinod an singulärer Kunst, das zumindest in mir die Lust nach mehr geweckt hat. Leider ist die Regisseurin aber offenbar vom Pech verfolgt. Ihr zweites Werk „The Future“, das teilweise aus der Perspektive einer kranken Katze erzählt wird, entstand genau während der Subprime Krise 2008, woraufhin sämtliche amerikanische Sponsoren abgesprungen sind. Der Kinostart ihres dritten Langfilms Kajillionaire, übrigens von Brad Bitt produziert (braver Bub), wäre ursprünglich für Juni geplant gewesen, wurde aber Covid-19 bedingt inzwischen wieder verschoben... Damn it!

8/10

SussexRoyal

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01.06.2020 - 11:01 Uhr
Me And You And Everyone We Know mochte ich auch, ein total zeittypischer Indiefilm, bevor "(500) Days of Summer" das Genre zerstört, weil dem Massenpublikum zugeführt, hat.

sweet nothing

Postings: 210

Registriert seit 04.11.2014

01.06.2020 - 11:17 Uhr
Ist der wirklich so mies?

SussexRoyal

Postings: 395

Registriert seit 10.04.2020

01.06.2020 - 11:46 Uhr
Als Hollywoodfilm wäre er super, aber er benutzt diese Indie-Elemente so schamlos und unauthentisch, sondern einfach nur um zu zeigen "hey, hier läuft gerade THE SMITHS, weil das hier ein INDIEfilm ist", das ich den damals einfach nur schrecklich fand. Heute wäre ich wahrscheinlich etwas gnädiger, zumal die Darsteller alle super sind.

boneless

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Registriert seit 13.05.2014

01.06.2020 - 13:11 Uhr
Me And You And Everyone We Know

Den notier ich mir mal, vor allem wegen des Querverweises auf Solondz und Happiness.


Kill Bill Vol. 2

Hm. Irgendwie war ich nicht so in Stimmung... Klar, nach wie vor klasse Film und so, aber der zog sich doch ordentlich, der Soundtrack ging mir mehr auf die Nerven als mir lieb sein konnte und Uma Thurmans Stimme gefiel mir in der deutschen Synchro besser. Spaß macht das Ganze natürlich dennoch und vor allem das Finale ist an Geschmackssicherheit kaum zu übertreffen. Beim nächsten Mal dann sicher wieder mit mehr Begeisterung. 8/10

No Country For Old Men

Zum dritten Mal gesehen und der wird immer besser. Ich kenne längst nicht alle Coen-Streifen, aber von denen, die mir bekannt sind, ist NCFOM schon mit Abstand der Beste (ja, auch deutlich vor Lebowski). Ein nahezu perfekter Cast, perfekte Bilder, perfekte Stimmung. Mehr braucht man hierzu sicher nicht zu schreiben, gesagt ist zu diesem Film wohl bereits alles. Ich möchte lediglich noch anmerken, dass ich es immer wieder höchst amüsant finde, dass Tommy Lee Jones eine Rolle spielt, die für den Verlauf der Geschichte überhaupt keine Relevanz besitzt (was natürlich nicht heißt, dass er überflüssig ist). Als hätten sich die Brüder gesagt: "Lass uns mal Jones für diese Rolle verpflichten, weil wir es halt können". 9/10

Dragged Across Concrete

Da ich mir Brawl in Cell Block 99 noch aufspare für die Sichtung mit einem Kumpel (das Mediabook steht selbstredend schon im Schrank), habe ich mir gestern zunächst Zahlers dritte Regiearbeit gegönnt und jene hat mit seinem Debüt (Bone Tomahawk) schon mal eins gemein: der Zuschauer braucht viel Geduld. 160 sehr dialoglastige Minuten liegen vor einem und ja, man muss sich definitiv darauf einlassen können, ansonsten dürfte das Durchhaltevermögen schnell am Ende sein. Wer aber genug Sitzfleisch mitbringt, bekommt eine starke Besetzung geboten, vor allem einen Mel Gibson, der auf seine alten Tage nochmal zur Höchstform aufläuft. Interessant ist, dass Zahler im Grunde nichts zu bieten hat, was man in anderen Dramen/Thriller um abgehalfterte Cops nicht schon (besser) gesehen hätte und die Gespräche weder besonders unterhalten noch durch ihre Art irgendwie herausstechen, man als Zuschauer aber trotzdem bei der Stange bleibt, weil man ahnt, dass da noch etwas kommt... es dauert gut 90 Minuten, bis Zahler die Spannungsschraube plötzlich anzieht und ein letztes Drittel präsentiert, welches einen ordentlich am Schlafittchen packt. Dabei stößt einem die völlige Abstinenz von Ironie deutlich ins Auge, denn wo bspw. ein Tarantino Gewalt gern mal überzeichnet darstellt, ist sie in Zahlers drittem Film kalt, unbarmherzig und äußerst bitter. Ich möchte nicht zu viel über das Ende verraten, aber der Showdown, der nahezu in Echtzeit stattfindet, hat es wirklich in sich. Insgesamt also ein sehenswerter Film, dem allerdings etwas Straffung gut getan hätte... und der den perfekten Moment für den Abspann leider um ein paar Minuten verpasst. 7,5/10

sweet nothing

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02.06.2020 - 09:10 Uhr
Also wenn du Happiness mochtest wirst du YAMAEWK auch mögen. Solondz bildet die Dinge zwar noch einen Ticken schonungsloser ab als July, aber ich kenne ohnehin nicht viele Filmemacher die Solondz in der Hinsicht das Wasser reichen könnten...

Ich möchte lediglich noch anmerken, dass ich es immer wieder höchst amüsant finde, dass Tommy Lee Jones eine Rolle spielt, die für den Verlauf der Geschichte überhaupt keine Relevanz besitzt (was natürlich nicht heißt, dass er überflüssig ist). Als hätten sich die Brüder gesagt: "Lass uns mal Jones für diese Rolle verpflichten, weil wir es halt können"

Haha, geil, der Aspekt ist mir noch gar nicht aufgefallen. :D

Ja, NCFOM zählt auch zu meinen Coen-Favoriten und schrammt nur ganz knapp an der 10 vorbei. Der einzige Coen Film der von mir eine 10 kriegt ist Fargo. Da passt einfach alles. Und um meine all-time top five (har har) Coen-Movies Aufzählung zu komplettieren, fehlen noch Barton Fink, Inside Llewyn Davis und The Big Lebowsky.

VfBFan

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02.06.2020 - 13:07 Uhr
+ Miller's Crossing

Luc

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02.06.2020 - 13:08 Uhr
+++ Arizona Junior!

ZoranTosic

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02.06.2020 - 16:37 Uhr

Dragged Across Concrete

Da ich mir Brawl in Cell Block 99 noch aufspare für die Sichtung mit einem Kumpel (das Mediabook steht selbstredend schon im Schrank), habe ich mir gestern zunächst Zahlers dritte Regiearbeit gegönnt und jene hat mit seinem Debüt (Bone Tomahawk) schon mal eins gemein: der Zuschauer braucht viel Geduld. 160 sehr dialoglastige Minuten liegen vor einem und ja, man muss sich definitiv darauf einlassen können, ansonsten dürfte das Durchhaltevermögen schnell am Ende sein. Wer aber genug Sitzfleisch mitbringt, bekommt eine starke Besetzung geboten, vor allem einen Mel Gibson, der auf seine alten Tage nochmal zur Höchstform aufläuft. Interessant ist, dass Zahler im Grunde nichts zu bieten hat, was man in anderen Dramen/Thriller um abgehalfterte Cops nicht schon (besser) gesehen hätte und die Gespräche weder besonders unterhalten noch durch ihre Art irgendwie herausstechen, man als Zuschauer aber trotzdem bei der Stange bleibt, weil man ahnt, dass da noch etwas kommt... es dauert gut 90 Minuten, bis Zahler die Spannungsschraube plötzlich anzieht und ein letztes Drittel präsentiert, welches einen ordentlich am Schlafittchen packt. Dabei stößt einem die völlige Abstinenz von Ironie deutlich ins Auge, denn wo bspw. ein Tarantino Gewalt gern mal überzeichnet darstellt, ist sie in Zahlers drittem Film kalt, unbarmherzig und äußerst bitter. Ich möchte nicht zu viel über das Ende verraten, aber der Showdown, der nahezu in Echtzeit stattfindet, hat es wirklich in sich. Insgesamt also ein sehenswerter Film, dem allerdings etwas Straffung gut getan hätte... und der den perfekten Moment für den Abspann leider um ein paar Minuten verpasst. 7,5/10

Kann ich fast 1:1 unterschreiben. Auf den meiner Meinung nach sehr guten Soundtrack würde ich noch eingehen wollen und würde wohl 8/10 geben. Am darauffolgenden Tag habe ich mir dann "Brawl in Cell Block 99" angeschaut. Da erreicht die Gewaltdarstellung dann noch ein anderes Niveau

MopedTobias

Postings: 15301

Registriert seit 10.09.2013

02.06.2020 - 17:50 Uhr
Dragged Across Concrete bei mir nur so 6/10. Rechtfertigt seine Länge kaum und teilweise wirkt der Film wie von einem 14-jährigen Edgelord geschrieben. Der Schlussakt ist aber stark, die Erfahrung durchaus intensiv, der Grindhouse-Vibe cool. Doch Bone Tomahawk und den Gefängnis-Brawl finde ich beide deutlich stärker.

boneless

Postings: 3073

Registriert seit 13.05.2014

02.06.2020 - 19:00 Uhr
teilweise wirkt der Film wie von einem 14-jährigen Edgelord geschrieben.

Das müsstest du mal genauer erklären.

Klar, die Länge ist schon ein Minus, andererseits wirkte die letzte Stunde gerade wegen der teilweise nervenzerrenden Minuten vorher besonders intensiv auf mich. Der Film hat zudem generell den Eindruck erweckt, als würde er in Echtzeit ablaufen.
Kleiner Spoiler: Richtig "wuschig" gemacht hat mich die Tatsache, dass Zahler nicht zeigt, was letztendlich in der Bank passiert. Dieser alte Sadist. :D

Auf Brawl bin ich sehr gespannt, an Bone Tomahawk kann ich mich hingegen kaum erinnern, aber ähnlich, wenn nicht gar noch langatmiger als Dragged fand ich den auch.

MopedTobias

Postings: 15301

Registriert seit 10.09.2013

02.06.2020 - 19:47 Uhr
Nicht so Zeit, detaillierter drauf einzugehen, und ich müsste mir einige Sachen genauer in Erinnerung rufen. Aber der Umgang mit dem Rassismus von Gibsons Charakter (einige Szenen scheinen sogar so gebaut zu sein, um sein Weltbild zu bestätigen), die Frauenfiguren, gewisse Dialoge wirken an mancher Stelle so, als wollte Zahler krampfhaft einen auf "Anti-PC" machen. Wie ein Edgelord halt.

Hauptproblem war aber wirklich die Langatmigkeit, obwohl ich in der Hinsicht sonst viel Sitzfleisch habe und Bone Tomahawk gar nicht so empfand. Aber hier war's unangenehm und das nicht auf eine filmdienliche Weise.

sweet nothing

Postings: 210

Registriert seit 04.11.2014

03.06.2020 - 08:48 Uhr
+ Miller's Crossing

Den würde ich sogar als „Geheimtipp“ und als einen der unterschätztesten Filme von den Brüdern bezeichnen. Da hatten sie ja auch das Pech, dass der im selben Jahr wie Dick Tracy, Godfather III und GoodFellas startete...

Relaxer

Nicht ganz so gut wie Buzzard, aber im 40sten Jubiläumsjahr von Pac-Man eigentlich ein Muss. ;)

7/10

ZoranTosic

Postings: 173

Registriert seit 22.04.2020

03.06.2020 - 08:58 Uhr
Miller´s Crossing ist zusammen mit Fargo, The Big Lebowski und No Country for old men ganz sicher in den Top 5 meiner liebsten Coen-Filme.

Platz 5 ist dagegen diskutabel.

MopedTobias

Postings: 15301

Registriert seit 10.09.2013

03.06.2020 - 10:28 Uhr
Ich hab die gleiche Coen-Top 5 wie sweet nothing, nur die Reihenfolge wäre wohl etwas anders (NCFOM und Barton Fink vor Fargo).

Enrico Palazzo

Postings: 213

Registriert seit 22.08.2019

04.06.2020 - 21:25 Uhr
RED 2 - 7/10

Überraschend witzig. John Malkovich und Hellen Mirren ganz groß!

Peacetrail

Postings: 1226

Registriert seit 21.07.2019

04.06.2020 - 21:40 Uhr
„+++ Arizona Junior!“

Genau. Ein Film, der in Sachen skurrile Ideen eine klare Handschrift zeigt. Und Nicolas Cage war da noch auf dem Weg nach oben. Originalname übrigens: Raising Arizona. Die deutschen Übersetzer haben alles gegeben.

Felix Klaus

Postings: 758

Registriert seit 30.12.2019

04.06.2020 - 23:55 Uhr
16 Uhr 50 ab Paddington (6/10)

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