Welchen Film habt Ihr zuletzt gesehen? Und wie fandet Ihr ihn?

User Beitrag
@VfBFan
10.02.2019 - 14:56 Uhr
So ein Zufall, dass du den Film "Her" auch zuletzt gesehen hast.

VfBFan

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10.02.2019 - 16:09 Uhr
Ja ich gebe zu, dass ich mich nicht sklavisch an die Beschreibung des Threads gehalten habe. Beide Wertungen stammen aus dem "Archiv". ;-)

Also nun wirklich zuletzt gesehene Filme:

Louise Hires a Contract Killer
Selten lustig, manchmal doof, kein schwarzer Humor und die Filmwelt ist ausschließlich bevölkert von Idioten. Ab und an ein Lichtblick, darum gnädige 5/10.

Right Now, Wrong Then
Interessantes Konzept mit zwei Filmen in einem. Diese beiden "Halbfilme" unterscheiden sich nur durch den anderen Handlungsverlauf, bedingt durch die Worte/Ehrlichkeit der Protagonisten, an den doch (fast) gleichen Orten. 8/10

Contact High
Abgedrehte Komödie/Roadmovie mit Drogen von Michael Glawogger. Das genügt und ist gut. 7/10

MopedTobias

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10.02.2019 - 17:24 Uhr
"Her" ist natürlich auch grandios, lässt sich auch zweifesfrei bei den besten Liebesfilmen der 2010er einordnen.
Platzanweiser
10.02.2019 - 17:29 Uhr
Zu "Her" gibt es einen eigenen Thread:

https://www.plattentests.de/forum.php?topic=83223

MopedTobias

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10.02.2019 - 17:55 Uhr
Entschuldigung, Herr Wachtmeister.
MopedMarvin
10.02.2019 - 18:00 Uhr
Menno, wollte eigentlich wieder spoilen. :(
Wolfgang M. Schmitt
10.02.2019 - 18:31 Uhr
Der schlimmste Disney-Film: DER KÖNIG DER LÖWEN

Der Disney-Konzern ist berühmt für seine putzigen Figuren in süßlichen Filmen, doch dahinter steckt immer auch Ideologie. Nirgends wird das deutlicher als in dem vermeintlichen Kinderfilm DER KÖNIG DER LÖWEN, dem eine gefährliche Geisteshaltung zu Grunde liegt. Mehr dazu im Video!
https://www.youtube.com/watch?v=SotONIhFUxA
retro
10.02.2019 - 18:40 Uhr
Green Book - 7/10

Wie erwartet ganz nett, aber nichts spezielles und sehr vorhersehbar.

boneless

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10.02.2019 - 20:37 Uhr
The Favorite

Ok, ein Film von Giorgos Lanthimos und die Schauspieler dürfen agieren wie normale Menschen und der Soundtrack besteht nicht aus größtenteils dissonanten Klängen? Ein wenig seltsam mutete das schon an, hatte man sich doch an die so eigene, schrullige Art des Griechen längst gewöhnt. Das Lanthimos nicht am Drehbuch beteiligt war, merkt man jedenfalls sehr deutlich und auch sonst würde ich behaupten, dass er wenig von seinen Trademarks hat einfließen lassen, was The Favorite zu seinem zugänglichsten, aber keinesfalls besten Film macht.
Ich war nicht enttäuscht, aber schon ernüchtert. Klar, schauspielerisch ist das schlicht fantastisch gewesen, vor allem Emma Stone war eine unglaubliche Wucht und hat in meinen Augen alle anderen an die Wand intrigiert. Hinzu kommt eine atemberaubende Kulisse und eine perfekte musikalische Untermalung, aber storytechnisch hat mir das Ganze wenig bis gar nichts gegeben. Glänzten die bisherigen Filme von Lanthimos immer mit einer unkonventionellen Geschichte, so war The Favorite fast schon langweilig und zu großen Teilen vorhersehbar (man hoffte insgeheim auf den Twist, aber er kam nicht...) und konnte mit seiner Inszenierung überhaupt nicht Schritt halten. Keine Frage, ich würde Lanthimos den Oscar mehr gönnen als allen anderen und Emma Stone muss ebenfalls einen bekommen, aber bester Film? Sicher nicht. 6/10

boneless

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10.02.2019 - 20:38 Uhr
Der Film heißt natürlich The Favourite...

MopedTobias

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10.02.2019 - 21:21 Uhr
Das ist für dich "wie normale Menschen agieren"? :D
Inhaltlich hat der Film in erster Linie emotional für mich funktioniert, Gedanken wegen fehlender Spannung oder Vorhersehbarkeit sind mir nicht gekommen. Fand ihn sehr gelungen.
Bonles
10.02.2019 - 21:23 Uhr
Ich nix sprechen mein Muddasprach dütsch noch mein Vasallen Zwisprech Inglish beherrschen perfeckt.

boneless

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10.02.2019 - 22:08 Uhr
Das ist für dich "wie normale Menschen agieren"? :D

Wenn du seine anderen Filme kennst, müsstest du eigentlich wissen, worauf ich hinaus will. ;D

MopedTobias

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11.02.2019 - 00:29 Uhr
Ja gut, sie verhalten sich nicht mehr dauerhaft so, als wären sie gerade aus einer Narkose aufgewacht.
False Flac (unangemeldet)
11.02.2019 - 03:56 Uhr
Ich fand "The Favourite" unterhaltsam (7/10), würde aber zustimmen, dass es sein bisher schwächster ist. Muss aber sagen, dass mich nach dem wirklich grandiosen "Dogtooth" kein Film von ihm mehr so richtig gekriegt hat.

MopedTobias

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11.02.2019 - 10:08 Uhr
Ich find ihn zwar konventioneller, weniger ambitioniert und, öhh, weniger filmisch/künstlerisch "wertvoll" als The Lobster, aber auch besser. Beim Hummer hab ich immer noch Probleme mit der zweiten Hälfte und The Favourite hat mich einfach weitaus mehr mitgenommen.

saihttam

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11.02.2019 - 12:43 Uhr
@boneless

Hast du schon den neusten Film von Alex Garland, Annihilation, gesehen. Der hat mich sehr beeindruckt. Durchweg spannend mit unfassbar tollen Bildern und und durchdringender Atmosphäre. Hat mehr innovative Ideen, als die meisten anderen Filme, die ich in dem Genre in den letzten Jahren gesehen habe, zum Beispiel verglichen mit Life, der zwar gute Unterhaltung bot, aber doch recht gewöhnlich wirkte. Das Ende von Annihilation kann ich zwar noch nicht so ganz einordnen, es ist aber in jedem Fall ein ziemlich einzigartiger Film. Sollte man sich unbedingt auf einem großen Bildschirm ansehen.

XTRMNTR

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11.02.2019 - 13:50 Uhr
Das Buch „Annihilation“ konnte mich sehr begeistern. Hatte was von einem modernen Lovecraft.
Den Film war leider zum vergessen. Obwohl Garland mit „Ex-Machina“ einen tollen Film abgeliefert hat.
An „Annihilation“ hat mich einfach alles kalt gelassen. Die Charaktere, die Welt, die Story und das nichtssagende Ende. Das Buch war da einfach runder.
Ähnlich enttäuschend wie „Mute“.
Lumpy
11.02.2019 - 15:33 Uhr
Ex Machina ist gut.
Annihilation nicht, dafür aber ein unfassbar dämlicher Film.

VfBFan

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11.02.2019 - 18:22 Uhr
Meine wahnsinnig abwechlungsreichen Bewertungen zu Yorgos Lanthimos.

Dogtooth 7.5/10
Alpen 7.5/10
The Lobster 7.5/10
The Killing of a Sacred Deer 7/10

Kinetta und The Favourite werden noch geschaut und die Bewertung von The Lobster hat noch einige Luft noch oben für die Zweitsichtung.

boneless

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11.02.2019 - 18:50 Uhr
@saihttam: hab ich auf dem Schirm, mal sehen, wanns klappt.

Ich fand "The Favourite" unterhaltsam (7/10), würde aber zustimmen, dass es sein bisher schwächster ist. Muss aber sagen, dass mich nach dem wirklich grandiosen "Dogtooth" kein Film von ihm mehr so richtig gekriegt hat.

Da ist was dran. Mir fehlte halt vor allem der Irrsinn, den Lanthimos in all seinen Filmen aufblitzen ließ und der aus den oft absurden Geschichten ganz besondere Erfahrungen gemacht hat. Mein Favorit (höhö) bleibt The Lobster, knapp dahinter Dogtooth, Alpen und Killing of a Sacred Deer. Dann The Favourite.
Ich möchte in diesem Zusammenhang noch mal eine besondere Empfehlung für Alpen aussprechen. Einen derart unangenehmen, seltsam komischen und trotzdem traurigen Film wird man so schnell nicht wieder sehen.
Hat eigentlich jemand Attenberg gesehen?

Ich find ihn zwar konventioneller, weniger ambitioniert und, öhh, weniger filmisch/künstlerisch "wertvoll" als The Lobster, aber auch besser. Beim Hummer hab ich immer noch Probleme mit der zweiten Hälfte und The Favourite hat mich einfach weitaus mehr mitgenommen.

The Favourite war keinesweg schlecht, aber hätte vor allem in Hälfte zwei gerne mehr eskalieren können. Die Fehde zwischen Sarah und Abigail hatte ja genug Potential, um richtig in den Wahnsinn abzudriften. Hier und da waren zwar Ansätze erkennbar, aber entweder konnte oder durfte Lanthimos nicht (inwiefern da das Drehbuch ein Rolle spielt, kann ich nicht einschätzen).

MM13

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11.02.2019 - 19:13 Uhr
predator upgrade 6/10
besser als gedacht.
!
11.02.2019 - 19:24 Uhr
"Wer den Wind sät."
Und ich fand ihn auf arte.tv.

MopedTobias

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11.02.2019 - 19:33 Uhr
Ich fands gut, dass The Favourite nicht allzu sehr in den Wahnsinn gedriftet oder eskaliert ist, das hat der Tragik mehr Raum gegeben. Mich hat Annes Schicksal auf eine überraschend direkte, unstilisierte Art getroffen, mit der ich so bei Lanthimos nicht gerechnet hätte. Interessant auf jeden Fall, dass er fremden Drehbüchern auch Luft geben kann und sie abseits der Inszenierung nicht zwingend seinen eigenen Regeln unterwerfen muss.

Meine Lanthimos-Wertungen würden übrigens ähnlich abwechslungsreich wie beim VfbFan aussehen, alles so zwischen 7,5 und 8. Mit der großen Ausnahme von The Killing of a Sacred Deer, der als fette 9 und einer der besten Filme der letzten Jahre alle überstrahlt.
Spud Cancer
11.02.2019 - 19:49 Uhr
Robin Hood (2018)

...?/10

hubschrauberpilot

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11.02.2019 - 22:19 Uhr
Operation Overlord 8/10

MopedTobias

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11.02.2019 - 22:43 Uhr
Den fand ich nicht so gut.

Matjes_taet

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11.02.2019 - 23:00 Uhr
Türlich war der gut. Die 8/10 passt schon.

MopedTobias

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11.02.2019 - 23:12 Uhr
Einer dieser Filme, die sich nicht trauen, ihr Trash-Potenzial völlig zu entfalten, gleichzeitig aber auch für alles andere nicht ganz taugen. Schon okay, sehr guter Anfang und danach auch noch halbwegs unterhaltsam, aber spätestens einen Tag später verschwendet man keinen Gedanken mehr daran. Es sei denn, jemand erwähnt im Lieblings-Internetforum :)
SpoilerTobias
11.02.2019 - 23:26 Uhr
*spoiler*

VfBFan

Postings: 32

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12.02.2019 - 10:44 Uhr
Ja, habe Attenberg schon gesehen, ist sehenswert. 7/10
Den Nachfolger "Chevalier" von der gleichen Regisseurin kann man auch gut anschauen, ist nur etwas schwächer. 6.5/10

Matjes_taet

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12.02.2019 - 13:01 Uhr
"Einer dieser Filme, die sich nicht trauen, ihr Trash-Potenzial völlig zu entfalten..."

Dann müsstest du "Polar" ja mögen. ;-)

Am Ende eh alles Geschmacksache.
Operation Overlord wird mir jedenfalls länger im Gedächtnis bleiben als der unsäglich prätenziöse "Killing Of a Sacred Deer" :P

Vor allem weil selbst der Nazi-Frankenstein noch mehr menschliche Regung zeigt, als die handelnden Personen in deinem gehyptem Durchschnittsfilm. ;-)

hubschrauberpilot

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12.02.2019 - 14:50 Uhr
Einer dieser Filme, die sich nicht trauen, ihr Trash-Potenzial völlig zu entfalten

Könntest du das nochmal erläutern? In meinen Augen macht der Film das nämlich thematisch sehr gut, bleibt auf der Handlungsebene aber ernst. Klar, ist figurentechnisch sehr stereotyp, bietet aber auch ein Minimum an Hintergrundinfos für die Hauptcharaktere. Für mich ist das kein Kritikpunkt, das kann man bei so einem Film erwarten.

aber spätestens einen Tag später verschwendet man keinen Gedanken mehr daran.

Er hat keine ikonischen Szenen, Darsteller, Dialoge und/oder Twists, ja. Aber so einen Maßstab will ich hier auch nicht anlegen.

MopedTobias

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12.02.2019 - 17:48 Uhr
Wenn ich mir ;) manche Beiträge :p so angucke :D war die ;-p Meinungsfreiheit :-D vielleicht doch nicht :-) die allerbeste ;) Idee *zwinkerzwonker* (Satire)
Time Trial (8/10)
13.02.2019 - 09:06 Uhr
Die Doku begleitet den schottischen Radprofi David Millar während der ersten Rennen seiner letzten Saison 2014. Hier werden nicht wie bei dieser Thematik zu oft üblich pflichtbewusst Karrierehöhepunkte oder vergangene Dopingvergehen in den Mittelpunkt gestellt. Der Ansatz ist ein künstlerischer. Mit Hilfe von Rad- und Motorradkameras werden uns fast surreal anmutende Bilder aus dem Herzen des Pelotons offeriert, Bilder, die einem Geschwindigkeit , Steigungsprozente ,aber auch Stürze und banale Schwierigkeiten beim Handschuhwechsel während voller Fahrt so nahebringen wie es dem Medium Film mit seinen audiovisuellen Mitteln nur möglich ist. Klare Empfehlung, nicht nur für Radsport-Fans.

Der Untergeher

User und News-Scout

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13.02.2019 - 14:17 Uhr
White Boy Rick (4/10)

RU486

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13.02.2019 - 14:18 Uhr
GHOSTLAND
2/10

Die Macher von "Martyrs" erschaffen ein neues Martyrium....


... im wahrsten Sinne des Wortes.

Wer sich durch die 1 ½ Stunden gequält hat, der weiß vermutlich was ich meine. Selten habe ich erlebt, dass sich ein Film so in die Länge zieht, wie dieser.

Es geht um Beth und Vera, zwei Schwestern. Sie ziehen mit ihrer Mutter in das Haus ihrer verstorbenen Tante. Nach einem Vorfall in diesem Haus sind die beiden vollkommen traumatisiert… doch was ist echt und was ist Einbildung? Mehr gibt es erstmal nicht zu sagen, so ist die Ausgangslage und ich verzichte zwecks Spoiler auf detailliertere Ausführungen.

- Plumpe Jumpscares = Plumpscares –
Man könnte meinen, dass ein Film wie „Ghostland“, der sich durchaus abseits des Mainstreams bewegt, etwas mehr auf dem Kasten hat als ein „Conjuring“ oder „Insidious“. Schließlich wird auch im Trailer extra fett damit geworben, dass die Macher von „Martyrs“ dahinter stecken… was den Film leider auch nicht besser macht und auch kein Garant für Qualität ist.

Leider zeichnet sich „Ghostland“ dadurch aus, dass er einen Jumpscare nach dem anderen einsetzt und verheizt – und zwar immer wieder so vorhersehbar, dass man sich nicht erschrecken kann. Deswegen sind es für mich auch „Plumpscares“ - weil wirklich jeder einzelne so vorhersehbar war, dass es einfach nur noch plump wirkte. Und wo wir gerade dabei sind: Welcher erwachsene Mensch findet Puppen mit roten Augen bitte gruselig????

- Geheule, Gekreische und Dummheit –
Die beiden Hauptprotagonistinnen können leider nicht viel mehr als rumheulen und rumkreischen. Ständig wird es laut, weil die beiden Ladys ihre Schreiorgane nicht im Griff haben. Und wenn sie dann mal nicht dumm in der Gegend rumschreien und flennen, dann handeln sie anders dumm. Und zwar so dumm, dass der Film gar nicht erst zustande gekommen wäre, wenn man sich hier nicht auf die endlose Dummheit der Protagonisten verlassen hätte.

- Kischeehafte und langweilige Bösewichte –
Auch die Bösewichte schneiden im Vergleich nicht besser ab: Ein entstellter Fettsack, der direkt aus „Wrong Turn“ angereist ist und der auf Pipi steht und gerne an Frauenhöschen riecht sowie ein Mann in Frauenkleidern - da wurde sich ein bisschen Inspiration bei „Das Schweigen der Lämmer“ geholt, nur dass die Bösewichte hier nicht mal ansatzweise so furchteinflößend sind, wie Buffalo Bill. Man erfährt nichts über sie, sie sprechen nicht (soll wohl mysteriös wirken) und bleiben auch ansonsten blass.

- Alles schon mal da gewesen – und das besser –
„Ghostland“ macht in der Tat nichts neu und überrascht zu keinem Zeitpunkt. Er schockiert auch nicht, weder durch Gewaltdarstellung noch irgendwie anders. Im Gegenteil, zu keinem Zeitpunkt fühlt man sich unwohl beim Gucken – und das zeigt schon, dass der Film vieles falsch macht. Wenn ich einen Horrorfilm schaue, will ich Atmosphäre und Mitfiebern.

Selbst der Twist in der Mitte des Films ist extrem vorhersehbar. „Ghostland“ verliert sich in einem Meer aus Jumpscares und dem festen Willen, unbedingt was anders machen zu wollen, sich unbedingt vom Mainstream abheben zu wollen. Für mich ist es daher schwer nachvollziehen, wie so ein Film 4 Sterne haben kann und ein Meisterwerk wie „Hereditary“ nur 3.

Alles in einem finde ich diesen Film tatsächlich extrem schlecht und kann den Film niemanden empfehlen, es sei denn, man hat Lust auf 1 ½ Stunden Gekreische und Geheule – dann kann man aber auch bestimmt was anderes gucken, Germanys next Toptrottel oder so ;)
filmtipps.at
13.02.2019 - 14:34 Uhr
Ghostland - Irrlichternde Bilder, brachiale Gewalt, doppelte Böden und die Extraportion Seventies-Terrorkino in einem spukhaften Landhaus, wo H.P. Lovecraft mit Rob Zombie Puppen spielt.

Dann hast du wahrscheinlich den Film nicht verstanden.

RU486

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Registriert seit 04.07.2018

13.02.2019 - 14:35 Uhr
Wind River 9,5/10


Cory Lambert, hier gespielt von Jeremy Renner, ist Jäger im Indianerreservat „Wind River“ in Wyoming. Eines Tages als er auf der Jagd ist, entdeckt er im Schnee die Leiche einer jungen Frau - es ist die Tochter eines Freundes von ihm. Seine eigene Tochter kam vor einigen Jahren selbst um's Leben. Um den Mordfall zu klären wird die in Vegas stationierte FBI-Agentin Jane Banner, dargestellt von Elizabeth Olsen, nach Wyoming geschickt.

Soviel erst einmal zur Geschichte - aus Spoilergründen verzichte ich darauf, den weiteren Storyverlauf zu erzählen. ;)

Auch wenn die Geschichte erstmal nicht sehr originell klingt, bzw. relativ schlicht daher kommt, so muss ich doch sagen, dass sie verdammt spannend inszeniert ist. Die Atmosphäre im Film ist sehr dicht, man spürt förmlich die kalte Luft auf der Haut, die Darsteller machen hervorragende Arbeit, allen voraus Jeremy Renner, der als harter Jäger mit weichem Kern, sich die Seele aus dem Leib spielt. Aber auch seine Kollegin Elizabeth Olsen muss sich nicht verstecken: Auch sie zeigt ihre innerliche Zerrissenheit sehr gut, eine junge FBI-Agentin aus dem sonnigen Florida, die kühl und distanziert wirkt, weil sie sich von den Fällen nicht emotional stressen lassen will. Für sie ist das nichts persönliches. In der einen Sekunde rumpelt sie daher wie ein Elefant im Porzellanladen bei den Eltern des Opfers rein und man hat das Gefühl, dass ihr ein wenig die Empathie fehlt. In der nächsten Sekunde sieht man sie dann aber weinend vor'm Spiegel - hier wird sehr deutlich gezeigt, wie man manchmal einfach kalt und distanziert sein MUSS, um sich selbst zu schützen und um sich von solchen Fällen nicht auffressen zu lassen...

Generell geht der Film sehr gut mit dem Thema "Verluste", "Trauer" und "Trauerbewältigung" um. Dabei verliert er nie seinen roten Faden, im Gegenteil, die Erzählweise ist sehr spannend aufgebaut. Die Charaktere sind tiefgründig aufgebaut, man fühlt mit ihnen mit, man leidet mit ihnen.

Während die meisten Filme vorhersehbar sind, habe ich mich hier ein paarmal erwischt, wie ich mich regelrecht vor der Abruptheit des Films erschrocken habe. :D Auch das Ende des Films ist wirklich gut durchdacht und der Showdown absolut befriedigend.

Für mich ein ganz klares Meisterwerk.

RU486

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Registriert seit 04.07.2018

13.02.2019 - 14:40 Uhr
@filmtipps

An diesem Schund gibt's nicht zu verstehen. Das war einfach nur Müll, billig produziert. Wer sich davor gruselt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.

Natürlich kann man auch in jedem Hundehaufen nach Kunst suchen… ^^

Wer Martyrs, The Woman und andere Konsorten kennt, wird wohl kaum bei Ghostland hinterm Ofen hervorgelockt.

TERROR war da überhaupt nichts. Schockierend erst recht nicht! Das war Müll, mehr nicht.

MopedTobias

Postings: 11118

Registriert seit 10.09.2013

13.02.2019 - 20:00 Uhr
Kleine Provokation *Wolfgangvoice*: Get Out ist ein besserer Film als Wind River.
ja und?
13.02.2019 - 20:27 Uhr
Ja und? In diesem Zusammenhang ist Prisoners selbstverständlich extremst konsequent.

Wind River ist das perfekte Gegenstück zu Hell on high water. Dieser hat vielleicht die bessere STory, aber Wind River ist um Längen packender und emotionaler inszeniert.


@RU486:
Da dir Wind River ja sehr gefallen hat, gehört zur "Konsumpflicht" Hell on high water und Sicario. (Falls du sie nicht kennen solltest). Inoffizielle Frontier-Triologie.
@ja und?
13.02.2019 - 20:34 Uhr
Wie meinst du den Satz mit Prisoners?
Mr. Cave
13.02.2019 - 21:42 Uhr
Der Film heisst übrigens "Hell Or High Water".
ja und?
13.02.2019 - 22:03 Uhr
Sorry bin ein wenig dämlich.

VfBFan

Postings: 32

Registriert seit 14.06.2013

13.02.2019 - 23:02 Uhr
@RU486
So viele Worte für so einen Schrottfilm, Respekt. Da brauche deiner Kritik nichts mehr hinzufügen. Ich fand ihn vom Anfang bis zum Ende wortwörtlich aufregend und ärgerlich.
War mir damals 2.5/10 wert.

Pascal Laugier Historie:
Martyrs 8/10
The Tall Man 5.5/10
Ghostland 2.5/10
Nächster Film 0/10?
Ups...
14.02.2019 - 08:22 Uhr
mein Held Pöni wird im Podcast der Streifenpolizei erwähnt...
ja und?
14.02.2019 - 09:20 Uhr
Wie meinst du den Satz mit Prisoners?

Der war an MopedTobias gerichtet und seine kleine Provokation. Vielleicht erklärt er dir das ja.


Sorry bin ein wenig dämlich.

In bester Gesellschaft.

ja und?
14.02.2019 - 09:44 Uhr
Sorry, führe hier Selbstgespräche.
ja und?
14.02.2019 - 09:47 Uhr
Selbstgespräche führen und nichtmal einen eigenen Nick haben. Meine Intelligenz!!111einself

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