Welchen Film habt Ihr zuletzt gesehen? Und wie fandet Ihr ihn?

User Beitrag
Pöni, der weltbeste Kritiker
10.01.2019 - 18:53 Uhr
Robin Hood
Neuauflage um den legendären König der Diebe, der der reichen Oberschicht Englands den Kampf ansagt.
Robin Hood in der hippen Plem-Plem-Version.
1 von 5 Pönis

Ben is Back
Julia Roberts kämpft als Mutter um das Schicksal ihres drogenabhängigen Sohnes.
Wer überragendes, dichtes Schauspieler-Spannungs-Kino mag, ist hier richtig.
4 von 5 Pönis

RU486

Postings: 77

Registriert seit 04.07.2018

11.01.2019 - 08:41 Uhr
Das ist kein Rant gegen „Get out“, sondern meine persönliche Meinung. Ich fand ihn extrem schlecht und vorhersehbar. Und wo war da Gesellschaftskritik? Ausser dass die Bösen (weißen) dem Guten (schwarzen) was tun - völlig ohne jede Graustufe. Wie öde das doch war. Da ist der von Dir genannte „A quiet place“ um Welten besser.

Aber jeder hat nen anderen Geschmack. Mir gefällt oft nicht, was den meisten gefällt.
Get Out
11.01.2019 - 09:35 Uhr
Was die Gesellschaftskritik in Get Out betrifft:
Die Gartenparty-Szene z.B.macht das sehr deutlich.Hier halten sich die Menschen aus der
feudalen weissen Oberschicht die Schwarzen
sozusagen als Schosshündchen.
Als Golfpartner,als jugendliche Liebhaber,etc.
Es gibt also keinen kulturellen Austausch,der
Schwarze hat sich dem Weissen und seinen
Bedürfnissen anzupassen.So zieht sich das eigentlich durch den ganzen Film.
Davon abgesehen waren auch die Darbietungen
der Schauspieler top,wenn ich da nur an Caleb
Landry Jones denke,der als Sohn der Familie ja
als einziger keinen Hehl aus seiner Gesinnung
macht.
Horrorfilme
11.01.2019 - 10:19 Uhr
Bei Horrorfilmen verhält es sich ja eh so,dass nach dem ersten Schauen der Gruseleffekt nicht
mehr so gegeben ist.Um den Film dann noch
würdigen zu können,sollte entweder die Atmosphäre absolut stimmig sein,oder man muss anfangen,den Film auf einer anderen Ebene zu verstehen.

Letzte Woche ist mir das bei Nightmare on Elm
Street passiert.Fand ich auch total langweilig,bis
mir dann auf Moviepilot erklärt wurde,worum es
da eigentlich geht: Um verdrängte Ängste,um
Schuld, die von den Eltern auf ihre Kinder übertragen wird,etc.pp...
So war ich dann wenigsrens gewillt,mein Urteil
von schwach auf annehmbar zu revidieren,weil
ja wenigstens alles noch Sinn ergab,jenseits des
nicht mehr vorhandenen Thrills/Grusels.

MopedTobias

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Registriert seit 10.09.2013

11.01.2019 - 10:38 Uhr
@RU: Ein Rant ist ja auch eine Meinung und das war ein Rant :) Bzgl. der Gesellschaftskritik kannst du ja auf meinen Link auf der vorigen Seite klicken, da wird ein bisschen was ausgeführt. Sonst was mein Vorposter sagt, kann da eigentlich bei allem zustimmen. Wie gesagt geht es um den "positiven" Rassismus der liberalen Gefühlslinken und das Ende ist eine extreme, der Form der Horror-Satire angepasste Persiflage auf kulturelle Aneignung. Was du hier mit "Graustufen" meinst oder willst, versteh ich nicht wirklich. Der Film ist im Grunde eine einzige Metapher, die Figuren sollen keine "echten" Menschen abbilden, sondern stehen alle für was.

A Quiet Place funktioniert vielleicht als normaler Horrorfilm besser, ist abseits davon aber weitaus weniger aussagestark. Ich mochte ihn aber auch ganz gern.
SpoilerTobias
11.01.2019 - 10:41 Uhr
*spoiler*

MopedTobias

Postings: 10875

Registriert seit 10.09.2013

11.01.2019 - 10:44 Uhr
Ich hab schon gesehen, dass ihr den Thread zum Film hochgeholt habt, Trolle. Mein Beitrag enthält aber nicht mal mit viel Fantasie irgendwelche Spoiler und kann deshalb auch problemlos hier stehen.
SpoilerTobias
11.01.2019 - 10:50 Uhr
Ich kann es einfach nicht lassen.
SpoilerTobias
11.01.2019 - 10:52 Uhr
Wenn ich auf einen Spoiler-Post antworte, folgen in der Regel weitere Spoiler. Ich raffe es einfach nicht.
Trau mich immer gar nicht...
11.01.2019 - 13:41 Uhr
wenn unser Weltbester Pöni vorher....Trau mich aber trotzdem...
Zuletzt gesehen:
4/10
Black Mirror: Bandersnatch (was für ein gehypter Schwachsinn, war nach 20 Min. durch und gut is)
I Still See You (Belanglos)

5/10
Message From The King (schade um den tollen Cast)
I Kill Giants (Uninteressant)
Gok-seong (The Wailing/Scheiß Overacting und unfreiwillige komisch, und laaaaang, gähn)
Mandy (noch so ein gehyter Schwachsinn aber wenigstens Phasenweise lustig)

6/10
Lonely Hearts (Krimiroutine, mit starkem James Gandolfini und durchaus erträglichem Travilta)
The Trust (Cage diesmal ohne Overacting und ein guter Hobbit, Story Schwachsinn)
First Reformed (unglaubwürdig und wirr, schade bin großer Schrader-Fan)
Ocean‘s 8 (Nett, mit routinierter Blanchett und cooler Bullock)
Zhui bu (Manhunt bzw. Notwehr/ Schöne und naive Menschen in schöner Umgebung, Story? welche Story???Aber die Tauben waren drin...)
Deliever Us From Evil (ein- zweimal Gänsehaut, immerhin...)
Birth (kann mit so einem Psychoquark nicht viel Anfangen, aber Nicole und Ambiente großartig, Danny Huston gut wie fast immer)
The Equalizer 2 (Nochmal Routine, kein Vergleich zum ersten, da war ja John Wick 2 fast ein Meisterwerk)
Please Stand By (zu kitschig und unglaubwürdig)
Ghost Stories (Besser als befürchtet und relativ kurzweilig)
Bird Box (Wie in einer Kritik stand, am Anfang und Ende gut bis stark, gerade am Anfang hätte es auch ein guter Zombiefilm sein können)

7/10
Foxcatcher (Gute Darsteller, aber Catchen interessiert mich auch danach nicht die Bohne.
Morivation habe ich nicht verstanden. Sienna Miller verschenkt...)
High-Rise ( Nette Fantasiesatire über die britische Klassengesellschaft...) zu
Roma (Hätte ich gerne in Farbe gesehen, obwohl ich s/w Filme mag. Mexiko ist ein so schönes und buntes Land. Ärgerlich die Hundescheisse, wer wohnt ernsthaft so? Toller Cast ansonsten, Story oK)
Blue Collar (Ein erstes (fast) Meisterwerk von Schrader. Gute Filme über die einfache Arbeiterschicht in den USA gabs, glaub ich, nur in den End 70ern/ Früh 80ern (Silkwood, Norma Rae)
Chez nous (Das ist unser Land! / Guter Film über die französischen Nazis)
Colossus: The Forbin Project (Kannte ich noch gar nicht, etwas Naiv aber spannend)
I, Tonya (Gut)
Ssa-i-b-geu-ji-man-gwen-chan-a
(I‘m A Cyborg, But That‘s OK / nettes Märchen, südkorea (fast) ohne Overacting und durchaus realistischer Darstellung der Zustände in der Psychiatrie)
Brooklyn (Kitschfrei und erfrischend charmant)

8/10
The Revenant (WH / korrigiert von 7 auf 8. Leo mit dem Mut zur Hässlichkeit. Monumental und ein grandioser Hardy)
Heaven‘s Gate (erstmals im Dir. Cut & Blue-Ray / Fügt dem Film nichts neues hinzu, obwohl, mehr Bridges tut dem Film (und mir😎) schon gut.
Ich liebe die ersten vier Filme von Cimino, da ist er auf Augenhöhe mit Scorsese, Spielberg und Coppola)
Room ( Der hat mich echt überrascht, großartig gespielt und erzählt)

9/10

Aviatar (ich mag den Film auch noch nach dem vierten mal sehr...)

Avatar oder Aviator?
11.01.2019 - 15:30 Uhr
;)
Sry...
11.01.2019 - 15:58 Uhr
Aviator (Scorsese), so viel geschrieben, da kann schon mal ein Fehler passieren...
The Breakfast Club (8/10)
11.01.2019 - 15:59 Uhr
Jetzt noch St.Elmo's Fire,und der Nachmittag wäre perfekt.Schade,leider nicht da.
Rudi Aschlmeier, Vampirjäger
11.01.2019 - 16:13 Uhr
"The Revenant" fand ich auch ganz nett. Schöne Landschaftsbilder, ein routiniert agierender Arschloch-Hardy und eine unappetitliche Bären-Angriffsszene, die die aus "Auf Messers Schneide" in seiner Grausamkeit in den Schatten stellt. 6,5/10
Korrektor
11.01.2019 - 16:16 Uhr
-seiner
+ihrer
DeutschIehrer LämpeI
11.01.2019 - 16:17 Uhr
Da hat ja nochmal jemand die Kurve gekriegt...

MopedTobias

Postings: 10875

Registriert seit 10.09.2013

11.01.2019 - 16:28 Uhr
+2
+3
-1

Wer kann das den richtigen Filmen aus dem 13:41-Posting zuordnen?
VespaMoretti
11.01.2019 - 16:34 Uhr
Ich muss das jetzt unbedingt wissen; mein Seelenheil hängt davon ab!
Wolfgang M Schmitt Jun
11.01.2019 - 18:37 Uhr
Ben Is Back
ist ein sehenswerter dramatischer Thriller. Julia Roberts und Lucas Hedges fahren durch eine tiefschwarze Nacht in der Hoffnung auf einen Morgen danach.

jayfkay

Postings: 435

Registriert seit 26.06.2013

11.01.2019 - 19:13 Uhr
-6

Wer kann das dem richtigen Film aus dem 13:41-Posting zuordnen?

MopedTobias

Postings: 10875

Registriert seit 10.09.2013

11.01.2019 - 19:45 Uhr
Ich weiß aber ich sag nicht.
...
11.01.2019 - 20:18 Uhr
Please stand by,meine mich zu erinnern.Oder
I kill giants -1/10
Paul Dano
11.01.2019 - 23:36 Uhr
Paul Dano kann alles:den jungen Brian Wilson,
das Schwein aus 12 Years a slave,das Opfer
aus Prisoners..In jeder Rolle überzeugend.
kräk
11.01.2019 - 23:40 Uhr
Ratet mal !

+1
kräk
11.01.2019 - 23:42 Uhr
Foxcatcher 8/10(
@kräk
11.01.2019 - 23:43 Uhr
Cool dass mal jemand antwortet.
Peppermint Patty
11.01.2019 - 23:44 Uhr
Ja,find ich auch.
Montze feillu
11.01.2019 - 23:45 Uhr
Du sagt's es!
Montze feillu
11.01.2019 - 23:47 Uhr
P.S.:Bin geistig behindert.
3 Tage in Quiberon (9/10)
12.01.2019 - 00:04 Uhr
Wenn man sich vorher ein wenig mit der Biographie von R.S. beschäftigt hat,merkt man
wie gross dieser kleine Film eigentlich ist.
Ein Jahr später war alles vorbei,der Tod ihres Sohnes war letztendlich nur das "I-Tüpfelchen"
auf dieser tragischen Geschichte,die kaum ein
anderes Ende nehmen konnte.
Castorp,der echte
12.01.2019 - 01:12 Uhr
Eine Bitte:Könnt ihr meine Beiträge von 20:18
bis 23:47 löschen,die zerstören leider nur den
Flow des Threads.Schuld waren aber auch die
Grünen mit ihren ach so lustigen Ratespielchen
auf die sie eh nie antworten wollten.
Was zu sagen hatte ich eigentlich nur bei
3 Tage in Quiberon.
MofaKevin
12.01.2019 - 01:24 Uhr
Vielleicht sollte ich mir endlich mal paar Freunde suchen...
Und selbst ?
12.01.2019 - 01:27 Uhr
Die Zeit ist vorbei,mein Freund.
Armin Linder Style
12.01.2019 - 03:10 Uhr
Die Nudden werden gebumst und die Männer auch!
Castorp,der echte
12.01.2019 - 06:10 Uhr
Lass einfach so,wie es ist.Ist halt so.

Matjes_taet

Postings: 160

Registriert seit 18.10.2017

12.01.2019 - 14:19 Uhr
Upgrade: 6,5/10

Optisch sehr viel aus kleinem Budget gemacht.
Letztendlich hat er mich aber nicht richtig gepackt. Einfach zu viel bereits bekannte Versatzstücke. (Ex Machina, Robocop etc. etc.)


What Keeps You Alive: 7 /10

Kleiner, gemeiner, stimmungsvoll eingefangener Terrorfilm. Diesmal zur Abwechslung mit Lesben.


ganz klar
12.01.2019 - 15:13 Uhr
Der Linder muss sich endlich löschen!
Wolfgang M Schmitt Jun
12.01.2019 - 15:24 Uhr
Warum dieser Erfolg? BIRD BOX und A QUIET PLACE

Nicht sehen, nichts sagen und die Welt ist aus den Fugen. Der Netflix-Film "Bird Box" von Susanne Bier ist ein Überraschungserfolg, aber auch "A Quiet Place" von John Krasinski hat unerwartet viele Besucher in die Kinos gelockt. Warum sind ausgerechnet diese beiden, sich sehr ähnelnden Filme derart erfolgreich? Was sagt das über unsere Gegenwart aus? Beide Filme erzählen eine simple Geschichte in einem apokalyptischen Bedrohungsszenario, beide handeln sie von Müttern und beide stehen sie für eine omnipräsente Ideologie.

MM13

Postings: 1534

Registriert seit 13.06.2013

13.01.2019 - 09:28 Uhr
braven 6,5/10
jason momoa in einem ganz guten oldschool actionfilm,mit teilweise sehr schönen landschaftsbildern kanadas.
Frägende Ente
13.01.2019 - 09:46 Uhr
Warum schreibt ihr das nicht in irgendwelche Filmforen? Auf dieser Seite geht es um MUSIK!
Welche Ideologie?
14.01.2019 - 09:15 Uhr
Kenne weder Bird Box oder A Quiet Place,aber der Wolfgang-Beitrag unterschlägt die Pointe,
nämlich um welche omnipräsente Ideologie es
gehen soll!
Schon..
14.01.2019 - 10:20 Uhr
Gut,bezieht sich wahrscheinlich auf den ersten
Satz, aber ein wenig kryptisch bleibt es doch.

RU486

Postings: 77

Registriert seit 04.07.2018

14.01.2019 - 11:08 Uhr
@MopedTobias

Man kann in jeden Schwachsinn irgendwas hineindichten. Und auch in einer Gesellschaftskritik, kann es Graustufen geben, hier aber nicht, hier sind die Charaktere nur gut und böse, nicht mehr und nicht weniger. Ob sie dabei nur eine Metapher sind, spielt absolut keine Rolle!

Gesellschaftskritik hab ich schon tausend Mal besser und subtiler gesehen - und "Get out" hebt sich da absolut nicht von der Masse ab, obgleich man ihm das andichtet, aus Mangel an Alternativen.

RU486

Postings: 77

Registriert seit 04.07.2018

14.01.2019 - 11:17 Uhr
I still see you - 3,5/10


Wenn man sich die Story von "I still see you" mal ansieht, könnte man meinen, dass dieser Film sich vom Rest abheben möchte und mit ein paar frischen Ideen daher kommt. Der Ausgangsplot ist ganz interessant: Nach einer nuklearen Explosion, die viele Menschen das Leben gekostet hat, wandeln unter den Menschen immer noch die Jenseitigen - Projektionen von Menschen, die früher einmal gelebt haben und bei dem Unglück umkamen, also quasi Geister-Projektionen. Sie erscheinen an unterschiedlichen Stellen und haben kein Bewusstsein.

Die ersten Minuten von "I still see you" versprechen etwas Neues - leider flacht der Film danach immer mehr ab und wird zum Ende einfach nur haarsträubend und verheerend unlogisch. Der Film bedient sich an so ziemlich jedem Klischee, das es gibt. Ob es nun eine schlecht inszenierte Liebesbeziehung ist, eine überaus kitschige "Ich vermisse meinen toten Dad"- Geschichte oder ein komplett haarsträubender Twist gegen Ende des Films - das alles ist nicht originell, sondern einfallslos und schon tausend Mal in besserer Form da gewesen. Da hilft auch die schön geschmückte Ausgangssituation nicht.

Die Hauptprotagonisten ist viel zu alt für ihre Rolle und hat gefühlt nur eine Mimik, der sie sich bedienen kann. Die Story bietet keinerlei Überraschungen und schon nach etwa 5 Minuten kennt man den kompletten Ausgang des Films (zuminder jeder, der schon ein paar Thriller/Krimis/Horrorfilme gesehen hat). Am Ende überrascht der Film zu keiner Zeit, er überrascht eher dadurch, dass er so konsequent diese schwachsinnig Linie führt und eben gar nicht überrascht :'D Er ist mehr Drama, als irgendwas anderes, ist aber durch Thriller- und Horrorelemente weder so richtig Fisch noch Fleisch.

Nur ein kleines spoilerfreies Beispiel: Die Hauptprotagonisten möchten etwas über einen Jenseitigen herausfinden und begeben sich ins Sperrgebiet: Welches natürlich NULL überwacht wird und wo sie natürlich ohne Geigerzähler und ohne Schutzanzug absolut keine gefährliche Strahlung abbekommen -.-

Das ganze zieht sich bis zum schwachsinnigen Ende des Films und die letzte Szene ist an Schwachsinn kaum zu überbieten, denn sie ist komplett unlogisch - als ob die Filmemacher blau gewesen wären.

Fazit: Leider ein sehr schwacher Film.

MopedTobias

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Registriert seit 10.09.2013

14.01.2019 - 11:38 Uhr
Du meintest auf der vorigen Seite noch, Hereditary könne nichts dafür, wenn man mit seiner Thematik nichts anfangen kann, aber wirfst Get Out hier selbst Dinge vor, für die der Film keine Schuld trägt. Du gestehst ihm seine Form nicht zu. Die Figuren haben keine "Graustufen", weil sie Ideen, keine Charaktere repräsentieren, und hätten sie "Graustufen", stehen sie für nichts mehr und der Film wird zum Nichts. Deine Kritik hat keinerlei Halt im Film selbst.

Mit einer Sache hast du aber recht, er ist natürlich völlig unsubtil. Sind Satiren immer irgendwo, aber von mir aus kann man das kritisieren, wenn man das nicht mag. Aus welcher "Masse" sich dieser Film allerdings nicht abheben soll, versteh ich nicht, was ist denn alles vergleichbar?

RU486

Postings: 77

Registriert seit 04.07.2018

14.01.2019 - 11:58 Uhr
ACHTUNG SPOILER! Wer die Filme HEREDITARY und GET OUT noch nicht gesehen hat bitte nicht weiterlesen.

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So, um auf alles einzugehen, bleibt es nicht aus, dass man detaillierter auf die Handlung eingeht.

Hereditary ist ein Horror-Drama und genau das bekommen wir! Keine Ahnung, woher Du Deinen Vergleich ziehst, aber er ist schwachsinnig.

Get out ist ein Thriller, der Gesellschaftskritik an den Tag legt - und zwar alles andere als subtil. Sie wird einem so doll ins Gesicht geschlagen, dass es schon viel zu viel ist. Es hat mich schon nach 45 Minuten komplett entnervt, wie klischeehaft die Charaktere gezeichnet sind, wie absolut vorhersehbar und durchschaubar die Handlung ist. Ich wusste nach 3 Minuten, dass die Freundin die Böse ist und jetzt komm mir bitte nicht wieder mit diesem Lächerlichen "DAS IST NUN MAL SATIRE". GÄHN. Egal ob das nun Satire sein soll, oder nicht, das interpretiert schließlich jeder anders! Der Film hat keinen Spannungsbogen. Wenn ich nach 2 Minuten des Films schon weiß, dass der liebe blinde Mann am Anfang des Films möglicherweise der böseste Bube ist, dann macht der Film nun mal definitiv was falsch. PUNKT. Und das kann man Hereditary nun wirklich nicht vorwerfen – oder hättest Du etwa damit gerechnet, dass die Figur aus den Trailern einem schon recht früh genommen wird? Und vor allem wie?

Wenn Du mich fragst, welche Filme in dem Genre das denn besser machen, kann ich nur sagen: So ziemlich alle Thriller, die ich in meinem Leben gesehen habe.

Natürlich kann man da jetzt auch noch tausend Sachen hinein interpretieren, um den Film nachträglich besser wirken zu lassen. Wenn mich ein Film aber nicht berührt, dann hat er was falsch gemacht und ich kann einen Film, der mich komplett langweilt dann eben nicht zusprechen dass er ja "so tolle Gesellschaftskritik" hat.

MopedTobias

Postings: 10875

Registriert seit 10.09.2013

14.01.2019 - 14:15 Uhr
Ich hab Hereditary nicht gesehen, das steht auch auf der vorigen Seite, der Vergleich zielte nur darauf ab, dass deine Aussagen zu den Filmen nicht zusammen passen. Aber ist auch nicht so wichtig.

Gut, wenn du Get Out nur als normalen Thriller, als Genre-Film ohne Subtext, bewerten willst, geschenkt. Ich finde, dass er auch so funktioniert, fand ihn unterhaltsam, lustig, spannend und wenig vorhersehbar, aber wenn du das anders empfindest, lässt sich nicht viel gegen sagen. Ich finde es nur schwierig, Kritikpunkte an einem Film abzuleiten, die nicht auf ihm selbst, sondern auf der eigenen Ignoranz gegenüber seiner inhaltlichen Intention und daraus resultierenden Form-Entscheidungen basieren. Bevor ich mich zu einem Film so erschöpfend wie du äußere, möchte ich mich eigentlich vorher angemessen mit ihm auseinandergesetzt haben.
Horst2000
14.01.2019 - 16:51 Uhr
Ich schliesse mich RU486 an, Get Out war einfach Grütze und funktioniert für mich weder als Horrorflick noch als Satire.

Kleine Anekdote zum Kinostart damals ist aber hängen geblieben. Meine Frau hat die Globes (oder waren es die Oscars?) zu der Zeit verfolgt und den Streifen aufgrund eben dieser vom Feuilleton hervorgehoben Qualitäten in der Rassismus-Debatte ausgesucht. Ich dagegen hab mich uninformiert mitschleppen lassen. Hochgelobter Gruselstreifen auf großer Leinwand, reichte mir. Enttäuscht waren hinterher beide, das hat mit Ignoranz gegenüber der Intention nichts zu tun.


Zappyesque

Postings: 77

Registriert seit 22.01.2014

14.01.2019 - 17:17 Uhr
Dem kann ich mich nur anhängen. Get out ist wirklich durch und durch ein fauler streifen. Nach 20 min. War doch gefühlt spätestens alles gesagt, der Rest war schon provokant langweilig... ein Hype den ich wirklich nicht verstehen konnte. Ich kritisiere ihn übrigens sowohl als Satire wie auch als thriller/Schocker. Ich war weder amüsiert, noch zu irgendeinem Zeitpunkt auf die Palme gebracht worden. „Die Charaktere haben keine Graustufen weil sie Ideen repräsentieren“???? Dann schreib halt ein Manifest wenn du zu einem Drehbuch nicht in der Lage bist, kann ich dem Regisseuren/Drehbuchautoren da nur raten. Und paar GUTE Ideen sollten sich darunter evtl. Auch befinden. Nunja, dass es bei vielen für Euphorie gesorgt hat zeigt ja das ich da evtl etwas nicht verstanden habe dein belasse ich es bei diesem kurzen Rant lieber. Meine Tasse Tee ist’s nicht.

MopedTobias

Postings: 10875

Registriert seit 10.09.2013

14.01.2019 - 17:19 Uhr
Die Ignoranz bezieht sich nur darauf, dass RU wiederholt und ausschweifend Aspekte kritisiert, ohne sie einzuordnen - die Charakterzeichnung, die fehlenden Grautöne, bei denen ich übrigens immer noch nicht genau weiß, was damit gemeint ist. Dass eine Enttäuschung und das bloße Nichtgutfinden des Films mit Ignoranz einhergehen, habe ich nicht gesagt! (Und auch nicht gedacht :>). Nicht, dass du mir das unterstellst, Horst, aber dein letzter Satz lässt sich in die Richtung deuten und ich möchte das klarstellen.

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