Welchen Film habt Ihr zuletzt gesehen? Und wie fandet Ihr ihn?

User Beitrag

MopedTobias

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26.12.2017 - 19:22 Uhr
@hubi: Danke fürs Kompliment :*

hubschrauberpilot

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26.12.2017 - 23:01 Uhr
Immer doch. Huch, hier wurde ja ordentlich durchgewischt. Lohnt sich gar nicht mehr mit dem Troll zu schreiben, kostet nur Beiträge.

47 meters down

Auf allen Ebenen leider ziemlicher Durchschnitt, da gibt es viele weitaus bessere Haiangriff-Filme.

5/10

Gomes21

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27.12.2017 - 00:20 Uhr
The Last Witchhunter 3/10
Bullshit week
Cpt. Obvious
27.12.2017 - 21:04 Uhr
Bound - Gefesselt 8/10
Thriller. Sehenswertes Frühwerk der Wachowski-"Brüder".

Leatherface

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28.12.2017 - 06:22 Uhr
Bright

Bright ist möglicherweise nicht der schlechteste Film des Jahres - schließlich hat das Jahr auch solche Schmankerl wie The Emoji Movie zu bieten -, aber ich bin gewillt ihm trotzdem die Krone zu geben. Nicht auf der Basis von hoffnungsloser Inkompetenz sondern vorgetäuschter Ambition oder so. Boah, ist dieser Film faul und träge und öde und leblos, ein Netflix-Blockbuster, der davon überzeugt zu sein scheint, dass sein Publikum nebenbei noch andere Sachen macht und sowieso nicht richtig aufpasst, warum sich also Mühe mit irgendwas geben? Die hübsche Prämisse und Will Smith und so haben schon dafür gesorgt, dass die Leute draufklicken - Ziel erreicht, was will man mehr?

Mad Max: Fury Road und Bright am gleichen Tag zu sehen, kann zur Sprengung der Synapsen führen, aufgrund der schieren Qualitätsspanne, die da zurückgelegt wird. Ersterer ist das Non plus ultra in Sachen Worldbuilding, nie anhaltend, um irgendwelche Erklärungshaufen abzusondern, aber randvoll mit unendlich vielen, sorgsam und liebevoll platzierten Details, die eine Welt erschaffen, die von der ersten Sekunde an voller Leben und Klarheit und Geschichten steckt. In Zweiterem stampfen zwar Orks, Elfen, Zentauren und Feen durch die urbane Szenerie, aber niemand, der an dieser Produktion beteiligt war, hat sich Gedanken gemacht, die über die alleroberflächlichste Ebene hinaus gehen. Nichts hier wirkt natürlich oder durchdacht oder wahrhaftig, sondern wie spontan erfunden und wird nicht etwa präsentiert, um irgendwas spannendes zu erzählen, sondern einfach nur weil's cool aussieht und einer dünnen Rassismus-Allegorie dienlich sein muss, der es gelingt gleichzeitig zu unangenehm realitätsnah und zu platt und doof zu sein, und die zu dem weltbewegenden Schluss kommt, dass ja die inneren Werte zählen. Ja, erinnern wir uns in diesem Zeitalter von institutionalisiertem Rassismus, Polizeigewalt und komplexen Rassenverhältnissen - was Bright angeblich thematisieren möchte - doch alle mal an die Binsenweisheit, dass die inneren Werte zählen. Das wird helfen.

Innere Welte zählen hingegen herzlich wenig in Bright. Die Figuren sind dünn, die Story ist noch dünner. Will Smith als zynischer Menschen-Cop und sein gutherziger, aber diskriminierter Ork-Partner Joel Edgerton prügeln sich durch einen LA-Plot, den man von den Resterampen der Fantasy- und Cop-Thriller-Klischees zusammen gekratzt hat. Es gibt Ork-Gangs, es gibt irgend so eine Prophezeiung, es gibt Zauberstäbe, es gibt eine üble Elfen-Sekte, angeführt von Noomi Rapace (die Oberbösewichtin dieses Films - mit ganzen 3 Dialogzeilen), die einen dieser Zauberstäbe benutzen will, um irgendeinen Dark Lord zu erwecken, der dann alle umbringen soll oder so, und es gibt ein Elfenmädchen zwischen den Fronten, der man auch einfach "Soll wie Milla Jovovich in Das Fünfte Element sein" auf die Stirn hätte schreiben können und der Titel bezieht sich auf einen Jedi-mäßigen Zustand, den nur wenige Auserwählte...bla bla bla.

Das ist alles so halbgar, vage und routinemäßig wie es nur sein kann und Regisseur David Ayer scheint vollkommen uninteressiert daran zu sein, so etwas wie eine kohärente, verständliche, interessante Mythologie aufzubauen und frönt lieber seinem LAPD-Fetisch mit standardisierten Schuss- und Prügel-Szenen bis der Produktion zum großen Finale dann offenbar das Geld ausgegangen ist, sodass man den großen Höhepunkt in ein paar Close Up-Mastershots filmen musste, zwischen denen unmotiviert hin und her geschnitten wird, und essentiell wichtige Einstellungen offensichtlich fehlen. Das ist nur eine von vielen unergründlichen Regieentscheidungen, die hier getroffen wurden. Der Moment, wenn Will Smith seine rassistischen, korrupten Kollegen erschießt und der Film stürzt sich nicht nur in die Slow-Motion sondern legt auch noch irgendeinen kitschigen Popsong drüber, ist das Schlimmste, was ich dieses Jahr gesehen hab, während Oneliner wie "Fairy lives don't matter" oder "If you act like my enemy, you become my enemy" die schlimmsten Dialogzeilen sind, die ich dieses Jahr hören musste.

Autor Max Landis hat über Twitter verlautbaren lassen, dass "Bright" sowas wie sein Star Wars sein könnte, bis dann die vernichtenden Kritiken eingetrudelt sind und er den Tweet beschämt gelöscht hat. Star Wars ist das in der Tat nicht und ich würde lieber ein Jar Jar Binks-Spinoff sehen als ein Sequel zu diesem lieblosen Trash, der sich noch nicht mal genug Gedanken gemacht hat, um einen einzigen Film halbwegs mit Inhalt zu füllen, geschweige denn eine ganze Saga. Will Smith hat es hingegen geschafft das zweite Jahr in Folge im schlechtesten Film des Jahres aufzukreuzen (nach "Collateral Beauty"). Herzlichen Glückwunsch.

2/10

SamVimes

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28.12.2017 - 10:20 Uhr
Barakah meets Barakah: Definitiv der beste Saudi-Arabische Film, den ich dieses Jahr gesehen habe, leider auch der einzige. Besonders ist er natürlich eben deshalb interessant, weil man Einblicke in den Alltag in einem Land bekommt, von dem man ja sonst eher aus den Nachrichten hört. Die Geschichte ist dann nett, gelegentlich aber etwas überstürzt erzählt. 6/10

MopedTobias

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28.12.2017 - 11:08 Uhr
Sehr schön geschrieben, Leatherface, Bright ist wirklich ein furchtbarer Film.
Pöni, der weltbeste Kritiker
28.12.2017 - 12:54 Uhr
Die Flügel der Menschen
Drama um einen alten Pferdedieb, der glaubt, Mensch und Pferd wären mythisch verbunden
4 von 5 Pönis

Voll verschleiert
Komödie, die Klischees vom Islam und der westlichen Welt aufeinanderprallen lässt
3 von 5 Pönis

lumiko

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28.12.2017 - 13:59 Uhr
"Wunder einer Winternacht" 8,5 / 10
ein schöner, anrührender finnischer Weihnachtsfilm über die Entstehungsgeschichte des Nikolaus.

"Titanic" 8 / 10
also, eigentlich ist das doch ein guter Blockbuster - klar ist die Liebesgeschichte sehr dick aufgetragen, aber der Untergang und die Umstände, die dazu führen werden toll dargestellt.

hubschrauberpilot

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30.12.2017 - 21:04 Uhr
Ich hab von Titanic auch wirklich nur das Ende bisher geguckt, und das war spektakulär. Die Liebesgeschichte brauch ich nicht, armer Mann trifft auf reiche Frau, die wahrscheinlich noch nie richtig frei sein konnte und zeigt ihr die Freuden des Lebens, gähn.

Superhelge

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30.12.2017 - 21:40 Uhr
Die Weihnachtsgeschichte in der neuen Animationsvariante von Disney.

Zuerst: Ich mag keine Animationsfilme - außer dem großartigen Rango, der einer meiner Lieblingsfilme ist.

Dennoch war das eine schöne, teils sehr düstere Version des Dickens-Klassikers für Erwachsene, bis auf ein paar Details (z.B. nerviger 2. Geist) und manchmal arg schwache, unstimmige Dialoge (was aber an der Übersetzung liegen kann).

6/10

lumiko

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30.12.2017 - 21:46 Uhr
@hubschrauberpilot

schön gemacht fand ich noch Abfahrt mit den tollen Kamerabildern vom Schiff.

hubschrauberpilot

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30.12.2017 - 22:27 Uhr
Ja, wie gesagt, mehr vom Film hab ich bisher nicht gesehen.

Justice League

Das war ja mal nix. Dabei hatte man mit Wonder Woman einen komplett runden und stimmigen Film abgeliefert, aber offensichtlich nichts aus Fehlern wie Batman vs. Superman und Suicide Squad gelernt. Die Background Story von Aquaman und Cyborg fehlt komplett, zu The Flash gab es ja scheinbar eine Serie (die ich nicht geguckt hab), aber das reicht einfach nicht. Henry Cavill wird einfach wiederbelebt (die Selbstironie ala Friedhof der Kuscheltiere war gut gemeint, aber verpuffte schnell), ist zwar ein schöner Mann, aber ein miserabler und uncharismatischer Schauspieler, Batman als zentrale Figur bleibt unspektakulär, der einzige Lichtblick bleibt Gal Gadot, die auch die besten Szenen (Lasso der Wahrheit) hatte. Ansonsten CGI-Action vom Reissbrett, einen schwachen Bösewicht und lahme "Vampir-Blech-Fledermäuse" (wtf?). Was bleibt am Ende hängen? Marvel macht es seit Jahren besser, obwohl Marvel die langweiligeren Superhelden hat. Irgendwie schräg.

5/10

MopedTobias

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31.12.2017 - 01:16 Uhr
The Killing of a Sacred Deer 9/10

Ein Tag vor dem Jahreswechsel und ich habe den möglicherweise besten Film 2017 gesehen. Colin Farrell - großartig, wie immer wenn, er mal abseits von High-Budget-Produktionen ein bisschen mehr gefordert wird - spielt den Herzchirurgen Steven Murphy, der ein scheinbar perfektes, wohlhabendes Leben mit Frau und zwei Kindern führt. Von Beginn an wird klar, dass es sich hier um einen Film von Yorgos Lanthimos (Dogtooth, The Lobster) handelt, denn alles ist irgendwie... schräg, von den monotonen Performances über die sterile Ausdruckslosigkeit, mit der seltsam direkter Smalltalk und eigentlich jede Art menschlicher Interaktion betrieben wird, bis hin zum offenbar sehr engen Verhältnis Murphys zu Barry Keoghans unheimlichen Teenager Martin. Auch wenn es so ziemlich jede verfügbare Kritik zum Film tut, werde ich die Enthüllungen um Murphy und Martin hier nicht spoilern, denn das sich daraus entspinnende, irgendwo zwischen Lynch-Surrealismus und Hanekes physischer wie seelischer Folter der Bourgeoisie platzierte Drama sollte man am besten mit so wenig Vorkenntnissen wie möglich selbst erleben. Es steckt einfach unglaublich viel drin. Ausgehend vom bereits im Titel angedeuteten "Iphigenie-in-Aulis"-Mythos ist es eine entrückte Tragödie um Schuld, Verantwortung, moralischer Gerechtigkeit und der Instrumentalisierung menschlichen Lebens, ohne dabei in irgendeiner Form einen Standpunkt zu beziehen. Es ist eine Geschichte von fragiler, sich selbst belügender Maskulinität, eine mit Allegorien und Symbolen aufgeladene Kritik an der amerikanischen Gesellschaft und Politik und wenn Lanthimos sein Krankenhaus als Kathedrale inszeniert, in der willkürlich mit Menschenleben hantiert wird und in der letztlich wirkungslose medizinische Diagnosen komplett kritiklos aufgenommen werden, führt er sogar das ewiges Streitverhältnis von Wissenschaft und Religion ad absurdum. Was auf dem Papier wie ein über-intellektueller, artsy Metaphern-Overkill wirkt, ist beim Schauen genau das eben nicht, denn "The Killing..." ist nicht nur stellenweise absurd komisch, sondern auch eine konstant unfassbar nervenaufreibende, unangenehme Erfahrung mit einem kaum in Worte zu fassenden Score, der einen regelmäßig zusammenzucken und erschaudern lässt. Auch visuell ist der Film phänomenal, von der Kubrick'schen Kameraarbeit über das gleichzeitig unaufdringliche wie hoch expressionistische Art Design. Kidman in "Eyes Wide Shut" vielleicht ausgenommen ist das hier Karriere-Höchstleistung von allen Beteiligten vor und hinter der Kamera.
Looooooooooooool
31.12.2017 - 01:42 Uhr
Was für ein Trottel muss man eigentlich sein um sich nur das Ende eines Films anzuschauen?

hubschrauberpilot

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31.12.2017 - 15:23 Uhr
Keine Ahnung, sag du es uns.

hubschrauberpilot

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Registriert seit 13.06.2013

31.12.2017 - 16:40 Uhr
Falls du es immer noch nicht gerafft hast: Du kannst mich nicht beleidigen. Ich amüsiere mich köstlich über dich und deine schlechten Versuche, und das ist doch irgendwie das Gegenteil von dem was du zu erreichen versuchst, oder? Von mir aus mach weiter, stört mich nicht, im Gegenteil. Es gibt genug Leute, die andere runtermachen müssen um sich besser zu fühlen, da bist du nichts Besonderes. Das sind ganz arme Schweine die so was machen müssen, und wieso sollte mir die Meinung von so einem armen Schwein was bedeuten?

Wichtig sind für mich Leute wie Leatherface oder MopedTobias und viele andere User, weil die echt toll geschriebene Beiträge verfassen, so gut kriege ich das in 100 Jahren nicht hin. So, jetzt aber wieder zum Thema ;)

@Mopedtobi Den Film muss ich auch noch unbedingt sehen, hab nur gutes bisher gelesen.
hubidœdelvollidiot
31.12.2017 - 16:47 Uhr
Wichtig sind für mich Leute wie Leatherface oder MopedTobias und viele andere User, weil ich sonst keine Freunde habe meinte ich natürlich.
Nuhr zur Info
31.12.2017 - 16:51 Uhr
Das Ledergesicht und der Mopedtyp sind Profi-Kritiker, damit kann man sich nicht messen, und man sollte es erst gar nicht versuchen. Leatherface ist quasi der Reich-Ran*itzki des Filmes!

Loketrourak

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31.12.2017 - 17:02 Uhr
Schöner Rant von Leatherface. Angucken werd' ich ihn aber trotzdem beizeiten.

Boston

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31.12.2017 - 17:18 Uhr
Guckt mal mehr frz. Filme. Das zur Zeit beste Kino Europas.
120 BPM
Das Leben ist ein Fest
Die kanadische Reise
Les Bienheureux
Au revoir là-haut

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

31.12.2017 - 17:20 Uhr
Dinner For One
Dinner For Otti

Beide ohne Bewertung.

hubschrauberpilot

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31.12.2017 - 17:21 Uhr
Ja, die von Netflix produzierten Filme taugen (noch) nichts. Da fehlt einfach die jahrelange Erfahrung, die die etablierten Filmstudios voraus haben. Aber Netflix hat die Kohle und den Ehrgeiz dazu es besser zu machen, und das werden die auf jeden Fall hinkriegen.

MopedTobias

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31.12.2017 - 17:43 Uhr
Netflix hat schon viele unglaublich gute Filme im Repertoire, die sich qualitativ vor nichts verstecken müssen: Beasts of No Nation, Divines, Tramps, Okja, The Meyerowitz Stories, Mudbound... Bright war da jetzt eher ein negativer Ausrutscher, ähnlich wie War Machine. Netflix ist auf einem mehr als guten Weg, sich als ernsthafter Konkurrent zu den "konventionellen" Studios zu etablieren.

hubschrauberpilot

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31.12.2017 - 18:48 Uhr
Die von dir genannten Filme sagen mir jetzt nichts Tobi. Zu den Ausrutschern kommen noch Death Note, What happened to Monday?, The ridicilous 6, ARQ und Spectral hinzu. Und das sind nur die, die ich schon gesehen habe, da gibt es mit Sicherheit noch mehr Flops.

jayfkay

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31.12.2017 - 19:15 Uhr
warum guckst du dir auch nur die flops an?
beasts of no nation bswp. ist sicherlich nicht schlecht.

hubschrauberpilot

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31.12.2017 - 19:46 Uhr
Weiss ich doch vorher nicht ob der Film gut oder schlecht ist wenn er rauskommt. :D

MopedTobias

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01.01.2018 - 11:42 Uhr
Death Note fand ich jetzt nicht soo schlimm (aber auch nicht wirklich gut), Monday nie gesehen. Ridiculous 6 ist als typischer Adam-Sandler-Klamauk kein wirklicher Maßstab und von ARQ und Spectral hab ich noch nie zuvor gehört. Wenn du den aktuellen Stand der von Netflix eigenproduzierten Filme bewerten willst, musst du dir schon die relevantesten Zugpferde, also die mit den größten Budgets und den größten Namen vor und hinter der Kamera angucken. Und da war schon mehr hui als pfui bis jetzt.

VfBFan

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01.01.2018 - 15:32 Uhr
Der mit Abstand dämlichste Film des Jahres 2017 ist Alien: Covenant, gesehen am 29.12.
Ridley Scott wühlt munter in den Innereien des Aliens herum und bringt das Ergebnis auf die Kinoleinwand. Die Drehbuchschreiber waren wohl auch alle zugekokst.

Schade das Netflix die Filme nicht für die Allgemeinheit zur Verfügung stellt (Zweitverwertung der Rechte o.ä.). Tolle neue Streamingwelt.

MopedTobias

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01.01.2018 - 16:16 Uhr
Warum sollte Netflix ihre Filme der Konkurrenz zur Verfügung stellen? Gerade die Qualität der Eigenproduktionen ist genau das, worin sie von jedem anderen Streaming-Dienst meilenweit weg sind.

Covenant fand ich okay, besser als Prometheus zumindest. Kein Vergleich zu den ersten Alien-Filmen natürlich.
Sch-sch-sch
01.01.2018 - 22:30 Uhr
Atomic Blonde 7,5/10

Agenten-Thriller. Spielt in Berlin 1989 zur Mauerfallzeit. Wurde entgegen den Erwartungen positiv überrascht. Spannende Story ohne Leerlauf mit zunehmend packender Action.
Über den Soundtrack als Stilmittel könnte man streiten, mir hat's aber gefallen.
Ist imho durchaus sehenswert.

Matjes_taet

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Registriert seit 18.10.2017

02.01.2018 - 23:44 Uhr
Zu Netflix 2017: Bei den Filmen fand ich am überzeugendsten: "Fremd in der Welt".

hubschrauberpilot

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Registriert seit 13.06.2013

05.01.2018 - 20:59 Uhr
Wenn du den aktuellen Stand der von Netflix eigenproduzierten Filme bewerten willst, musst du dir schon die relevantesten Zugpferde, also die mit den größten Budgets und den größten Namen vor und hinter der Kamera angucken. Und da war schon mehr hui als pfui bis jetzt.

Da ist natürlich was dran. Ich werde demnächst mal einige gut bewertete Netflix-Produktionen nachholen.

Wie sieht es eigentlich mit Amazon-Eigenproduktionen aus? The man in the high castle soll ja gut sein, Sneaky Pete solala, was kann man sich da anschauen? Oder lieber Finger von lassen?
Naja
05.01.2018 - 21:39 Uhr
Geschmacksache.

Ich fand fleabag toll!

MopedTobias

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06.01.2018 - 00:22 Uhr
Amazon hat schon ein paar nette Sachen wie das erwähnte Man in the High Castle, ist aber meilenweit von Netflix weg und wird da nicht mehr rankommen.
deep
06.01.2018 - 03:16 Uhr
wann kommt endlich "the man in the high mosque"?

Loketrourak

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Registriert seit 26.06.2013

06.01.2018 - 14:27 Uhr
Jetzt endlich Baby Driver.
Richtig gut (8/10)

boneless

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Registriert seit 13.05.2014

07.01.2018 - 15:45 Uhr
Gestern im Kino zu Killing of a Sacred Deer. Und obwohl er an einem Samstag zur Prime Time lief und das Wetter (beschissen) dementsprechend mitspielte, war ich trotzdem überrascht, dass das kleine Programmkino bis auf den letzten Platz besetzt war. Sogar Klappstühle wurden noch bereit gestellt, um dem Andrang gerecht zu werden. Sehr schön, dass sich die Leute noch aufmachen, um einen Film in der Originalversion zu sehen. Gerade bei diesem Streifen nicht selbstverständlich.
Im Anschluss musste ich mir dann direkt noch Alpen ausleihen. Wenn man schon mal in Lanthimos Stimmung, dann gleich die volle Dröhnung.


The Killing of a Sacred Deer

Gut, ich war schon darauf gefasst, dass Lanthimos nicht mal im Traum daran denkt, einen Film zu drehen, der auch nur im Ansatz gut konsumierbar sein könnte. Mit einem derartigen Brett hatte ich dann allerdings nicht gerechnet. Für mich definitiv sein schwerster Film. Er treibt seine eigenen Trademarks mit aller Gewalt auf die Spitze und serviert dem Zuschauer eine Brocken, der wie Blei im Magen liegt. Dabei ist The Killing of a Sacred Deer im ersten Drittel vor allem eins: zäh. Man hat zu kämpfen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Alle Figuren sind - wie bei Lanthimos üblich - seltsam apathisch, Emotionen als solche sind kaum auszumachen, robotergleich wandeln sie durch ihren Alltag. Von Sympathie kann des Weiteren keine Rede sein, jeder Einzelne ist verachtenswert und im Grunde ist es einem egal, was passiert. Eigentlich, denn mit zunehmender Laufzeit wird langsam aber sicher an der Spannungsschraube gedreht und der eigene Herzschlag geht deutlich nach oben, als die Katze aus dem Sack ist und die Downward spiral beginnt, sich in Bewegung zu setzen...
Man kann schwer beschreiben, warum man bis zum Ende sitzen bleibt. Irgendwas hat auch dieser Film wieder an sich, dass einem das Blut in den Adern gefriert und die Spucke wegbleibt, obwohl einem bis zum diesem Zustand ordentlich Steine in den Weg gelegt werden. Wer bisher nichts mit den Streifen des Griechen anfangen konnte, sollte einen großen Bogen um seine neueste Arbeit machen, denn selbst Fans wie mich hat er damit arg auf die Folter gespannt. Dabei entlohnt Lanthimos am Ende reichhaltig, denn als Gesamtwerk betrachtet ist The Killing of a Sacred Deer schon wieder unglaublich, vor allem der Score ist schlicht fantastisch. Allein die Eingangssequenz hat bei mir extreme Gänsehaut ausgelöst. Im weiteren Verlauf weiß die Musik genau die Akzente zu setzen, um das eigene Unbehagen ins Unermessliche steigen zu lassen. Auch schauspielerisch kann man nicht meckern, Farell und Kidman ohne Makel und vor einer derart unheimlichen Leistung wie die von Barry Keoghan kann man nur den Hut ziehen. Die Wertung fällt schwer, ich mache es mir mal einfach und sage fürs Erste:

-/10

Alpen

Wo wir schon bei ungemütlich sind. Die Story des dritten Films von Lanthimos ist so ungewöhnlich wie merkwürdig: eine kleine Gruppe von Leuten hat es sich unter dem Namen Alpen zur Aufgabe gemacht, trauernden Menschen zu helfen, indem sie die Rolle der verstorbenen Person einnehmen und quasi den normalen Alltag vor ein paar Stunden in der Woche wieder zum Leben erwecken. Was zunächst wie eine gute Idee klingt, entpuppt sich im Film zu einer wahnsinnig unangenehmen und sehr schmerzhaften Erfahrung... für den Zuschauer. Viele Szenen zwischen den Alpen-Leuten und den trauernden Personen sind derart holprig und unbeholfen, dass man sich im wörtlichen Sinne peinlich berührt fühlt. Und auch wenn es nur ein "Nebenjob" ist, gerade die Krankenschwester (im Film bleiben die Namen der Hauptakteure unbekannt) bekommt zunehmend Probleme, Arbeit und Privates zu trennen. Jene wird übrigens von Angeliki Papoulia gespielt, die schon in Dogtooth und The Lobster tolle Leistungen ablieferte. Alpen macht traurig. Hilflosigkeit ist angesagt, man leidet mit den Trauernden ebenso wie mit denen, die das Leid lindern wollen. Denn Jene ersticken selbst an ihrer eigenen Einsamkeit und können dieses Loch auch durch ihren Einsatz (übrigens gegen Geld) nicht füllen. 90 Minuten Beklemmung. Man ist irgendwie froh, wenn der Abspann läuft...

7/10

hubschrauberpilot

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Registriert seit 13.06.2013

07.01.2018 - 22:13 Uhr
The Party

Kurzweiliges Kammerspiel, kommt natürlich nicht an Gott des Gemetzels heran.

7/10
La Filmkritigger
08.01.2018 - 00:01 Uhr
The Killing of a Sacred Deer 7,5/10

The Lobster fand ich toll, dieser konnte mich nicht ganz überzeugen.

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri 8-8,5/10

Auf jeden Fall sehenswert. Spannendes Drama mit coolem (schwarzem) Humor. Frances McDormand mit ihrer besten Rolle seit Fargo?
Aber auch ansonsten top besetzt.

Lady Bird 4,5/10

Puh. Nee, das war nix. Unoriginell, langweilig, schwaches Regiedebüt. Da kann auch Saoirse Ronan, die ich sehr mag, nichts mehr retten.




boneless

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Registriert seit 13.05.2014

08.01.2018 - 18:36 Uhr
Colossal

Gloria ist am Ende. Job weg, Alkoholproblem, der Freund schmeißt sie aus der Wohnung. So entschließt sie sich, in ihre Heimatstadt zurückzukehren und ein neues Leben zu beginnen. Zur gleichen Zeit taucht in Seoul ein rießiges Kaiju auf und richtet großen Schaden an. Es dauert nicht lange und Gloria entdeckt, dass zwischen ihr und dem Monster ein Zusammenhang besteht.
Nacho Vigalondo schafft mit Colossal etwas Besonderes: eine durchweg gelungene Mischung aus Komödie, Drama und Monsteraction. Colossal ist erfrischend, anders und vor allem herzallerliebst. Dabei weiß man nie so recht, wann einem das Lachen im Hals stecken bleiben sollte und wann es an der Zeit ist, wieder den ernsten Gesichtsausdruck aufzusetzen. Der Film springt zwischen Gemütszuständen hin und her, ist dabei aber nie inkohärent, sondern behält stets den roten Faden im Auge. Und ja, Anne Hathaway! Wirkt ihr etwas hölzernes, tollpatschiges Acting am Anfang noch leicht befremdlich, so wird man mit zunehmender Laufzeit immer wärmer mit ihr, bis man sie endgültig tief ins Herz schließt. Die Story ist spannend, gewieft und hat vor allem gegen Ende einige schöne Tricks auf Lager. Macht von vorn bis hinten Spaß, auch wenn ich den Ursprung der ganzen Misere nicht unbedingt gelungen/schlüssig fand. Aber seis drum, das tut dem Ganzen keinen wirklichen Abbruch.

8/10

Devil's Candy

Kaum haben Künstler und Metalhead Jesse und seine Frau Astrid sowie Tochter Zooey ihr neues Haus bezogen, so beginnt Jesse auch schon, seltsame Stimmen zu hören, die ihn bei seiner malerischen Tätigkeit ungemein beeinflussen. Zusätzlich lässt auch der ziemlich verwirrte Vormieter keine Ruhe und steht immer wieder auf der Matte.
Ein okkulter Horrorfilm für Metalfans. Klingt auf dem Papier erstmal vielversprechend und ist es dann eigentlich auch. Wenn man nicht zu viel erwartet. Bäume reißt dieser kleine Schocker beileibe nicht aus, hat aber ohne Frage seine Momente. Er ist kurzweilig (Laufzeit: 75 Minuten) und setzt seine Horrormomente sparsam, dafür dann aber recht intensiv ein. The Devil's Candy punktet vor allem mit seinem schön metallastigen Soundtrack und besonders Sunn O))), deren Musik bzw. Attila Csihar hier eine ganz besondere Rolle einnimmt. An Spannung mangelt es auch nicht, im Gesamten ist er dann aber doch zu konventionell geraten, um wirklich zu beeindrucken. Abzug gibts zusätzlich für die ziemlich inflationäre Verwendung von Teufelssymbolen, die ab einem gewissen Zeitpunkt eher lächerlich denn bedrohlich wirken. Doch der infernale Schluss reißt dann wieder einiges raus und macht aus Devil's Candy einen schönen Horrorsnack für zwischendurch. Nicht mehr und nicht weniger. Ach ja, Props für das Sunn O))) Shirt von Jesse, ist auch in meinem Schrank zu finden. :D

6/10

mispel

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10.01.2018 - 20:37 Uhr
Loving Vincent - 8,5-9/10

Ein Film über die Todesumstände von Vincent van Gogh. Der Film ist im Stile der Bilder van Goghs von 100 Künstlern gemalt worden, was ihn mMn zu einem absolut einzigartigen Erlebnis macht, sofern man seine Kunst schätzt. Da die Handlung im Stile eines Kriminalfilms erzählt wird, kommt auch keine Langeweile auf.
The Vatican presents: The Popeboys (bitte nicht löschen, Nörtz!)
10.01.2018 - 21:06 Uhr
@mispel:
Der von Ihnen beschriebene Film kann kein hollywood'sches, ähähem, "Filmerzeugnis" gewesen sein - weshalb Sie sich für diesen geschmackskonformen PT-Filmforunsthread von vornherein disqualifiziert haben.

Aber keine Angst: Sie werden dadurch nicht automatisch zum Pferd...

... sondern vielmehr (vielleicht!) ein besserer Erdenmensch.

MopedTobias

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Registriert seit 10.09.2013

10.01.2018 - 23:38 Uhr
The Lobster 7,5/10

Beflügelt von meinem Film des Jahres "The Killing of a Sacred Deer" nochmal seinen direkten Vorgänger angeschaut. In "The Lobster" zeichnet Yorgos Lanthimos eine Dystopie, in der Singles für 45 Tage in ein Hotel verfrachtet werden, um dort auf Partnersuche zu gehen. Sind sie erfolgreich, dürfen sie mit all den anderen Paaren ein "normales" Leben in der Stadt führen, wenn nicht, werden sie in ein Tier ihrer Wahl verwandelt. Es ist eine herrlich absurde Reflexion und Persiflage von der Gesellschaft begünstigter, binärer Beziehungsstrukturen, der absurde Humor, die enorme Stilsicherheit und die fantastischen Bilder sorgen für einen durchweg unterhaltsamen Film. Fehlerfrei ist er aber nicht. Die erste Hälfte ist etwas zu sehr "Nummernrevue", mehr eine Aneinanderreihung absurd-komischer Szenen als zusammenhängendes Narrativ und wenn Lanthimos in Hälfte zwei die Pfade seines Verstörungskinos für eine klassische "Kriegen-sie-sich?"-Liebesgeschichte verlässt, die irgendwie einfach nur das bejaht, was zuvor aufwändig seziert wurde, fragt man sich, ob er sich von seinen großen Hollywood-Namen vielleicht nicht etwas zu sehr zu einer konventionellen Erzählstruktur hat hinreißen lassen. Nichtsdestotrotz ist "The Lobster" natürlich ein sehr eigenständiger, interessanter Film, aber nicht das Meisterstück des Griechen.

Rote Arme Fraktion

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Registriert seit 13.06.2013

11.01.2018 - 19:58 Uhr
Hat jemand „Frantz“ gesehen?

boneless

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Registriert seit 13.05.2014

11.01.2018 - 21:39 Uhr
Nichtsdestotrotz ist "The Lobster" natürlich ein sehr eigenständiger, interessanter Film, aber nicht das Meisterstück des Griechen.

Doch, ist er.
plus 1
11.01.2018 - 22:08 Uhr
"Doch, ist er."
+1
wilson (ausgeloggt)
11.01.2018 - 22:20 Uhr
Frantz kann man sich nun wirklich sparen.

Rote Arme Fraktion

Postings: 2561

Registriert seit 13.06.2013

11.01.2018 - 22:28 Uhr
Und vrantz?
wilson (ausgeloggt)
11.01.2018 - 22:33 Uhr
Den auch.

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