Der deutsche Film

User Beitrag
um-chaka-chaka
31.10.2010 - 12:42 Uhr
M
Fitzcarraldo
Das Boot
In einem Jahr mit 13 Monden
Im Lauf der Zeit
Der Himmel über Berlin
Dr. Caligari

Teefeier
31.10.2010 - 12:45 Uhr
Wer "Das Leben der anderen" nicht auf Platz 1 wählt, muss ein DDR-Fan sein...
Selten
31.10.2010 - 13:13 Uhr
so einen Quatsch gelesen
Fräggle
31.10.2010 - 13:24 Uhr
'Das Leben der anderen' profitiert allerdings massiv vom (keine Frage: grandiosen) Hollywood-Score. Ich meine, Gabriel Yared hätte sich kein normaler deutscher Regisseur leisten können, aber Donnersmarck hatte durch seinen Adelsstatus viel Vitamin B und die dicke Asche, um Yared bezahlen zu können.

Muss man einfach mal ehrlicherweise dazu sagen. Aber wieviel wissen das schon mit Yared?
Hallo
03.11.2010 - 18:27 Uhr
Wer früher stirbt ist länger tot , ein richtig guter Film.
lehmke
05.02.2012 - 18:52 Uhr
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,813208,00.html

Kino-Revoluzzer Lemke

Occupy Berlin, Klaus!

Klaus Lemke ist der unerschrockenste Filmemacher, den der deutsche Film je gesehen hat. Silke Burmester ist deswegen ganz verknallt in ihn. Seiner Aufforderung, der Berlinale den nackten Hintern zu zeigen, will sie trotz sibirischer Temperaturen bedenkenlos nachkommen.

Lieber Klaus Lemke,

was soll ich mitbringen? Reicht eine Daunenjacke, oder brauche ich eine Isomatte, ein Zelt, einen Campingkocher? Und was machen wir, damit uns nachts die Zehen nicht abfrieren? Die Nasenspitze, der nackte Arsch?

Ich habe eine SMS von Dir bekommen. Du hast anlässlich der Berlinale zu "Occupy Berlin!" aufgerufen. Am 9. Februar willst Du Berlinale-Leiter Dieter Kosslick zeigen, wo er Dich kann, am Arsch nämlich. Und weil ein Arsch für einen Mann nicht genug ist, wäre es natürlich super, wenn viele Leute zum roten Teppich kämen, zu Deinem Protestakt gegen das "Obrigkeitskino".

Du bist sauer. Oh, was bist Du sauer! Weil Kosslick erneut Deinen Film nicht in sein Programm genommen hat. "Berlin für Helden" heißt dieser und ja, er ist so nah an dem, was Berlin ist, was es ausmacht - da können die Dietls dieser Welt noch so viele Millionen in die Hand nehmen, an Deine Kraft, Deine Ehrlichkeit und Deine Erkenntnis werden sie niemals heranreichen, selbst dann nicht, wenn ihnen ihr Film gelänge.

Zugegeben, "Finale" von 2006 war noch besser. "Finale" ist das Meisterwerk Deiner zweiten Lebenshälfte. Und es gehört zum Besten, was deutschen Regisseuren seit dem Tod von Fassbinder gelungen ist.

Seit den sechziger Jahren machst Du Filme. Das Werk Deiner frühen Jahre ist heute Kult. Kaum ein Filmemacher, der Dich nicht für "Rocker" verehrt, für "Paul", für Deine Poesie des Scheiterns. Du hast die besten deutschen Komödien der Siebziger gedreht, Cleo Kretschmer und Wolfgang Fierek bekannt gemacht. Ohne Dich würde Iris Berben heute wohlmöglich in Schwabing hinterm Tresen des "Iris-Stüberl" ihr Geld verdienen. Oder im Waschsalon "Edelweiß". Mit 60 Jahren, im Jahr 2000, bist Du zurückgekommen mit Deiner Idee von Kreativität und Existenzialismus. Du lehnst jegliche staatliche Filmförderung ab, als wären die Moneten verseucht. Machst in der Subventionierung das Ende der Kunst aus, der künstlerischen Freiheit, das Ende der Lebendigkeit.

Du machst deinen Kram

Deine Filme sind selbstfinanziert, irgendwoher treibst Du die Kohle auf, um jedem, der mitmacht, 50 Euro am Tag zu zahlen. Hätte das Internet dem Pornomarkt nicht die Luft genommen, würde ich annehmen, Du finanziertest Deine Filme durch den Dreh von Trash-Pornos in Rumänien. So aber bleibt die Frage nach dem Woher. Du sagst, durch Herstellung von Werbung. Aber was für Werbung soll das sein, Klaus Lemke, wo Dir aller Glanz, alle Oberfläche verhasst ist?

Egal. Du machst Deinen Kram. Machst "Berlin für Helden" oder benutzt mit "Finale" die Fußball-WM in Deutschland für Dein Porträt suchender Jungerwachsener, dass es ein Wunder ist, dass die Fifa nicht auf die Idee kommt, Dich zu verklagen. Du bist rau und eindringlich, brutal und fast schonungslos. Keiner fängt den Charme des Verlorenen so poetisch ein wie Du. Du bist der Meister des Vergeblichen.

Und dabei bist Du laut. Kotzt, wann es geht, den Etablierten vor die mit Budapestern beschuhten, eingeschlafenen Füße. Weil sie Geld verteilen, weil sie Geld annehmen. Du sagst, "Wir bauen die schönsten Autos, wir haben die schönsten Frauen. Aber unsere Filme sind wie Grabsteine" und stampfst wie Rumpelstilzchen, dass einer wie Kosslick Dich nicht in seine Mitte lässt. Der Ort, der Dir so verhasst ist.

Dabei ist die Erklärung einfach: Leute wie Kosslick haben Angst vor Dir. Du bist der Stachel in ihrem wohlgenährten Fleisch. Du bist die Erinnerung an das, was sie mal waren. Als auch ein Kosslick noch von Idealismus getränkt war, daran glaubte, dass Film die Welt verändern kann. Als er noch wusste, dass die Kunst kein Geld braucht und das Beste aus dem Wenigen, dem Zuwenigen entsteht. Als er noch angewidert war von den Satten, denen, die meinen, ihr Geld regiere die Welt. Heute regiert es Kosslick.

Wutschrift gegen das Staatskino

Zuletzt hast Du beim Filmfest Hamburg 2010 laut geschimpft. Bist mit Deinem heißen Hauptdarsteller-Duo gekommen, mit einem Schildchen in der Hand, auf dem stand: "Papas Staatskino ist tot". Das "Hamburger Manifest", Deine Wutschrift gegen die, die sich und ihre Filme in Deinen Augen vom Staat aushalten lassen, hat damals Wellen geschlagen. Und Watschen.

Jetzt bist Du wieder da. In einem Alter, in dem Deine Kollegen abends am Kamin in ihrem Fotoalbum blättern, bist Du wütender denn je, wie es scheint. Dein Film, die große Liebe Deiner späten Jahre, "Berlin für Helden" muss fernbleiben, von dem Ort, zu dem man die bedeutenden Filmemacher einlädt: der Berlinale. Von der Du sagst, sie sei "vital wie ein beamtetes Rundfunkorchester". Deshalb kommst Du mit Deiner Entourage, bestehend aus dem, was die Zukunft des deutschen Films darstellen könnte. Junge Frauen und Männer, reich an dem, was Dein größtes Gut ist: Furchtlosigkeit.

Vielleicht, lieber Klaus Lemke, bin ich einfach ein wenig zu verknallt in Dich, vielleicht machen mich Deine blauen Augen zu sentimental, als dass die Vernunft mir sagen würde: Bleib bei diesen Temperaturen doch lieber zu Hause, was geht dich der Kampf von Lemke an! Stattdessen ist mir die Lösung des Kälte-Hintern-Problems eingefallen: Wir schmieren unsere Ärsche mit Fettcreme ein. Damit Dieter Kosslick den Anblick möglichst lange genießen kann.
lohnsklaven und ausbeutung
24.01.2013 - 02:00 Uhr
http://www.out-takes.de/index.php/2013/abschied-vom-traumberuf/

tja, kein wunder dass deutsche filme oder dokus nicht in gang kommen, bei den zuständen...
die Kälte der deutschen Kunst
16.02.2013 - 13:50 Uhr
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/berlinale-georg-diez-ueber-die-kaelte-der-deutschen-kunst-a-883657.html
Das Elend
16.04.2013 - 13:07 Uhr
http://geschichts-blog.blogspot.de/2011/10/zum-elend-des-deutschen.html
scheiß Yankees
31.07.2013 - 00:40 Uhr
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/kulturmanager-scheytt-kritisiert-freihandelsabkommen-a-912951.html
Sieg für deutsche Indie-Filmer
28.01.2014 - 12:27 Uhr
Sie zeigen angeblich nur US-Filme, trotzdem müssen sie heimische Produktionen finanziell unterstützen. Die Verfassungsrichter haben eine entsprechende Beschwerde von Multiplex-Betreibern abgewiesen, die jährlich rund hundert Millionen Euro an die Filmförderung zahlen.
Kopfkino
23.05.2016 - 14:42 Uhr
Toni Erdmann - Offizieller Trailer
Wolfgang M Schmitt
01.07.2019 - 22:58 Uhr
Die Zerstörung des deutschen Films

Meine Abrechnung mit dem deutschen Mainstreamfilm, der Filmförderung und den Funktionären der Filmbranche - am Beispiel TRAUMFABRIK.

Das Elend des deutschen Films wird vor allem von den Funktionären der Filmförderung und Platzhirschen in der Filmbranche stetig vergrößert. Steuergelder werden für Schund verschwendet, produziert wird ein deutschtümelnder Nationalkitsch, der weder mit Kunst noch mit Unterhaltung etwas zu tun hat. Jüngstes Produkt dieses Systems ist der Film „Traumfabrik“ von Markus Schreier, der sich wieder mal an einem deutschen Historienfilm im – vermeintlichen! – Hollywoodstil versucht. Der Film ist beispielhaft für das, was im deutschen Kino falsch und furchtbar ist.
https://www.youtube.com/watch?v=JGr7o7bn5jk
PhillipA
02.07.2019 - 16:10 Uhr
Hey Wolfgang, Sie alter Zerstörer!
Naja
02.07.2019 - 17:23 Uhr
Die staatliche Filmförderung sollte ursprünglich die Filmschaffenden vom kommerziellen Druck befreien. Das es so ausartet war niemals so gedacht gewesen.

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