R.E.M. - Monster

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MopedTobias

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10.10.2017 - 23:30 Uhr
Tongue 3/10... Wobei der aber oft als eher schwach angesehen wird, oder? Einer meiner Lieblingssongs der Band.
Die Perücke von Robert Plant
10.10.2017 - 23:43 Uhr
I don't sleep, I dream - 3/10

Das kann wiederum ich nicht nachvollziehen. Vielleicht mein Lieblingssong des Albums.
Jobst Korb
12.10.2017 - 15:42 Uhr
crush with eyeliner 10/10

seno

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12.10.2017 - 15:50 Uhr
Highlights dieses Albums für mich:

Let me in - 10/10
Strange currencies - 9/10
Bang and blame - 9/10

Felix H

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12.10.2017 - 15:53 Uhr
"Kenneth", "Crush With Eyeliner", "Bang And Blame" und "Let Me In". "Strange Currencies" vielleicht auch noch.

The MACHINA of God

User und Moderator

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12.10.2017 - 21:16 Uhr
Ich mag das Album immer noch so sehr. Schon geil sowas nach nem Multi-Million-Seller rauszuhauen. Wie da in "Circus envy" einfach eine Gitarre nur rumbratzelt... göttlich. Und "Let me in", ey! Hach. 8/10

The Hungry Ghost

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13.10.2017 - 09:46 Uhr
@The MACHINA of God:

Das ist ein guter Punkt, also dass sie so ein Album ausgerechnet nach dem erfolgreichsten herausgebracht haben.

Normalerweise könnte man erwarten, dass eine Band unter dem Druck, wieder Hits zu liefern (im Stile von "Everybody Hurts" und "Man On The Moon"), auf Nummer Sicher geht. Aber stattdessen kam dann "Monster".

Da wird schon der eine oder andere der neu dazugewonnenen Fans bei einem Song wie "King Of Comedy" die Stirn gerunzelt haben. :-)

Major

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13.10.2017 - 09:58 Uhr
"Normalerweise könnte man erwarten, dass eine Band unter dem Druck, wieder Hits zu liefern (im Stile von "Everybody Hurts" und "Man On The Moon"), auf Nummer Sicher geht. Aber stattdessen kam dann "Monster".

Und das macht Monster auch zu einem großen Album, das gerne übersehen wird.
Auch hier gibt es auch nur eine handvoll großer Songs und auch einige wenige Schwache (wie "Let me in") - echte Ausfälle gibt es aber nicht.
Und es fehlt das Prätentiöse, was seit "Out of time" auf jedem Album leider unvermeidlich war.
Eine letzte Rückbesinnung auf alte Stärken.

seno

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13.10.2017 - 10:00 Uhr
Ich erinnere mich tatsächlich noch daran, kurzzeitig etwas verwundert/enttäuscht gewesen zu sein, als das Album damals rauskam. Auf einmal wurde etwas derber gerockt, Michael Stipe hatte ne Glatze und gab die Frontsau, Mike Mills hatte auf einmal blonde Haare und komische Anzüge an. Das hat mich mit 13 Jahren schon etwas aus meiner heilen Welt gerissen. :-) Das hat sich dann aber gelegt, je öfter ich die Songs gehört habe.

In einem Interview hieß es mal, sie wollten sich mit dem Album "befreien". Und das hört man definitiv.

seno

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13.10.2017 - 10:03 Uhr
Und noch mal zu "Let me in": Das ist einer der Songs, an die ich nur denken muss und schon stellt sich (positive) Gänsehaut ein.

Felix H

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13.10.2017 - 10:03 Uhr
Ich finde es ja erstmal schön, dass bei einer Band das erfolgreichste auch das beste Album ist. :-)

"Monster" fällt in eine Reihe von mehr oder weniger Verweigerungsalben großer Bands dieser Jahre. "In Utero" aus dem Vorjahr, "Vitalogy" aus demselben, etc.
Schon sehr bemerkenswert und größtenteils passen die Songs auch. Aber so mitreißend wie Vorgänger und Nachfolger finde ich sie dann doch nicht.

Major

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13.10.2017 - 10:05 Uhr
Sicherlich war auch der Grunge-Trend der frühen 90ger durch Bands wie Pearl Jam oder Nirvana eine gewisse Inspirationsquelle.
Insofern folgten sie dem Zeitgeist, wenn auch etwas spät.
@Major
13.10.2017 - 10:32 Uhr
Junge, du laberst dir hier einen Mist zusammen, das geht auf keine Kuhhaut. Meine Fresse, ey.

Major

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13.10.2017 - 10:40 Uhr
Sonst keine Probleme?



Übrigens schon interessant, dass Felix und ich unabhängig voneinander an ungefähr das Gleiche dachten.

Yersinia

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13.10.2017 - 11:19 Uhr
@seno: Haha war bei mir ähnlich :) Mittlerweile liebe ich Monster aber auch - und natürlich ist 'Let me In' ein ganz, ganz großer Song. Besonders live.

The MACHINA of God

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03.11.2018 - 21:29 Uhr
Kommt da dann eigentlich auch ne 25th anniversary edition?

The MACHINA of God

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04.09.2019 - 18:19 Uhr - Newsbeitrag
We’re thrilled to officially announce #Monster25 ! R.E.M.’s Monster is set for 25th anniversary reissue on November 1st, via Craft Recordings. Stream the advance single “What’s the Frequency, Kenneth? (Remixed)” and pre-order your copy—> https://found.ee/rem-monster25-r

A 6-disc deluxe box set will include the original album fully remastered, as well as a striking album remix by original producer, Scott Litt. Plus, previously unreleased demos, rare concert recordings from 1995, and extensive new liner notes. A Blu-ray disc also offers hi-res audio and 5.1 Surround Sound versions of Monster, the documentary Road Movie, and all six music videos from the album. Breakout editions also available on 2-CD, 2-LP and as a standalone 180-gram 1-LP.

Gordon Fraser

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04.09.2019 - 19:20 Uhr
Puh, also im Grunde genommen nichts was man nicht schon kennt oder überhaupt braucht. Aber ich müsste auch erst mal wieder reinhören in das Album.

Felix H

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04.09.2019 - 23:44 Uhr
@Machina: Immerhin konntest du dir selbst antworten. :-D
Mir gibt das Material aber auch nicht wirklich was.

jo

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05.09.2019 - 15:16 Uhr
@Gordon Fraser:

War doch bei den bisherigen Reissues auch nicht anders, oder? (Ich fand natürlich alle bisher gut ;).)

Gordon Fraser

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05.09.2019 - 15:55 Uhr
Ja, bei R.E.M. schlummert glaube ich nicht mehr so arg viel interessantes in den Archiven. So ziemliche alle interessanten B-Seiten, alternative takes oder unveröffentlichte Stücke sind schon auf diversen Compilations oder Bootlegs erschienen.

Ob die Welt den fünften remasterten Remix auf 6 discs braucht, sei mal dahingestellt.
Oder um es mit dem Moz-Meister zu sagen:

Re-issue! Re-package! Re-package!
Re-evaluate the songs
Double-pack with a photograph
Extra track (and a tacky badge)


Wird aber sicher schick aussehen und die Band hat ja genug die-hard Fans die alles kaufen werden. So 'ne Phase hatte ich bei R.E.M. ja selbst. (Btw, hat jemand Interesse an der superraren Limited Edition der, ähm, "Around The Sun"?)

:D

jo

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05.09.2019 - 20:02 Uhr
Ja, es gibt bei R.E.M. immer nur wenige Stücke, die bisher noch nicht mal auf Bootlegs et cetera erschienen waren. Und das ist dann, da stimme ich auch zu, auch meistens nichts Weltbewegendes. Nett natürlich dennoch.

Bei dem Paket hier finde ich den Remix allerdings nicht uninteressant, da er die damals eigentlich gewählte Herangehensweise mehr in den Vordergrund stellen soll. Litt war bei der Produktion damals schon nicht mehr so gut dabei wie zuvor. Ist hier eher ein Mehrwert als ein Remaster einer dennoch okay produzierten Platte (was ja dennoch auch dabei ist).

Davon abgesehen: Ich würde sofort "Ja!" schreien, aber die Limited Edition habe ich schon - und die war/ist ja gar nicht so rar ;). Nur die Vinylversion ist mittlerweile ein bisschen was wert.

Armin

Plattentests.de-Chef

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17.09.2019 - 13:18 Uhr - Newsbeitrag
R.E.M. veröffentlichen Jubiläumsneuauflage ihres „Monster“-Albums am 1. November
R.E.M., R.E.M. veröffentlichen Jubiläumsneuauflage ihres Monster-Albums am 1. November

Als das Album „Monster“ im September 1994 in die Läden kam, standen R.E.M. gerade an einem Scheideweg ihrer Karriere. Die vorangegangenen Alben „Out of Time“ (1991) und „Automatic for the People“ (1992) waren bei Kritikern und Fans dermaßen erfolgreich gewesen, dass Sänger Michael Stipe, Gitarrist Peter Buck, Bassist Mike Mills und Schlagzeuger Bill Berry nunmehr unter enormem Druck standen.

Die #Monster25-Deluxe-Edition vereint neben dem Remastered-Album auch ein von Scott Litt komplett neu gemischtes Remix-Album sowie bislang unveröffentlichte Demoaufnahmen, einen seltenen Konzertmitschnitt von 1995, Bonus-Videos und brandneue Linernotes. Zu den Highlights des 1994 veröffentlichten Albums zählen Stücke wie „What’s The Frequency, Kenneth?“, „Strange Currencies“ und „Crush With Eyeliner“. Als erste Single gibt es ab sofort einen Rmeix von „What’s The Frequency, Kenneth?“.

Die anstehende Jubiläumsneuauflage gab R.E.M. einerseits die Gelegenheit, sich noch einmal intensiv mit „Monster“ zu befassen und über die damaligen Aufnahmen nachzudenken; darüber hinaus konnten sie selbst kreativ werden und sich die Stücke ein weiteres Mal mit dem angestammten Produzenten Scott Litt vorknöpfen – für das zusätzliche Remix-Album. Litt, der erzählt, dass sich die Suche nach dem perfekten Sound damals als sehr schwierig gestaltet hatte, kommentiert: „Ich hatte der Band im Laufe der Jahre immer wieder gesagt: Sollte sich mal aus irgendeinem Grund die Möglichkeit ergeben, das Album neu abzumischen, dann würde ich das gerne machen.“ Es hat zwar 25 Jahre gedauert, aber das Warten auf diese zweite Chance hat sich gelohnt.

Felix H

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11.10.2019 - 11:18 Uhr - Newsbeitrag
Von "Let Me In" ist der neue Scott Litt Remix draußen:



Mich packt es nicht so. Gerade der verwaschene Sound hat den Song ausgemacht. Und das Keyboard fehlt total.

jo

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11.10.2019 - 13:40 Uhr
Ich finde es tatsächlich besser. Bei mir funktioniert es total, dass Stipe jetzt viel klarer zu hören und nicht in einer Effektwand versteckt ist. Gerade, da der Text und der emotionale Gesang so viel besser wirkt. War mir vorher nicht aufgefallen, wie viel Gefühl er auch in die Strophen legt.

Yersinia

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11.10.2019 - 16:34 Uhr
Ich finde beide Versionen ziemlich genial. Live-Version aber immer noch am besten.

Huhn vom Hof

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11.10.2019 - 17:32 Uhr
Der Remix von "Let Me In" ist ziemlich monoton. Positiv ist aber dass man Stipes Gesang deutlicher hört. Aber es wurde zuviel entfernt (Orgel, Tambourine).

The MACHINA of God

User und Moderator

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11.10.2019 - 17:40 Uhr
Mag das Original auch mehr. Wie Felix schon meinte, das Verwaschene und die Keys fehlen.

Huhn vom Hof

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11.10.2019 - 19:08 Uhr
Ist im Original gegen Ende ein Tambourine zu hören? Hatte ich irgendwie so in Erinnerung, aber beim Hören vorhin hab ich nichts dergleichen vernommen.

captain kidd

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11.10.2019 - 20:50 Uhr
Die Farfisa und der Tambourine fehlen total. So macht der Song keinen Sinn.

jo

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11.10.2019 - 21:40 Uhr
Ich sehe ein, dass er so viel mehr nach ner besseren Demoversion klingt. Ist mir auch zu wenig an "Band" drin. Aber das Verwaschene habe ich nie als "Sinn" des Songs gesehen, insofern macht mir es nichts, dass das fehlt. Keyboard und Tambourine kann ich verstehen, wird für mich aber durch Stipe aufgefangen.

Generell finde ich es aber gut, zwei Versionen zu haben. Die alte wird einem durch die neue ja nicht genommen, zumal ich es bei Alben der 90er sowieso schwierig finde, vom Mix her heutzutage was "Besseres" zu erstellen. Das geht mit Originaltapes aus den 60ern viel besser...

Herr

Postings: 1433

Registriert seit 17.08.2013

11.10.2019 - 21:50 Uhr
Noch bessere Mixe gelingen mit Orginaltapeten aus den 60ern.

Felix H

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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11.10.2019 - 21:50 Uhr
Die Visualisierung finde ich aber schön, muss ich sagen.

jo

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Registriert seit 13.06.2013

11.10.2019 - 21:50 Uhr
Stark *klatsch*.

Felix H

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04.11.2019 - 08:47 Uhr
Gut beobachtet bei Pitchfork:

If R.E.M. had to be a popular rock band again, if they had to commit their ideas and performances directly to tape with minimal overdubs, they would also find a way to undercut the idea of a “popular rock band” at every turn of Monster, creating a record that has a simultaneously playful and hostile relationship to its own image.

Consider the music video for “What’s the Frequency, Kenneth?”, the first single from Monster. Stipe was popular enough at the time to be recognized on the street, but for the entire first verse of “Kenneth,” the band is filmed from the chin-down and anonymized. Even when we finally glimpse Stipe, debuting his newly-shaved head and wearing a green T-shirt with a small red star on it, the camera loses focus and lingers at senseless angles that fail to contain the band’s performance. It feels like we see more of the garage and the varicolored lighting they’re playing in than we ever see them. Just like the record, it’s very ridiculous and kind of pointless and all about its own ridiculousness and pointlessness, something “cool” that also deliberately indicates the quotation marks hovering around “cool.”

Huhn vom Hof

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04.11.2019 - 09:27 Uhr
Ich finde ja, "Crush with Eyeliner" wäre ein besserer Opener gewesen. Das knallige Gitarren-Intro ist immer wieder umwerfend.

The MACHINA of God

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04.11.2019 - 17:14 Uhr
@Felix:
Ich hab meine Abschlussarbeit als "Audio Engineer" ja über "Monster" und dessen Verweigerungshaltung gegenüber dem Megaerfolg des Vorgängers geschrieben. Da hab ich sowas wie Texte und Videos auch reingenommen. Auch o ein Text wie "I took you name" zeigt, wie wenig Bock gerade Stipe auf den Rummel hat. Auch angesichts desssen, was selbiger mit Cobain gemacht hat.

jo

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04.11.2019 - 20:26 Uhr
Stimme zu. Wobei Stipe sich ja insgesamt von den Texten distanziert, da er immer betont hat, dass es - mit Ausnahme von "Let Me in" - eher um "übermenschliche Starpersönlichkeiten" geht, aus deren Perspektive er schreibt.

The MACHINA of God

User und Moderator

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04.11.2019 - 20:28 Uhr
Aber genau zu dieser Zeit wurde er eben genau zu so einer gemacht. Da hat die Realität die Fiktion eingeholt udn das merkt man auch.

jo

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04.11.2019 - 20:49 Uhr
Mag sein - ich sehe auch, dass die Interpretation nahe liegt. Er selbst streitet es aber (noch?) ab.

The MACHINA of God

User und Moderator

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04.11.2019 - 21:09 Uhr
Im Bezug auf "Monster" streitet er das ab? Gibt es da Quellen?

MopedTobias

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04.11.2019 - 21:29 Uhr
Meint ihr beide nicht grade das gleiche? Also dass Stipe nicht aus seiner "echten" Perspektive geschrieben hat, sondern aus der dieser überzeichnete Starfigur, zu dem ihm die Öffentlichkeit machen wollte? So ein mehrbödiges Meta-Spiel mit diesen Personae quasi (ich hab heute zweimal das Wort "Personae" ins PT-Forum geschrieben, cool oder)

The MACHINA of God

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04.11.2019 - 21:44 Uhr
Haha, ja vielleicht hat Moped da recht... :D

jo

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04.11.2019 - 22:34 Uhr
:D Ja, das ist ein Beispiel dafür, wie MACHINA und ich es manchmal schaffen, an uns vorbei zu schreiben - und es erst spät merken. Danke, Moped.

Davon abgesehen: Die aktuellen Interviews zum Reissue sind auf jeden Fall lesens- beziehungsweise hörenswert. Mills, Stipe und Buck sind - was so was angeht - einfach sympathisch und haben immer noch viel zu sagen.

The MACHINA of God

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01.04.2020 - 23:04 Uhr
"Monster": Schon heftig zu lesen, wie schwer es war, dieses Album fertigzustellen. Zuerst der Tod von River Phoenix im Oktober '93, der Stipe erstmal 4 Monate in Schreibblockade versetzte. Dann waren alle außer Buck während der Aufnahmen mal gesundheitlich außer Kraft gesetzt. Dann noch der Tod Cobains, der vor seinem Tod wohl noch "Automatic for the people" gehört hatte. Und alles zog sich, dass dich irgendwann die Band untereinander kaum mehr ertragen konnte.
Hatte früher meine Probleme mit dem Album, aber irgendwann hab ich mal ne 30-Seiten-Hausarbeit (leider verschollen) zu ihrer Karriere bis dahin und der Verweigerung in Form von "Monster" geschrieben und mit der Beschäftigung mit diesem eigenartigen Album kam die Liebe zu selbigen. Nach zwei muskalisch offenen, eher ruhigen Millionen-Platten ohne Tour war das die Rückkehr zu Proberaum und Tourenergie.
Das Album hat eigentlich keine Hits (maximal das grandioser "Strange currencies" hätte dazu Potenzial) wie die sehr "klaren" Platten zuvor. Stattdessen ist es musikalisch eher roh und obskur. Letzteres trifft auch auf Stipes Lyrics und Vocals zu. Nachdem er ins Rampenlicht gezerrt wurde, reagierte er mit vagen, androgynen Texten, die deutlich satirischer sind als je zuvor. Die Stimme geht oft im Gitarren-Matsch unter und wird zum weiteren Instrument anstatt Hits für Millionen zu singen.
"Monster" ist back-to-the-roots, Verweigerung und Übergang in einem.

MopedTobias

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01.04.2020 - 23:15 Uhr
Schön beschrieben. Mich hat das Album direkt beim ersten Hören fasziniert und es ist gerade wegen dieser Verweigerungshaltung weiterhin ein Top-5-Album der Band für mich. Steh auf den Sound und die Songs sind größtenteils auch super. Möchte da neben dem erwähnten "Strange currencies" und dem Klassiker "Let me in" auf jeden Fall noch "Bang and blame" herausheben, was für ein fantastischer Song.

Yersinia

Postings: 402

Registriert seit 27.06.2013

02.04.2020 - 00:55 Uhr
Stimmt. 'Bang and Blame' ist fantastisch.

'I Took Your Name' ebenso - besonder als Opener der veröffentlichten 'R.E.M. - Live' ganz toll.
'Tounge' mag ich auch irgendwie...

MopedTobias

Postings: 15301

Registriert seit 10.09.2013

02.04.2020 - 01:17 Uhr
"Tongue" mochte ich auch immer. Der Gesang ist gewöhnungsbedürftig, aber sonst ist das ein starker Song mit tollem, subtilen Arrangement. "I took your name" hab ich als eher unspektakulär in Erinnerung, aber hab das Album auch eine Weile nicht mehr gehört.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 22015

Registriert seit 07.06.2013

02.04.2020 - 01:36 Uhr
"I wore the clothes you wanted
I took your name
If there is some confusion
Who's to blame?"

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