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Brendan Benson - The alternative to love

User Beitrag
ClashCityRocker
11.04.2005 - 11:16 Uhr
.....macht tolle Sachen. "Straw into Gold" ist ein sehr feiner Song.

Brendan Benson

Hört man Brendan Bensons meist liebliche Musik, kommen einem immer wieder neue Referenzen in den Sinn, bei denen er sich bedient haben muss. Erkennt man die Versatzstücke, die er bei den Klassikern der Musikgeschichte sammelt und für seine Songs verwendet, ist das auch nicht weiter schlimm. Denn dieser Mann vereint Schnipsel von Sixties-Größen (Beatles, Beach Boys) mit Versatzstücken der Indie-Helden der Neunziger (Pavement, Weezer oder Stereophonics) zu etwas komplett Eigenem.

Der Sohn eines Schweißers (später nennt er einen Song "Son Of A Welder") kommt in Detroit auf die Welt. Seine Jugend verbringt Benson in Harvey, Lousianna (auch das verarbeitet er in einem Song: "Lapalco" ist der Name seines zweiten Albums, und der der Hauptverkehrsstraße in Harvey). Noch während seiner Pubertät kehren die Eltern nach Detroit zurück. Dort entwickelt sich Teenie-Brendan zum Punk, was in seinen eigenen Songs später keine Spuren hinterlässt. Immerhin animiert ihn der Punk, zum ersten Mal eine Gitarre in die Hand zu nehmen.

Anschließend zieht es Benson mit seinen Songs auf Kassette im Gepäck nach Los Angeles. Dort arbeitet er mit Jason Falkner und Ethan John (der inzwischen Ryan Adams produziert) und wechselt bei den Aufnahmen zwischen Vier-Spur-Gerät und voll ausgestattetem Studio. Heraus kommt Bensons Debüt-Album "One Mississippi". Obwohl die Kritiker sich für die Songs begeistern, findet seine Plattenfirma Virgin das Album nicht erfolgreich genug.

Den Singer/Songwriter plagen fortan Selbstzweifel und er zieht zu seiner Freundin nach Oakland, Kalifornien um. Die warme Umgebung inspiriert ihn allerdings keineswegs, neue Songs zu schreiben. So beschließt er erneut zurück nach Detroit zu ziehen. Er habe in Oakland sowieso keine Freunde gehabt und sei nur wegen seiner Freundin dorthin gezogen. Und die musste die ganze Zeit arbeiten. Ein Umstand, der sein Selbstbewusstsein nicht gerade fördert.

Der Umzug tut ihm dennoch gut. Über die French Kicks kommt er zu Startime. Damit findet er ein Label für den heimischen Markt. In Europa hat er die Wahl und entscheidet sich für die eher kleine Plattenfirma V2. Von der Kohle, die aus dem Virgin-Vorschuss übrig ist, richtet sich Benson ein Studio in seinem Haus ein. Vintage heißt das Zauberwort und so kommen ihm fast ausschließlich ältere Modelle der Aufnahmetechnik ins Heim.

Dort nimmt er nicht nur eigene Songs auf, sondern auch die befreundeter Bands und Musiker. Darunter unbekannte Kapellen wie "The Mood Elevator" und "The Haskles". Doch auch ein bekanntes Gesicht findet sich in Brendans Studio ein: Jack White macht sich in diesem Haus an die Aufnahmen zu einigen Solo-Akustik-Aufnahmen.

Dabei kommt die eigene Musik nicht zu kurz: 2002 erreicht "Lapalco" die Hörer. trotzdem durchweg nach einer Band klingt. Die Sechziger treffen die Neunziger, Frohsinn die Dunkelheit. "Always Be Good To Me" fleht Benson auf einem der besten Songs, den die White Stripes später auf der B-Seite zu ihrer endgültigen Durchbruch-Single "Seven Nation Army" covern werden.

Kreative Durchhänger gehören mittlerweile der Vergangeneheit an. Brendan möchte es allen zeigen, die ihm nachsagen, er sei ein extrem langsamer Songwriter. Nach einer Tour schreibt und nimmt er deshalb sein drittes Album in wenigen Monaten auf. Doch statt es stolz auf den Markt werfen zu können, gibt es wieder Probleme mit der Plattenfirma. V2, mit denen er einen Deal in Europa hat, möchte, dass Benson das Album noch einmal mit einem Producer aufnimmt. Doch der sieht das gar nicht ein: "Ich habe denen gesagt, ich mache das nicht noch Mal mit", erklärt er später in einem Interview. V2 Europe droppt Benson daraufhin (um ihn später reumütig doch zu releasen), doch V2 Amerika gefällt das Album wie es ist.

Zum Spott der Londoner V2-Kollegen lässt Benson doch noch einen Producer ans Album. Tchad Blake (u.a. Travis) soll es eigentlich nur mixen, doch Benson vertraut ihm so sehr, dass er Blake gestattet, mit dem Albsongssum zu arbeiten. Nur das Ganze noch einmal aufnehmen, bleibt tabu.



puri
13.04.2005 - 15:54 Uhr
ich find den auch toll
Sidekick
03.07.2005 - 01:56 Uhr
Nett. Ja. Ganz nett. Wusste live durchaus zu gefallen. Lag aber zu mindestens 80% an seinen Jungs die coole Freshmaker sind/waren. Nur dieses "Cold Hands" ist schrecklich.
Armin
09.08.2005 - 12:51 Uhr

Brendan Benson
22.10. Koeln - Gebaeude 9
23.10. Hamburg - Molotow
25.10. Berlin - Mudd Club
26.10. Frankfurt - Nachtleben
27.10. Muenchen - Zerwirkgewoelbe
FKP Scorpio

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