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Roxy Music

User Beitrag
bee
01.04.2005 - 17:02 Uhr
kennt die noch einer ?
die Urväter des Glam-Rock - zumindest die ersten 4 Alben sind wirkliche und echte Meisterwerke zwischen Avantgarde und Pop - klasse Songwriting, gute Portion Pathos und Dandy Brian Ferry war noch in Rock-Laune.
Both ends still burning !
Andre
02.04.2005 - 14:42 Uhr
jealous guy fande ich von john lennon besser
mm
02.04.2005 - 14:46 Uhr
ist "Retro-Weekend"? Wie manch andere Band hat natürlich auch Roxy Music ihre Berechtigung.

Bevor noch mehr Topics dieser Art auftauchen:

Japan
BeBop De Luxe
T.Rex
Aerosmith

alles hier rein
bee
02.04.2005 - 16:00 Uhr
@mm
also ich bitte dich - die 4 genannten mit Roxy Music auf eine Stufe zu stellen grenzt an Blasphemie ,-)
Out of the blue, Bogus Man, Grey Lagoons, Bitter End, Song for Europe - alles Songs für die Ewigkeit ...
mm
02.04.2005 - 16:04 Uhr
*lol*
wie "Dream On", "Walk this way", "Children of the Revolution", "Ain't That Peculiar" oder "Ships in The night" oder "Panic In The World"
Alles Songs für meine Ewigkeit... (punkt, punkt)
bee
02.04.2005 - 16:31 Uhr
da gefällt mir meine Ewigkeit aber viel besser ,-)
und der Erotik-Faktor der Roxy Plattencovers ist auch unübertroffen ...
mm
02.04.2005 - 20:32 Uhr
das ist nicht von der Hand zu weisen.

Steely Dan

habe ich vergessen..
"...are you reelin in the years..."
Dargelos
02.04.2005 - 23:12 Uhr
Also Japan in einem Atemzug mit Aerosmith zu nennen und sie dem selben Thread zu zuweisen ist natürlich schon eine unverschämte Frechheit ;-) und Japan lassen sich schon auf eine Stufe mit den großartigen Roxy Music stellen.

bees Ewigkeit gefällt mir auch viel besser, wobei ich In every dream home a heartache, Sunset und vor allem No strange delight hinzufügen würde. Roxys Spätphase kann sich durchaus mit den Siebziger Klassikern messen.

bee
03.04.2005 - 16:47 Uhr
hm
- also Japan fällt bei mir unter SynthPop-Graus
- Steely Dan hat auf jeden Fall einen eigenen Thread verdient - gehört aber stilistisch auch nicht zu RM. Aber Songs für die Ewigkeit ham die ne ganze Menge ,-)
- In every dream home a heartache gehört ganz sicher zu den allerbesten RM Songs
mm
03.04.2005 - 16:58 Uhr
also Japan fällt bei mir unter SynthPop-Graus

Bei oberflächlicher Betrachtung könnte man das meinen, aber Japan könnte durchaus die logische 80er-Konsequenz von Roxy Music sein.
Dieses elegante, etwas künstliche und dandyhafte...
Dargelos
03.04.2005 - 21:28 Uhr
@ bee
Also bei Japan scheint es mir auch ein Fall von eigenen geschmackstechnischen Grenzen zu sein ;-), das du die Bedeutung dieser band nicht erkennst. Geht mir bei gewissen Sachen (z.B. Progressivrock) allerdings genauso.
Für mich scheint es vor allem deswegen so seltsam, weil ich ebenso Japan als die logische Weiterentwicklung von Roxy Music sehe, welche dieser dekadenten Ästhetik neue Elemente hinzufügten udn musikalisch deutliche Gemeinsamkeiten zu finden sind.
Beides gehört für mich nebeneinander in den Platten- oder CD-Schrank
bee
05.04.2005 - 11:29 Uhr
@Dargelos
also bei mir steht neben R nicht direkt neben J im Plattenschrank ,-)
in meiner geschmackstechnischen Begrenztheit bezügl. 80er SynthPop möchte ich dann noch den Graus vor Depeche Mode, New Order, Talk Talk, Ketchup Boys hinzufügen ...
ClashCityRocker
05.04.2005 - 12:06 Uhr
@Dargelos: dito.
@bee: Ich habe kein Problem damit, dass Du die letzt genannten Bands alle als Mist empfindest, jedoch Bands wie New Order und Talk Talk in die nirvanareske und nichtssagende Bedeutungslosigkeit des Genres "SynthiPop" zu entlassen, zeugt lediglich davon, dass Du - sorry! - dich in keinster Weise mit der Musik - und insbesonere mit den Musiker-/Texterqualitäten eines Mark Hollis - auseinandergestetzt hast. Selbiges gilt für New Order/Joy Division und deren Bedeutung für das Kulturgut "Hacienda", "Factory Recors", "Art-Work" und elektronische Musik im Speziellen. Was O.K. ist - vielleicht lässt sich das unter der Gnade der späten Geburt subsumieren. Keine Ahnung. Ist auch nicht wichtig. Aber auch für eine ironische und plakative Überspitzung scheint die angerührte Suppe nicht zu taugen - zumal Du ja stets auf ein elaboriertes Musikverständnis Wert legst.
bee
05.04.2005 - 12:22 Uhr
@ClashCityRocker
hm - so unrecht hast du nicht, aber wer ist schon Experte für Musik, die er nicht mag ...
Mein Graus mag dann eher mit der Ungnade der frühen Geburt zusammenhängen. In dem Zusammenhang ist mir schon öfter aufgefallen, dass 70er Musiksozialisation und 80er .. äh .. SynthiPop schlecht zusammengehen.
*
New Order hab ich sogar mal auf nem Loreley Bizarre live gesehen (1993?) - direkt nach Sonic Youth - Mann war das schlecht ...
ClashCityRocker
05.04.2005 - 13:14 Uhr
@bee:
Dein erster Satz trifft es wohl. Deshalb hätte ich auch Grundsatzbedenken fundiertes zur Musik der 70er zu sagen, weil mein Jahrzehnt definitiv das Folgejahrzehnt war.

New Order 1993 war das Jahr der Bandauflösung - sprich: der Zenith des Schaffens lag weit hinter der Band und Peter Hook zelebrierte die Rocksau, was definitiv nicht sein Genre ist. Dann hast Du sie natürlich in ihrer wirklich schlechten Phase gesehen - abgesehen davon sind sie kein überragende Liveband. Was ihre Bedeutung indes nicht schmälert.
mm
05.04.2005 - 13:21 Uhr
was vom thema schon weg ist.
solltest du, bee, Gelegenheit haben, höre dir "Gentlemen Takes Polaroids" von Japan an. Das o.g. "Pathos" findest du dort wieder. Nur gibt es dort eben nur wenig Gitarrenlastiges
ClashCityRocker
05.04.2005 - 13:48 Uhr
Also "nightporter - für mich eines der besten Stücke von Japan trägt schon einen Pathos in sich. Ein unglaubliches Stück. Sylvian in eiem tembre sondergleichen.
Dargelos
05.04.2005 - 13:49 Uhr
@bee
Musikverständnis ist glaube ich wirklich was anderes; dass hört sich wahrlich an, als würde ich über Hip Hop reden ;-)
Talk Talk als Graus zu bezeichnen, entbehrt natürlich nicht eines gewissen Witzes, wird doch die "Spirit of Eden" als Favorit auf die beste Platte eines ganzen Jahrzehnts gehandelt. Das wär ungefähr als würde ich schreiben, Brian Wilson oder Nick Drake wären musikalisch gesehen der letzte Dreck :D
Also das mit der 70er Musiksozialisation und der angeblichen Unvereinbarkeit mit 80er Synthimusik, halte ich auch für eher fraglich. Die 80er waren auch nicht plötzlich einfach da und gerade Roxy Music (neben etlichen anderen) hatten einen erheblichen Einfluss auf die Musik der 80er, was sich auch schon auf den ersten 4 Platten der band bemerkbar macht.
Skurill bleibt es dennoch, weil es ungefähr dasselbe ist, als würde man Roxy Music hören, aber im Leben kein Buch von Oscar Wilde, D'Annunzio & co nur eines Blickes würdigen. Wenn ich etwas für mich entdecke, finde ich die Fragen "wo kommts her?" und "wo gehts oder gings hin" eigentlich essentiell. Gerade darüber lassen sich Musikstile, denen man vielleicht etwas fremd gegenüber steht, für sich entdecken. Aber deine Geldbörse wird es dir wohl danken, dass du dir diese Fragen in Bezug auf Roxy Music nicht gestellt hast.
bee
05.04.2005 - 16:07 Uhr
@Dargelos
danke für deine Meinung.
Dir ist aber schon bekannt, dass sowohl Musikgeschmack als auch Musikrezeption etwas sehr subjektives sind - oder ? der eine macht beim Hören das Licht aus und der andere liest Sekundärliteratur dazu. Danke auch noch für die Aufklärung, dass Musik Musik und dieses jenes beeinflusst.
Lustig finde ich allerdings die Beweisführung "wird doch die "Spirit of Eden" als Favorit auf die beste Platte eines ganzen Jahrzehnts gehandelt" ach ja ? von wem ? und warum sollte mich das beeindrucken ?
Finally - warum hätte ich in den 80ern von SynthiPop (überwiegend Charts-Zeugs - oder ?)beeindruckt sein sollen, wenn es doch Pere Ubu, John Cale, Pretenders, Gang Of Four, Joe Jackson und die Dead Kennedys gab ?
Meine 80ies Theorie verfeinere ich insofern, dass die Kritikfähigkeit jeder Generation bezügl. der Musik der eigenen Jugend prinzipiell begrenzt zu sein scheint ,-))
@mm
bei meiner "Gentlemen Takes Polaroids" Recherche bin ich auf folgende Amazon Meinung gestossen:
"... Ein einzigartiges Meisterwerk !
DIE führende NEW ROMANTIC - CD überhaupt,
noch vor der ersten CD von "DURAN DURAN",
die seinerzeit von JAPAN inspiriert wurden."
... bei der Nennung von Duran Duran stellen sich bei mir dann sofort wieder alle geschmacklichen Nackenhaare ...
mm
05.04.2005 - 16:19 Uhr
Amazon-Rezensionen sind meist lächerlich. grad die, die mal wieder mit Superlativen um sich hauen.

Kennst du denn die erste Duran Duran ("Girls On Film")? Die ist doch gar nicht so schwülstig.
ClashCityRocker
05.04.2005 - 16:35 Uhr
Ich versuchs' mal als Unterhändler und semi-diplomatisch: dann wäre es ein Versuch wert bei Japan das Licht auszumachen und zuzuhören und die Sekundärliteratur - in Gestalt des wenig literarischen und ergiebigen Amazon-Vergleichs zu DD - bei Seite zu legen. Ich sehe das Ganze auch nicht so im Rahmnen einer sklavischen resp. apodiktischen Reinheitslehre - oder vielleicht hardliner-Betrachtung -, bzgl. der von dir genannten Bands: ich erachte Gang of Four als eine der drei wichtigsten Bands die mir (obacht: subjektiv!!! nicht durch die reine Lehre beweisbar) seit ich mich mit Musik beschäftige untergekommen sind (in der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des OX-Fanzine wird ein kurzer Abriss zu Go4 erscheinen), gleichwohl hindert mich das nicht, dass Große und Begeisterungswerte in Bands wie Japan, Talk Talk und New Order zu sehen - vermutlich in Ermangelung an einer wie auch immer gelagerten "80ies Musiktheorie", sondern in dem simplen Bestreben Gefallen an Musik zu finden.

Amen!
Dargelos
05.04.2005 - 18:22 Uhr
Die vielen Danke klangen aber angenervt :D
Wer da aber bei einer Gleichstellung von Japan und Roxy Music von Blasphemie spricht und Talk Talk, New Order, auch Depeche Mode als Graus bezeichnet, muss sich doch nicht wundern, dass dies nicht ganz kommentarlos stehen bleibt, zumindest wenn er etwas Ahnung von Musikgeschichte hat.
Belehren will ich niemanden, aber so wie das bei dir klang, schienst du die Phrase das Musik eine Auswirkung auf dies und jenes hat, nötig zu haben. ;-) :D (nicht böse sein, war nicht wirklich ernst gemeint)
Das die "Spirit of eden" als eines der wichtigsten musikalischen Werke des Jahrzehnts gehandelt wird, habe ich als Allgemeinbildung vorausgesetzt und sollte nur ganz knapp die Bedeutung dieser Platte unterstreichen. Das sollte dich auch gar nicht beeindrucken und es ist schon relativ schmeichelhaft das als Beweisführung zu sehen! Du musst dich da aber nicht grämen, der Synthiepop behält seinen schlechten Ruf. Auf der "Spirit of Eden" waren Talk Talk längst mit dem "Synthiepop" durch und spielten mit Jazz, Experimentalmusik, weiten Soundflächen und komplizierten Strukturen.
Dass Japan und Talk Talk Kritikerlieblinge waren, hängt wohl auch damit zusammen, dass sie sich kaum unter dem Begriff "synthiepop" einordnen lassen.
Natülich ist Musikgeschmack, Musikrezeption bis zu einem gewissen Grade subjektiv, aber ebenso wird auch über den Klang einer Musik etwas teilweise sehr bewusst transportiert. (ich weiß die Information brauchst du auch nicht, sie steht aber trotzdem da ;-) ) Das ist bei Japan und Roxy Music eben geistes- und klangverwandt und dies hat wenig mit einem rein subjektivem Empfinden zu tun.
Dargelos
05.04.2005 - 18:26 Uhr
Achso habe ich vergessen, die Antwort ging @ bee, der sich hoffentlich darüber freut ;-)
mm
05.04.2005 - 18:38 Uhr
hier noch ein ausschnitt von allmusic.com:

Biography by Jason Ankeny

Japan's evolution from rather humble glam rock beginnings into stylish synth pop (and beyond) made the British group one of the more intriguing and successful artists of their era. Formed in London in 1974, Japan began its existence as a quintet comprised of singer/songwriter David Sylvian, bassist Mick Karn, keyboardist Richard Barbieri, drummer (and Sylvian's brother) Steve Jansen and guitarist Rob Dean. In their primary incarnation, the group emulated the sound and image of glam rockers like David Bowie and the New York Dolls; Sylvian's over-the-top vocals, much in the vein of Bryan Ferry, also earned Japan frequent (if derisive) comparisons to Roxy Music.

[..]

1980s Gentlemen Take Polaroids continued to broaden Japan's scope, incorporating a variety of exotic influences into their increasingly atmospheric sound. With 1981's Tin Drum (recorded minus Dean), the band peaked: tapping sources as diverse as funk and Middle Eastern rhythms, the album moved beyond pop confines into experimental tones and textures, and scored a U.K. smash with the single "Ghosts."
mm
05.04.2005 - 18:42 Uhr
Finally - warum hätte ich in den 80ern von SynthiPop (überwiegend Charts-Zeugs - oder ?)

wenn du von Visage und Ultravox, OMD und dem Gedöns sprichst, dann ja.
Das war ja auch furchtbar teilweise.

beeindruckt sein sollen, wenn es doch Pere Ubu, John Cale, Pretenders, Gang Of Four, Joe Jackson und die Dead Kennedys gab ?

wie passen denn die Pretenders da rein? Das war für mich eine Pop-Band wie The Knack, Blondie oder so Zeug
Dargelos
05.04.2005 - 19:48 Uhr
Keiner scheint so richtig sein herz an den guten alten New Wave verloren zu haben.
OMD haben ganz hervorragende und streckenweise sehr experimentelle Popplatten gemacht, wie z.B. die "Dazzle ships", die viele der sehr minimalistischen Elemente der Kraftwerkphase aus den Mitsiebzigern aufgreift. Gerade die Ultravoxplatten aus den Endsiebzigern und Anfangachtzigern finde ich eigentlich noch weniger "schwülstig" als die erste Platte von Duran Duran (die ich sehr mag, obwohl dies nicht unbedingt die Musik meiner Jugendzeit war).

Mein absoluter Liebling von Japan ist "ghosts". Ich frage mich wie es möglich war, dass ein so seltsames abgefahrenes Stück ein Hit werden konnte.
mm
05.04.2005 - 20:16 Uhr
gar net wahr.
nur mochte ich die mehr poppige Seite der NewWave nicht. OMD gaben einem ja dann nichts mehr, wenn man lieber Cabaret Voltaire, Throbbing Gristle oder A Certain Ratio hörte. btw: kann ich Kraftwerk auch nicht sonderlich ausstehen (bis auf ein paar Ausnahmen)
Pop-Profi
05.04.2005 - 21:17 Uhr
Keiner scheint so richtig sein herz an den guten alten New Wave verloren zu haben.

Doch. Ich. Und an Synthpop generell. Leider wird dieses Genre in den Musikmedien, besonders in sogenannten "Musikfachmagazinen" größtenteils ignoriert, weil dort ja nur Indie-Honks arbeiten deren Horizont leider sehr begrenzt ist. Dies konnte man auch wieder besonders schön an der Rolling-Stones-Top 500 Songliste beobachten, welche sehr einseitig ist.

Alles was nicht vorrangig nach Gitarre klingt ist automatisch schlecht. Kriterien wie Eingängikeit, Produktion, Innovation, Klangfarben werden nicht beachtet. Es wird pauschal verbreitet "Synthpop ist Blub". Das zeugt von grober Unkenntnis. Denn auch im Synthpop gibt es gewaltige Unterschiede. Man vergleiche z.B. einen beliebigen Modern Talking Song mit Frankie Goes To Hollywood's Welcome To The Pleasure Dome (Album Version). Wer da keinen Unterschied bemerkt, ist absolut merkbefreit.

Was ich am schlimmsten finde ist, daß die Musik der 90er, ich beziehe mich jetzt vorrangig auf die Charts, größtenteils nur monotone Dance-Musik, Superstars, Boybands, Rap-Analphabeten und Gitarrenschrammler hervorbrachten, welche von Rezensenten aller Colouer in den höchsten Tönen gelobt wurden.

Man kann ja die 80er kitschig und blöd finden, aber es gab damals erheblich mehr Abwechslung und Melodienreichtum wie in den 90ern. Und dennoch schneiden heutige 08/15 Bands in den Kritiken besser ab als damalige. Das ist doch der reinste Hohn.
ClashCityRocker
06.04.2005 - 09:31 Uhr
@Dargelos:
David Sylvian hatte sich für mien Dafürhalten in der Vergangenheit zu sehr in jazz-affinen Modellierungen ergangen und das, was ihn für mich in der Vergangenheit auszeichnete ("Voice of the beehive" etc.)hinter sich gelassen (selbstverständlich kann/sollte sich jeder Musiker weiter entwicklen), so dass ich mich eigentlich nur noch auf seine Gastauftritte resp. sideprojects kaprizierte, insbesondere mit Blond RedHead ("messenger" ist ein wunderbarer Song), mit dem Italiener Fennesz und zeitweise auch mit den deutschen Readymade oder das "Künstlerprojekt" Tweaker, bei dem ja sehr unterschiedliche Musiker beteiligt sind. Also das erschien mir versöhnlicher im Vergelich zu seiner letzten Soloplatte. Schön auch sind die Dolphin Brothers - das Projekt seines Bruder Richard Barbierie.

Ach so: klar, die frühen Roxy Music Sachen waren schwer in Ordnung. Indes wirkt der breigetretene Boheme-Cafehausduktus eines Brian Ferry von heute etwas anstrengend und bemüht. Der Michel Friedmann der Boheme - sitzt der Armani, dann passt auch die Musik dazu.
Dargelos
06.04.2005 - 10:06 Uhr
@ClashCityRocker
Vielen Dank für die weiterführenden Tips! Die Dolphin Brothers haben mir bisher gar nichts gesagt. Deswegen werde ich mich mal auf die Suche begeben. Zugegebenermaßen habe ich die letzten Werke von David sylvian, abgesehen von der "Dead bees on a cake" doch aus den Augen verloren. Das hat ähnliche Gründe wie bei dir, allerdings finde ich das er mit seiner Musik ziemlich in Würde altert und wenn ich vielleicht mal über 40 bin, ist das dann genau dder Stoff den ich brauche ;-)
Den von dir genannten Boheme-Cafehausduktus :D von Bryan Ferry mag ich sehr und ich konnte auch mit den letzten Platten von ihm was anfangen. "Hiroshima" von der "Frantic" ist finde ich eines der besten Lieder überhaupt, die aus seiner Feder stammen. "You make me weep You make me moan A thousand suns And then you're gone Blade runner in the night Burn out Berlin O neon wind Hiroshima mon amour" Das hat schon noch Klasse.
ClashCityRocker
06.04.2005 - 10:21 Uhr
Die Dolphin Brothers sei dir nachdrücklich empfohlen, zumal es erstaunlich ist wie nahe die Stimme von Barbierie an der von Sylvian ist und da er noch Mick Karn im Boot hat, ist es ja ein 50% Japan-Teil.

Die "Dead bees" ist natürlich insofern interessant, da sie viel Überarbeitungen von Japan-Songs enthält, die in dieser Form etwas frischer und besser klingen.


Naja, vielleicht sollte ich zu Ferry die Klappe halten, weil ich die neueren Sachen nicht wirklich verfolgt hatte, aber seine Coverversion von "i put a spell on you" war - um es mal diplomatisch zu formulieren - sehr gewöhnungsbedürftig.
Uh huh him
29.01.2006 - 21:11 Uhr
it was fun for a while
there was no way of knowing


"More than this": ein großer Song!
Spenderleber
29.01.2006 - 22:40 Uhr
Und nicht erst seit Lost In Translation.
Uh huh him
30.01.2006 - 11:04 Uhr
wahrscheinlich... kenne ihn aber auch daher, erst seit kurzem.
Spenderleber
30.01.2006 - 11:22 Uhr
Kenn ihn auch von daher.
Wir sind wohl beide Trittbrettfahrer.
Schande über uns.
Bixente Lizarazu
13.08.2007 - 00:36 Uhr
wenn man sich etwas von roxy music kaufen möchte, was ist da am empfehlenswertesten?
die "thrill of it all box"
eine einfache best of
oder sind alle alben gleichsam essentiell?
Loam Galligulla
13.01.2008 - 12:42 Uhr
Ich empfehle "for your pleasure" & "Country life", dann haste zwei 9/10 Platten. Mehr brauchste auch nicht mehr ;-)
Linkslinker Gutmensch
23.05.2008 - 15:46 Uhr
Ich empfehle "for your pleasure" & "Country life", dann haste zwei 9/10 Platten. Mehr brauchste auch nicht mehr ;-)

Und was ist mit dem geradezu genialen Debüt?
Wenn die beiden Nachfolgenden ne 9 sind, dann ist diese ne klare 10.

Kommt zwar ein wenig spät, aber dass hat man man so nicht stehen lassen können ;-)
Humpty Humpty
23.05.2008 - 16:05 Uhr
Die ersten 5 Platten kaufen und bei Gefallen auch die restlichen. Am besten ist das Debüt. Und "Avalon" ist mir ehrlich gesagt ein wenig zu seicht.
night porter
23.05.2008 - 16:12 Uhr
Na so ein Mist, dass nun eigentlich die "Stranded" die beste ist ;) und somit die Einsteigerplatte. Aber ist sowieso egal, weil von Roxy Music brauch man einfach alles, um halbwegs glücklich zu werden in diesem Leben.
night porter
23.05.2008 - 16:15 Uhr
1. Stranded
2. Flesh & Blood (trotz des grausigen Openers)
3. For your pleasure
Rizzo
30.09.2012 - 15:51 Uhr
Wie gut ist bitte "The Bogus Man" auf "For your plaesure"?!?
ferdy
01.12.2012 - 21:06 Uhr
"Avalon" ist ja eines dieser Alben, bei dem wirklich jeder Ton sitzt. Es steht auch irgendwie für sich in der Diskographie von Roxy Music, da es anders als die früheren Werke kaum noch Einflüsse des Rock in sich hat. Es ist einfach perfekter Pop. Und "More Than This" ist ein Wahsinns-Opener, der auch schon die Klangästhetik des folgenden Albums vordefiniert. Das Album hat diesen roten Faden, dieses Homogene. Einfach herrlich!

Loketrourak

Postings: 1448

Registriert seit 26.06.2013

11.03.2018 - 16:00 Uhr
Weil Otto Lenk gerade die tolle For Your Pleasure hört und ich auch gerade wieder quer durch die Discografie lifte ich mal den Thread für diese großartige Band.

Loketrourak

Postings: 1448

Registriert seit 26.06.2013

11.03.2018 - 16:02 Uhr
Weil Otto Lenk gerade die tolle For Your Pleasure hört und ich auch gerade wieder quer durch die Discografie surfe, lifte ich mal den Thread für diese großartige Band.

So ergibt das mehr Sinn.
Loketrourak (ausgeloggt)
11.03.2018 - 16:14 Uhr
PS: Ich stottere leicht!
Mein Weltbild wankt...
01.12.2018 - 16:10 Uhr
Höre gerade die Street Life-Compilation.Die
Ähnlichkeiten mit David Bowie sind so offensichtlich,dass es fast verstörend ist.

fuzzmyass

Postings: 6477

Registriert seit 21.08.2019

22.04.2020 - 01:24 Uhr
Country Life ist schon ein großartiges Album... muss mal die anderen Alben nachholen, die ich nicht kenne

Affengitarre

User und News-Scout

Postings: 9251

Registriert seit 23.07.2014

22.04.2020 - 19:10 Uhr
Ich liebe ja "Ladytron" vom Debüt, großartiger Song. Wie dann ab der Hälfte die Bläser einsetzen und denn Song auf ein neues Level hieven, toll. :)

carpi

Postings: 972

Registriert seit 26.06.2013

30.07.2021 - 22:05 Uhr
Ladytron gehört auch zu meinen Favoriten des Debüts, allerdings auf gleichem Level mit If there is something und Chance Meeting. Der 7-Minüter Sea Breeze ist schön vertrackt, sehr abwechslungsreiches Debüt jedenfalls vor allem auch mit den kraftvollen Songs Re-Make/Re-Model und Virginia Plain (war glaub ich nicht auf der Erstausgabe).
Kannte bisher nur die Hits der Band, das Debüt ist aber ziemlich vielversprechend, obwohl es hier oben kaum Erwähnung findet (von Affengitarre und bee abgesehen).

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