Snoop Dogg
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doept Postings: 879 Registriert seit 09.12.2018 |
14.01.2025 - 22:36 Uhr
Na, wenn das mal kein Zufall ist:Der "Doggfather of our City" (Jimmy Kimmel) gestern live genau dort: https://www.youtube.com/watch?v=uhayGIgTkvA&ab_channel=JimmyKimmelLive |
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doept Postings: 879 Registriert seit 09.12.2018 |
14.01.2025 - 23:03 Uhr
Ich kann mit Snoop Dogg musikalisch ehrlich gesagt wenig anfangen, aber als Typ finde ich ihn schon sehr cool.Snoop mag Football (ich auch), und er scheint ein richtiger Nerd zu sein der seit Jahren da einige Energie reinsteckt: https://www.youtube.com/watch?v=t6augyzOBLg&ab_channel=NFLFilms Nehme ich ihm auch durachaus ab! Aktueller Erfolg: C.J. Stroud, jemand der durch das Kinderprogramm ging steht jetzt im Viertelfinale der NFL-Playoffs (RTL, SA 20:35 ;.)) gegen Kansas City. https://www.espn.com/nfl/story/_/id/40474030/how-snoop-dogg-youth-football-league-helped-shape-cj-stroud Snoop Dogg +1! |
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edegeiler Postings: 3274 Registriert seit 02.04.2014 |
17.01.2025 - 12:10 Uhr
Kleine Dogg-Pause eingelegt, aber weiter geht die lustige Fahrt.8. Tha Blue Carpet Treatment (2006) Das Album kommt mit einigen Lorbeeren daher und gilt als ein Lichtblick in seiner Diskographie. Ich habe dazu meine Theorie: Das liegt zum Teil einfach daran, dass die Hörer*innen irgendwann im Laufe der Reise von einem anderthalbstündigen Mammutalbum zum nächsten mürbe gemacht wurden. Die Messlatte hängt tief, also kreischen alle sofort "HIMMLISCH!", wenn Snoop Dogg mal drei anständige Lieder am Stück präsentiert ("Think About It", "Crazy" und "Vato"). Dabei krankt "Tha Blue Carpet Treatment" an den gleichen Stellen wie die Vorgänger. Zu lang, zu viel Quatsch, zu viele unmotivierte Features, ihr kennt die Leier mittlerweile. Auf Produzentenseite dürfen auch wieder alle mitmachen, die stärksten Instrumentals liefern wie gehabt Dr. Dre und die Neptunes. Positiv hervorstechende Momente ("Round Here", "Boss' Life") gibt es, aber die gibt es auf fast allen seiner Alben. Im Durchschnitt sind die Füller etwas weniger füllrig und die Lowlights etwas weniger low, also ist es wahrscheinlich wirklich sein Bestes seit längerer Zeit. Würde es aber hinter den No Limit Dingern einordnen. Ranking: 1. Doggystyle 2. No Limit Top Dogg 3. Tha Last Meal 4. Tha Blue Carpet Treatment 5. R&G (Rhythm & Gangsta): The Masterpiece 6. Paid Tha Cost To Be Da Bo$$ 7. Da Game Is to Be Sold, Not to Be Told 8. Tha Doggfather |
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edegeiler Postings: 3274 Registriert seit 02.04.2014 |
17.01.2025 - 17:33 Uhr
"Ego Trippin'" schickt sich nach den ersten Songs an, die unteren Plätze des Rankings unsicher zu machen. Da kommen mit "Gangsta Like Me" und "Life of the Party" direkt zwei brandheiße Kandidaten für das Karriere Worst-of. |
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Felix H Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion Postings: 11152 Registriert seit 26.02.2016 |
17.01.2025 - 18:07 Uhr
Bin ja gespannt, "Tha Blue Carpet Treatment" galt eigentlich immer so als sein bestes nach dem Debüt. Glaube danach kam wirklich nicht viel und ich erinnere mich noch, dass da diese David-Guetta-Kollaboration bald bei dir um die Ecke lugen dürfte. (Falls du überhaupt die Version hörst, wo die drauf ist.) |
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Affengitarre User und News-Scout Postings: 11700 Registriert seit 23.07.2014 |
17.01.2025 - 18:35 Uhr
Nimmst du Snoop Lion eigentlich auch noch rein? |
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edegeiler Postings: 3274 Registriert seit 02.04.2014 |
17.01.2025 - 22:50 Uhr
Na sichi... und das über zweistündige "Bible of Love" erwartet mich auch noch. Good Times! |
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Affengitarre User und News-Scout Postings: 11700 Registriert seit 23.07.2014 |
18.01.2025 - 00:15 Uhr
Yeah. |
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edegeiler Postings: 3274 Registriert seit 02.04.2014 |
18.01.2025 - 20:41 Uhr
9. Ego Trippin' Puuuuuuuuuuuuh...Ich hatte ja oben mal geschrieben, dass sich Snoop Dogg nicht zu schade ist, auch mal auf Instrumentals außerhalb seiner Komfortzone zu rappen/singen. Auf „Ego Trippin‘“ macht er kaum etwas anderes mehr. Das Ergebnis spottet stellenweise jeglicher Beschreibung. Snoop öffnet sein Kuriositätenkabinett und das Tor zur Hölle. Rap? Pop? Disco? COUNTRY?? Haben wir alles und klingt fast ausnahmslos katastrophal und hingerotzt. Das auf den sterbenden Synthies von „Life Of Da Party“ mal ein Platinrapper zu hören sein wird, hat wohl nicht mal der Produzent gedacht. Die letzten Tracks sind nicht ganz so grauenvoll und können ein wenig Soforthilfe leisten. Trotzdem: „Ego Trippin‘“ ist ein konfuser Haufen Scheiße von einem Snoop Dogg, den die Qualität seiner Arbeit nicht mehr interessiert. Mir fehlen die Worte, ich kann nicht mehr. Du hast mich gebrochen, Snoop. Ach ja: "Sexual Eruption" sticht auf der Tracklist positiv heraus. Das sollte ganz gut andeuten, wohin die Reise geht. Ranking: 1. Doggystyle 2. No Limit Top Dogg 3. Tha Last Meal 4. Tha Blue Carpet Treatment 5. R&G (Rhythm & Gangsta): The Masterpiece 6. Paid Tha Cost To Be Da Bo$$ 7. Ego Trippin' 8. Da Game Is to Be Sold, Not to Be Told 9. Tha Doggfather |
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edegeiler Postings: 3274 Registriert seit 02.04.2014 |
18.01.2025 - 20:42 Uhr
Chronistenpflicht: "Ego Trippin'" ist von 2008 . |
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sagittarius Postings: 51 Registriert seit 20.12.2023 |
19.01.2025 - 13:14 Uhr
Ist sich auch für nichts zu schadehttps://www.reuters.com/world/us/with-cocktails-snoop-dogg-crypto-industry-celebrates-trump-inauguration-2025-01-18/ |
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edegeiler Postings: 3274 Registriert seit 02.04.2014 |
20.01.2025 - 11:30 Uhr
10. Malice n Wonderland (2009) Den Stilwechsel vom Gangsta zum Pop Rap hat Snoop Dogg seit „Paid tha Cost…“ sehr subtil vollzogen und nun sind wir peu à peu bei einem Pop Album angelangt. Ein Pop Album mit mieser – und mies gealterter – 2009er Club-Produktion, einem schlafenden Snoop Dogg und schludriger Abmischung. Die Luft ist sowas von raus. „Malice n Wonderland“ ist schlecht, aber es ist vor allem wahnsinnig egal. Ich möchte mich deswegen gar nicht aufregen, obwohl es mehr als genug Anlass gäbe (R Kelly Feature, der Sound, die Songs „That’s Tha Homie“ und „Luv Drunk“). Erstmalig seit den 90ern sind wir wieder auf Gütelevel „Mixtape“ angelangt. Das Beste an dem Album ist die mit 53 Minuten verhältnismäßig kurze Spieldauer. Ranking: 1. Doggystyle 2. No Limit Top Dogg 3. Tha Last Meal 4. Tha Blue Carpet Treatment 5. R&G (Rhythm & Gangsta): The Masterpiece 6. Paid Tha Cost To Be Da Bo$$ 7. Ego Trippin' 8. Da Game Is to Be Sold, Not to Be Told 9. Tha Doggfather 10. Malice n Wonderland |
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edegeiler Postings: 3274 Registriert seit 02.04.2014 |
22.01.2025 - 13:41 Uhr
11. Doggumentary (2011) Nach „Malice n Wonderland“ konnte es nur bergauf gehen, also ist „Doggumentary“ etwas besser und sortiert sich irgendwo im füllerbeladenen Mittelfeld seiner Diskographie ein. Wir kratzen wieder an den 80 Minuten, von denen 40 ohne größere Verluste hätten gestrichen werden können. Ohne einen Dre oder den Neptunes gibt es einen Lieferengpass in der Warengruppe „geile Beats“, der nur selten überwunden wird. Die Mr. Porter Produktion „My Own Way“ ist positiv zu erwähnen, dann noch Kanyes und Battlecats Sachen. Die Gorillaz steuern auch noch eine unfertige Demo bei, die Damon anscheinend noch auf dem Rechner hatte. Zu Snoop Performance gibt es wenig zu sagen, der läuft auf Autopilot. Etwas experimentierfreudiger ist „Wet“, das in etwa so sexy ist wie Massenarbeitslosigkeit. Dann singt er auch noch einen Countrysong mit Willie Nelson und es ist – wenig überraschend – vollkommen fehl am Platz. Sonst nichts weiter erwähnenswert, ähnlich wie das ganze Album. Ranking: 1. Doggystyle 2. No Limit Top Dogg 3. Tha Last Meal 4. Tha Blue Carpet Treatment 5. R&G (Rhythm & Gangsta): The Masterpiece 6. Paid Tha Cost To Be Da Bo$$ 7. Doggumentary 8. Ego Trippin' 9. Da Game Is to Be Sold, Not to Be Told 10. Tha Doggfather 11. Malice n Wonderland |
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edegeiler Postings: 3274 Registriert seit 02.04.2014 |
28.01.2025 - 10:50 Uhr
12. Reincarnated (2013 - als "Snoop Lion") Authentizität wird schnell zum überkommenen Konzept, wenn dein Reggae Album von Major Lazer produziert wird. Obwohl die ihren Job gar nicht so übel machen und annehmbare Pop-Reggae-Dancehall Instrumentals kredenzen (Ausnahmen wie „Get Away“ bestätigen die Regel). Und Snoop? Der kiffft viel und wirkt überhaupt wie der verschlafene Hippieonkel, der irgendwas von „mmehr Liebbbe Leude“ redet. Schlecht abgemischt ist er außerdem, mal wieder zu leise. Wie kann das eigentlich dauernd passieren? Aber immerhin: Er singt seinen Stiefel solide runter, rückt im Lichte der Gäste aber auch gerne in den Hintergrund. Ist alles nicht spektakulär, aber selten richtig übel. Und man merkt, dass Snoop Bock auf das Projekt hatte. Nach 11 Alben Gangsta-Rap nehme ich eh jede Abwechslung und so wirkt die erste albumfüllende Reise in ein neues Genre wie eine Kur in Bad Salzuflen. Eine Kur, auf der der Kurleiter Snoop Dogg - pardon: Lion - heißt. Rawr! Ranking: 1. Doggystyle 2. No Limit Top Dogg 3. Tha Last Meal 4. Tha Blue Carpet Treatment 5. R&G (Rhythm & Gangsta): The Masterpiece 6. Paid Tha Cost To Be Da Bo$$ 7. Reincarnated 8. Doggumentary 9. Ego Trippin' 10. Da Game Is to Be Sold, Not to Be Told 11. Tha Doggfather 12. Malice n Wonderland |
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Felix H Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion Postings: 11152 Registriert seit 26.02.2016 |
28.01.2025 - 13:21 Uhr
Das war das 12. Album? Und so viele kommen noch danach? Krass. :-D |
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edegeiler Postings: 3274 Registriert seit 02.04.2014 |
29.01.2025 - 16:08 Uhr
Es kommen noch acht, also schon mehr als die Hälfte. Gott sei Dank. Den Spruch mit der Authentizität und Major Lazer nehme ich zurück, dachte ganz intuitiv, das sei so eine Weißbrot-Gang rund um Diplo. |
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edegeiler Postings: 3274 Registriert seit 02.04.2014 |
31.01.2025 - 10:10 Uhr
13. Bush (2015) Ungewöhnliche Vorzeichen in Doggyland. Ein sommerliches Synth-Funk Album, weit weg von grittiness oder Gangsta Gehabe und dann auch noch komplett von Pharrell bzw. den Neptunes produziert. Durchweg Produktion aus einer Hand? Das gab es seit „Doggystyle“ nicht mehr. Also frohgemut rein in die Masse. Nach einem halbwegs soliden Start wird aber schnell klar, dass den meisten Instrumentals Charakter fehlt. Stellt euch „Get Lucky“ in öde vor und ihr habt beispielsweise „I Knew That“. Apropos öde: Snoop ist auf der vertonten Poolparty „Bush“, auf der naturgemäß viel gesungen wird, der fünft- bis achtbeste Sänger. Sein entspannter Vortrag mit geringem Stimmumfang kratzt an der Grenze zur Langeweile. Letztlich geht das Album aber klar, mal wieder Mittelfeld. Wir sind nämlich an einem Punkt in Snoop Doggs Diskographie angelangt, an dem die Qualität eines Albums nicht mehr von Snoop Dogg abhängt. Der tut, was er tut und man muss hoffen, dass die Producer und Featuregäste liefern. Das tun sie auf „Bush“ manchmal. Stevie Wonder, Rhea Dummett, Pharrell, Charlie Wilson – ich danke euch. Ranking: 1. Doggystyle 2. No Limit Top Dogg 3. Tha Last Meal 4. Tha Blue Carpet Treatment 5. R&G (Rhythm & Gangsta): The Masterpiece 6. Paid Tha Cost To Be Da Bo$$ 7. Reincarnated 8. Bush 9. Doggumentary 10. Ego Trippin' 11. Da Game Is to Be Sold, Not to Be Told 12. Tha Doggfather 13. Malice n Wonderland |
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Loketrourak Postings: 3631 Registriert seit 26.06.2013 |
31.01.2025 - 16:45 Uhr
Besten Dank edegeiler! Wollte ich nur kurz einwerfen. |
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edegeiler Postings: 3274 Registriert seit 02.04.2014 |
03.02.2025 - 11:11 Uhr
14. CoolAid (2016) „CoolAid“ ist Snoops erstes Rapalbum seit fünf Jahren. Da stauen sich Hoffnungen auf, Wünsche…Hat er wieder richtig Hunger? Vielleicht mal ein Soundkonzept? Einen roten Faden? Qualitätskontrolle??? Hahaha ihr Narren, natürlich nicht. Immerhin: Snoop hat wieder mehr Energie als beispielsweise auf einem „Malice n Wonderland“. Ist doch schon mal was. Diese Energie schlägt sich vor allem mal wieder in der Spielzeit nieder. 77 Minuten, ARGH. Stilistisch gibt es von allem etwas, jetzt auch Trap, ist ja schließlich 2016. Könnte andererseits auch 2010 sein bei drei Swizz Beats Feautures. Naja, bei 14 Produzenten auf 20 Songs ist jedenfalls Abwechslung geboten und sogar ein paar G-Funk Nummern verirren sich auf die Tracklist. Snoop liefert aber schwerpunktmäßig Pop Rap. Das Ergebnis ist durchwachsen von grausigen Seggsliedern und einem Haufen Performances und Songs fernab jeglicher Inspiration. @Loketrourak, gerne doch, es macht ja auch irgendwie Spaß, auf eine masochistische Art und Weise. Ranking: 1. Doggystyle 2. No Limit Top Dogg 3. Tha Last Meal 4. Tha Blue Carpet Treatment 5. R&G (Rhythm & Gangsta): The Masterpiece 6. Paid Tha Cost To Be Da Bo$$ 7. Reincarnated 8. Bush 9. CoolAid 10. Doggumentary 11. Ego Trippin' 12. Da Game Is to Be Sold, Not to Be Told 13. Tha Doggfather 14. Malice n Wonderland |
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humbert humbert Postings: 2498 Registriert seit 13.06.2013 |
04.02.2025 - 10:59 Uhr
@edegeilerTolle Reviews vonb dir. Lese ich sehr gerne. |
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edegeiler Postings: 3274 Registriert seit 02.04.2014 |
04.02.2025 - 19:29 Uhr
15. Neva Left (2017) Snoop hat die Hood also never geleavet (und was genau war „Reincarnated“?) und macht jetzt wieder Gangsta Rap. Und er besinnt sich endlich zurück auf seine Stärken. Die Beats sind zwar nicht alle G-Funk, aber zumeist straighte Oldschool Klopper von Battlecat und Co sowie einer exquisiten BADBADNOTGOOD/Kaytranada Komposition mit „Lavender“. Oldschool, funky - auf diesem Parkett fühlt Herr Dogg sich wohl und entsprechend wenig schockiert bin ich auch, dass der Trapversuch „Trash Bags“ komplett in die Hose geht. Aber es gibt erstmals seit weiß-Gott-wie-lang wieder mehr Grund zur Freude als zur Frustration. Vieles auf „Neva Left“ ist guter West-Coast Hip Hop. Das klingt jetzt zwar unspektakulär, aber dass das bei Snoopy D-O-doublegizzle öfter die Ausnahme als die Regel ist, sollte ja inzwischen klar sein. Bei „Lavender (Nightfall Remix)“ spukt sogar die Formulierung „spätes Karrierehighlight“ in meinem Kopf herum, was für ein Monster. Und wo wir gerade bei Karrierehighlights sind: Ich muss weit zurückdenken, bevor ich auf Snoops Alben einen krasseren Featurepart finde als KRS-One auf „Let Us Begin“. Der zersägt da alles mit seinem Ge“brrrrr“üll. Ich hätte mir mehr Alben wie „Neva Left“ erhofft, als ich die Reise durch Snoops Diskographie angetreten habe. Leicht überarbeitetes Ranking: 1. Doggystyle 2. No Limit Top Dogg 3. Tha Blue Carpet Treatment 4. Neva Left 5. Tha Last Meal 6. R&G (Rhythm & Gangsta): The Masterpiece 7. Paid Tha Cost To Be Da Bo$$ 8. Reincarnated 9. Bush 10. CoolAid 11. Doggumentary 12. Ego Trippin' 13. Da Game Is to Be Sold, Not to Be Told 14. Tha Doggfather 15. Malice n Wonderland |
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Felix H Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion Postings: 11152 Registriert seit 26.02.2016 |
04.02.2025 - 21:05 Uhr
Ah, "Blue Carpet" ist leicht nach oben gerutscht. :)"Neva Left" fand ich damals auch allein aufgrund des Covers interessant. |
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edegeiler Postings: 3274 Registriert seit 02.04.2014 |
05.02.2025 - 11:41 Uhr
16. Bible of Love „Bible of Love“ als Studioalbum von Snoop Dogg zu bezeichnen, ist ein vollkommener Witz. Passender wäre es, das Teil als eine (geradezu absurd lange) kuratierte Playlist anzusehen, auf der Snoop Dogg ab und an den Host spielt und selten mal ein bisschen mitmacht. Der Großteil besteht einfach aus Gospelsongs, auf denen Snoop nicht – und damit meine ich keine einzige Sekunde – stattfindet. Stattdessen hat er sich verschiedene Gospelartists in die Arche geholt und die bieten halt ihre Lieder über Jesus Christ THE LAWD dar. Klar, Gospel dürfte nicht jedermanns Sache sein. Ich persönlich habe in meiner Jugend viele Kirchen und Gemeinden von innen sehen müss- ähhhh dürfen und deswegen durchaus Zugang zu christlicher Musik und insbesondere traditionellen Gospel. Also kann ich hier was für mich mitnehmen, die tighten Performances von Faith Evans („Saved“), B-Slade („Pain“ und ganz klar „On Time“) und Tye Tribbett etwa. Klar, nicht jeder der 32 Stücke (es hört einfach nicht aaaaaaaaauuuuuf mit den Marathonalben) garantiert den Eintritt in die himmlischen Pforten, aber da sind durchweg Profis an den geistlichen Geräten und viel Können am Start. Auf der zweiten Hälfte des Doppelalbums kommen dann auch modernere Klänge. Die Gemeinde verlässt nach ZWEI GOTTVERFLUCHTEN STUNDEN erleuchtet und ermüdet den Saal und wundert sich, wo eigentlich Snoop Dogg war. Habe auch null Ahnung, wie ich das jetzt ins Ranking einsortieren soll. Ist halt 2 Stunden Gospel. Weitgehend ohne den Namensgeber. Läuft außer Konkurrenz. Ranking: 1. Doggystyle 2. No Limit Top Dogg 3. Tha Blue Carpet Treatment 4. Neva Left 5. Tha Last Meal 6. R&G (Rhythm & Gangsta): The Masterpiece 7. Paid Tha Cost To Be Da Bo$$ 8. Reincarnated 9. Bush 10. CoolAid 11. Doggumentary 12. Ego Trippin' 13. Da Game Is to Be Sold, Not to Be Told 14. Tha Doggfather 15. Malice n Wonderland außer Konkurrenz: Bible of Love |
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edegeiler Postings: 3274 Registriert seit 02.04.2014 |
07.02.2025 - 14:30 Uhr
Ach ja, „Bible of Love“ ist aus 2018. Weiter geht’s aber mit... 17. I Wanna Thank Me (2019) ...Album Numero 17 des Doggfathers. Kinder, wie die Zeit verfliegt, wenn man Spaß hat! Damit meine ich Spaß mit anderen Sachen im Leben, denn „I Wanna Thank Me“ zahlt seinerseits wenig ins Spaßkonto ein. Das Album ist mal wieder ein Pop-Rap-Potpourri aus allen Stilen. Kaum wirklich scheiße, nichts wirklich gut. Ein, zwei Produktionen stechen wie immer hervor („So Misinformed“,„Let Bygones Be Bygones", beide von Battlecat und „First Place“ von DJ Green Lantern). Sonst? Leere, gähnende Leere, kein Druck. „I Wanna Thank Me“ will ein Pop-Album sein, schielt sogar in Richtung Latin Music (mit einem Anitta Feature, so ziemlich der einzige Hinhörmoment). Dafür schraubt Snoop den Edgyness Grad runter, erwischt dabei aber aus Versehen den Unterhaltungs-Grad und vergisst die Hits. Genau wie ich dieses Album vergessen werde und darauf freue ich mich schon. Aber die guten Nachrichten: Das hier ist der letzte 8000er im Doggschen Hochgebirge, nochmal jenseits der 70 Minuten. Alles, was jetzt kommt, wird dagegen eine Sonntagswanderung in der Voreifel. Ranking: 1. Doggystyle 2. No Limit Top Dogg 3. Tha Blue Carpet Treatment 4. Neva Left 5. Tha Last Meal 6. R&G (Rhythm & Gangsta): The Masterpiece 7. Paid Tha Cost To Be Da Bo$$ 8. Reincarnated 9. Bush 10. CoolAid 11. Doggumentary 12. I Wanna Thank Me 13. Ego Trippin' 14. Da Game Is to Be Sold, Not to Be Told 15. Tha Doggfather 16. Malice n Wonderland außer Konkurrenz: Bible of Love |
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Christopher Plattentests.de-Mitarbeiter Postings: 4231 Registriert seit 12.12.2013 |
07.02.2025 - 15:23 Uhr
Finde es immer noch verrückt, dass bei dir "Tha Doggfather" so schlecht wegkommt. Da sind doch so viele Banger drauf. |
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edegeiler Postings: 3274 Registriert seit 02.04.2014 |
07.02.2025 - 16:36 Uhr
Bei "Doggfather" ist der Mix Kernschrott. Snoop ist viel zu leise, man versteht ihn kaum. Seinen Vortrag finde ich da auch nochmal doppelt einschläfernd, da wollte er Souveränität ausstrahlen, klingt aber wie am Morphium-Tropf. Banger hör ich da keine, "Blueberry" mag ich und vielleicht noch "Vapors". Inbegriff eines "Sophomore Slumps" für mich. Aber erzähl gern, was dir da gefällt oder welche Banger ich vergesse. Die Abmischung find ich aber fast indiskutabel kacke. |
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Martinus Postings: 814 Registriert seit 13.01.2014 |
07.02.2025 - 18:13 Uhr
Christopher:Meine Rede! Doggfather find ich mega!! |
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edegeiler Postings: 3274 Registriert seit 02.04.2014 |
10.02.2025 - 14:50 Uhr
18. From Tha Streets 2 Tha Suits (2021) Sitze im ICE nach Berlin und denke mir, da hörste mal gerade ein Album. Also flux angemacht und nach einem Song schon keinen Bock mehr gehabt. Ich schreib parallel immer so ein, zwei Wörter zu jedem Song, um mich dran erinnern zu können. Hier steht neben dem zweiten Song schon „Lass es aufhören“. Eine halbe Stunde später war „From Tha Streets 2 The Suites“ dankenswerterweise vorbei und ich befand mich in einer Art hypnotischen Trance und ungefähr auf Höhe Hannover. Suffice to say: Todesöde, kein Aufwand oder Enthusiasmus seitens Snoops auszumachen. Paar Beats sind nicht ganz übel, dafür allerdings fast alle Features. Bei „Say It Witcha Booty“ erwog ich kurz, aus dem Zug auszusteigen - bei voller Fahrt. Ich habe so hingerotzte Scheiße einfach satt, komm hau ab damit. Gott sei Dank bin ich bald durch. Hört dieses Album nicht. Ranking: 1. Doggystyle 2. No Limit Top Dogg 3. Tha Blue Carpet Treatment 4. Neva Left 5. Tha Last Meal 6. R&G (Rhythm & Gangsta): The Masterpiece 7. Paid Tha Cost To Be Da Bo$$ 8. Reincarnated 9. Bush 10. CoolAid 11. Doggumentary 12. I Wanna Thank Me 13. Ego Trippin' 14. Da Game Is to Be Sold, Not to Be Told 15. Tha Doggfather 16. From Tha Streets 2 Tha Suits 17. Malice n Wonderland außer Konkurrenz: Bible of Love |
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edegeiler Postings: 3274 Registriert seit 02.04.2014 |
14.02.2025 - 11:23 Uhr
19. BODR (2022) „Let's make a real record with real effort“ rappt Snoop auf dem ulkigen „Crip Ya Enthusiasm“ und ich möchte sagen: Das ist doch mal was Neues und ne gute Idee! Anscheinend muss Snoop erst sein altes Label zurückkaufen, um wieder Motivation zu verspüren. Mir soll’s recht sein, denn BODR (Bacc on Death Row) ist Snoop Doggs bestes Werk seit vielen, vielen Jahren. Eine Standout-Single gibt es zwar nicht, aber dafür ist das Material auf dem Album fast durchgehend solide bis hochklassig. Hit-Boy darf einige Instrumentals beisteuern und die sind alle ziemlich klasse („Jerseys In The Rafters“ vibet richtig). Generell: Gute Produktion, auch von Soopafly und Battlecat. Aber auch Snoop muss sich nicht verstecken. Seine Raps klingen fresh und es steckt tatsächlich mal wieder so etwas wie Songwriting in vielen Liedern. Sogar die Features geben sich Mühe. Mit sowas rechnet man nach 19 Alben nicht mehr. Zur Wahrheit gehört aber auch: Dass, was bei einigen anderen Rappern unter der Kategorie „solide Erweiterung des Katalogs“ laufen würde, läuft bei Snoop Dogg in der Kategorie „Highlights der Albenkarriere“. Ranking: 1. Doggystyle 2. No Limit Top Dogg 3. BODR 4. Tha Blue Carpet Treatment 5. Neva Left 6. Tha Last Meal 7. R&G (Rhythm & Gangsta): The Masterpiece 8. Paid Tha Cost To Be Da Bo$$ 9. Reincarnated 10. Bush 11. CoolAid 12. Doggumentary 13. I Wanna Thank Me 14. Ego Trippin' 15. Da Game Is to Be Sold, Not to Be Told 16. Tha Doggfather 17. From Tha Streets 2 Tha Suits 18. Malice n Wonderland außer Konkurrenz: Bible of Love |
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edegeiler Postings: 3274 Registriert seit 02.04.2014 |
19.02.2025 - 14:18 Uhr
20. Missionary (2024) Wir beenden den Tauchgang im Hundemeer mit dem letztjährig erschienenen „Missionary“. Da geht der Puls gleich hoch, weil seit 1993 wieder exklusiv Dr. Dre im Producerstuhl saß. Das Resultat ist…seltsam. Sofort fällt auf, wie totproduziert der Sound ist. Crisp, glasklar und leider corporate ohne Ende. Da steckt Geld drin, aber kein Leben. Die Instrumentals sind oft heillos überladen, verworren und überambitioniert. Was sollen denn bitte Beatswitches in Snoop Dogg Songs? Sind wir hier bei Kendrick Lamar? Mir kann keiner erzählen, dass auch nur ein Beat von Dr. Dre selbst gemacht wurde. Oder aber Dre ist ohne fähige Zuarbeiter aufgeschmissen. Snoop Dogg rappt aber über weite Strecken gut, genau wie Method Man und 50 Cent (!). Wenn die Beats mal etwas atmen können, kommt auch manchmal was Ordentliches bei raus, aber denen wird regelmäßig die Luft abgedreht. Von G-Funk und der Coolness vergangener Tage fehlt leider jede Spur. Dafür neu: Boomerigkeit, Dadrock-Samples und schrottige Hooks. Eine teure Enttäuschung. Ranking: 1. Doggystyle 2. No Limit Top Dogg 3. BODR 4. Tha Blue Carpet Treatment 5. Neva Left 6. Tha Last Meal 7. R&G (Rhythm & Gangsta): The Masterpiece 8. Paid Tha Cost To Be Da Bo$$ 9. Reincarnated 10. Bush 11. CoolAid 12. Doggumentary 13. Missionary 14. I Wanna Thank Me 15. Ego Trippin' 16. Da Game Is to Be Sold, Not to Be Told 17. Tha Doggfather 18. From Tha Streets 2 Tha Suits 19. Malice n Wonderland außer Konkurrenz: Bible of Love Vorbei, Schluss, Ende, Aus, Woof! |
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Felix H Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion Postings: 11152 Registriert seit 26.02.2016 |
19.02.2025 - 14:23 Uhr
Vielen Dank, das war sehr unterhaltsam (auch wenn ich mich nicht unbedingt nun selbst reinhören möchte). |
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Kontermutter Plattentests.de-Mitarbeiter (Gerrit Phil Abel) Postings: 689 Registriert seit 04.03.2023 |
19.02.2025 - 14:34 Uhr
Der Menschheit wurde ein Dienst erwiesen, Ede. Anschließende Kur schon in Planung? |
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Unangemeldeter Postings: 2347 Registriert seit 15.06.2014 |
19.02.2025 - 15:24 Uhr
Danke auch von meiner Seite, habe immer amüsiert mitgelesen und einzelne Tracks nachgehört ("öööööööööööhh"). |
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edegeiler Postings: 3274 Registriert seit 02.04.2014 |
19.02.2025 - 21:40 Uhr
Der Menschheit wurde ein Dienst erwiesen, Ede. Anschließende Kur schon in Planung? Alles für die Kultur. Die Kur klingt verlockend, macht Plattentests einen Sammelfond dafür auf? |
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Kontermutter Plattentests.de-Mitarbeiter (Gerrit Phil Abel) Postings: 689 Registriert seit 04.03.2023 |
20.02.2025 - 08:57 Uhr
Ich wäre zumindest dafür.Das ist auch so ein Format, das ich gerne öfter sähe: Jemand, der so vage mit einem Künstler, aber doch mit dem Genre vertraut ist, arbeitet sich durch die ganze Diskographie. Das ist so ein schöner "sweet spot", der es dann neben Deiner Eloquenz interessant macht, selbst wenn einer der Artist selbst nur so halb interessiert. In einem englischen Forum wäre es wohl so etwas wie "A beginner's guide to...(artist)". Wenn mir etwas Äquivalentes für mich einfiele, würde ich das direkt nachmachen. |
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edegeiler Postings: 3274 Registriert seit 02.04.2014 |
20.02.2025 - 09:48 Uhr
In meinem Kopf schwirren immer wieder Namen von Bands oder Sänger*innen herum, von ich aus der Ferne sagen würde "Die haben was" und in die ich mich gerne mal reinstürzen würde z.B. Motörhead, Lady Gaga, Jane's Addiction, Tyler The Creator, A$AP Rocky, Madonna... Ich kann das aber nur durchziehen, wenn die Sterne günstig stehen und ich wirklich Bock drauf habe, besonders bei großen Diskographien. |
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Affengitarre User und News-Scout Postings: 11700 Registriert seit 23.07.2014 |
20.02.2025 - 11:32 Uhr
Ja, das war ein sehr cooles Projekt und ich würde mich auch freuen, wenn du das bei anderen Artists auch machen würdest. |
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The MACHINA of God User und Moderator Postings: 36291 Registriert seit 07.06.2013 |
20.02.2025 - 11:33 Uhr
Wünsche mit Madonna und Tyler!Und danke, schöne Ausführungen. Auch wenn mich Snoops Werk jetzt nicht so interessiert, liest es sich wunderbar. |
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edegeiler Postings: 3274 Registriert seit 02.04.2014 |
24.02.2025 - 10:29 Uhr
Einen hab ich noch und dann auch noch Eigenwerbung: Auf Substack habe ich die Reviews von hier etwas zusammengefasst und mit bunten Bildern und (noch wichtiger) Links zu den Songs versehen. Wer checken will, kann gern checken.Ich habe keine Ahnung wie man im Forum Links erstellt also knall ich einfach die URL hier rein. Ist garantiert kein Spam. https://open.substack.com/pub/beatbergwerk/p/neva-left?r=5awxmr&utm_campaign=post&utm_medium=web&showWelcomeOnShare=true |
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edegeiler Postings: 3274 Registriert seit 02.04.2014 |
04.03.2025 - 11:13 Uhr
Mittlerweile auf Substack alle Rezis mit Hörbeispielen und Bildern. Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 |
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Felix H Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion Postings: 11152 Registriert seit 26.02.2016 |
04.03.2025 - 11:28 Uhr
Sehr cool, danke! |
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edegeiler Postings: 3274 Registriert seit 02.04.2014 |
15.05.2025 - 13:30 Uhr
Der Kerl hat heute überraschend sein 21. Album gedroppt. |
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Shadow Talk Postings: 414 Registriert seit 05.02.2024 |
15.05.2025 - 15:11 Uhr
Nach dem Auftritt für Trump nicht mehr tragbar, der hat sich scheins so langsam das letzte bisschen Resthirn weggevaped… |
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