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Sarah McLachlan

User Beitrag
fish
12.12.2004 - 04:22 Uhr

Hallo!

Erstmal folgendes: Ich bin ein "die-hard" Fan von Sarah und *liebe* (fast) alle ihre Musik! Habe soeben das Afterglow Review hier gelesen und bin doch etwas anderer Meinung, 7/10 sehe ich als Saraholic natürlich gerne, aber es scheint mir doch etwas zu hoch. Na gut, ist auch Geschmackssache. Trotzdem (oder gerade darum) - ich poste gleich mal meine Einschäzung ihrer kompletten Diskographie! :D
fish
12.12.2004 - 04:27 Uhr
Also, chronologisch...

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TOUCH 1988

Out of the shadows

1988 - zum ersten Mal gibt es mehr CD als Vinyl Verkäufe, obwohl die Schallplatte mit der Etablierung der Rave Szene Aufwind bekommt. Acid House und grosse Parties wie Genesis, Biology und Sunrise explodieren, die Techno Revolution ebnet den Weg für UK Garage und Jungle. Kevin Saunderson gründet Inner City und veröffentlicht mit Paris Grey Tracks wie Big Fun und Good Life. Die Cocteau Twins bringen Blue Bell Knoll raus und mit Yo! MTV Raps bekommt die Hip-Hop Kultur definitiv ihren Platz auf der Weltbühne.

Und was hat das alles mit Touch zu tun? Eigentlich gar nichts, aber irgend eine Enleitung musste ich ja finden. Sarah McLachlan nennt nämlich ganz andere Künstler als musikalische Vorbilder: Joan Baez, Peter Gabriel, Simon and Garfunkel, Kate Bush, Cat Stevens und Joni Mitchell. Die in Halifax geborene Sängerin war gerade mal 20 Jahre alt, als sie ihr Debut rausbrachte. Mit Vier begann sie zu singen, später nahm sie Lektionen in Klavier, Gitarre und Gesang, verbrachte ein Jahr im „Nova Scotia College of Art and Design“ und wurde im Alter von 17 Jahren von Nettwerk Productions bei einem Live Auftritt ihrer allerersten Band October Game entdeckt. Zwei Jahre später war der Deal perfekt und 1988 wurde sie auch von Arista gesigned. Was darauf folgte, konnte wohl niemand erahnen: Heute hat die Dame weltweit über 25 Millionen Alben verkauft, drei Grammys gewonnen, 1996 bis 1999 erfolgreich das Benefizfestival Lilith Fair organisiert und gilt als eine der besten weiblichen Sängerinnen überhaupt. Doch nun einmal schön der Reihe nach.

Touch war also ihr Debut. Touch blieb ausserhalb von Kanada weitesgehend unentdeckt. Und Touch war anders. Anders als die anderen Platten von Sarah, etwas mehr upbeat, verspielter, unschuldiger, mit einem 80s celtic feel, vorwiegend in der oberen Gesangslage ihrer schon damals einzigartigen Stimme und mit Lyrics, die mir selbst nach dem 10. Durchgang noch kryptisch erscheinen. Gerade diese Andersheit macht jedoch den Reiz der Platte aus. Ihr Talent liess sie schon damals aufblitzen: Einzigartige Songs wie Sad Clown, wunderbar eingehende und tanzbare Melodien in Vox und Steaming, mysteriöse und dunkle Klänge in Out Of The Shadows, hochwertiges Gitarrenspiel im instrumentalen Uphill Battle sowie ein traumhaftes Klavier in der Ballade Ben's Song. Ab und zu erinnert sie ein klein wenig an Sinead O'Connor und der etherisch klassische Titeltrack Touch könnte gerade so gut auf einem Enya Album zu finden sein. Strange World und Trust sind im Duett mit Dave Kershaw gesungen, wobei seine Stimme in der Anwesenheit Sarahs doch etwas abfällt. Die Produktion ist überaus 80s-like, Keyboards, Bongos und Drum Machines zuhauf, man ist schon fast versucht, das Wort Synthpop in den Mund nehmen.

Ein Album, das – gerade für ein Debut - allerhöchsten Respekt verdient. Am besten spielt man es nach Mitternacht, mit Kerzenlicht und einem Glas Wein. Dann wird es seine Wirkung garantiert nicht verfehlen. Denn es ist eben doch mehr als nur „a lot of pretty words strung together to music“ (Zitat Sarah) und sie schafft es einmal mehr, den Hörer in ihren Bann zu ziehen. Ihrer Stimme und dem überaus talentierten Songwriting kann man sich nur schwer entziehen. Da kann selbst der heute leicht „abgestaubte“ 80s-feel nichts dran ändern. Einfach unwiderstehlich - schon damals! 65/100
fish
12.12.2004 - 04:29 Uhr

SOLACE 1991

Mesmerized

Nach ihrem Debut war man gespannt, in welche Richtung sich Sarah McLachlan entwickeln würde. Sie war am Scheideweg zwischen dem „celtic sound“ auf Touch, ihren Enya ähnlichen Klängen im Titeltrack und dem balladesken Ben's Song. So ganz festgelegt hat sie sich zwar nie, aber mit ihrem Zweitwerk wies der Weg doch eher Richtung soft-rock/pop Songs, wie man sie später auf Surfacing in Perfektion zu hören kriegte.

Solace war aus verschiedenen Gründen ein wegweisendes Album. Erstens trennte sich Sarah von ihrem Producer Greg Reely und überliess das Ruder von nun an Pierre Marchand, was gleichbedeutend mit dem Abschied vom 80s style auf Touch war. Zweitens spürte man eine Transformation weg von durchproduzierten Synth-Klängen über Folk Pop hin zum „alternative soft-rock“ auf Fumbling Towards Ecstasy. Drittens sang Sarah nun vorwiegend in tieferen Lagen und ihre gereifte Stimme kam mehr zur Geltung. Und viertens war die Platte sowohl musikalisch als auch textlich ein weiterer Schritt vorwärts. Das ganze fühlte sich runder, aber auch akkustischer und reduzierter an als ihr Debut.

Drawn to the rhythm, welches eine wunderschöne Nacht am Meer beschreibt, eröffnet den Reigen und setzt dort an, wo Touch aufgehört hat. Mit keltischen Klängen wird der Hörer abgeholt und bekommt gleich zu Beginn einen für das Album ungewöhlich leicht zugänglichen Song vorgesetzt. Dann wird das Tempo erhöht und Into the fire träumt von Reinkarnation und blinder Hingabe mit Zeilen wie mother teach me to walk again und free the water that carries me to the sea, you I see as my security. Darauf folgt The path of thorns (terms) und erzählt uns vom bitteren Ende einer Beziehung – trotzdem heisst es gleich im nächsten Song I will not forget you. Tröstende Fantasien helfen über den Verlust hinweg, auch wenn das Lied eher traurig ist. And I threw bitter tears at the ocean, but all that came back was the tide.

Lost ist das einzige Lied auf dem Album, das mich nicht überzeugen kann. Auch auf Solace findet sich nämlich wieder ein Duett und erneut wirkt der männliche Gesangspart blass und wenig überzeugend. Dafür glänzt das für Sarah ungewöhnlich rauhe Back door man - welches übrigens nichts mit dem Doors Klassiker zu tun hat - umso mehr. Und erneut erinnert sie unweigerlich an Sinead O'Connor, wie auch in Home. Melancholisch traurige Geigen begleiten Shelter, das düstere Black ist nur schwer fassbar und im harmonischen Mercy ist ihre Stimme überall. Die CD schliesst (in der US Version) mit Wear your love like heaven, einem Donovan Cover.

Viele sind noch heute der Meinung, dass Sarah McLachlan mit Solace die atmosphärischste und lyrisch anspruchvollste Platte gelungen ist. Die Texte sind in der Tat poetisch und behandeln Themen wie Hoffnung, Schmerz, Freude, Leidenschaft und Liebe. Das Album, welches ihr den endgültigen Durchbruch in Kanada verschaffte, brauchte für mich mehrere Durchgänge, bis es Klick machte – jetzt wollen mir die Melodien einfach nicht mehr aus dem Kopf. Eigentlich simple Songstrukturen werden mit einer unglaublichen Tiefe vorgetragen, wie man sie sonst nur selten zu Ohr bekommt. Nackte Emotionen gepaart mit brennender Leidenschaft. Traurig und tröstend zugleich. Schlicht ergreifend. 86/100
fish
12.12.2004 - 04:30 Uhr

FUMBLING TOWARDS ECSTASY 1993

I won't fear love

Die perfekte Platte – existiert sie wirklich? Eine vielseitige CD, auf der dich ausnahmslos jeder Song packt und kein einziges Lied abfällt? Mit durchwegs hochwertiger Produktion, Lyrics wie aus einem Poesialbum und einer makellosen Zusammenstellung von Tracks? Einer Stimme, die dich bei jedem Durchgang wieder aufs Neue fesselt und niemals kalt lässt? Kurz: Die einzigartige Symbiose von Gesang, Text, Talent, Instrumentalisierung, Emotionen und Musik?

Ja, es gibt sie. Sarah McLachlan hat sie geschaffen und zeigt uns auf Fumbling Towards Ecstasy alle Facetten ihres Könnens. Nach ihrer 14 monatigen Solace Tour und einer Reise für World Vision durch Thailand und Kambodscha schenkt sie uns dieses Meisterwerk, welches bis heute unerreicht ist. Eine Stunde Perfektion, wie sie perfekter nicht sein könnte. Die beste Sarah, die man kriegen kann.

Das Album eröffnet mit Possession, einem sexy angehauchten slow-rock Song, welcher von „Stalkers“ inspiriert ist und die Obsession eines Fans für einmal umkehrt. And I would be the one to hold you down, kiss you so hard, I'll take your breath away. Und genau das macht Sarah dann auch, unwiderstehlich. Ganz am Ende taucht das Lied als acoustic hidden-track noch einmal auf und straft alle Kritiker, die voreilig von einem überproduzierten Album sprachen, Lügen. Dazwischen erleben wir eine Reise in Mystik und purer Emotion.

Wait sucht nach Glück und singt von einseitigen Sympathien – oh I know I won't receive it - untermauert mit sanften percussions sowie einer leicht verschwommenen Gitarre. Darauf folgt Plenty, eine verlorene Liebe und erneute Hoffnung. You made my world stand still and in that stillness there was freedom I never felt before. Dies ist jedoch nicht von Dauer, denn in Good Enough halten Täuschung und körperlicher Missbrauch Einzug und das leicht countryesque Mary fragt how long have I been sleeping and why do I feel so cold? Im energiegeladenen Elsewhere kommt das Erwachen – I am drunk in my desire but I love the way you smile at me - Glück und Identität sind zurück um gleich darauf im „80s style“ mid-tempo Lied Circle wieder zerschmettert zu werden. Ice, eine dunkle und verwobene acoustic Ballade mit Sax Begleitung, setzt noch einen drauf und Hold On motiviert einen Todkranken weiterzuleben, auch wenn der Schmerz unerträglich ist.

Nun, wo die CD den traurigsten Moment erreicht hat, schreit der Hörer nach Aufheiterung und bekommt sie prompt serviert – Ice Cream ist ein charmant locker-flockiger Love-Song der einem ein Lächeln zurück ins Gesicht zaubert. Das etherische Fear holt uns textlich wieder auf den Boden zurück und stellt die Frage, wie weit man sich selbst für eine Beziehung aufgeben darf. Einmal mehr wird elektronisches Layering eingesetzt und Sarah zeigt die ganze Breite ihrer glasklaren, atemberaubenden Stimme. Und jetzt, wo wir über Liebe, Schmerz, Missbrauch, Obsession und Tod gesprochen haben, können wir endlich loslassen und sind frei. All the fear has left me now, I'm not frightened anymore tönt es in Fumbling Towards Ecstasy. Die Sonne ist zurück und endlich wissen wir, dass nichts umsonst war. Ja, die Reise hat sich gelohnt. And if I shed a tear I won't cage it, I won't fear love. Wir auch nicht. Danke Sarah! 100/100
fish
12.12.2004 - 04:32 Uhr

THE FREEDOM SESSIONS 1994

Stripped down

„Most of the songs on Fumbling Towards Ecstasy began as acoustic pieces. Early in the recording process we thought about putting out two records: one of the original acoustic songs and another with more produced and layered songs. In time, one version usually presented itself to be the stronger or just more interesting in its instrumentation and direction, whatever felt right at the time. I love Fumbling Towards Ecstasy and wouldn't change a thing but I love these versions as reminders of where the songs started and of the various paths we wandered down to discover their identities. It was a joy watching them grow.“ (Zitat Sarah)

Damit ist klar, um was es auf The Freedom Sessions geht: Man hört hier reduzierte und akustische Versionen des Vorgängers, ohne übermässige Produktion, Layering und üppigen Arrangements. Es liegt in der Natur dieses unplugged Ansatzes, dass – so ganz ohne Effekthascherei - nur die wirklich guten Lieder überleben: Die Schwächen eines Songs werden gnadenlos aufgedeckt, die Texte wirken umso mehr und ohne eine tragende Stimme verblasst auch die ansprechendste Melodie sofort. Die Nagelprobe für einige der Tracks auf Fumbling Towards Ecstasy also. Sie wurde mit Bravour bestanden.

Der bluesige Opener Elsewhere markiert gleich einmal die Stimmung und zeigt sofort, dass wir uns hier inmitten einer „Jam-Session“ befinden. Was auf dem Vorgänger noch eine slow-rock Nummer war, ist nun ein überaus sexy und tief gesungener Acoustic-Track. Darauf folgt eine „acapella“ Version von Plenty, die so gut wie ohne Instrumentalisierung auskommt, dafür umso mehr von Background-Sängerin Camille unterstützt wird. Mary entwickelt eine völlig eigene Dynamik, das Klavier rückt ins Zentrum und was auf Fumbling Towards Ecstasy noch leicht unterging, wird hier zu einem der schönsten Songs auf dem Album überhaupt.

Weiter geht es mit dem ruhigen Good enough, das mit einem orgelähnlichen Keyboard begleitet wird. Die wunderschöne Version von Hold On (nur Sarahs Stimme und Klavier) rechtfertigt den Kauf der CD schon alleine. Ice Cream mit Unterstützung von Ehemann Ash tönt wie live auf der Konzertbühne gesungen und Ice mutiert von einer dunklen Ballade zu einem von Bass und E-Gitarre getragenen Soft-Rock Song. Die Platte schliesst mit Ol' 55, einem Tom Waits Cover, das nach reichlichem Konsum von Rotwein eingespielt wurde und einer weiteren Version von Hold On als versteckter hidden-track ganz am Ende.

Das Album gewährt uns einen Einblick in das künstlerische Schaffen der Band und zeigt ein alternatives Fumbling Towards Ecstasy auf, mit völlig neuer Dynamik und Intensität. Es zeichnet das Bild eines intimen Abends der Band unter sich, wo frei von jeglichem Druck einige Songs eingespielt wurden. So hat jedes Lied seinen eigenen Charakter und was an Perfektion verloren geht, wird an Charme hinzugewonnen.

Es ist das wohl spontanste und improvisierteste Stück Musik von Sarah McLachlan überhaupt. Sie demonstriert eindrücklich, dass ihre Songs keine aufwändige Produktion und kein technisches „remastering“ brauchen, um zu funktionieren. Sarah „stripped down“ - denn weniger kann so viel mehr sein. 92/100
fish
12.12.2004 - 04:34 Uhr

RARITIES, B-SIDES AND OTHER STUFF 1996

Dear God

Nach dem überragenden Fumbling Towards Ecstasy / The Freedom Sessions Doppelpack war es für Sarah McLachlan alles andere als einfach, das hohe Niveau zu halten. Da während der Tour nur wenig Zeit blieb, an neuen Songs zu arbeiten, kam es nicht ganz überraschend, dass der nächste Release eine Sammlung von B-Sides, Covers, Remixes, Live Versionen und Raritäten mit „Fan Charakter“ sein sollte. Ebenso enthielt er, wie schon sein Vorgänger, einen Multimedia Track für den Computer, der neben dem Video Clip zu I will remember you auch noch die komplette Diskographie und Informationen über Sarahs Fan Club Murmurs bot.

Nach den „Nacktszenen“ in den Videos zu The Path Of Thorms (Terms) und Into The Fire - „a very quiet and honest way to be“ (Zitat Sarah) – sollte sie wieder eimal für Wirbel sorgen. Ihr Cover von Dear God, das viele aufgrund der Lyrics fälschlicherweise als Atheisten Song abtun, wurde nicht von allen sehr warmherzig aufgenommen. Leider ging in der Aufregung und unnötigen Polemik um den Track völlig unter, dass Sarah McLachlan eine hervorragende Version des XTC Klassikers aufgenommen hat. Gegen Ende des sehr intensiven Lieds hört man sie, wie sonst nur selten: Schreiend, wütend, frustriert und voll Energie und Leidenschaft.

Auch die anderen Covers vermögen zu überzeugen. Gloomy Sunday, das schon 1933 von einem ungarischen Komponisten geschrieben wurde und schnell einmal den Übernamen „the notorious Hungarian suicide song“ erhielt, ist in der wohl bekanntesten Version von Billie Holliday gesungen. Tatsächlich stürzten sich zu dem Lied mit den depressiven Lyrics und der traurigen Melodie mehrere Leute verzweifelt in den Tod, wie auch der Erschaffer des Songs selbst. Sarah bringt diese Stimmung live sehr gut rüber. Die Interpretation des Joni Mitchell Songs Blue ist wunderschön, wenn auch nicht ganz so einzigartig wie das Original aus dem Jahre 1971. Dafür glänzt Song For A Winter's Night – ursprünglich von Gordon Lightfoot - umso mehr.

„Neu“ sind die Ballade I Will Remember You, das später auch auf Surfacing enthaltene Full Of Grace sowie eine live Version von Drawn To The Rhythm. Ebenso eine Zusammenarbeit mit Manufacture - Sarah steuert ihre Vocals zu einem sehr elektronischen Track bei, der ein wenig an die frühen Depeche Mode und Kraftwerk erinnert. Der Violin Mix von Shelter ist besser als das Original, Lunasol reichern Fear mit leicht afrikanischen Rythmen an und Into The Fire Extended ist noch tanzbarer als zuvor. Nur Vox - das es auch schon auf Touch gab – und der „club track“ Possession im Rabbit In The Moon Remix fallen etwas ab. Gerade letztere Version, wenn auch kein schlechter Versuch, büsst leider einiges der Schönheit des Originals ein.

Alles in allem ist Rarities, B-Sides, and Other Stuff ein gelungenes Album, das vorallem durch grossartige Covers und sehr guten Live Versionen gefällt. Wer die Zusammenarbeit von Sarah McLachlan mit Delerium ansprechend findet, dürfte auch an den verschiedenen Remix Versionen seine Freude haben. Die energiegeladene Interpretation von Dear God ist schon Grund genug, sich die CD zu kaufen – nur selten hört man Sarah so schreiend laut und voll Leidenschaft, Wut und Frustration wie hier. Die Platte ist für Fans auf jeden Fall ein Muss. Für alle anderen eigentlich auch. 74/100
fish
12.12.2004 - 04:35 Uhr

SURFACING 1997

Oh darkness

Vier Jahre war es her, seit Sarah McLachlans letztem „regulären“ Studioalbum. Nach dem Geniestreich Fumbling Towards Ecstasy folgten zwar die „Tochterplatte“ The Freedom Sessions sowie das Sammlerstück Rarities, B-Sides, and Other Stuff für Fans, doch nach den vielen Remixes, Covers und Alternativversionen eigener Lieder wartete man ungedulgig auf eine neue Scheibe der Band mit frischem Songmaterial. 1997 war es dann so weit - das Album Surfacing wurde released und sorgte am Anfang des Hypes um das erfolgreiche Benefizfestival Lilith Fair für einen weiteren Glanzpunkt am Horizont.

Die drei Single Auskopplungen Aida, Angel und Building A Mistery schnellten sofort die Charts hoch und wurden zu Hits in Nordamerika und Kanada. Surfacing ist in der Tat die zugänglichste und radiofreundlichste aller Sarah McLachlan CDs, was sie aber keineswegs abwertet. Von „sell out“ kann nämlich keine Rede sein. Das Album hat dank der poetischen Texte und dem hochstehenden Songwriting nach wie vor Qualitäten, die weit über dem liegen, was uns heutzutage sonst so vorgesetzt wird.

Der Opener Building A Mistery hat wunderschön schwarze Lyrics, die immer wieder aufs Neue fesseln, auch wenn mir die Version auf Mirrorball sogar noch besser gefällt. Über die Interpretation des Textes kann man sich streiten, ich werte ihn als stillen Widerstand gegen Religionen, speziell dem Christentum – a cross from a faith that died before Jesus came. Auch Witness schlägt wohl in eine ähnliche Kerbe und stellt Fragen wie Will we burn in heaven, like we do down here? Der Song tönt zwar sehr himmlisch, wird aber vorallem gegen das Ende immer wieder von E-Gitarren durchbrochen. In Sweet Surrender redet Sarah von einem zurückgelassenen Glauben, der sie betrogen und entfremdet hat - the life I left behind me is a cold room.

Das textliche Meisterwerk Do What You Have To Do singt von einem schweren Abschied und das auf mich eher fad wirkende I Love You von unausgesprochenen Liebesbekundungen. Full Of Grace ist traurig und schmerzerfüllt - oh darkness I feel like letting go. Die Klavierballade Aida beklagt das Ende einer Beziehung und die darauf kommende Leere. Trotz des melancholischen Untertons macht der Song Hoffnung und betont die gute Seite des Menschen. We are still innocent. Die Aufmerksamkeit der Medien gehörte vorallem Angel, das wie viele von Sahras Songs auf einem Soundtrack (City Of Angels) erschienen ist. Black & White erzählt vom Druck in der Gesellschaft, allen gerecht zu werden und dabei sich selbst und seine eigene Identität aufzugeben. And I don't know who I am. Das Album hätte nicht besser enden können als mit Last Dance, welches 1988 den Grammy für die „Best Pop Instrumental Performance“ gewann.

Das emotionale Werk, welches für Sammler auch in einer Doppel-CD mit erweitertem Multimedia Inhalt vorliegt, ist die wohl zugänglichste aber gleichzeitig auch textlich dunkelste Platte der Band - „Surfacing is about me finally growing up and facing ugly things about myself. We all have a dark side. At some point we're going to face that.“ (Zitat Sarah) – die Melodien gehen sofort ins Ohr und Herz, sind aber doch tiefgründiger als man auf den ersten Blick erkennen mag. Unbedingt empfehlenswert! 78/100
fish
12.12.2004 - 04:37 Uhr

MIRRORBALL 1999

Sarah live

Mit Live Alben ist das immer so eine Sache. Oft sind sie billig abgemischt, die Vocals werden komplett von der zu lauten Instrumentalisierung überdeckt oder das Zusammenspiel von Band und Publikum ist auf der CD nur schlecht nachvollziehbar. Die einzigartige Atmosphäre in der tobenden Menge vor der Bühne kommt über die Boxen zu Hause meist nur schlecht rüber. Als ich hörte, dass Mirrorball Aufnahmen von Sarah McLachlan während der Lilith Fair Tour enthalten soll, hatte ich sofort ähnliche Befürchtungen – völlig zu Unrecht.

Was uns hier präsentiert wird, berührt von Anfang bis Ende und ist schlicht elektrifizierend. Jeder Song fesselt aufs Neue, die sonst überstrapazierte „skip“ Taste an der Fernbedienung kommt nicht ein einziges Mal zum Einsatz – CD rein und abtauchen in eine Welt voller Emotionen und Leidenschaft heisst die Devise. Die Platte, die von vielen als „greatest hits live“ bezeichnet wird, ist in der Tat eine Sammlung einige der schönsten Songs von Sarah McLachlan. Nur schade, dass ältere Stücke wie Vox, Into The Fire und Elsewhere nicht vertreten sind und die Alben Touch und Solace so gut wie keine Beachtung finden. Wobei die Fülle von gutem Material der Band aber auch erdrückend ist und das – neben den zum Teil nicht optimalen Ein- und Ausblendungen bei den Trackübergängen - auch schon mein einziger Kritikpunkt ist.

Es ist schwer, Highlights zu nennen, weil einfach alles gut ist. Glanzpunkte sind aber die „Rock Versionen“ von Possession und Fumbling Towards Ecstasy. Erstere ist schneller gespielt und wird dadurch zu einem völlig neuem Song - er wirkt mächtiger, die Gitarrensoli mit treibenden Drums verleihen dem Lied eine eigene Dynamik und Sarah zeigt Varietät im Einsatz von Vocals und ihrer Stimme. Letzteres jamt wunderbar vor sich hin und hat so einen ganz anderen Charakter. Ice Cream erinnert mich unweigerlich an das Konzert in Zürich (2004) und The Path Of Thorns (Terms) sowie Do What You Have To Do sind intensiver als die Originale.

Während obige Songs auf Mirrorball eher kräftiger wirken, tönen I Love You trauriger, I Will Remember You gelöster und Hold On friedlicher als in den Studioversionen – anders also, aber keineswegs schlechter. Adia und Angel kommen emotionaler rüber als sonst, Good Enough lebendiger und Sweet Surrender sowie Builing A Mistery etwas mehr upbeat. Fear ist sowieso mein absoluter Favorit und auch hier einmal mehr traumhaft.

Das Album und die DVD zu Mirrorball zeigen uns eine kraftvolle und überaus vitale Sarah McLachlan, deren Stimme klar hinausragt und die Platte zusammenhält, wie auch ein hervorragendes Gitarrenspiel von David Sinclair und Sean Ashby. Jeder, der schon einmal an einem Konzert der Band war, wird wohl in Erinnerung schwelgen und sich gedanklich schnell wieder vor der Bühne finden. Während die Vorgänger eher für ruhigere Momente geeignet waren, hört man dieses Album auch gerne mal zu lauter Stunde.

Die Aufnahmequalität und Produktion sind durchwegs hochwertig, das Publikum nie störend und die Zwischenrufe keineswegs aufdringlich. Einige Songs wirken gar intensiver und energiegeladener als im Original - Mirrorball ist definitiv eines der besten Live Alben, dass mir je zu Ohr gekommen ist! 89/100
fish
12.12.2004 - 04:38 Uhr

REMIXED 2001

Adult Contempary meets Electronica

Seit Kraftwerk in den frühen 70er Jahren vollsynthetische Musik kreierten und 1984 in Frankfurt der Club „Dorian Gray“ für tanzwütige Technojünger sein Tor öffnete, sind einige Jahre vergangen. Mittlerweile sind Industrial, Downtempo, D'n'B, Synthpop, Acid House, Trance, EBM und wie sie alle heissen längst eine Massenbewegung. Elektronische Musik ist omnipräsent und aus der heutigen Musikwelt nicht mehr wegzudenken. Immer mehr wagen sich auch Interpreten aus anderen Genres in dieses Feld vor – unter anderem Sarah McLachlan, die 2001 eine Remixed Platte mit Variationen einiger ihrer Songs veröffentlichte. Die Voraussetzungen für ein weiteres hochwertiges Werk in ihrer Diskographie waren mit ihrer einzigarten Stimme und dem Line-Up mit einigen der besten Producer und DJs überhaupt ohne Zweifel vorhanden.

So überrascht es nur wenig, dass Remixed für aufgeschlossene Sarah Fans ein wirklich gutes Hör- und Tanzvergnügen ist. So ganz neu war die Idee ja nicht, gab es doch auch schon auf Rarities, B-Sides, and Other Stuff und einigen ihrer Maxis immer mal wieder elektronisch abgemischte Versionen ihrer Lieder. Dieses Mal waren aber internationale Top Stars der Szene wie DJ Tiesto, BT, Hybrid und William Orbit mit von der Partie, was die Sache natürlich zusätzlich attraktiv macht. Genau diese sorgen für die Highlights auf dem Album.

Die Platte eröffnet mit Fear, meinem absoluten Lieblingstrack von Sarah McLachlan. Unglaublich, welche Höhe ihre Stimme da erreicht. Einfach traumhaft. Wie auch der Remix - Hybrid unterlegt den Song mit sanften „breakbeats“ und macht einen wirklich hervorragenden Job. DJ Tiesto mischt Sweet Surrender und Silence neu ab, in seinem unverkennbaren (Euro) Trance Stil. Beide Songs wurden schnell zu Club Hits und lassen genug Raum für Sahras traumhafte Vocals.

Rollo, der Bruder von Dido und ein Bandmitglied von Faithless, gelingt es leider nicht, Angel einen Trip-Hop Beat zu unterlegen, vorallem da sich der Gesang nie richtig mit der Elektronik vermischen will. Auch der Rabbit in the moon remix von Possession, der schon auf Rarities, B-Sides, and Other Stuff enthalten war, vermag nicht zu überzeugen. Mit Ausnahme dieser beiden Tracks gibt es aber nur hochwertige Kost.

Vor allem BT überzeugt und schafft es endlich, eine perfekt gelayerte Version von I love you zu veröffentlichen, die selbst mich restlos überzeugt. Auch Hold On mit einer „funky“ Gitarre gefällt sehr gut. Der dunkle und skurille Black Remix von William Orbit ist etwas ruhiger und Fade, der auch den hier leider nicht enthaltenen Sanctuary Mix von Silence gemacht hat, schliesst das Album mit einer reduzierten Version von Plenty.

Auf Remixed ist es gelungen, die Songs so zu gestalten, dass weder die Kraft von Sarahs Stimme noch die ansprechenden Lyrics untergehen, was sicher kein einfaches Unterfangen war. Ihre Vocals funktionieren auch über etwas härteren Beats und Breaks perfekt. Einigen Technojüngern öffnet sie hiermit das Tor zu Sarah McLachlan, ihren Anhängern hoffentlich der Zugang zu elektronischer Musik. „The best of both worlds“ so zu sagen. Darum kann man diese CD gar nicht hoch genug bewerten. Well done! 72/100
fish
12.12.2004 - 04:39 Uhr

AFTERGLOW 2003

Gone too long

Den 4. November 2003 hatten sich viele Anhänger von Sarah McLachlan ganz dick in ihrer Agenda eingetragen. Es war der Tag, an dem das Warten endlich ein Ende hatte: Nach 6 Jahren „Abstinenz“ im Musikbusiness standen viele ungeduldig Schlange, um sich das erste Studioalbum der Band seit Surfacing zu ergattern. Die Dame aus Kanada hatte eine turbulente Zeit hinter sich – sie heiratete ihren Drummer Ashwin Sood, verlor ihre an Krebs erkrankte Mutter und gebar nur kurz darauf Tochter India. An bewegenden Ereignissen fehlte es also nicht, und man hätte meinen können, dass sie uns einiges zu erzählen hat.

Was uns vorgesetzt wurde, war aber dann doch etwas enttäuschend: Gerade mal 10 tracks, nur rund 40 Minuten neues Songmaterial – wenig, für die nach Sarah lechzende Fangemeinde. Nun, über ein Album soll man ja bekanntlich nicht nach seiner Länge urteilen. Nur kann leider auch die Musik nicht mit dem mithalten, was man von ihr gewohnt ist, wobei ihr Standard und meine Erwartungen zugegebenerrmassen immens hoch waren.

Ich habe lange gebraucht, bis ich mich an dieses Review herangewagte und etliche Male genau hingehört. Mein Herz schmerzt, während ich diese Zeilen schreibe, aber zum ersten Mal überhaupt trat etwas ein, was ich bei Sarah nie für möglich gehalten hätte: Die Mehrheit der Lieder berühren mich nur wenig. Von der Emotionalität von Solace, der organischen Atmosphäre in Fumbling Towards Ecstasy, der Spontanität und Intimität auf The Freedom Sessions, der Elektrizität bei Mirrorball und der mysteriösen Dunkelheit mit Surfacing sind nur wenig übrig geblieben. Ab und zu lässt sie zwar ihre Klasse aufblitzen, aber so richtig fesseln will das einfach nicht.

Der Opener Fallen ist Klasse und wirkt wie ein verlorener Song des Vorgängers. World on fire ist eine Aufarbeitung von 9/11 und geht sofort ins Ohr, Stupid rockt mit treibenden Streichern und Answer ist einfach nur schön. Drifting, Trainwreck, Dirty Little Secret, Perfect Girl, Time und Push sind weder richtig gut noch schlecht und plätschern zum Teil etwas uninspiriert vor sich hin. Sowohl Produktion als auch Lyrics kommen nur stellenweise an ihre früheren Werke ran. Erstere verhindert leider eine volle Entfaltung der Vocals, zweitere lassen nur wenig Raum für Interpretation und scheinen zum Teil belanglos. Ziemlich ungewohnt für Sarah.

Trotzdem - ihre traumhafte Stimme ist nach wie vor da, live haben die Songs um einiges besser getönt und sowieso spielt die Frau in einer eigenen Liga. Afterglow mag – gerade für Fans – eine leichte Enttäuschung sein, ist aber dennoch um Längen besser als der Einheitsbrei, dem uns die Musikindustrie sonst so aussetzt. Da ich hin- und hergerissen zwischen der Freude über ihre Rückkehr und den nicht ganz erfüllten Erwartungen bin, lasse ich Sarah (Zitat) gleich selbst das Schlusswort sprechen:

"I think I pushed myself to try and finish the record too soon after my daughter was born. It's not a good idea to make decisions when you're sleep-deprived and hormonally overcharged. If my head had been on straight, I could have seen clearly enough to just leave it alone for a while. But I couldn't do that for a long time, and I really worked myself into a fervour before I realized it was just not going to happen so easily." 57/100
fish
12.12.2004 - 04:41 Uhr

Natürlich waren das copy'n'pastes, habe es aus Open Office rauskopiert, ist aber von mir geschrieben, nur falls es Zweifel gibt. Bin nur gerade eben mit dem Afterglow Review fertig geworden, nach etlichen Veruschen. Ich hoffe das interessiert den einen oder anderen hier!

Und jetzt ab ins Bett...nite nite! :D
Stefan
12.12.2004 - 10:00 Uhr
So bekommt man den Thread natürlich schnell voll :)
Mir gefällt die CD ausgezeichnet, die teilweise recht harsche Kritik konnte ich nie ganz nachvollziehen.
fish
12.12.2004 - 11:57 Uhr
Ich will nicht sagen, dass die CD schlecht ist, mein Punkt ist eher, dass sie einfach nie an ihre alte Arbeit rankommt. Viele Fans denken übrigens gleich. Wobei es halt Geschmacksache ist und bleibt, siehe zum Beispiel hier:

http://www.collectedsounds.com/cdreviews/afterglow.html
Stefan
12.12.2004 - 15:36 Uhr
Ich will nicht sagen, dass die CD schlecht ist, mein Punkt ist eher, dass sie einfach nie an ihre alte Arbeit rankommt.

--> Dann sind 57 Punkte aber recht wenig :)


Viele Fans denken übrigens gleich.

--> Das meinte ich mit der harschen Kritik. Deine hatte ich gar nicht ganz durchgelesen ;)
Dive
12.12.2004 - 15:38 Uhr
Hallo Wayne
joe black
12.12.2004 - 15:43 Uhr
wow, da hat sich jemand aber mühe gemacht.
fish
12.12.2004 - 21:41 Uhr

Die Reviews sind jetzt als PDF abrufbar, und zwar hier:

http://www.dachboden-wg.de/radio/index.php?id=233

KLICK

Viel Spass!

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So wenig sind 57 Punkte auch wieder nicht. Die meisten der Tracks auf Afterglow lösen nun mal fast nichts in mir aus, trotzdem ist es keine schlechte CD, ihre Stimme ist wie immer Hammer und Fallen und Stupid sind Klasse Songs. Eigentlich mag ich es sowieso nicht, einer CD Punkte zu geben, der Text ist viel wichtiger. Habs aber trotzdem gemacht, frag mich nicht warum! :D
Simone
12.12.2004 - 22:41 Uhr
so zum Einstieg erst mal vorneweg gesagt, ist Afterglow für mich ein durch und durch gelungenes Album. Okay ich bin eine richtige Sarah-Süchtige und von daher wohl nicht ganz neutral.

Bei allen Reviews und Kritiken zu Afterglow fällt mir aber immer wieder eines auf. Es ist der Vergleich mit Sarahs "alter" Arbeit und ihren "bisherigen" Werken. Mir kommt dabei, wenn ich sowas lese, immer in den Sinn, das es sehr häufig bei Alben aller Art heißt "... ja früher war sie/er noch besser" oder "... die alten Platten waren echt noch gut".

Ich denke, dass ist oft nur zu verständlich. Schließlich lernt man seinen Lieblingsinterpreten ja irgednwann mal kennen und verbindet im Laufe der Zeit viele shöne Dinge mit der Musik. Ja gerade diese sehr persönlichen Erinnerungen und Verbindugnen sind es, die einen Künstler zum Lieblingsstar erheben. Und da ist es auch ganz natürlich, dass ein neues Werk gerade jene Erinnerungselement noch gar nicht aufweisen kann und daher auch nicht die Tiefe an Emotionen auslöst, die sich ein "altes" Album jahrelang "erlebt" hat.

Ich persönlich habe Sarah McLachlan erst so richtig mit "Afterglow" kennen gelernt. Okay, Lieder, wie "Adia", "Angel" und "Sweet Surrender" kannte ich schon länger, aber Afterlow hat eben in mir viele Emotionen ausgelöst und mich seitdem nicht mehr losgelassen.

Nachdem ich mir nun alle CDs und DVDs besorgt und habe und täglich Sarahs Musik geniesse, finde ich immer mehr die Vielfalt und auch Unterschiedlichkeit der Alben faszinierend und immer ist als Klammer Sarahs Stimme dazu vorhanden. Und diese Stimme ist es, welche die Musik unverwechselbar macht. Und an diesem Geamtwerk hat Afterglow einen ganz großen Anteil.

Übrigens, mein persönlicher Favorit auf Afterglow ist "Answer". Er ist in der gleihen Liga wie "Angel" und hat mir auf dem Konzert in München eine Gänsehaut ohnesgleichen gebracht und mir die Tränen in die Augen getrieben, so gefühlvoll und sanft wie der Refrain gesungen und gehaucht wurde.
fish
12.12.2004 - 23:09 Uhr
Ich denke, es ist durchaus legitim und auch völlig normal, ein Album im Vergleich zu den bisherigen Werken eines Interpreten zu bewerten. Es spielt da so vieles mit rein; Erwartungen, persönliche Interpretation der Lyrics und und und...so hat dann jeder seinen eigenen Favoriten, für mich ist es FTE. Gerade was du über Erinnerungen sagst, ist interessant und ich habe nur wenig darüber nachgedacht. Vielleicht wächst das Album für mich ja noch.

Mein "Problem" mit Afterglow ist, dass ich sehr vieles, was für mich Sarah so einzigartig macht, darauf nicht mehr richtig wiederfinde. Die Lyrics zum Beispiel, die sonst so viel Raum für Interpretation lasse, finde ich auf Afterglow für mich nicht mehr so richtig. Ich habe an jedem Album von ihr etwas ganz besonders geschätzt, wie im Review erwähnt, hier fehlt aber irgendwie etwas. Answer ist grossartig, auch Stupid und Fallen. Der Rest will mich nicht so richtig packen, zum ersten Mal überhaupt bei Sarah. Darum wohl die leichte Enttäuschung. Sie kann imho so viel mehr, als sie uns auf Afterglow zeigt, in allen Belangen. Ich liebe eigentlich alles von Sarah, aber würde zum Beispiel Touch jederzeit Afterglow vorziehen. Das aufgeführte Zitat spricht auch ein wenig für sich.

Aber am Ende ist sowieso alles nur Geschmackssache und ne' persönliche Vorliebe. Das ist ja gerade das schöne an Musik! :-)
Stefan
12.12.2004 - 23:14 Uhr
Finde ich gut das Sarah hier endlich mal den verdienten Thread bekommt. Auch wenn wir scheinbar nur zu dritt sind :)
fish
12.12.2004 - 23:19 Uhr
Hehe, in diesem Forum sind wir wohl eher in der Unterzahl. Aber hey, der Gentleman schweigt und geniesst! ;-)))
Stefan
12.12.2004 - 23:46 Uhr
In diesem Punkt sind wir leider (und unverständlicherweise) nicht nur im Forum in der Minderheit ;)
Armin
03.09.2005 - 01:21 Uhr
Sarah McLachlan 'Bloom (Remix Album)'
Sarah McLachlan, deren oft mysteriösen und sphärisch anmutenden Songs schon von je her eine starke Anziehungskraft auf DJs und Remixer in Canada, USA und England hatten, stellt mit "Bloom" ein neues Album mit Remixen ihrer Songs vor. Es ist nach "Remixed" aus dem Jahre 2003 bereits das zweite Remix-Album der kanadischen Singer/Songwriterin. Nachdem sich vor zwei Jahren Leute wie BT, DJ Tiesto und William Orbit an die Überarbeitung der McLachlan-Songs gemacht hatten, finden sich auch diesmal wieder ausgewiesene Fachkräfte wie Junkie XL, Thievery Corporation, Sly & Robbie, Talvin Singh, Will.i.am (Black Eyed Peas) und Junior Boys im Tracklisting. Und: Alle Mixe sind bis dato unveröffentlicht.

Konf. Album
VÖ 19.09.05

Stefan
03.09.2005 - 09:51 Uhr
Könnte in dem Fall sogar noch spannend werden.
Kai-Ollie
05.09.2005 - 12:10 Uhr
Demnächst kommt "Angel" von Sarah McLachlan als deutsche Coverversion von Nino de Angelo auf dem Markt. Titel: "Im Arm eines Engels". Da ich den Text verzapft habe, könnt ihr Freudenschreie und Entsetzen gern an mich loswerden... *g*
world
05.09.2005 - 22:30 Uhr
wer ist eigentlich sarah mclachlan??? also was macht sie für musik?!
Kai-Ollie
06.09.2005 - 13:59 Uhr
Sarah McLachlan ist eine Sängerin, die ihre Lieder selbst schreibt, sich am Klavier begleitet und mit einer ungeheuer einfühlsamen und schönen Stimme meistens Balladen mit überdurchschnittlich guten Texten singt.
world
07.09.2005 - 00:13 Uhr
ok erst mal danke für die ausführliche erklärung...aba schon wieder balladen muhhhhhhhhh
Patte
09.04.2006 - 14:54 Uhr
Kenne leider nur das "blackbird"-cover, welche ihrer eigenen Lieder empfehlt ihr denn?
die da
10.04.2006 - 14:38 Uhr
wie schön das diese Sängerin hier erwähnt wird. Eine meiner Lieblingssängerinnen.

Sie hat viele schöne Songs. Auch gern für Filme verwendet. (Message in a bottle, Stadt der Engel)
Um ihren Stimmumfang zu erfahren, hört euch mal "Fear" an. Sie singt dort dermaßen hoch und klar, das einem die Luft weg geht. Beeindruckend.

Und sie singt vielseitig. Hab sie im Popbereich gehört, aber auch Folk und sogar Jazz.
Eine tolle Künstlerin, deren Namen ich im Bekanntenkreis leider immer noch erklären muß.

Die guten sind manchmal weniger bekannt als die schlechten.
mandeln diao
15.04.2006 - 13:51 Uhr
Gute Sängerin, aber beeindruckt mich irgendwie nicht mit dem was sie macht.
saimen
05.11.2006 - 19:36 Uhr
sarah hat letzten freitag n weihnachtsalbum rausgebracht (titel: wintersong)
hats schon jemand ?

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