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MickHead
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03.04.2026 - 08:09 Uhr
"U2" legen heute überraschend mit einer weiteren neuen EP nach.
"Easter Lily" EP (Playlist bei YouTube):
https://youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_kRfOs6-wwiFZw7DytEEoEx3gUSDVHZkpA&si=rd2EYO6ka2X8M6xx |
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dreckskerl
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03.04.2026 - 08:28 Uhr
Jetzt war ich mal extreeeem früh dran und bevor ich mir das alles erst mal angehört habe, bist du mir dann doch zuvor gekommen.
und deine erste Meinung? |
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MickHead
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03.04.2026 - 08:39 Uhr
Song For Hal schon mal sehr erfrischend. Werde mir nach dem Frühstück die Kopfhörer aufsetzen, und die weiteren 5 Songs in Ruhe anhören. |
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dreckskerl
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03.04.2026 - 09:21 Uhr
Mein Thread wurde inzwischen gelöscht.
Also nochmal:
Mein erster Höreindruck ist recht positiv, es hat so einige Hooks, die hängenbleiben, es gibt "the Edge trademark Gitarrenparts, die ich spontan mochte.
Der Titelsong gefällt zunächst am besten.
Der Closer (mit Brian Eno)---ein pathetischer spoken word Brocken...noch keine Meinung.
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BunteKuh
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03.04.2026 - 09:33 Uhr
Kurz mal reingzappt.....
Also das kling doch schon mal um einiges besser als bei der ersten EP.
Kein verkrampfter Gesang bei Bono und endlich ist The Edge wieder mit U2-Gitarren am Start. Wirkt alles viel entspannter und authentischer.
Ich weiß jetzt nicht, ob die Songs so gut sind um sich nachhaltig bei mir festzusetzen. Aber Sie klingen endlich wieder wie U2 |
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MickHead
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03.04.2026 - 10:02 Uhr
Die alten U2 sind zurück. Gitarren erklingen wie zu besten Zeiten. Ich möchte keinen Song herausheben. Der Closer ein würdiger Abschluss. Tolles Ostergeschenk, mit einer schon für eine EP bemerkenswerten Laufzeit von 33 Minuten. |
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BunteKuh
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03.04.2026 - 10:14 Uhr
Die Veröffentlichung per EP ist ja eigentlich eher neu für U2. Scheinbar haben sie ordentlich Material in der Hinterhand.
Kommt noch das richtige "Big Thing" als Album oder hören wir hier schon etwas vom neuen Album? |
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MickHead
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03.04.2026 - 11:33 Uhr
Kam mir auch in den Sinn. Hätte ja schon fast für ein neues Album gereicht! |
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Armin
Plattentests.de-Chef
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03.04.2026 - 12:10 Uhr - Newsbeitrag
U2
VERÖFFENTLICHEN NEUE 6-TRACK-EP!
„U2 – EASTER LILY EP“
„U2 – Easter Lily EP“ // EP-Tracklist:
1. Song for Hal
In a Life
Scars
Resurrection Song
Easter Parade
COEXIST (I Will Bless The Lord At All Times?) - ft. a new soundscape by Brian Eno
Hier das Lyric-Video „Song For Hal“ anschauen:
Hier das Lyric-Video „In A Life“ anschauen:
Hier das Lyric-Video „Scars“ anschauen:
Hier das Lyric-Video „Resurrection Song“ anschauen:
Hier das Lyric-Video „Easter Parade“ anschauen:
Hier das Lyric-Video „COEXIST (I Will Bless The Lord At All Times“ anschauen:
Hier der Link zur EP: https://u2.lnk.to/EasterLilyEP
U2 veröffentlichen heute „U2 – Easter Lily“, es handelt sich hier um eine neue, eigenständige EP mit sechs Titeln. Während die Aufnahmen für ein neues Studioalbum noch laufen, erscheint die EP „Easter Lily“ als zweite, eigenständige Sammlung neuer Songs, die den Fans vor dem kommenden Album präsentiert wird, und folgt auf die EP „Days of Ash“, die letzten Monat am Aschermittwoch veröffentlicht wurde.
Während die EP „Days of Ash“ eine Reaktion auf die chaotischen Zeiten in der Außenwelt war, ist die EP „Easter Lily“ eine viel nachdenklichere Sammlung von Songs, die aus einem persönlicheren, privateren Ort hervorgeht, an den sich manche in solchen Zeiten zurückziehen – und Themen wie Freundschaft, Verlust, Hoffnung und letztendlich Erneuerung erforscht.
„Song for Hal“ ist eine Klage über den COVID-19-Lockdown, gesungen von The Edge, geschrieben für den Freund der Band, den Musikproduzenten Hal Willner, der am Ostermontag 70 Jahre alt geworden wäre und vor fast genau sechs Jahren verstorben ist. „In a Life“ ist ein Lied, das die Freundschaft feiert. „Scars“ ist ein Lied der Ermutigung und Akzeptanz; Narben und alles, mit einer überraschenden Wendung. „Resurrection Song“ handelt von einer Pilgerreise, einem Roadtrip ins Unbekannte mit einem Geliebten oder Freund. „Easter Parade“ ist ein andächtiger Song, eine Feier des neuen Lebens, der Wiedergeburt und der Auferstehung. „COEXIST (I Will Bless The Lord At All Times?)“ ist ein Wiegenlied für Eltern von Kindern, die in einen Krieg verwickelt sind, mit einer Klanglandschaft von Brian Eno.
In einer Botschaft an sein Publikum erklärte Bono: "We are in the studio, still working towards a noisy, messy, 'unreasonably colourful’ album to play LIVE… which is where U2 lives. We still look to vivid rock n roll as an act of resistance against all this awfulness on our small screens. These are for sure ‘wilderness years’ for so many of us looking at the mayhem out there in the world. It’s a time that has our band digging deeper into our lives to find a wellspring of songs to try meet the moment… With Easter Lily we ended up asking very personal questions like: Are our own relationships up to these challenging times? How hard do you fight for friendship? Can our faith survive the mangling of meaning that those algorithms love to reward? Is all religion rubbish and still ripping us apart…? Or are there answers to find in its crevices? Are there ceremonies, rituals, dances that we might be missing in our lives? From the rite of Spring to Easter and its promise of rebirth and renewal… Patti Smith’s album Easter gave me so much hope when it was released in 1978. I wasn’t yet 18. The title is a nod to her. We will attempt hoopla and fanfare at a later date to remind the rest of the world we exist but in the meantime… this is between you and us."
Zur EP „Easter Lily“ erscheint eine weitere Sonderausgabe des digitalen E-Zines „Propaganda“. Unter dem Titel „U2 – Propaganda – Easter Lily“ enthält dieses Magazin Beiträge der vier Bandmitglieder, darunter Liner Notes von The Edge; Adam Clayton über Kunst und den Weg der Genesung; ein Gespräch zwischen Bono und dem Franziskanermönch Richard Rohr; sowie Studiofotos, aufgenommen von Larry Mullen Jr. Das E-Zine enthält außerdem Songtexte; einen Beitrag über ihren Produzenten Jacknife Lee; einen Beitrag über Hal Willner von seinem Freund Gavin Friday; und vieles mehr. Vor vierzig Jahren, im Februar 1986, landete die erste Ausgabe von „Propaganda“ in den Briefkästen von U2-Fans auf der ganzen Welt. Mit dem Ziel, mit anderen Fanzines jener Zeit mithalten zu können, entstand „Propaganda“ aus der DIY-Zine-Kultur der Punk-Ära, die Haltung, Ideen und Dialog in den Mittelpunkt stellte.
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Sick
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04.04.2026 - 16:31 Uhr
Das macht Spaß.
Nahe an den klassischen U2. Vielleicht eine Prise poppiger. So zu Zeiten von "Pop" und "Zooropa" ohne die ganzen elektronischen Gimmicks dieser Zeit.
Wer hätte gedacht das The Edge so einen Gesang abliefern kann wie in "Song For Hal"?
Ich finds gut. Wirklich. |
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The MACHINA of God
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05.04.2026 - 17:50 Uhr
Mir gefällt es auch ziemlich gut.
Aber:
Wer hätte gedacht das The Edge so einen Gesang abliefern kann wie in "Song For Hal"?
? |
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The MACHINA of God
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05.04.2026 - 17:52 Uhr
Krass, den singt The Edge? Ich hätte es echt nicht erkannt. |
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The MACHINA of God
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05.04.2026 - 17:56 Uhr
Jetzt wo ich es weiß, höre ich es, aber von selbst wäre ich wohl nicht drauf gekommen. Wunderschöner by the way. |
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The MACHINA of God
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05.04.2026 - 18:20 Uhr
Wieviel U2-Songs sing The Edge eigentlich? Mir fallen spontan der eine von "War", "Van Diemen's Land" und natürlich "Numb" ein. Was vergesse ich? |
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Felix H
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05.04.2026 - 18:24 Uhr
"Seconds" heißt der von "War". Ich glaube, das waren schon alle, außer er singt noch irgendwelche B-Seiten. |
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Huhn vom Hof
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05.04.2026 - 19:19 Uhr
Edge singt auch "Corpse" auf dem Passengers-Album sowie ein paar Zeilen in "Miracle Drug". |
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BunteKuh
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05.04.2026 - 22:24 Uhr
Also wenn man sich an frühere Songs mit The Edge als Leadstimme erinnert, kommt man nicht drauf, dass es das singt. Das ist so gut, dass es auch als Bono durchgehen könnte.Der Song ist echt eine Perle und Highlight.
Easter Parade mit seinem wunderschönen Outro steht dem kaum etwas nach und auch der Rest ist wirklich das Beste was die Jungs sei langer Zeit rausgebracht haben. |
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The MACHINA of God
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08.04.2026 - 14:23 Uhr
“Song for Hal” ist soo toll. Beater U2-Song seit “No line”. |
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The Libertine
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08.04.2026 - 15:22 Uhr
So, ich habe beide EPs jetzt intensiv gehört.
Um sie besser qualitativ einordnen zu können, habe ich mir die letzten beiden regulären Studioalben (den überflüssigen Graus von "Songs of Surrender" habe ich ausgelassen) nochmal intensiv gehört. "Songs of Innocence" und "Songs of Experience" sind schon Lowlights der Diskografie, insbesondere "Songs of Experience" ist wirklich der bisherige Tiefpunkt (Miese Produktion, Bono zu präsent, Songwriting schlecht - maximal in Ordnung). Bis auf ein paar Lichtblicke, wie "Lights of Home" würde ich maximal 4/10 Punkten geben.
Dieser Hintergrund ist wichtig, da man sonst eventuell dazu neigt die Eps im Gesamtkontext der Band als zu gut zu bewerten.
Was sich sagen lässt - und das steht auf der Habenseite: Die Band hat wieder Feuer, das Songwriting ist wieder konsistenter und nicht zu gefällig und die Texte zumindest okay, wenn auch speziell an einer Stelle sehr ärgerlich: "American Obituary" nervt mich jedesmal: "The power of the people is so much stronger than the people in power" - sorry Jungs, das ist einfach naives better world Gepreache. Die Struktur des Weltgeschehens zeigt doch gerade eindrucksvoll das dem in gar keinem Fall so ist. Es wirkt wie blanker Hohn gegenüber Geflüchteten in den USA oder der iranischen Bevölkerung. Unschön!
Ansonsten kann man sagen: Qualitativ sind Sie wieder in der Phase von "All that you can leave behind"/ "How to dismantle an atomic bomb" angekommen. Ich mag es, das sie die Songs nicht zukleistern und das man wieder das Gefühl hat, da steht eine Band im Raum (und nicht das Bono hippen Produzenten über die Schulter guckt). Und trotzdem: nicht alles glückt, aber die Highlights strahlen wieder heller. Finde das Double aus "Scars" und "Ressurection Song" gehört mit zum Besten, was die Band in den letzten 20 Jahren aufgenommen hat.
Hier mal die Einzelwertung
Days of Ash
01 "American Obituary" 07/10
02 "The Tears of Things" 07/10
03 "Song of the Future" 07/10
04 "Wildfire" -/10
05 "One Life at a Time" 08/10
06 "Yours Eternally" 06/10
7/10
Easter Lilly
01 "Song for Hal" 07/10
02 "In a Life" 06/10
03 "Scars" 09/10
04 "Ressuraction Song" 08/10
05 "Eastern Parade" 06/10
06 "Coexist" 05/10
7/10
"Days of Ash" ist konsistenter, bei "Eastern Lilly" schwankt die Qualität etwas mehr.
Insgesamt schon gut, ich hoffe, das die Band genug Selbstreflexion besitzt und nicht jetzt schon ihrer größten Asse verballert hat. Aber es scheint ja so, als habe die Band einen kleinen Lauf und das mit einem kompletten Album noch Ende des Jahres zu rechnen ist.
Hoffentlich geht das gut - die Misere von "Songs of Experience" wird aber bestimmt zu toppen sein. Ein solides Spätwerk, also eine klassische 7/10 wäre doch schön. |
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The MACHINA of God
User und Moderator
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08.04.2026 - 15:24 Uhr
insbesondere "Songs of Experience" ist wirklich der bisherige Tiefpunkt (Miese Produktion, Bono zu präsent, Songwriting schlecht - maximal in Ordnung)
Ja. Plus: halbe Arbeitsverweigerung von The Edge. Kann mich da an kein Riff oder Melodie erinnern... |
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ijb
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08.04.2026 - 15:43 Uhr
Ha - und ich hatte schon schreiben wollen, dass ich die beiden EPs auch einige Male echt gerne gehört habe, aber man auch echt klar sehen muss, dass das jetzt kein bemerkenswerter Qualitätsunterschied zu einigen der besseren Songs ist, die sie in den letzten 25 Jahren gemacht haben, vor allem ist das alles keineswegs schlechter als das immer wieder so schlechtgeredete "Songs of Innocence".
Und auch "Songs of Experience" hat bei aller Mittelprächtigkeit ja doch auch ein paar (drei, vier) einprägsame Songs, die jetzt auch nicht schlechter sind als die drei, vier besten von "Days of Ash" und/oder "Easter Lily". ("Red Flag Day", "The Blackout", "Summer of Love" höre ich immer sehr gerne, und die haben gute Melodien.)
und ja, auf "Innocence" sind ein paar Malen-nach-Zahlen-U2-Nummern, die kann man durchwinken ("California (There Is No End to Love)", "Song for Someone", bei "Volcano" hab ich sogar nicht mal ne Melodie im Kopf), aber der Rest ist keinesfalls schlechter als diese 11 neuen Songs; da kann man ohne Probleme 7/10 zücken.
"Atomic Bomb" bleibt m.E. das am meisten "overblown" Album von U2, das wirklich extrem wenig Einprägsames zu bieten hat. Ich kann gerade so drei okaye Höhepunkte ausmachen - "City of Blinding Lights" trotz der argen U2-Klischeehaftigkeit, "Miracle Drug" und "Love and Peace or Else" gehen auch noch – aber manches ist echt arg zum Vergessen und kein Song erreicht die 7/10 oder gar 8/10-Qualitäten dieser sehr gelungenen 11 neuen.
Was die Wertungen geht, würde ich so aus dem Bauch raus den von The Libertine Geschriebenen zustimmen. Die Pathos-Banalität, wie bei "American Obituary", ist hart an der Grenze, musikalisch geh ich da aber gut mit. |
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The MACHINA of God
User und Moderator
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08.04.2026 - 15:51 Uhr
Ich kann gerade so drei okaye Höhepunkte ausmachen - "City of Blinding Lights" trotz der argen U2-Klischeehaftigkeit, "Miracle Drug" und "Love and Peace or Else" gehen auch noch
"Siiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiing... you're the reeeeeaaaaaason I sing... you're the reason whyyyyy the opera is in me..." |
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The MACHINA of God
User und Moderator
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08.04.2026 - 15:56 Uhr
Ansonsten Zustimmung. Finde die EP jetzt auch nicht sooo doll. Außer "Song for Hal", was ich weiterhin besser finde als jeden Song nach "No line". :) |
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ijb
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08.04.2026 - 16:43 Uhr
"Siiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiing... you're the reeeeeaaaaaason I sing... you're the reason whyyyyy the opera is in me..."
:-DD
Sehr gut getroffen!
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Huhn vom Hof
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08.04.2026 - 19:24 Uhr
The MACHINA of God
"Siiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiing... you're the reeeeeaaaaaason I sing... you're the reason whyyyyy the opera is in me..."
Einer der größten Momente der gesamten U2-Discographie. "Sometimes You Can't Make It On Your Own" ist ein Song für die Ewigkeit. |
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Huhn vom Hof
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08.04.2026 - 19:25 Uhr
Auf SOI war noch "The Troubles" (mit Lykke Li) sehr schön. |
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ijb
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08.04.2026 - 22:07 Uhr
@Huhn vom Hof
Ich finde ja, das Album hat mehr Songs der Kategorie "wirklich gut" (8/10) als der "nicht so besonders" (gerade auch im Vergleich bspw. mit dem Bomben-Album). "Sleep Like a Baby Tonight" z.B. ist eine versteckte Perle, die sich auch un" vielleicht vor allem dadurch auszeichnet, dass Herr Bono mal seinen Singing-for-the-Masses-Gestus beiseite legt. Wie gesagt, die sehr abwertenden Urteile (4/10 u.ä.) finde ich hier gar nicht angebracht; da ist nichts schlechter als auf den aktuellen beiden EPs. (Finde auch die Danger-Mouse-Produktion, soweit hörbar, ganz angenehm.)
Ich finde, die neuen Stücke knüpfen da ganz gut an, und ich bin gespannt, ob das anstehende Album da vielleicht doch nochmal was draufsetzen kann. Wäre ja echt ein Erfolg, wenn das so ein unerwartetes late career highlight würde wie "Hackney Diamonds"... |
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BunteKuh
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09.04.2026 - 09:58 Uhr
Habe die erste EP 3x angehört. Oster Lily mind.doppelt so oft. Das sagt auch etwas über die Qualität aus. (6/10 für Days of Ash/ 7/10 für Oster lily)
Von den Songs of..... Alben habe ich nichts, was hängen geblieben ist(. |
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BunteKuh
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09.04.2026 - 09:59 Uhr
Bis einschl. No Line on the horizon war meine U2 Welt noch in Ordnung. Hoffe jetzt auf ein Album was wenigstens dieses Niveau erreicht. |
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joseon
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09.04.2026 - 10:08 Uhr
Bis auf was auch immer der letzte Song sein soll wieder eine gute EP. Für mich das beste, was sie seit "No Line on the Horizon" gemacht haben. Album kann kommen. Am meisten überrascht mich ja, dass man die EPs ohne großes Tamtam rausgebracht hat :D |
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The Libertine
Postings: 388
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09.04.2026 - 10:17 Uhr
"Wie gesagt, die sehr abwertenden Urteile (4/10 u.ä.) finde ich hier gar nicht angebracht; da ist nichts schlechter als auf den aktuellen beiden EPs." @ijb.
Sorry, aber das ist kein bewusst abwertendes Urteil. Wer sich mit Musik(kritik) beschäftigt, darf zu solchen Urteilen kommen. Und das "Songs of Experience" nicht das Glanzlicht der Diskografie ist und qualitativ sicher nicht auf einer Stufe mit Alben der mittleren Phase wie z.B. "All that you can leave behind" steht, ist kein provozierendes Urteil, sondern größtenteils Konsens. Da spricht die verletzte Fanseele aus dir - kann ich durchaus nachvollziehen ;) |
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ijb
Postings: 8141
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09.04.2026 - 11:10 Uhr
@The Libertine
Ich befürchte, da überinterpretierst (oder missinterpertierst) du meinen Kommentar ziemlich bis sehr.
Ich bin in der Hinsicht gar keine "Fanseele", bin mit den Alben der Band dieses Jahrhunderts überhaupt nicht verklärend – im Gegenteil habe die durchweg sowohl bei Erscheinen als auch darüber hinaus lange sehr kritisch gesehen. Ich komme zu dem, was ich oben geschrieben hatte, tatsächlich überhaupt nicht aus "Fanseele"-Sicht, sondern vielmehr dadurch, dass ich die immer wieder mal neu betrachtet habe, ganz bewusst eben bemüht habe, das ganze Image-Drumrum und die allgemein etablierte Wahrnehmung auszublenden und nur die Musik für sich zu bewerten. Das wäre eben mein Plädoyer, so sehr ich die grundsätzliche Kritik an U2 auch nachvollziehen kann (und im vieler Hinsicht auch teile).
Und ich habe eben sicher nicht behauptet, das sei "bewusst abwertend" oder gar "provozierend" gemeint. Das geht weit von dem weg, was ich geschrieben habe. Und hatte nirgendwo auch nur angedeutet, dass die Alben "auf einer Stufe mit Alben der mittleren Phase" zu sehen wären. Ganz sicher nicht. Denn ja: Ich bin in der Tat großer Fan der mittleren Phase, also des zweiten Jahrzehnts, wo ich auch "Zooropa" und "Pop" absolut verteidigen würde. Die Alben ab den 2000ern sehe ich allesamt weitaus weniger als Fan – nein, da haben U2 die Meisterwerk-Klasse ohne Frage nicht mehr erreicht, da bin ich 100% deiner Meinung.
*(inkl. "All that you can't...", wo ich aber durchaus verstehe, dass viele das lieben, vor allem, wenn sie nicht schon in den 80ern oder 90ern bei der Band waren und es ja einfach eine handwerklich + souverän gemachte Platte ist |
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ijb
Postings: 8141
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09.04.2026 - 11:12 Uhr
PS:
Also nur um ggf. Missverständnis auszugrenzen: Der von dir zitierte Satz bezog sich konkret auf "Songs of Innocence" (ggf. auch auf "No Line on the Horizon").
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The MACHINA of God
User und Moderator
Postings: 36632
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09.04.2026 - 11:15 Uhr
Ich bin in der Tat großer Fan der mittleren Phase, also des zweiten Jahrzehnts, wo ich auch "Zooropa" und "Pop" absolut verteidigen würde.
The Libertine meinte mit "mittlerer Phase" ja ziemlich eindeutig "All that you can't", wie er ja auch als Beispiel schrieb.
PS: Ich bin mir bewusst, dass dieser Kommentar einen weiteren Essay von ijb nach sich ziehen wird. :D |
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ijb
Postings: 8141
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09.04.2026 - 11:21 Uhr
Ja, eindeutig. Mit "mittlerer Phase" wird allgemein das zweite Jahrzehnt, von "Achtung Baby" bis "All that..", verstanden. Habe ich auch so aufgegriffen. |
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The MACHINA of God
User und Moderator
Postings: 36632
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09.04.2026 - 11:31 Uhr
Ach so, jetzt verstehe ich. Du meinst Mittelphase ist "Achtung Baby" bis inkl. "All that you can'". Hmm. Hab ich noch nie so gesehen, dass "All that you can't" da mit reingehört. Für mich sind die 90er klar eine andere Phase. Für mich beginnt wenn dann mit "All that you can't" eine neue Phase. Zudem gehören für mich "All that you can't" und "Atom Bomb" klar in dieselbe... |
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The MACHINA of God
User und Moderator
Postings: 36632
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09.04.2026 - 11:33 Uhr
Wenn ich Phasen einordnen würde:
Phase 1: Boy bis Rattle and Hum
Phase 2: Achtung Baby bis Pop
Phase 3: ATYCLB bis NLOTH
Phase 4: Songs of Zeug
Dass das auch immer mit Jahrzehnten übereinstimmt würde ich sogar fast Zufall nennen. :D |
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ijb
Postings: 8141
Registriert seit 30.12.2018
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09.04.2026 - 11:35 Uhr
Für mich beginnt wenn dann mit "All that you can't" eine neue Phase.
Ja, für mich ganz persönlich normalerweise auch.
Ich hab hier ja eben The Libertines Sicht aufgegriffen, die wahrscheinlich auch U2s Sicht ist, da sie selbst die erste Phase unter 1980-1990 zusammenfassen und die zweite unter 1990-2000. |
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ijb
Postings: 8141
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09.04.2026 - 11:38 Uhr
Ich seh stilistisch keinen so markanten Unterschied zwischen den 2000er-Alben und "Songs of Innocence". Du schon? |
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The MACHINA of God
User und Moderator
Postings: 36632
Registriert seit 07.06.2013
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09.04.2026 - 11:41 Uhr
Ich seh stilistisch keinen so markanten Unterschied zwischen den 2000er-Alben und "Songs of Innocence". Du schon?
Weniger als bei den Phasen vorher. Könnte man am ehesten noch zusammenlegen. Aber ich finde die 00er-Alben schon deutlich produzierter und voller, während die "Songs of..."-Sachen irgendwie sehr reduziert sind.
die wahrscheinlich auch U2s Sicht ist, da sie selbst die erste Phase unter 1980-1990 zusammenfassen und die zweite unter 1990-2000.
Ja, das stimmt. Fand ich damals schon komisch. Für mich sind die 90er so anders als das sehr konventionelle ATYCLB. Aber was will man machen. :D |
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ijb
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09.04.2026 - 11:43 Uhr
aber klar, macht auch Sinn, eine dritte Phase der 2000er zu machen; diese 3 haben zumindest eine grundsätzlich ähnliche visuelle Ästhetik. Die Corbijn-Bandfotos auf den 3 Alben sehen fast zum Verwechseln aus.
Dann wäre aber die "mittlere Phase" von 1990 bis 2009.. ;-) |
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The Libertine
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09.04.2026 - 11:43 Uhr
@ijb Alles gut. Ich finde halt nur, das die Formulierung "die sehr abwertenden Urteile (4/10 u.ä.) finde ich hier gar nicht angebracht" schon eine leichte Boshaftigkeit unterstellen. Letztlich sind wir hier doch wieder bei Geschmack, der natürlich nicht objektivierbar ist. Wenn du das anders siehst mit "Songs of Innocence" dann darf das gerne so sein, allerdings musst du dann schon auch die Toleranz aufbringen, das man es anders sieht als Du ;) |
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Huhn vom Hof
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09.04.2026 - 11:45 Uhr
ijb
08.04.2026 - 22:07 Uhr
"Sleep Like a Baby Tonight" z.B. ist eine versteckte Perle, die sich auch un" vielleicht vor allem dadurch auszeichnet, dass Herr Bono mal seinen Singing-for-the-Masses-Gestus beiseite legt.
Stimmt, dieser Song ist auch ein Highlight. "Songs of Innocence" ist ein ganz passables Album, das aber natürlich unter dieser unsäglichen iTunes-Farce gelitten hat. |
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ijb
Postings: 8141
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09.04.2026 - 11:47 Uhr
während die "Songs of..."-Sachen irgendwie sehr reduziert sind.
Dieses (etwas) reduzierte sehe ich bei "Songs of Innocence" auch noch als Stärke. Bei "Experience" weiß ich ehrlich gesagt nicht, ob ich da noch mitgehen, hatte das bisher nicht so als "reduziert" empfunden. |
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ijb
Postings: 8141
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09.04.2026 - 11:48 Uhr
@The Libertine
Nein, sollte überhaupt nichts unterstellen. Es sind ja abwertende Urteile. |
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The MACHINA of God
User und Moderator
Postings: 36632
Registriert seit 07.06.2013
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09.04.2026 - 11:49 Uhr
Bei "Experience" weiß ich ehrlich gesagt nicht, ob ich da noch mitgehen, hatte das bisher nicht so als "reduziert" empfunden.
Müsste ich mal wieder hören. Hatte das immer als eine noch ruhigere Variante mit noch weniger The Edge als "Songs of innocence" in Erinnerung. |
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ijb
Postings: 8141
Registriert seit 30.12.2018
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09.04.2026 - 11:50 Uhr
Mein Plädoyer ist ja nicht: Ich hab recht, ihr alle nicht. Sondern: Hört das Album / die Alben mal ohne die Voreingenommenheit des negativen Images. |
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The Libertine
Postings: 388
Registriert seit 29.08.2022
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09.04.2026 - 11:55 Uhr
Lassen wir das lieber. Genauso hab ich es ja gehandhabt. Ich habe das Album völlig ohne Vorurteile gehört, soll ich jetzt trotzdem zu einem anderen Urteil kommen, was (aus deiner Sicht) nicht unangebracht ist? ;) |
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Felix H
Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion
Postings: 11282
Registriert seit 26.02.2016
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09.04.2026 - 11:57 Uhr
Hört das Album / die Alben mal ohne die Voreingenommenheit des negativen Images.
Wer sagt denn, dass das nicht getan wurde? Ich finde vor allem "Experience" echt schwach, Image hin oder her. "Innocence" hat immerhin ein paar Highlights.
EPs muss ich noch hören, aber es liest sich erfreulich, was berichtet. |