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And Also The Trees - The devil's door

User Beitrag

MickHead

Postings: 9994

Registriert seit 21.01.2024

24.01.2026 - 16:20 Uhr
Die britische Post-Punk Band "And Also The Trees" aus Inkberrow, Worcestershire, kündigt für den 27.02. das 17. Studioalbum "The Devil's Door" an. Es folgt auf "Mother-Of-Pearl Moon von 2024.

Mit der neuen Single „The Silver Key“ melden sich And Also The Trees zurück. Der Song fungiert als erster Vorbote des kommenden Albums „The Devil’s Door“ und unterstreicht einmal mehr die besondere Stellung der Band innerhalb des britischen Post-Punk-Kosmos. Atmosphärisch dicht, von dunkler Poesie getragen und mit jener filmischen Spannung versehen, die And Also The Trees seit Jahrzehnten auszeichnet, wirkt der Track wie ein leiser Sog. Begleitet wird die Veröffentlichung von einem Video, das den mystischen Charakter des Stücks visuell aufgreift und den elegischen Grundton zusätzlich vertieft.

„The Silver Key“ steht exemplarisch für den aktuellen Sound der Band, der Dark Jazz, Post-Punk und subtile psychedelische Elemente miteinander verbindet. Die Musik entfaltet sich weniger über klassische Songdramaturgie als über Stimmungen, Schichtungen und Bilder, die sich langsam festsetzen. Damit knüpft die Single nahtlos an die jüngeren Veröffentlichungen an und fungiert zugleich als thematisches Tor zum neuen Album, dessen Titel nicht zufällig gewählt scheint.

Am 27. Februar 2026 erscheint mit „The Devil’s Door“ das neue Studioalbum von And Also The Trees auf LP, CD und digital. Das Werk bildet den Abschluss einer Trilogie, die mit „The Bone Carver“ begann und über „Mother-of-pearl-Moon“ konsequent weitergeführt wurde. Musikalisch verbindet das Album die vertrauten Markenzeichen der Band – poetische Texte, orchestral anmutende Gitarrenlinien und soundtrackhafte Kompositionen – mit neuen Klangfarben. Gastviolinistin Catherine Graindorge erweitert den Sound um kammermusikalische und avantgardistische Nuancen, die Assoziationen zwischen John Barry und Béla Bartók wecken. Das Album umfasst insgesamt elf Tracks und gilt schon jetzt als eines der geschlossensten und ambitioniertesten Werke der Bandgeschichte.

Gegründet 1979 im ländlichen Worcestershire, haben And Also The Trees über mehr als vier Jahrzehnte hinweg eine konsequent eigenständige Ästhetik entwickelt. Inspiriert von britischer Landschaft, Folklore und Literatur, bewegt sich ihre Musik stets zwischen Melancholie und unterschwelliger Bedrohung. Die enge Verbindung zu The Cure, mit denen die Band seit den frühen Achtzigern zusammenarbeitet, gehört ebenso zur Geschichte wie ihr unverwechselbarer Live-Charakter und die mandolinenartige Gitarrenarbeit von Justin Jones.

Erster Song "The Silver Key"

https://www.youtube.com/watch?v=_-9TdA1TQjY

Tracklist:

01. The Silver Key
02. The Crosshair
03. Rooftop
04. The Child In You
05. Return Of The Reapers
06. The Trickster
07. I Lit A Light
08. The Rifleman’s Wedding
09. As I Dive
10. Beginning Of The End
11 Shared Fate

Deaf

Postings: 3713

Registriert seit 14.06.2013

24.01.2026 - 16:32 Uhr
Viel Liebe für diese Band! Erster Song nichts wirklich Neues, aber toll wie immer.

Jochen Reinecke

Postings: 107

Registriert seit 22.12.2023

10.02.2026 - 18:42 Uhr
Und, meine lieben Goldpuckelchen: Es wird eine Rezi geben. Wird ja nun auch mal wirklich Zeit.

carpi

Postings: 1937

Registriert seit 26.06.2013

10.02.2026 - 19:30 Uhr
Album der Woche ist dann wohl das Mindeste nach all den Jahren des Wartens:)

Talibunny2

Postings: 411

Registriert seit 28.07.2025

10.02.2026 - 21:40 Uhr
Und dann kommt der Verriss. ;)

gottmik

Postings: 37

Registriert seit 11.12.2025

12.02.2026 - 01:29 Uhr
Für sich genommen ist der neue Song wirklich schön, aber die Band klingt hier fast wie ein Plagiat ihrer selbst - als hätten sie Samples aus alten Songs eingebaut.

Obwohl man eigentlich fast jeden And Also The Trees Song schon nach knapp 2 Sekunden Anspieldauer der band zu ordnen kann, haben sie es dennoch geschafft über Jahrzehnte hinweg kaum ein Album zu veröffentlichen, das wie der Vorgänger klang. Leider hat sich das geändert. Mittlerweile treten sie wirklich arg auf der Stelle und der neue Song scheint den musikalischen Stillstand zu bestätigen. Wenn es hier eine Rezi geben sollte, wären ein paar kritische Worte durchaus angebracht.

Jochen Reinecke

Postings: 107

Registriert seit 22.12.2023

12.02.2026 - 09:37 Uhr
Der eine will AdW, der andere kritische Worte, hui, das sind super Voraussetzungen zum Schreiben. :-)

Deaf

Postings: 3713

Registriert seit 14.06.2013

12.02.2026 - 09:39 Uhr
Es ist erst ein einziger Song veröffentlicht, vielleicht erst mal das Album abwarten.

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

21.02.2026 - 21:01 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?


VelvetCell

Postings: 9589

Registriert seit 14.06.2013

21.02.2026 - 22:57 Uhr
And Also The Trees: Auch so eine Herzensband. Ich finds einfach schön, dass es sie gibt und dass die ihr Ding durchziehen. Ein neues Album ist nie ein Spektakel, aber immer so, als würde man einem lieben alten Freund wiederbegegnen.

Der Rezensent hat recht: sie sind unerreicht und unkopiert. Und das ist schon etwas sehr Besonderes.

Deaf

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Registriert seit 14.06.2013

22.02.2026 - 08:13 Uhr
Sehr schön, hätte aber natürlich gerne Album der Woche werden dürfen.

oldschool

Postings: 1051

Registriert seit 27.04.2015

22.02.2026 - 09:13 Uhr
".....obwohl die Formation seit geschlagenen 47 Jahren existiert und 17 Studioalben veröffentlicht hat? Holy Smokes! Aber gut, so etwas kann passieren"

Nein!
2-3 kann passieren! Nicht 17 !!!!

Vive

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Registriert seit 26.11.2019

22.02.2026 - 20:00 Uhr
sehr geil! erinnert mich an david bowie und the clientele. aber alles mehr in prog- und post rock farben.

Vive

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Registriert seit 26.11.2019

22.02.2026 - 20:03 Uhr
elbow stecken da auch drin

oldschool

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Registriert seit 27.04.2015

22.02.2026 - 20:49 Uhr
elbow? nie im Leben!!!

Vive

Postings: 1388

Registriert seit 26.11.2019

23.02.2026 - 05:44 Uhr
doch, zB im song "the child in you"
könnte so ähnlich auf "asleep in the back" oder auch "the seldom seen kid" drauf sein, die richard hawley collab von elbow klingt sehr ähnlich. wobei ich mich jetzt nicht nur auf stimmen beziehe, sondern auf harmoniefolgen und rhythmen

Jochen Reinecke

Postings: 107

Registriert seit 22.12.2023

23.02.2026 - 09:30 Uhr
Stimmt, Vive macht da einen Punkt.

gottmik

Postings: 37

Registriert seit 11.12.2025

23.02.2026 - 13:47 Uhr
Die Rezension ist dann doch mehr eine liebevolle Hommage als eine Kritik zum neuen Album geworden – was ja auch nachvollziehbar ist, nachdem die Band hier so lange ignoriert wurde. :) Bei der Darstellung der musikalischen Entwicklung würde ich aber leicht widersprechen wollen.

Es stimmt schon, dass And Also the Trees in fast 50 Jahren Bandgeschichte immer einen enormen Wiedererkennungseffekt hatten. Aber dabei geht so ein bisschen unter, wie experimentierfreudig die Band war – dass es durchaus mehrere Stilbrüche und unterschiedliche musikalische Phasen gab.

Mitte der 80er starteten sie mit Post-Punk, der mit der Einbindung mandolinenhafter Sounds auf ihrem zweiten Album "Virus Meadow" ziemlich originell ausfiel. Zum Ende des Jahrzehnts entwickelten sie sich immer mehr in Richtung Dark Wave oder sogar Ethereal Wave à la Cocteau Twins. In Verbindung mit dem romantischen Lord-Byron-Look der Band zog das zu diesem Zeitpunkt vor allem ein Grufti-Publikum an. In den 90ern gab es eine deutliche Abkehr von ihren musikalischen Anfängen: Beginnend mit dem großartigen Übergangsalbum "The Klaxon" hielten Reminiszenzen an Nick Cave oder Bar-Jazz Einzug in ihre Musik. Ihr Sound wurde nach diesem Album immer urbaner – sogar mit Anleihen an Sixties-Pop oder der Einbindung von Electro-Beats. Die Platten hatten immer noch einen dichten, filmischen Sound, aber es klang eher nach amerikanischem Film noir als nach englischer Gothic Romance.

Ab den 2000ern haben sie sich musikalisch wieder neu erfunden: Sie sind ein Stück weit zu den romantischen Klängen der Spät-80er zurückgekehrt, aber in einer deutlich minimalistischeren, moderneren Form, die sich zum Teil auch von klassischen Songstrukturen löste.

Jetzt kann man darüber streiten, wie radikal diese Veränderungen waren, aber ich hätte im Gegensatz zum Rezensenten deutlich mehr die Unterschiede und Brüche betont, weil sie die Band für mich interessanter gemacht haben.

Jochen Reinecke

Postings: 107

Registriert seit 22.12.2023

23.02.2026 - 17:40 Uhr
Hi, gottmik. Du sprichst es im Grunde selbst an: Manchmal hat man ein gewisses formales Korsett, das man nicht sprengen kann. Hier bei PT ist es nun mal so, dass wir alle einen bestimmten Korridor an Textmengen zur Verfügung haben, den wir auch einhalten. Was gut so ist, denn so bleibt ein Magazin lesefreundlich. Wie stark man die Gewichtung zwischen "aktuelle Besprechung" und "Rückblick/Ausblick" und allgemeinen Betrachtungen anlegt, ist immer wieder eine nicht ganz einfache Frage für den Redakteur oder die Redakteurin. Ich kenne außer THE FALL wohl keine Band so gut wie AATT und habe wirklich alles, was die je gemacht haben, auf Vinyl und/oder CD. Und ja, es gab sicherlich ein paar mehr "Brüche" oder sagen wir "musikalische Schwerpunkte" als die von mir aufgezählten. Hätte ich das episch ausgebreitet, wäre kein Platz mehr für die eigentliche Rezi übrig geblieben. Deswegen habe ich die beiden Dinge genannt, die für mich sehr deutlichen Impact hatten (Tibenham hinzu, Havas weg). Naja. Mal sehen, was ich beim nächsten AATT-Album so schreibe :)

gottmik

Postings: 37

Registriert seit 11.12.2025

23.02.2026 - 20:58 Uhr
Hi Jochen, ich wollte dir nicht deine Expertise absprechen und bin mir sicher, dass du wahrscheinlich mehrere Seiten mit der Bandgeschichte hättest füllen können :) Ich kenne auch Text- und Redaktionsarbeit sehr gut und bin mir des Platzmangels bewusst. Mir ging es auch gar nicht um eine ausführlichere Darstellung. Selbst wenn ich nur Raum für einen knappen Satz dazu gehabt hätte, wäre mein Fokus und mein Blick auf die Bandgeschichte ein anderer gewesen. Was für mich erhebliche Stilwechsel waren, hast du vielleicht ganz anders empfunden. Im Gegensatz zu dir habe ich zum Beispiel auch die damalige Optik der Band sehr geliebt.

Was mich noch interessieren würde: Wie bewertest du denn die neue Platte (die ich noch nicht kenne) so angesichts des Gesamtwerks oder auch der unmittelbaren Vorgängerplatten? Ragt die Platte da besonders heraus oder ist es eher gutes Mittelfeld? Es fallen ja Begriffe wie wunderschön und meisterhaft, trotzdem gibt es als Bewertung "nur" eine 7/10 (was ja vielleicht auch mit dieser seltsamen Bewertungslogik bei Plattentests zusammenhängt)?

Jochen Reinecke

Postings: 107

Registriert seit 22.12.2023

24.02.2026 - 09:50 Uhr
Interessante Frage.
Ich tu mich ganz generell wahnsinnig schwer mit Zahlenbewertungen. Schreibe auch noch für ein Hifi-Magazin, wo wir zum Glück nicht mit Zahlen und Rankings bewerten müssen.

Generell würde ich sagen, dass das Album nicht an die Stärke von absoluten Ausnahmealben wie "Virus Meadow" heranreicht. Es hat insgesamt weniger krasse dynamische Sprünge, befindet sich mehr in einer Art Fließgleichgewicht. Es passiert weniger, aber die Zwischentöne sind toll.

gottmik

Postings: 37

Registriert seit 11.12.2025

25.02.2026 - 15:52 Uhr
Alles klar. Danke dir für die Antwort! Klingt so als würde die Platte relativ nahtlos an die Vorgängerwerke anknüpfen ...

MickHead

Postings: 9994

Registriert seit 21.01.2024

27.02.2026 - 07:09 Uhr
Komplette Playlist bei YouTube:

https://youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_mVRKVxbbj6YkapWjFRMm77dir3fQtV46M&si=M-_vhu8xUsC4igsZ

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