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Bill Callahan - My days of 58

User Beitrag

MickHead

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Registriert seit 21.01.2024

11.11.2025 - 17:26 Uhr
Der amerikanische Singer-Songwriter "Bill Callahan" aus Silver Spring, Maryland, kündigt für den 27.02. das 10. Studioalbum "My Days Of 58" an. Es folgt auf "Ytilaer" von 2022.

Genre: Americana, Alt-Country, Lo-Fi, Indie-Folk/Rock

Erster Song "The Man I'm Supposed To Be"

https://youtu.be/VTwVcCqG1Ig?si=KBxCMOovCsPGJV4j

"My Days Of 58" bei Bandcamp:

https://billcallahan.bandcamp.com/album/my-days-of-58

Lucas mit K

Postings: 470

Registriert seit 19.07.2024

12.11.2025 - 07:47 Uhr
Schöner Song. Straightforward. Bisschen wie alte Smog-Sachen. Nach dem etwas enttäuschenden Konzert diesen Sommer in Berlin freue ich mich doch auf ein neues Album.

MickHead

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Registriert seit 21.01.2024

15.12.2025 - 16:20 Uhr
2. Song "Lonely City"

https://youtu.be/8H9oJnTiCHA?si=vhhU-egjI4VAFc6e

MickHead

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Registriert seit 21.01.2024

20.01.2026 - 17:34 Uhr
3. Song "Stepping Out For Air"

https://youtu.be/fNH6ZKFTffk?si=14Can8cArYZTxfac

Hubble

Postings: 247

Registriert seit 14.06.2013

25.01.2026 - 11:47 Uhr
Stepping out for air ist toll! Steigert die Vorfreude auf das neue Album.

MickHead

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Registriert seit 21.01.2024

24.02.2026 - 17:58 Uhr
Northern Transmissions 9.2/10

https://northerntransmissions.com/bill-callahan-my-days-of-58/

MusikBlog

https://www.musikblog.de/2026/02/bill-callahan-my-days-of-58/

MickHead

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Registriert seit 21.01.2024

27.02.2026 - 09:15 Uhr
Komplette Playlist bei YouTube:

https://youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_nBi_pyMD0YQnDrgAl9gXHI6dcWmADzBOc&si=zyv7WvuF-GLztfxV

Musikexpress 5/6

https://www.musikexpress.de/reviews/bill-callahan-my-days-of-58/

Rolling Stone 5/5

https://www.rollingstone.de/reviews/bill-callahan-my-days-of-58/

Gaesteliste.de

https://gaesteliste.de/2026/02/26/review/bill-callahan-my-days-of-58/

MickHead

Postings: 10687

Registriert seit 21.01.2024

27.02.2026 - 18:57 Uhr
Tonart bei Deutschlandfunk Kultur, mit einem schönen Bericht nebst Interview, zu diesem hervorragenden Alterswerk. Das Album hat mit seiner sonoren Stimme schon etwas sehr berührendes, und ist für mich jetzt schon eines der Höhepunkte in diesem Jahr.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/ueber-die-conditio-humana-bill-callahan-und-my-days-of-58-100.html

Hierkannmanparken

Postings: 2982

Registriert seit 22.10.2021

28.02.2026 - 10:35 Uhr
Pathol O.G. gefällt mir richtig gut, sehr unterhaltsame Lyrics:

She told me to spend the night...
Looking for a hotel

It's important to not
Treat your lifeboat like a yacht

Hubble

Postings: 247

Registriert seit 14.06.2013

28.02.2026 - 11:06 Uhr
Die Texte sind allgemein stark. Hier und da feiner Humor.
Die beiden genannten stellen aus Pathol O.G. - überragend.
Dazu eine schöne Produktion und tolle Arrangements.
Nur beim "hervorragenden Alterswerk" gehe ich nicht mit. Das darf Callahan sich noch für später aufheben ;-)

Hierkannmanparken

Postings: 2982

Registriert seit 22.10.2021

28.02.2026 - 16:17 Uhr
Stimmt ^^

Empathy hat auch einen richtig guten Text, völlig klischeefreie und rührende Vater-Aufbearbeitung

Monsieur_L

Postings: 4

Registriert seit 11.07.2025

03.03.2026 - 21:33 Uhr
Was für ein überragendes Album. Bei den Top 5 des Jahres auf jeden Fall dabei. Kann der Mann überhaupt schwache Songs schreiben? Hab ihn gerade erst entdeckt und noch nicht mal einen mittelmäßigen Song gehört. Unfassbar.

mrnovember

Postings: 446

Registriert seit 10.10.2019

06.03.2026 - 17:13 Uhr
Absolut großartig.

Shadow Talk

Postings: 475

Registriert seit 05.02.2024

06.03.2026 - 21:05 Uhr
Gefällt mir auch sehr gut. Von meiner Seite nochmals der Querverweis auf Whitney K. - Bubble, für alle die auf diese Art der stimmlichen Intonation stehen.

dreckskerl

Postings: 11900

Registriert seit 09.12.2014

07.03.2026 - 07:55 Uhr
@Shadow Talk

Whitney K - Bubble hab ich im Album Thread bereits zweimal bejubelt....super, dass es noch jemand gibt, der das für sich entdeckt hat.
Dann hast du das Album auch im Jahrespoll gewählt?
Kennst du auch die EP "Hard To Be A God?" mit dem grandiosen "Song For A Friend", musikalisch etwas näher an Callahan.

Das Callahanalbum muss ich noch eingehender anhören, aufs erste Ohr, wie immer hohe Qualität bei ihm.

Shadow Talk

Postings: 475

Registriert seit 05.02.2024

07.03.2026 - 09:39 Uhr
@dreckskerl

Nein, ich hab’s leider erst dieses Jahr entdeckt. Versuche immer einige Tipps hier anzutesten, aber das ging wohl an mit vorbei. :-) Danke für die EP-Empfehlung, da werd ich dieses WE mal reinhören!

Vive

Postings: 1456

Registriert seit 26.11.2019

07.03.2026 - 09:51 Uhr
Whitney K - Bubble

kannte ich bisher nicht, danke für die empfehlung. erinnert an babybird und ganz stark and das geliebte sparklehorse.

dreckskerl

Postings: 11900

Registriert seit 09.12.2014

07.03.2026 - 09:52 Uhr
Ok, ich fragte, da das Album bereits in der Liste war, als ich gevoted habe.
Egal, lass uns weiter Werbung machen, das Album ist einfach klasse.

Sorry für off topic.

Shadow Talk

Postings: 475

Registriert seit 05.02.2024

07.03.2026 - 10:35 Uhr
Hehe, ein wenig hat’s ja schon funktioniert. ;-)

Nun aber zurück zu Callahan!

berti

Postings: 184

Registriert seit 20.12.2023

07.03.2026 - 11:06 Uhr
Fantastisch so far. 9/10. Empathy ganz toll. Empathie eh schon eins meiner Liebblingsworte, weil sie scheinbar stirbt:-/

kingsuede

Postings: 5297

Registriert seit 15.05.2013

07.03.2026 - 11:14 Uhr
Gut zu wissen. Habe die letzten Alben eher ausgelassen. Smog und das Solo-„Frühwerk“ mag ich aber sehr.

kingsuede

Postings: 5297

Registriert seit 15.05.2013

07.03.2026 - 12:39 Uhr
Ok, jetzt habe ich das Album blind auf Vinyl bestellt.

kingsuede

Postings: 5297

Registriert seit 15.05.2013

08.03.2026 - 15:35 Uhr
Combined-Ranking Smog und Solo

1. Apocalypse
2. Knock Knock
3. My Days of 58
4. Julius Caesar
5. Dream River
6. Red Apple Falls
7. Sometimes I Wish We Were an Eagle
8. Woke on a Whaleheart
9. Dongs of Sevotion
10. A River Ain‘t Too Much to Love

Monsieur_L

Postings: 4

Registriert seit 11.07.2025

08.03.2026 - 23:45 Uhr
Hab gelesen, dass Callahan an Krebs erkrankt sein soll. Habt ihr was darüber gehört? Weiß jemand näheres?

Lucas mit K

Postings: 470

Registriert seit 19.07.2024

09.03.2026 - 07:12 Uhr
Ja:

https://pitchfork.com/thepitch/bill-callahan-interview-laughs-at-death/?utm_source=chatgpt.com

Lucas mit K

Postings: 470

Registriert seit 19.07.2024

09.03.2026 - 07:30 Uhr
„The Man I’m Supposed To Be“ hört sich mit dem Wissen gleich ganz anders an.

Obrac

Postings: 2821

Registriert seit 13.06.2013

09.03.2026 - 17:21 Uhr
Ja, cooles Album wieder. Der Mann kann, auch wenn keine stilitischen Revolutionen zu erwarten sind, eine unglaubliche Wucht entfachen.
Bei der Krebssache scheint aber zum Glück alles im grünen Bereich zu zu sein. Er wurde erfolgreich operiert und braucht keine Chemo.

Monsieur_L

Postings: 4

Registriert seit 11.07.2025

09.03.2026 - 18:10 Uhr
Das freut mich zu hören. Hoffen wir, dass es so bleibt. Warum kriegen eigentlich die Putin's und Trump's dieser Welt nie solche Krankheiten? Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass Arschloch sein gesund hält.

Zurück zu Erfreulicherem, also zu diesem grandiosen Album. Meine Favoriten sind Pathol O.G. und vorallem Why Do Men Sing. Ein Song, den ich unbedingt auf der berüchtigten einsamen Insel haben würde wollen. Gibt es hier eigentlich noch eine Rezension?

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 30388

Registriert seit 08.01.2012

10.03.2026 - 20:59 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?

ijb

Postings: 8147

Registriert seit 30.12.2018

12.03.2026 - 12:50 Uhr
Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass Arschloch sein gesund hält.

Ich denke eher, dass Sehr-viel-Geld-für-die-richtigen-Ärzte-Haben gesund hält. Und einen großen Stab von staatlich bezahlten Leuten, die jede kleine Gefahr im Blick haben, hilft natürlich auch.

VelvetCell

Postings: 9770

Registriert seit 14.06.2013

14.03.2026 - 15:58 Uhr
Fantano gibt "Light 9".
Und mir gefällt's auch außerordentlich gut.

Unangemeldeter

Postings: 2448

Registriert seit 15.06.2014

18.03.2026 - 13:48 Uhr
Das ist schon über weite Strecken ein sehr gutes Album. Ich hab zwar brav immer die Alben gekauft, aber war dem Mann ein wenig überdrüssig geworden; ich kann wohl an einer Hand abzählen, wie oft ich die letzten paar Alben wirklich hab durchlaufen lassen.

Die neue fängt irre gut an, hat dann in der zweiten Hälfte aber doch auch wieder ein paar Filler (Highway Born...) und ist einfach zu lang. Aber man spürt wie sehr das ein Band-Album geworden ist, was ihm hörbar gut tut. Sicherlich seine beste seit seinem Peak-Run zwischen Eagle und Dream River. Wenn er nur auch wieder so rigoros den Fettabsauger angesetzt hätte wie zu dieser Zeit und die überschüssigen 3, 4 Songs weggekürzt hätte, wäre das wohl auf Augenhöhe gelandet. So bin ich eher bei einer immer noch beachtlichen und für mich unerwarteten 7/10.

VelvetCell

Postings: 9770

Registriert seit 14.06.2013

18.03.2026 - 19:30 Uhr
Sehe ich ähnlich: nach hinten raus fasert es etwas aus.

Lucas mit K

Postings: 470

Registriert seit 19.07.2024

25.03.2026 - 18:51 Uhr
Mir geht’s mit dem Album ziemlich genau wie dir, Unangemeldeter. Hatte auch über die letzten zwei, drei Alben ein wenig das Interesse verloren. Letztes Jahr habe ich ihn in Berlin zum ersten Mal live gesehen und war doch leicht enttäuscht. Er spielte allein, nur mit Gitarre und Hi-Hat, was sehr monoton war. Tat den Liedern irgendwie nicht gut. Warum er ohne Band aufgetreten ist, weiß ich bis heute nicht.

Ich verfolge Callahans Musik allerdings seit ca. 20 Jahren, sodass ich dem neuen Album natürlich eine Chance geben musste. Auch wenn ich erst nach einigem Zögern dazu übergegangen bin, die ganze Platte von Anfang bis Ende durchzuhören. 60 Minuten Spieldauer sind mir i.d.R. zu viel.

Es beginnt sehr stark, überhaupt der Einstieg bis inklusive „Lonely City“ ist ne Wucht, vor allem die Lyrics:

And now my biggest fear is not the dying
My biggest fear is that I’ll stop trying
To be the man I am supposed to be


Ich kann das gar nicht ohne das Wissen um Callahans Krebserkrankung hören. Das ist so schnörkellos direkt, dass es auch ein bisschen weh tut. Und gleichzeitig ist es hoffnungsvoll. Der Erzähler wird nicht aufgeben. Er wird weiter sein schöpferisches Potential nutzen, die Angst um sich nicht übermächtig werden lassen. Das berührt schon sehr. Das „Hee-hee“ am Ende des Songs ist dann der befreiende Witz, der dem Ernst des Todes entgegenwirkt.

Über weite Strecken schafft Callahan für mich den Spagat zwischen Storytelling und musikalischer Darbietung. Der stimmliche Vortrag steht am Anfang der Songs meist im Vordergrund, instrumental erscheint es zunächst trügerisch simpel. Erst nach hinten raus kulminiert es dann folkig und leicht jazzig polternd und wird dynamisch. Das entwickelt nach mehrmaligem Hören einen schönen Sog und ich habe mich schon das ein oder andere Mal dabei erwischt, wie ich „Lay that ladder down, boy“ (Pathol O.G.) oder „Gabriel Gabriel Gabriel“ (Stepping Out for Air) vor mich her skandierte.

Manchmal ist es mir jedoch fast zu intim, zu stark autobiografisch (oder autofiktional?). „Empathy“ zum Beispiel, der Song über den Vater:

Let me tell you something you never knew
Dad, I'm just like you


Es ist schon ein starker Text, aber irgendwie reicht es mir auch, den Song nur ein, zwei mal zu hören. Das ist vielleicht ein bisschen das Problem hier für mich: die Erzählung ist mir hier zu zentral und die Musik ist insofern nicht spannend genug, als dass ich den Text größtenteils ausblenden könnte, weil er sich gut integriert. Nein, er springt mich an.

Einziger Totalausfall für mich ist „Computer“. Eine kleine Tirade gegen unsere moderne digitale Welt, die ein bisschen klischiert daherkommt. Klar, ist das alles verkommen. Wissen wir:

I’m not a robot and I never will be

Ach, wirklich …? Hm. Das darauffolgende Autotune-Bashing ist für mich nicht mehr als das bornierte Granteln eines in die Jahre gekommenen Mannes. Ich hab aber auch einfach nichts gegen Autotune und bin wohl digital native. Finde diese Anti-Haltung hier halt etwas lächerlich. Vielleicht müsste ich an der Stelle stärker trennen zwischen Autor und Erzähler, um darüber hinwegsehen zu können. Fällt mir innerhalb dieses stark autobiografischen Albumkonzepts allerdings schwer.

Fazit: Gutes Album. Hier sind einige seiner besten Songs darauf, aber auch einige wenige verzichtbare. Highlights: Die ersten fünf Songs, „West Texas“, „Lake Winnebago“.

7.5/10

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