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MickHead
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07.10.2025 - 22:32 Uhr
Die britische Newcomer Post-Rock Band "Shaking Hand" aus Manchester, kündigt für den 16.01. das Debütalbum "Shaking Hand" an.
Ausgehend vom frühen Post-Rock und dem US-Alternative-Rock der 90er entwickeln sie ihre eigene Art von Northwest-Emo. Sie erschaffen etwas Neues und doch Nostalgisches. Sie blicken voraus auf den sich wandelnden Horizont. Die Musik von Shaking Hand basiert auf Spannung und Entspannung – Stille, die sich ausdehnt, Lautstärke, die überwältigt. Wiederholung, die sich hypnotisch und destabilisierend zugleich anfühlt. „Die besten Ideen hat man, wenn es sich anfühlt, als würde alles gleich auseinanderfallen und wir können uns nur noch mit Mühe festhalten“, sagt Freddie.
Die musikalische DNA der Band zieht sich durch experimentelle Gitarrenformationen wie Women, Slint, Sonic Youth, Pavement und Ulrika Spacek, ausbalanciert durch das melodische Gespür von Big Thief und die dynamische Intimität von Yo La Tengo. Ihre Kompositionen brechen mit der Struktur: plötzliche Temposprünge, Polyrhythmen, die fast auseinanderfallen, und Riffs, die sich in etwas Fragiles oder Ekstatisches auflösen. Doch wie Ellis anmerkt, liegt auch eine gewisse Wärme darin: „Als würde man spät in der Nacht durch eine leere Stadt laufen und in den Gebäuden, an denen man vorbeigeht, ein Flackern von Leben wahrnehmen.“
Erster Song "Mantras"
https://youtu.be/YOzl1c0pqNU?si=XKTibKj3RfbSRbs1
"Shaking Hand" bei Bandcamp:
https://shakinghandband.bandcamp.com/album/shaking-hand
"Over The Coals" (Debüt Single 17.06.) bei Bandcamp:
https://shakinghandband.bandcamp.com/album/over-the-coals
Angeblich ist der Post-Rock des Manchester-Trios Shaking Hand von modernistischer Architektur, US-Alternative-Rock der 90er und Midwest-Emo inspiriert. In diesem Fall stimmt der Promo-Hokuspokus. All diese Anklänge höre ich in „Over The Coals“, der Debütsingle von Shaking Hands. Die Band schrieb den siebenminütigen Track in der inzwischen geschlossenen Brunswick Mill – mit einer starken Anlehnung an die Vibes einer „postindustriellen Einöde“ – und verkörpert in seiner Weitläufigkeit das lyrische Mantra „Das Leben ist nicht linear“. |
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MickHead
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08.01.2026 - 09:53 Uhr
Wohl letzter Song vor dem Release!
Der 8-Minüter "Cable Ties"
https://youtu.be/SA6An6KK5aY?si=GbfpUU2Gs9iaudMI
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Glufke
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08.01.2026 - 22:12 Uhr
Danke für den Tipp, habe ich mir für nächste Woche bei Bandcamp gespeichert. Könnte genau mein Ding gerade sein. |
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MickHead
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16.01.2026 - 10:16 Uhr
Komplette Playlist bei YouTube:
https://youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_ka_74wfdcmME4NX29XuDv3Bj8I9Rpou7U&si=V_3PExDi-GEaJb00 |
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MickHead
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16.01.2026 - 13:28 Uhr
Jetzt ebenfalls komplett bei Bandcamp:
https://shakinghandband.bandcamp.com/album/shaking-hand |
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saihttam
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19.01.2026 - 01:35 Uhr
Starker erster Eindruck! Sollte auchs so ziemlich mein Ding sein. |
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saihttam
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19.01.2026 - 01:38 Uhr
Da weiter oben die Band erwähnt wird, ich hoffe sie haben sich nach dem alles überragenden Song von Women benannt. Zumindest war das der Grund warum ich ohne weitere Vorkenntnis in das Album reingehört habe. |
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cargo
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23.01.2026 - 17:59 Uhr
Großartiges Album! Erstes richtiges Jahreshighlight. |
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Ituri
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24.01.2026 - 14:28 Uhr
Boah, ganz starkes Album! |
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saihttam
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27.01.2026 - 00:13 Uhr
Jo, das Jahr startet ziemlich gut. |
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Ituri
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03.02.2026 - 16:39 Uhr
Ich bin tatsächlich ein wenig verliebt. Hätte auf jeden Fall eine Rezi verdient, oder nicht? Leider ist die Veröffentlichung vermutlich bereits zu lange her. |
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HerrH.
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10.02.2026 - 11:42 Uhr
Fließt fantastisch, ich kann (oder will) immer noch kein Highlight hervorheben.
Post Rock - mässig, ohne anstrengend zu werden, dystopisch anmutender Gesang, der mich trotzdem warm umarmt, und eine dauerhafte Spannung, die mich über die 42 Minuten nicht verliert, sondern mitnimmt. Chapeau!
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pounzer
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29.03.2026 - 13:56 Uhr
Am Freitag live gesehen. Hat Spaß gemacht! (Etwas längerer Bericht ist im Konzerte-Thread.)
Das ist übrigens eine schöne Live-Session (falls noch nicht bekannt): https://www.youtube.com/watch?v=CVmoQkwdoDk |
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Hierkannmanparken
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30.03.2026 - 13:50 Uhr
Mir gefällt's auch ziemlich gut! Gerade die Gitarrenarbeit drückt bei mir ein paar American Football- und Trail of Dead-Knöpfe. Es ist aber insgesamt definitiv anders, die Songs lassen sich Zeit, viele Wiederholungen. Find auch gut, wie der Schlagzeuger durch subtile Veränderungen das Ganze stetig vorantreibt und steigert. Danke für den Tipp! |
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Ituri
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30.03.2026 - 17:57 Uhr
Es ist ein tolles Album und mich erinnert es kurioserweise total an die beiden Frühwerke von Kante - "Zwischen den Orten" und "Zweilicht". |
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Hierkannmanparken
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30.03.2026 - 20:01 Uhr
Witzig, das sind die beiden Alben, die ich durch den 00er-Poll entdeckt hab, die ich auch gleich richtig gut fand. Ich acht mal drauf. |
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Hierkannmanparken
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31.03.2026 - 12:08 Uhr
Aber ja, hast recht. Ist mir insbesondere bei Mantras aufgefallen. Ich mag das, wenn Bands die Musik für sich sprechen und einfach mal laufen lassen.
Die folgenden beiden aktuellen Veröffentlichungen platziere ich mal hier, weil ich denke, dass das gut passt:
The Leaf Library - After the Rain, Strange Seeds schlägt kompositorisch in eine sehr ähnliche Kerbe wie Shaking Hands, aber mit mehr Instrumenten (Orgel, diverse Holzblasinstrumente) und dem einen oder anderen Beach House-Moment. Aber ja, viele mantraartige Wiederholungen krautiger, post-hardcore/rockiger Klangwelten, mal schön, mal ominös. Und wie bei Shaking Hands: Das Album läuft wirklich gut durch. Mein Anspieltipp wäre da Some Circling.
Bill Orcutt - Music in Continuous Motion gefällt mir ehrlich gesagt in der Theorie besser als beim tatsächlichen Hören. Die Rezensionen zu diesem Album sind auch wirklich schön geschrieben. The Quietus vergleicht seine Musik (bei der er vier Gitarrenspuren immer mit minimalen Veränderungen übereinander lagert) mit der Mechanik des Fahrradfahrens und in die Pedale Tretens. Das konnte ich leider nicht aus der Musik ziehen, betrachte sie aber schon als eine Art Werkstatt oder Labor für die Art von Musik, die dann bei Leaf Library oder Shaking Hands rauskommt. Anspieltipp: Giving Unknown Origin. |
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Ituri
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31.03.2026 - 12:48 Uhr
The Leaf Library klingt interessant. Danke! Ich höre mal rein und gebe dann Feedback. |
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saihttam
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31.03.2026 - 22:04 Uhr
Bill Orcutt ist so ein spannender Künstler und ich verstehe genau, was du meinst. Ich kann mir seine Musik auch nicht häufig anhören, aber deine Analogie mit der Werkstatt trifft es perfekt. |
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Hierkannmanparken
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05.04.2026 - 15:09 Uhr
Up the Ante(lope) ist echt ganz schön lässig. Die Stelle ab 4:45 mit dem abgehackten Riff und dem kurzen Gitarrensolo, das dann noch kommt, erinnert mich total an Karate. |