Taktisch clever
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08.12.2016 - 21:47 Uhr
Netter Versuch vom Vorposter also Sroffus, seine Band wieder ins Gespräch zu bringen. |
komme gerade nicht klar
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20.04.2017 - 13:44 Uhr
https://www.youtube.com/watch?v=n5osgpjiw_A#t=2m9s
kann mir jemand erklären, warum mich dieser eine markierte stelle da oben beim refrain von "grand designs" so an baywatch erinnert? :D |
Immer noch
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20.04.2017 - 17:50 Uhr
Ein toller Song! |
Wolfmother
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21.04.2017 - 10:33 Uhr
Geddy Lee hat auf "Grand Designs" nie besser gesungen. Überhaupt ist die "Power windows" erstaunlich gut gealtert. Die Synthies fügen sich problemlos in den Band-Sound, die Songs sind erhabener Pop ohne Anbiederung. |
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Der Wanderjunge Fridolin
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21.04.2017 - 11:04 Uhr
Die Tage liefen bei mir folgende Alben:
2112
Moving Pictures
Permanent Waves
A Farewell To Kings
Hemispheres
Rush hören kommt dem Eintauchen in eine andere (bessere) Welt gleich. |
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Gomes21
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21.04.2017 - 11:15 Uhr
Was sind deine liebsten Rush Alben? |
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Bonzo
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21.04.2017 - 13:06 Uhr
Fridolin hat meine Lieblings-Rush-Phase aufgezählt, wobei ich Moving Pictures über alles andere stellen würde.
Die Band begleitet mich jetzt seit 9 Jahren und ich werde einfach nicht Müde die gesamte Diskographie rauf und runter zu hören.
Die Synthiephase höre ich sehr oft kondensiert auf "A Show of Hands". Die Songs gefallen mir Live noch besser. |
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Mr Oh so
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21.04.2017 - 13:20 Uhr
Kann ich nur zustimmen. A show of hands ist wie eine Best of der 80er, ein Knaller nach dem anderen.
Entgegen sehr vielem aus den 80ern sind die Rush-Sachen aus der Zeit immer noch klasse. Einfach sensationelles Songwriting. Die Songs sind kompakter und haben eine tolle Energie. Vielleicht sogar ihre beste Phase? |
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Bonzo
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23.10.2018 - 01:09 Uhr
https://bit.ly/2yVriz5
Tolles Interview mit Geddy zur Entstehungsgeschichte von Hemispheres. |
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Watchful_Eye
User
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23.10.2018 - 14:16 Uhr
Ich bin in Sachen Rush tatsächlich in erster Linie Fan der (frühen) 80er-Phase. Mein Lieblingsalbum ist Signals, knapp vor Moving Pictures. Von den neueren laufen auch "Clockwork Angels" und "Vapor Trails" (das Remaster) ziemlich oft.
Bei ihren Progalben der 70er spürt man imo wiederum die Nähe zu Yes, und dann will ich immer gleich direkt Yes hören. ;) Die haben diesen Sound imo besser hinbekommen. |
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Bonzo
Postings: 4009
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23.10.2018 - 14:53 Uhr
Für mich ergänzen sich Yes und Rush sehr gut. Rush sind auch in ihrer Frickelphase wesentlich leichter verdaulich. Die Alben kann ich eigentlich immer hören. Close to the Edge und Konsorten sind in den richtigen Momenten genial, aber in vielen Momenten auch zu anstrengend. |
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Cade Redman
Postings: 373
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17.04.2020 - 21:49 Uhr
Eben gehört: Das kürzlich erschienene "Natural Science (live in Manchester)" von 1980. Einer meiner liebsten langen Rush-Songs. Grandios. |
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MrStrangiato
Postings: 291
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17.04.2020 - 22:07 Uhr
Ich mag auch die 80er am meisten. Geniales Songwriting und genau die richtige Mischung aus Eingängigkeit und Virtuosität. |
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hos
Postings: 1948
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18.04.2020 - 18:23 Uhr
Bei ihren Progalben der 70er spürt man imo wiederum die Nähe zu Yes, und dann will ich immer gleich direkt Yes hören. ;) Die haben diesen Sound imo besser hinbekommen.
Wo sind denn Rush nah an Yes?
Vielleicht meinst du es auch eher aus einer anderen Perspektive ("lange songs", "progressiv"), aber rein musikalisch betrachtet waren Rush für mich eher nah am Bluesrock (Cream, Fleetwood Mac mit Peter Green) während Yes um diesen aus künstlerischen Gründen einen grossen Bogen gemacht haben und sich lieber in der Nähe von britischem Poprock, Artrock und Klassik aufhielten.
Allein aus diesem Grund bekomm ich diese beiden Bands auf keinen Fall in die gleiche Schublade, wenn man sich denn mal die Mühe macht, die bunte Tüte "Progressive Rock" aufzubrechen. |
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hos
Postings: 1948
Registriert seit 12.08.2018
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18.04.2020 - 18:24 Uhr
Könnte ein mod bitte den ersten Absatz kursiv setzen? Das sollte ein Zitat werden, sorry. |
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Analog Kid
Postings: 2155
Registriert seit 27.06.2013
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18.04.2020 - 18:42 Uhr
@hos, ja, guter Punkt, sehe ich ähnlich.
Die ganzen Klassik-und sonstigen E-Musik-Einflüsse der ganzen britischen Progrocker gehen Rush schon ziemlich ab. Das ist insbsondere auf den 70ies-Alben wie du schon sagst, eher so komplex-verschwurbelter Hardrock , Yes haben m.E. auch einen ganz anderen Sound, einerseits pastoraler, aber auch abgedrehter irgendwie. Rush waren damals diversen Proto-Metalbands vom Sound durchaus näher, gerade auch durch Lee´s kreischige Vocals. |
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Analog Kid
Postings: 2155
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27.02.2021 - 15:12 Uhr
Da ich gerade im Diskographierausch bin, werd ich mal diesen für mich ja recht naheliegenden Thread mal mit ein paar wortreicheren Postings beladen. |
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Analog Kid
Postings: 2155
Registriert seit 27.06.2013
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27.02.2021 - 15:13 Uhr
Rush
Das Debüt ist mir bis heute leider nicht geläufig, Schande über mich.
Fly By Night (1974) - 6.5/10
Die Erste mit Peart und das tighte Zusammenspiel zwischen Drums und Bass sowie Lifesons heroische Riffs machen hier teilweise schon soviel Spass wie auf den grossen Klassikern der Band. Klar, vieles ist noch nicht ausgereift, man hört das große Vorbild Led Zeppelin an allen Ecken und Enden, und Geddy Lee befindet sich noch nicht im Stimmbruch, aber "Fly By Night" ist ein witziges Album irgendwie, voller gut gelaunter, ungestümer Spielfreude. Lässt allerdings am Ende nach.
Caress Of Steel (1975) - 7/10
Auf dem dritten Album gibt man sich bereits mächtig ambitioniert mit gleich zwei mehrteiligen "Mega-Epen" á 12 und 20 Minuten. Der Einstieg gerät auf den ersten 3 Nummern aber erstmal wie gehabt. Etwas generischer 70ies Hardrock, "Bastille Day" ist aber ein kleiner Hit.
Mit "The Necromancer" und besonders dem überraschend gelungenen und schlüssigen " The Fountain Of Lamneth" geht's dann aber mit Vollgas hinter die sieben Berge zu den sieben Zwergen, komplett mit Gitarrensolos, Breaks, Akustikparts, Schlagzeugsolos, "Narrator" und Texten voller Wizards in irgendwelchen Dungeons. Pen & Paper-Veteranen kriegen voller Wehmut feuchte Augen und olfaktorische Flashbacks an den Geruch des kleinen Lederbeutels mit dem 20-seitigen Würfel...
2112 (1976) - 8/10
Der erste ikonische Klassiker der Band, in erster Linie natürlich dem Titelstück zu verdanken, einem weiteren 20-Minüter. Die Geburtsstunde des sog. "Progmetals" würd ich sagen. Allein bereits die "Overture" rockt alles dermassen in Grund und Boden, ein absolut elektrisierendes Stück, geht nahtlos in die erste genauso tighte Gesangsnummer über, in der Geddy Lee wiederum erfolgreich seinen womöglich bereits erfolgten Stimmbruch zu vertuschen in der Lage ist. Weiter gehts mit Wasserplätschern und ätherischen Saitenklängen, danach geben sich getragene und schnellere Stücke die Klinke in die Hand. Schön wie die Themen der Ouverture wieder auftauchen ab und zu, wie sich das gehört. Über den Text nur soviel (wurden ja anscheinend ganze Doktorarbeiten drüber verfasst) - in einer weit entfernten Galaxie lang vor unserer Zeit entdeckt ein junger Mann in Schnauzbart und mit wehendem Haupthaar die Healing Power des Progrock und breakt free aus seiner Unterdrückung. Oder so. Muss man jetzt auch nicht überbewerten.
Die kürzeren Songs der Album-B-Seite sind deutlich besser als auf den Vorgängern, und zeigen mehr Eigenständigkeit. "Tears" ist allerdings Scheisse. Trotz Mellotron.
Fortsetzung folgt... |
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Outrun
Postings: 75
Registriert seit 31.12.2020
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27.02.2021 - 17:20 Uhr
Schöner Beitrag. Freue mich auf die folgenden. |
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Analog Kid
Postings: 2155
Registriert seit 27.06.2013
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27.02.2021 - 18:55 Uhr
A Farewell To Kings (1977) - 9/10
Nachdem Rush sich mit "2112" als amtliche Hausnummer im Musicbiz platziert hatten, gabs für weitere Ambitionen nur eine Richtung:
Sternenwärts! Und während andere Rocknroll-Schmuddelkinder ihr sauer verdientes Geld für Koks und Nutten verpulverten, gönnten sich
unsere 3 Absolventen der Progrock-Sternenflottenakademie erstmal einen Moog-Syntheziser samt Taurus-Pedal, um damit dem Starship "Rush" einen schnittigeren Anstrich zu verpassen. Nachzuhören auf dem magnifiziösen 11-Minüter "Xanadu", der den geneigten Hörer auch gleich in ferne Welten beamt, die nie ein Mensch zuvor betreten hat. Und wenn man dann die man die "Caves Of Ice" durchquert um dem "Mighty Kubla Khan" im "Pleasuredome" zu begegnen, weiss man, dass sich die Investition gelohnt hat.
Keine Ausfälle auf diesem Album, weitere Highlights: das unkaputtbare "Closer To Your Heart", m.W., die einzige 70er Jahre Nummer, die bis zum Schluss fester Konzertbestansteil war. Oder der feine Titelsong, mit dem hübschen Mittelalter-Touch. Und dann natürlich das Finale mit "Cygnus X1 Book 1 - The Voyage" - wurde der Sturz eines Raumschiffs in ein schwarzes Loch je packender vertont? Und dann noch mit Cliffhanger zum Schluss... |
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Analog Kid
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Registriert seit 27.06.2013
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27.02.2021 - 19:28 Uhr
Hemispheres (1978) - 9.5/10
Wenn man ein schwarzes Loch durchquert, kommt man, wie wir heute ja alle wissen, hinten auf dem Olymp wieder raus. Wo man dann mit Apollo und Dionysos rumdiskutieren muss und sich Schicksale ganzer Völker entscheiden durch Entscheidungen unseres Protagonisten.
Die musikalische Untermalung dieser Geschichte ist der wahrscheinlich beste Longtrack von Rush "Cygnus X1 Book 2:Hemispheres", Opener und komplette A-Seite des gleichnamigen Albums. Nicht so sehr ausgiebige Solopassagen, sondern kompakter Bandsound steht im Vordergrund, eine der grossen Tugenden der Band. Macht einfach tierisch Spass diesem tighten Gerocke durch all diese Riffs und rhythmischen Spielereien zu folgen.
Was auf diesem Album nochmal gesteigert wurde, die Fähigkeit auch kurze, knackige und mitreissende Nummern zu schreiben. "Circumstances" gleich mal so ein Knaller. Dieses zauberhafte Break in der Mitte mit dem Synthie. Ja, sie sind stark geworden, die jungen Padawans.
"The Trees" - sooo eine geile Nummer. Ohrwurm mit geilstem Instrumental in der Mitte. Und weil das noch nicht reicht - der 9-minütige instrumentale Show-Off "La Villa Strangiata" dann als Grundkurs jeder ernstzunehmenden "School Of Rock" in den Fachrichtungen Drums, Bass, E-Guitarre. |
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Analog Kid
Postings: 2155
Registriert seit 27.06.2013
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27.02.2021 - 20:08 Uhr
Permanent Waves (1979) - 9/10
"Wie man sich von Progrock-Klischees verabschiedet, und dadurch sogar noch geiler wird" - so könnte der Ratgeber aus der Feder unserer 3 Rock-Wesley-Crushers für zahllose 70er Bands lauten - exemplarisch vorexerziert mit diesem Knalleralbum, das gleichmal mit 2 absoluten Burnern im Radioformat loslegt, die einen trotz enormem Hitpotential kein bisschen an "Ausverkauf" o.ä. denken lassen.
Aber weil wir mit einem Bein noch in den 70ern stehen gibts trotzdem noch mit "Jacob´s Ladder" und "Natural Science" etwas längere Nummern, die aber einfach nur dermassen songdienlich abgeilen, dass man vollstes Verständnis dafür hat. Besonders letzterer sehr beeindruckend, Neil Peart haut alles weg. |
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Analog Kid
Postings: 2155
Registriert seit 27.06.2013
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27.02.2021 - 20:40 Uhr
Ach Shit, Permanent Waves war doch schon 1980 Naja, fast richtig...
Moving Pictures (1981) - 10/10
Das Album genau an der Wegscheide zwischen 70er Progrock-(Un)tugenden und den anbrechenden 80ern mit den bekannten Shifts in der populären Musik: Haare wurden kürzer, Stimmen tiefer, Songs kompakter und Synthesizer mehr. Genau hier manifestiert sich DAS prototypische, ikonische Rush-Album, das meiner unmassgeblichen Einschätzung nach in eine definitve Enzyklopädie der stilprägenden Alben der letzten 3 oder 4 Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts gehört. Eigentlich wirklich total interessant, wie sowohl Komplexität als auch Eingängigkeit in den Songs dieses Albums kulminieren. Bei Interesse die Ausführungen von BBS-Brückner nachlesen, der das sehr schön anhand des wirklich coolen Ohrwurms "Limelight" beschreibt, was für ein komplexer Song das eigentlich ist, obwohl man das gar nicht so unbedingt hört beim ersten Mal, das ist schon echt geil sowas.
Ansonsten aber auch alles andere auf dem Album gold, "Tom Sawyer", "The Camera Eye" (der nu wirklich letzte Longtrack der Band), das geile instrumental "XYZ" (das letzte erstmal bis 1991), das coole "Witch Hunt", zusammen mit dem poppigen "Vital Signs", als stilistisch vitales Zeichen für die folgenden Jahre... |
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hos
Postings: 1948
Registriert seit 12.08.2018
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27.02.2021 - 20:57 Uhr
@Fly By Night - hier keine Silbe über "Anthem" und "By-Tor and the Snow Dog" zu verlieren, ist ein wenig fahrlässig ;).
unbedingt hören --> Anthem (cover)
https://www.youtube.com/watch?v=fULwDbZ4iSU
grossartige in-die-Fresse-Version mit den Szenegrössen Claudio Sanchez (Coheed & Cambria), Bill Kelliher (Mastodon), Les Claypool (Primus), Danny Carey (Tool) und Steve Brodsky (Cave In).
Ansonsten aber bislang eine gelungene Übersicht, auch wenn ich Caress of Steel (aus genau den Gründen die du in deinem Kurzreview nennst) und 2112 etwas höher einschätze und die Farewell ein wenig geringer.
(Vom selbstbetitelten Debut sollte man mindestens "Working Man" kennen)
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hos
Postings: 1948
Registriert seit 12.08.2018
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27.02.2021 - 21:12 Uhr
Was ebenfalls einen Aufschrei des Erstaunens Wert ist: Die Menge an hochklassigen Alben, die Rush in einer relativ kurzen Zeitspanne rausgehauen haben: 10 Jahre, 9 Alben - und zwar keine geringeren als diese hier:
Caress of Steel
2112
A Farewell to Kings
Hemispheres
Permanent Waves
Moving Pictures
Signals
Grace Under Pressure
Power Windows
dazu kamen noch 2 hochklassige Live-Releases (All the World's a Stage / Exit Stage Left) - was unter anderem wohl daran lag, daß die Band neben Songwriting und Studioarbeit auch noch getourt sind. Und auch dies nicht zu knapp.
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Gomes21
Postings: 6140
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27.02.2021 - 21:25 Uhr
Hatte nur ne kurze Rush Phase die dann auch recht schnell wieder (komplett) abgekühlt ist.
Schöne Beschreibungen, vielleicht gibt das noch mal nen kleinen Kick |
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MrStrangiato
Postings: 291
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28.02.2021 - 08:14 Uhr
Bemerkung zu "Permanent waves":
Die Songs "Entre nous" und besonders "Different strings" sind zwei der geilsten "Deep cuts" der Band. Die werden viel zu selten erwähnt.
Persönlicher Fave der 70er: "Hemispheres":
Hör ich viel lieber als das überschätzte 2112 und ja: hier ist der beste Longtrack drauf. Dazu noch das beste Rock-Instrumental ever. Rush's komplexestes Album definitiv
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Der Wanderjunge Fridolin
Postings: 4924
Registriert seit 15.06.2013
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28.02.2021 - 10:17 Uhr
Kann dir fast überall zustimmen. Jetzt bin ich mal gespannt, wie du die 80er-Phase verarbeitest. |
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Der Wanderjunge Fridolin
Postings: 4924
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28.02.2021 - 10:24 Uhr
Moving Pictures bis inklusive Power Windows ist meine absolute Lieblingsphase der Band, aber das dürfte hier bereits bekannt sein, bin schon oft genug darauf herumgeritten :D
Die Wahl ist nicht gerade von Kreativität geprägt, zugegeben, aber SUBDIVISIONS ist einer meiner Top-5-Songs-meines-Lebens.
Bin sehr gespannt auf deine weiteren Einschätzungen. |
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Enrico Palazzo
Postings: 8946
Registriert seit 22.08.2019
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28.02.2021 - 11:57 Uhr
Mein Lieblingsalbum von Rush ist ja Sixteen Stone.
(und mit diesem unqualifizierten Kommentar verabschiede ich mich auch schon wieder aus diesem Thread :D..) |
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Watchful_Eye
User
Postings: 3287
Registriert seit 13.06.2013
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28.02.2021 - 17:08 Uhr
Für mich ist der Rush-Sound auch erst ab "Permanent Waves" in voller Blüte. Einzelne tolle Songs gab es vorher natürlich auch schon.
Dabei ist der Progressive Rock der 70er an sich sogar voll mein Ding. Nur finde ich, dass den andere Bands besser konnten. Vor allem Yes, mit denen man dessen Sound zu dieser Zeit imo recht gut vergleichen kann.
"Subdivisions" finde ich auch sehr, sehr geil. Ich hatte den zum ersten Mal Live gehört, als ich "Signals" noch gar nicht kannte. Das wollte ich danach dann aber unbedingt ändern. "Signals" wurde dann tatsächlich auch mein Lieblingsalbum der Band. |
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Analog Kid
Postings: 2155
Registriert seit 27.06.2013
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01.03.2021 - 12:12 Uhr
@hos
Absolute Zustimmung, "Anthem" und "By Tor.." sind zweifellos super! Der Rest des Albums solide, und die letzten beiden Nummern öde.
Kann mich daher selten durchringen, "Fly By Night" am Stück zu hören. Aber vielleicht waren 6.5 auch ein bisschen zu streng.
Das "Anthem"-Cover ist ja genial! Die Huldigung einer ganzen Generation von Musikern :) Neil Peart lächelt anerkennend von seiner Wolke... |
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Analog Kid
Postings: 2155
Registriert seit 27.06.2013
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01.03.2021 - 12:14 Uhr
Signals (1982) - 9/10
Ich muss ja gestehen, die 80er Rush waren immer meine Lieblingsphase der Band, zu den 70er-Alben hab ich erst relativ spät Zugang gefunden, hat mich Lee´s für ungeübte Ohren doch recht extreme Stimmlage dort anfangs erstmal eher abgeschreckt. Nachdem ich mir in den früghen 90ern aufgrund der immer wieder genannten Referenz in diversen Interviews und Albenrezensionen meiner Progmetal-Heroen u.a. das superbe Live-Album "A Show Of Hands" geholt habe, war ich sogleich verliebt in diesen ungemein eingängigen, energiegeladenen und instrumental trotzdem nicht anspruchslosen Sound. Die dazugehörigen Alben der auf diesem Live-Dokument vertretenen Songs mussten natürlich sofort her, und darunter auch "Signals". Die drei bringen es hier fertig, einen extrem Syntie-lastigen Sound rüber zu bringen, der trotzdem kein bisschen "verwässert", oder als Anbiederung an einen zeitgeistigen Massengeschmack zu verstehen ist. Mehr ein weiteres Acsessoir erfolgreich integriert, das musikalische Fundament immer noch so geil wie auf dem Vorgänger, aber jetzt keine Nummer mehr unter 5 Minuten, es wird immer noch so komplex gerockt wie eh und je, bei nochmals gesteigerter Eingängigkeit. Gleich der Opener "Subdivisions" ist ein weiterer unsterblicher Klassiker der Band, unverzichtbarer Bestandteil so ziemlich jeden Konzertes. Die "Nerd"-Hymne schlechthin, etablierte die Band endgültig als Posterboys für alle Trekkies, User & bebrillten Streber, die innerlich
schon immer wussten, dass sie eigentlich die Coolsten von allen sind. Perfekte Hintergrundmusik beim Zusammenkleben von Flugzeugmodellen oder "Space Invaders" spielen. Bemerkenswert wieder der Stolperrhythmus, der sich trotz der fetten Synthies durch den ganzen Song zieht. Oder "The Analog Kid", mit seinem wuseligen Instrumentalfundament in den Strophen und dem Breitwandsound im Refrain. Überhaupt machen Lifesons Gitarre mit mächtig Hall sowie die Keys in fast jedem Song jetzt regelrechte Weitwinkelpanoramen auf. Auch textlich wird dem technologischen Fortschritt Tribut gezollt, aus dem "Analog Kid" wird der "Digital Man" (he´s got a force field & a flexible plan!), und dann macht die "Chemistry" gar den "New World Man" draus. Bemerkenswert auch "The Weapon", eine ungemein eingängige Nummer in coolem, wippenden Rhythmus, und mit spacigen Synthies, Highlight. Super Album zum Einstieg in die Band neben Moving Pictures würd ich sagen. |
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Analog Kid
Postings: 2155
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01.03.2021 - 12:18 Uhr
Grace under Pressure (1984) - 9/10
Nahtlose Fortsetzung des Vorgängers, vielleicht NOCH einen Zacken eingängiger. Eigentlich wieder nur Hits, der Opener "Distant Early Warning" auch wieder so eine unwiderstehliche Hynme. Keinen Plan was die genaue Intention des Textes ist, aber ich find das irgendwie ein total beeindruckendes Panorama:
"An ill wind comes arising
Across the cities of the plain
There's no swimming in the heavy water
No singing in the acid rain
Red alert, red alert"
Krieg speziell bei diesem Album immer solche Science-Fiction-Vibes, das akustische Äquivalent eines Stanislaw Lem-Romanes oder so. Genauso "Red Sector A", noch so ein schmissiger Song mit leicht melancholischem Unterton (wie das ganze Album übrigens), auch hier ganz starke Lyrics mit grosser Bildwirkung. Was noch auffällt ist die Ähnlichkeit zum damaligen Sound von "The Police" in einigen Songs mit dieser Reggae-haften Offbeat-Gitarre, siehe "The Enemy Within". Dann der Lieblingssong von Commander Data - "The Body Electric" mit dem Refrain "1001001", sowas können echt nur die früh-80er Rush bringen, und dabei ein stimmiges Bild abgeben. Oder "Kid Gloves", wieder so eine Lektion in der Disziplin "Wie lasse ich einen rhythmisch eigentlich total vertrackten Song möglichst eingängig klingen?". Das leicht jazzige "Red" sowie der dramatische Abschlusskracher "Between The Wheels" ebenfalls zweifellose Highlights.
Ein weiteres makelloses Album. |
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Analog Kid
Postings: 2155
Registriert seit 27.06.2013
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01.03.2021 - 12:23 Uhr
Power Windows (1985) - 9.5/10
Die 80er sind halb rum, daher kein Wunder, dass ES auf diesem Album kulminiert. Mit ES meine ich die allgemeine 80er-haftigkeit in so ziemlich jeder Hinsicht. Die Songs dieses Albums formen eine Wolkenkratzer-Skyline in den Farben Neon-Chrom-Bombast, Geddy Lee´s Vokuhila-Frisur dürfte die wohl Vokuhila-hafteste sein, die man in diesem Jahrzehnt je sah, Bühnenoutfits anscheinend
ausschliesslich Schlabbersakkos und Schlabberhosen, selbst Neil Peart schreibt mit einem unglaublich dynamisch rüberkommenden Zöpfchen hinten dran Modegeschichte (nachzuschauen auf dem schönen
Videoclip zu "Big Money")
Die Produktion dieses Albums gerät dermassen überladen mit Synthiegedröhne, -chören & -geklimper bis in die hintersten Winkel, Lifesons Gitarrensounds hallen überlebensgross durch die Songs
und wisst ihr was? Es funktioniert. Für mich DIE typische, geile 80er-Produktion mit allen Klischees dieser Ära auf 11. Wer gegen sowas ne Aversion hat, macht einen grossen Bogen um dieses Album, alle anderen lassen sich von dieser grellen Bombastrock-Höhensonne bestrahlen. Denn die Songs sind ebenfalls ausschliesslich Hits. "Big Money", "Grand Designs", "The Manhattan Project" - Patrick Bateman hat das Album in seinem Walkman auf Dauerrotation.
Und trotzdem sind es wieder die vielen kleinen wuseligen Spielereien an allen Ecken und Enden, die verraten, dass hier nach wie vor die Könner am Werk sind. Eine Freude, allein schon wieder Mr. Peart auf den ganzen Songs zu folgen, sowie Lifesons präzisem und songdienlichem Spiel, und natürlich Lee´s immer gut hörbarem und prominentem
Bass. Ein Lieblingssong auf diesem Album übrigens "Emotion Detector", ein geiler Hit, wenn es sowas wie eine "Progrockdisko" geben sollte, müsste das dort der Tanzflächenfeger schlechthin sein. |
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Analog Kid
Postings: 2155
Registriert seit 27.06.2013
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01.03.2021 - 12:25 Uhr
Sorry für die blöden Absätze, hab das vorher auf dem Texteditor geschrieben :) |
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Analog Kid
Postings: 2155
Registriert seit 27.06.2013
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01.03.2021 - 12:54 Uhr
Hold Your Fire (1987) - 8.5/10
Auf dem Plateau, dass Rush mit "Power Windows" erreicht haben, verweilte man dann mit diesem Album, hier allerdings zum ersten Mal mit einer für meinen Geschmack gaanz leichten Verwässerung Richtung Mainstream, stilistisch kann man hier bei den meisten Nummern eigentlich schon von hauptsächlich eher bombastischem (Art-)Pop/Rock reden, allerdings ausserordentlich gut gemachtem (beim Vorgänger aber eigentlich auch schon).
Ist aber trotzdem ein weiteres Klasse-Album find ich.
"Time Stand Still" ist ein weiterer schöner Hit für von mir noch zu entdeckende Progrockdisko, dann gibt es neben ein paar musikalischen Protonen-Torpedos wie "Force Ten" - (bei dem Text: "We can move with savage grace to the rhythms of the night,
cool and remote like dancing girls
In the heat of the beat and the lights" wachsen einem die Leopardenmuster-Leggins von ganz allein), "Prime Mover" oder "Turn The Page" (geil abgehende Nummer wieder mit diesem coolen SciFi-Feeling) gibts viele eher getragene Nummern mit Streichern, wobei ich "Mission" z.B. als Highlight sehe.
Die beiden abschliessenden Nummern dann weltmusikalisch inspiriert von Pearts Weltumrundung auf dem Motorrad (oder so ähnlich), wirken je nach Laune manchmal ein klein bissel schnarchig auf mich, aber speziell "Tai Shan" mit seinem Fernost-Touch ist eigentlich eine recht schöne Nummer. |
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hos
Postings: 1948
Registriert seit 12.08.2018
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01.03.2021 - 20:05 Uhr
"hat mich Lee´s für ungeübte Ohren doch recht extreme Stimmlage dort anfangs erstmal eher abgeschreckt."
Das dürfte wohl vielen so gehen, scheint mir auch der hauptgrund für die meisten zu sein, sich nach Erstkontakt dann eher nicht mit Rush beschäftigen zu wollen. "Interessante Musik, aber der Gesang..."
Witzig in dem Zusammenhang eventuell mein Erstkontakt mit der Band. Ich hatte ihren Song "Kid Gloves" auf Tape, als Teil einer aufgezeichneten Radioshow (Scream) von Volkmar Kramarz. Der Track übte von Beginn eine grosse Faszination auf mich aus, insbesondere der Gesang. Allerding hab ich diesen erstmal einer Frau zugeordnet.
Trotzdem bin ich damals noch nicht zum Fan geworden. Das passierte erst später. Mein erstes Album von Rush war zb. "Hold your Fire". Auch eher, weil eine Frau eine Rolle spielt - meine damalige Freundin liebte den Song "Time Stands Still" und darauf hab ich uns dann die LP gekauft. Musik war insgesamt aber so gut, daß wir uns Tickets für die Tour (Vorprogramm Primus) besorgten. Die 3 Stunden Rush Live waren es dann, die mich anfixten. Danach nach und nach alle alten Releases besorgt und kein neues Album wurde mehr verpasst.
In der Retrospektive die beste und sympatischste Band der Welt.
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hos
Postings: 1948
Registriert seit 12.08.2018
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01.03.2021 - 20:43 Uhr
"Radioshow (Scream) von Volkmar Kramarz."
Ist wohl falsch. Es war wohl doch eher eine Show entweder vom BFBS (Toni Jasper, Mal Sandock oder Jon Benett) oder vom BBC (Tommy Vance), die den Weg auf mein Tape in meinen Walkman und dann in mein Ohr fand.
80er. Da bot das Radioprogramm noch reichhaltig e und abwechslungsreiche Kost. Nicht dieses Herumgewiesel um den immergleichen musikalischen Trog voller aalglatten, schleimigen Konsensgeschmack für Menschen, die für echte Musik keine Zeit mehr haben.
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Analog Kid
Postings: 2155
Registriert seit 27.06.2013
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02.03.2021 - 10:04 Uhr
"weil eine Frau eine Rolle spielt"
Haha, you lucky bastard. Das Parallel-Universum, in dem beim Thema Rush bei mir Frauen ne Rolle spielen, muss noch gefunden werden. |
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Mr Oh so
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09.03.2021 - 19:34 Uhr
"Das Parallel-Universum, in dem beim Thema Rush bei mir Frauen ne Rolle spielen, muss noch gefunden werden."
Haha, wohl wahr.
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Sroffus
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10.03.2021 - 14:52 Uhr
Meinen bisherigen Frauen waren Rush immer zu unausgereift und nicht kryptisch genug.
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Bonzo
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11.03.2021 - 09:27 Uhr
Die relativ vielen und zumeist superhübschen Frauen auf dem Rio-Konzert halte ich bis heute für einen der größten Fakes ever. :D |
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Analog Kid
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12.03.2021 - 00:17 Uhr
Es muss weitergehen:
Presto (1989) - 8.5/10
Die 80er neigen sich dem Ende zu, und das "kanadische Power-Trio", die "Saft-und-Kraft-Rocker" (Bez. aus diversen Rock&Pop-Lexika) hatten es sich längst im Olymp der Rockgötter bequem gemacht, hatten es im zumindest englischsprachigem Raum dank unermüdlicher Tourerei (und womöglich auch in Südamerika & Fernost, k.A.) auch zu breiter Bekanntheit und Beliebtheit gebracht, in D ja irgendwie in dieser Breite nie so richtig, womöglich in Ermangelung dieser EINEN Smashhit-Single für den Dudelfunk.
Das änderte sich auch mit dem 13. Album nicht, obwohl einige Nummern auf diesem Album das Zeug dazu gehabt hätten.
Soundmässig geht's insgesamt etwas reduzierter zu als auf den beiden Vorgängern, hauptsächlich dem aus heutiger Sicht etwas dünnen Sound geschuldet, für den sich ein gewisser "Rupert Hine" verantwortlich zeichnet. Synthies gibt's immer noch, aber mehr im Hintergrund, vordergründig wieder mehr schöne vielseitige Saitenklänge von Mr. Lifeson, ein klein wenig rockiger alles, aber mit so einer lässigen, relaxten Note.
Ich persönlich mag dieses Album sehr, sogar ein bisschen mehr als den Vorgänger eigentlich. Sehr angenehm zu hören, im Grunde alles Hits, Otto Normalhörer wird nicht überfordert, sondern mit catchy Refrains in den Ohren geschmeichelt, aber wer mag, kann sich wieder an diversen Spielereien erfreuen, Lee's wuseliger Bass, Peart's zwirblige und doch straighte Drums, alles am Start. Erwähnenswert der moderat vertrackte Opener "Show Don't Tell", "Chain Lightning", das supereingängige "The Pass", oder der finale Kracher "Available Light", ach was, alle geil.
Zum Refrain von "Superconductor" (dt.: Superschaffner) in DB-Uniform ordentlich abgrooven, sollte die superhübschen Frauen eigentlich scharenweise anlocken.
Ok, nee ich erfahre gerade, dass "Superconductor" Supraleiter heisst. Also dann eben die superhübschen Physikerfrauen. Im weissen Kittel oder so. |
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Analog Kid
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12.03.2021 - 01:03 Uhr
Roll The Bones (1991) - 7/10
Das zweite Album unter der Produktionsägide von Rupert Hine, wieder mit diesem charakteristischen, dünnen Sound. Ist wohl Geschmackssache, Fakt ist dass die Band hier so mainstreamig tönt wie nie zuvor. Das funktioniert bei einigen Songs gut (der coole Opener "Dreamline" z.B. oder der Titeltrack mit dem neckischen Rap-Part), ansonsten gibt's hier zum ersten Mal seit Ewigkeiten sowas wie "Mittelmass", natürlich alles andere als schlecht, aber Nummern wie "Bravados" (U2 lassen so ein bisschen grüssen) oder "Ghost Of A Chance" lassen ein wenig die gewohnte Spritzigkeit vermissen, man richtet sich hier in einer Art melancholisch angehauchten Mainstreampoprock häuslich ein, natürlich kompetent dargeboten und exekutiert von den Könnern, deren Fähigkeiten ab und zu aufblitzen. Hauptsächlich z.B. im hübschen Instrumental "Where's my Thing" dem ersten seit "XYZ" von der Moving Pictures.
Es ist keine schlechte Platte, hab die mal ganz gerne gehört, dürfte aber neben der "Test For Echo" aber insgesamt die am seltensten von mir eingelegte Rush-Scheibe sein.
Es lässt sich zu diesen Songs immerhin
photogen im edlen Zwirn mit dem Glas Weinbrand in der Hand nachdenklich am Panoramafenster der Maisonettwohnung im Wolkenkratzer auf die nächtliche Großstadt schauen, und darüber nachdenken, dass man es zu "etwas GE-BRACHT hat" - The Way The Big Wheel Spins. Frauen stehen bestimmt total auf sowas. |
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Analog Kid
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12.03.2021 - 01:10 Uhr
Addendum:
Peart's Texte in allen Ehren, aber "Heresy" als Kommentar zum Fall des Eisernen Vorhangs fand ich irgendwie immer schon ziemlich, wie man so sagt, "cringe".
Sozusagen das "Wind Of Change" für Prof.Dr. Liesschen Müller (frei nach Max Goldt) |
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Hogi
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12.03.2021 - 07:14 Uhr
Bravado hat mich damals zu Rush gebracht...:-). Toller Song. |
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Analog Kid
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15.03.2021 - 14:24 Uhr
Counterparts (1993) - 8/10
Dieses Album sehe ich so bisschen durch ne persönliche Nostalgiebrille, da es das mein erstes gekauftes Studioalbum von Rush nach der "Show of Hands" war, und ich die damals (Mitte/Ende der 90er) rauf und runter gehört hab.
Nach dem sehr glattgebügelten "Roll The Bones" hatten Rush vermutlich Bock auf etwas mehr Dampf im Kessel und verpflichteten mit Peter Collins jemanden, der soundmässig der Band wieder etwas mehr Fleisch auf die Rippen zauberte. Gleich der geile Opener "Animate" legt mit einem bolzenden Drumgroove los als wenn's kein Morgen gibt. Der Song geht gut ab, so straight rockend hat man die Band lange nicht erlebt (diese coolen Synthies am Ende!). Die nächsten beiden Nummern klingen ebenfalls nach Frischzellenkur, bei "Stick It Out" wollten zeitgenössische Musikjournalisten seinerzeit gar "Grunge"- oder "Alternative"-Einflüsse wahrgenommen haben, kann man vermutlich so sehen. "Nobodies Hero" packt dann die Pathoskelle aus - schöner Song mit geschmackvollen Streichern und wieder diesem U2-Touch beim Gitarrensound.
Der Rest des Albums dann teilweise wieder mehr "Business as usual", weiss durch die knackigere Produktion aber besser zu gefallen als beim Vorgänger. Was auffällt, welche geilen Sounds Lifeson hier gitarrentechnisch zaubert, ohne viel Rumgewichse, mehr so Riffs, Leads und Sounds ("Alien Shore" z.b.) in allen Formen und Farben, so dass der weitgehende Verzicht auf Synthies gar nicht besonders auffällt, der Effekt ist irgendwie ähnlich.
Schönes Album, vielleicht wirklich auch ein guter Einstieg in die Band. |
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Analog Kid
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17.04.2021 - 15:08 Uhr
Test For Echo (1996) - 7/10
Ok, die lange Pause hätte ich ja eigentlich nach diesem Album machen müssen :)
Drei Jahre nach "Counterparts" rauschte dieses Album seinerzeit ohne gross anzuecken durch die Reviews der damaligen Rock/Metal-Journaille, in welcher man der Band wieder recht reflexhaft die üblichen Götterattribute attestierte und mit Kritik eher sparsam umging. "Solide", "müssen nichts mehr beweisen", etc.
Für mich ist "Test For Echo" das (zusammen mit den ganz frühen Sachen vielleicht) am seltensten gehörte Rush-Album. Warum eigentlich? Keine Ahnung. Beim Durchlauf gerade (dem ersten mal wieder seit ner Ewigkeit) als durchgehend angenehm empfunden, die noch auf dem Vorgänger vorhandenen "nods" Richtung 80er sind einem eher rustikalen, diesmal schon sehr deutlich an damaligen "Alternative"-Trends orientierten Stil gewichen. Es wird teils sehr herzhaft gerockt, Lifeson schrubbt ordentlich rum und Lee singt so engagiert und emotional wie nie.
Keys seeehr sparsam im Hintergrund.
Es stimmt ja einfach, es klingt halt wieder sehr nach "auf den Lorbeeren ausruhen", routiniert und lässig exekutiert, ohne grossen Ausfall oder dergleichen.
Highlights: der tolle Opener und Titelsong, das mystische "Time and Motion", "Totem" oder das schnörkellos runtergerockte "Dog Years".
Lowlight für mich nur der Text vom ansonsten guten "Virtuality", eine Rush-Hymne auf das Internet anno 96':
"Net boy, net girl, put your message in a modem and throw it in the cyber sea" - argh :)
Und jetzt grosse Pause... |
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hos
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17.04.2021 - 16:27 Uhr
nimm fürs nächste auf jeden fall die remasterte version. machte das album locker 2 punkte besser. |