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Soap&Skin - Torso

User Beitrag

doept

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Registriert seit 09.12.2018

04.07.2026 - 23:45 Uhr
Zum Glück habe ich damals im "letztes Konzert"-thread keine Wertung für das Konzert in Heidelberg im vergangenen Herbst abgegeben (10/10 wäre damals angemessen gewesen), denn sonst wüsste ich nicht wie ich den Abend in der Wiener Staatsoper einordnen sollte. Wow, das war Wahnsinn.
Zum gibt's die Wiederholung gleich morgen Abend aus anderer Perspektive.

AndreasM

Plattentests.de-Mitarbeiter

Postings: 815

Registriert seit 15.05.2013

05.07.2026 - 10:55 Uhr
Gibt auch zumindest schon einen neuen Termin für den Herbst:
04.10. Schauspiel Leipzig

Tickets sind gesichert!

Die Österreicherin Anja Plaschg, bekannt als SOAP&SKIN, zählt zu den markantesten Stimmen der europäischen Gegenwartsmusik.
Als Musikerin, Komponistin und Produzentin steht sie für ein Werk von außergewöhnlicher Eigenständigkeit, Intensität und künstlerischer Konsequenz.
Mit den Alben Lovetune for Vacuum (2009), Narrow (2012), From Gas to Solid / You Are My Friend (2018) sowie zuletzt TORSO (2024)
hat sie einen unverwechselbaren Kosmos zwischen Pop, Kammermusik und Avantgarde geschaffen, der sich jeder eindeutigen Genrezuordnung entzieht.
Neben ihrer musikalischen Arbeit ist sie auch als Schauspielerin sowie als Komponistin für Film und Theater tätig.

2026 feiert SOAP&SKIN ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum.
Aus diesem Anlass kehrt sie erstmals seit 14 Jahren mit einer Reihe ausgewählter, intimer Duo-Konzerte auf die Bühne zurück –
gemeinsam mit ihrer Schwester, der bildenden Künstlerin Evelyn Plaschg, die bereits in den frühen Jahren von SOAP&SKIN visuelle Wegbegleiterin und als Backing-Vokalistin Teil ihrer Live-Performances war.

https://20yearsofsoapandskin.blogspot.com/p/blog-page.html

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

05.07.2026 - 12:47 Uhr
Oh wie schön. Da hab ich sie 2012 gesehen. Es war wundervoll. Ich hatte vor allem zwei Tickets für die Wiener Staatsoper, aber leider konnten wir nicht dahin reisen. Toller Trost.

doept

Postings: 961

Registriert seit 09.12.2018

07.07.2026 - 22:34 Uhr
Noch als Nachtrag und nach Rückkehr aus Wien ein etwas ausführlicherer Beitrag:

Soap & Skin in der Wiener Staatsoper, 4.7/5.7

Wertung: Keine, denn das wäre gegenüber meinen vergangenen und zukünftigen Konzerten einfach unfair (ja, es war natürlich eine 11/10)

Diese Kombination von einer Lieblingskünstlerin und diesem Spielort kam unerwartet, und dieses Ereignis - wer weiß ob man sowas noch mal zu sehen bekommt - durfte ich nicht verpassen.
Zum Kontext: In der Wiener Oper sind nur Eigenproduktionen von September-Juni zu sehen, aber es gibt ein ca. 14-tägiges Fenster Anfang Juli in dem auch andere Künstler die Oper bespielen dürfen.

Die Konzerte bildeten den Abschluss der Torso-Tour, und die Setlist war auch nur geringfügig verändert zur Tour im letzten Herbst/Winter.
Ebenfalls unverändert war zum Glück die Band, d.h. Anja Plaschg am Klavier plus 6 MusikerInnen an Streich- und Blechblasinstrumenten - man hat ja schon oft genug gesehen dass Bands in einem solchen Umfeld dann noch Musiker ergänzen oder experimentieren, das war hier nicht der Fall insofern hatte man eine top eingespielte Gruppe.

Neben der unglaublichen Atmosphäre (beide Abende lange ausverkauft, und ein zum Teil ziemlich euphorisches Publikum am Start) war dann vor allem der Sound einfach Wahnsinn.
Die Oper ist akustisch genau für diese Instrumentierung gemacht, ich habe noch nie so einen guten Sound gehört: Absolut klar, jedes Instrument gut zu vernehmen, und dass trotz in manchen Teilen und gerade im letzten Drittel des Konzertes ziemlich ordentlicher Lautstärke. Lediglich bei Samples (z.B. Meltdown oder dem Ende von Vater) hat man gemerkt dass diese harten Sounds nicht 100% in die Oper passen, aber das war trotzdem immer noch ein hervorragendes Klangerlebnis.
Dazu eine richtig gut durchdachte Lichtshow, meist minimalistisch aber auch Strobo-Effekte wurden eingesetzt. Ob's das bei Mozart-Opern auch gibt? Sehr cool war "The sun", als lediglich ein gelber Scheinwerfer hinter Anja stand und dadurch ihr Schatten auf der 25m (!) hohen hinteren Logenwand beim Spielen zu sehen war.

Die Interaktion von Anja mit dem Publikum war - erwartbar - gering, wobei sie wieder kurz vor Ende einen riesige Menge Blumen im Publikum verteilte, schöne Aktion.
Zum Abschluss dann das an diesem Ort unglaubliche (verkürzte Version) von "Boat turns towards the port", wow.
Und am Ende meinte man schon zu sehen dass die Band ziemlich ergriffen war von der Reaktion des Publikums auf den Auftritt, vollkommen zurecht natürlich.

Habe selten so kurzweilige 2 Stunden auf Konzerten verlebt, und das meist mit einem Grinsen im Gesicht weil's einfach von Anfang bis Ende perfekt war.
Bin aber auch gespannt was jetzt von Soap&Skin als nächstes kommt, denke mal so ein Karrierehighlight muss man auch erstmal verarbeiten.

Insofern wenn mal ein Künstler den ihr mögt in der Oper Wien spielt: Hingehen! Es dürfte sich sehr lohnen!
Zu den Plätzen: Waren Samstag in einer der Logen (1. Rang, recht weit vorne), das war schon cool und die Sicht ist perfekt, allerdings stelle ich mir das in der Tat eher bei Opern als vorteilhaft vor um das Geschehen zu überblicken. Sonntag waren wir auf dem Parkett (Reihe 5), das war deutlich besser da die Licht- und Soundeffekte halt doch eher auf Frontalbeschallung ausgerichtet sind.

Dazu noch ein paar Tage Wien aussenrum, besser kann man so ein verlängertes Wochenende wohl kaum gestalten.

Setlist: https://www.setlist.fm/setlist/soapandskin/2026/wiener-staatsoper-vienna-austria-1b72c9d0.html

The MACHINA of God

User und Moderator

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07.07.2026 - 22:40 Uhr
Ein Stich ins Herz und trotzdem schön zu lesen.

doept

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07.07.2026 - 22:57 Uhr
@MACHINA:
Ja, das tut mir echt leid für dich das es nicht geklappt hat.
Die leise Hoffnung die ich bei Soap&Skin habe und einer potenziellen Wiederholung:
Sie wohnt aktuell in Wien, d.h. logistisch ist es nicht wirklich schwierig so was noch mal zu veranstalten.

Von dem Konzert in Leipzig habe ich auf dem Rückweg in der U-Bahn gehört (Konzertbesucher waren leicht an den Postern zu erkennen ;-)), bin auch am Überlegen wobei ich mir noch nicht so recht vorstellen kann was das für ein Auftritt wird.
Dazu gibt's noch EXIT VOID (habe ich von der gleichen Konzertbesucherin aus der U-Bahn am nächsten Abend gehört da sie dann eine Reihe vor uns in der Oper sass...), es bleibt also spannend

The MACHINA of God

User und Moderator

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08.07.2026 - 12:12 Uhr
Die leise Hoffnung die ich bei Soap&Skin habe und einer potenziellen Wiederholung:
Sie wohnt aktuell in Wien, d.h. logistisch ist es nicht wirklich schwierig so was noch mal zu veranstalten.


Ich dachte, sie hat immer in Wien gewohnt? Und leider wir es für uns logistischer auch nicht leichter nach Wien zu kommen, ohne 8 Stunden Anreises nicht zu machen. Deshalb werde ich in Leipzig gehen, da laufe ich 20 Minuten hin. :D Und das Schauspiel ist sicherlich keine Staatsoper Wien, aber auch schön.

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