Listen


Banner, 120 x 600, mit Claim

Türkei: Verhandlungen zum EU-Beitritt

User Beitrag
Selissa
06.10.2004 - 18:55 Uhr
Die EU Kommission hat Beitrittsverhandlungen mit der Türkei empfohlen...was denkt ihr darüber? Hat das positive oder negative Auswirkungen?
simon
06.10.2004 - 19:20 Uhr
die frage ist doch ob die türkei wirklich Teil von europa ist! historisch, kulturell und politisch.
Dani
06.10.2004 - 19:21 Uhr

ICH BIN DAFÜR!
Selissa
06.10.2004 - 19:21 Uhr
@Antics...

[quote]nahezu integriert ist die Türkei ja quasi eh schon[/quote]

das glaube ich nicht. Es herrscht noch keine Religionsfreiheit in der Türkei, Christen dürfen keine Kirchen errichten z.B. Und von der immernoch herrschenden Folter gar keine Rede...

Ich sehe ein weiteres Problem mit den angrenzenden Staaten...ich mein, dann könnte der Iraq ja auch bald Mitglied werden. Tut mir leid, aber ich hab noch sehr, sehr viele Bedenken.
Antics
06.10.2004 - 19:36 Uhr
@Selissa:

Klar, ich sage ja, dass es in der Türkei selbst wohl noch einen großen Nachholbedarf gibt, was Religion- und Freheitspolitik anbelangt. Dennoch denke ich, dass sich aber der Großteil der türkischen Bevölkerung mit dem teils fanatischen, teils veralteten System kaum mehr identifizieren wird und kann. Da kommt der Eu-Beitritt doch gerade recht. Wichtig wäre eben nur die politische Entwicklung in der Türkei seitens der EU-Mitglieder ein wenig "voranzutreiben". Das käme dem Land und auch der restlichen EU sicherlich zu gute.

@simon: diesbezüglich würde ich sagen: ja!
macca
06.10.2004 - 19:42 Uhr
so schlimm es ist, parolen wie "die türken sollen ma draußen bleiben" von sich zu geben, so schlimm ist es ebenfalls alle vernünftig vorangebrachten bedenken mit der rassismus-keule zu erschlagen - so einfach läuft das auch nicht ;)
ruud
06.10.2004 - 19:59 Uhr
nein,die türkei gehört nicht zu europa.weder geographisch noch kulturell.
simon
06.10.2004 - 20:01 Uhr
@antics
wenn es so ist, gehört sie natürlich auch in die eu, wenn nicht definitiv nicht. ich kann es nicht beurteilen.
exciter
06.10.2004 - 20:11 Uhr
Hmm..also hier geht es doch eher um den Beitritt aus wirtschaftlicher Hinsicht.

Deutschland ist ja auch Mitglied,deshalb hat ja nicht gleich jedes EU-Mitglied Lederhosen als Uniform und Weißwürschtl auf dem Speiseplan.

Zumindest Istanbul gehört schon zu eurasichen Platte,wie diese Stadt überhaupt schon ziemlich westlich eingestellt ist.

Ist doch eigentlich ganz gut,wenn ehemalige Feinde (ja.o.k,ist schon länger her) jetzt Verbündete sind,also dem Demokratisierungsprozess schadet das nicht.
Mother Goose
06.10.2004 - 20:16 Uhr
Mir egal. Die türkische Bevölkerung wirds langfristig eh bereuen, auch wenn eventuelle (!) politische Reformen ihr erstmal nützen würden. Die EU ist ein politisches, militärisches und (damit) wirtschaftliches Zweckbündnis, also würde die Beitrittsdiskussion gar nicht geführt werden, wenn die Türkei strategisch nicht wichtig wäre für die EU (aus Sicht derer, die den Ton angeben). Und eine einheitliche europäische Volkswirtschaft, die von der Türkei "runtergezogen" werden könnte , gibts nicht. Natürlich lässt sich in jedem EU-Staat der Beitritt populistisch ausnützen, es geht aber nur um das "Wann".
Also: mir wurscht, ich bin sowieso gegen die EU.
Armin
06.10.2004 - 20:20 Uhr
Eine seriöse Diskussion, bitte. Wer sich volksverhetzend äußert, wird gesperrt und darf seine Postings gleich mitnehmen.

Zum Thema: In vielerlei Hinsicht hinkt die Türkei wohl den meisten anderen EU-Nationen weit hinterher, das weiß jeder, der mal dort war und die Urlaubszentren verlassen hat. Aber der Beitritt könnte trotzdem beiden Seiten eine Chance bieten. Auch sicherheitspolitisch.

Ich fühl mich sehr unwohl dabei, zu einem Thema Position zu beziehen, an dem sich unzählige Experten über Monate die Zähne ausbeißen werden. Aber macht Ihr ruhig. Vielleicht liest ja jemand mit. :-)
Stefan
06.10.2004 - 20:27 Uhr
ach mensch, alle meine Einträge weg :)
simon
06.10.2004 - 20:37 Uhr
@exciter
dann kann doch praktisch die gesamte welt eu-mitglied werden...
bee
06.10.2004 - 20:48 Uhr
@exciter
"Zumindest Istanbul gehört schon zu eurasichen Platte"
ähm - und der Rest nich ?
*
@ruud
"nein,die türkei gehört nicht zu europa.weder geographisch noch kulturell."
wieso sind sie dann Mitglied der UEFA ?
hast du auch irgendwelche Argumente ?
*
Norman Bates
06.10.2004 - 20:58 Uhr
Prinzipiell bin ich ja dafür. Was mir aber ein bisschen Angst macht, ist, dass die Türkei in ein paar Jahren mehr Einwohner haben wird als Deutschland und damit Anspruch auf mehr Sitze im Europaparlament hätte als jeder andere Mitgliedsstaat.
simon
06.10.2004 - 20:59 Uhr
der punkt hat mich heute im spiegel auch stutzig gemacht.
nur: entweder ganz oder gar nicht, oder? wir können die türkei ja schlecht aufnehmen und dann aber sagen nur ein paar sitze, weil, ja warum?
Mother Goose
06.10.2004 - 21:30 Uhr
@Bates
Aber nicht mehr Sitze als die "Doppelspitze" Frankreich-Deutschland. Und wenn, was würden türkische Politiker groß anders machen und welche Kompetenzen hat denn bitteschön das Europaparlament?

Fear of a Kebap Planet?
Trigga
06.10.2004 - 21:32 Uhr
Die Türkei hat nur einen kleinen Zipfel in Europa liegen, der wesentliche Teil liegt in Asien. Man kann dann auch jedes Land der Welt in die EU aufnehmen, obgleich es in Europa liegt oder nicht. Das ist Blödsinn! Türkei ist nicht in Europa, folglich kein Beitritt in die EU.
Zok
06.10.2004 - 23:02 Uhr
Der Beitritt der Türkei wird ja nicht erst seit gestern diskutiert. Seit zig Jahren verspricht man der Türkei, dass sie in Europa integriert wird. In der NATO sind sie schon, die sicherheitspolitischen Grenzen Europas umfasst die Türkei also schon. Der EU-Beitritt der Türkei wäre außerdem ein historisches Ereignis, da er zeigt, dass ein islamisches Land auch an westliche Werte gebunden werden kann. Das ist gerade bei der derzeitigen politischen Lage ein äußerst sinnvolles Zeichen des "Miteinanders".
Und die Türkei tritt ja nicht morgen bei, sondern erst in 10-15 Jahren. Und das auch nur, wenn sie alle politischen, wirtschaftlichen und rechtsstaatlichen Bedingungen erfüllen. Sonst kann die EU den Beitritt einfach blockieren. Sie haben unbestritten noch viel zu tun, aber man sollte es der Türkei auch mal zutrauen, diese Probleme in den Griff zu bekommen.
...
06.10.2004 - 23:11 Uhr
also um hier eins vollkommen wertfrei mal klarzustellen: ein teil - und wirtschaftlich vermutlich der wichtigste - gehört sehr wohl geographisch gesehen zu europa. da kann ruud auf und nieder hüpfen, wegen ihm werden die kontinente nicht neu sortiert!

zum thema selber: ich bin gespalten. ich sehe große chancen aber auch risiken, die nicht einfach so wegzuwischen sind.
Patte
06.10.2004 - 23:17 Uhr
Momentan ist die Türkei natürlich noch sehr weit davon entfernt, zu Europa gehören zu dürfen. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass es in den kommenden Jahrzehnten zu deutlichen Fortschritten kommen kann, hinsichtlich der Menschenrechte etc.
Deshalb bin ich ausdrücklich für die Aufnahme der Türkei!

Am meisten kotzen mich in dieser Debatte die Leute an, die "Die Türkei wird sich NIE zum Guten hin wandeln!" schreien.

Was die CDU jetzt macht ist ganz mies. Erst der Türkei jahrelang versprechen, dass man selbige für einen Beitritt unterstützen wird und dann auf einmal ihr die Tür halb vor der Nase zuschlagen wollen. Alles widerliche Wahltaktik für die ganzen Konservativen, oder?
Patte
06.10.2004 - 23:22 Uhr
"Ich bin aber der festen Überzeugung, dass es in den kommenden Jahrzehnten zu deutlichen Fortschritten kommen kann, hinsichtlich der Menschenrechte etc.
Deshalb bin ich ausdrücklich für die Aufnahme der Türkei!


Dazu muss ich natürlich noch sagen, dass ich den Aufnahmeprozess insgesamt für entwicklungsfördernd halte.
ruud
07.10.2004 - 09:58 Uhr
@bee

Frag das die Bosse der UEFA und nicht mich.
Raventhirdseb
07.10.2004 - 11:32 Uhr
Ich bin aber der festen Überzeugung, dass es in den kommenden Jahrzehnten zu deutlichen Fortschritten kommen kann, hinsichtlich der Menschenrechte etc.
Deshalb bin ich ausdrücklich für die Aufnahme der Türkei!


Daß sie irgenwann mal aufgenommen wird, daran besteht doch wohl kein Zweifel. Die aktuelle Frage zielt doch dann eher auf das "wann", oder ? Im Moment würde ich sagen: Nein. Aus den genannten Gründen. In ein paar Jahren: Mal sehen.
fundamentallyLoahtsome
07.10.2004 - 11:42 Uhr
-Es ist richtig ein Land in seinem Bestreben nach Demokratie (incl. Menschenrechte, Gleichberechtigung etc.) zu unterstützen.
-Das hat nichts mit einem EU-Beitritt zu tun
-Die Türkei gehört zu überwiegend zu Asien und nicht zu Europa
-Ich halte die Türkei im Gegensatz zu Europa für stark islamistisch geprägt.
-Ich kenne keinen solchen Staat, in dem die oben genannten Prinzipien gelten bzw. die Lebensweise mit Europa übereinstimmt
-Ich bin gegen einen Beitritt der Türkei in die EU, weil dann auch Staaten wie die Ukraine und Marokko Ansprüche haben und die EU letztendlich für nichts mehr steht.
-Die EU ist für mich alles andere als eine rein wirtschaftliche Vereinigung
...
07.10.2004 - 11:46 Uhr
wieso sollte marokko ansprüche haben? hab ich was verpaßt?
Restposten
07.10.2004 - 12:06 Uhr
Zu den geographischen Gegebenheiten:
Den EU-Beitritt der Türkei wegen der Tatsache abzulehen, sie befände sich geographisch nicht in Europa ist ziemlich blödsinnig. Die Grenzen von Europa sind zumindest im Osten ziemlich willkürlich gewählt. Asien und Europa sind ein Kontinent.
Und kulturell gesehen war zumindest der Westteil der Türkei immer schon Teil von Europa.
Selissa
07.10.2004 - 14:40 Uhr
also ich habe vor allem kulturelle Bedenken. Hierzu passt vielleicht das hier:

" Manche Berufe seien Christen erwehrt. »Es gibt keine christlichen Offiziere Uni-Professoren, Abgeordnete.« Noch gibt es etwa 100 000 Christen mit türkischem Pass. Ein verschwindend geringer Teil gegenüber dem Beginn des 20. Jahrhunderts. Damals war jeder fünfte Bewohner auf dem Gebiet der heutigen Türkei Christ, in Istanbul fast jeder zweite. Unter anderem sorgte der mehr oder weniger erzwungene Exodus der Griechen dafür, dass Christen heute eine verschwindende Minderheit in der Türkei ist. »Für die Kirchen in der Türkei müssten dieselben Rechte selbstverständlich sein, wie sie - vom Bau von Moscheen bis zur Entsendung von Imamen - für Muslime in Deutschland gelten«, fordert Duncker. 1971 schloss der türkische Staat die privaten Hochschulen - das Aus für das Theologiestudium der Orthodoxie in der Türkei. Das Verbot privater Hochschulen wurde inzwischen der aufgehoben. Hunderte Schulen bilden Imame aus. Die Theologische Hochschule der Griechisch-Orthodoxen Kirche bleibt trotz internationaler Proteste geschlossen."

Nach wie vor möchte die Türkei Mitglied der Europäischen Union werden. Der aktuelle Umgang mit den christlichen Religionen entspricht nicht den westlichen Vorstellungen von Toleranz. Es sei dahingestellt, wie sich die aktuelle Gesetzeslage und Praxis in der Türkei bezüglich des Umgangs mit Christen mit den europäischen Rahmenrichtlinien und Gesetzen vereinbaren läßt.

Bisher sind die Vertreter der Hanauer Moscheen, die immer wieder die Toleranz des Islam betonen, nicht dadurch aufgefallen, daß sie die gleichen Rahmenbedingungen für Christen in der Türkei befürworten, wie sie die Mulsime in Deutschland genießen."

http://www.wir-sind-kirche.de/fulda-hanau/Islam_Toleranz_Tuerkei.htm
**************************

und ich verstehe auch Peter Scholl Latour wenn er sagt, dass der Islam nur dann tolerant ist wenn er in der Minderheit ist...

ich hoffe einfach mal, dass in diesen 10-15 Jahren sich noch viel ändern wird in der Türkei.

fundamentallyLoathsome
07.10.2004 - 15:11 Uhr
@Restposten
Du kannst aber nicht mit dem westlichen Teil der Türkei argumentieren, weil die Türkei auch nicht nur mit dem westlichen Teil zur EU gehören kann.
Mother Goose
07.10.2004 - 15:53 Uhr
Habts ja recht. Vielleicht ist die EU in "10-15" (eher weniger) so undemokratisch, antiliberal, bürger- und menschenrechtsfeindlich, dass die heutige Türkei gut zu ihr passt. Wenn es die EU dann noch gibt und sie nicht wegen interner Interessenkonflikte aufgelöst oder auf "Kerneuropa" reduziert wird.

@Selissa
Übrigens bedeutet das Kopftuchurteil des BVG (so sehr ich es auch prinzipiell unterstütze) für viele islamische Lehrerinnen ein praktisches Berufsverbot. Soviel zu "Neben"effekten von eigentlich sinnvollen Reformen.
Orthodoxe, Moslems und alle anderen könnten ihre scheiß Religionen natürlich auch aufgeben, dass fällt den Leuten aber leider nicht so leicht.

@Fundi Loathsome
Kulturelle und geographische Aspekte sind echt nur für die da, die dran glauben, dass sowas in der EU irgendeine Rolle spielen.

"Die EU ist für mich alles andere als..."
Stimmt. FÜR DICH.
Mother Goose
07.10.2004 - 15:55 Uhr
PS: in "10-15 Jahren" solls heißen.
Schwachsinn
07.10.2004 - 15:55 Uhr
-Ich halte die Türkei im Gegensatz zu Europa für stark islamistisch geprägt.

ja na sicher...
ausserdem, wer legt eigentlich fest, dass die EU nur christlich geprägten staaten vorbehalten sein soll...?

Guzica
07.10.2004 - 17:00 Uhr
Wäre ich George Bush, würde ich mich über die Türkei-Gegner freuen und denken: divide et impera.
Mother Goose
07.10.2004 - 18:41 Uhr
Eben. Setzen wir mal voraus, dass die Türkei-Gegner/Skeptiker einen latent rechten Background haben (jaja, gleich kommt das Geheule), dann müssten sie doch eigentlich aus Antiamerikanismus für eine außenpolitisch starke EU sein, die mit der Türkei einen Brückenkopf für Einflussnahmen in der Region erhält. Sie sind aber viel zu dumm und kurzsichtig dafür.
Für vernünftige Menschen ist "EU- statt USA-Imperialismus" natürlich keine Lösung, aber hinterwäldlerische Ablehnung der Türkei wegen Überfremdungsparanoia und westeuropäischer "Leitkultur" geht noch viel weniger.
Selissa
07.10.2004 - 19:34 Uhr
ich halte nichts von Antiamerikanismus trotz meinem "latent rechten Background", aber bin dennoch gegen ein Beitritt - und ich habe ja bereits gesagt, wenn alles gut läuft und die Reformen in der Türkei wirken, dann sind diese Bedenken auch ausgeräumt.

"Orthodoxe, Moslems und alle anderen könnten ihre scheiß Religionen natürlich auch aufgeben, dass fällt den Leuten aber leider nicht so leicht."

joa, wär mal ne sinnvolle Reform... :P
Sidekick
07.10.2004 - 19:38 Uhr
Prinzipiell bin ich für einen Beitritt. Aber die Türkei liegt für mich in Asien. Folter, Menschenrechtsverletzungen und das übliche blahblah müssten noch aus dem Weg geschafft werden. In etwa 5 Jahren gerne. Noch halte ich es zu früh. Rechter Hintergrund? Bin selbst Ausländer.
sepp
07.10.2004 - 20:01 Uhr
die türkei soll sich erst einmal zum völkermord an den armeniern bekennen.
Mother Goose
07.10.2004 - 20:13 Uhr
"Es herrscht noch keine Religionsfreiheit in der Türkei, Christen dürfen keine Kirchen errichten z.B. Und von der immernoch herrschenden Folter gar keine Rede..." (Selissa)

In Deutschland gibts auch keine richtige Trennung von Kirche und Staat, islamische (nicht islamistische!) Einrichtungen und Veranstaltungen werden mit Durchsuchungen und verboten schikaniert, Folter als Verhörpraxis gebilligt und durch Kindesmissbrauch-Hetze gesellschaftlich salonfähig gemacht...
Man könnte noch, in Bezug auf kurdische, politische Häftlinge in der Türkei, daran erinnern , dass Ulrike Meinhof, die heute Geburtstag hätte, unter menschenunwürdigen Bedingungen aus politischen Gründen inhaftiert war und in der Haft ermordet wurde.

Ein EU-Beitritt (von sofort redet doch gar niemand) könnte zumindest den offiziellen Umgang mit Menschen- und Bürgerrechten zum positiven verändern. Wie es in der Wirklichkeit trotzdem ausschauen kann, sieht man an Deutschland.
sepp
07.10.2004 - 20:46 Uhr
@ mother goose war das nicht eine rockgruppe?
Mother Goose
07.10.2004 - 20:52 Uhr
Echt? Ich bezieh mich auf die amerikanische Märchenfigur und Bruno Ganz aka Gunther Gans, den Knecht von Oma Duck.
Kennt ihr eigentlich die irre Krankenschwester aus Minority Report?

Quack Quack!
FundamentallyLoathsome
07.10.2004 - 21:19 Uhr
@Mother Goose
In Deutschland gibts auch keine richtige Trennung von Kirche und Staat, islamische (nicht islamistische!) Einrichtungen und Veranstaltungen werden mit Durchsuchungen und verboten schikaniert, Folter als Verhörpraxis gebilligt und durch Kindesmissbrauch-Hetze gesellschaftlich salonfähig gemacht...

Ist das dein Ernst!?

@Schwachsinn:
ja na sicher...
ausserdem, wer legt eigentlich fest, dass die EU nur christlich geprägten staaten vorbehalten sein soll...?

Nenn mir doch mal einen islamistischen Staat mit europäischen Werten! Na?

Norman Bates
07.10.2004 - 21:33 Uhr
@mother goose
Die Kurden sind eine unterdrückte Volksgruppe,
die RAF war ein Haufen Terroristen. Das ist der Unterschied.
Mein Mitleid mit Terroristen hält sich sehr in Grenzen.
Mother Goose
07.10.2004 - 21:52 Uhr
@bates
Mein Mitleid mit dir auch.
Was hältst du eigentlich von der kurdischen PKK und Abdullah Öcalan?
In Sachen politische Verfolgung gehts aber auch nicht um Mitleid.

@Fundi Loathsome
Klar, anderer Ansicht? Begründe.

Ist deine Fragestellung an "Schwachsinn" nicht selbst schon ziemlich schwachsinnig?

Nenn mir doch mal einen europäischen Staat der seine aufgeklärt-bürgerlichen Werte nicht praktisch ad absurdum führt? Na?

Heisst du eigentlich nach einem Marilyn Manson Song? Würd einiges erklären.
FundamentallyLoathsome
07.10.2004 - 21:56 Uhr
Tut mir Leid, aber du gehst auf kein Argument ein und stellst immer wieder neue Behauptugen in die Welt. So geht das nicht
Mother Goose
07.10.2004 - 22:41 Uhr
Keine Diskussion über Diskussionsregeln.
Welche Argumente?
Zu den Behauptungen:
- Staat treibt Steuern für Kirche, Religionsunterricht, kirchliche Lobby
- Trubel um Arabisch-Islamischen Kongress (Yellow Press: "Islamisten-Kongress"), Razzien in Moscheen als Ermittlungen gegen islamistische Extremisten
- Folterskandal der Frankfurter Polizei im Entführungsfall Jakob v. Metzler, Professor Wolffsohn rechtfertigt Folter der irakischen Gefangenen


08.10.2004 - 00:04 Uhr
schon wieder jemand der eine ungerechtigkeit durch noch mehr ungerechtigkeiten rechtfertigen will
Norman Bates
08.10.2004 - 00:32 Uhr
"- Staat treibt Steuern für Kirche, Religionsunterricht"
Und? Wo ist das Problem?

"- Trubel um Arabisch-Islamischen Kongress (Yellow Press: "Islamisten-Kongress"), Razzien in Moscheen als Ermittlungen gegen islamistische Extremisten"
Nachdem dieser Kongress eine deutlich radikal- islamistische Internetseite hatte, wird's wohl ein Islamistenkongress gewesen sein.
Und warum keine Razzien in Moscheen? Al-Sadr benutzt im Irak Moscheen als Waffenlager, das ist deutlich pietätloser.
"- Folterskandal der Frankfurter Polizei im Entführungsfall Jakob v. Metzler"
Erstens ist der Typ nicht gefoltert worden. Okay, die Androhung war auch nicht nett. Zweitens ist die Sache überhaupt öffentlich geworden, und drittens hat der Polizeichef tatsächlich Probleme bekommen. Wo anders wäre das möglich als in einem Rechtsstaat? Wir sind ja hier nicht in den USA...
Skandal würde ich das nun wirklich nicht nennen. Eher einen Beweis, dass der Rechtsstaat hierzulande funktioniert.

"- Professor Wolffsohn rechtfertigt Folter der irakischen Gefangenen"
Das ist eine Einzelmeinung und hat mit dem deutschen Staat einen Dreck zu tun.



sadcaper
08.10.2004 - 10:43 Uhr
Mother Goose : Was für einen Schwachsinn gibts du eigentlich von dir? Du setzt ja eine Androhung(doppelt unterstrichen) von Folter mit der Tötung tausender Kurden gleich. Bitter und dumm!!!
FudamentallyLoathsome
08.10.2004 - 11:52 Uhr
@Norman Bates, sadcaper:
Danke daß ihr geholfen habt das Ganze wieder ins rechte Licht zu rücken. Mit so viel Schwachsinn auf einmal wird man allein ja garnicht mehr fertig...
pro-türkiye
08.10.2004 - 12:12 Uhr
Sicher ist die Türkei heute nicht das, was man sich unter einem stabilen Rechtsstaat unbedingt vorstellt. Aber das ändert sich garantiert, wenn sie erstmal Mitglied der EU ist. Als Spanien und Portugal einen Aufnahmeanträge zur EU stellten, lebte man dort noch mit den Auswirkungen faschistischer Diktaturen. Ich glaube, da hat sich inzwischen einiges geändert auf der Halbinsel im äussersten Westen Europas.

Eines ist doch klar - stets brachte die EU-Erweiterung mehr Vorteile als Nachteile für alle Mitgliedsländer. Aber einem Volk der Dauermeckerer wie den Deutschen will das zum Selbstzwecke natürlcih nicht einleuchten.

So, und nun meckert drüber!


P.S.: Im übrigen ist die Geographie-Diskussion völliger Blödsinn. Istanbul war früher als Konstantinopel Regierungssitz eines riesigen byzantinischen Weltreiches, das sich bis nach Kleinasien erstreckte und immer auf die abendländischen Traditionen (mit Ausnahme des Papstes) berief. Die Griechen bevölkerten jahrhundertelang weite Küstenlandstriche, und sind nicht diese Griechen vor kurzem Fussballeuropameister geworden? Und spielte nicht diese Leindwandschnulze mit Pappschwertern und Pittiplatsch im griechischen Troja, das in der heutigen Türkei liegt? Gut, zwischendurch fuchtelten ein paar säbelschwingende Sarazenen die Kulturlandschaft völlig durcheinander, aber auch denen lag Europa stets näher als ihre asiatischen Wurzeln. Fragt mal die Wiener...

Seite: 1 2 3 ... 13 »
Zurück zur Übersicht

Hinterlasse uns eine Nachricht, warum Du diesen Post melden möchtest.

Einmal am Tag per Mail benachrichtigt werden über neue Beiträge in diesem Thread

Um Nachrichten zu posten, musst Du Dich hier einloggen.

Du bist noch nicht registriert? Das kannst Du hier schnell erledigen. Oder noch einfacher:

Du kannst auch hier eine Nachricht erfassen und erhältst dann in einem weiteren Schritt direkt die Möglichkeit, Dich zu registrieren.
Benutzername:
Deine Nachricht: