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Präsidentschaftswahlen in den USA

User Beitrag

fuzzmyass

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Registriert seit 21.08.2019

20.11.2020 - 19:00 Uhr
"Ich fürchte mittlerweile, dass Trump weiter Präsident bleiben wird. Er hat jetzt schon das Land in Geiselhaft genommen - und da kommt noch mehr."


Ähem, nein... das wird nicht passieren... die USA ist bei berechtigter restlicher Kritik keine Bananenrepublik, weil die Demokratie trotzdem funktioniert und so etwas nicht passieren kann...
Ja, er wurde gewählt (mit 3 Mio weniger Stimmen im popular vote), aber jetzt wo er seine wahre hässliche Fratze offenbart hat, wird er wieder abgewählt (einer der eher wenigen, die keine zweiten Amtszeit kriegen)...

Ja, die Bevölkerung besteht Stand jetzt zu 30% aus AFD-ähnlichen Verschwörungstheoretiker-Deppen, aber die Demographics zeigen trotzdem langfristig eher die Gegentendenz...

Die Demokratie funktioniert dort trotz dem Clown und das wurde nun bei der Wahl bewiesen und wird am 20.01. auch wiederholt bewiesen werden...

Von daher - scharfe Kritik gerne, aber bitte nicht panisch werden wie die Verschwörungstheoretiker, die man kritisiert und abstrafen will

captain kidd

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Registriert seit 13.06.2013

20.11.2020 - 19:01 Uhr
Aber was passiert, wenn nicht alle Staaten bis zum 8. Dezember Ergebnisse liefern?

dreckskerl

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Registriert seit 09.12.2014

20.11.2020 - 19:33 Uhr
@fuzzmyass
So selten ist es nicht gewesen, dass ein amtierender Präsident nicht gewählt wurde.
76 Ford, 80 Carter, 92 Bush senior.

Ich halte die Zahl 30% der Amerikaner seien "AFD-ähnliche Verschwörungstheoretiker-Deppen" für etwas sehr hoch gegriffen.

fuzzmyass

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Registriert seit 21.08.2019

20.11.2020 - 19:42 Uhr
@dreckskerl

Ja, denke auch, dass sie letztendlich sogar etwas hochgegriffen ist... ich mein wie viele waren beim großen "Million MAGA march" in Washington? Im Endeffekt lächerliche 10.000...

Jennifer

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Registriert seit 14.05.2013

20.11.2020 - 19:43 Uhr
Von daher - scharfe Kritik gerne, aber bitte nicht panisch werden wie die Verschwörungstheoretiker, die man kritisiert und abstrafen will

Ich würde sagen, dass alle mit Schnappatmung sich hier mal wieder etwas beruhigen. Man muss nicht mit allen Entscheidungen, Gesetzen oder Vorkommnissen zufrieden sein. Aber sich doch bitte ein wenig informieren, bevor man urteilt.

Es ist nämlich nicht so, dass in den USA jeder Staat machen kann, wie er mag. Auch wenn Trump oder seine Anwälte das gerade so darstellen mögen. Wie ernst es denen ist, merkt man schon allein an der Art und Weise, wie sich Giuliani bisher vor Gericht verhalten hat. Dort spricht er nämlich im Gegensatz zu seinen medialen Ausbrüchen nicht von Betrug - wörtlich sagte er "This is not a fraud case" -, und warum nicht? Weil es eine Straftat ist, vor Gericht zu lügen.

Trump versucht Zeit zu schinden, weil er ganz genau weiß, dass er als Ex-Präsident eine stinknormale zivile Person und damit am Arsch ist. Beim Poker nennt man seine derzeitige Vorgehensweise einen Bluff.

Weiteres zum Prozess des Electoral College kann man auch hier nachlesen: The scheme essentially becomes impossible if key states certify their presidential results before December 8, which is known as a "safe harbor" deadline under federal law. When Congress tallies the electoral votes in January, it must accept electors that were certified before the deadline. If a state missed the deadline, then Congress can consider disputed slates of electors.
"Every day that passes makes it legally and politically less likely that Trump can pull off this crazy attempt to subvert the will of the people," Hasen said. "The system is kind of on autopilot."


So selten ist es nicht gewesen, dass ein amtierender Präsident nicht gewählt wurde.
76 Ford, 80 Carter, 92 Bush senior.


Es gab bisher insgesamt fünf Präsidenten, die nur eine Amtszeit hatten: Taft, Hoover, Ford (der ja eh nie gewählt wurde), Carter und Bush Sr. - ich glaube, bei fünf von 45 darf man getrost von "selten" sprechen. Und Trump wird trotzdem der sechste.

The MACHINA of God

User und Moderator

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20.11.2020 - 19:50 Uhr
In welchem anderen demokratischem Land kann sich ein Präsident so aufführen, ohne dass ihm Einhalt geboten wird?

Der Unterschied zu einer richtigen Bananenrepublik ist, dass in den USA ihm eben Einhalt geboten wird. Wie ich auf vorherigen Seiten schon schrieb, wären noch ganz andere Dinge in den letzten 4 Jahren passiert, wenn Trump freien Lauf gehabt hätte. Das System der Checks&Balances hat in seinen Grenzen gut funktioniert. Und für mich entscheidet ein System über eine Begrifflichkeit wie "Bananenrepublik" und nicht ein Politiker oder ein "Volkswillen".
In einer "Bananenrepublik" hätte Trump alles so umgebaut, dass sein "Plan" durchgeht und er einfach an der Macht bleibt. Dies wird nicht passieren, weil das System stärker ist als ein Irrer als Präsident, wie auch fuzzymass gut beschreibt. Trump ist defintiv ein "Bananenpolitiker", eigentlich noch viel schlimmer als das, aber die Gegenreaktion funktioniert ebenfalls.
Und zu dem Thema wer wer wählt: Das spielt für mich da nicht direkt mit rein. Ich beziehe das eben auf das politische System. Ansonsten wäre die Welt voll von Bananenrepubliken, wie jemand schon schrieb.

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

20.11.2020 - 19:52 Uhr
Trump versucht Zeit zu schinden, weil er ganz genau weiß, dass er als Ex-Präsident eine stinknormale zivile Person und damit am Arsch ist. Beim Poker nennt man seine derzeitige Vorgehensweise einen Bluff.

Schön ausgedrückt. Gerade angesichts dessen, was Trump nach dem Amt noch juristisch einholen könnte, ist das ziemlich eindeutig.

captain kidd

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Registriert seit 13.06.2013

20.11.2020 - 19:57 Uhr
Nein, kein Bluff. Klare Strategie.

"Ein Hebel, um die Auszählung zu stoppen und die Wahl für beendet zu erklären, könnten dabei die in der Verfassung verankerten Fristen sein: Bis zum 8. Dezember, dem sogenannten „Safe Harbour Day“ müssen die Wahlleute fürs Electoral College nominiert sein, das diesmal am 14. Dezember abstimmt. Am 6. Januar 2021 werden die Stimmen im Kongress gezählt, am 20. Januar der neue Präsident vereidigt. Über die Einhaltung der Fristen wacht das höchste US-Gericht, das auch schon bei der umstrittenen Wahl im Jahr 2000 die Auszählung am 12. Dezember beendete, mit Blick auf die vorgeschriebenen Fristen.

Eine erneute Hängepartie könnte diesmal Trump in die Karten spielen, je länger sich der Prozess hinzieht. In diesem Fall könnte der Supreme Court bei einem unklaren Ergebnis in einem Bundesstaat tatsächlich die Auszählung für beendet erklären, mit dem Verweis auf die tickende Uhr, und letztinstanzlich anordnen, dass die bundesstaatliche Legislative nach Artikel II der Verfassung die Wahlleute bestimmt – je nach Regierung könnten dies dann republikanische Stimmen sein.

„Wir haben da eine klare konservative Mehrheit mit einer Richterin, die dem sogenannten Originalism anhängt, die Verfassung so verstehen will, wie die Gründungsväter das verstanden haben“, erläutert Staatsrechtler Thiele im Dlf. „Vor dem Hintergrund wäre das vielleicht auch tatsächlich ein Weg, wie Trump am Ende die Präsidentschaft halten könnte – rechtlich.“

Dieses Szenario hatte Yale-Professor Timothy Snyder schon vor der Wahl in der „Süddeutschen Zeitung“ prophezeiht: „Die Richter des Obersten Gerichtshof wissen, dass sie benutzt werden sollen für eine autoritäre Übernahme. Von einem Mann, der die Wahl wohl verloren haben wird.“

Der renommierte US-Verfassungsjurist Gerhard Casper hält es jedoch für sehr unwahrscheinlich, dass der Streit überhaupt vom Supreme Court entschieden wird. Schon Trumps Chancen, sich vor den Bundesgerichten durchzusetzen, schätzte der ehemalige Präsident der Stanford University im Dlf als „außerordentlich gering“ ein. Selbst wenn es doch zu einer Entscheidung durch das höchste US-Gericht kommen sollte, sei es sehr unwahrscheinlich, dass die Richter – auch wenn sie in der Mehrheit konservativ sind – Trump begünstigen, sagte Casper."

dreckskerl

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Registriert seit 09.12.2014

20.11.2020 - 20:07 Uhr
@Jennifer
Trump wäre der 15. Präsident, der nicht wiedergewählt wurde, ergoogelte ich, das wäre ein Drittel.

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

20.11.2020 - 20:11 Uhr
Ich kann es grad nicht nachschlagen, aber vielleicht haben 5 die Wiederwahl verloren und die anderen 10 sind nicht angetreten.

@captain kidd:
Ein Bluff ist eine Strategie. Und wie die Chancen dieser stehen, steht ja in deinem lezten Absatz.

fuzzmyass

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20.11.2020 - 20:13 Uhr
Jenny und Machina fassen es recht vorzüglich zusammen, dem ist nichts hinzuzufügen.... das ist gerade billige Ablenkungsshow... es wird nicht passieren, dass er sich 4 weitere Jahre klaut... er glaubt doch selber gar nicht daran und hat sich letztens fast verplappert, dass er verloren hat... der Typ ist und war schon immer ein Blender und ein Reality Star

Jennifer

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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20.11.2020 - 20:13 Uhr
Da war dreckskerl schneller, wollte gerade mein Posting überarbeiten. Sechs Präsidenten im letzten Jahrhundert, natürlich sind es insgesamt mehr. Womit wir wieder beim Thema des "vorher informieren" wären.

Meine Aussage bleibt ansonsten allerdings bestehen. Auch der längere Bericht von captain kidd sagt in seinem letzten Absatz ja nichts anderes: Trump versucht und wird trotzdem scheitern.

captain kidd

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20.11.2020 - 20:20 Uhr
Ja, aber er versucht. Und das ist somit kein Bluff. Er hat ein Ziel und die (sehr unwahrscheinliche) Möglichkeit, dieses Ziel zu erreichen. Bei einem Bluff hat man diese Möglichkeit nicht. Man muss sich einzig auf den Bluff verlassen.

fuzzmyass

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20.11.2020 - 20:22 Uhr
Es ist alles nichtmal eine Strategie oder ein Versuch... wie gesagt glaubt er selbst nicht mal dran, seine Anwälte sind vor Gericht total kleinlaut und haben 0 Beweise für irgendwas - 30 von 31 Verfahren wurden abgeschmettert... es geht nur darum Öl ins Feuer zu gießen, die Trumpisten anzustacheln, das letzte Quentchen Macht auszuspielen, vom Wesentlichen abzulenken und den Siegern alles zu vermiesen sowie alles zu verzögern, weil nach dem 20.01. Gerichtsverfahren drohen...

Jennifer

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20.11.2020 - 20:22 Uhr
Ein Bluff ist ein Täuschungsversuch. Und natürlich blufft man, um ein Ziel zu erreichen.

Worüber diskutieren wir hier?

fuzzmyass

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20.11.2020 - 20:23 Uhr
@kidd

Seine Chancen sind quasi null... er weiß es und seine Crew weiß es...

captain kidd

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20.11.2020 - 20:28 Uhr
Und das glaube ich halt nicht. Ich glaube, er rechnet sich wirklich Chancen aus, wenn er alles bis zum 8. Dezember verzögert. Deshalb auch kein Bluff. Klare Strategie.

captain kidd

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20.11.2020 - 20:33 Uhr
Und ja, mein verlinkter Bericht sagt, dass es am Ende scheitern wird. Aber er erklärt auch, dass es eine Chance gibt. That's it. Und ich hin ganz ruhig. Aber manchmal gibt's halt unterschiedliche Ansichten. Man muss dich nicht immer einer Meinung sein.

fuzzmyass

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Registriert seit 21.08.2019

20.11.2020 - 20:33 Uhr
Tja, und ich glaube halt die Erde ist ne Scheibe... mei...

captain kidd

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Registriert seit 13.06.2013

20.11.2020 - 20:37 Uhr
Jetzt Mal ehrlich: Du spekulierst bei Trump doch auch nur. Warum so aggressiv?

fuzzmyass

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Registriert seit 21.08.2019

20.11.2020 - 20:39 Uhr
Sorry, wenn das aggressiv rüberkam.. das war wirklich null so gemeint, ich finde es nur spannend über das Thema zu diskutieren und es kann sein, dass es njedergeschrieben anders rüberkommt... entschuldige, das meine ich Ernst...

Es ist ja mittlerweile einiges aus Trumps Umfeld durchesickert und das hörte sich eben null so an, als würde er selbst daran glauben

hideout

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Registriert seit 07.06.2019

20.11.2020 - 20:40 Uhr
Worüber diskutieren wir hier?

Wenn ich das richtig mitbekommen habe geht es um den Mann, der die Wahl verloren hat.

By a lot.

fuzzmyass

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Registriert seit 21.08.2019

20.11.2020 - 20:41 Uhr
Aus seinem Umfeld war u.a. die Rede davon, dass er still, resigniert und alleine Fernsehen schaut und sich Fast Food bestellen lässt... hat zur Zeit null Termine oder öffentliche Auftritte ausser einen... färbt nichtmal mehr seine Haare, lässt sich gehen und resigniert etc...

Der hat sich damit abgefunden, der Rest ist nur Show...

fuzzmyass

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Registriert seit 21.08.2019

20.11.2020 - 20:43 Uhr
Er hat sogar seinen jährlichen Thanksgiving Trip abgesagt und verlässt seinen TV Raum nur zum Golfen...

captain kidd

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20.11.2020 - 20:46 Uhr
Alles klar, sorry, bin doch ein Sensibelchen, wie viele hier sicherlich wissen. Ich glaube wirklich, dass die eine Strategie fahren und alles auf den 8. Dezember fokussieren. Reine Verzögerungstaktik derzeit - aber halt mit einem klaren Ziel.

captain kidd

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20.11.2020 - 20:48 Uhr
Und die Berichte über ihn können auch gesteuert sein, um die Gegner in Sicherheit zu wiegen. Ich halte den für komplett bösartig, resignieren passt irgendwie nicht zu ihm.

fuzzmyass

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20.11.2020 - 20:52 Uhr
Theoretisch möglich wäre es, andererseits stellen sie sich derart dumm an, dass sogar Fox News entnervt wegschaltet... die PK vor der ranzigen 4 Seasons Total Landscaping war der Gipfel... von daher - bösartig ja, aber schlau und gerissen? Nein IMO

hideout

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20.11.2020 - 20:59 Uhr
die PK vor der ranzigen 4 Seasons Total Landscaping war der Gipfel

Wobei, neben dem unterhaltendem Aspekt hatte das schon etwas bodenständiges. so vom Flair her.

fuzzmyass

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Registriert seit 21.08.2019

20.11.2020 - 21:07 Uhr
Ich frag mich nur was eigentlich in den letzten 20 Jahren mit Giuliani passiert ist... war der nicht früher mal weit respektiert und anerkannt als NY Bürgermeister, der sehr erfolgreich die Kriminalitätsraten gesenkt und auch nach 9/11 recht gut aufgetreten ist? War er schon immer so ein vampirhafter hirnloser Clown? Bin jetzt kein Experte und ich weiß, dass er mal seine Cousine geheiratet hat, aber ich meine, dass er früher nicht so eine extreme Lachnummer war... ist er auf irgendwelchen Drogen hängengeblieben? Senil?

hos

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Registriert seit 12.08.2018

20.11.2020 - 21:24 Uhr
"Ein Bluff ist ein Täuschungsversuch. Und natürlich blufft man, um ein Ziel zu erreichen."

nur zur Begriffsabgrenzung: Ein Bluff ist ein Täuschungsversuch aber nicht jeder Täuschungsversuch ist ein Bluff. Ein Bluff ist in seinem Rahmen auch erst mal völlig legitim. Es ist, so zu tun, als ob. Wenn man aber "so zu tun" in die Tat umsetzt, ists kein Bluff mehr.

hideout

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Registriert seit 07.06.2019

20.11.2020 - 21:33 Uhr
The rise and fall of Rudy Giuliani, explained

https://www.youtube.com/watch?v=7ds2eh2_Un0


Mann 50 Wampe

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Registriert seit 28.08.2019

20.11.2020 - 22:24 Uhr
Ich glaube bei Trump nicht an Strategie. Für eine durchdachte, langfristige Strategie hat er kein Durchhaltevermögen und dazu fehlt es ihm auch an grundlegenden Verständnis von Zusammenhängen. Man kann Trump nicht mit rationellen Maßstäben messen, er denkt und handelt impulsiv und irrational. So z.B. sein Umgang mit der verlorenen Wahl, das nicht "wahr haben wollen" und mit allen noch so abstrusen Behauptungen und Maßnahmen dagegen ankämpfen, wobei ihm wirklich alle Mittel recht sind, dass ist völlig irrational. Es hat nichts mehr mit Politik, mit rechts oder links zu tun, sondern einzig mit seiner vedrehten Psyche.

captain kidd

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20.11.2020 - 22:30 Uhr
Eure Worte in Gottes Ohr. Ich hoffe ja auch, dass es so ist. Aber ich bin halt ein Über-Skeptiker...

Jennifer

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20.11.2020 - 22:47 Uhr
Ähm, besten Dank für die Erläuterung, @hos. Auch wenn ich mich ein bisschen drüber wundere, denn es wurde weder das eine noch das andere behauptet.

Aber sei's drum: Ich persönlich bin fest davon überzeugt, dass Biden im Januar Präsident wird.

Jennifer

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Registriert seit 14.05.2013

20.11.2020 - 22:57 Uhr
Beim Guardian gibt es auch noch mal eine sehr ausführliche, sehr nachvollziehbare Erklärung für den ganzen Vorgang:

Say the worst-case scenario comes to fruition and Republican-led legislatures override the will of the people in several states. Is there any safeguard to stop Trump?
Yes. Michigan, Wisconsin, Pennsylvania and Nevada all have Democratic governors who would refuse to approve a set of Trump electors with the popular vote clearly showing Biden winning their state. Instead, they would submit the electors Biden is entitled to as the winner of the popular vote.

It would then fall to Congress, which is charged with counting the votes from the electoral college, to decide what to do. The law that outlines the process for how Congress should handle a dispute in electors from a state is extremely confusing, but experts believe the slate backed by a state’s governor is the legally sound one. There is a rival theory that the president of the Senate, Mike Pence, could have control over the process. A dispute over electors between the US House and Senate is a worst-case scenario and the US supreme court would probably be asked to step in.

Regardless of however long a dispute is, the constitution does set one final deadline. Even if counting is ongoing, the president and vice-president’s terms both end at noon on 20 January. At that point if there isn’t a final result in the race, the speaker of the House – probably Nancy Pelosi – would become the acting president.

hos

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Registriert seit 12.08.2018

20.11.2020 - 23:40 Uhr
@Jennifer,

"Trump versucht Zeit zu schinden, weil er ganz genau weiß, dass er als Ex-Präsident eine stinknormale zivile Person und damit am Arsch ist. Beim Poker nennt man seine derzeitige Vorgehensweise einen Bluff."

mir kam hier der Eindruck, daß du das aktuelle Verhalten von Trump & Co im Hinblick auf das Wahlergebnis als Bluff ansiehst. Die Taten seiner Handlanger sind aber leider real, somit ist das halt kein Bluff wie beim Poker. Ich denke, daß dir das auch klar ist und lediglich der Vergleich an dieser Stelle unglücklich war, weil er Trumps grenzkriminelles Vorgehen relativiert.

captain kidd

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21.11.2020 - 00:07 Uhr
Exakt.

dreckskerl

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Registriert seit 09.12.2014

21.11.2020 - 00:38 Uhr
Ich sehe auch keine Gefahr, dass Trump irgendwie noch siegen könnte.
Er hat nun eben auch nicht knapp verloren, es fehlen ihm ja mehrere Staaten, nicht nur einer in dem er mit den beschriebenen Machenschaften an die Wahlmänner kommen müsste.
Sein Motiv ist denke ich schlicht auch in seiner dissozialen Persönlichkeit verankert, wenn er schon verliert, dann nur mit Verleugnung und es dem Gewinner es so schwer machen wie nur irgendwie möglich zu machen.

Also Biden wird am 20.Juni vereidigt, wie lange Trump sein Spiel noch weiterspielt und wie lange vor allem die führenden Politiker der Republikaner das Spiel nicht beenden oder sich klar äußern, wird auch sehr interessant zu beobachten sein...die können das ja nicht wirklich noch aus taktischen Gründen bis zu den enorm wichtigen Senatsnachwahlen im Januar durchziehen, sie sollten eine wahrscheinliche Niederlage dort lieber in Kauf nehmen als sich in der bizarren stillschweigenden Loyalität zu Trump letztlich auf lange Sicht zu demontieren und die Spaltung der Nation zu untermauern.

Aktuell befürchte ich aber immer noch, dass es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen könnte, wenn auch für die hardcore Trunpfans klar ist, dass er verloren hat.



dreckskerl

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Registriert seit 09.12.2014

21.11.2020 - 00:47 Uhr
ohwei, verzeiht den missratenen Satz, aber ich denke, ich wurde verstanden.

Jennifer

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Registriert seit 14.05.2013

21.11.2020 - 09:38 Uhr
mir kam hier der Eindruck, daß du das aktuelle Verhalten von Trump & Co im Hinblick auf das Wahlergebnis als Bluff ansiehst. Die Taten seiner Handlanger sind aber leider real, somit ist das halt kein Bluff wie beim Poker. Ich denke, daß dir das auch klar ist und lediglich der Vergleich an dieser Stelle unglücklich war, weil er Trumps grenzkriminelles Vorgehen relativiert.

Nee, da kommen wir nicht zusammen, sorry. Der Bluff ist das reale Vorgehen, das macht man ja aktiv. Egal, wie das Blatt auf der Hand aussieht. Und ich denke nicht, dass Trump oder eher seine Anwälte ernsthaft glauben, dass sie irgendwelche guten Chancen auf einen Sieg haben. Wie gesagt, sonst hätten sie auch vor Gericht ganz anders ausgesagt. Und insofern bluffen sie, weil sie so tun, als ob sie siegreich sein könnten, aber insgeheim wissen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie auffliegen. Vor Gericht zu ziehen, ist übrigens ihr gutes Recht. Ebenso, dass sie die Presse und Öffentlichkeit anlügen, auch wenns natürlich unschön ist (gelinde gesagt). Der Clou ist, dass sie die Richter eben nicht anlügen ("This is not a fraud case") - das ist für mich ein klares Zeichen dafür, dass die wissen, dass sie durch sind.

Letzten Endes ist das wie jeder unserer Beiträge aber auch nur Spekulation, klar. Bei dem Vergleich bleibe ich dennoch. Let's agree to disagree, würde ich sagen.

Das aber noch: Ich relativiere auch gar nichts, schon gar keine kriminellen Handlungen, da legst Du mir schon ein bisschen mansplainig eine Aussage in den Mund, die ich so nicht getätigt habe. Das sind ja zwei Paar Schuhe. Ich habe darüber gesprochen, wie mein Empfinden bezüglich des Hintergrunds der Handlung ist, nicht die Handlung selbst bewertet.

Jennifer

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Registriert seit 14.05.2013

21.11.2020 - 09:39 Uhr
Ansonsten: Was dreckskerl sagt.

fuzzmyass

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21.11.2020 - 13:16 Uhr
"Der Clou ist, dass sie die Richter eben nicht anlügen ("This is not a fraud case") - das ist für mich ein klares Zeichen dafür, dass die wissen, dass sie durch sind."

Und genau das ist der Punkt - die Scheinverfahren sind ein reiner Bluff bzw. Nebelbömbchen für die Öffentlichkeit bzw. für die Trumpisten... es gibt mittlerweile Gerichtsprotokolle, wo der Richter den Trump Anwalt jeweils explizit fragt, ob es Anzeichen für Fraud gibt und ob Beweise vorliegen. Die Antwort von den Trump Anwälten höchtselbst lautete immer "Nein"... mit dem Ergebnis, dass alles abgewiesen wurde... währenddessen reden sie in den PKs von Haufenweise Beweisen und wedeln mit irgendwelchen Mappen und Papieren vor den Kameras rum, die angeblich Beweise sein sollen... vor Gericht wird dann aber auf einmal kleinlaut der Schwanz eingezogen und diese vielen Beweise finden gar nicht statt... das sind Scheinverfahren und ja, ein absoluter Bluff, eine große Lüge, ein Ablenkungsmanöver, nennt es wie ihr wollt... eines ist es aber ganz sicher nicht - eine große Strategie, die auch ur irgendeine Chance auf Errolg hat...

fuzzmyass

Postings: 3922

Registriert seit 21.08.2019

21.11.2020 - 13:20 Uhr
* ...nur irgendeine Chance auf Erfolg hat...

captain kidd

Postings: 2171

Registriert seit 13.06.2013

21.11.2020 - 13:24 Uhr
Ihr macht mir so viel Mut. Danke...

Mann 50 Wampe

Postings: 852

Registriert seit 28.08.2019

21.11.2020 - 14:10 Uhr
Ich sehe die Zukunft der USA eher düster, da gibt es für Mut nicht viel Anlass und es spielt auch keine große Rolle wer da grade Präsident ist. Eigentlich ja das Problem der Amerikaner und nicht unseres, wenn wir uns in den letzten 75 Jahren nicht in nahezu allen Belangen von den Amis abhängig gemacht hätten. Politisch, Militärisch und kulturell. Jetzt bekommt ein völlig hilflosiges Europa dafür die Quitting.

fuzzmyass

Postings: 3922

Registriert seit 21.08.2019

21.11.2020 - 14:15 Uhr
Das Problem ist viel eher, dass wir uns in den letzten Jahren hinsichtlich Spaltung in eine ähnliche Miniatur-Richtung begeben - siehe AFD, Querdenker etc. (die btw auch i.d.R. Trump Sympathisanten sind)... deswegen ist es zumindest als Signalwirkung auch für uns eben nicht egal, wer da Präsident wird... es gibt immer Bewegung und Gegenbewegung und das Pendel wird wohl mal in die eine, mal in die andere Richtung ausschlagen... dennoch wächst in den USA eine Generation heran, die eher gegen den Trumpismus gerichtet ist, d.h. die Tendenz geht langfristig für die nächsten Jahrzehnten eher dagegen... eine gewisse Spaltung wird es sicher sehr lange geben, aber wie hier schon gesagt wurde sind Schwarzmalerszenarien nicht unbedingt gerechtfertigt...

Jennifer

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 3978

Registriert seit 14.05.2013

21.11.2020 - 14:24 Uhr
Das Problem ist viel eher, dass wir uns in den letzten Jahren hinsichtlich Spaltung in eine ähnliche Miniatur-Richtung begeben - siehe AFD, Querdenker etc. (die btw auch i.d.R. Trump Sympathisanten sind)... deswegen ist es zumindest als Signalwirkung auch für uns eben nicht egal, wer da Präsident wird... es gibt immer Bewegung und Gegenbewegung und das Pendel wird wohl mal in die eine, mal in die andere Richtung ausschlagen... dennoch wächst in den USA eine Generation heran, die eher gegen den Trumpismus gerichtet ist, d.h. die Tendenz geht langfristig für die nächsten Jahrzehnten eher dagegen... eine gewisse Spaltung wird es sicher sehr lange geben, aber wie hier schon gesagt wurde sind Schwarzmalerszenarien nicht unbedingt gerechtfertigt...

!!!

Mann 50 Wampe

Postings: 852

Registriert seit 28.08.2019

21.11.2020 - 14:30 Uhr
Natürlich ist ein Biden als Präsident ein positives Signal, welches die rechten Strömungen hier nicht unbedingt stärkt. Aber genauso wie die linke 4 Jahre Trump ertragen hat, werden die rechten Strömungeb hier in Europa auch Biden überstehen ohne von der Bildfläche zu verschwiden. Und danach ? schwingt dann das Pendel wieder in die andere Richtung ? Also langfristige Stabilität sieht für mich anders aus. Das meinte ich ja mit totaler Abhängigkeit von den USA.

fuzzmyass

Postings: 3922

Registriert seit 21.08.2019

21.11.2020 - 14:37 Uhr
Wie hier auch schon gesagz wurde - die rechten Strömungen sind eine Minderheit, auch wenn sie am lautesten sind... die Tendenz scheint langfristig noch stärker gegen rechts zu gehen und die unentschlossenen Swing-Voter, die zwar Trump gewählt haben, aber eher aus Protest und nicht weil sie wirklich rechts sind, werden nicht immer so wählen...

Falls Biden und seine Regierung verkacken und die Menschen stark unzufrieden sind, könnte das Pendel zunächst auch mal wieder in die andere Richtung gehen, klar... aber die Demokratie funktioniert und langfristig wird sich das Pendel auch "einpendeln", es wird dann gemäßigter zugehen...

dreckskerl

Postings: 4540

Registriert seit 09.12.2014

21.11.2020 - 14:40 Uhr
Warum ist Europa (oder meinst du hier jetzt die BRD?) denn "in totaler Abhängigkeit von den USA"?

davor schriebst du, dass "wir uns vor 75 Jahren in fst allen Belangen von den Amis abhängig gemacht haben"...mmh der Handlngsspielraum für das was von Deutschland 1945 übrig geblieben ist, war gelinde gesagt limitiert.

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