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100 Coronazeitalben für die Ewigkeit

User Beitrag

Z4

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Registriert seit 28.10.2021

13.04.2024 - 16:53 Uhr
Vorschlag:

Einreichberechtigt: Alben mit VÖ 11. März 2020 - 1. März 2023

Über die Voraussetzung "in der Coronazeit aufgenommen" darf diskutiert werden.

Wer kann die Auswertung übernehmen?

Kojiro

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Registriert seit 26.12.2018

13.04.2024 - 17:09 Uhr
Taylor Swift - Folklore

Huhnmeister

Postings: 1724

Registriert seit 22.08.2022

14.04.2024 - 11:03 Uhr
Quatschthread

Kojiro

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Registriert seit 26.12.2018

14.04.2024 - 11:46 Uhr
Ach, so verkehrt finde ich den Thread nicht.

MopedTobias (Marvin)

Mitglied der Plattentests.de-Schlussredaktion

Postings: 19986

Registriert seit 10.09.2013

14.04.2024 - 11:58 Uhr
Ist doch eine ganz lustige Idee. Sobald die 80er-Alben abgeschlossen sind, darfst du einen offiziellen und formgerechten Antrag einreichen @Z4.

Z4

Postings: 8820

Registriert seit 28.10.2021

14.04.2024 - 12:01 Uhr
Dahinter steckt die Frage, ob bzw welche Alben nur durch Corona so entstehen konnten. Taylor Swift ist da vielleicht das klarste Beispiel, aber auch Charli XCX hat mit How I'm Feeling Now ein "klasisches Coronaalbum" aufgenommen. Eine Liste fände ich deswegen schon interessant, so eine Situation gab es immerhin zuletzt vor 100 Jahren (leider sind die Künstler*Innen damals aber reihenweise abgenippelt). Vielleicht kommt keine Abstimmung zustande, weil kein Bock auf Corona, aber jeder kann doch mal ein paar passende Alben posten.

Henning

Postings: 6

Registriert seit 14.04.2024

14.04.2024 - 16:33 Uhr
@Z4: Finde die Idee dieses Threads so großartig, dass ich mir extra deswegen hier einen Account angelegt habe. Stimme dir absolut zu: das sollte man echt mal für sich aufarbeiten. Könnte mir vorstellen, dass es einigen hier wie mir ging und viele ihren Musikgeschmack in der Pandemie zumindest mal erweitert haben, weil es einfach mehr „konzentrierte“ Freizeit zum Musikhören gab. Zahlreiche Künstler*innen haben ja auch ihren Sound in den Monaten und Jahren verändert oder angefangen, neue Einflüsse aufzunehmen. Manche unmittelbar, manche mittelbarer (manche sicher auch gar nicht). Liest man zumindest oft in Interviews. Aber sei es drum; ich glaube diese Idee hier ist eine super Gelegenheit, die Pandemie aus einer „schönen“ Warte heraus ein bisschen aufzuarbeiten. Ich habe mir Gedanken gemacht über Alben, die (zum Großteil) während der Pandemie entstanden sind und nicht nur zufällig zu Beginn der Pandemie erschienen sind (Waxahatchee, Fiona Apple, …).

Ich für meinen Teil habe die Boomkat Serie Documenting Sound ziemlich intensiv verfolgt, die ganz explizit unter dem Eindruck der Pandemie entstanden ist. Ist mir direkt in den Sinn gekommen, wegen der unfassbar hohen Qualität. Persönliche Highlights, die ich heute noch regelmäßig höre:

Heather Leigh
Ulla
Time Cow
Zuli
DJ Plead
Leila Bordreuil
Lucy Railton
FUJI||||||||||TA
Xela & Jake Muir
Jonnine

Und - für mich persönlich vielleicht DAS Album der Pandemie: Mark Fell & Rian Treanor – Last Exit To Chickenley (kein anderes Album drückt für mich besser aus, wie sich der Frühling/Frühsommer 2020 in meinem Leben angefühlt hat: ein bisschen diffus; positiv wie negativ aufregend; ein wenig unruhig, aber um einen herum entschleunigte, warme Tage und die Erinnerung rückwirkend etwas fragmentarisch, aber immer mit Fokus auf die kleinen Details, die vor der Pandemie wie selbstverständlich wirkten).

In den Ring für die 100 Alben würde ich - neben den schon genannten (Charli XCX, …) - werfen:

The Bug - Fire
Adrianne Lenker - Songs & Instrumentals
Dialect - Under-Between
Spirit of the Beehive - Entertainment, Death
Claire Rousay - everything perfect is already here
Vijay Iyer/Linda May Han Oh/Tyshawn Sorey - Uneasy (+ Compassion)
Eiko Ishibashi - Drive My Car Soundtrack
Arca - Kick II-IIIII
Earl Sweatshirt - Sick!
Aldous Harding - Lawn
Mitski - The Land is Inhospitable…
Nick Cave & Warren Ellis - Carnage
Caroline - s/t
Oren Ambarchi / Johan Berthling / Andreas Werliin - Ghosted
The Microphones - The Microphones in 2020

So als erster Einwurf von meiner Seite. Würde vermuten/argumentieren, dass die meisten dieser Album nicht ohne Pandemie (oder zumindest nicht so in ihrer finalen Form) entstanden wären - und schon gar nicht denselben Impact gehabt hätten. Manche sind ja sogar ganz direkt „Produkte“ der Pandemie und sicher deswegen so einmalig.

Kojiro

Postings: 3430

Registriert seit 26.12.2018

14.04.2024 - 16:34 Uhr
Vielleicht sollte man das Ganze etwas ausweiten und auch Alben mit reinnehmen, die eben in der genannten Phase entstanden sind und die einen zuverlässig durch die Pandemie begleitet haben.

Henning

Postings: 6

Registriert seit 14.04.2024

14.04.2024 - 17:08 Uhr
Auch sehr interessant. Ich denke da würde einiges zusammenkommen. An der Thread-Idee hier fand ich persönlich so originell, dass es um einen direkteren Bezug zur Pandemie gehen könnte. Ich habe Fiona Apples Fetch the Bolt Cutters oder Waxahatchees Saint Cloud 2020 beispielsweise mehr gehört als andere Alben in der Zeit, aber sowohl in dem Jahr wie auch rückwirkend, fühl(t)en sich die Alben für mich nicht nach Pandemie an.

Weil es aber so eine einschneidende Zeit war, finde ich es eine fantastische Idee, wenn man in einer Liste den Bezug zur Pandemie auch in der Musik unmittelbar nachvollziehen kann. Ich habe selbst zu meiner Schul- und Studienzeit kaum mehr Musik gehört, als zur Hochzeit der ersten Welle (und das will was heißen, denn ich habe in meiner Schulzeit in Plattenladen gearbeitet). Aber nur wenige Alben verbinde ich wirklich inhaltlich mit der Pandemie. Weiß nicht, wie es euch geht, aber ich merke, dass ich schon sehr stark unterscheide zwischen „Pandemie“-Album und „Album, das ich in der Pandemie regelmäßig gehört habe“. Macht das Sinn?

Aber so oder so: super spannend, das alles zu diskutieren. Meine Vermutung wäre, dass die „100 besten Pandemie-Alben“ eine ganz anderen Liste wäre eine Liste unserer „meistgehörten Alben, die zwischen März 2020 und März 2023 aufgenommen worden sind“ (letzteres würde sich möglicherweise wie ein Mash-Up der Bestenlisten aus 2020, 2021, 2022 und Q1 2023 lesen. Aber nur eine Vermutung). Und zu ersterem gibt es (auf eine schnelle Google Suche hin) sogar noch keine lange oder gute Liste.

Ich frage mich gerade: was erzähle ich meinen Kindern oder vielleicht auch mal Enkeln, wenn sie fragen: „Wie klang eigentlich Musik zur Corona-Pandemie und wie hat die Pandemie die Musik in dieser Zeit geprägt?“. Ich wüsste im Moment nicht, wie ich drauf antworten würde… perspektivisch hoffentlich mal mit einer top 100 Liste aus dem Thread hier :D ich fänds super

kusubi

Postings: 1205

Registriert seit 17.12.2019

14.04.2024 - 17:16 Uhr
@Henning : danke für deinen Beitrag. Er gibt zu 100% meine Gedanken zum Thema wieder.

PKingDuck92

Postings: 302

Registriert seit 07.10.2022

14.04.2024 - 18:21 Uhr
King Gizzard - Butterfly 3000

Kojiro

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Registriert seit 26.12.2018

14.04.2024 - 21:51 Uhr
Fiona Apple - Fetch The Bolt Cutters
Taylor Swift - Folklore
Taylor Swift - Evermore
Jessie Ware - What's Your Pleasure?
Hayley Williams - Petals For Armor
Tame Impala - The Slow Rush
Alchemist x Freddie Gibbs - Alfredo
Ka - Descendants Of Cain
Taraka - Welcome To Paradise Lost
Tyler The Creator - Call Me If You Get Lost
Men I Trust - Untourable Album
Courtney Barnett - Things Take Time, Take Time
Boldy James - Bo Jackson
Olivia Rodrigo - Sour
Weezer - OK Human
Sam Evian - Time To Melt
The Black Keys - Delta Kream
Makthaverskan - För Allting
Iceage - Seek Shelter
Shame - Drunk Tank Pink
Widowspeak - The Jacket
Sharon Van Etten - We've Going About This All Wrong
Nilüfer Yanya - Painless
Horsegirl - Visions Of Modern Performance
Arcade Fire - WE
Warpaint - Radiate Like This
Melody's Echo Chamber - Emotional Eternal
Pusha T - It's Almost Dry
Yeah Yeah Yeahs - Cool It Down
Stella Donnelly - Flood
Alvvays - Blue Rev
Automatic - Excess
Andy Bell - Flicker
Liam Gallagher - C'mon You Know
Indigo Sparke - Hysteria
Taylor Swift - Midnights
Cate Le Bon - Pompeii
Bodega - Broken Equipment
Paramore - This Is Why
Shame - Food For Worms

Henning

Postings: 6

Registriert seit 14.04.2024

14.04.2024 - 23:31 Uhr
Mich lässt die Frage nicht los, was ein Coronazeit Album ist - und welche groben Maßstäbe man anlegen könnte, um eine Grundlage für eine Liste zu haben.

Klar, man könnte (und muss) die Antwort zeitlich irgendwie eingrenzen. Zumindest nach vorne raus. Denn vor März 2020 (jedenfalls in Europa) wird wohl kein Album als „Pandemiealbum“ bezeichnet werden können. Wenn man die Pandemie ab März 2023 für beendet (im musikalischen Sinne) erklärt, könnte man zu dem Zeitpunkt aufhören zu zählen (es werden aber sicherlich immer noch Alben veröffentlicht (werden), die während der Pandemie geschrieben oder aufgenommen wurden - auch wenn das konstant weniger werden wird).

Aber irgendwie würde mir etwas Charakteristisches für eine solche Kategorie “Coronazeitalben” fehlen, wenn man ausschließlich nach dem Erscheinungsdatum einer VÖ geht. Ich empfinde bspw. Fiona Apples Fetch the Bolt Cutters einfach nicht als “Coronazeitalbum” - der rein zeitliche Bezug zum Erscheinen in der ersten Welle, wäre mir zu wenig für eine solche Kategorie.

Jetzt könnte man argumentieren, dass dieses Album doch die Musikwelt in der Pandemie (erste Phase und sogar darüber hinaus) geprägt hat. Und da gehe ich absolut mit. Allerdings: was unterscheidet die Kategorie “Coronazeitalben” dann von der Kategorie “beste Alben aus der Zeitspanne X-Y”? Ist die Pandemie nicht mehr als nur eine bloße eine Zeitspanne - sollte man diese Jahre nicht gerade zwecks Erstellung einer Liste auch als kulturpolitisch einschneidendes Erlebnis mit in die Wertung einfließen lassen? Ich meine, wenn wir den teilweise grundlegenden Einfluss einbeziehen, den die Pandemie auf Musiker:innen und die Musikwelt hatte, dann lässt sich differenzierter vorgehen. Ich weiß; kann man zurecht alles auch ganz anders sehen.

Aber ein fiktives Beispiel: nehmen wir an, wir würden über die besten Alben der “68er” diskutieren. Uns wäre (implizit) klar, dass wir keine Aufnahmen klassischer Musik, die im Jahr 1968 (in sagen wir mal, um das Beispiel auf die Spitze zu treiben: Norwegen) aufgenommen wurden, einbeziehen.

Nun ist “Coronazeitalbum” aber auch kein Genre und die Pandemie dazu noch eine kollektiv so weitreichende und einschneidende Erfahrung, sodass es schwierig ist, mit einem einheitlichen Verständnis darüber zu reden.

Ich versuche mich mal an ein paar Parametern, um zu beschreiben, was - für mich - ein Coronazeitalbum an Kriterien erfüllen sollte:

I. (wesentliche Teile) geschrieben ab März 2020 (oder etwas früher in anderen Teilen der Welt)
- Ende der Zeitspanne würde ich offen lassen / aber je weiter weg die “Wellen”, desto besser sollte eine Aufnahme in die Liste begründet werden

II. Unter dem Eindruck der Pandemie entstanden
- das Album sollte nicht nur unter dem äußeren, sondern auch dem inneren Eindruck der Pandemie entstanden sein:
- Beispiel a: Band kann nicht mehr touren, Musiker:innen nehmen statt dem nächsten großen gemeinsamen Studioalbum jeweils Solo-Alben auf, für die sie sonst keine Zeit gehabt hätten
- Beispiel b: Genreexkurse als Ausdruck der Zeit, von der manche Musiker:innen in der Pandemie mehr haben, als ihnen lieb ist (“Black Metal Band goes Tangerine Dream Style Krautrock”)
- Beispiel c: auf Grund der äußeren Weltlage wird ein Album aufgenommen, was entgegen der ursprünglichen Vorstellungen deutlich “extremer” ausfällt, als geplant (wo es vorher introvertiert werden sollte, wird die Musik beispielsweise geradezu intim, usw.)
- Beispiel d: die Pandemie oder ihre Auswirkungen sind zB textlich Gegenstand der Musik

—> was das alles angeht, ist man natürlich ein Stück weit auf Berichterstattung oder Pressetexte angewiesen, wenn einem Album nicht schon die Pandemie “auf die Stirn” geschrieben steht (denke z.B. an teils gute, teils schlechte “Lockdown Sessions”)

III. Ggf. Kontrollfrage: gäbe es das Album, im Wesentlichen, auch ohne Pandemie?
- eine zugegebenermaßen etwas übergriffige Frage (aus Sicht der Musiker:innen), die aber letztlich bei weiten Kausalketten im Zweifelsfall gegen eine Aufnahme auf die Liste sprechen könnte. Provokante Frage: sprechen wir schon von einem Coronazeitalbum, wenn eine Band die einzelnen Parts für die Tonspuren, statt gemeinsam im Studio, auf dem heimischen Laptop getracked hat? Oder braucht es mehr…?

Mir macht es unfassbar viel Spaß, darüber nachzudenken, aber nun hab ich euch schon zu viel Text hier reingetippt ins Forum. Bin einfach total gespannt, wie ihr das seht.

Huhnmeister

Postings: 1724

Registriert seit 22.08.2022

14.04.2024 - 23:57 Uhr
@Henning: Bissl spinnen tuste ja schon, ne? Meine ich aber mehr als Lob als als Kritik. Denn spinnerte Leute sind mir so viel lieber als langweilige und stromlinienförmige.

Henning

Postings: 6

Registriert seit 14.04.2024

15.04.2024 - 09:33 Uhr
Haha, @Huhnmeister. Manchmal überkommts mich; aber wenn nicht hier, wo dann rumspinnen? Habe mir sagen lassen, dass euer Forum so viel Spaß macht, eben weil so viele spinnerte Leute hier unterwegs sind. Ich hoffe, du hattest einen guten Start in die Woche mit Honigbrot, @Huhnmeister (hier spricht Team Tannen- oder Waldhonig mit Butter satt auf Schwarzbrot).

Huhnmeister

Postings: 1724

Registriert seit 22.08.2022

15.04.2024 - 19:01 Uhr
Als Honigbefürworter haben Sie sich als Gourmet qualifiziert.

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