Genre: Postrock

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Der Wanderjunge Fridolin

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18.05.2020 - 13:28 Uhr
Absolut!

Wer bei mir vermutlich am meisten verloren hat, sind Pelican (wenn ich jetzt mal darauf verzichte, allzu streng zwischen Postrock und Postmetal zu unterscheiden). Wie habe ich die früher geliebt und wenn ich mir das heutzutage anhöre...meh. Ist auf Songlänge oft recht langweilig.

Einzelne Songs hingegen wissen mich aber immer noch zu fesseln, zum Beispiel von Evpatoria Report etc

Mayakhedive

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18.05.2020 - 13:39 Uhr
Daturah kenne ich z.B. gar nicht.
Im Prinzip geht es mir aber ähnlich, wenn ich auch schon hin und wieder zu einem Klassiker greife und es dann auch gut finde. Ist schon sehr von der Stimmung abhängig. Aber den großen Kick gibt es aber nur noch selten.

Der Wanderjunge Fridolin

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18.05.2020 - 13:43 Uhr
Darurah spielten schon sehr klassischen, instrumentalen Postrock. Aus nicht immer völlig klaren Gründen treffen die bei mir aber immer noch einen Nerv. Check mal an:

https://youtu.be/SkygkYKsG-4

Der Wanderjunge Fridolin

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18.05.2020 - 13:47 Uhr
@Beefy:

Ich erstelle die Tage gerne eine Liste. Preise werden sehr fair sein, will damit keine Kohle machen.

Oceantoolhead

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18.05.2020 - 13:54 Uhr
@Wanderjunge Fridolin

Habe auch Interesse, gerade an wenn du Vinyls von Isis oder Russian Circles hast.

Der Wanderjunge Fridolin

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18.05.2020 - 13:55 Uhr
Hab ich :)

Oceantoolhead

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18.05.2020 - 13:55 Uhr
Nachtrag: Magst du in deine Liste vllt auch schreiben um welche Version es sich handelt? Also ob es ne Standart Variante mit schwarzer LP ist oder ne Limited Edition ?:=)

Der Wanderjunge Fridolin

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18.05.2020 - 13:59 Uhr
Wird erledigt :)

Der Wanderjunge Fridolin

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18.05.2020 - 14:01 Uhr
P.S.: Da ist einiges Buntes dabei, wenn auch nicht alles. Sind auf jeden Fall alles Erstpressungen sofern es denn überhaupt Nachpressungen geben sollte.

Nele

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18.05.2020 - 14:49 Uhr
Oh Fridolin, das finde ich schade, dass diese Musik dir ernüchternde Hörerlebnisse beschert. Aber klar verändert man sich und wenn du dir sicher bist, dass es keine Geschmacksphase sondern eine dauerhafte Veränderung im Hörerlebnis ist, verkaufe deine Sachen.

Ich mag die „Klassiker“, die du aufzählst in der richtigen Stimmung alle sehr gerne. Aber ich verstehe, was du meinst.
Wenn man das mit dem alten Männer Prog vergleicht, den ihr im anderen Faden diskutiert, ist sowas „post-rockiges“ irgendwo vielleicht simpler, aber für mich in der Unaufgeregtheit gerade im Herstellen von Atmosphäre interessanter.

Wenn ich mir bspw. Consider the Source anhöre oder in die uralt Sachen von Yes reinhöre (eigentlich bin ich ja schon vom Logo dermaßen abgeschreckt, ich will mich in den Faden auch gar nicht einmischen), kann ich dem auch was abgewinnen, weil ich die vertrackten Rhythmen mag, es interessant weil abwechslungsreich komplex zugeht und es doch Stellen zum Atmen gibt.

Mir geht nur irgendwann die Musik als Gesamtpaket in ihrer virtuosen Aufgeregtheit und dem fast konstant hohen Erregungsniveau auf den Geist, sodass ich das maximal eine halbe Stunde höre, dann bin ich raus. Wir sind vermutlich aber auch andere Generationen, das kann ja manchmal was heißen. Und Hörerlebnisse können sich bei derselben Musik durchaus verändern.

Deswegen verstehe ich das, wenn es dir wahrscheinlich umgekehrt genauso geht ;)

Der Wanderjunge Fridolin

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18.05.2020 - 16:11 Uhr
Da sagst du was, von wegen Generationen. Ich bin ja auch mit Punk sozialisiert worden, der in direkter Opposition zum Prog steht. DIY, Auflösung der Kluft zwischen den Experten da oben und den Konsumenten da unten, weg von tonnenschweren Bühnenequipments, mit denen man schon alleine aufgrund ihrer Menge nur noch im Stadion auftreten kann etc.

Sprich: Ich habe Prog lange Zeit ziemlich verachtet. In den 90ern waren dann die Progmetalbands mein Einfalltor in Frickel-Gefilde. Aber mit Neoprog und all dem zuckersüßen Gesäusel konnte ich trotzdem noch lange nix anfangen.

Das kam dann mit zunehmendem Alter :D

Ich bin außerdem der Ansicht, dass wir oft einen Umstand sehr unterschätzen, wenn es um unseren Geschmack geht: Die Reihenfolge, in der wir die Dinge kennenlernen. Hätte ich Postrock erst jetzt entdeckt, wäre er vielleicht gerade der heißeste Scheiß bei mir.

Der Wanderjunge Fridolin

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18.05.2020 - 16:28 Uhr
Btw bin ich übrigens eh der Ansicht, dass jüngere und modernere Progbands wie etwa Vola, Leprous oder Caligula's Horse sowieso (im Wortsinne) progressiver sind als die Altherrenriege, die auch nix anderes tut, bereits bekannte Muster immer wieder zu wiederholen.

Der Wanderjunge Fridolin

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18.05.2020 - 16:30 Uhr
... was sie allerdings oft auf einem erschreckend hohen Niveau tut :D

Given To The Rising

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18.05.2020 - 16:38 Uhr
Gerade bei Prog und im Avantgarde sehe ich die zunehmende Tendenz Kunst um der Kunst Willen zu schaffen. Da baut man dann hier eine Polyrhythmik ein, da ein verzwicktes Gitarrenriff oder atonale Melodien. Da fehlen mir die Emotionen. Sonst könnte ich auch Robotermetal hören.

Der Wanderjunge Fridolin

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18.05.2020 - 16:40 Uhr
In mir löst das Emotionen aus.

Given To The Rising

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18.05.2020 - 16:45 Uhr
Subjektive Wahrnehmung. Wenn die Musiker ihre Instrumente nicht beherrschen und belanglose Musik machen, interessiert sie mich nicht. Wenn sie genau das Gegenteil machen, also zu sehr den Fokus auf Technik und kunstvolle Elemente legen, ist das ähnlich. Für mich sind Post Rock/Metal und Prog à la Tool genau die Mischung aus innerer Bescheidenheit und technischem Können.

Der Wanderjunge Fridolin

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18.05.2020 - 17:08 Uhr
Stimmt schon, dass Leute wie Baard Kolstad auch schwer rumprotzen mit ihren Skills. Allerdings auch nicht ganz zu unrecht ;)

Bin nun raus. Allen noch einen schönen Tag/Abend.

Nele

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18.05.2020 - 18:18 Uhr
Ach, bei der progressiven Altherrenriege gibt es gar kein richtiges Nachfolgealbum-Syndrom. Das kann dann aber tatsächlich kein Prog mehr im Wortsinne sein ;)

Die Reihenfolge, in der wir Dinge kennenlernen, ist tatsächlich nicht zu unterschätzen, denke ich. Da entstehen ganz eigene Dynamiken. Es wäre auch komisch, wenn sich Hörgewohnheit mit den Jahren nicht ein bisschen ändern genauso wie die Einschätzung derselben Sache. Man sammelt ja alles Mögliche mit der Zeit auf. Und es gibt Schlüsselerlebnisse, die den weiteren Verlauf der Hörgewohnheit prägen.

Tool sind auch eine meiner Jugendlieben, die für mich aber immer noch genauso eine ziemlich perfekte Balance haben, wie Given das schreibt (aber wie war das bei fear inoculum – die Platte empfinden ja manche auch als emotionslos ;).
Naja, dann muss ich mal schauen, was das Alter mit mir macht. Hoffentlich wächst mir kein Bart.

Analog Kid

Postings: 919

Registriert seit 27.06.2013

18.05.2020 - 19:59 Uhr
@Nele

Ja, das Paradoxon mit im Grunde extrem rückwärtsgewandter Musik, die trotzdem als "progressiv" bezeichnet wird, ist bekannt:)
Auch dass Genrebezeichnungen wie "Retroprog" strenggenommen eigentlich ja Unsinn sind, usw.

Ist ja eigentlich auch nur ne Schublade für einen gewissen Musikstil, der hauptsächlich in dem 70ern fabriziert wurde, und der damals in Musikjournalistenkreisen mal ne Zeitlang vermutlich zu recht als "progressiv" bezeichnet wurde. Wenn dann heutzutage Bands genau DIESEN Stil dann reproduzieren und immer noch als progressiv im Sinne von "fortschrittlich" bezeichnet werden ist das natürlich Quatsch.

Ansonsten sind die 70er Yes vielleicht auch nicht unbedingt der beste Einstieg in 70ies Progkram. War bei mir auch nicht gleich Liebe auf ersten Blick. Versuchs mal mit den Peter-Gabriel-Genesis, die sind ziemlich bekömmlich trotz gelegentlicher Songüberlängen. Oder auch "Thick as a brick" von Jethro Tull, das ist zwar ein riesenlanger Song im Grunde, aber absolut spaßig und relativ stressfrei zu hören, hab damit schon Leute überzeugt, die sonst mit "so" einer Musik eher nix anfangen konnten.

Achso, ansonsten on topic:

Mogwai & GYBE kenne und liebe ich, von Isis hab ich fast alles, aber wenn ich Bock drauf hab, höre ich irgendwie immer nur die "Panopticon", die ist wirklich fantastisch.
Bei mir ist traditionell immer eher im Herbst Postrock-Time.

Nele

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18.05.2020 - 21:26 Uhr
Sehr gut, dann hatte ich ja die absolute Noob Erkenntnis ;)

Klar, man kann den Begriff auch einfach als Etikett sehen, um dem Kind einen Namen zu geben.

Ich hatte vor Kurzem sowieso versucht, mal wieder in diese Richtung reinzuhören. Dann werde ich mich demnächst an Genesis versuchen, danke. Ich muss mich noch an den guten alten Synthesizerklang gewöhnen.

Stimmt schon, z.B. Mogwai ist für mich auch eine prädestinierte Herbst Band. Ich bin aber auch sonst mal in Stimmung für Mogwai und Freunde, obwohl es für mich auch etwas ist, was schon eine bestimmte Voraussetzung an Stimmung braucht (also meist in einem vierwöchigen Rhythmus – ha, Entschuldigung).
Isis hat generell einen besonderen Platz bei mir (bestimmt bin ich nicht die einzige, die immer denken muss, dass der bnd mitliest – wahrscheinlich auch so ein Noob Ding :).

Given To The Rising

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18.05.2020 - 21:51 Uhr
"Mogwai & GYBE kenne und liebe ich"
Kennst du yndi halda? Enjoy Eternal Bliss ist eines der besten Postrock-Alben überhaupt.

Der Wanderjunge Fridolin

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Registriert seit 15.06.2013

19.05.2020 - 07:51 Uhr
Yndi Halda mochte ich auch.

Hab gestern mal wieder in die Oceanic reingehört. Die gefällt mir immer noch. Es sind wohl doch eher die Bands, die zu stark auf Wiederholung gesetzt haben, die mich irgendwie nicht mehr erreichen. Ich nenne mal If These Trees Could Talk. Ikonen wie Gybe stehen eh außerhalb jeder Kritik, genauso wie Pioniere wie Bark Psychosis oder die TT-Alben, die Spiderland.

Mayakhedive

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19.05.2020 - 08:02 Uhr
Vieles klingt eben auch tatsächlich recht ähnlich. Habe gestern mal den verlinkten Song von Daturah gehört und das ist zweifelsfrei schöne Musik, aber so nach dem ersten Hören wüsste ich da jetzt nicht, warum ich die Band z.B. The Evpatoria Report - auch kürzlich erst entdeckt - vorziehen sollte.
Da lob ich mir dann sowas wie Do Make Say Think, wenn man die denn zu Postrock zählen will.
Und ja, GY!BE, Talk Talk und Spiderland sind über jeden Zweifel erhaben. Bark Psychosis hingegen sind bei mir bsiher ein blinder Fleck...

ZoranTosic

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20.05.2020 - 12:00 Uhr
@wanderjunge Friedolin: Hat sich das mit Deiner Liste schon erledigt? Falls das noch aktuell ist und Du das eine oder andere loswerden möchtest hätte auch ich durchaus Interesse...

Der Wanderjunge Fridolin

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20.05.2020 - 13:01 Uhr
Die Isisplatten wären schon reserviert. Für den Rest kommt noch ne Liste.

ZoranTosic

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20.05.2020 - 13:08 Uhr
OK - besten Dank

pounzer

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24.05.2020 - 14:31 Uhr
Gerade in GB gibt es Vieles, was man generell als Postrock bezeichnen kann, was aber über das typische Crescendocore hinausgeht. Wenn man sich da so ein bisschen durchhört, findet man vielleicht anschließend auch wieder Gefallen an 10-minütigen Instrumentalstücken. :D

Hier mal ein paar Beispiele:

A.A. Williams: https://www.youtube.com/watch?v=d2GV3EyeWUM
Midas Fall: https://www.youtube.com/watch?v=oZ_ArHLW43I
VLMV: https://www.youtube.com/watch?v=QBC71Wf3Zcg

Beefy

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Registriert seit 16.03.2015

25.05.2020 - 10:04 Uhr
Durch das Post-Rock-Genre bin ich auf Slowcore gestossen. Bei diesen beidne Stilen gibt es viele Überschneidungspunkte, die nichts mit all den EITS- und Mogwai-Klonen zu tun haben - so z.B. Early Day Miners, Spokane oder The For Carnation.

ZoranTosic

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Registriert seit 22.04.2020

25.05.2020 - 10:37 Uhr
"Durch das Post-Rock-Genre bin ich auf Slowcore gestossen. Bei diesen beidne Stilen gibt es viele Überschneidungspunkte, die nichts mit all den EITS- und Mogwai-Klonen zu tun haben - so z.B. Early Day Miners, Spokane oder The For Carnation. "

Die Band Slowness könnte man hier empfehlen

Given To The Rising

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25.05.2020 - 11:18 Uhr
Drone- und Funeralbands sind generell sehr langsam.

Akim

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Registriert seit 17.04.2016

26.05.2020 - 06:08 Uhr
Die Jungs von LEVT haben einen neuen Song "Lifbrü" rausgebracht, der die Brücke zum neuen kommenden Album schlagen soll. "Vodälse" war für mich DAS Postrock-Album 2019 und mit dem neuen Song setzen sie noch mal einen drauf. Die Band hat irgendwie was besonderes, so finde ich.

https://levt.bandcamp.com/track/lifbr

Ich liebe das Genre immer noch. Wenn einem viele Bands zu ähnlich klingen, kann man sich ja die Rosinen rauspicken ;) Klar, Geschmäcker ändern sich, liegt in der Natur der Sache. Postrock war, ist und wird immer ein "Nischen-Genre" bleiben.

Der Wanderjunge Fridolin

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31.05.2020 - 09:05 Uhr
Ich habe die Liste nicht vergessen. Ich konnte mich noch nicht so recht dazu durchringen. Erstens fehlte die Zeit und zweitens entstand Trennungsschmerz :D

Und die Isis wären wie gesagt auch schon reserviert.

Autotomate

Postings: 2022

Registriert seit 25.10.2014

31.05.2020 - 09:13 Uhr
Re-Infektion. Zuviele Postrock-Aerosole hier im Thread ;)

Bonzo

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Registriert seit 13.06.2013

02.06.2020 - 18:03 Uhr
Das Album ist hier leider in der Versenkung verschwunden, aber "El lenguaje como obstáculo - I" bleibt ein Meisterwerk.

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